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Sehnsüchte


se****

Empfohlener Beitrag

Das Thema ist schwierig und je nach Diagnose, Schweregrad der Krankheit und krankheitsbedingte Einschränkungen im Alltag auch nur individuell zu beantworten. Es gibt Menschen, die schon sehr schlecht damit umgehen können, wenn du sagst, dass es dir gerade nicht so glänzend geht. Du sagst nicht, ob es sich um eine unheilbare Krankheit im Endstadium geht, noch ob es psychisch oder körperlich ist. 

Je nachdem, worum es sich handelt, würde ich mich vermutlich darum kümmern, dass meine Lebensqualität erhalten bleibt. Die messe ich persönlich nicht am "geniessen" (ich denke du meinst damit Sex). Vielleicht gibt es ja Selbsthilfegruppen, wo du andere ähnlich Betroffene und darunter auch deine/n Wunschpartner kennenlernen kannst. In einer solchen Gruppe wäre die Frage nach der Akzeptanz deines Leidens ja schon geklärt, weil alle im selben Boot säßen. Ich weiss von Krebs, MS, und anderen  Selbsthilfegruppen. Suchmaschinen und Veranstaltungskalender helfen da weiter. Vielleicht weiss auch dein Arzt etwas.

 

Krankheiten stellen das ganze Leben aller Beteiligten komplett auf den Kopf und verlangen oftmals jedem Einzelnen so ziemlich alles ab!

Also sowohl der erkrankten Person selbst, wie auch dem Umfeld aus Partnern, Angehörigen und auch Freunden...

 

Und man hat natürlich die Vorstellung in sich, daß man im Krankheitsfall die/den Liebsten als Stütze an seiner Seite haben möchte, bzw. das nicht ganz alleine für sich durchstehen muß.

 

Als Ex-Mann einer an Depressionen erkrankten Frau, kenne ich die Situation natürlich nur von der Seite des gesunden, unterstützenden und zur Seite stehenden Partners...

Da diese Krankheit aber letztendlich auch dennoch unsere Beziehung zerstört hat, habe ich für mich den Entschluß gefasst, für mich allein bleiben zu wollen.

 

Wie das nun aussehen würde, wenn ich selbst an einer schweren, vielleicht lebensbedrohlichen Krankheit erkranken würde und dann niemanden direkt an meiner Seite habe, kann ich natürlich nicht sagen... 😬🤷‍♂️🤔

Ich weiß aber, daß es in den schwersten Zeiten mit meiner Ex auch durchaus echt miese Situationen gab, in denen ich mich dann aber auch selbst gesammelt und mir gesagt habe, daß ich mich davon jetzt nicht auch noch runterziehen lassen möchte und werde!!

 

Laß Dir Deine Energie daher nicht durch Dinge, die eher nicht funktionieren rauben, sondern konzentriere Dich besser auf Dinge, die für Dich möglich und realisierbar sind, die Dir Freude bereiten und Dich positiv stimmen und dadurch am Ende auch für neue Kraft und Energie sorgen! 💪😃👍

 

Alles Liebe und Gute Dir! 🙏🍀

 

vor 50 Minuten, schrieb Supernova_69:

Wenn ich an so einer Krankheit erkrankt wäre, hätte ich anderes im Kopf, als hier um Rat nachzufragen. Du hast mein Mitgefühl 💓 Ehrlich!
Es ist eine Überforderung für Menschen, mit denen Du im Kennenlernprozess bist. Niemand ist dazu moralisch verpflichtet, sich einem schwer erkrankten Menschen zuzuwenden. Das gehört einfach nicht in eine Kennenlernphase für mich. Die muss leicht und unkompliziert sein. Andere sehen das vielleicht anders.

auch kranke Menschen sind Menschen. Man sollte gefühlvoll mit ihnen umgehen. Leider stelle ich fest, dass viele Menschen keine menschlichen Gefühle mehr haben. Zur Zeit scheinen sie nur Gefühle für Fußball zu haben :rage:

vor 1 Minute, schrieb Dino_Haraldino:

auch kranke Menschen sind Menschen. Man sollte gefühlvoll mit ihnen umgehen. Leider stelle ich fest, dass viele Menschen keine menschlichen Gefühle mehr haben. Zur Zeit scheinen sie nur Gefühle für Fußball zu haben :rage:

Sucht ist eine Sucht die Leiden schafft - und das mit Leidenschaft

vor 4 Minuten, schrieb SuppenkOma:

 

Das ist zwar einerseits richtig, aber fremden Menschen gegenüber bedeutet das erstmal nicht viel.
Jemand, der sich hier angemeldet, hat seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen, so schwierig die Einzelschicksale auch sein mögen. Am Ende hat jeder sein Päckchen zu tragen. Und wenn jemand sich hier Leichtigkeit für sich wünscht, dann ist das genauso legitim wie jemand, der aus seiner Krankheit ausbrechen möchte. Ich verstehe beide Seiten.

auch ein alter Dino versteht un hat Gefühle für beide Seiten. Sonst wäre ich auch nicht bei Poppen.de :hearts_around:

vor 20 Minuten, schrieb Dino_Haraldino:

auch kranke Menschen sind Menschen. Man sollte gefühlvoll mit ihnen umgehen. Leider stelle ich fest, dass viele Menschen keine menschlichen Gefühle mehr haben. Zur Zeit scheinen sie nur Gefühle für Fußball zu haben :rage:

Sucht ist eine Sucht die Leiden schafft - und das mit Leidenschaft

Wer ist „man“ und wer ist „sie“???? Weshalb zitierst Du mein ganz persönliches Statement, nachdem Du es geliked hast? Fußball schaue ich nicht, wusste bis grade nicht mal, dass WM 🏟️ ist 

vor 23 Minuten, schrieb Dino_Haraldino:

auch kranke Menschen sind Menschen. Man sollte gefühlvoll mit ihnen umgehen.

da bin ich einverstanden. Es gilt aber tatsächlich für beide Seiten. Verständnis und Mitgefühl sollten keine Einbahnstrasse sein. 

Man halte sich vor Augen
Das wir alle eines Tages sterben werden
Und niemand weiß wann das ist

Theoretisch kann ich morgen vom LKW überfahren werden
Dann war es das...

Ist so

Ich wünsche dir eine Gute Zeit noch

vor 1 Stunde, schrieb GreyC:

Das ist doch ein ganz einfacher psychologischer Effekt. - Wenn du 3x am Tag Schokoladenpudding serviert bekommst. Welche Sehnsucht hast du dann nach Schokoladenpudding?
Aber, wenn du 10x am Tag im TV mit Bratwurstwerbung bombardiert wirst (Trend 2027 😉). Du bist aber schon 1/2 Jahr in Dubai. - Was würdest du dann am liebsten essen und falls du es bekommen könntest. Was würdest du dafür geben?
Und dann mache den Fernseher aus und sieh, was du alles leckeres im Kühlschrank hast. - Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht. Scheiß auf Bratwurst..
🤓

... kam vielleicht etwas Lehrer-haft rüber. 

Ich war auch mal ganz froh, als sich eine erste Diagnose nicht bestätigte. Da fängt man schon mal an zu grübeln.

Manche Tatsachen lassen sich aber einfach nicht mehr umstoßen. Man muss damit leben; ob man nun will oder nicht. Und das trifft schon fast den Kern. - Besser man will. 

Meine Tante war an MS erkrankt. Sie musste sich ziemlich einschränken. Ich hatte mich immer gefragt, wie sie es hin bekommt sich dieses Leben so anzunehmen. Aber genau darin lag der entscheidende Schritt. Sie strahlte immer Zufriedenheit und Ruhe aus. Ich und alle anderen haben sie immer gern als Ruhepol besucht und diese Atmosphäre genossen. - Wenn man fit ist wie ein Turnschuh, kann man natürlich leicht daherreden. Aber ich glaube, Zufriedenheit liegt in der Relativität. Es kommt darauf an, wie man sich zentriert und wo man seine Maßstäbe ansetzt. Manche erreichen nie Zufriedenheit, selbst wenn sie z.B. mehrmals im Jahr die entferntesten Urlaubsziele bereisen, nur damit sie etwas zu erzählen haben und sich einer bestimmten Gruppe zuordnen können. Und andere genießen es zutiefst einfach zwischen ihren Tomatenpflanzen auf dem Balkon zu entspannen. - Alles relatif. Es kommt darauf an, wo man seine Maßstäbe ansetzt und wohin man seinen Blick richtet

Jetzt noch eine Schlauheit: "Jeden Tag leben, als könnte es der letzte sein" - ist ein Motto, das oft dahergeredet wird. - Welch ein Schwachsinn! Welchem Stress will man sich damit aussetzen? - Jeden Tag genießen, als ob man noch unendlich Zeit hätte... 🫠

Was auch immer es ist, ich wünsche dir alles gute und schnelle Genesung 💪
Aber zum Rest deines Textes,
es ist Irrelevant wer geht, wichtig ist wer bleibt.

Halte die Ohren steif ✌

Weil Menschen psychologisch so konzipiert sich häufig das am spannendsten zu finden, was sie denken, nicht oder nicht mehr haben zu können.  Nicht umsonst ist "künstliche Verknappung" die beliebteste Werbestrategie.

Es ist verständlich, dass Du Wünsche hast. Aber es ist nicht ok zu erwarten dass Menschen Lust haben, das gesuchte "Abenteuer" auf Deiner "bucket list" zu sein. Eine schwere Krankheit ist tragisch, aber sie ist kein Freibrief für die Erwartungshaltung, dass Menschen ihre eigenen Bedürfnisse jetzt in den Hintergrund zu rücken und sich stattdessen um Deien zu kümmern haben. Es ist menschlich nachvollziehbar, dass eine schwere Krankheit dafür sorgt, dass sich Menschen in einer Kennenlernphase gegen eine Fortführung entscheiden. Das ist hier kein Portal von Heiligen, sondern von Menschen, die vermutlich eher Leichtigkeit und Unbeschwertheit suchen....

(bearbeitet)

Realitäten...

Die Sehnsüchte des einen treffen mitunter auf die Ängste des anderen...

Das ist die teils sicherlich harte Realität. Dir dennoch alles Gute und viel Glück auf deinem Wege...

bearbeitet von Highlander4u
vor 4 Stunden, schrieb sehnsüchtiger666:

Warum werden Sehnsüchte nach Liebe und Abenteuer immer größer, wenn man mitbekommt, das sie immer unerreichbarer werden da man an einer unberechenbaren Krankheit erkrankt ist. Es kann einen sehr belasten weil man sich eigentlich anders fühlt aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht wird wenn die nächste Diagnose kommt. Auch weil die Personen die sich augenscheinlich für einen interessieren dann auf einmal Abstand nehmen. Wie soll man damit umgehen? Man sucht doch keinen Versorger. Man möchte nur noch einmal das Leben etwas genießen. 

Sehnsucht ist oder soll ein schmerzliches Verlangen sein. Diese Sehnsucht, nach etwas zu entwickeln, was nicht möglich ist, ist fatal. Man sollte sich nach etwas sehnen, was auch erfüllbar ist. Habe ich die Sehnsucht, einen Berg zu ersteigen, so sollte das nicht der K2 sein, sondern vielleicht der Birkenkopf.

Krankheit schließt doch Liebe nicht aus und auf dem Boden der Tatsache müssen wir alle leben. Wer die Stange zu hoch legt, wird sie nie überspringen können. Glaub doch nicht, dass andere nur, weil sie nicht deine Probleme haben, sondern andere nicht diese Wünsche haben.

Weil, hier viele Leute sehr oberflächlich Denken. Viele von denen glauben noch an den Weihnachtsmann. Tun, als wären sie die perfekten Menschen. Ist halt so.

Das ist leider tatsächlich so. Such Dir etwas anderes, eine Ablenkung, stürze Dich in Arbeit (geht auch z.b. im Rolltsuhl), schreibe ein Buch darüber - es gibt viele Möglichkeiten.

Blödes Beispiel von mir: jemand, der sich immer wieder auf einen Parkplatz für behinderte Menschen stellt, findet das auch nicht so schlimm. Aber wenn es ihn plötzlich selbst betrifft, findet er es unverschämt und respektlos. So sind die Menschen.

vor 5 Stunden, schrieb Beatrice456:

Man halte sich vor Augen
Das wir alle eines Tages sterben werden
Und niemand weiß wann das ist

Theoretisch kann ich morgen vom LKW überfahren werden
Dann war es das...

Ist so

Ich wünsche dir eine Gute Zeit noch

Das wünsche ich Dir auch -lhG Dino_Haraldino

vor 22 Stunden, schrieb Eichhörnchen73:

Was Liebe, Nähe und Zärtlichkeit angeht, so habe ich für mich gelernt das ich mir das nur selber geben kann.
Am besten hat es für mich geklappt als ich die Hoffnung (in allen Bereichen) aufgegeben habe, denn die Hoffnung ist es die uns leiden lässt in dem sie uns glauben lässt das sich etwas ändern könnte.

Das sehe ich genau anders herum.

Vielleicht hat man den Wunsch oder dhe Dringlichkeit aufgegeben, weil man sich damit arrangiert hat und vielleicht nicht mehr daran glaubt, dass man das erleben darf. 

Aber, wenn man das wirklich eine Sehnsucht ist, hat man vielleicht auch noch Hoffnung. Unverhofft kommt oft :)

Ich glaube, dass die Sehnsucht dann ins Umermessliche steigt, wenn man die Hoffnung aufgibt. Also zumindest bei Dingen, die grundsätzlich erreichbar wären.

Vielleicht kann man den Wunsch aufgeben, aber nicht die Sehnsucht.

 

Vielleicht liegt es daran das Menschen verschieden sind, oder das da ein unterschied zwischen Glauben und Wissen ist, doch nach meiner Erfahrung ist Hoffnung nichts Gutes, und die Sehnsucht flacht ab, sobald die Hoffnung gestorben ist.
Aber

Am 4.7.2026 at 10:57, schrieb sehnsüchtiger666:

Warum werden Sehnsüchte nach Liebe und Abenteuer immer größer, wenn man mitbekommt, das sie immer unerreichbarer werden da man an einer unberechenbaren Krankheit erkrankt ist.

weil man merkt, dass man sein Leben  verfuscht hat, das niemand da ist, der einen liebt.

Am 4.7.2026 at 10:57, schrieb sehnsüchtiger666:

Wie soll man damit umgehen?

man muss es akzeptieren 

Am 4.7.2026 at 14:36, schrieb GreyC:

Jeden Tag leben, als könnte es der letzte sein"

Ich interpretiere den Satz anders 🤔

Für mich bedeutet es, jederzeit sterben zu können, ohne Streit, ohne noch etwas er-/klären zu wollen, nicht zu viel Zeit verstrichen gelassen zu haben, um einen wichtigen Menschen zu treffen oder ihm gesagt/gezeigt zu haben, wie wichtig er ist, nicht mit Wut oder Unzufriedenheit zu sterben, …

Mal in Richtung TE: Ich würde anmerken, das es offene Kuschelabende gibt. Also Veranstaltungen, wo es um das kuscheln geht. Schau mal ob es sowas in deiner Gegend gibt.
Wenn du mit dem Setting leben kannst, hilft es etwas und möglicherweise machst du da auch Bekanntschaften, die dich weiter bringen.

Vielleicht wollen einige dieser Menschen kein Mitleidsfick geben, Krankenschwestern spielen oder suchen was Langfristiges. 
 

Vielleicht ist ihnen auch nur die Kommunikation zu öder, wenn man nur über seine Krankheiten, Sorgen und Nöte spricht. 

Am 4.7.2026 at 10:57, schrieb sehnsüchtiger666:

Warum werden Sehnsüchte nach Liebe und Abenteuer immer größer, wenn man mitbekommt, das sie immer unerreichbarer werden da man an einer unberechenbaren Krankheit erkrankt ist. Es kann einen sehr belasten weil man sich eigentlich anders fühlt aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht wird wenn die nächste Diagnose kommt. Auch weil die Personen die sich augenscheinlich für einen interessieren dann auf einmal Abstand nehmen. Wie soll man damit umgehen? Man sucht doch keinen Versorger. Man möchte nur noch einmal das Leben etwas genießen. 

Wie laufen denn Gespräche ab? Steht die Erkrankung sehr im Fokus? Gehst du einigermaßen sachlich damit um? 
Wie ist die Prognose? Brauchst du zeitnah Pflege?

Wenn die Erkrankung sehr viel Raum einnimmt und es absehbar ist, dass eine neue Bekanntschaft befürchtet, dass sie sehr bald involviert werden könnte, kann ich die Distanzierung verstehen. Das ist nicht asozial, das ist Selbstschutz 🤷🏼‍♀️

Bei allem Verständnis für deine Bedürfnisse, so denke ich, dass du dir am besten eine Selbsthilfegruppe suchst, um dich aussprechen zu können, um Verständnis zu erfahren und um nicht zu vereinsamen!

Natürlich zusätzlich zu deinem altbewährten Umfeld! 
 

Sind selbstverständlich alles nur meine individuellen Gedanken 🍀

Am 4.7.2026 at 10:57, schrieb sehnsüchtiger666:

Warum werden Sehnsüchte nach Liebe und Abenteuer immer größer, wenn man mitbekommt, das sie immer unerreichbarer werden da man an einer unberechenbaren Krankheit erkrankt ist.

Vielleicht weil man zuvor viele Jahre verpasst hat sein Leben zu genießen und leben ;)

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