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Ist Sex der wahre Gradmesser jeder Beziehung?


Anonymes-Mitglied-1

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Anonymes-Mitglied-1

Hallo liebe Popper / Popperinnen :)
Ich habe letztens folgendes Zitat von einer Sexualthe***utin gelesen:

Wenn der Sex gut ist, macht er 10 % der Beziehung aus.
Wenn er schlecht ist, macht er 90 % aus.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass an diesem Satz mehr Wahrheit steckt, als viele zugeben wollen.
Solange im Bett alles läuft, redet kaum jemand darüber.
Aber sobald es dort nicht stimmt, frisst es sich durch alles , durch Nähe, Stimmung, Selbstwert und Streitkultur.

Wie viele Beziehungen halten wirklich schlechten oder gar keinen Sex auf Dauer aus , ohne dass Frust, Affären oder stille Resignation entstehen?

Also Butter bei die Fische:
Ist Sex in Wahrheit der heimliche Gradmesser einer Beziehung – und wir sind nur zu romantisch (oder zu verklemmt), das offen zuzugeben?
Oder ist das eine völlig übersexualisierte Sicht auf Partnerschaft?

Ich bin auf eure Antworten gespannt :)

Was ist mit den ganzen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Sex (mehr) haben (Single, Paare, Krankheiten, Alter, Einschränkungen, etc)?
Sind die dann im Umkehrschluss alle unglücklich?

Ich finde die TE Frage tatsächlich interessant, aber ich frage mich gerade, was passiert, wenn man den Kreis noch weiter zieht zu "keinen" Sex?

Ich glaube er ist wichtiger als man glaubt. Gerade wenn einer ihn als zu wenig empfindet. ...muß ja nicht immer vögeln sein, intim berühren, zarte Küsse, immer mal zwischen durch ist auch Sex

Würde ich persönlich exakt so unterschreiben , gibt's kein Defizit in der Hinsicht , ist alles andere weniger problematisch. Läuft es aber eben nicht ist das auf kurz oder lang auch schon der Gnadenstoß , niemand wird eben gerne vertröstet, zurückgewiesen. Das macht ja was mit dem Selbstwert. Ist nur zwingend logisch das sich das auf alle Bereiche die noch relevant ( in einer Beziehung ) sind auswirkt . Dahingehend ist ja auch bekannt das uns negative Erfahrungen einfach omnipräsent erscheinen und man braucht wohl 10 positive Dinge um eine negative zu negieren.

Meiner Meinung nach , macht guter und geiler sex 80 Prozent einer beziehung aus ! Grade wenn beide sex lieben und brauchen. Man kann vieles weg und wieder gut ficken 😉 vieles wird durch geilen sex kompensiert , wie fehlende Nähe , Aufmerksamkeit , liebe , Zeit zu zweit ... gesehn werden ! Der Alltag ist nicht immer leicht und man ist nicht immer einer Meinung! Aber solange sex funktioniert , funktioniert auch der Rest. Mein eigenes beziehungs Fundament besteht zu über der Hälfte aus sex ! Naja sonst wäre ich auch nicht hier 😆😉

Für mich ist es nicht ganz so: aus Erfahrung kann ich sagen, stimmt der Alltag nicht ,lässt auch der Sex nach.Und wiederum , lässt der Sex nach ist das Alltagsleben frustrierend.Und man sucht Wege, Gründe auszubrechen oder zu beenden.Und solange man gesund ist, sollte eine Beziehung auch Sex enthalten.Für mich ist körperliche Nähe sehr wichtig,

vor 3 Minuten, schrieb SuppenkOma:

Was ist mit den ganzen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Sex (mehr) haben (Single, Paare, Krankheiten, Alter, Einschränkungen, etc)?

Für diese Menschen hat Sex vermutlich keine Priorität. 

Die Frage ist eigentlich nicht, ob der Sex gut oder schlecht ist. Entscheidend ist , ob beide Partner dem Sex die gleiche Priorität geben. Hat ein Part wenig oder kein Interesse wird es schwierig.

Der Sex ist der kleber einer Beziehung.
Der Mann sollte seine Männlichkeit und die Frau ihre feminine Seite ausleben.
Hör nicht auf eine indoktrainierte The***utin sondern auf dein Gefühl bei der Sache.

Vor 2 Minuten , schrieb Michaela4711:

Für diese Menschen hat Sex vermutlich keine Priorität. 

Die Frage ist eigentlich nicht, ob der Sex gut oder schlecht ist. Entscheidend ist , ob beide Partner dem Sex die gleiche Priorität geben. Hat ein Part wenig oder kein Interesse wird es schwierig.

Auch möglich. Wobei ein Bedürfnis nach Nähe ja nicht auch automatisch ein Bedürfnis nach Sex bedeutet.

Spannende Fragen.

Das Zitat ist kein Gesetz, sondern eine Warnung. ine Beziehung, in der das Thema Sex zu einem großen, ungelösten Elefanten im Raum wird, ist selten dauerhaft glücklich. Wir sind oft nicht zu „verklemmt“, um darüber zu reden, sondern wir haben schlichtweg Angst vor der Antwort, die wir erhalten könnten, wenn wir das Thema ehrlich auf den Tisch legen. Meiner unmassgeblichen Meinung nach muss ein gesundes Gleichgewicht herrschen dann klappt das auch mit der Bezeihung. Manchmal scheitert es einfach auch an banalen Dingen und dem Alltag. Als Gratmesser würde ich es nicht bezeichnen. Ausserdem stamm das Zitat von Woofy Allen und Paarthe***uten.

An der These ist sicher etwas dran und trotzdem ist es nur die halbe Wahrheit.

Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten in einer Beziehung, die sexlose oder sexarme Phasen hervorrufen. Krankheit ist nur eine davon. Wenn dann nicht die anderen Schnittmengen, die die PARTNERschaft ausmachen groß genug sind, dann wird Sex wahrscheinlich schon der Gradmesser sei. Mein eigenes Beispiel in einer vorherigen Lebensphase ist bezeichnend dafür. Als sich herausstellte, dass nach einer Notoperation meine damalige Partnerin wahrscheinlich zunächst gepflegt werden muß, stand ich an ihrer Seite. Sex spielte da keine Rolle, aber die Liebe war groß genug. Als sich später herausstellte, dass es die Pflege wohl dauerhaft sein wird, spielte penetrativer Sex keine Rolle. Die Beziehung wurde noch fester. Als es dann Wahrheit wurde, dass ihre Lebenszeit nur noch begrenzt ist........Wir waren nicht verheiratet, aber wir waren ein Paar, eine Gemeinschaft, ein Team. Kein Sex hat uns nicht geschwächt, weil wir mehr füreinander hatten, als diese 3 Buchstaben. Bis dass der Tod euch scheidet war wortwörtlich und bis zum letzten Atemzug hatten wir eine wundervolle Beziehung. 

Viele Wege führen nach Rom. Wichtig ist das Partner offen miteinander über ihre Wünsche sprechen.
Was ist mit Poli was ist mit A-Sexuell und wo gibt's eigentlich noch Kommunen?
Und wenn Sex der Gradmesser einer Beziehung ist, was sind dann evtl. Kinder in eine Beziehung?
Was ist wenn ein Partner über und der andere untersexualisiert ist oder in der Beziehung wird?

vor 1 Minute, schrieb SuppenkOma:

Sind die dann im Umkehrschluss alle unglücklich?

Es geht nicht ums Unglücklichsein, sondern um den Anteil des Sex' in der Beziehung. Deine Schlussfolgerung könnte zutreffen, muss sie aber nicht. Stell dir im Schwimmen vor: zur Höchstleistung brauchst du eine bestimmte Wassertemperatur. Wer schlecht schwimmen kann, braucht sowieso länger. Einem Nichtschwimmer ist die Wassertemperatur vollkommen gleichgültig. Der ist deswegen auch nicht unglücklich.

Zum TE: guter Sex (was immer das ist) in einer Beziehung ist vermutlich wichtiger als viele glauben, aber nicht so wichtig wie so manche uns weiß machen wollen. Eine T-pheutin sieht auch nur die Fälle, wo es ein Problem ist und nicht jene, die damit umgehen können.

vor 4 Minuten, schrieb SuppenkOma:

Was ist mit den ganzen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Sex (mehr) haben (Single, Paare, Krankheiten, Alter, Einschränkungen, etc)?
Sind die dann im Umkehrschluss alle unglücklich?

Ich finde die TE Frage tatsächlich interessant, aber ich frage mich gerade, was passiert, wenn man den Kreis noch weiter zieht zu "keinen" Sex?

Wenn eine der beiden Personen gerne Sex hat, ihn aber nicht bekommt, kann es zum Problem werden.

Immer wieder die Frage der Kommunikation: Ist das offene Gespräch zum Thema möglich? Offen meint: angst-, vorwurfs-, anschreifrei etc.

Es gibt Paarungen, da ist beiden Sex bedeutungslos und er wird auch nicht praktiziert. Das müssen noch nicht einmal "verklemmte" Personen sein.

 

Schwierig, wenn eine der beiden ihn gerne haben möchte. Sind dann Spielarten miteinander möglich? Die eine Person befriedigt sich z. B. in Gegenwart der anderen selbst? 

Oder trägt die Partnerschaft den sexuellen Kontakt zu einer dritten Person. ..."trägt"...nicht "erträgt".

Ich lernte  mal im erweiterten Bekanntenkreis ein Paar kennen, bei dem er keine Lust mehr verspürte, seine Frau aber so liebte, dass er mit ihr gemeinsam auf die Suche nach einem Sex-Partner ging. Das ist schon beeindruckend, wenn das eifersuchtsfrei gelingt.

vor 3 Minuten, schrieb Motul99:

**
Was ist wenn ein Partner über und der andere untersexualisiert ist oder in der Beziehung wird?

😅 dann sollten sie ihre Partnerwahl besser treffen. 

vor 4 Minuten, schrieb Dschisu:

....
Der Mann sollte seine Männlichkeit und die Frau ihre feminine Seite ausleben...

Da jeder Mensch beide Seiten hat, gehört die andere auch dazu. Nur der Vollständigkeit halber

Recht hast du trotzdem. 

Solche pauschaelen aussagen halte ich immer für schwierig, da es viele weitere Faktoren bedarf die man berücksichtigen muss. Ich denke unter Umständen ja, kann man davon ableiten wie es läuft, aber es wird auch genauso gut Gegebenheiten geben wo man es nicht alleine daran fest machen kann. Aufgrund von Krankheit, Arbeitstechnische Abwesenheit oder was auch immer kann man ja durchaus auch mal eine Flaute haben, deshalb krieselt ja nicht gleich die Beziehung. Bzw. sollte es im besten Falle nicht.

Am Ende des Tages neigen wir halt alle gerne dazu alles irgendwie einordnen und kategorisieren zu wollen, was aber einfach das dümmste ist das man tun kann. So wie jeder Mensch einzgartig auf seine Art und weise ist, so ist eine Beziehung mit zwei unterschiedlichen individuen nochmal vielfälltiger und lässt sich nicht in irgendwelche Muster pressen. Wäre dem so, bräuchte man keine Profis die genau das analysieren und individuel beraten. Man könnte einfach ein Schema F Handbuch für beide Seiten raus geben und gut ist, aber nein so funktioniert das nun mal nicht.

Finde Sex ist nur ein Teil einer Beziehung er ist schön und gehört dazu, aber er ist nicht alles. Und jeder hat beim Sex mal, schlechte Tage oder möchte keinen haben. Aber das kann man dann, in einer Beziehung auch anders lösen. Und bevor man dann immer oder regelmässig schlechten Sex hat, so wartet man lieber wieder auf bessere Tage oder Zeiten und dann, könnte es besser werden.

So nebenbei: Sexualthe***uten sind die Marketing Abteilung der Sex- und Porno Industrie. Da wird „Nice to have“ und „Must to Have“ verkauft um Ansprüche und Erwartungen hoch zu schrauben.

vor 31 Minuten, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wenn der Sex gut ist, macht er 10 % der Beziehung aus.
Wenn er schlecht ist, macht er 90 % aus.

Die Aussage gefällt mir 👍

Hab meine Frau diesbezüglich mal gefragt, ohne ihr den Spruch der The***utin vorher zu sagen. 

Sie meinte so 20 bis 30 Prozent. Bin zufrieden 😅

Obwohl Sex in unserer offenen Beziehung sehr häufig Thema ist.

vor 35 Minuten, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Wie viele Beziehungen halten wirklich schlechten oder gar keinen Sex auf Dauer aus , ohne dass Frust, Affären oder stille Resignation entstehen?

Das ist mit Sicherheit abhängig von den Personen, die in diesen Beziehungen stecken.

 

vor 37 Minuten, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Ist Sex in Wahrheit der heimliche Gradmesser einer Beziehung

Ja definitiv, jedoch ist dieser "Gradmesser" nicht genormt. Somit von Mensch zu Mensch verschieden.

vor 1 Minute, schrieb Der_Michael:

So nebenbei: 

War noch nie bei einem The***uten, ist das so? Kann mir das mal bitte jemand erklären?

Ich fasse dieses Zitat, von wem auch immer es dann ist, ein wenig anders auf.
Aus meiner Sicht geht es nicht darum wieviel Sex man hat und wie oft, vielmehr ist hier gemeint, wie gut man sich gegenseitig tut, wie es der eine schafft dem anderen Befriedigung zu verschaffen und umgekehrt. Egal uaf welche Art und Weise, Spielarten gibt's genug.
Prinzipiell würde ich bei einem Paar, auch völlig egal aus welche Geschlechtern usw es besteht, mal davon ausgehen, das sie guten und befriedigenden Sex haben bzw. sich gegenseitig in diese Richtung führen. Sex wird ja prinzipiell immer besser wenn man es öfter miteinander macht 😅
Daraus resultieren für mich diese 10%.
Im Umkehrschluss führt schlechter, also nicht befriedigender Sex dazu, das es über kurz oder lang zu einem Thema wird, nicht nur sexuell, sondern zu einem, welches dann auch andere Dinge im Alltag beeinflusst. So kann Sex schnell einen großen Teil der Beziehung beeinflussen.
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das ein Paar, welches sexuell garnicht zusammenpasst und sich keinerlei Befriedigung verschaffen kann, lange zusammen sein wird. Es sei denn man räumt sich hier Optionen, Freiheiten ein. Gibt ja viele Möglichkeiten.
Nur meine Gedanken dazu 😉

vor 3 Minuten, schrieb Seitensteiger84:

Aus meiner Sicht geht es nicht darum wieviel Sex man hat und wie oft, vielmehr ist hier gemeint, wie gut man sich gegenseitig tut, wie es der eine schafft dem anderen Befriedigung zu verschaffen und umgekehrt.

Aber genau das steht doch auch im Zitat.

Krankheit spielt keine Rolle. Diese Frau die das sagte meinte auch die Frauen sollten es öfters den Männern machen, das gehört in eine gut Beziehung.

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