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Altmark-Träume: Wo die Lust die Liebe fand 10/10


Th****

Empfohlener Beitrag

Der Text ist zu heiß

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10. Im Glanz der Ringe und im Dunkel des Wassers

Der nächste Sommer kam nicht einfach näher – er brach über sie herein wie eine warme, lebendige Welle. Die düsteren Erinnerungen an den vergangenen Herbst und Winter schienen unter der intensiven Junisonne zu schmelzen und zu verdunsten. Die Welt war grün, laut und voller Versprechen. Und in Anna und Ingrid keimte ein Verlangen nach der gleichen Freiheit auf, die ihre Liebe einst entfacht hatte: die Freiheit, nackt zu sein, ungehemmt, nur Haut auf Haut unter einem endlosen Himmel.
Die Idee zur Hochzeit kam nicht mit einem großen Knall, sondern schlich sich an einem lauen Abend am Pool ein. Sie lagen nebeneinander auf den Liegen, ihre Körper nach einem langen Tag noch feucht vom letzten Bad, nur mit dünnen Sarongs bedeckt. Das Wasser glitzerte im letzten Licht der untergehenden Sonne, und die Luft roch nach frisch gemähtem Gras und dem schweren Duft der Rosen, die Anna entlang der Terrasse gepflanzt hatte.  Ingrid drehte den Kopf und sah Anna an. Ihr Gesicht war weich, entspannt, die kleinen Fältchen um ihre Augen waren Lachfalten, nicht Sorgenfalten. „Anna?“, fragte sie, ihre Stimme kaum lauter als das leise Plätschern des Poolfilters.  „Hmm?“. „Würdest du mich heiraten?“
Die Frage hing in der Luft zwischen ihnen, so einfach und doch so gewaltig. Es war keine Frage der Rechtssicherheit – die hatten sie durch die Scheidungen. Es war keine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz – die war ihnen, zumindest in ihrer kleinen Welt, egal. Es war eine Frage des Herzens. Eine Frage des Rituals. Eine Frage, ob sie diese Liebe, die sie aus den Trümmern ihrer alten Leben gezimmert hatten, mit einem äußeren Symbol besiegeln wollten.  Anna drehte sich auf die Seite. Ihre Augen, diese dunklen, intensiven Augen, suchten Ingrids Blick. Sie sagte kein Wort. Ein langsames, strahlendes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, ein Lächeln, das von tief innen kam und alles erhellte. Sie nahm Ingrids Hand, die neben ihr auf der Liege lag, und drückte sie fest. „Ja“, sagte sie, und dieses eine Wort klang wie ein Gelübde. „Ja. Ohne jeden Zweifel. Ja.“
Was folgte, war eine heitere, chaotische, wundervolle Planungsphase. Sie entschieden sich für etwas Kleines, aber Feines. Im Garten. Das halbe Dorf wurde eingeladen – nicht aus Pflicht, sondern weil sie wirklich die Menschen um sich haben wollten, die ihnen wohlgesonnen waren: die nette Kassiererin aus dem Supermarkt, die kein Wort über sie verloren hatte; die ältere Nachbarin, die ihnen immer wieder Gemüse aus ihrem Garten vorbeibrachte; ein paar Kolleginnen von Anna; sogar ein paar offenere, jüngere Paare aus dem Ort, die neugierig und freudig zugleich waren.  Der Tag selbst war perfekt. Ein strahlend blauer Himmel, eine sanfte Brise, die die Hitze erträglich machte. Im Garten waren lange Tische aufgebaut, geschmückt mit wilden Blumensträußen und Kerzen. Es gab keine Trauzeugen im klassischen Sinne, aber ihre Freundin Petra, die Bäckerin, hielt eine Rede, die alle zum Lachen und Weinen brachte. Sie sprach von der Kraft der zweiten Chance, vom Mut, sein eigenes Glück zu schmieden, und von der Schönheit, die entstehen kann, wenn zwei Seelen zueinanderfinden, egal welchen Weg sie gegangen sind.  Die Zeremonie selbst war kurz und unsentimental, aber von einer überwältigenden Intimität. Sie standen sich unter einem Baldachin aus wehenden Tüchern gegenüber, hielten sich an den Händen und sagten ihre selbst geschriebenen Gelübde. Keine „bis dass der Tod euch scheidet“ – sie wussten zu gut, wie brüchig solche Versprechen sein konnten. Stattdessen versprachen sie, einander jeden Tag aufs Neue zu wählen. Sich zu halten, wenn es stürmisch wurde. Und sich immer daran zu erinnern, wie sie sich an diesem Tag fühlten: vollkommen, heil, verbunden.  Als sie sich küssten, brandete Applaus und Freudengeheul auf. Der Ring, den Anna Ingrid überstreifte, war kein klobiger Diamant, sondern ein schlichter, eleganter Reif aus weißem Gold, der im Sonnenlicht funkelte. Der Ring für Anna war ein passendes Gegenstück. Äußere Zeichen einer inneren, unzerbrechlichen Verbundenheit.  Das Fest dauerte bis tief in die Nacht. Es wurde getanzt, gelacht, gegessen und getrunken. Die anfängliche Zurückhaltung der Gäste schmolz unter dem Einfluss von Wein, gutem Essen und der unübersehbaren, puren Freude der beiden Frauen dahin. Irgendwann sprangen die ersten mutigen Gäste, voll bekleidet, in den Pool, was eine wilde Wasserschlacht auslöste. Anna und Ingrid lachten, bis ihnen die Tränen kamen, umarmten jeden, der in ihre Nähe kam, und fühlten sich zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich und ganz als Teil dieser Gemeinschaft, als angenommen.  Schließlich, als der Mond hoch am Himmel stand und die letzten Gäste mit lachenden Abschiedsrufen gegangen waren, blieben sie allein zurück. Die Stille, die nun einkehrte, war nicht leer, sondern erfüllt von der gespeicherten Energie des Tages. Kerzen brannten noch auf den Tischen, leere Gläser und Teller standen herum, Musikklänge hingen verblassend in der warmen Luft.  Sie standen Hand in Hand am Rand des Pools und schauten auf das Chaos, das sie angerichtet hatten. Dann, ohne ein Wort, begannen sie, sich auszuziehen. Es war keine sinnliche Striptease, sondern eine praktische, vertraute Handlung. Die schönen, hellen Kleider, die sie den Tag über getragen hatten, fielen zu Boden. Die hochhackigen Schuhe wurden abgestreift. Sie standen nackt da, im flackernden Kerzenlicht, zwei Frauen mittleren Alters mit Körpern, die Spuren eines Lebens trugen, und die jetzt in diesem Moment vollkommen schön und frei waren.  Sie setzten sich auf die Poolkante und ließen ihre Beine ins kühle Wasser baumeln. Gleichzeitig hoben sie die Hände und betrachteten die Ringe an ihren Fingern. Das Gold funkelte im Mond- und Kerzenlicht, winzige Feuerpunkte auf ihrer Haut. Sie sagten nichts. Sie mussten nichts sagen. Das Symbol sprach für sich.  Die Nacht war ungewöhnlich warm, die Luft wie Samt auf der Haut. Ein Funke von purer, unbändiger Lebenslust sprang zwischen ihnen über.
„Noch eine Runde?“, fragte Anna, und ihre Augen funkelten verschwörerisch.  „Warum nicht?“, antwortete Ingrid, und ein breites Grinsen eroberte ihr Gesicht.  Sie sprangen gleichzeitig, mit einem lauten, fröhlichen Platsch, in das dunkle, kühle Wasser. Es umspülte sie, wusch den Schweiß und den Staub des Tages ab, erfrischte ihre erhitzte Haut. Sie tauchten unter, schwammen aufeinander zu, kamen an die Oberfläche und lachten, das Wasser tropfte von ihren Gesichtern und Haaren.  Doch als ihre Blicke sich in der Dunkelheit trafen, änderte sich die Stimmung. Das Lachen verebbte, ersetzt durch eine tiefere, intensivere Stille. Das Wasser, das sie umgab, fühlte sich nicht mehr nur erfrischend an, sondern wie ein flüssiges, sinnliches Element, das ihre Bewegungen verlangsamte, jeden Kontakt verstärkte.  „Heute Nacht“, sagte Anna, ihre Stimme war ein raues Flüstern über dem leisen Gluckern des Wassers, „ist unsere Nacht. Die Nacht aller Nächte.“. Ingrid schwamm näher, bis ihre Körper sich unter der Wasseroberfläche berührten. Knie trafen auf Knie, Bäuche auf Bäuche. „Ich bin ganz dein“, sagte sie einfach.  Und damit begann es. Was folgte, war kein vorgeplantes Liebesspiel, sondern ein wilder, hemmungsloser Taumel der Lust und der Liebe, der Gier und der Zärtlichkeit. Anna hatte recht: Sie wollte jede Facette, jede Nuance der sinnlichen Lust mit ihrer Frau, ihrer angetrauten Frau, genießen. Und Ingrid war bereit. Die schüchterne, devote Frau von einst war verschwunden, ersetzt durch eine leidenschaftliche, neugierige, mutige Geliebte.  Sie küssten sich, hungrig und tief, ihre Zungen fochten einen vertrauten Kampf aus, während ihre Hände den nassen, glatten Körper des anderen erkundeten. Annas Hände glitten über Ingrids Rücken, ihren Hintern, griffen zu, zogen sie näher. Ingrids Finger fuhren durch Annas kurzes, nasses Haar, umklammerten ihren Kopf.
„Leck mich“, stöhnte Ingrid, als Annas Mund sich ihren Brüsten näherte, ihre Zunge eine harte, aufgerichtete Brustwarze umkreiste. „Leck mich überall.“
Anna gehorchte nicht aus Unterwerfung, sondern aus purer Lust. Sie ließ sich im Wasser absinken, ihre Hände hielten Ingrids Hüfte fest, und ihr Mund wanderte den flachen Bauch hinab, zu dem weichen, dunklen Dreieck zwischen Ingrids Beinen. Das Wasser machte alles schwieriger, gleitender, intensiver. Ihre Zunge fand Ingrids Klitoris, hart und aufgeregt wie ein kleiner Schalter, und begann, sie mit langen, festen Strichen zu bearbeiten.
Ingrid warf den Kopf zurück, ein langes, kehliges Stöhnen entwich ihren Lippen. Ihre Hände krallten sich in Annas Haar. „Ja… genau da… oh Gott, Anna… fick mich mit deiner geilen Zunge…“
Die Worte waren heiß, geil, schmutzig. Aber sie klangen nicht roh oder abwertend. Sie klangen liebevoll, ehrlich, wie eine Sprache, die nur ihnen beiden gehörte. Sie waren ein Teil der Lust, ein Teil der Hingabe.
Anna erhöhte das Tempo, ihre Zunge war ein unerbittliches, wunderbares Instrument. Sie drang in Ingrid ein, fickte sie mit der Zunge, während ihre Finger die feuchten, geschwollenen Schamlippen auseinanderzogen, um mehr von ihr zu kosten. Ingrids Hüften begannen, sich im Wasser rhythmisch gegen Annas Gesicht zu bewegen, ihre Atemzüge wurden zu kurzen, heißen Stößen.  Dann zog Anna sie plötzlich hoch, drehte sie um, drückte sie gegen die glatte Poolwand. „Ich will dich andersrum“, keuchte sie, ihre Stimme war rau vor Begierde. „Ich will in dich hinein.“
Ingrid gehorchte, drehte sich, legte die Arme auf den Poolrand und spreizte die Beine. Anna drängte sich hinter sie, ihre Hände griffen Ingrids Hüften, ihre Brüste pressten sich gegen Ingrids Rücken. Eine Hand glitt zwischen Ingrids Beine, zwei Finger fuhren ohne Vorwarnung tief in ihre feuchte, heiße Öffnung.  Ingrid schrie auf, ein Laut puren Vergnügens, der über den dunklen Garten hallte. „Mehr!“, rief sie. „Nimm mich ganz!“
Anna fügte einen dritten Finger hinzu, dehnte sie, füllte sie, während ihr Daumen hart gegen Ingrids Anus drückte. „Möchtest du das?“, flüsterte sie heiß in Ingrids Ohr. „Möchtest du, dass ich dich hier nehme? In den Arsch?“
„Ja!“, japste Ingrid, ihr Gesicht war eine Maske der Ekstase gegen den kühlen Beton des Poolrandes gedrückt. „Ja, bitte! Nimm mich! Nimm alles!“
Anna zog ihre nassen Finger heraus, spuckte grob in ihre Handfläche und rieb das Gleitmittel über ihren eigenen, steifen Dildo, den sie vorher am Poolrand bereitgelegt hatte – ein Teil ihrer Vorbereitung für diese Nacht. Sie richtete die breite, gummiierte Spitze gegen Ingrids dunkles, zuckendes Loch. Der Druck war intensiv, ein brennendes, sich ausdehnendes Gefühl, das Ingrid den Atem raubte. Dann gab sie nach, und Anna glitt langsam, unaufhaltsam hinein.  Das Wasser trug ihr Gewicht, ließ sie schweben, machte den Akt gleichzeitig anstrengender und befreiender. Anna grub ihre Finger in Ingrids Hüften und begann, sie zu nehmen, mit langen, tiefen Stößen, die Ingrid jedes Mal nach vorne gegen den Poolrand trieben. Der Schmerz vermischte sich mit einer so überwältigenden Lust, dass Ingrid weinte, heiße Tränen, die mit dem Poolwasser verschmolzen.
„Liebling sag gefällt dir meine Votze?“, rief Ingrid über die Schulter zurück, ihre Stimme zitternd vor Anstrengung und Ekstase. „Gefällt dir, wie sie sich an dir reibt?“. „Sie ist perfekt“, stöhnte Anna, ihr Tempo wurde unregelmäßig, hektischer. „Du bist perfekt… meine Frau… meine verdammt geile Frau…“. Die Bewegung, das Wasser, die schmutzigen, liebevollen Worte, die absolute Hingabe – es trieb sie beide höher und höher, bis die Welt um sie herum verschwand. Es gab nur noch den heißen, engen Druck, die nassen, sich reibenden Körper, die keuchenden Atemzüge, die in der stillen Nacht widerhallten.
Ingrid kam zuerst, ein langer, zuckender Orgasmus, der ihren ganzen Körper durchrüttelte und sie schwach gegen die Poolwand sinken ließ. Ihr Schrei war ein gellender, befreiender Laut. Der Anblick, das Gefühl trieben Anna über den Rand. Sie stieß noch ein paar Mal, tief und hart, in Ingrid hinein, dann erstarrte sie, ihr Körper verkrampfte sich, und ein heiserer Schrei entrang sich ihrer Kehle, als die Welle sie überrollte.  Sie blieben so stehen, atemlos, zitternd, aneinandergeschmiegt, während die Wellen ihrer Orgasmen langsam abebbten und das Wasser um sie herum wieder ruhig wurde. Langsam, vorsichtig zog Anna sich zurück, ließ Ingrid los und drehte sie sanft um. Sie umarmten sich im Wasser, ihre Körper verschmolzen zu einer einzigen, erschöpften, glücklichen Masse.
„Ich liebe dich“, flüsterte Anna gegen Ingrids Schläfe.
„Ich liebe dich mehr“, antwortete Ingrid, und ein müdes, sattes Lächeln spielte um ihre Lippen.  Sie stiegen aus dem Pool, trockneten sich schweigend mit den großen, flauschigen Handtüchern ab, die bereitlagen, und legten sich nebeneinander auf die noch warmen Liegestühle. Sie hielten sich an den Händen, die Ringe glitzerten im Sternenlicht. Keine von ihnen sprach. Es gab nichts mehr zu sagen.  Die Nacht war noch lang, und sie würden sie nutzen. Sie würden sich auf die weiche Matratze ihres Schlafzimmers zurückziehen und dort weiter lieben, langsamer jetzt, zärtlicher, erkundend. Sie würden jede Facette der Lust genießen, wie Anna es gesagt hatte. Aber in diesem Moment, unter dem unendlichen, sternenübersäten Himmel, nackt und vollkommen miteinander verbunden, wussten sie beide eines mit absoluter Sicherheit:  Sie hatten lange genug gewartet, gelitten, gekämpft. Jetzt lebten sie. Und sie würden diese Liebe, diese Freiheit, diese unerschöpfliche, heiße Lust aneinander, bis an ihr Lebensende in vollen Zügen genießen. Die Nacht der Nächte war nur der Anfang. Der Rest ihres gemeinsamen Lebens lag vor ihnen, und er versprach, genauso leidenschaftlich, genauso wahr und genauso unvergesslich zu werden.

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