Jump to content

Altmark-Träume: Wo die Lust die Liebe fand 2/10


Th****

Empfohlener Beitrag

aller erste sahne. fühlte sich an als biste mit dabei. naja bin gespannt auf weiter. 

vor 16 Stunden, schrieb Thomassen:


2. Der erste Schritt ins Unbekannte

Eine Woche später. Der Nebel hing noch immer, ein treuer Begleiter der einsetzenden Dämmerung. Ingrid war zum Stricktreffen bei Nachbarin Helga, ein ritualisiertes Ereignis, das pünktlich alle zwei Wochen stattfand und Torsten mindestens drei Stunden ungestörte Zeit schenkte. Diesmal war die Anspannung in ihm eine andere. Sie war kein diffuses Verlangen mehr, sondern ein gezielter, fast schmerzhafter Drang.
Er wartete nicht einmal, bis Ingrids kleines Auto um die Ecke gebogen war. Schon saß er am Schreibtisch, die Hände leicht feucht, und loggte sich mit seinem anonymen Account ein. Sein Blick fiel sofort auf das Konversations-Icon. Es zeigte eine neue, ungelesene Nachricht. Sein Magen verkrampfte sich. Eine Nachricht? An ihn? Wer…?
Er klickte sie auf. Der Absender: B&S_52. Bernd und Susanne.
Der Text war knapp, unverblümt, und traf Torsten wie ein Schlag vor die Brust: „Haben dein Profil gesehen. Liest sich, als ob du mehr willst als nur zuschauen. Wir sind diskret. Und experimentierfreudig. Bei Interesse: Handy 0172/xxxxxxx. Nur SMS. Keine Spielchen.“
Torsten starrte auf die Zahlen. Sie schienen auf dem Bildschirm zu pulsieren. Das war es. Die Einladung. Direkt, ohne Umschweife. „Keine Spielchen.“ Das gefiel ihm. Es klang nach Ernsthaftigkeit, nach Erwachsenen, die wussten, was sie wollten. Sein Verstand warnte ihn: Es könnte eine Falle sein. Jemand aus dem Dorf, der ihn auf die Probe stellte. Aber Bernd und Susanne kamen von zwei Ortschaften weiter. Dort kannte ihn niemand. Die Chance, erkannt zu werden, war minimal.
Seine Finger zitterten, als er sein abgelegenes Handy aus der Schublade nahm – ein altes Prepaid-Gerät, das niemand kannte, nicht mal Ingrid. Er tippte eine SMS, löschte sie, tippte neu. Schließlich blieb er bei etwas Einfachem, das seinen inneren Aufruhr nicht verriet: „Interesse da. Torsten. Wie geht’s weiter?“
Die Antwort kam innerhalb von zwei Minuten. Schnell. Präzise. „Gut. Samstag. Ingrid ist weg? Wir kommen zu dir. Sag Bescheid wenn frei. Details klären wir dann. B&S.“
Zu ihm. Nach Hause. Das war unerhört riskant. Wahnsinnig. Und es machte ihn steinhart. Die Vorstellung, dass in seinem eigenen Wohnzimmer, auf seiner Couch, vielleicht sogar in seinem Ehebett, Dinge passieren würden, von denen Ingrid sich nicht im Entferntesten träumen ließ… es war der ultimative Tabubruch. Die Gefahr der Entdeckung war real, allgegenwärtig, und trieb seine Erregung in schwindelerregende Höhen.
„Samstag geht. Ab 20 Uhr sicher.“, tippte er zurück. Die Entscheidung war gefallen. Es gab kein Zurück mehr.
Der Samstag kam quälend langsam. Torsten ging seinen Pflichten nach, half Ingrid beim Hausputz, hörte ihr Geschwätz über die Dorfklatschereien mit halbem Ohr an. Sein Inneres war ein brodelnder Vulkan. Um 18 Uhr verabschiedete sich Ingrid zu ihrer Schwester nach Salzwedel; eine Übernachtung war geplant. „Pass auf den Herd auf“, war ihr letzter Satz, bevor die Tür ins Schloss fiel.
Die Stille, die nun folgte, war anders als sonst. Sie war geladen, erwartungsvoll. Torsten lief wie ein Tiger im Käfig durch die Räume. Er zog frische Bettwäsche auf das Ehebett, überlegte, ob das zu offensichtlich war, und ließ sie dann doch drauf. Er stellte Handtücher bereit. Er kontrollierte dreimal, ob alle Vorhänge zugezogen waren. Die normale Welt war ausgesperrt. Was jetzt kommen würde, gehörte einer anderen Sphäre an.

Kurz vor acht parkte ein dunkler Kombi, unscheinbar und staubig, zwei Häuser weiter entfernt. Torsten beobachtete sie vom Schlafzimmerfenster aus. Zwei Gestalten stiegen aus. Bernd, wie sich herausstellte, war ein stämmiger Mann mit kurz geschorenen grauen Haaren, einem breiten Gesicht und einem praktischen, dunklen Parka. Susanne, an seiner Seite, war schlank, mit kurz geschnittenen blondierten Haaren und einem entschlossenen Gang. Sie sahen aus wie ein normales, etwas abgearbeitetes Ehepaar vom Land. Nichts an ihnen schrie „Swingers“ oder „Perverse“. Das beruhigte und beunruhigte Torsten gleichermaßen.
Das Klopfen an der Tür war fest, nicht verlegen. Torsten öffnete. Ein kurzer, intensiver Blickwechsel. Bernds Augen waren hellblau und musterten ihn ohne Freundlichkeit, aber mit einer direkten Neugier, die Torsten die Luft anhielt.
„Torsten? Ich bin Bernd, das ist Susanne.“ Seine Stimme war rau, wie Schmirgelpapier.
„Komm rein“, brachte Torsten hervor und trat zur Seite. Der Geruch von kühler Herbstluft und ein Hauch von billigem Parfüm von Susanne zogen mit ihnen ins Haus.
Sie standen im Wohnzimmer, ließen sich aber nicht gleich nieder. Susannes Blick wanderte durch den Raum, musterte die Fotos von Torsten und Ingrid, die stickenden Kissen, die ordentliche Langeweile des Mobiliars. Ein leichtes, kaum merkliches Lächeln spielte um ihre Lippen.
„Gemütlich“, sagte sie. Ihre Stimme war heller als die ihres Mannes, aber nicht weniger bestimmt. „Und schön abgeschottet. Gut.“
Bernd zog seinen Parka aus und warf ihn über eine Stuhllehne. Darunter trug er ein einfaches Hemd. „Also, Torsten. Du hast Interesse bekundet. An… Erweiterungen.“ Er kam direkt zur Sache. „Wir reden nicht lange drum rum. Wir sind hier, weil es uns geil macht, neue Leute kennenzulernen. Und weil wir alles mögen. Alles. Verstehst du?“

Torsten nickte, sein Mund war trocken. „Ich… ja. Ich verstehe.“
„Was stellst du dir vor?“, warf Susanne ein. Sie trat einen Schritt auf ihn zu. Ihr Parfüm war jetzt deutlicher, süßlich und aufdringlich. „Willst du zuschauen? Mitmachen? Willst du, dass wir dir sagen, was du tun sollst? Oder willst du mal was anordnen?“
Die direkten Fragen überfielen ihn. Seine Fantasien waren plötzlich real und verlangten Antworten. „Ich… ich möchte beides“, presste er heraus. „Zuschauen. Und… mitmachen. Und…“ Er holte tief Luft. „Ich möchte auch mal was anordnen.“. Bernd grinste jetzt, ein breites, unverblümtes Grinsen, das seine Zähne zeigte. „Gefällt mir. Klare Ansage. Dann fangen wir mal an. Zieh dich aus.“
Es war kein Befehl, der brüllte. Es war eine ruhige, unmissverständliche Anweisung. Torsten zögerte eine Sekunde, dann begann er, mit zittrigen Fingern sein Hemd aufzuknöpfen. Die Luft im Raum schien sich zu verdicken. Susanne beobachtete ihn, die Arme vor der Brust verschränkt, während Bernd sich auf die Couch fallen ließ und die Beine ausbreitete.
Als Torsten bis auf seine Unterhose entblößt dastand – sein Körper war bleich, etwas weich, aber nicht unattraktiv –, stand Susanne auf. Sie trat auf ihn zu, ohne Eile. Ihre Finger berührten seine Brust, fuhren über seine Brustwarzen, die sich sofort hart zusammenzogen.
„Nicht schlecht“, murmelte sie. Dann wandte sie sich zu Bernd. „Schatz, er ist nervös. Lockern wir ihn mal auf.“
Bernd stand auf und kam herüber. Er stand dicht hinter Torsten, so dass Torsten seinen Atem im Nacken spürte. „Hände an die Hüften, Torsten. Und still stehen.“. Susanne kniete sich nun vor ihm nieder. Ihre Hände griffen an den Bund seiner Unterhose und zogen sie langsam nach unten. Seine Erektion, die sich schon die ganze Zeit angemeldet hatte, sprang frei. Ein leises, anerkennendes Geräusch kam von Susanne. Dann, ohne weitere Vorwarnung, umschloss sie ihn mit ihrem Mund.
Die Wärme, die Feuchtigkeit, die plötzliche, intensive Stimulation ließen ein tiefes Stöhnen aus Torstens Kehle dringen. Er krümmte die Zehen. Hinter ihm legte Bernd seine großen, rauen Hände auf Torstens Schultern, hielt ihn fest.
„Genieß es“, brummte Bernd in sein Ohr. „Aber denk dran, du bist nicht nur zum Abspritzen da.“
Susannes Technik war erfahren, abwechselnd sanft und fordernd. Sie nahm ihn tief, würgte theatralisch, ließ ihn dann wieder nur mit der Zunge spielen. Ihre freie Hand wanderte zwischen seine Beine, kraulte seinen Hodensack, drang dann weiter nach hinten und drückte fest gegen seinen Anus durch den Stoff seiner heruntergezogenen Unterhose. Torsten zuckte zusammen, ein Gemisch aus Schreck und extremer Erregung.
„Gefällt dir das?“, fragte Bernd, während Susanne weiterarbeitete. „Wenn sie dir den Arsch fingert?“
„J-ja…“, keuchte Torsten.
„Lauter!“
„JA!“
„Gut.“ Bernd lockerte seinen Griff. „Dann ist es jetzt Zeit für deine erste Anordnung. Sag ihr, was sie tun soll.“
Torstens Gehirn raste. Die Worte lagen auf seiner Zunge, schmutzig und verlockend. „Susanne… leck… leck meine Eier. Und… und steck mir deinen Finger in meinen Arsch.“
Susanne ließ sofort von seinem Schwanz ab, ein dicker Speichelfaden riss. Sie sah zu ihm hoch, ein funkelndes, herausforderndes Lächeln im Gesicht. „Na bitte, geht doch.“ Ohne Zögern beugte sie sich vor und nahm seinen Hodensack vollständig in den Mund, saugte und leckte, während ihre Hand, jetzt mit etwas Spucke befeuchtet, zurück zu seinem Anus wanderte. Der Druck war stärker, gezielter. Dann, mit einer bestimmten Drehung, glitt ihre Fingerspitze in ihn hinein.
Der Schmerz war scharf, aber kurz, und wurde sofort von einer überwältigenden Welle der Fremdheit und Erregung überflutet. Torsten schrie auf, ein kurzer, heiserer Laut. Seine Knie gaben nach, aber Bernd hielt ihn fest.  „Tief durchatmen“, kommandierte Bernd. „Es wird gleich besser. Und jetzt, Susi, mach ihn schön feucht da drin.“
Susanne fing an, ihren Finger zu bewegen, erst langsam, dann mit mehr Tempo. Gleichzeitig nuckelte sie weiter an seinen Hoden. Die Kombination der Empfindungen war überwältigend, ekstatisch, grenzüberschreitend. Torsten fühlte, wie eine primitive, tierische Lust in ihm aufstieg, die alle Scham und alle Angst verdrängte.

„So“, sagte Bernd nach einer Weile, in der nur Torstens keuchende Atemzüge und die feuchten Geräusche von Susannes Mund und Hand zu hören waren. „Jetzt weißt du, wie es sich anfühlt. Zeit für die nächste Runde.“ Er schob Torsten von sich weg, hin zur Couch. „Setz dich. Und schau zu.“. Bernd zog sich nun aus. Sein Körper war behaart, kräftig, mit einem kürzeren, dicken Penis, der schon steif war. Susanne stand auf, wischte sich mit dem Handrücken über den Mund. Sie zog ihr Top aus, dann ihren BH. Ihre Brüste waren klein, mit dunklen, großen Warzen. Sie schien sich in keiner Weise zu genieren.
„Los, Schatz“, sagte Bernd zu ihr, während er sich vor sie stellte. „Zeig ihm, wie wir’s mögen.“. Susanne kniete erneut nieder, aber diesmal vor Bernd. Sie nahm seinen Schwanz nicht sanft in den Mund, sondern schlang fast gierig ihre Lippen darum und begann, ihn tief und rhythmisch zu blasen, mit laut schmatzenden, würgenden Geräuschen. Bernd stöhnte, griff in ihr Haar und dirigierte ihren Kopf. „Ja, genau so, blas mir die Seele aus dem Leib, du geile Sau.“. Torsten saß da, sein eigener Schwanz pulsierte schmerzhaft, und beobachtete fasziniert das rohe Schauspiel. Die Worte, die sie benutzten – „Sau“, „fick mich“, „lutschen“ – trafen ihn wie körperliche Schläge. Es war genau das, was er lesen und hören wollte. Es war real, es war direkt vor ihm.  Nach einigen Minuten zog Bernd Susanne hoch. „Jetzt wird’s nass“, knurrte er. Er drehte sie um, beugte sie über die Armlehne der Couch, zog ihr die Jeans und das Höschen herunter. Dann, ohne jedes Vorspiel, spuckte er in seine Hand, rieb sich damit ein und drang mit einem tiefen, Stöhnen in sie ein. Susanne schrie auf, ein Laut puren Einverständnisses und Lust. Sie griff nach hinten, umklammerte seine Oberschenkel.
„Siehst du das, Torsten?“, keuchte Bernd, während er in einem harten, stampfenden Rhythmus in seine Frau eindrang. „Siehst du, wie sie es nimmt? Wie eine richtige Hure. Und sie will mehr. Sag es ihr!“. Torsten war wie in Trance. Die Worte kamen von allein. „Nimm… nimm ihn tiefer, Susanne! Lass dich ficken!“. Susanne wandte den Kopf, ihr Gesicht war verzerrt vor Lust. „JA! Hörst du das, Bernd? Er gibt Befehle! Fick mich härter! Mach mich zu deiner Schlampe!“
Die Szene eskalierte. Bernds Stöße wurden brutaler. Er zog sich heraus, befahl Torsten: „Komm her! Leck sie! Mach sie sauber!“
Torsten gehorchte wie ferngesteuert. Er kniete sich hinter Susanne, sein Gesicht zwischen ihre gespreizten Pobacken. Der Geruch war intensiv, ***isch, eine Mischung aus Schweiß, Sex und ihrem natürlichen Duft. Er leckte über ihre Schamlippen, die feucht und geschwollen waren, schmeckte sie und den faintesten Beigeschmack von Bernds Vorflüssigkeit. Es war ekelerregend und unendlich erregend zugleich.
„Mehr!“, brüllte Bernd. „In den Arsch! Steck ihr die Zunge in den Arsch!“
Torsten tat es, schloss die Augen und tauchte ein in diese Welt der absoluten Grenzüberschreitung. Susanne schrie unter seiner Zunge, ihr Körper zuckte krampfhaft.
Plötzlich zog Bernd ihn hoch. „Genug. Jetzt du.“ Er schob Torsten auf den Rücken auf den Boden. „Susi, mach ihn fertig. Und ich… ich mach dich da hinten fertig.“. Susanne, glänzend vor Schweiß, setzte sich mit einem abgemessenen Blick auf Torstens Gesicht rittlings über ihn und führte ihn in sich ein. Sie war eng, heiß, und bewegte sich sofort in einem reitenden, kreisenden Rhythmus. Hinter ihr kniete Bernd, führte sich mit einem entschlossenen Ruck wieder in ihren Anus ein. Susanne schrie laut auf, ein Schmerz-Lust-Schrei, und beugte sich vor, ihre Hände auf Torstens Brust gestützt.  Torsten war eingekeilt zwischen ihren Körpern, spürte ihre Bewegungen, den Druck von Bernds Stößen, die durch Susannes Körper auf ihn übertragen wurden. Die Luft war erfüllt von Stöhnen, Schmatzen, dem Klatschen von Haut auf Haut und einem fortwährenden Strom obszöner Beschimpfungen und Aufforderungen. Er war nicht mehr Torsten, der unterforderte Ehemann aus Gardelegen. Er war ein Teil dieses triefenden, stinkenden, schreienden Organismus aus Lust.
Bernd kam zuerst, mit einem heiseren Brüllen, während er tief in Susanne eindrang. Sein Körper verkrampfte sich. Sekunden später, angesteckt von der puren ***ität des Moments, folgte Torsten. Seine Ejakulation war heftig, ein langer, zuckender Strom, der sich in Susanne ergoss. Sie ritt ihn aus, bis er völlig erschöpft war.
Dann herrschte Stille, unterbrochen nur vom schweren Atmen der drei. Sie lagen ineinander verschlungen auf dem Boden des Wohnzimmers, ihre Körper glänzten vor Schweiß und anderen Säften. Der vertraute Raum roch jetzt nach Sex, Schweiß und Erfüllung.
Nach einer Weile stand Bernd als erster auf, wie immer praktisch und ungerührt. „Na dann. Das war ein guter Anfang.“ Er zog sich an. Susanne folgte ihm, wischte sich mit einem der bereitgelegten Handtücher grob ab. Sie wirkten nicht liebevoll oder verbunden, sondern wie zwei Arbeiter, die eine anstrengende, aber lohnende Aufgabe erledigt hatten.
„Und?“, fragte Bernd, während er in seinen Parka schlüpfte. „Hat’s gepasst?“. Torsten, der noch immer benommen auf dem Boden lag, nickte. Er konnte nicht sprechen.
„Gut. Wir melden uns wieder. Vielleicht mit… Verstärkung.“ Ein vielsagendes Grinsen. „Diese Ines, von der du in deinem Profil geschwärmt hast. Die kennen wir auch. Diskret. Vielleicht klappt’s nächsten Monat.“
Mit diesem letzten, verheißungsvollen Satz gingen sie. Die Haustür schloss sich mit einem leisen Klicken. Torsten blieb allein zurück, inmitten des Chaos, des Geruchs, der Erinnerung an die schmutzigen Worte und Berührungen.  Er stand auf, seine Beine waren wacklig. Er blickte auf das Wohnzimmer, auf die Couch, den Teppich. Nichts sah mehr aus wie vorher. Es war, als hätte ein Fremder hier gewütet. Und dieser Fremder war er selbst.   Die Angst kam erst jetzt, ein kalter Schauer, der ihm über den Rücken kroch. Was, wenn Ingrid etwas bemerkte? Was, wenn Nachbarn gesehen hatten? Doch diese Angst vermischte sich sofort mit der glühenden Erinnerung an die Empfindungen: Susannes Finger in ihm, Bernds Befehle, der Geschmack, die Geräusche.
Er ging ins Bad, duschte heiß. Das Wasser wusch den Schweiß und die Säfte ab, aber nicht das Gefühl. Es brannte sich in ihn ein. Er hatte den ersten Schritt getan. Er hatte seine Fantasien gelebt. Und er wusste mit einer erschreckenden Klarheit: Er würde es wieder tun. Das Treffen mit Ines, der Transfrau, war der nächste, logische Schritt. Und vielleicht, ganz vielleicht, würde er dann auch den letzten großen Tabubruch wagen: den Natursekt, die vollkommene, primitive Hingabe.

Draußen war es jetzt ganz dunkel. Der Nebel fraß die Lichter der wenigen Straßenlaternen. In dem kleinen Ortsteil bei Gardelegen schliefen zweihundert Menschen, ahnungslos. Und in einem der Häuser stand ein Mann unter der Dusche, dessen inneres Feuer gerade erst richtig entfacht worden war. Alles musste geheim bleiben. Und genau das machte es so unerträglich süchtig.

Fand das sehr gut und geil 

×
×
  • Neu erstellen...