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Einsames Verlangen Teil 1


Ticknick

Empfohlener Beitrag

Der Text ist hei

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Geschrieben

Einsames Verlangen Teil 1

Von mir

Es war kalt geworden in den letzten Tagen. Mir fror schon vor Tagen in der Nacht das erste mal meine eiserne Frischwasserpumpe ein, die mich in meiner kleinen Hütte mit Wasser versorgte und auch die Dielen meiner hölzernen Veranda hatten morgens ihren hellen Klang des Sommers gegen einen kalten, metallischen eingetauscht, bei dem ich wusste, das er kommen wird.

Es machte mir nichts aus wenn es kalt und unfreundlich wurde. Vieles, was die Natur hier draußen zu bieten hatte bekam ich durchaus auch früher schon in meiner Zeit als Anwalt in Manhatton zu spüren.
Auch die Kälte.

Wie lange das wohl her war. Ich überlegte kurz, ohne mich wirklich erinnern zu wollen und fing meine täglichen Routinen an, die mir schlicht das Leben in den Wäldern dieses Nationalparks sicherte.

Proviant hatte ich schon ausreichen mit meinem Pik up besorgt aber mir fehlte es noch an Brennholz. Es war ein hartes Leben in der Einsamkeit aber auch ein reales. Alles was hier passierte, wirkte sich sofort ,bedinungslos und unerbittlich auf meine Existenz aus.

Als ich mich nach getaner Arbeit in meinem Fass mit Regenwasser wusch, fiel mir mein Spiegelbild auf, in das ich blickte.
War ich das? Wie sehr doch der Wind und das Wetter meine Gesichtszüge geschliffen hatten. Von diesem jungen Mann, mit feinen Zügen und weicher Haut, hin zu diesem harten Ebenbild der Wildnis. Fest im Blick und mit harten Zügen, die mich an das Portrait eines Berges erinnerten. Was war es, das mich daran erinnerte? Was hatten wir gemeinsam?
Einsamkeit

Ich liebte die Einsamkeit. Kein emotionaler Zustand ist wie sie. Sie ist im Stande einen Menschen vollständig einzunehmen und ist immerwährend. Und nichts kann sie enttäuschen.
Aber sie war auch gefährlich.
An manchen Tagen überkam mich diese stark Lust.
Verschwommene Gedanken an den weichen Körper einer Frau.
Wie sie sich anmutig die Haare zurecht machte oder sich niederbeugte um eine Blume zu pflücken.
Noch bevor sie sich abwendete um im Grau des Vergessens zu verschwinden, erhaschte ich noch einen kurzen Blick von ihr, der wie ein Blitz durch meine Seele zuckte.
Verloren

Ich tat was ich immer tat. Ich hatte mich daran gewöhnt hart gegen meine Phantasien und Träume zu sein.
Also wischte ich sie fort, streifte sie ab wie eine lästige Decke und ersetzte sie wieder gegen das raue und harte Gefühl der Einsamkeit um mich wieder auf meine Aufgaben konzentrieren zu können. 

Bald würde der Park schließen und es noch stiller werden lassen als es ohne hin schon war und so beschloss ich endlich meine Brennholzvoräte aufzustocken.
Am nächsten Morgen hörte ich etwas das mich aus meinem Schlaf riss. War da etwas? Ich lauschte in die Dämmerung. Da war es wieder. Ein kurzes Geräusch in der Stille des Morgens wie das Piepsen einer Amsel aber was war es? Und noch einmal hörte ich das selbe Geräusch aus der Ferne.
Ich beschloss nach zu sehen.
Bepackt mit dem Nötigsten machte ich mich auf den Weg um zu ergründen was in meiner Welt gerade anders war.
Es kamen ja immer mal wieder Wanderer oder Camper in diese Gegend des Parks. Aber um diese Jahreszeit?

Etwa 10 Minuten später wusste ich was mich aus dem Schlaf gerissen hatte.
Sie stand an einen Baum gelehnd und war völlig erschöpft.
Mit müden und erschrockenden Augen schaute sie mir fragend ins Gesicht. Ihr Augen trafen meine aber da war nur Furcht.

Ich erinnerte mich an mein äußeres Erscheinungsbild. Die hart Arbeit meines Daseins hatte mich verändert. Groß und hager beschrieben mich damals meine Kollegen in der Kanzlei. Attribute die es wohl auch am genauesten trafen, denn ich war damals nicht sonderlich pfleglich mit mir umgegangen.
Zu sehr zogen mich Geld und Ruhm in ihren magischen Bann ehe ich die Reissleine zog.
Aber das war ich nicht mehr.
Ich war von fester Statur geworden mit breiten Schultern. Mein Bart war so gut es eben ging gepflegt und meine goßen Hände von Axt und Holz schwilig und hart.
>> Eve << sagt sie.
Tief verwurzelt in meinen Gedanken hörte ich es ein zweites mal.
>> Eve. Ich heiße Eve. <<
>> Georg << hörte ich mich selber sagen, erschrocken über mich selbst so abwesend zu sein.
Das Geräusch das mich geweckt hatte war Eve.
>>Was machen sie hier? << Fagte ich mit rauer Stimme.
Ich erinnerte mich daran das ich das letzte mal beim einkaufen in der Stadt gesprochen hatte und dass es eine Weile dauerte bis sich meine Stimme wieder gleichmässig anhörte. Sie war nun tief aber wurde weicher.
>> Ich bin auf dem Rückweg. Meine Zeit im Park ist zu Ende << sagte sie.
>> Oben am Hügel ist mein Wagen stehen geblieben und aus dieser Richtung habe ich Rauch gesehen. <<
>> Aber was machen sie hier im Park wenn ich fragen darf. << fragte ich.
>> Mein Vertrag mit dem Park geht bis zum Saisonende. Ich bin Tierärtin. <<
Mir wurde bewusst das ich sie das Erste mal richtig anschaute.
Sie war eher von zierlicher Statur mit braunen Haaren die nach hinten unter einer Capi steckten. Sie hatte eine kühle Ausstrahlung und einen festen Blick aus ihren braunen Augen. Ich stellte fest das sie mich auch gerade das erste mal richtig ansah.

Warum hatte sie nirgendwo angerufen. Fragte ich mich.
Es ist gefährlich sich hier alleine auf den Weg zu machen. Ausserdem hatte sie so gut wie kein Gepäck dabei.
Einen kleinen Rucksack und eine Feldflasche mit Wasser.
In ihren Augen war die Angst nun Ratlosigkeit gewichen, nachdem sie gemerkt hatte das ich nicht wie ein wildes Tier über sie hergefallen war.

Ich hielt Abstand zu ihr aus zwei Gründen.
Ich war Menschen nicht mehr gewohnt und sie hatte eine sehr abweisende Art.
Und das wusste sie  auch mit ihrer Mimik und Gestik kund zutuhen.
Immer wieder wendete sie den Blick ab, verschränkte die Arme vor der Brust oder drehte sich weg.
Ich glaubte ich war ihr unangenehm.

Es ist schrecklich.Mir ist kalt und ich habe Hunger sagt sie.
Wie soll ich nur wieder in die Stadt kommen.Mein Auto ist kaputt und ich habe hier keinen Empfang.

In ihren Augen sah man nun wirklich die Verzweiflung der Situation.
Ich hatte ganz vergessen das an diesem abgeschiedenen Ort des Parks Telefonieren nicht möglich war. Ausser mit einem Satelliten Telefon das sie nicht zu besitzen schien.
Die nächste Siedlung ist 70 Meilen in dieser Richtung. Sagt ich schroff.
Mir fiel nichts besseres ein und ich wusste auch nicht was Sie eigentlich wollte.
Wenn sie etwas zu essen oder trinken brauchen oder sich ausruhen möchten. Meine Hütte liegt 10 Minuten von hier. Ohne sie dabei anzublicken zeigte ich in die Richtung meiner Hütte.
Es wurde still für eine Weile und ich bemerkt ihre Verunsicherung.
Können Menschen nicht einfach sagen was sie brauchen.Dachte ich
Wenn ich meine Vorräte in der Stadt besorge, mache ich das doch auch.
Ihren inneren Konflikt bemerkte ich nicht.
Einen Kampf hin und hergerissen zwischen der Möglichkeit sich zu stärken und der Gefahr die von mir ausgingen könnte.
Können sie sich vielleicht den Wagen ansehen. Sagt sie mit mit nun etwas weicherer Stimme.
Wir gingen also zu ihrem Wagen.
Nach etwas mehr als 20 minuten waren wir dort angekommen wo sie ihren Wagen geparkt hatte.
Mit verzogenen Front und verdrehtem Reifen stand der Jeep in der Morgensonne an einem Baum.
Ich bin ausgewichen sagte sie mit gesenktem Kopf.
Ich bin kein Mechaniker sagte ich und das was ich hier sehe kann ich auch nicht reparieren. Es tut mir leid.
Seinen sie froh das ihnen nichts passiert ist. Sagte ich.
Mir fiel auf ,das mein Gefühle der Situation gegenüber und meine Art es zu kommunizierens, sehr weit auseinander gingen. Ich hatte Mitleid mit ihr aber ich konnte es nicht zeigen.
Zu sehr hatte die Zeit, in der ich meine Gefühlswelt nicht brauchte, eine Hülle aus Gleichgültigkeit erzeugt.
Sowol gegenüber mir als auch gen anderen.

Nun sah ich in ihrem Gesicht Hoffnungslosigkeit.
Sie schien sich der Situation bewusster zu werden.
Kann ich mich dann wenigstens etwas bei ihnen Aufwärmen. Sagte sie
Wenn es sein muss entgegnete ich kurz.

Als wir einige Zeit später bei mir ankamen hatte sich der Himmel zugezogen. Die Natur richtete sich auf die härtere Jahreszeit ein und das Wetter tat es ihr gleich.

Sie können an der Pumpe ihre Flasche auffüllen und ich mache ihnen etwas zu essen. Sagte ich.
Sie ging mit gesenktem Kopf wortlos an mir vorbei Richtung Pumpe. Einen kurzen Moment konnte ich ihren Geruch wahrnehmen. Diese Mischung aus ihrem Schweiß und den Resten ihres Parfüm ergaben eine sonderbare Komposition für meine Sinne.
Sie roch für mich wie die Bergwiesen oben am Hang. Anmutig und Geheimnisvoll.
Das Beben meiner aufkommen Gefühle war stark und mitreissend. Mit Mühe konnte ich sie niederringen und zur Stille zwingen.

Als sie wiederkam hatte ich das Essen für sie bereits auf den Tisch gestellt.
Meine Hütte war bescheiden. Eher spartanisch. Ein Ofen mit dessen Hilfe ich die Hütte heizte und einfache Speisen zubereiten konnte
Ein grosser Holztisch ,ein einfacher Schrank und ein Bett mit einer Decke aus Leinen.
Alle anderen Dinge lagerte ich in einem
kleinem Schuppen hinter der Hütte.

Ich stellte Brot, etwas Käse und Speck und eine Schüssel mit getrockneten Waldfrpüchten auf den Tisch und goss etwas Wasser in einen Holzbecher
Hier, bitte, bedinden sie sich. Sagt ich.
Sie legte ihr Capi neben sich auf die hölzerne  Bank und begann Hungrig mit dem Mahl.
Danke. Sagte sie

Gebunden an die Situation konnte ich diesmal nicht ausweichen.
Ich sah ihr beim essen zu und merkte wie ich anfing, jedes Detail ihrer Person
In mich aufzusaugen.
Ihr zierlicher Hals, diese feine Linie am Schlüsselbein. Ihr Haar, das wie eine sanfte Sommerbrise weich auf ihren Rücken fiel und ihre Atem der beständig und lebendig auf und ab ging. .
Und ich merkte das ich Hungrig war.
Nein Ausgehungert. Ich blickte sie an und war wie Feuer. Ein lodernder Flächenbrand aus Gier und Lust.
Und diesmal konnte ich ihn nicht einfach löschen.

Sie hob den Kopf und sah mich an.
In meinem inneren geriet der Krieg meiner Emotionen Augenblicklich ins Stocken. Aus Furcht sie könnte meine Gier entdecken blickte ich schnell zum Fenster hinaus.
Wer sind sie und was machen sie an diesem Verlassenen Ort.frage sie

Ich bin Georg und ich lebe hier.

Ende Teil 1

Ich weiss leider ab hier noch nicht so recht weiter. Über einen Komentar von euch bis hier her währe ich sehr dankbar

Geschrieben
vor 3 Minuten, schrieb uffi22:

Ein guter Beginn

Danke erst einmal fürs lesen uffi.

Es wird weitergehen und hoffe du bleibst dabei.

Geschrieben

So interessant und gefühlvoll sich dein Part 1 auch lesen mag, es sind deine Gefühle und Gedanken.

Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb Der_Michael:

So interessant und gefühlvoll sich dein Part 1 auch lesen mag, es sind deine Gefühle und Gedanken.

Danke fürs lesen und die und ich teile sie gerne. 

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