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die Sache mit der Ablehnung


Di****

Empfohlener Beitrag

Geschrieben
Am 13.10.2018 at 01:23, schrieb oralist63:

Ich denke, viele Menschen - vielleicht mehr Männer als Frauen - leiden heute einfach an einer völlig falschen Selbsteinschätzung. Ein übersteigertes Selbstwertgeühl gepaart mit unrealistisch hohen Ansprüchen und nicht vorhandener Fähigkeit zur Selbstkritik, das kann ja nur schief gehen.

Wenn aus heiterem Himmel plötzlich ein wüstes, völlig unerwartetes und in keinster Weise nachvollziehbares "Nein Danke" oder gar gar keine Antwort kommt, dann ist es ja wohl mehr als gerechtfertigt, auf Angriffsmodus zu schalten und im Rundumschlag auszuteilen - oder eben den Weltuntergangsblues anzustimmen. Es ist ja auch viel einfacher, anderen die Schuld zuzuschieben, als vielleicht mal den Fehler bei sich selbst zu suchen. Das gilt allerdings für Männer und Frauen gleichermaßen und trifft auf alle Bereiche des Lebens zu.

Wenn ich das lese klingt das für mich wie die Diskussion nach dem Huhn und dem Ei. Frauen dürfen pauschal ablehnend sein, weil die bösen Männer alle jähzornig sind. Und Männer dürfen jähzornig sein, weil die bösen Frauen ihnen keine Beachtung schenken. So kann da ja nie was draus werden.

 

Der Schlüssel ist, wie übrigens bei so ziemlich jedem anderen zwischenmenschlichen Problem auch, dass zu wenig kommuniziert wird. Von den Männern, die insgeheim meist nur das eine wollen und daraus entweder keinen Hehl machen, oder sich verstellen, und von den Frauen, die eine völlig überzogene und idealisierte Vorstellungen vom Traumprinzen haben und sich deshalb beim kleinsten Fleck auf dem Hemd, scheinbar angewidert, wegdrehen. 

 

Mir kommt das hier manchmal vor wie beim Shopping: Ein Teil der Leute sucht ausschließlich nach dem Produkt "eierlegende Wollmilchsau", dass im Fernsehen schon so nett aussah, und ein anderer Teil stürzt sich auf den Grabbeltisch und versucht alles mitzunehmen, was unter einem Euro kostet. 

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