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Callboy


Me****

Empfohlener Beitrag

Der Text ist hei

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Geschrieben

Sie starrte aus dem Fenster und war unglaublich nervös. Die Türklingel schreckte sie aus ihrer Anspannung. „Ja, bitte?“
Die Stimme an der Gegensprechanlage klang dunkel und sympathisch. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel zeigte ihr, sie sah gut aus, etwas blass vielleicht. Aber gut. Unwillkürlich musste sie lächeln, selbst wenn sie aussehen würde wie eine zerbeulte Mülltonne, müsste er Lust auf sie haben. Schließlich würde sie ihn bezahlen.
Warum war sie dann so nervös? Sie konnte nicht enttäuschen, denn er hatte nichts zu erwarten. Anders als bei einem One-Night-Stand, musste sie hier nichts beweisen, sie brauchte nicht gut oder raffiniert, nicht einfallsreich und nicht verrucht sein. Sie konnte sich nicht verlieben und brauchte nicht zu versuchen, jemanden in sie verliebt zu machen.
Sie würde unverbindlichen, hoffentlich guten Sex gegen Bezahlung bekommen und musste sich keine weiteren Gedanken machen. Die Beziehung, die sie so gerne gehabt hätte, war nicht in Sicht und für sexuelle Abenteuer war sie offensichtlich nicht geschaffen. Sie hatte immer noch nicht kapiert, dass man nach vollzogenem Akt aufstand und ging, weder nach einem neuen Treffen fragte, noch sich Hoffnungen auf mehr machte. Letztes Mal hatte sie es geschafft, endlich mal ziemlich lässig „ Ich ruf ` dich an!“ zu sagen. Ein Satz, der anstelle von
„Danke, aber ich hab´ keine Lust mehr auf dich!“, so oft verwendet wurde, obwohl sie ihn brennend gern wieder gesehen hätte. Er war nur einer von vielen, die gleich von vorne herein klarstellten, dass sie im Moment auf keinen Fall eine Beziehung wollten. Sex ja – Liebe nein!
Sie öffnete die Tür. Der erste Eindruck von ihm war, dass er ihr bekannt vorkam.
Der Mann sah sympathisch aus. Eher wie der Typ von der Straße. Zwar erotisch, männlich aber nicht professionell, eigentlich so gar nicht wie ein Callboy. Mittelgroß, sportlich, witzig gekleidet und mit einem offenen Lächeln bewaffnet. Sofort fiel die Spannung von ihr ab.

Er machte es ihr unglaublich einfach. Sie plauderten, er brachte sie zum Lachen, sie tranken gemeinsam einen guten Rotwein und sie fühlte, wie nicht nur der Alkohol sie auftaute.
Sie fragte ihn, ob sie sich schon mal irgendwo begegnet seien, aber er verneinte.
Er beugte sich zu ihr und gab ihr einen sanften Kuss auf die Lippen. Er roch gut.
„Darf ich dich fragen, warum du dir einen Callboy gemietet hast? Du siehst nicht so aus,
als wenn du dir guten Sex erkaufen müsstest!?“ Kurz schilderte sie ihm ihre Erfahrungen und fühlte, wie sie sich unglaublich wohl fühlte.
Sie war bereit. Er war ihr sehr sympathisch, er war erotisch und er würde ihr guten Sex bieten, dessen war sie sich nun sicher.

Tom knöpfte ihre Bluse auf und küsste ihre Halsbeuge. Seine Hände strichen sanft über ihre Brüste, spielten lange an ihren Brustwarzen. Sie reagierte heftig. Ihre Nippel sprangen ihm fast entgegen. Sie fühlte ein süßliches Ziehen im Unterleib und schloss die Augen.
Langsam zog er sie aus und legte sie auf dem Boden auf den Bauch. Seine Hände hoben ihr Becken hoch. Wie in Katzenstellung lag sie nun vor ihm. Mit der Zunge fuhr er ihr von hinten zwischen die Schenkel und liebkoste ihre empfindlichste Stelle. Tori stöhnte lustvoll. Das war der Moment, in dem sie ihre Hemmungen abwarf. Sie streckte und dehnte sich lüstern unter ihm. Spreizte weit ihre Schenkel, umfasste seinen Kopf, um ihn tief zwischen ihre Schenkel zu ziehen, und zerrte ihm ungeduldig die Sachen vom Leib.

Er hatte eine ebenmäßige, behaarte Brust und einen gleichmäßig durchtrainierten Körper. Seine Augen strahlten eine Wärme und Leidenschaft aus, die sie irritierten. Sie fühlte ein Gefühl der Panik in sich aufsteigen, weil er ihr gefiel. Bevor sie jedoch weiterdenken konnte, zog er sie auf seine kräftigen Schenkel und stieß behutsam aber zielstrebig in sie ein. Seine rhythmischen Bewegungen versetzten sie in höchste Ekstase. Sie riss ihn an sich, um ihn ganz tief in sich aufnehmen zu können.
Sein erregt verzerrtes Gesicht versetzte sie in Erstaunen, aber auch in Verzückung.
Ob er wohl wirkliche Leidenschaft empfand, überlegte sie kurz, bevor sie der Strudel der Lust wieder mit sich riss. Sie liebten sich bis zur totalen Erschöpfung im Morgengrauen.
Immer wenn sie meinte, nicht mehr zu können oder zu wollen, verführte er sie aufs Neue.
Ganz kurz dachte sie dass, er schon weit über seine `Bezahlung` hinaus engagiert war, verwarf den Gedanken aber gleich wieder, um sich erneut gehen zu lassen und zu genießen.
Es gab am Morgen keine Stellung mehr, die sie nicht ausprobiert hatten, keine Stelle an ihren Körpern, die sie nicht erkundet hatten und kein Lustgefühl, dass sie nicht empfunden hatten. Sie war grenzenlos überwältigt. Als sie bemerkte, dass er keine Anstalten machte zu gehen, kuschelte sie sich vertrauensvoll an ihn und schlief ein.
Sie wurde von frischem Kaffeegeruch geweckt. Überrascht beobachtete sie, wie er immer noch nackt mit zwei großen Tassen ans Bett kam und sie gut gelaunt anlachte.
Er stellte die Tassen auf den Nachttisch, kroch neben sie unter die Bettdecke, nahm sie in den Arm und küsste sie zärtlich.

Fragend sah sie ihn an. „Ich glaube, ich bin dir eine Erklärung schuldig..., er sah ihr fest in die Augen, ...ich bin nicht der, für den du mich hältst. Ich, ähem...ja, du hattest Recht, wir sind uns schon mal begegnet. Erinnerst du dich, an den Tag, als du in der `Call by Call Agentur` warst, um dich nach einem Callboy zu erkundigen?“
Mit einem Ruck setzte sie sich auf. „Du standest am Eingang, jetzt erinnere ich mich!“
„Ich beobachtete dich, während ich auf Mark wartete.“ „Mark, ich verstehe nicht?“ Tori war mittlerweile komplett verwirrt. „Mark ist ein alter Freund von mir. Wir spielen seit Jahren Squash zusammen. Er arbeitet in der Agentur. Ihn hattest du eigentlich für gestern Abend gemietet!“ Tori konnte einen Ausruf des Erstaunens nicht unterdrücken. „Psssst“, er legte ihr spielerisch die Hand auf den Mund. „Als du die Agentur wieder verlassen hast, rief das Mädel Mark zum Counter, der gerade aus seinem Büro kam und teilte ihm deinen Auftrag mit. Meine Chance war, dass du Mark nicht gesehen hattest. Ich wollte dich unbedingt kennen lernen. Du kannst mir glauben, es hat mich sehr viel Mühe und einige Drinks gekostet, um Mark davon zu überzeugen, seinen `Job` mir zu überlassen. Mark erzählt sonst natürlich nie von seinen Aufträgen, aber ich habe ihn fast genötigt, dass er mir sozusagen die `Arbeit` überlässt.“ Tori sank zurück und wusste nicht ob sie lachen oder böse sein sollte. Sie sah in zwei erwartungsvolle Augen. Die Frage „...und was jetzt?“ rutschte ihr raus, bevor sie sich auf die Zunge beißen konnte. Er sie in den Arm: „ Wenn du nichts dagegen hast, würde ich dich gern wieder sehen, ich steh nämlich überhaupt nicht auf One-Night-Stands!“


Geschrieben

Wow, vielen Dank für die durchaus positive Bewertung.

Ich darf davon ausgehen das euch auch diese Story gefallen hat?!


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