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Lohnt es sich, vehement um eine Liebe zu kämpfen?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Warum lieben wir? - Ist Liebe eine Entscheidung oder ein Gefühl? - Verwechselt man Liebe vielleicht nur mit sexueller Anziehung? - Ist Liebe Geschenk oder Erwartung?

Die Sehnsucht, geliebt zu werden, steckt tief in uns Menschen. Doch Liebe lässt sich schwer erzwingen. So ist der Traum von einem Liebestrank, der im geliebten Gegenüber die Liebe entfacht, vermutlich so alt wie die Menschheit. Dürfte man eine andere Person mittels eines Elixiers dazu bringen, dass Sie uns liebt? Zunächst scheint die Antwort so klar: Nein, schließlich soll sich die andere Person ganz frei für mich entscheiden. Aber ist Liebe wirklich immer eine freie Entscheidung?  Versuchen wir fremde Gefühle nicht auch mit anderen Mitteln zu beeinflussen? Mit Parfüms, guten Leistungen, schönen Kleidern, Gedichten und Geschenken?

Die Liebe ist ein Thema, das unzählige Fragen aufwirft. Zwei Fragen sind aus meiner Sicht dabei besonders interessant, da sie auf das Grundlegende zielen: “Was suche ich eigentlich in der Liebe?“ Und: “Kann ich meine Liebe begründen?“ Auf die erste Frage, was wir in der Liebe suchen, gibt uns allein die Tradition schon passende Antworten: “Geborgenheit, Verständnis, Anerkennung, Intimität, Intensität, Einzigartigkeit, Anregung, Selbsterkenntnis, Selbstvergessenheit, Fortpflanzung oder (ganz unbescheiden)..Unsterblichkeit“. smilie_engel_186.gif    Bei der zweiten Frage nach dem Grund wird es dann schon schwieriger.  smilie_denk_11.gif

Philosophisch gibt es unter anderem die These, die Liebe sei nichts Geringeres als die Lösung des Grundproblems der menschlichen Existenz. Sie erlöse uns nämlich von der Einsamkeit, an der unsere Seelen leiden. Die Liebe reißt die Mauer nieder, die unser Ich von anderen Menschen trennt. Um dafür bereit zu sein, müssen wir allerdings die Fähigkeit besitzen oder erlangen, unseren Narzissmus zu überwinden. Das würde meiner Meinung nach auch sehr gut die Tatsache begründen, dass in der heutigen Selfie-Kultur die wahre Liebe langsam ausstirbt und der Narzissmus zunimmt. Ich frage mich: “Sind die Gründe, warum man jemanden liebt, bloße Einbildungen?“ Mir drängt sich manchmal dieser Verdacht auf. Etwa bei einer Trennung: Plötzlich hasst man Eigenschaften, die man zuvor an einer Person geliebt hat. Ich spreche hier nicht von Paaren, die unter Trennungsschmerz leiden, sondern von diesen Frauen und Männern, die nach dem Ende einer romantischen Beziehung zu Erzfeinden werden. Wie lässt sich die vorherige Liebe begründen?

Es existiert die These: Wer auf die Frage, warum er einen Menschen liebt, eine Antwort geben kann, der liebt noch nicht wirklich -bedingungslos-. Mit der Begründung: Man liebt eben einen Menschen und kein Bündel von Eigenschaften. Wer liebt kann aber doch Merkmale nennen, die er an der geliebten Person besonders mag? Wie zum Beispiel: die Herzensgüte, das Lachen, die Spontanität usw." Die Frage ist aber: Liebt man die Person wirklich deswegen? Würde man sie auch lieben, wenn sie sich verändern und diese Eigenschaften verlieren würde?

Ein einfaches Gedankenexperiment zeigt mir persönlich, dass es nicht die Eigenschaften der Person seien können, die wir lieben, sondern die Person selbst. Man braucht sich nur einmal vorzustellen, es käme jemand dahergelaufen mit denselben Eigenschaften, die man an seiner/seinem Geliebten so mag, aber zusätzlich noch angereichert mit weiteren positiven Merkmalen. Würde man auf Grund des­sen spontan tauschen wollen? Nein. Und warum nicht? Skeptiker behaupten diesbezüglich gerne, man teile mit einem Partner etwas, dass man sonst mit niemandem teilt: “Eine gemeinsame Geschichte und unzählige Erinnerungen“. Demzufolge verschmelzen in einer Liebesbeziehung zwei Biographien zu einer einzigen. Die Liebenden bilden sozusagen ein erweitertes Ich, nämlich ein Wir. Sich einen anderen, besseren Partner zu wünschen, wäre demnach so, wie sich ein anderes Ich zu wünschen. Die wenigsten von uns haben derartige Gedanken, obwohl jeder weiß: “Niemand ist perfekt“.

Aus meiner Sicht sind all diese Überlegungen egoistisch und könnten meinem Verständnis von wahrer Liebe nicht gerecht werden. Wenn es sich oft auch so anfühlt, Liebe ist kein Märchen. Liebe endet, im Gegensatz zum Märchen, mit dem Satz: “Es war einmal". Und dieser Satz wird in den seltensten Fällen von Beiden unterschrieben. Am Ende zeigt sich die Wahrhaftigkeit einer selbstlosen Liebe. Was bedeutet Liebe in seiner reinsten und höchsten Form? In meinen Augen bedeutet es: Jemanden so sehr gern haben, dass man: ► ihn bedingungslos so sein lässt, wie er ist. ► ihm den Freiraum und die Freiheit schenkt, sich selbst entfalten zu können. ► ihn dabei unterstützt. ► sich mit und für ihn freuen kann. ► und vor allem: seine eigenen, egoistischen Bedürfnisse für diese Liebe hinten anstellt.

Ich höre schon die protestierenden Stimmen in meinen Ohren. Es kann und darf jeder so sehen wie er möchte.  Lasst mir aber bitte auch meinen Standpunkt. Meiner Meinung nach kann man die wahre Liebe nicht einfach abstellen, aber man sollte niemals um eine Liebe ernsthaft aktiv kämpfen. Nicht zu kämpfen bedeutet nicht resignieren. Für mich bedeutet loslassen, Liebe in seiner reinsten und höchsten Form. Wer kämpft vertritt seine eigenen Interessen. Wenn man seine eigenen Interessen vertritt, geht es nicht unmittelbar um die Interessen des Anderen. Kann man von Liebe sprechen, wenn man die eigenen Interessen durchsetzen will? Was man durch diese Scheuklappen wirklich sieht, ist nur sich selbst. Eigentlich ist es noch nicht mal das Selbst in seiner Gesamtheit, sondern nur ein kleiner Teil davon: Das EgoDie Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

Es mag zwar sein, dass man durch einen Kampf jemanden dazu bewegen kann, zurück zu kommen. Aber das ist meist mehr Schein als Sein. Oft ist es ein kurzes Gastspiel und der Rückkehrer ist bald schon wieder verschwunden. Warum? Weil er nicht aus freien Stücken, sondern dem Partner zuliebe zurückgekehrt ist. Vielleicht aus Mitleid, weil er den Partner nicht länger leiden sehen wollte. Vielleicht hatten Versprechungen gewisse Hoffnungen geweckt und diese sich am Ende nicht erfüllt. So gibt es viele Beweggründe und Motive die allesamt eine sehr schlechte Basis wären.

Wenn man mit solchen Mitteln jemanden zurückgewinnt, dann wird man auch niemals “mehr“ mit diesem Menschen haben können, als die Befriedigung solcher Bedürfnisse. Ich kann jedem nur raten loszulassen, auch wenn es zunächst Verlust bedeutet. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Liebe und Abhängigkeit bzw. klammern und diesen entscheidenden Punkt erkennt man in solchen Situationen meist nicht, weil für viele gerade eine Welt zusammenbricht. Sinnloses festhalten macht keinen Sinn, wenn eine “Liebe“ nicht erwidert wird. Das hat dann auch nichts mehr mit Liebe zu tun, es ist eher eine Sucht geworden.

Man tut alles, um nicht mit der wirklichen Wahrheit konfrontiert zu werden. Diese Wahrheit möchte man nicht sehen, denn man braucht den anderen Menschen und will ihn auf keinen Fall loslassen. Im schlimmsten Falle droht man damit, sich selbst umzubringen. Spätestens hier dürfte den Letzten klar werden, dass so etwas nichts mit Liebe zu tun hat. Die Liebe wird in unserer heutigen Welt leider zu oft als Deckmantel für andere Probleme benutzt. Für Probleme… besonders mit sich selbst. 

Es ist verrückt, eine Beziehung behalten zu wollen, die einem nicht mehr gutgetan hat. Viele merken erst, dass sie das Ticken überhört haben, wenn ihnen das Leben um die Ohren fliegt. Erkennen und Akzeptieren der Situation, in welcher man sich befindet, und vergeben und verzeihen können, stärkt unser positives Denken zur Veränderung und lässt uns offen werden für einen Neuanfang. Loslassen ist eine Kopfsache und eine innere Einstellung. Es ist wichtig und keine Schande, sich seinen Schmerz und seine Trauer einzugestehen. Aktivität und Freunde helfen sicherlich, die plötzliche Leere und Einsamkeit zu füllen. Außerdem schaffen sie Ablenkung. Und die kann helfen, die Zeit zu überbrücken, bis der Schmerz vergeht.

Dann kommt der Neuanfang oftmals unbemerkt und von ganz alleine, aber deutlich sichtbar: Frauen zum Beispiel probieren sich aus oder erfinden sich neu. Sie wollen sich wieder gut fühlen und attraktiv aussehen. Männer fangen meist mit dem Sport an, gehen wieder öfter mit den Freunden aus, fahren in Urlaub oder legen sich ein neues Auto zu. Und mit etwas Abstand kann man dann auch ganz anders über die vergangene Beziehung nachdenken und aus Fehlern lernen. Man kann sein bisheriges Leben neu überdenken, sich vielleicht Lebensträume erfüllen, die man für den Partner zurückgestellt hat.

Man hat Zeit, das eigene Leben neu zu ordnen. Ist der eigene Job wirklich die Erfüllung? Wer nur für sich selbst verantwortlich ist, dem fällt es manchmal leichter, einen sicheren Job zu kündigen und die Erfüllung in einem ganz anderen Bereich zu suchen oder die Selbstständigkeit zu wagen. Manche Menschen krempeln ihr Leben nach der Trennung völlig um und machen Träume wahr, die sie lange versteckt hielten. Trennung kann durchaus eine neue Chance auf ein erfülltes Leben sein.

Und wenn man erst ein erfülltes Leben nach eigenen Wertvorstellungen führt, ist man generell glücklicher und weniger bedürftig. Man verspürt mit der Zeit wieder Liebe in seinem Leben und ist nicht darauf angewiesen, sie von anderen zu bekommen. Mehr noch: Man findet so viel Liebe in seinem Leben, dass man irgendwann wieder das Bedürfnis verspürt, sie mit jemandem zu teilen. Und was zieht einen anderen mehr an? Ein Mensch, der vor Liebe überläuft und sie teilen will oder einer, der vor Mangel fast eingeht und Liebe aufsaugt, wie ein Vampir? Zu guter Letzt sei noch gesagt, dass nur so ein Neuanfang mit dem Ex-Partner möglich wäre, wenn die Trennung zeigt, dass auf beiden Seiten noch Gefühle vorhanden sind.

Das ist meine Meinung zu der Frage: Lohnt es sich, vehement um eine Liebe zu kämpfen?

„PS“  Ja, ich habe viele Situationen (Kinder-Krankheit-Verschuldung) nicht berücksichtigt. Wollte im Wald der Finsternis nur ein paar Bäumchen fällen und kein Buch schreiben.

                                                                                                                                                                                                                                                                       Es heißt ja auch nicht umsonst FORUM   smilie_sm_005.gif

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Wahnsinn....zur richtigen Zeit am richtigen Ort....Dankeschön

Geschrieben

Was bedeutet Liebe in seiner reinsten und höchsten Form? In meinen Augen bedeutet es: Jemanden so sehr gern haben, dass man: ► ihn bedingungslos so sein lässt, wie er ist. ► ihm den Freiraum und die Freiheit schenkt, sich selbst entfalten zu können. ► ihn dabei unterstützt. ► sich mit und für ihn freuen kann. ► und vor allem: seine eigenen, egoistischen Bedürfnisse für diese Liebe hinten anstellt. Dazu sind heutzutage leider die wenigsten in der Lage

Geschrieben

Ich denke: Liebe passiert einfach. Kommt und geht. Wenn man anfängt darum zu kämpfen, dann ist es krampfhaft und eigentlich entweder „noch nicht richtig da“ oder „schon wieder verflossen“. Also, kämpfen? Nein. Geschehen lassen? Ja - aber das erfordert ebenso Mut. ☺️

Geschrieben

Liebe , eine Illusion der Natur um den Fortbestand der Menschheit zu sichern!

Geschrieben

Hab es zwei Jahre lang getan, ich tu es nicht mehr

Geschrieben

Ich spreche Niemanden ab wenn er sagt das er liebt und lieben kann.Jeder wirklich Jeder tut dieses auf seine Weise.

Sie kann schnell geschlossen werden und auch genau so schnell gebrochen werden.Sie kann halten über die goldene Hochzeit hinaus

und manche finden das Elixir von der ewigen Liebe.Viele achten sie mit Respekt und viele treten auf ihr herum...denn Jeder liebt eben wie er meint das es richtig ist.

Ich habe in den 30 Jahren Ehe meinem Mann sehr geliebt .Bis zum Schluss war er der Mann mit dem ich meinem Lebensabend verbringen wollte.

Die Ehe hatte Höhen Tiefen Respekt Achtung.:broken_heart:

Die Trennung sein Seitensprung und die neue Frau setzten dem ein Ende.

Kämpfen? Nein ..Es wurde alles vom entschieden und sein Weg war nicht Meiner.

Wer so etwas schon durch gemacht hat versteht das in dem Moment die Welt stehen bleibt ...wie in Zeitlupe.

Ich liebe dich nicht mehr..aber dafür jetzt eine Andere.Menschen sind eben austauschbar!

Mein Partner tut so etwas nicht ...kommt häufiger vor als man denkt!:two_hearts:

Ja du willst sterben in dem Moment.Alles an was du geglaubt hat ist weg...und die Liebe zieht mit!

Als wenn Jemand dir mit dem Messer das Herz hinaus schneidet!Du bleibst zurück und musst weiter leben.

Du suchst Ventile um nicht zu ersticken bei mir war es der Job!:heartpulse:

Jetzt nach 7 Jahren kann ich sagen...Es ist wieder Ruhe eingekehrt in mein Leben.

Aber es hat mich verändert..

Kann ich noch lieben?

Kann ich wirklich noch mal sagen...Ich kann die Liebe zulassen?

Will ich die Liebe überhaupt noch mal wagen die mir so weh getan hat?

Brauche ich sie überhaupt?:sparkling_heart:

Mein Leben sagen wir ich bin zufrieden...

Ich bin zu mir zurück gekehrt ...Ich habe mich noch mal gedreht ..finde immer wieder neue Impulse und 

Ich bin gern mit mir allein.

Vielleicht bin ich feige ,aber der Mann der mich noch mal liebt braucht einen langen Atem und die Zeit haben die Wenigsten.

Ich liebe mich wieder ..Ich mag mich ..Zur Zeit genügt mir das sehr...

Kämpfen um die Liebe? Nein...lernen sich selbst zu lieben zu verändern 

aufzustehen zu sagen ..Ich gehe meinen Weg ohne dich...Ja.!:cupid:

 

Geschrieben

Für mich ist wahre Liebe das "Sahnehäubchen" zu der Liebe, die ich für mich selbst empfinde. Ich kann nur wahrhaftig lieben, wenn ich mich selbst Liebe , so wie ich bin. Denn nur dann bin ich innerlich frei. Ob es diesen Zustand in Reinkultur gibt, das weiß ich nicht. aber sich in dieser Richtung entwickeln zu wollen, ist ja schon mal ein guter Anfang ;-) Die innere Freiheit lässt mich so sein, wie ich bin, und ebenso den anderen sein, wie er ist. Geben erfolgt ohne erwarten und nehmen ohne Gegenleistung bieten zu müssen. Meiner Erfahrung nach bieten sich dann die schönsten und "reichsten" Geschenke wie von selbst an. Kampf hingegen erfolgt aus einem Defizitempfinden. Und Defizit macht niemals frei. Es fühlt sich eng und focussiert an und reduziert die Möglichkeiten. Wie bei Scheuklappen...man kann das große Ganze, das Drumherum nicht mehr wahrnehmen. Ich glaube, die meisten setzen Liebe mit "haben wollen, dann geht es mir besser" gleich. Nur, niemand kann mir etwas geben, was ich nicht selber bin. Und zum Abschluss sei noch gesagt....man kann nicht nicht manipulieren... Ich denke, es kommt nur darauf an, das man es nicht vor hat... So ist die Absicht, die man in sich trägt der wichtige Faktor.

Geschrieben

Erst mal: Der Unterschied zwischen einem Liebestrank und Parfüms, guten Leistungen, schönen Kleidern, Gedichten und Geschenken ist:
Das eine wendet man am Gegenüber an, das andere an sich selber.
Damit ist ersteres moralisch verwerflich, letzteres nicht.

Ich verstehe nicht, wie man aus einer Liebesbeziehung zu Erzfeinden werden kann, das ist bei mir noch nicht vorgekommen.

Vielleicht passiert das nur bei Leuten, die meinen, Liebe müsste der Logik folgen und Werkzeug für etwas anderes sein. (z.B. "Geborgenheit, Verständnis, Anerkennung, Intimität, Intensität, Einzigartigkeit, Anregung, Selbsterkenntnis, Selbstvergessenheit, Fortpflanzung oder (ganz unbescheiden)..Unsterblichkeit")

Ein Werkzeug hat zu funktionieren, wird anhand seiner Merkmale beurteilt.

Hat der Partner negative Eigenschaften, lautet der Rat: "► ihn bedingungslos so sein lässt, wie er ist. ► ihm den Freiraum und die Freiheit schenkt, sich selbst entfalten zu können. ► ihn dabei unterstützt. ► sich mit und für ihn freuen kann. ► und vor allem: seine eigenen, egoistischen Bedürfnisse für diese Liebe hinten anstellt."

All diese Ratschläge sind hinfällig, wenn man Liebe als Selbstzweck sieht, und nicht, um etwas anderes damit zu bewirken.
Man käme dann gar nicht erst auf die Idee, etwas anderes zu tun.

Vielleicht entstehen spätere Feindschaften ja genau daraus, dass man sich selbst für seinen Partner aktiv zurückestellen musste, damit es "Liebe in seiner reinsten und höchsten Form" ist. Das führt natürlich auf Dauer zu der Verdruss oder Erwartung von Gegenleistung, dessen Verschulden dann auf den Partner projeziert wird.

 

SonnenblumenKavalier
Geschrieben

Liebe lässt sich nicht schwer erzwingen sondern garnicht.

Geschrieben

Ich liebe nicht Mal eben Jemand. Ich habe mich Mal richtig entliebt, obwohl es da Zeitpunkte gab wo ich dachte er wäre der Mann. Ich hab aus eigenem Interesse nach vielen Jahren die Notbremse ziehen müssen. Heute weiß ich das andere Punkte mich bei ihm gehalten haben. Dinge die mir so nicht mehr passieren. Aber ich hatte eine Art Verantwortung und manchmal schiebt man die gern vor. Wenn ich heute mit fast 40 Gefühle habe, dann passiert das nicht Mal eben. Ich würde nicht Mal eben ein neues Leben beginnen. Es müsste sicher sein das er zumindestens den Gedanken hat miteinander alt zu werden. "Früher" ist man lockerer rangegangen heute denkt man um einiges weiter. Leider kann man nicht sagen eine Beziehung hält bis ans Ende unserer Tage, manchmal würde ich das gern. Ich musste feststellen das unerwartete Ding passieren. Ich hoffe das Gefühl für Liebe verliere ich nicht, ich kenn Menschen die das haben und ich glaube diese sind sehr unglücklich.

Geschrieben

Zu kämpfen lohnt sich immer... wenn und so lange es denn wirklich Liebe ist!!

Geschrieben

Um Liebe kämpfen bedeutet nicht immer automatisch das einer nicht mehr will.....

Geschrieben

Um liebe kann man nicht kämpfen. Entweder man liebt und wird geliebt, dann findet man Lösungen für alle Probleme oder einer liebt nicht mehr und diese liebe kommt mit Kampf auch nicht zurück.

PhotographyLover
Geschrieben

Ja, wenn der eine nicht mehr will, dann lohnt es sich vermutlich nicht. Aber es gibt ja noch mehr Gründe zu kämpfen, zB bei Problemen in der Beziehung. Soll man es sich dann leicht machen und einfach gehen? Denn genau das tun dann einige und machen es sich damit zu einfach, statt zu kämpfen.

Geschrieben

Nicht kämpfen, aber sich für die Beziehung ins Zeug legen. Das macht Sinn, wenn beide noch daran festhalten wollen. Gegenseitige Liebe hält einiges aus.

Geschrieben
vor 8 Minuten, schrieb BerlinerMaedchen:

Soll man es sich dann leicht machen und einfach gehen? Denn genau das tun dann einige und machen es sich damit zu einfach, statt zu kämpfen

Die Frage war ja, ob es sich lohnt, um die Liebe zu kämpfen.  Solange noch Liebe da ist, schafft man alles. Ist sie auf einer Seite tot, ist es vorbei.

Geschrieben

"Ich liebe dich nicht weil ich hoffe, das du mich einmal lieben wirst, sondern weil ich dich liebe"

little_secret1980
Geschrieben

Wow... ich habe jetzt den Thread nur überflogen. Ist aber ein interessantes Thema. Eigentlich ganz einfach. Liebe = Gott = Lebensenergie. Ist alles das Gleiche. Gott ist keine menschenähnliche Gestalt. Gott ist die Energie, die uns alle am Leben erhält, die jede Pflanze, jedes Tier und jedem Menschen das Leben überhaupt erst ermöglicht. Wenn wir uns dieser Energie einfach hingeben und diese im unendlichen Maß konsumieren (z.B. durch Meditation) konsumieren wir auch unendlich viel Liebe. So etwas können wir niemals von einem Menschen erfahren... Das ist ein Irrglaube, dass man denjenigen Menschen finden muss, der einen selbst abgöttisch liebt. Das ist völlig falsch und total egoistisch. Und die schlechteste Basis jeder Beziehung. Trotzdem machen es die meisten genau so... Finde Gott (=universelle und bedingungslose Liebe). Dazu brauchst du keine Kirche oder Sekte. Durch diese Liebe erlangst du Erkenntnis und eine besondere, abziehende Ausstrahlung. Dadurch kommst du unweigerlich mit anderen Menschen in Kontakt, weil du attraktiv bist. Und wenn du mit dir im Reinen bist, kommen die passenden Menschen von alleine in dein Leben. Übrigens kann man (und sollte es sogar) auch mehrere Menschen lieben, nicht nur einen. Wer diese Erkenntnis hat, ist auch frei von Zwängen und Eifersucht... LEBE!!!

Geschrieben

Wow, alles während ich schlief. smilie_denk_62.gif  Da habe ich auch mal etwas zu lesen, Danke dafür. smilie_sc_001.gif

Geschrieben
vor 15 Minuten, schrieb v1980er:

Das ist ein Irrglaube, dass man denjenigen Menschen finden muss, der einen selbst abgöttisch liebt. Das ist völlig falsch und total egoistisch. Und die schlechteste Basis jeder Beziehung.

Ich lasse dir deinen Glauben, ok? Aber schreib doch bitte nicht so dogmatisch, dass die Meisten einem Irrglauben unterliegen.  Denn das sehen diese mit Sicherheit anders.

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