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Offene Beziehung


SmartInfo

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

War lange Zeit Singel und habe eine bewegte Vergangenheit hinter mir. Etliche Sexkontakte ohne Verbindlichkeiten, Sexaffären und Ähnliches bedeuteten Unabhängigkeit und Freiheit. Lernte dann vor vier Monaten eine 20 Jahre jüngere Frau kennen. Aus einem ONS wurde eine Affäre. Aus der Affäre eine feste Beziehung. Sie fragte mich anfangs permanent nach meinem Vorleben aus und warf mir *Unmoral* und *Beliebigkeit* sowie Mangel an *Liebes- und Bindungsfähigkeit* vor, was mich zum Überdenken meiner bisherigen Einstellung brachte und der Entschluß reifte, der monogamen Liebe mit Treue und Allem, was dazu gehört, eine Chance zu geben.

Inmitten dieses Umwandlungsprozesses meldete sie sich in einem Erotikforum an. Sie erhielt eine Menge Avancen, die sie mir auch zeigte und äußerte den Wunsch, zusammen mit mir ihre Sexfantasien mit diversen Männern besonders auf dem Gebiet des BDSM auszuleben. Auf meine Frage, ob sie mir das Gleiche zubilligen würde, reagierte sie ablehnend, weil es nicht um meine, sondern ihre Fantasien gehe. Diese Frage wolle sie nicht diskutieren!

Ein paar Wochen ruhte das Thema. Sie meldete sich in dem Forum ab, weil sie erkannte, daß die Typen, die sie anschrieben, ohnehin nur das *Eine* von ihr wollten. Dennoch spürte ich, daß sie nach wie vor diesen Wünschen erlegen war, mit dem Unterschied, daß sie nicht mehr mit mir darüber redete.

Weil mich das sehr belastete, teilte ich ihr in einer SMS mit, daß ich ihren Wünschen und Fantasien nicht im Wege stehen wolle und ich es daher vorziehe, zu gehen. Ellenlange Telefonate folgten, in denen sie mir vorwarf, ein *Spiesser* und *Spielverderber* geworden zu sein, der seine Erfahrungen machen konnte und diese bei ihr nicht zulassen wolle. Den Unterschied, daß ich zu diesem Zeitpunkten in keiner festen Beziehung stand, wollte sie dabei nicht zulassen.

Gestern abend offenbarte sie mir dann endlich in einem offenem Gespräch ihre Wünsche. Sie sei nach wie vor mit Männern aus diesem Erotikforum in Kontakt und wolle sich von ihnen dominieren und durchf... lassen. Mich wolle sie dabei aber nicht verlieren, weil sie mich auf eine andere Art und Weise liebe. Sie wolle sich die Freiheit nehmen, alleine zu diesen Männern zu einem Sexdate zu fahren um anschließend wieder in meinen Armen zu liegen, weil ich ihr soviel *Geborgenheit und Sicherheit* geben würde.

Auf meine Frage, ob sie mir das Ausleben ihrer Fantasien im umgekehrten Fall zubilligen würde und ob sie dies verkraften könnte, reagierte sie erneut völlig ablehnend und unterstellte mir dabei lediglich das Prinzip *Auge um Auge*, was nichts mit ihrem Ansinnen zu tun habe, weil sie nicht aus *Frust* diese Wünsche hege. Selbst, als ich richtig stellte, daß es nicht um *Frustficken* gehe, sondern das Ausleben einer gleichberechtigen *offenen* Beziehung, winkte sie ab. Das habe mit *Gleichberechtigung* nichts zu tun und außerdem sei ich in einem Alter, in dem man ohnehin nicht so viele Avoncen erhalten würde, wie sie als zwanzig Jahre jüngere, attraktive Frau. Sie wolle jetzt ihre Erfahrungen sammeln! Punkt!

Zuächst habe ich ihr gesagt, daß ich das nicht mitmachen könne und ich die *Wände hochgehen* würde, wenn sie mir mitteilt, sie hätte heute abend ein Sexdate und ich solle mir keine Sorgen machen. Sie reagierte frustriert mit den Worten *also abgehakt das Thema!* und warf mir erneut *Spießigkeit* vor. Sie müsse sich halt einschränken und ich solle das wenigstens honorieren und anerkennen.

Bin nun völlig perplex, denn seitdem ich mit ihr zusammen bin, habe ich nicht das Bedürfnis mit anderen Frauen irgendwelche Sexdates zu haben. Erfahre dies auch nicht als *Einschränkung*, sondern als Selbstverständlichkeit, zumal sie anfangs genau diese Dinge als moralisch hochwertig eingestuft hat und mir Hoffnung gemacht hat, daß es doch sowas wie Treue in einer festen Beziehung gibt, für die man nicht permanent kämpfen oder sich einschränken muß, sondern die als Grundpfeiler eine festen Beziehung einfach vorhanden ist.

Bin kurz davor, die ganze Sache zu beenden, weil ich spüre, daß unser Sex schlechter wird und sie eingentlich kurz davor steht, ihre Fantasien in die Tat umzusetzten. Bin perplex und weiß im Moment nicht, wie ich reagieren soll, denn eins ist klar: ich will sie nicht mit irgendwelchen Typen teilen und zu Hause sitzen, während sie *mit freundlicher Erlaubnis* fremdgeht.

Wie seht ihr das?


Geschrieben

Du hast doch deine Frage für dich schon beantwortet!

Du möchtest keine "offene" Beziehung, vor allem, weil diese nur auf Einseitigkeit beruhen würde!Ist doch eine klare Aussage!

Alles andere wären reine Vermutungen meinerseits, wie z.B. die Möglichkeit, dass sie sich halt noch nicht "ausgetobt" hat, wie du es ja schon getan hast und Frauen in diesem Alter nicht unbedingt logisch sein müssen!


Geschrieben

Offensichtlich macht ihr eine gegenläufige Entwicklung durch und steht dabei an einem Scheideweg: Du hast Dich emotional und gedanklich auf eine monogame Beziehung eingelassen und dabei offenbar auch all die damit verbundenen Besitz- und Ausschließlichkeitsansprüche entwickelt, während sie sich scheinbar Dir bei Deiner Vorgeschichte unterlegen fühlte und sich nun gedanklich und emotional dieser Seite geöffnet hat, die für Dich derzeit Vergangenheit ist.
Ich würde davon ausgehen, dass Du auf jeden Fall "verlierst": entweder Du verlierst sie - denn selbst, wenn sie sich aktuell Deinem Wunsch unterordnet, ist sie gedanklich bei diesem Wunsch nach Erlebnissen mit anderen Männen - oder Du verlierst ein Stück von der Kontrolle, die Du über die Monogamie ausüben willst, indem Du sie losläßt. Denn indem Du sie abhältst, distanzierst Du sie emotional von Dir.
Die Frage wäre doch z.B. zu überlegen, ob ihr eine gemeinsame Lösung finden könnt, sei es in Form einer Paarsuche oder dem Besuch eines Swingerclubs.


Geschrieben

Du möchtest keine "offene" Beziehung ...


Mit der könnte ich leben!

Das habe ich ihr ja vorgeschlagen, denn dann würde ich emotinal einen Gang zurück schalten und mir genau die Freiheiten rausnehmen, die sie sich gerade wünscht. Allerdings würden dabei ein paar Dinge auf der Strecke bleiben, die eben eine feste Beziehung zu einer offenen unterscheiden.


Geschrieben

Ja, eben!! Du möchtest jetzt etwas anders leben, eine feste Beziehung im herkömmlichen Sinne....

Meiner Meinung nach, ist eine offene Beziehung dadurch charakterisiert, dass sie auf Beidseitigkeit beruht, was sie aber nicht möchte!
Vielleicht fühlt sie sich durch deine sexuelle Erfahrung benachteiligt, da finde ich den Vorschlag von ballou interessant.


Geschrieben


Entschuldigung aber ich glaube ihr versteht den TE nicht richtig.......

Er ist bereit für eine monogame Beziehung, würde aber auch bei einer offenen mitspielen............

Ich darf alles/Du nichts hat m.E. nichts mit einer von Gefühl geprägten Beziehung zu tun. Wie Ballou allerdings schon erwähnte, du kannst nur verlieren. Entweder Sie oder dich......

Wenn ihre Einstellung zu einer Beziehung allerdings so aussieht wie von dir geschildert muß man sich die Frage stellen; welchen Wert habe ich/unsere Beziehung für Sie?..........

Manchmal kommt der Punkt an dem man sich eingestehen muß das es nicht geht und die Konsequenzen ziehen.

Meine Entscheidung (beruhend auf dem Geschilderten) stünde fest........


Geschrieben

Tja, klingt so, als seist du an eine unglaubliche Egoistin geraten! Natürlich kann eine offene Beziehung nur klappen, wenn sie für beide Seiten offen ist. Wie sollst du es ertragen, zu Hause zu sitzen mit dem Gedanken, dass andere sie grad heftigst durchf... und du darfst gleichzeitig nicht mal mit anderen Frauen flirten.
Der nächste Aspekt ist doch, ob du mit ihrer offensichtlichen BDSM-Neigung klarkommst. Wenn sie das gezielt mit anderen sucht, gehe ich mal davon aus, dass du ihr das nicht in dem von ihr gewünschten Maß geben kannst oder willst. Ich weiß nicht, ob man das lernen kann, wenn man nicht die Neigung verspürt. In einer derartigen Beziehung kannst du doch nur glücklich werden, wenn du cuckold-Ambitionen hast. Wenn sie auf dich keine Rücksicht nehmen will, liebt sie dich entweder nicht genug oder ist hochgradig egoman.


Geschrieben

Es gibt durchaus ähnliche Arrangements innerhalb einer Beziehung, die auch lange halten und funktionieren. Aber dazu gehört eben, dass es beiden zusagen muss und man das offen besprechen kann und besprochen hat. Wenn nur eine Seite allein die Form der Beziehung festlegen und durchsetzen will, steuert diese sicher auf ihr Ende zu, gleich worum es im konkreten Fall letztlich gehen mag.




Der männliche Teil von Rahjas_Paar


Geschrieben

Das "Ich-will-alles-Syndrom" würde ich einmal bei einer 21-jährigen als alterstypisch einordnen.

Da ich mich als Erwachsen-werden-Helfer nicht eigne, würde ich mich ausklinken.

Die könnte ihren Egoismus austoben wo immer sie wollte. Bei mir jedenfalls nicht.

Küss die Hand und Servus.

LG xray666


MuenchnerOldie
Geschrieben

Trenn Dich - Sie und Du leben in verschiedenen emotionalen Welten.


Geschrieben

Ich denk mal, jede Darstellung einer solchen Beziehungssituation ist auch ohne bösen Willen einseitig gefärbt - allein schon von der Wahrnehmenung. Daher Ratschläge zu erteilen, ob Trennung oder nicht, halte ich für etwas voreilig.

Da sich bei ihr der Gedanke ja erst entwickelt hat, kann es sehr gut sein, dass es ein Unterlegensheitsgefühl ist.


Geschrieben (bearbeitet)

Also weißt du Ballou, ich weiß nicht, ob sich das bei einer 21-jährigen wirklich lohnt, so tief schürfen zu wollen. Meiner Meinung nach nicht.

Außer endlosen Diskussionen (aus der Erinnerung heraus, wenn ich heute nochmal davorstehen sollte, kräuseln sich mir die Nackenhaare ), die zu nichts führen, bringt das keinen Fortschritt. Die unterschiedlichen Interessenlagen hier sind doch klar. Diskussionen führen hier doch schlechtestenfalls dazu, dass sich am Ende einer verbiegt. Was soll das?

Im übrigen erteile ich Erwachsenen keine Ratschläge. Denen sage ich allenfalls - wie oben auch - was ich tun würde, wenn ich an ihrer Stelle wäre. Ob sie es dann so tun oder nicht, ist ja ihre Entscheidung. So what?


LG xray666


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Damit hast Du aus meiner Sicht durchaus recht - und ich hatte Dich auch nicht gemeint!

Für den TE stellt es sich eben etwas anders dar.


Geschrieben

Eine junge Frau mit 21, die gerade erst am Anfang steht sich und ihre Wünsche zu entdecken... die aber scheinbar auch in der Hinterhand gerne einen festen Rahmen hätte.. so ne Art "Hängematte".... na ja, ob sich das alles für eine feste Beziehung eignet....
ich weiß nicht, da ich das Mädel ja nicht kenne....

Eine feste Beziehung unterliegt genauso Absprachen wie eine offene Beziehung!

Einseitige Abmachungen... das wird auf Dauer nicht funktionieren, man kann nicht alles haben!

Ich denke mal, ich würde sie fragen, wie sie sich das genau vorstellt und ob sie sich auch vorstellen kann, wie sich der Partner dabei fühlt....
Ob sie ihn wirklich liebt und damit umgehen kann, ihn permanent zu emotional zu verletzen???? Ob ihr bewusst ist, dass sie dadurch Gefühle relativiert, da sie zwar Rechte für sich in Anspruch nimmt, diese aber dem Partner nicht zu gesteht?

Mich würde ich fragen, ob mir ein um sovieles jüngerer Partner das wert ist, mir permanent weh zu tun und was wohl in ein paar Jahren ist, wenn die Liebe nicht mehr so jung ist....

Denn dass der Partner bei seinen einseitigen Excursionen eventuell jemand anderen kennenlernt und dann geht.... diese Gefahr ist groß!

Als "Hängematte" würde ich nicht dienen wollen!

Aber diese Entscheidung kann einem niemand abnehmen!

Schicke Kraft und liebe Gedanken!

Busserl Leah


Geschrieben





Ich denke weder das sie sich gegenläufig entwickeln, noch das sie eine unglaubliche Egoistin ist... es liegen einfach 20 Jahre Leben zwischen den beiden.

Er hat sich genauso lange ausgetobt wie sie alt ist, und sie will da einfach nur irgendwie mithalten. Macht er jetzt noch weiter, wird sie immer hinterher hängen...

Nicht umsonst wird meist gesagt das große Altersunterschiede Probleme mit sich bringen.




Geschrieben

Dank Dir, Ballou für Deine Gedanken, die schon nah dran sind:

Offensichtlich macht ihr eine gegenläufige Entwicklung durch ...


So sieht es aus!

Sie wurde bei der *Verhandlung* um Spielraum in einer Beziehung von ihrem besten Freund unterstützt, der im umgekehrter Richtung mit einem wesentlich älteren Mann in fester Beziehung lebt. Beide hatten das gleiche Thema *durch* und sich den Spielraum gegeben, was aber letzlich nur zu gegenseitigen Verletzungen geführt hat. Trotzdem blieben sie zusammen und ihre Beziehung hätte das *verkraften* können.

Leider hat dieser Freund nicht abgeraten, sondern sie in ihrem Wunsch unterstützt. Eine Liebesbeziehung könne sowas *verkraften*, so seine Worte. Deswegen auch das gestrige Gespräch, welches sie *frustriert* beendete, weil ich nicht in ihrem Sinne einlenkte und ihr diese *Freiheiten* eingestand.

Als sie mir offenbarte, sie wolle sich sogar mit anderen Männern separat ohne mein Beisein nur zum Sex treffen, war ich regelrecht schockiert, zumal wir ja erst vier Monate zusammen sind und sie bereits nach so kurzer Zeit dieses Bedürfnis hat. Sie spürte dies und nahm mich daraufhin liebevoll in den Arm.

... Die Frage wäre doch z.B. zu überlegen, ob ihr eine gemeinsame Lösung finden könnt, sei es in Form einer Paarsuche oder dem Besuch eines Swingerclubs.


Diese Lösung schließt sie kategorisch aus, denn dies sei *Fremdgehn mit Ansage*. Ihre Fantasien bewegen sich tatsächlich im Bereich der sogenannten *Cuckold-Fantasien*, die ich in der Form nicht teilen kann und will. Wenn, dann soll es auf gleichberechtigter Basis laufen, in der sich Beide die gleichen Rechte herausnehmen, mit anderen Sexpartnern seine Fantasien auszuleben.

Der nächste Aspekt ist doch, ob du mit ihrer offensichtlichen BDSM-Neigung klarkommst.


Diese hat sie ja erst durch mich entdeckt, gerade weil ich es eher härter und dominant mag und auch praktiziere. Das Problem war jedoch, daß sie sich theoretisch mehr mit dem Thema befasste als ich, ohne mit mir darüber zu reden, so daß ich glaubte, es sei für sie bereits uninteressant geworden. Zwischenzeitlich nahm sie Kontakt auf zu sogenannten *Doms*, die natürlich scharf darauf waren, sie persönlich kennen zu lernen. Wie oftmals in derartigen Fällen wird die Fantasie dann stärker als das, was in der Realität stattfindet, so daß sie mich als *dominante Person* schon gar nicht mehr wahrnahm.

Mit ihrer BDSM-Neigung komme ich sehr gut klar. Fakt ist allerdings, daß sie zwischenzeitlich nicht mehr an mich glaubte, was das Ausleben dieser Neigung angeht.

Mittlerweile haben wir gestern nochmal intensiv miteinander geredet und sie scheint einzusehen, daß sie sich zum Einen in eine Fantasiewelt geflüchtet hat, bei deren reale Umsetzung sie zumindestens einen Teil von mir verlieren würde und zum Anderen die Wünsche Beider in einer Beziehung berücksichtigt werden müssen. Sie meinte, unsere Beziehung sei ihr wichtiger als das Ausleben ihrer Fantasien und als ich ihr mitteilte, daß ich zwischenzeitlich Avancen von Frauen erhalten habe, die an einem realen Treffen mit mir interessiert seien, da ich meinen Status von "feste Beziehung" auf "Singel" umgeswitcht habe, um *meinen Marktwert zu testen*, (ihre Worte), war sie sehr verdutzt und schien zu erkennen, daß ich es ernst meinen würde, eine *offene Beziehung* mit ihr zu führen, mit allen (schmerzhaften) Konsequenzen, die sich daran anknüpfen.

Mal schauen, was es sich weiter entwickelt.


Geschrieben

Wenn eine offene Beziehung schmerzhafte Konsequenzen hat, dann ist eine offene Beziehung für die Beziehungspartner das vollkommen falsche Modell.

Ihr scheint völlig unterschiedliche Erfahrungs- und Erlebenshorizonte zu haben, wenn ich das so lese. Für Dich ist Sex wohl eher keine Ausprobierangelegenheit mehr, sondern Genuss und Freude. Wie soll man da auf einen Nenner kommen? Vielleicht spielt bei ihr - bewusst oder unbewusst - ihr Erfahrungsdefizit eine Rolle in Hinsicht auf euer Zusammensein, vielleicht will sie Dir einfach in nichts nachstehen.

Meiner Ansicht nach sollte man Erfahrungen so sammeln, wie sie sich ergeben und sie nicht zwanghaft forcieren. Aber das scheint heute ja eh absolut out zu sein.


sleeping_beasty
Geschrieben

Offensichtlich liebt sie Dich. Auf diese putzige und unlogische Art und Weise, die man mit Anfang 20 nunmal hat… Wenn Du sie nicht durch Deine bewegte Vergangenheit auf die Idee gebracht haettest, waere sie vielleicht erst mit 30 selbst darauf gekommen – aber ob das nach einer 10-jaehrigen Beziehung fuer den anderen soviel angenehmer ist, wage ich zu bezweifeln. Sie wird es ausprobieren – auch wenn sie momentan Dir zuliebe darauf verzichtet. Auch wenn es nicht Dein Wunsch ist, denke mal darueber nach, ob Du mit Zugucken leben kannst. Vor allem, wenn Du kontrollieren kannst, wen sie trifft und wann.
Wenn Du ihr beim Kontakte organisieren hilfst, weisst Du, dass sie die Jungs nicht alleine treffen wird. Auch wenn Dir das nicht angenehm ist: sie ist jetzt in dem Alter, wo sie alles ausprobieren will. Und sie hat einfach noch nicht die Lebenserfahrung, zu wissen, dass zu viel von einer guten Sache einen krank machen kann…
Du wirst Deine innerliche Distanz wohl wieder zu einem gewissen Masse aufbauen müssen, egal, wie offen Ihr die Beziehung nun gestalten wollt. Sie liebt an Dir das Zuverlaessige – abenteuerlich wirkst Du auf sie offenbar nicht mehr. Aber vielleicht kannst Du sie ja mal mit Maske auf der Strasse vor Deinem Haus ueberfallen und verschleppen? Vielleicht reicht es ja, wenn sie merkt, dass Du noch weit mehr zu bieten hast, als Du in den frustrierenden letzten Wochen gezeigt hast?

jedenfalls wuensche ich Euch viel Glueck!


Telefongeliebte
Geschrieben (bearbeitet)

Aber vielleicht kannst Du sie ja mal mit Maske auf der Strasse vor Deinem Haus ueberfallen und verschleppen? Vielleicht reicht es ja, wenn sie merkt, dass Du noch weit mehr zu bieten hast, als Du in den frustrierenden letzten Wochen gezeigt hast?



Buh - gibt es wirklich Frauen, denen das gefällt? Mit solchen Sachen wäre ich extrem vorsichtig - wenn dann nur mit Absprache!

Mir war anfangs nicht klar, dass sie so extrem jung ist und ehrlich gesagt bin ich absolut kein Freund von generationenübergreifenden Beziehungen. Jedes Lebensalter hat seine Vorzüge und Kehrseiten. Wenn ein sehr junger Mensch mit jemanden aus der Elterngeneration zusammen ist, opfert er ihm zwangsläufig einen Teil der jugendlichen Unbeschwertheit. Der ältere Teil mag sich jugendlicher fühlen, riskiert aber oft, sich lächerlich zu machen. Das mag ab und an wunderbar klappen, für mich persönlich wären mehr als 10 Jahre in jedwede Richtung indiskutabel - auch wenn das gerade in Politikerkreisen en voque zu sein scheint. Jedenfalls ist ein gewisser SPD-Politiker, der sich so kurze Zeit nach dem Tod seiner Frau von einer 30 Jahre jüngeren Frau trösten lässt, doch etwas in meinem Ansehen gesunken, von einem altersgeilen Italiener gar nicht erst zu reden.


bearbeitet von Telefongeliebte
Geschrieben


Mir war anfangs nicht klar, dass sie so extrem jung ist und ehrlich gesagt bin ich absolut kein Freund von generationenübergreifenden Beziehungen.



In der zweiten Zeile des Eröffnungspostings: "Lernte dann vor vier Monaten eine 20 Jahre jüngere Frau kennen."
Soviel also zu Aufmerksamkeit, mal ganz abgesehen von all den anderen Beiträgen, die auf das Alter eingehen.
Thema ist hier nicht die "generationsübergreifende Beziehung", Thema ist hier eher die Unausgewogenheit in Hinsicht auf sexuelle Erfahrungen, in der bei diesem Fall das Alter eine Rolle spielt. Noch weniger geht es hier somit um Populärbeispiele und Dein persönliches Ethikempfinden hinsichtlich Altersdifferenzen.


BabetteOliver
Geschrieben

[COLOR=Blue]smart, ich habe das Gefühl, dass Du selber sehr gut erkennst und uns beschreibst, wo das "Problem" zwischen Euch beiden liegt.

Dass sie nie eine offene Partnerschaft meinte, hast Du mit zwei Aspekten klar umrisssen. Ihr geht es
nicht um Austoben oder Erfahrungen sammeln, sondern um das Ausleben ihrer Neigung. Wobei sie unterstellt, dass sie das nicht von Dir bekommen kann und auch nicht mit Dir ausleben möchte. Denn das ist der zweite Aspekt, dass sie damit (willentlich oder unbewusst) einen Teil ihrer Fanatsien in Eure Beziehung hineintragen möchte, indem sie Dich unter Ihrem Verhalten ein Stück weit Leiden lassen will (ihre Cuckold Fantasie).

Tatsächlich sehe ich den Lösungsweg (da Du für Dich die Position des Cuckold ausgeschlossen hast) in dem Versuch, Deine Dominanz (gemeinsam) wieder in die Beziehung hineinzubringen (wahlweise indem Du sie dabei anderen Männern vorführst oder es ihr reicht, wenn Du sie ordentlich durchnimmst). Oder aber Ihr könnt beide
gut damit leben, mit dieser Epsiode für den Augenblick abzuschließen und "normal monogam" zusammen zu sein.

alles Gute[/COLOR]

Oliver


Telefongeliebte
Geschrieben

Griselda, das hatte ich natürlich gelesen - nur war ich nicht auf dem Profil des TE gewesen, insofern hätte es sein können ,dass er 60 und sie 40 ist. Natürlich ist die sexuelle Unausgewogenheit das eigentliche Thema und ehrlich gesagt hoffe ich eher, dass der durchschnittliche 40-Jährige erfahrener ist als ein 20-jähriger. Davon abgesehen, gehe ich davon aus, dass es eine generelle Asymetrie in einer derartigen Beziehung gibt und so wie er die Frau beschreibt, verhält sie sich eben unreif, was möglicherweise durchaus mit ihrem Alter zu tun hat.


Geschrieben

War lange Zeit Singel und habe eine bewegte Vergangenheit hinter mir. Etliche Sexkontakte ohne Verbindlichkeiten, Sexaffären und Ähnliches bedeuteten Unabhängigkeit und Freiheit. Lernte dann vor vier Monaten eine 20 Jahre jüngere Frau kennen. Aus einem ONS wurde eine Affäre. Aus der Affäre eine feste Beziehung.

Wie seht ihr das?



Wurde von dir verlangt dein Leben zu ändern?
Habt ihr nicht beim Kennenlernen aneinander vorbei gedacht?
Ein Ons ist ein Ons, eine Affäire hat man ja eigendlich mit gebundenen Partnern, oder?
Sieht sie in dir nicht was falsches? Liebt sie dich oder sieht sie dich als Vorbild, ich möchte nicht sagen Vaterersatz.... So ist es mir 3 mal mit jungen Dingern gegangen....

Wenn ich Jemanden in der Kirche treffe oder im Swingerclub, dadurch sind doch schon Wege vorgegeben. Ein ONS ist ja nicht in der Kirche entstanden......

Da kann man ja eigendlich schon den Lebensstil bezw. die Vorlieben erkennen.
Warum dann so überrascht? Wegen deiner Liebe zu ihr?
Sie hat dein Leben durcheinander gebracht. Wenn du dich nicht wieder umstellen kannst trenne dich. So sehe ich das.


Geschrieben

Die Logik versteh ich nicht. Warum sollte sich aus einem ONS keine Beziehung entwickeln können? Man kann den Partner seines Lebens vermutlich eher im Swingerclub als in der Kirche kennenlernen. Und man kann mit jemanden, den man ursprünglich aus der Kirche kennt, irgendwann in den Club gehen, genauso wie man mit einer Liebe, die ihren Anfang im Swingerclub nahm (kenne sogar eine), irgendwann vor den Altar treten kann. Das Leben ist bunt!


Geschrieben

Die Logik versteh ich nicht. Warum sollte sich aus einem ONS keine Beziehung entwickeln können? Das Leben ist bunt!


Das merkt man das du dass nicht verstehst. Sollte ja auch der Te verstehen nicht du.

Wer schreibt das aus einem Ons keine Ehe entstehen kann???
Wir schrieben von gestellten Weichen bezw. von Wissen.

Wenn ich eine (fremde) Frau nachts auf der Straße durchnudele, dann weiß ich, das sie dieser Praktik aufgeschlossen ist. Sonntags beim Gottesdienst in der selben Reihe kaum.....
Also muß ich mich auch nicht verstellen bezw. ändern...... und kann beim Onsen weitermachen.....


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