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Les Art und Schreib Waisen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo ihr da drinnen.

Angeregt durch den Thread von kid007 http://www.poppen.de/forum/t-2080228-Euer-momentanes-Lieblingswort

in F&U würde ich gern über Sprache, unsere, diskutieren.

Mal sehen, ob es funktioniert.

Über Alltag und die Worte,die zu Waisen werden, weil sie nur noch von wenigen benutzt werden. Manche ihre Bedeutungen nicht mal mehr (er) kennen. Das hat nicht per se mit mangelnder Bildung oder gar Dummheit zu tun. Ist das eine normale Entwicklung der Sprache oder ist es den Einflüssen anderer Sprachen geschuldet? Den SMS & MailSchreibweisen? Ist es Unlust oder unmodern? Warum?

Über die Kunst, sich auch ohne Prollsprache ausdrücken zu wollen. Eckt man damit an?
Klingt es gestelzt? Ist es gar albern?

Einzelne Worte, Ausdrucksweisen, die euch gefallen, ihr sie benutzt, im Gespräch mit anderen. Gegenüberstellungen des als unmodern-uncool wahrgenommen mit denen, die als cool- modern gelten.

Ich versuch mal einen Anfang. Ich mag Worte, Ausdrücke die als ‚alt’ bezeichnet werden. Ich spreche schon immer so. Vielleicht wird es nicht als gestelzt wahrgenommen bei mir, weil ich von aussen nicht unbedingt auf den ersten Blick so wirke, als spräche ich so

„Ich habe Freude daran,....“ oder „Die Unwägbarkeiten der....“

Andere würde n sich nie so ausdrücken. Diese sind mindestens genauso willkommen, sich an einer Diskussion zu beteiligen.

Schön wäre es, wenn es ohne persönliche Animositäten (!) vonstatten geht. Rechtschreibschwächen, grammatikalische Fehler sind kein Grund, sich über andere lustig zu machen. Deshalb: wer Satzzeichen findet, die überflüssig sind, setze sie gedanklich dort ein, wo sie fehlen.



Halkyonia


RidiReloaded
Geschrieben

Ich fürchte, liebe TE, hier sind wenig Lyriker am Start.Leider!
Früher gab es bei uns hier eine Redewendung: saufen bis zum Verlust der Muttersprache. Mitunter gibts welche, die dazu gar keinen Alkohol benötigen! Und nein, ich meine damit nicht die Rechtschreibung,sondern die überaus unflätige und vulgäre Ausdrucksweise!


Proletarier aller Welt ,vereinigt Euch. Das scheint so mancher hier wortwörtlich nehmen zu wollen!


in10thief
Geschrieben (bearbeitet)

Proletarier aller Welt ,vereinigt Euch. Das scheint so mancher hier wortwörtlich nehmen zu wollen!


Wunderbares Beispiel eines solchen Wort/Satzwaisen und der Entwicklung der Sprache.


bearbeitet von kurvigrund
Mopeder
Geschrieben

Ich fürchte, liebe TE, hier sind wenig Lyriker am Start.Leider!
... Mitunter gibts welche, die dazu gar keinen Alkohol benötigen!

Proletarier aller Welt ,vereinigt Euch. Das scheint so mancher hier wortwörtlich nehmen zu wollen!



Ich bin zwar kein Germanist und meine diesbezüglichen Ambitionen waren eher rudimentärer Natur, aber durch mein Hauptfach bin ich schon dem Reiz der älteren Sprachweisen erlegen, kann sie aber jederzeit unterdrücken, sonst hätte ich meinen Job auf dem Bau nicht überlebt

Ridi, ich muss dir zustimmen, es gibt einige, die man durchaus als "naturstoned" bezeichnen kann, musste über diesen Satz sehr schmunzeln
Trotzdem eine kurze Korrektur, es muss Länder heissen, nicht Welt


RidiReloaded
Geschrieben


Trotzdem eine kurze Korrektur, es muss Länder heissen, nicht Welt




Mist, Du hast recht!


Möchte man einmal aus seinem Mittelmaß hervorkommen...


Desroisiers
Geschrieben

Das hängt – aus meiner bescheidenen Perspektive - vom Anlass, den Umgebungsvariablen und nicht zuletzt von den Gesprächsteilnehmern ab. Möglicherweise auch vom kulturellen Kontext, in welchem das Gespräch stattfindet. Eine knackige, zielorientierte Sprache ist bspw. auf der arabischen Halbinsel eher kontraproduktiv – hier lauern etliche (verbal-) rituelle Fettnäpfchen.
Allerdings sind blumige Beschreibungen nicht immer das Instrument der Stunde. Aus meiner Sicht wäre es zum Beispiel doch sehr verstörend, wenn meine weibliche Begleitung inmitten einer netten Plauderei in der Kneipe ein „Ich erwäge, beim Schankwirt noch ein Glas von diesem Rüdesheimer Destillat zu ordern“ in die feuchtfröhliche Runde wirft.

Aber das ist natürlich nur meine persönliche, eher volkstümliche Komfortzone.

Im Übrigen halte Ich – als glühender Freund des Proletariats – den Inhalt oftmals für entscheidender als dessen lyrische Hülle. Aber in einer Welt, in der die Verpackung inzwischen bedeutender ist, als das Produkt, mag auch in Altgriechisch servierter - inhaltlich aber extrem flüssiger - Stuhlgang seine Anhänger finden. Manchen dieser zwanghaften Versuche, sich über Sprache abzugrenzen und darauf eine synthetische Ordnung zu errichten, empfinde ich als vulgär. Oder vulgat? Kleiner Bibelscherz, nur zur Lockerung der Parietallappen.
Aber da habe ich offenbar ein anderes Verständnis für und von Schlichtheit als meine Vorredner.

Und als Prolet finde ich es sprachlich und gedanklich durchaus legitim, jemand in die Fresse hauen zu wollen. Das ist zweifellos ziemlich ungelenk, vielleicht sogar ordinär. Aber es kommt von Herzen. Und das ist doch auch schön. Irgendwie.

Mob rules,


Mopeder
Geschrieben

Mist, Du hast recht!



grins, und das obwohl ich ein Mann bin, es geschehen noch Zeichen und Wunder

Aber noch eine kurze Anmerkung, geh nicht zu streng mit dir in´s Gericht, ich schätze mal, alleine durch die Kenntnis des Spruchs hast du das Mittelmaß schon deutlich überschritten


RidiReloaded
Geschrieben

@ Desroisiers

Für mich gibts da einen gewaltigen Unterschied, ob man in der Lage ist sich auszudrücken oder ob mna ständig die deutsche Sprache vergewaltigt!

@ Mopeder

Danke für die Blumen
Vielleicht gibt es an dieser Stelle unterschiedliche Auffassung vom Mittelmaß


69pepper69
Geschrieben

Auch ich denke, es ist ein entscheidender Einfluss, wo, mit wem und vor allem auf welchem Niveau man sich bewegt. Auch das sprachliche Invertar ist durchaus den Lebensumständen an zu passen.

So spreche ich mit meinem Urologen sicher anders über meinen Penis, als in einem Liebesbrief oder einem sehr heissen Chat oder gar beim Akt selber.

Auch die Veränderung der Sprache selber, zum Beispiel alleine durch die Rechtschreibreform (die ja schon per definitionem an dem ein oder anderen hier recht spurlos vorübergestrichen ist) sind ja zahlreiche Stilblüten entstanden. Ich erinnere an die zwanghafte getrennt Schreibung bei eigentlich zusammengesetzten Verben, die durch aus den Sinn verändern kann...(ist doch eine allein stehende Frau nicht unbedingt auch alleinstehend).

Nette Wortspiele versüssen das Lesen, aber auch als Lehrerkind kann ich über vieles hinwegsehen und meinen Spass auch hin und wieder an der einfachen Sprache finden.

Meine Lieblinge dabei sind Sportlerinterviews, die immer wieder ein Füllhorn an verbalen Endgleisungen bieten.

Nun möchte ich aber auch nicht wissen, was ich von mir gebe, wenn ich 90 Minuten durch die Gegend gerannt bin und blöde Fragen gestellt bekomme...

Und noch was...meine Rechtschreibfehler und fehlende Statzzeichen erklären sich alleine durch die Tatsache, dass meine Tastatur einfach mehr Tasten hat als ich Finger habe...da kann es schon mal zu Verwirrungen kommen


Mopeder
Geschrieben



Danke für die Blumen
Vielleicht gibt es an dieser Stelle unterschiedliche Auffassung vom Mittelmaß



Keine Ursache und es mag wohl sein, das unterschiedliche Blickwinkel auch zu einer unterschiedlichen Einschätzung des Maßes führen


in10thief
Geschrieben (bearbeitet)

Wir befinden uns ja hier auf einer Seite, in der gerne ganz besondere Vorlieben in den Fokus gestellt werden. An sich bin ich der Meinung, da gebe es nichts, was ich als meine persönliche Nr.1 bezeichnen könnte. Kleinlaut aber muss ich zugeben, ich habe einen Wortfetisch und dazu ein Faible fürs Sprechen und Sprachen. Ich gehe nicht ab wie Luzie (um dem Portal angepasst zu bleiben, ich triefe weder wie ein Kieslaster, noch verfalle ich in Duldungsstarre), wenn ich neue oder längst verschütt gegangene Wörter höre oder lese. Aber ich habe außerordentliche Freude an Wörtern wie Kulturbeutel, Chuzpe, blümerant, flausiger Fluff

Beruflich war ich lange Zeit face to face (die Internetsprache schlägt auch bei mir deutlich durch) mit Jugendsprache, durchaus auch als "Prollsprache" zu bezeichnen, ausgesetzt. Spannend waren die Reaktionen, wenn ich mich auch dieser Sprache bediente. Da hieß es: "Ey, red doch normal mit mir."

Im Familienkreis gibts immer noch großes Gelächter, wenn meine Mutter erzählt, wie sie vor knapp dreißig Jahren, beim Essen lauthals verkündete, der Kuchen sei ihr zu geil und ihren Kollegen die Gesichtszüge entglitten. (Zum Einen wurde geil damals beinahe nur in sexuellem Zusammenhang, nicht unbedingt öffentlich, benutzt, zum Anderen kannte und benutzte meine Mutter, da sie nicht in Deutschland aufgewachsen ist, das Wort nur als sehr süß und üppig.)


bearbeitet von kurvigrund
H-Kennzeichen
Geschrieben (bearbeitet)

Da möchte man doch glatt der ganzen Poppengemeinde zurufen:

Herrschaften, artikulieren sie sich differenzierter, damit die Kausalität der Sprache transparent wird!

Für alle, die nur "Bahnhof" verstanden haben:


Verbessern sie ihren Deutsch!


bearbeitet von hannhirte
LieBär-1966
Geschrieben

... der Kuchen sei ihr zu geil ...


das Wort 'geil' ist für mich immer das Paradebeispiel für Bedeutungsveränderungen bei einem Wort. Vor allem weil es einerseits sehr extrem (schön -&gt sexuell erregend) und andererseits auch (meist) selber miterlebt (sexuell erregend -&gt super (als Steigerung)).

Viele Wörter verändern ihre Bedeutung weil sich jeder ein anderes Wortfeld aufbaut, das von seinem persönlichen Umfeld geprägt ist. Da wir heutzutage nicht mehr so lokal wie früher aufwachsen und leben bekommen wir auch immer mehr Einflüsse ab. Und jeder vermutlich andere.

Ich benutze zb. das Wort 'händisch' schon ganz selbstverständlich, auch wenn ich es zum ersten mal erst in Österreich gehört habe. Einfach weil es mir prägnant passend erscheint, statt einer komplizierten Umschreibung in 'deutsch'.

Ach ja: da gibt es noch diverse Threads [¹] zum Thema (bzw. Wort) 'Treue', die zeigen dass das Wort einen Bedeutungswandel, der wohl noch im Gange ist, durch macht.

Neben der Bedeutungsänderung bzw. überhaupt Wortwahl gibt es aber auch die Grammatikänderungen, die mir eher selten zusagen: Wer nur noch ein paar Wörter aneinander hängt bildet keine Sätze mehr. Auch wenn man das noch(!) versteht und es Menschen gibt die damit untereinander sehr gut klar kommen: mein Ding ist es nicht. ein großer Abtörner[²].

und schließlich 1337-speak[³]. Auch wenn einige das als super hippe Geheimsprache ansehen. auch nicht mein Ding.


[¹] Threads, Freds(?!), Fäden, Diskussionen, ...?
[²] eingedeutschte Variation vom englischen to turn up/down
[³] 1337 = leet = elite


Geschrieben

Ich fürchte, liebe TE, hier sind wenig Lyriker am Start.Leider!



Hallo Ridi Reloaded

Es ist auch gar nicht meine Absicht diese hier zu versammeln.


Wenn so ein wundervolles Spiel mit Worten im Thread landet, ist es genau das, worauf ich hoffte.

Proletarier aller Länder ,vereinigt Euch. Das scheint so mancher hier wortwörtlich nehmen zu wollen!

Ich habe mir erlaubt, es zu korrigieren. Die Nachwelt muss nicht alles wissen




Allerdings sind blumige Beschreibungen nicht immer das Instrument der Stunde. Aus meiner Sicht wäre es zum Beispiel doch sehr verstörend, wenn meine weibliche Begleitung inmitten einer netten Plauderei in der Kneipe ein „Ich erwäge, beim Schankwirt noch ein Glas von diesem Rüdesheimer Destillat zu ordern“ in die feuchtfröhliche Runde wirft.



Hallo Desroisiers

Solltest du je diesen (oder einen sehr ähnlichen) Satz in einer Lokalität hören, bin ich das. Im Ernst. Nur trinke ich kein Rüdesheimer Destillat.



aber durch mein Hauptfach bin ich schon dem Reiz der älteren Sprachweisen erlegen, kann sie aber jederzeit unterdrücken, sonst hätte ich meinen Job auf dem Bau nicht überlebt



Auch ich denke, es ist ein entscheidender Einfluss, wo, mit wem und vor allem auf welchem Niveau man sich bewegt. Auch das sprachliche Invertar ist durchaus den Lebensumständen an zu passen.





Hallo Mopeder, hallo 69pepper69

auch das ein Gedanke beim erstellen dieses Threads. Inwieweit passe ich (du, er, sie...) mich an meine Umgebung an? Mit Absicht und bleibe ich dort? Oder unabsichtlich und sie (Anpassung) schleicht sich von dannen, sobald ich wieder bin, wo ich war?

muss ich zugeben, ich habe einen Wortfetisch und dazu ein Faible fürs Sprechen und Sprachen.



Hallo Kurvigrund

ich auch. Ist nicht wirklich überraschend

flausiger Fluff


Einzeln sind sie mir bekannt, doch die Bedeutung der Zusammenführung? Machst du mich ein Stück schlauer?

Dazu fällt mir Hippie sprech ein: „ein Stück weit...“

Jeder, aber auch wirklich jeder sich als reflektiert Bezeichnender und (möchtegern) erwachsen wirkend hat vor gefühlten 30 Jahren so gesprochen.

Meine Antwort war grundsätzlich: “wie viel Stück?“




Viele Wörter verändern ihre Bedeutung weil sich jeder ein anderes Wortfeld aufbaut, das von seinem persönlichen Umfeld geprägt ist. Da wir heutzutage nicht mehr so lokal wie früher aufwachsen und leben bekommen wir auch immer mehr Einflüsse ab. Und jeder vermutlich andere.



Hallo lustgerWitwer

Eine mögliche Erklärung für Veränderung von Bedeutung einzelner Worte.
Unsere Umgebung und damit der Einfluss auf uns wird globaler. Klar.

Ist also das sprechen und sich verständlich ausdrücken lernen nicht mehr so wichtig? Oder ist es sogar wichtiger als je zuvor und entwickeln sich deshalb Sprachen innerhalb Gruppierungen (ich meine nicht unbedingt Jugendsprache. Diese hat, meiner Einschätzung nach, ein primäres Ziel: sich abgrenzen)


Halkyonia


LieBär-1966
Geschrieben

Ist also das sprechen und sich verständlich ausdrücken lernen nicht mehr so wichtig? Oder ist es sogar wichtiger als je zuvor und entwickeln sich deshalb Sprachen innerhalb Gruppierungen (ich meine nicht unbedingt Jugendsprache. Diese hat, meiner Einschätzung nach, ein primäres Ziel: sich abgrenzen)


wobei Jugend die Grundlage für spätere Gruppierungen bildet.

Die Frage ist: will man oder muss man sich auch außerhalb seines Umfeldes verständlich machen?
je nach dem muss ich eine andere Sprache lernen bzw. entwickeln.

Warum sterben Dialekte aus?
Früher konnte man mit einem Dialekt sein Leben lang im Dorf gut klar kommen. Heutzutage bleibt kaum jemand sein ganzes Leben lang in seinem Dorf.
Dazu die Einflüsse von 'draußen': Schule (heute nur noch in Hochdeutsch!), Fernsehen, Internet!
Und wenn ich noch weltweiter unterwegs sein will muss ich auch noch Fremdsprachen erlernen. und dann schleichen sich auch schon die ersten Fremdworte in die lokale Sprache. und werden u.U. eingedeutscht.

'Handy' kennen nur die Deutschen auch wenn es ein englisches Wort ist. Die (englischsprachige) Welt kennt es unter 'Cellphone', 'cellular' oder inzwischen wohl am verbreitetsten: 'mobile'

und noch ein eingedeutschtes Wort: 'Hast du dir die Datei downgeloadet?' Irgendwo bekomme ich bei dieser Mischung aus englischem Wortstamm und deutscher Konjugation eine Gänsehaut.


Geschrieben

Ein sehr schönes Thema. :-)

Ich habe den Eindruck, dass gerade bei Jugendlichen eine umfangreiche Ausdrucksweise nicht mehr geübt wird, weil sie sich von den älteren "Spießern" absetzen wollen.
Meiner Meinung nach macht das nicht nur sprachlich, sondern auch gedanklich arm, denn wenn ich nur wenige Worte kenne, kann ich auch in meinen Denkprozessen viel weniger differenzieren. Laut einer Studie soll Alzheimer z.B. umso seltener auftreten, umso einen größeren Wortschatz man als junger Mensch besessen hat, also wirkt er sich anscheinend auf die geistigen Fähigkeiten aus.

Als ich gestern mit meiner Mutter spazieren gegangen bin, fiel von ihrer Seite aus in irgendeinem Zusammenhang "Halali".
Oder vor ein paar Tagen: "Sie war als Kurtisane verkleidet." Oder "das ficht mich nicht an".

Allerdings werden diese Ausdrücke in meinem Freundeskreis nicht als gestelzt wahrgenommen, sondern sind Teil des gebräuchlichen Wortschatzes, von daher weiß ich teilweise nicht, ob etwas alt ist oder nicht.


H-Kennzeichen
Geschrieben

Ein sehr schönes Thema. :-)

Ich habe den Eindruck, dass gerade bei Jugendlichen eine umfangreiche Ausdrucksweise nicht mehr geübt wird ...



Es wird auch kaum noch für notwendig erachtet, heißt es doch im SMS und Twitter Zeitalter: halte dich kurz!

Satzzeichen nehmen nur Platz für Buchstaben weg, Wörter werden zu Zahlen oder einzelnen Buchstaben und die Sprachkunst geht baden (oder den Bach runter).


Geschrieben

Es wird auch kaum noch für notwendig erachtet, heißt es doch im SMS und Twitter Zeitalter: halte dich kurz!

Satzzeichen nehmen nur Platz für Buchstaben weg, Wörter werden zu Zahlen oder einzelnen Buchstaben und die Sprachkunst geht baden (oder den Bach runter).



Schreiben die nichts anderes mehr? SMS hin oder her, das ist doch nicht das einzige Kommunikationsmittel.


RidiReloaded
Geschrieben

Schreiben die nichts anderes mehr? SMS hin oder her, das ist doch nicht das einzige Kommunikationsmittel.




Das unsere ( oder besser die der Jugendlichen) Kommunikationskultur leidet ,ist meiner Meinung nach,auch ein Mangel an Lesenden!
Es wird kaum noch gelesen und wenn, dann irgendwelche Doofbücher.
Eines meiner Lieblingsbücher ist ein Werk mit deutschen Gedichten und Balladen. Meine Kinder mussten das über sich ergehen lassen
Immerhin hat meine Älteste Goethe für sich entdeckt.


H-Kennzeichen
Geschrieben

Schreiben die nichts anderes mehr?



Ich hoffe nicht. Bekomme aber jedesmal Zweifel wenn ich von Berufsschullehrern mal wieder einige Stilblüten präsentiert bekomme oder hier Profile sehe mit durchschnittlicher Nachrichtenlänge eines Halbsatzes.


Nurayia
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn ich zu gegebener Zeit meine wissenschaftlichen Themen selbst aussuchen kann...

Vom Ficken und Vögeln. Sprachwandel am Beispiel der Poppen.de Forenbenutzer von Lutherdeutsch bis Leetspeak.


bearbeitet von Nurayia
Geschrieben (bearbeitet)

Das unsere ( oder besser die der Jugendlichen) Kommunikationskultur leidet ,ist meiner Meinung nach,auch ein Mangel an Lesenden!


Ich habe keinen Kontakt zu Jugendlichen und auch noch keine in der Familie, von daher weiß ich nicht, wie deren Leseverhalten ist. Wobei ich mir trotzdem nicht vorstellen kann, dass auch Schundbücher im SMS-Stakkato geschrieben sind. *gg*


bearbeitet von rahatis
mieh001
Geschrieben

Ich bin der Meinung, das Sprache oder besser gesagt Worte eine Wirkung haben.
Was ich damit meine, wenn ich z.B. sage "ich muss arbeiten" fühlt es sich anderst an, als wenn ich sage "ich darf arbeiten"

oder auch das Wort "ficken" wird auch im negativen Sinn benutzt( "der oder die hat mich gefickt" , "mich fickt das Leben") darum benutze ich es nicht für die schönste Nebensache der Welt

Ich wähle meine Worte deshalb meist mit Bedacht

aber die Rechtschreibreform ist spurlos an mir vorübergegangen


geniesserin56
Geschrieben (bearbeitet)

Da konnte ich einfach nicht umhin, Deinen Thread mit satten fünf Sternen zu bewerten, Halkyonia!

Auch für mich hat Sprache, haben Orthografie und Grammatik einen großen Wert.
Hier zum Beispiel werde ich regelmäßig schwach bei gut geschriebenen und geistvollen Profiltexten. Und schöner noch, wenn jemand in der Lage ist, mit Sprache spielerisch umzugehen.

Und ja, ich mag auch die etwas altmodischen Redewendungen und Ausdrücke, bin ebenfalls leicht berüchtigt dafür. Darf ich mal ein "Parapluie" anbieten?

Nachgerade mein Favorit sind aber Spitzfindigkeiten, Wortklaubereien. Ich liebe sie!

"Ich nehme jedes Mal ein anderes Hotel, wenn ich in X. bin."
"Ach.. das wird doch aber irgendwann auffallen.."

Beste Halkyonia, ich bin geneigt, ein Glas Grauburgunders auf Dein Wohl zu erheben!


bearbeitet von geniesserin56
BadCompany1963
Geschrieben (bearbeitet)



Ich habe den Eindruck, dass gerade bei Jugendlichen eine umfangreiche Ausdrucksweise nicht mehr geübt wird, weil sie sich von den älteren "Spießern" absetzen wollen.



Dummerweise meinen einige der Älteren sich den Jungen anpassen zu müssen um nicht als "Spießer" zu gelten.




Über die Kunst, sich auch ohne Prollsprache ausdrücken zu wollen. Eckt man damit an?
Klingt es gestelzt? Ist es gar albern?



Den Vorwurf "gestelzt" zu schreiben mußte ich mir auch schon anhören, bin aber unter dem Striche besser damit gefahren, und eine Frau die nur prollig spricht oder schreibt wandert automatisch bei mir auf das Abstellgleis.


Clyde


bearbeitet von BonniewithClyde
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