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poorwise

Digitale Demenz...

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 3. August 2012
Digitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt. Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer. Die von ihm diskutierten Forschungsergebnisse sind alarmierend: Digitale Medien machen süchtig. Sie schaden langfristig dem Körper und vor allem dem Geist. Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach. Nervenzellen sterben ab, und nachwachsende Zellen überleben nicht, weil sie nicht gebraucht werden. Bei Kindern und Jugendlichen wird durch Bildschirmmedien die Lernfähigkeit drastisch vermindert. Die Folgen sind Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg. Spitzer zeigt die besorgniserregende Entwicklung und plädiert vor allem bei Kindern für Konsumbeschränkung, um der digitalen Demenz entgegenzuwirken.Quelle Amazon



So, nun ist es ja offiziell raus. Es ist im Wesentlichen nichts neues, für uns. Wir hatten ja das Vergnügen bereits zu diskutieren ob Google "dumm "macht.... Was irgendwie, leider,aus dem Ruder lief

Klar ist das Thema kontrovers aber auch spannend. Spitzner treibt es auch phasenweise recht zynisch voran, jedoch recht verständlich geschrieben. Spannende Lektüre die man gelesen haben darf...

Die von ihm im Buch beschriebenen Vorgänge und Ansätze sind echt spannend

Eventuell bekommen wir es ja auch hin eine vernünftige Diskussion über das Thema zu führen.


onkelhelmut
Geschrieben

@poor

das ist die Meinung von einem Dr. Spitzer.

Diese Meinung teile ich nicht, die Menschen sind sehr uterschiedlich.


popcorn69
Geschrieben

<Digitale Medien nehmen uns geistige Arbeit ab. Was wir früher einfach mit dem Kopf gemacht haben, wird heute von Computern, Smartphones, Organizern und Navis erledigt.>

technik dient seit eh und je dazu, irgendetwas zu erleichtern...es ist der sinn der technik(im erweiterten verständnis)

< Das birgt immense Gefahren, so der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer. Die von ihm diskutierten Forschungsergebnisse sind alarmierend: Digitale Medien machen süchtig. Sie schaden langfristig dem Körper und vor allem dem Geist.>

süchtig? je nach definition macht alles süchtig. auch bücherlesen

< Wenn wir unsere Hirnarbeit auslagern, lässt das Gedächtnis nach. Nervenzellen sterben ab, und nachwachsende Zellen überleben nicht, weil sie nicht gebraucht werden. Bei Kindern und Jugendlichen wird durch Bildschirmmedien die Lernfähigkeit drastisch vermindert. Die Folgen sind Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg.>

jeder zettel, den ich beschreibe, lagert hirnarbeit aus.
die frage ist doch wiederum definitionsabhängig.... im alten massstab mag das gelten...aber zu allen zeiten war anpassung gefordert. auch beim lesen eines buches kann angst aufgebaut werden(grimms märchen z.b.)

< Spitzer zeigt die besorgniserregende Entwicklung und plädiert vor allem bei Kindern für Konsumbeschränkung, um der digitalen Demenz entgegenzuwirken.Quelle Amazon>

jede neuentwicklung ist seit menschengedenken besorgniserregend.
der mensch kann aber nicht neuentwickeln, was aus dem gegebenen nicht neuentwickelbar ist.
auch die atombombe haben menschen sich nicht ausgedacht, sondern die möglichkeit dazu nur entdeckt. die technische möglichkeit von irgendwas besteht auch ohne mensch...man stelle sich vor.

das einzige was der mensch lernen muss, ist der umgang damit...

das muss und musste er aber schon immer....
das ist sicher nicht immer leicht. auch mit dem feuer kann er bis heute nicht immer zuverlässig umgehen.
dumme sprüche von früher müssen vll bei bedarf erweitert werden:
messer gabel schere licht...digitales... sind für... usw

aber kinder schneiden sich...verbrennen sich... und erwachsene auch... sind messer deswegen grosser mist...wollen wir auf feuer verzichten?



mit demenz hat das nichts...aber auch gar nichts zu tun.
man sollte sich abgewöhnen, mit diesem begriff leichtfertig umzugehen.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich nehme die Aussagen aus der zitierten Kurzbeschreibung als Aufzeigen von Gefahren, die unsere modernen Medien und die damit verbundene moderne Technik bieten. Dem kann ich insoweit folgen, dass mir diese vorstellbar sind.

Es ist aber IMHO wie mit allen Dingen:

Es kommt AUCH im Umgang mit den digitalen Medien auf den richtigen Umgang mit ihnen an. So sehe ich zunächst eine Entlastung darin, weniger Kopfarbeit leisten zu müssen. Schon früh in meinem Leben hörte ich den Spruch. "Man muss nicht alles wissen, man sollte nur wissen, wo man nachschauen kann, um gewünschte und benötigte Informationen kurzfristig zu bekommen." Den Kopf hat man dann frei für wesentlichere Dinge des Lebens.

Was die Gefahr bei Kindern und Jugendlichen angeht, sind die Eltern in der Verantwortung, das richtige Maß von Quantität und Qualität zuteil werden zu lassen und nebenbei ihre Kinder schon früh im Umgang mit den digitalen Medien vernünftig zu erziehen.

Soweit meine Sicht eines theoretisch idealen Umganges damit, um den Gefahren zu begegnen.

Nun verschließt mir jedoch nicht die Sicht, dass längst nicht alle Menschen ideal mit der Marterie "digitale Medien" in der erforderlichen Weise umgehen. So halte ich dann doch auftretende Prozesse für möglich, die als Gefahren benannt wurden.

Wir haben es aber IMHO selber durch unseren Umgang und unserem Handeln in Bezug zu den digitalen Medien in der Hand, den Gefahren entgegenzuwirken und den angedachten Nutzen aus ihnen zu ziehen, den sie zweifellos bieten, ohne dabei Schaden zu nehmen.


bearbeitet von Honolulu004
Geschrieben

Sicher provoziert der Mann und man darf seine Meinung kritisch betrachten.

Aber ich bitte darum nicht zu vergessen, daß Dr. Spitzer seit inzwischen fast dreißig Jahren im Lern-Wissenschaftlichen Bereich und in der Hirnforschung tätig ist, sehr nah an Schule und pädagogischer Arbeit.
Der Mann weiß also, wovon er spricht.

Und es ist nachgewiesen, daß die Hirnstruktur sich mit Gewohnheiten ändert. in dewn letzen 20 Jahren, seit aufkommen der Handys und Kleincomputer, läßt sich im Schnitt im Hirn nachweisen wie die Zentren für feinmotorische Koordination Daumen/Finger größer werden, die für Ganzkörperkoordination (Gleichgewicht,posturale Kontrolle) dagegen schrumpfen.
Einen Purzelbaum, den in den 60ger Jahren noch über 80% aller sechsjährigen konnten, beherrscht heute nicht mal mehr ein Drittel in dem Alter. (Statistik der Schuleinsteiger)

Das Leseverhalten/Augenbewegungen von Menschen zeigt, daß jüngere, computergewohnte Menschen fast nur noch Zeilenanfänge lesen, wesentlich sprunghafter über Texte schauen und Teile des Textes optisch gar nicht erfassen.

Und diese "Gewohnheiten" verankern sich auch dauerhaft in Kinderhirnen.
Das Hirn paßt sich in riesigem Ausmaß dem an, was wir damit machen, verliert aber ab spätestens 20 drastisch an Plastizität.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans höchstens noch schwer und schlecht, und meist garnicht mehr...

Diese Technik ändert nicht nur unser Leben sondern unsere Art zu denken und zu lernen. Wohin das führt muß man abwarten, aber ich bin skeptisch, weil wir Menschen körperlich konstruirt sind für Bewegung, nicht für Bürostuhlsitzen.

Ich werds mir aber nicht kaufen sondern eher abwarten, bis er das Buch wieder in eine Vortragsserie verwurstet, dem Mann zuzuhören ist - ausnahmsweise für einen Prof - richtig unterhaltsam.

LG
KpF


Geschrieben

ich kann mich an ähnliche discussionen erinnern, als sich unsere mediale fernsehlandschaft veränderte.
es wurden private fernsehsender eingeführt, kabelfernsehen wurde etabliert man konnte auf einmal rund um die uhr fernseh schauen.

das war der zeitpunkt als sich die ersten kritiker mit erhobenen zeigefinger meldeten, die gesellschaft würde durch das fernsehen verblöden.

wie sieht es heute aus, kaum einer erinnert sich daran, das es mal nur zwei programme gab, evtl noch ein regionalprogramm.diese starteten um 17 uhr und um 24 uhr war feierabend.
kann sich heute keiner mehr vorstellen, die kritiker sind verstummt.zwischen durch gab es dann noch den videorecorder, die dvd und heute den pc.alles hat sich irgendwie etabliert und die erde dreht sich trotzdem weiter.es bedarf nur einwenig zeit.


Geschrieben

Ich hab vor ner Weile den hr1 Talk mit dem Dr. Spitzer gehört (den Podcast gibt's immer noch auf der Website von hr-online). Manches von dem, was der Mann sagt, hat echt Hand und Fuß, aber bei dem Punkt digitale Medien, Fernsehen und elektronische Unterhaltungsgeräte bin ich nicht unbedingt seiner Meinung.


Geschrieben

Die Folgen sind Lese- und Aufmerksamkeitsstörungen, Ängste und Abstumpfung, Schlafstörungen und Depressionen, Übergewicht, Gewaltbereitschaft und sozialer Abstieg



Ach, wer will, kann das ja machen. Für mich wär das nichts.


Ballou1957
Geschrieben

Schön, da werden die Forschungsergebnisse von Changieux und anderen aus den 80ern populistisch neu verpackt und wieder verkauft! Die Bildung des neuronalen Netzes ist bis zum 20. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen. Alles was später kommt, benötigt Umleitungen und die Speicherung wird schwerer. Ja und ?
Wir unterscheiden uns von anderen Säugetieren gerade dadurch, dass unser neuronales Netz erst so spät und über einen so langen Zeitraum ausgebildet wird - und gerade das macht uns so anpassungsfähig.

Dumme Sache das, mit der kulturellen Evolution - da gestalten wir nicht nur - wir werden selbst davon gestaltet: Lebensgewohnheiten ändern sich und greifen auch noch in unsere Physiologie und unseren Metabolismus ein. Und jetzt ein ganz großes Geheimnis: wir verändern nicht nur uns selbst - wir machen das mit unserer gesamten Umwelt!

Ich bin schon lange für einen absoluten Entwicklungsstop: eine Gesellschaft, die trotz milliardenschwerer Investitionen in die Wetter- und Klimaforschung noch immer nicht in der Lage ist, halbwegs zuverlässige Wettervorhersagen für mehr als 3 Tage zu treffen (und da ist die Fehlerquote noch hoch genug) sollte definitiv daran gehindert werden, den status quo in eine andere Richtung als rückwärts zu ändern!!!

Die Kleriker des Mittelalters wussten sehr wohl, warum sie damals noch analog gespeichertes Wissen so sorgfältig in Giftkellern verwahrten und nur einer streng selektierten und auf geistige Standhaftigkeit geprüften Elite zugänglich machten.

Und dazu passend eine ketzerische Frage: Wie ist es eigentlich mit der neuronalen Demenz derer bestellt, die so schnell gesellschaftliche Inkompetenz technischen Systemen anlasten und mehr oder weniger wissenschaftliche Teilerkenntnisse vorschnell in gesellschaftliche Konzepten umwandeln wollen?


Geschrieben

Menschen wie Spitzer oder Gerald Hüther (der liegt uns als Systemiker mehr)haben sehr gute Ansätze. Es geht ja nicht darum, Vorgedachtes zu übernehmen, sondern es in sein eigenes Denken einzubauen, wenn es denn praktikabel erscheint. Und schon der Name Spitzer bietet sich zum Gedankenspiel an: er überspitzt gerne auch mal.


Geschrieben

Ich halte das für völligen Blödsinn!

Die Leute bei denen davon ausgegangen wird das Google dumm macht, sind viel zu dumm um mit Google überhaupt umgehen zu können.
Die dummen und faulen sind diejenigen die sozial absteigen, das würden die aber genauso ohne Google tun.

Ich bin technisch extrem interessiert, was ich durch Google gelernt habe halte ich für enorm viel. Bin aber auch ein sogenannter Google Spezialist um tief versteckte Antworten zu finden.

Ich kann für mich sagen das Google bildet!

Einer von mehreren Tricks um sich das Material in die Birne zu hauen ist, das gelesene in eigenen Worten nieder zu schreiben. Nicht nur den gewünschten Text kurz anlesen oder anhand der Überschrift als den richtigen Identifizieren, sondern lesen und dann aufschreiben, schon ist's im Langzeitgedächtnis.

Den Link kopieren und irgendwo posten kann einen wahrscheinlich echt verblöden lassen!!!!! Woher soll man es hinterher auch wissen....frei nach dem Motto: Das habe ich schonmal irgendwo kopiert...


Geschrieben (bearbeitet)

So interessehalber - gegen wen wird denn eigentlich verglichen? Und was genau?

Der Bildungsstandes des europäischen Durchschnittsbürgers mit dem des bekannterweise hochintellektuellen mittelalterlichen Durchschnittsbürgers? In der Altersgruppe zwischen 30 und 40? Da war der mittelalterliche Durchschnittsbürger ja eigentlich schon durchschnittlich tot. Vermutlich niedergedrückt von der Last seines Wissens, von dem er sich aufgrund des unglaublichen Beschaffungsangebots einfach zu viel aufgebürdet hat.

Oder lassen wir das mit dem Mittelalter dann doch mal so stehen und vergleichen wir die Lernfähigkeit und -bereitschaft von Heranwachsenden mit unseren eigenen? In bester Tradition zu der Antike, in der die Jugend auch schon ganz schön schwächelte, intellektuell.

Mal ernsthaft: einfach nur zu sagen, die verblöden doch alle, die Kinners, wenn sie nicht gerade Fahrräder klauen, und dann zu erklären, das liegt an der mangelnden Hirnarbeit, halte ich mindestens auf der Ebene des gelieferten Überblicks (und tiefer werde ich mich freiwillig nicht einlesen) für sehr unfundiert.

Kinder betreiben heute wesentlich mehr Hirnarbeit. Während wir früher rausgegangen und einfach mit dem Fahrrad durch den Wald gefahren sind und uns mit Schlamm aus'm Bach beworfen haben, sind die Kinder heutzutage in der Lage, 8 Stunden lang hochkonzentiert und mit deutlich sichtbar erhöhtem Adrenalinpegel mit einem Arsenal von 12 höchst komplex zu bedienenden Waffen durch elektronische Zufallslandschaften zu schleichen und die ebenfalls vernetzten Mitschüler zu erschießen. Und das wann immer man sie lässt.

Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Vorbereitung für ein Büroleben ist - da erscheint mir Schlammschmeißen doch als die etwas weniger problematische Alternative - aber dass Kinder keine Hirnarbeit leisten halte ich mal für ein absolutes Gerücht.

Die kriegt man ja kaum weggezerrt, von der Hirnarbeit!


bearbeitet von zwiebeltorte
Geschrieben

Ich drücke mich mal so aus: Was soll ich mir hunderte Telefonnummern merken, wenn ich eine Liste habe egal in welcher Form. Schon unsere Eltern hatten so ein Telefonverzeichnis Die Welt da draussen ändert sich ständig und der Mensch ist für diese schnellen Veränderungen nicht konzipiert. Das wie uns dann auf den wichtigen Kern konzentrieren ist wohl normal. Komisch ist nur das uns andere diktieren wollen was NORMAL ist. Die Informationsdichte nimmt zu nur wir müssen halt für uns entscheiden was wir wirklich von diesen Informationen benötigen und welchen Wahrheitsgehalt diese haben.

Gruß C.


samaris2603
Geschrieben


Einer von mehreren Tricks um sich das Material in die Birne zu hauen ist, das gelesene in eigenen Worten nieder zu schreiben. Nicht nur den gewünschten Text kurz anlesen oder anhand der Überschrift als den richtigen Identifizieren, sondern lesen und dann aufschreiben, schon ist's im Langzeitgedächtnis.
.


Es heisst nicht grundlos "von der hand in den verstand"


Inkognizo
Geschrieben

Also wenn es ein Zeichen von "digitaler Demenz" ist, dass solch populärwissenschaftliche Bücher sich gut verkaufen und Internetforumsteilnehmer_innen noch digitale Threads dazu erstellen, dann ...

Und ich stimme unbedingt popcorn69 zu: Mit Demenz hat das nichts zu tun und schon wegen dieser populistischen Verwendung des Begriffs allein zum Zwecke des Bücherverkaufs hat der Mann bzw. sein Buch mindestens Ignoranz verdient.


Geschrieben (bearbeitet)



meiner ansicht nach hat da mal wieder jemand eine methode gefunden eine gewagte these aufzustellen und sie bestmöglich zu vermarkten .

hier wird mal wieder der untergang der zivilisation vorhergesagt , wie schon so oft in der vergangenheit und wie immer läßt sich damit gut verdienen .

die methode ist uralt und immer die selbe .
bei mir persönlich begann es damit das wissenschaftler und pädagogen sich sicher waren das ein leser von "schundliteratur" , also micky mous oder fix & foxi , geistig erst vollkomen verarmen und schließlich verblöden würde .

als nächstes war es dann die "negermusik" , gemeint waren rock und pop , auch hier war sich wissenschaft und pädagogik einig , wer solche musik hört verliert seinen kulturellen hintergrund und verblödet .

das fernsehen wurde ja schon genannt , ok , wenn ich die teletubbies sehe bin ich mir nicht ganz sicher ob an den theorien nicht doch etwas dran ist .

so und nun sind es eben die digitalen medien .

bei all den genannten verblödungsmethoden fällt immer das gleiche auf :
egal was es ist , immer wenn die hochintellektuelle intelligenzia für etwas zu blöd ist (keinen zugang zu dem medium findet) ist ganz klar das es schädlich ist und blöd macht .


bearbeitet von Schmuseloewe51
Geschrieben

es würde mich aber schon sehr erstaunen, wenn Herr Spitzer keinen Internetzugang hat

Ich glaub, der hat nur Angst vor der Konkurrenz, wie alle diese "Alle doof außer ich"-Prediger.


Geschrieben

einen internetzugang besitzen heißt ja noch lange nicht ihn auch wirklich nutzen zu können .

viele "kluge" leute sind mit dem internet vollkommen überfordert .
als beispiel nenne ich mal eine große anzahl politiker bei denen angestellte im netz recherchieren und die gesuchten ergebnisse ausdrucken oder auch (da die politik im internet ja präsenz zeigen will) texte im namen und für die politiker ins netz stellen .


Geschrieben (bearbeitet)



.. von einem Dr. Spitzer.




"Prof. Dr. med. Dr. phil. Manfred Spitzer ..

studierte Medizin, Psychologie und Philosophie in Freiburg, wo er sich auch zum Psychiater weiterbildete und die Habilitation für das Fach Psychiatrie (1989) erlangte. Er war von 1990 bis 1997 als Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg tätig. Zwei Gastprofessuren an der Harvard-Universität und ein weiterer Forschungsaufenthalt am Institut for Cognitive and Decision Sciences der Universität Oregon prägten seinen Forschungsschwerpunkt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft und Psychiatrie.

Seit 1997 hat er den neu eingerichteten Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Ulm inne und leitet die seit 1998 bestehende Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm.

Im Jahre 2004 gründete er das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm."

Spitzer ist so ziemlich DER Hirnforscher in Deutschland.
Zusammen mit Hüther und Roth hat man als Leser (oder für die breite poppen.de-Masse auch als Hörer oder Fernsehzuschauer BR alpha) einen guten Erklärungsansatz weshalb die User hier so sind wie sie sind.

Übrigens: Spitzer legt außerordentlichen Wert auf die Reproduzierbarkeit seiner Forschungsergebnisse!


bearbeitet von mmwBln
Ballou1957
Geschrieben

Mich würde jetzt eigentlich in dem Zusammenhang mehr interessieren, welche neuronalen und entsprechend feinmotorischen Konsequenzen das Wählen mit Wählscheibe (gab es ja immerhin mal über 50 Jahre lang!!!) auf das Sexualleben der betroffenen Generation hatte.

Man erinnere sich:

If you need me, just call!
You know how to call?
Put your finger in this tiny little hole and turn it around!


Gibt es da einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Geburtenrückgang oder gar dem schlechten Abschneiden bei Pisa?


Geschrieben

.. Die Bildung des neuronalen Netzes ist bis zum 20. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen. Alles was später kommt, benötigt Umleitungen und die Speicherung wird schwerer. ..



Falsch!

siehe Gerald Hüther - Wie man sein Gehirn optimal nutzt auf youtube


Geschrieben

"Prof. Dr. med. Dr. phil. Manfred Spitzer .....
Spitzer ist so ziemliche DER Hirnforscher in Deutschland.
Zusammen mit Hüther und Roth hat man als Leser (oder für die breite poppen.de-Masse auch als Hörer oder Fernsehzuschauer BR alpha) einen guten Erklärungsansatz weshalb die User hier so sind wie sie sind.


was meine theorie stark erhärtet .

was heißt "DER" hirnforscher ??

haben die hirnforscher der welt entschieden das er der beste von ihnen ist ?
oder hat der mann einfach eine gute zweite einnahmequelle erschlossen (die vielleicht mehr einbringt als seine eigentliche arbeit) in dem er gute pr macht und seine thesen populärwissenschaftlich vermarktet ??


Geschrieben

..
oder hat der mann einfach eine gute zweite einnahmequelle erschlossen..



Suche dir eine Liste seiner Veröffentlichungen und dann sage noch einmal, das er Werbung in eigener Sache machen muss.

Aber gut: Jedem seine begrenzte Weltsicht.
(Wir schließen uns dabei nicht aus.)


Ballou1957
Geschrieben (bearbeitet)

Auf fein - Autoritätenwerfen!

@mmwBln
Ist euch wohler, wenn ich dahingehend präzisiere, dass die physikalische Architektur des neuronalen Netzes zwischen Gehirn und Nervenenden bis zum 20. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen ist ?
Ich hab es übrigens nicht ausgezählt, sondern mich dabei auf die Veröffentlichung von Jean Pierre Changeux in "Der neuronale Mensch" bezogen.

Jean-Pierre Changeux (* 6. April 1936 in Domont, Frankreich) ist Professor für molekulare Neurobiologie am Collège de France und dem Institut Pasteur (seit 1967). Die Hauptforschungsthemen des ehemaligen Studenten von Jacques Monod sind die molekularen und zellulären Mechanismen der Signalerkennung und -transduktion von den Rezeptoren zum Gehirn. Changeux und Mitarbeiter sind Autoren einer Theorie zur Epigenese von neuronalen Netzwerken und höheren Gehirnfunktionen.

Auszeichnungen (Auswahl)
1978: Gairdner Foundation International Award
1982: Richard Lounsbery Award
1992: Médaille d'or du CNRS
1998: Max-Delbrück-Medaille
2007: NAS Award in the Neurosciences2008: Prix Fondation Ipsen

*Hachz* Macht das Spaß, mit Autoritäten um sich zu werfen! Fast so schön wie mit Automarken! Da isses auch ganz egal, ob es ein absoluter Nebenkriegsschauplatz iss und vollkommen inhaltsrfrei


bearbeitet von Ballou1957
Geschrieben

Suche dir eine Liste seiner Veröffentlichungen und dann sage noch einmal, das er Werbung in eigener Sache machen muss.


hab ich gemacht .

und festgestellt das er ein ungemein fleissiger mensch sein muß .
eine riesige liste von büchern (ein ganzer teil davon populärwissenschaftlich , also weniger für kollegen und mehr für ein breites puplikum)

eine lange liste von veröffentlichungen in fachzeitschriften .

eine lange liste von digitalen veröffentlichungen .

dazu kommen noch mediale auftritte .

rechne ich mir jetzt einmal aus wie lange es dauert ein buch zu schreiben , wie lange eine veröffentlichung in einer fachzeitschrift oder in einem digitalen medium , dazu noch die medialen auftriitte frage ich mich woher der mann alleine dafür die zeit nimmt , geschweige so ganz nebenbei auch noch intensiv zu forschen ???


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