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Beziehung/Treue


Odin-69

Empfohlener Beitrag

Vor 32 Minuten , schrieb Herrturtur:

Eine gute Beziehung ist halt manchmal langweilig...Die meisten sind nicht emotional reif genug das auszuhalten.

Der Bedarf nach Abwechslung und der Umgang mit Langeweile ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Kann man "unreif" nennen, aber sind einfach natürliche Unterschiede.

Aber das ist doch alles nichts neues? DU musst was dafür tun. ( auch der Gegenpart). Wenn einer aufhört , zu investieren, egal in welchem Punkt, oder der andere nicht mejr annimmt- landen ihr hier. Und leider zu oft wird weiter gelogen, Stichwort Single. Weil sie dann die Bequemlichkeit doch nicht hergeben wollen

Ah, wieder so ein Thread, wo man denkt das alles auf der Beziehungsebene (wie man etwas findet) regelbar ist.
Der Mensch ist nach meinen vorliegenden Informationen mehr Natur als Kultur.
Du kannst Kultur (Treue, Aufmerksamkeit und Liebe) haben soviel du willst, an naturbedingten Phänomenen (u.a. Neurobiologie) änderst du keinen Millimeter.
Dieses Starrsinn verstehe ich nicht. Und er löst oft mehr Leid aus als das er Gutes schafft. Man kann sich mit Treue und Aufmerksamkeit in Erwartung einer Veränderung (die nie geschehen kann) auch gegenseitig kaputt machen. Wenn man das braucht.
Ein Naturproblem nur auf Kulturebene zu betrachten und lösen zu wollen (weil die Lösungen dann sozialadäquat und daher anerkannt werden), ist die größte Dummheit der letzten Tage.
Warum es Leid verursacht, weil es den Starrsinn begünstigt das wenn ich meine Partnerin nur stark genug liebe, ihr Aufmerksamkeit spende und ihr treu bin , das sich ihr Verhalten mir gegenüber dann verändert. Das ist so dämlich. Weil dann wird an der armen Frau rumgedoktert. Und verändert sie sich nicht, obwohl nachweislich genug Aufmerksamkeit und Liebe fließt, was dann? Ist sie dann die Kranke, die mal eine richtige Therapie braucht, damit sie wieder auf sozialadäquate Weise auf Außenreize reagiert?
Ich kann diesen Schwachsinn nicht mehr lesen. Weil ein fehlendes sexuelles Interesse (Auch eine Veränderung) mit irgendwelchen pauschalen Lösungen versucht wird zu korrigieren.
Will man nicht erstmal ergründen warum das Sexualleben in der Partnerschaft gelitten hat bevor man es mit Aufmerksamkeit und Treue und Liebe ersäuft? Vielleicht gibt es ja andere Ursachen und die hier propagierten Pauschallösungen sind so hilfreich wie ein Gipsverband bei einer Krebserkrankung......

vor 5 Minuten, schrieb arnce786:

Der Bedarf nach Abwechslung und der Umgang mit Langeweile ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Kann man "unreif" nennen, aber sind einfach natürliche Unterschiede.

Es muss ja nicht unbedingt um den Bedarf nach Abwechslung gehen. Man kann sich in der Beziehung auch vernachlässigt oder ungesehen fühlen. 

Entschuldigt Seitensprünge trotzdem nicht, egal ob es vorher anfing oder nicht.
Der Rest ist aber nicht verkehrt 🤷‍♂

Vor 6 Minuten , schrieb GreyC:

Es muss ja nicht unbedingt um den Bedarf nach Abwechslung gehen. Man kann sich in der Beziehung auch vernachlässigt oder ungesehen fühlen. 

Klar, das sind auch wichtige Gründe.

Glaube ich nicht. Hier wird Symptom mit Ursache verwechselt. Und die Bedeutung von Sex zu stark hervorgehoben.
Wenn man sich nämlich die Studien der Paarberater anschaut, sieht es eher so aus, dass mangelnde oder nachlassende Aufmerksamkeit und Wertschätzung ursächlich sind. Keine Lust mehr auf Sex mit einem Partner, der mich nicht mehr wahrnimmt, sich gehen läßt, vereinbarte Arbeitsteilung missachtet, .... und auch noch sexuell nicht zufriedenstellend ist, ist eine Folge.
Durch nachlassende Aufmerksamkeit bemerkt man die wachsende Entfremdung nicht oder zu spät. Es wird nur deshalb als normal angesehen, weil es sehr vielen Paaren passiert. Dabei wäre es oft vermeidbar, wenn man den Partner wirklich von Anfang an öfters fragen würde, wie es ihm in der Beziehung geht.

vor 6 Minuten, schrieb KrawallMarzipan:

Entschuldigt Seitensprünge trotzdem nicht, egal ob es vorher anfing oder nicht.
Der Rest ist aber nicht verkehrt 🤷‍♂

Ich denke, es geht auch nicht um Entschuldigungen. 

Besser wäre es aus der Bequemlichkeit heraus zu kommen. Bequemlichkeit kann Schmerz erzeugen. 

Bequemlichkeit kann ganz erheblich Gleichgültigkeit erzeigen. 

(bearbeitet)

Gut, der Wunsch nach sozialen Bindungen und Nähe zu anderen Menschen auf allen Ebenen ist auch sehr natürlich ;)

Menschen sind grundsätzlich auch recht flexibel beim Umgang mit ihrer "Natur".

Gefährlich wird es, wenn man einen Aspekt komplett ausblendet. Dass sich manche Dinge nicht wirklich ändern lassen, ist auf jeden Fall eine wichtige Erkenntnis für menschliche Beziehungen...

Probleme aufzuarbeiten kostet viel Energie und es ist schwer einzuschätzen ob es sich wirklich lohnt und was rauskommt. Deswegen lassen es viele einfach daran ankommen und dann "knallt" es irgendwann mehr oder weniger laut.

bearbeitet von arnce786
Vor 3 Minuten , schrieb froggy66:

Ich denke, es geht auch nicht um Entschuldigungen. 

Besser wäre es aus der Bequemlichkeit heraus zu kommen. Bequemlichkeit kann Schmerz erzeugen. 

Bequemlichkeit kann ganz erheblich Gleichgültigkeit erzeigen. 

Stimmt schon.
Aber wenn sich daran nichts ändern lässt, vollzieht man eine Trennung 🤷‍♂

Niiiemand hat gesagt, dass wir eine Mauer bauen....ähm...dass es leicht wird.(A)

Partnerschaft, so will ich es mal weiträumiger nennen, erfordert Tätigkeit. Die Anfangs allgegenwärtige Aufmerksamkein, das Bemerken usw. erfordert immer Wahrnehmung. Und da liegt der Teufel im Detail. Hat man Anfangs vielleicht noch bemerkt/wahrgenommen, dass die Partnerperson die Haare schön hat, eine neue Bluse oder Hemd anhat, anders duftet, what ever. Werden solche Details und andere eigentlich Kleinigkeiten zunehmend selbstverständlich. Sie sind es eigentlich auch. Trotzdem erwarten wir auch später, dass die Partnerperson das wahrnimmt und auch ausspricht. Im Motorradclub wird jede Chromleiste lautstark gefeiert. Hat Frau daheim mal andere Ohrringe an, wird das gar nicht bemerkt, nur als Beispiel. Es würde ewig Text erfordern, die ganzen "Kleinigkeiten" aufzuzählen, die im Laufe der Zeit selbstverständlich werden und keine Beachtung mehr finden, keine Wahrnehmung. Und wer nicht wahrgenommen wird, fühlt sich nicht angenommen, sucht sich Bestätigung, entfernt sich emotional und körperlich. Ist die Abwärtsspirale in Gang, wird es schwierig, sie aufzuhalten. 

 

vor 2 Stunden, schrieb Odin-69:

Wie seht ihr das? Ist Bequemlichkeit tatsächlich der größte Feind einer Beziehung oder gibt es aus eurer Sicht andere Gründe, warum Beziehungen scheitern?

Gelassen, es gibt so viele Gründe , das ist Einer davon 

vor 2 Stunden, schrieb Odin-69:

Die unbequeme Wahrheit über Beziehungen

Die meisten Beziehungen scheitern nicht an einem Seitensprung. Sie scheitern lange vorher – in der Langeweile.

Am Anfang ist der Partner das Spannendste auf der Welt. Man schreibt sich rund um die Uhr, kann die Finger nicht voneinander lassen und hat ständig Lust aufeinander. Doch irgendwann wird aus Leidenschaft Gewohnheit. Der Alltag übernimmt das Kommando. Man lebt zusammen, aber man erlebt nichts mehr zusammen.

Man küsst sich im Vorbeigehen, schläft nebeneinander ein und nennt das Nähe. Tatsächlich ist es oft nur Routine.

Der größte Feind einer Beziehung ist nicht der attraktive Kollege, die hübsche Nachbarin oder die neue Bekanntschaft im Fitnessstudio. Der größte Feind ist Bequemlichkeit. Sobald beide glauben, sie müssten sich nicht mehr bemühen, beginnt die Beziehung langsam zu sterben.

Sex? Wird zur Nebensache. Aus Leidenschaft werden Ausreden. „Keine Zeit“, „zu müde“, „morgen vielleicht“. Wochen werden zu Monaten. Und irgendwann wundern sich beide, warum die Anziehung verschwunden ist.

Dabei verschwindet die Lust nicht einfach. Sie sucht sich oft nur einen anderen Ort.

Der Reiz des Fremden ist kein Zufall. Ein neuer Mensch sieht dich mit neugierigen Augen an. Er flirtet, hört zu, macht Komplimente und gibt dir das Gefühl, begehrt zu werden. Genau das, was in vielen langjährigen Beziehungen irgendwann verloren geht.

Die bittere Wahrheit ist: Viele wünschen sich keinen neuen Partner – sie wünschen sich das Gefühl zurück, das sie am Anfang hatten. Doch anstatt ihre Beziehung zu verändern, suchen manche dieses Gefühl bei jemand anderem.

Wer glaubt, Liebe allein halte eine Beziehung am Leben, macht sich etwas vor. Liebe ohne Aufmerksamkeit verkümmert. Liebe ohne Leidenschaft wird Freundschaft. Und Liebe ohne gegenseitige Anziehung wird irgendwann nur noch eine Wohngemeinschaft mit gemeinsamen Rechnungen.

Treue beginnt nicht erst dort, wo man "Nein" zum Fremdgehen sagt. Treue beginnt dort, wo zwei Menschen jeden Tag entscheiden, füreinander interessant, begehrenswert und lebendig zu bleiben. Wer aufhört, den eigenen Partner zu erobern, sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann jemand anderes damit anfängt.

Wie seht ihr das? Ist Bequemlichkeit tatsächlich der größte Feind einer Beziehung oder gibt es aus eurer Sicht andere Gründe, warum Beziehungen scheitern?

 

Du hast das sehr gut beschrieben. Ich denke, wer so lebt, wird über kurz oder lang immer wieder am gleichen Punkt ankommen, immer auf der Suche nach dem/der nächsten Ex.

Natürlich ist es sehr schwer, die Schmetterlinge im Bauch immer am Fliegen zu halten. Bequemlichkeit, finanzielle Dinge und Kinder sind für mich eher Gründe, warum so viele Beziehungen noch bestehen. Ich persönlich finde auch Trennungen nicht schlimm. Für mich müssten Ehen immer nur für ein paar Jahre geschlossen werden und dann entweder verlängert werden oder eben nicht. Was mich so unheimlich stört, sind der Betrug, der Vertrauensbruch, die Lügen, die oft einer Trennung vorausgehen. Denn eines ist sicher: Man mag vielleicht einen neuen Partner haben, aber was bleibt, ist man selbst und vielleicht damit die Unfähigkeit, Probleme zu beseitigen.

Wenn ich manchmal höre, dass die Ehe nur wegen der vorhandenen Kinder weitergeführt wird, frage ich mich: Halten die Eltern ihre Kinder für so dumm, dass die nicht merken, wie schlecht die Beziehung ist? Was leben sie ihren Kindern vor, wie man jemand anderen unglücklich macht, wie man lügt und betrügt? Für mich ist nicht miteinander Reden schuld an vielen Trennungen, den Schuldigen zu suchen und nicht nach der Lösung des Problems. zu denken: „Das wird schon wieder, z. B. mit dem Sex. Unsinn Es wird sich nichts verändern, wenn man nichts dafür tut. Und so gibt es immer noch die Frauen, die von Kopfschmerzen und Hormonproblemen nach der Geburt der Kinder zum Beispiel reden. Die wegen jeder Falte im Gesicht den Rat eines Arztes einholen, aber deswegen nicht einen Arzt befragen. Und der Mann, der sich das immer wieder erzählen lässt und denkt: „So schlimm ist es doch noch nicht.

 

Wie immer nur meine Meinung und ihr könnt gerne eine andere haben.

(bearbeitet)

Treue ist ein Zeichen von Ehrlichkeit, das vergessen viele... Treue gegenüber der Partnerin oder sich selber treu sein... heißt man sollte Ehrlich gegenüber der Partnerin sein und auch ehrlich zu sich selber sein, damit haben viele ein Problem, das ist das größte Problem was viele Beziehungen zum scheitern bringt... wer nicht ehrlich zu sich selber sein kann, wird auch niemals ehrlich gegenüber anderen sein... für eine Beziehung gibt es nie eine Garantie, das diese ewig hält. Aber man kann zusammen daran arbeiten, wenn man natürlich unterschiedliche lebenseinstellung hat oder man sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt, dann muss man halt schauen ob man Kompromisse eingeht, oder aber ob jeder seinen eigenen weg geht... dafür muss man aber zusammen auch ehrlich kommunizieren und nichts als selbstverständlich betrachten...

bearbeitet von Funbird1980

Bezehungen scheiternmeist am Kontrollzwang des einen oder anderen... Eifersucht, jemandem nicht ganz vertrauen (daher Kontrolle, was macht er / sie jetzt) ... Wer seinem Partner alle Freiheit gewährt - egal in welcher Beziehung und ihm voll vertraut - da scheierteine Beziehung nicht.

vor 3 Minuten, schrieb KrawallMarzipan:

Stimmt schon.

Aber wenn sich daran nichts ändern lässt, vollzieht man eine Trennung 🤷‍♂

Willst du das diktieren, weil es deinen Moralvorstellungen entspricht? 

Vielleicht gibt es Gründe, aus der Beziehung eine Zweckgemeinschaft zu machen. Nicht ideal, kann aber funktionieren. 

Wer will jemanden zum Masochismus zwingen, dazu etwas, was man über viele Jahre aufgebaut hat, aufzugeben, oder in Verzicht üben, nur weil der andere zu bequem ist, sich um deine Beziehung zu kümmern? 

Ganz ehrlich. Was "man" macht, ist mir unendlich egal. 

vor 12 Minuten, schrieb Shining_:

Dieses Mal ein Roman um das Betrügen zu rechtfertigen. Applaus.

Von mir auch Applaus. Ich find's gut. 👏

Und kein Applaus für die Bequemen. 

Ich schreibe für und über mich: weil ich jetzt im Abstand der Jahrzehnte das in Worte fassen kann was mich in Jugend und reif werden beschäftigt hat: bin für Lebensbindungen unfähig und nicht dafür gemacht. Das weiss ich seit anfang 50. Deshlab mische ich mich in keine Beziehung, rede Klartext das ich keine Lebensliebe suche und habe auch keine Kinder in die Welt gesetzt. Bin sozusagen wissend überzeugt Single. Lese und höre ich mir hier oder anderswo die ganzen Lebens- und Leidensgeschichten der verletzten Seelen an, dann ist besser mann und Frau (er)kennt sich zu allererst selbst und sucht dann das Leben auszufüllen.

vor 4 Minuten, schrieb supermasseurHH:

Bezehungen scheiternmeist am Kontrollzwang des einen oder anderen... Eifersucht, jemandem nicht ganz vertrauen (daher Kontrolle, was macht er / sie jetzt) ... Wer seinem Partner alle Freiheit gewährt - egal in welcher Beziehung und ihm voll vertraut - da scheierteine Beziehung nicht.

Vertrauen setzt auch Ehrlichkeit voraus und bei der Ehrlichkeit scheitert es schon bei vielen. Ohne gegenseitiges Vertrauen ist eigentlich jede Beziehung schon gescheitert bevor sie überhaupt begonnen hat.

Lang(weilig)e Themen mit apodiktischen Aussagen, die wenig zum Diskutieren einladen, wären bei mir ein Beziehungskiller.

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