Jump to content

Schema F+: Echtes Bindungsmodell oder nur ein Alibi für soziale Faulheit?


Anonymes-Mitglied-1

Empfohlener Beitrag

Anonymes-Mitglied-1

Hallo zusammen,

ich beobachte in letzter Zeit immer häufiger ein Paradoxon: Auf der einen Seite beschweren sich viele Leute darüber, wie schwer es heutzutage geworden ist, ein vernünftiges soziales Netzwerk aufzubauen oder den eigenen Freundeskreis nachhaltig zu erweitern. Man hört oft, die Menschen seien oberflächlicher geworden und echte Verbindungen kaum noch möglich.

Auf der anderen Seite wird dann auffällig oft das „Schema F+“ (Freundschaft Plus) als Lösung oder moderner Standard präsentiert.

Da stelle ich mir ganz ehrlich die Frage: Ist das wirklich noch eine „Freundschaft im klassischen Sinne“ – oder ist dieses Modell mittlerweile nur noch ein Alibi?

Ich habe die Vermutung, dass Schema F+ oft als Schutzschild oder Vorwand genutzt wird, um:

Die Anstrengung zu umgehen, die eine rein platonische, tiefgründige Freundschaft mit sich bringt.

Von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, echte emotionale Nähe ohne körperliche Komponente zuzulassen.

Ist „F+“ also der Joker für die sozial Faulen? Ein Weg, sich nicht festlegen zu müssen, während man gleichzeitig behauptet, man würde ja „soziale Kontakte pflegen“?

Mich würde eure Meinung dazu brennend interessieren:

Glaubt ihr, dass man durch F+ überhaupt noch in der Lage ist, ein stabiles soziales Netzwerk aufzubauen?

Oder ist dieses Modell am Ende sogar der Grund, warum „klassische“ Freundschaften immer seltener werden, weil die Verbindlichkeit fehlt?

Bin gespannt auf eure Ansichten!

Eine Möglichkeit aus einer Freundschaft plus kann sich jeder Zeit auch was ernstes entwickeln

Woher weißt du denn so genau, dass eine F+ keine „klassische“ Freundschaft beinhaltet?

Wenn die Grenze zwischen „Bekanntschaft“, „Freundschaft“ und „Affäre“ verschwimmt, geht die Klarheit verloren. Eine klassische Freundschaft braucht einen geschützten Raum, in dem Sexualität keine Rolle spielt, damit sich eine andere Art von Vertrauen entwickeln kann. Wenn diese Grenze fällt, ändert sich die Chemie der gesamten Dynamik. Das „Plus“ fungiert oft wie ein Rauschen im Funkverkehr – es überlagert die feinen Signale, die eine rein platonische Tiefe ausmachen.

Ich denke mal, dass Wort Freundschaft nicht wirklich bei vielen als Freundschaft gemeint ist, sondern es sollte Bekanntschaft Plus heißen. Echte emotionale Nähe, sich wirklich auf einen Menschen einlassen, wollen wenige Leute noch !

Ich habe die Vermutung, dass Schema F+ oft als Schutzschild oder Vorwand genutzt wird, um:
Die Anstrengung zu umgehen, die eine rein platonische, tiefgründige Freundschaft mit sich bringt.
Da gebe ich dir Recht, dass trifft auf viele zu .

Ich finde es eher anmaßend, bestimmte Modelle sozialer Bindungen zu werten bzw. ein Ranking aufzustellen. Ob es uns jetzt passt oder nicht, sind auch die sozialen Bindungen im stetigen Wandel. Wenn sich früher ein wahrer Freund in die Lanze geworfen hat oder die Kugel mit seiner Brust stoppte, stehen heute andere Werte im Fordergrund. Wichtig ist dabei nur, dass diese Menschen füreinander da sind. Egal, wie es sich inhaltlich gestaltet.

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Bin gespannt auf eure Ansichten!

Nachfolgend meine Ansicht dazu.

  1. Habe ich tatsächlich mehr Frauen in meinem Freundeskreis als Männer.
     
  2. Käme es für mich im Leben nicht in Frage mit meinen weiblichen Freunden in irgend einer Art und Weise sexuell zu interagieren. Und ich weiß mit absoluter Sicherheit, dass es umgekehrt für sie ebenfalls so ist. Keine von denen käme jemals auf die Idee mit mir intim zu werden, weil es genau in dem Augenblick die Freundschaft unwiederbringlich zerstören würde. Und dafür ist sowohl bei denen, als auch bei mir die Freundschaft die wir haben viel zu kostbar.
     
  3. Daraus resultierend gehöre ich zu den Menschen die mit der Beziehungsform F+ absolut nichts anfangen können. Was nicht heißt, dass ich glaube, dass diese Beziehungsform grundsätzlich nicht funktioniert. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Leute gibt, für die es die passende Konstellation darstellt und solange sie damit glücklich sind, sehe ich daran auch nichts verwerfliches. Ich selbst bin allerdings nicht der Typ für sowas.
     
  4. Wage ich zu behaupten, dass einige Menschen die Beziehungsform F+ anders definieren als das was es eigentlich bedeutet und, dass sie es eher mit einer sog. "Situationship" durcheinander bringen. 
     
  5. Kann ich die Frage nicht beantworten, ob der angeblich vermehrt aufkommende Wunsch eine F+ anzustreben (und damit eher eine Situationship gemeint ist), etwas mit einer angeblichen "Unfähigkeit ein stabiles soziales Netzwerk aufzubauen" zu tun hat, da ich diese Aussage als viel zu pauschalisiert empfinde. Ich denke eher, dass das eine mit dem anderen absolut nichts zutun hat.
Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Die Anstrengung zu umgehen, die eine rein platonische, tiefgründige Freundschaft mit sich bringt.

 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, echte emotionale Nähe ohne körperliche Komponente zuzulassen.

Was den nun

Anonymes-Mitglied-2

puuuuh das ist n sehr schweres Thema.an und für sich hört sich das immer toll und easy an,bis einer mehr fühlt oder es darum geht das plus weg zu lassen.dann stellt sich oft zumeist raus das es effektiv doch mehr oder weniger nur ums vögeln geht/ging.nach mehreren Experimenten in die Richtung muss ich sagen das ich da offenbar ein völlig falsches Bild von habe.für mich zählt da durchaus auch die Freundschaft und dazu gehört auch effort den man da einfach rein investiert und da hört es einfach oft schon auf.mittleiqeile denke ich f + ist fast nicht gesund möglich wenn man seinen gegenüber tatsächlich mag oder attraktiv findet.

Freundschaft plus ist für mich nur ein warm halten 🤷‍♀️, bis vielleicht etwas besseres kommt obwohl man das vielleicht schon hat.

Faulheit würde ich nicht sagen.
Eine F+ ist auch eine Art der Beziehung, wenn sie sich nicht nur auf das + beschränkt.
Gerade wenn mann nicht mehr so jung ist, behält man sich gern seinen privaten Rückzugsort, den man nicht mit jemandem teilen möchte. Trotzdem kann man sich stark zu jemandem hingezogen fühlen, so dass man viel Zeit miteinander verbringen will und auch miteinander intim sein möchte. Eine gewisse Exklusivität kann man dabei auch voraussetzen. - Man zieht nur eben nicht zusammen.
Ich würde eine F+ allerdings nicht mit der Pflege sozialer Kontakte verbinden.

Ganz ehrlich? Ich verstehe überhaupt nicht, was eine wie auch immer geartete F+ (zu der es ja obendrein noch die unterschiedlichsten Definitionen gibt) mit dem sozialen Netzwerk zu tun hat. Für mich schließt das eine ja das andere nicht aus.
Ich habe hier einen besonderen Menschen kennengelernt, mit dem ich in einer F+ verbunden bin. Darüber hinaus pflege ich privat viele Bekanntschaften und habe ein großes berufliches Netzwerk. Außerdem einen engeren Familienkreis und Freunde, die mir sehr am Herzen liegen. Ich fühle mich weder sozial faul noch kann ich mich darüber beklagen, keine engen Verbindungen mehr zu pflegen.

Das scheint mir mehr eine Typsache zu sein.

Anonymes-Mitglied-1
Vor 1 Stunde, schrieb Tantramann1959:

Ich finde es eher anmaßend, bestimmte Modelle sozialer Bindungen zu werten bzw. ein Ranking aufzustellen. Ob es uns jetzt passt oder nicht, sind auch die sozialen Bindungen im stetigen Wandel. Wenn sich früher ein wahrer Freund in die Lanze geworfen hat oder die Kugel mit seiner Brust stoppte, stehen heute andere Werte im Fordergrund. Wichtig ist dabei nur, dass diese Menschen füreinander da sind. Egal, wie es sich inhaltlich gestaltet.

„Ich verstehe den Punkt, dass soziale Bindungen im Wandel sind. Dennoch sehe ich eine Gefahr in der aktuellen Entwicklung, die man nicht ignorieren sollte:

Effizienz vs. Tiefe: Viele moderne Modelle wirken auf mich so, als würden sie nach dem Prinzip des geringsten Investments gewählt. Man nimmt den Weg, der am schnellsten zum (oberflächlichen) Ziel führt, ohne viel Reibung oder Verpflichtung.

Der ‚Bindungsmuskel‘: Wenn wir uns immer nur für das Modell entscheiden, das am wenigsten fordert, verlernen wir die Fähigkeit zur echten Hingabe und Ausdauer.

Das Spätfolgen-Problem: Im Alter oder in Lebensphasen, in denen sich Prioritäten verschieben, wird plötzlich eine andere Art von Stabilität wichtig. Wer aber jahrelang nur auf ‚bequeme‘ Modelle gesetzt hat, wird es schwer haben, sich dann noch umzustellen.

Mein Fazit: Ein Modell ist nicht automatisch gut, nur weil es modern oder individuell ist. Wenn die Substanz der Bequemlichkeit geopfert wird, stehen wir am Ende trotz aller ‚Freiheit‘ alleine da, weil wir verlernt haben, wie man wirklich tiefgehende Wurzeln schlägt.“

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

ich beobachte in letzter Zeit immer häufiger ein Paradoxon: Auf der einen Seite beschweren sich viele Leute darüber, wie schwer es heutzutage geworden ist, ein vernünftiges soziales Netzwerk aufzubauen oder den eigenen Freundeskreis nachhaltig zu erweitern. Man hört oft, die Menschen seien oberflächlicher geworden und echte Verbindungen kaum noch möglich.

Klingt ein bisschen wie: "Früher war alles besser." Die Vergangenheit malt mit der goldenen Feder, da sind Vergleiche immer schwierig. 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Auf der anderen Seite wird dann auffällig oft das „Schema F+“ (Freundschaft Plus) als Lösung oder moderner Standard präsentiert.

Wieso auf der anderen Seite? 

Und Lösung für welches Problem? 

Und das mit dem modernen Standard kann ich auch nicht ganz nachvollziehen ... 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Da stelle ich mir ganz ehrlich die Frage: Ist das wirklich noch eine „Freundschaft im klassischen Sinne“ – oder ist dieses Modell mittlerweile nur noch ein Alibi?

Also wäre F+ eine klassische Freundschaft, dann wäre es eine klassische Freundschaft und kein F+. Deswegen verstehe ich die Frage nicht. 

Und wofür sollte F+ ein Alibi sein; - und wann war der Kipppunkt und warum? 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Ich habe die Vermutung, dass Schema F+ oft als Schutzschild oder Vorwand genutzt wird, um:

Die Anstrengung zu umgehen, die eine rein platonische, tiefgründige Freundschaft mit sich bringt.

Echt jetzt? Irgendwie kommt hier der Eindruck in mir auf als ob der Vergleich hier der "einzig wahren, echten, tiefen, kompromisslosen, immer ehrlichen Männerfreundschaft" zielt!? 

Also; - Wer F+ ernst nimmt, der erkennt dass die Herausforderung noch ein bisschen größer wird, da zu der Freundschaft noch etwas dazu kommt. 

Klingt auch irgendwie logisch, oder? 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, echte emotionale Nähe ohne körperliche Komponente zuzulassen.

Ist es denn so dass echte emotionale Nähe nur ohne körperliche Nähe möglich ist? Oder ist diese Annahme nicht vielmehr ein Fehlschluss? 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Ist „F+“ also der Joker für die sozial Faulen? 

Ich denke diese Annahme ist psychologische Umkehr. 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Ein Weg, sich nicht festlegen zu müssen, während man gleichzeitig behauptet, man würde ja „soziale Kontakte pflegen“?

Viele Die in meinem Bekanntenkreis eine F+ pflegen machen Dies sehr viel bewusster, empathischer und sozialer als in vielen Partnerschaften Die ich so kenne. 

Spricht es nicht eher von sozialer Faulheit sich festzulegen? 

Und wenn nicht; - warum nicht? 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Mich würde eure Meinung dazu brennend interessieren:

Glaubt ihr, dass man durch F+ überhaupt noch in der Lage ist, ein stabiles soziales Netzwerk aufzubauen?

Ich würde sogar sagen dass Menschen Die erfolgreich eine F+ pflegen Dies offener und intensiver tun können als Menschen Die sich rein monogam und festgelegt präsentieren. 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Oder ist dieses Modell am Ende sogar der Grund, warum „klassische“ Freundschaften immer seltener werden, weil die Verbindlichkeit fehlt?

Ich glaube das Freundschaften allgemein schwierigen und seltener werden; - F+ mit eingeschlossen. Die Gesellschaft ist polarisiert wie nie. Als Beispiel; - Radikale und militante Ernährungsapostel propagieren öffentlich Freunde und Familie zu canceln wenn Sie sich nicht ihren Ernährungsgewohnheiten beugen. 

Etwas "Falsches" zu essen ist als für Einige ein Grund Freundschaften zu kündigen und den Kontakt zur eigenen Familie abzubrechen. 

Das ist nur ein Beispiel von Vielen, denn es gibt einige gesellschaftliche Themen bei Denen Menschen bereit sind aufgrund ihrer Einstellungen, ihrer Ideologie oder einfach nur aufgrund der Essgewohnheiten Ihre Liebsten / Freunde / Familie zu canceln und diese Leute dann auch als Feindbild zu deklarieren. 

Soziale Kälte durch ideologisierte Polarisierung der Gesellschaft, das ist für mich die Erklärung. 

 

 

Warum muss man sich ein soziales Netzwerk aufbauen? Hat man das nicht sowieso schon und wird es nicht immer wieder automatisch erweitert? Also bei mir ist das so, deswegen mache ich mir über solche Themen gar keine Gedanken. 

Also ich würde F+Beziehung jetzt nicht generell schlecht machen.
Eine F+ Beziehung kann z.B.auch sehr ernsthaft geführt werden.
Dine F+Beziehung kann z.B. auch monogam gehalten werden, ähnlich einer gewôhnlichen Beziehung.
Man verzichtet halt nur auf Liebesschwüre und sonstige klassische Liebesbekundungen.
Wie bei jedem anderen Beziehungstyp haben es die beiden Betroffenen selbst in der Hand.

Gewagte These, das „‚‚klassische‘ Freundschaften immer seltener werden. Da müsste erstmal aufgedröselt werden wie denn diese ‚klassische Freundschaft‘ auszusehen hat, so unter den Geschlechtern. Frau zu Frau, Mann zu Mann, Frau zu Mann, Mann zu Frau Geschlechtsneutral? Da fängt die These ja schon an zu haken. Ich habe ja eher die virtuelle bubble Scheinwelt und ihre Algorithmen in Verdacht, solch halbgare Behauptungen plus ‚Kausalkette’ über den Äther zu schicken. 

Am 1.5.2026 at 11:25, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Man hört oft, die Menschen seien oberflächlicher geworden und echte Verbindungen kaum noch möglich

Das ist nur die alte klassische Leier von „Die Welt ist schlecht, jeder denkt an sich. Nur ich, ich denk an mich.“ *laaangweilig 

Das Modell F+ ist sicher nicht der Grund warum klassische Freundschaften immer seltener werden. Es ist bei Vielen die soziale Vereinsamung, die durch die virtuelle Welt entsteht. Wenn du siehst, wie seit Jahren Spiel-, Bolzplätze, Vereine verwaisen, dann weißt du, warum klassische Freundschaften immer seltener werden.

DerLustvolle22

Eine F+ ist eine normale Freundschaft mit Sex...so kenne ich es hatte ich es und würde es auch wieder haben. Dazu gehören für mich aber klare Regeln und Absprachen. Wenn man keine Beziehung will hat das nix mit Unfähigkeit zutun wen es daher nur zu einer F+ kommt. Entweder möchte man das und macht es oder eben nicht wo ist das Problem...

Anonymes-Mitglied-3

Eine F+ ist für mich kein soziales Netzwerk sondern etwas exklusives. Ich habe keine Zeit um ein soziales Netzwerk zu bespaßen. Wenn ich mit jemanden gern Zeit verbringe, dann ist diese Zeit ein kostbares Gut. Ich mache das freiwillig und habe daran Freude oder ich lasse es. Die Meinung anderer Leute interessiert mich nicht.

Ich sehe eine Freundschaft Plus als Alternative zu "Naja...ONS's können nunmal passieren", zu ständig wechselnden Sexpartnern, so nach dem Motto "Ich bin Single, ich kann/darf das".

Eine F+ ist kein, jetzt probieren wir's mal ohne "Verpflichtungen", in der Hoffnung, dass man den anderen evtl. überzeugen kann.

F+ legt eigentlich bei jedem wirklich erwachsenen Menschen den Weg sehr klar und eindeutig fest.

Wir streben keine feste Beziehung an, wir wollen beide mehr als nur vögeln, ficken, bumsen, mehr als nur Sex.

Ich finde eine verlässliche, ehrliche, für beide Seiten befriedigende F+ wesentlich gehaltvoller, niveauvoller, wesentlich ehrlicher, als unendlich viele nette Bekanntschaften zu machen, als sich praktisch ständig zu verlieben.

Trotz 2026 und dem was virtuell heutzutage möglich und für viele Alltag ist- ICH kann online niemanden kennenlernen, hab online auch noch nie eine Frau kennengelernt.

Und wenn ich mich heute mal mit ner Frau treffe und höre, dass siein den letzten Jahren ne Reihe von "Beziehungen" hatte, wie dann teils darüber gesprochen/geurteilt wird...

Ich hab für mich die Erfahrung gemacht, dass da jede meiner paar Affären mehr Substanz hatte, als so manche "Beziehung".

 

Es spricht nix dagegen zu sagen- probieren wir's einfach mal aus und dann schaun wir weiter- und nennen wir's haöt einfach erstmal F+.

Wenn's beide wollen.

Für mich hat dies aber eigentlich grundsätzlich nix mit einer F+ so wie ich sie verstehe zu tun.

F+ ist für mich- wir wollen beide keine Beziehung miteinander, wir wollen erstmal Sex und intimen Spaß, Erotik genießen, wir möchten zusätzlich gemeinsam Freizeit verbringen und besser kennenlernen.

Und vielleicht- gaaaaaaanz weit hinten, aber eher als glücklicher Zufall, wenn's perfekt läuft, was wir uns eigentlich erstmal absolut nicht vorstellen können und von beiden keinesfalls geplant ist...kann sich vielleicht etwas mehr ereben und entwickeln.

Dass sollte aber für mich eher ein glücklicher Zufall sein, evtl. eher ein schöner Unfall.

 

Aber bevor ich mich irgendwie durch die Gegend vögle, mitnehme was halt so geht, ständig irgendwie den Zwang habe endlich mal ankommen zu müssen, bevor ich ständig diesen Druck habe, ich muss sie ja irgendwie behalten...

Wenn ich dann sehe, wieviele sog. Beziehungen eigentlich vielmehr Abhängigkeiten, manchmal beinahe Geschäftsbeziehungen sind, wieviele Beziehungen in höchstem Maße (sexuell/erotisch) unbefriedigt sind, wie frustriert viele Beziehungen klingen, wie emotionslos, langweilig...

 

Eine Beziehung oder Freundschaft braucht für mich keine Verbindlichkeiten, sie brauchen Lust, Spaß, Freude miteinander Zeit zu verbringen, zusammen zu sein.

Eine Freundschaft oder Beziehung, die in erster Linie von Verbindlichkeiten lebt, ist für mich ab dem Zeitpunkt bereits dem Untergang geweiht.

Ich muss Lust dazu haben mit jemandem Zeit zu verbringen, mich nicht verpflichtet dazu sehn.

 

Und eine Form der Zweisamkeit, bei der ich nur das mache, was der oder die andere von mir möchte, wo ich mich zu etwas gezwungen fühle, was ich nicht möchte, wo ich etwas nur dem andern zuliebe mache- ohne dass es dem andern umgekehrt genauso geht, würde ich auch nie Freundschaft nennen.

Erwachsene, einigermaßen selbständige, selbst verantwortliche Menschen sollten eigentlich damit umgehn können und wenn beide sich da einig sind, ist's eigentlich auch relativ egal, wie man sowas nennt.

Ist ja auch immer die Frage was man unter „F+“ versteht. Da ich mit wirklichen (platonischen) Freundinnen kein Sex habe, sind für mich F+ eher eine Fickbeziehung, nur schöner benannt. 
 

Wobei es bei einer Fickbeziehung nicht immer nur um Sex gehen muss, man vielleicht auch befreundet ist, bzw. eine persönliche Verbindung hat. 
 

Für eine Partnerschaft bedarf es oft mehr, als für Freundschaften oder nur sexuell kompatibel zu sein und man auch nicht immer für Beziehungen bereit ist. 

vor 2 Stunden, schrieb cuddly_witch:

Warum muss man sich ein soziales Netzwerk aufbauen? Hat man das nicht sowieso schon und wird es nicht immer wieder automatisch erweitert? Also bei mir ist das so, deswegen mache ich mir über solche Themen gar keine Gedanken. 

So normal ist das nicht, nicht ohne Grund vereinsamen immer mehr Leute. 
 

Ein Psychologe meinte man zu mir, 90% der Menschen hätte keine wirklichen Freunde. Für Einige ist es schon eine Freundschaft, was ich als gute Bekanntschaft verstehe. 

vor 2 Stunden, schrieb DerLustvolle22:

wo ist das Problem...

Das Problem liegt darin das Du mal wieder wie sooft das ganze Thema nicht verstanden hast, aber wie immer deinen verwirrten Kommentar dazu abgeben musstest...🤦‍♀️

vor 5 Stunden, schrieb Anonymes-Mitglied-1:

Viele moderne Modelle wirken auf mich so, als würden sie nach dem Prinzip des geringsten Investments gewählt. Man nimmt den Weg, der am schnellsten zum (oberflächlichen) Ziel führt, ohne viel Reibung oder Verpflichtung.

Sie wirken auf DICH so. Das ist legitim und durchaus ok. Aber wie willst du denn die wirklichen Beweggründe und die Tiefe der Bindung von Außen beurteilen? Wieviel weißt du im konkreten Fall über Hingabe, Aufopferung, Verpflichtung usw.? Vielleicht kennst du diesen oder jenen Fall und auch diese oder jene Ansicht von Mitmenschen in deinem Umfeld. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es allgemeingültig ist. Ich lebe ja z.B. in einer polyamoren Partnerschaft, dazu noch mit großem Altersunterschieden. Da wir damit eher offen und konkret unserem Umfeld gegenüber auftreten, sind da auch einige inhaltliche Aspekte bekannt, die zuweilen tiefer gehen, als ein Zweierbeziehung oder Ehe. Nicht alles, was auf dem Papier gesetzt scheint, ist auch inhaltlich umgesetzt.

Es soll nicht so aussehen, dass ich deiner Meinung jetzt total widersprechen will. Ich gebe nur zu bedenken, dass eine Verallgemeinerung und Pauschalisierung selten den Kern trifft. Es gibt zwischen Schwarz und Weiß noch eine Menge Grautöne.:four_leaf_clover:

×
×
  • Neu erstellen...