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Was wollen Männer bieten?


Mi****

Empfohlener Beitrag

vor 22 Stunden, schrieb Immersion:

Ganz grundsätzlich die Art von Instinkt, die es erlaubt, sich ganz grundsätzlich auf jemanden auch völlig unbewusst einzustellen, ohne damit überhaupt etwas erreichen zu wollen. Auch schon im Gespräch.

Ich mag Deine Erklärungen. Hier möchte ich aber nochmal einhaken.

Ich glaube schon, dass man immer etwas erreichen will. Das muss nicht egoistisch sein und nicht in Form von bedingungsloser Dankbarkeit.

Meine Mutter mochte nie gerne Zwiebeln schneiden. Als Kind/Jugendliche, habe ich dabei immer geweint (Zwiebelsaft). Mittlerweile habe ich unzählige Kilogramm Zwiebeln geschnitten und ich weine fast gar nicht mehr. Vielleicht bei jeder hundertsten, wenn sie besonders scharf ist, aber eben fast gar nicht. Wenn mein Partner dabei weint, möchte ich ihm das gerne abnehmen. Warum auch nicht, wenn es mir so gar nichts ausmacht? 

Ich bin nicht gezwungen. Er würde das auch für mich/uns machen. 

Vielleicht war das ein blödes Beispiel. 

Mit ging es darum auszudrücken, dass es ja doch irgendwie einen Zweck hat oder ein Ziel verfolgt. 

Ich habe auch schon immer gesagt, dass ich bei jedem irgendwie anders bin. Es ist so eine Energie, die sich gegenseitig bedingt. 

Aber im Prinzip will ich auch immer etwas damit erreichen. Nicht bösartig manipulativ. Aber z.B. dass sich jemand gut fühlt oder wenigstens nicht schlecht. 

Es geht mir nicht darum, auf bestimmte Art sein zu wollen, um etwas für mich zu erreichen. Obwohl ich natürlich auch etwas erreiche, wenn ich freundlich und möglichst wenig verletzend bin.

 

vor 19 Minuten, schrieb Enja781:

Mit ging es darum auszudrücken, dass es ja doch irgendwie einen Zweck hat oder ein Ziel verfolgt 
Ich habe auch schon immer gesagt, dass ich bei jedem irgendwie anders bin. Es ist so eine Energie, die sich gegenseitig bedingt. 


Aber im Prinzip will ich auch immer etwas damit erreichen. Nicht bösartig manipulativ. Aber z.B. dass sich jemand gut fühlt oder wenigstens nicht schlecht. 


Das verstehe ich - und danke 😉

Ich widerspreche auch nicht - aber Bewusstsein macht dabei trotzdem noch einen Unterschied.

Ziel und Zweck können auch bei unbewusstem, instinktivem Handeln unbewusst durchaus eine Rolle spielen, wenn man es wirklich hart zerlegt und analysiert. 

Der situative Unterschied liegt hierin:

“Ich möchte etwas bestimmtes erreichen - und entscheide mich bewusst, deswegen nun dies zu tun, weil es mich diesem Ziel näher bringt.“

Gegenüber:

“Ich genieße, wie es ist und spüre, dass so zu handeln gerade richtig ist - ohne konkret zu wissen und zu hinterfragen, warum sich das gerade richtig anfühlt.“

Beides kann von außen identisch aussehen - oder auch nicht.

Die instinktive Handlung fügt sich kohärent ins Ganze ein. Die bewusste kann das auch - aber sie muss es nicht zwangsläufig. Und an diesem Punkt ist da manchmal dieser falsche Pixel im Bild. Und selbst wenn es kohärent ist, kann es immer noch ein Unterschied sein.

Es ist nichts schlechtes daran, wenn jemand bewusst etwas tut, damit ein Gegenüber sich etwas wohler fühlt - aber es ist trotzdem noch etwas anderes, wenn dieser jemand es tut, ohne sich dieses Zieles wirklich bewusst zu sein. Gut, ok… um DIESEN Unterschied zu spüren, müssen die Antennen schon verdammt empfindlich sein. Oder?
Oder macht es dann beim Gegenüber bei dessen unbewusster Wahrnehmung durchaus öfter einen Unterschied?

Das Unterbewusstsein weiß ziemlich sicher, warum es glaubt, das das jetzt richtig ist und was es sich davon verspricht. Es verarbeitet auch die Eindrücke vom Gegenüber. Ein wenig wie beim Autofahren auf geistigem Autopilot.

Und manchmal sagt das Unterbewusstsein auch einfach: „ach komm, lass…“ und schickt nichts. Ist also auch nicht so, dass man sich dann immer perfekt ans Gegenüber anpasst. 

Es ist vermutlich schwer zu verstehen, wenn jemand das selbst nicht so kennt - aber Selbstanalyse auf Steroiden und Autopilot können sich im selben Menschen gut abwechseln.

Intellekt. Echte Persönlichkeit. Entwicklungsfähigkeit. Für mich die wichtigsten Kriterien.

Wer sich verstellt, darf nichtmal hallo sagen. Denn das merkt man auch im Erstanchreiben.

vor 2 Stunden, schrieb Immersion:


Das verstehe ich - und danke 😉

Ich widerspreche auch nicht - aber Bewusstsein macht dabei trotzdem noch einen Unterschied.

Ziel und Zweck können auch bei unbewusstem, instinktivem Handeln unbewusst durchaus eine Rolle spielen, wenn man es wirklich hart zerlegt und analysiert. 

Der situative Unterschied liegt hierin:

“Ich möchte etwas bestimmtes erreichen - und entscheide mich bewusst, deswegen nun dies zu tun, weil es mich diesem Ziel näher bringt.“

Gegenüber:

“Ich genieße, wie es ist und spüre, dass so zu handeln gerade richtig ist - ohne konkret zu wissen und zu hinterfragen, warum sich das gerade richtig anfühlt.“

Beides kann von außen identisch aussehen - oder auch nicht.

Die instinktive Handlung fügt sich kohärent ins Ganze ein. Die bewusste kann das auch - aber sie muss es nicht zwangsläufig. Und an diesem Punkt ist da manchmal dieser falsche Pixel im Bild. Und selbst wenn es kohärent ist, kann es immer noch ein Unterschied sein.

Es ist nichts schlechtes daran, wenn jemand bewusst etwas tut, damit ein Gegenüber sich etwas wohler fühlt - aber es ist trotzdem noch etwas anderes, wenn dieser jemand es tut, ohne sich dieses Zieles wirklich bewusst zu sein. Gut, ok… um DIESEN Unterschied zu spüren, müssen die Antennen schon verdammt empfindlich sein. Oder?
Oder macht es dann beim Gegenüber bei dessen unbewusster Wahrnehmung durchaus öfter einen Unterschied?

Das Unterbewusstsein weiß ziemlich sicher, warum es glaubt, das das jetzt richtig ist und was es sich davon verspricht. Es verarbeitet auch die Eindrücke vom Gegenüber. Ein wenig wie beim Autofahren auf geistigem Autopilot.

Und manchmal sagt das Unterbewusstsein auch einfach: „ach komm, lass…“ und schickt nichts. Ist also auch nicht so, dass man sich dann immer perfekt ans Gegenüber anpasst. 

Es ist vermutlich schwer zu verstehen, wenn jemand das selbst nicht so kennt - aber Selbstanalyse auf Steroiden und Autopilot können sich im selben Menschen gut abwechseln.

Interessante Sichtweise :)

Ich wollte eigentlich auf einen anderen Punkt hinaus, aber dieser ist auch gut :).

Es ist halt alles nicht so einfach auf gewisse Dinge runterzubrechen. Nicht bei Menschen, nicht bei der Psyche.

Ein "Ex - Bekannter" erzählte mir, dass er bei der Arbeit gerne den Kolleginnen beim Tragen hilft WENN, und nur WENN die Bürotür der Chefin offen war 🤣. Das fand ich ganz furchtbar. Absolut berechnend. Es ist also ein gezieltes Verstellen (hilfsbereit sein) UM etwas zu erreichen (Anerkennung der Chefin). 

Wenn sich da eine Kollegin verlieben würde, weil er ja so oft so nett und hilfsbereit ist, müsste sie sehr schnell feststellen, dass er das eigentlich gar nicht ist, sondern alles nur aus Berechnung macht. ER würde sofort damit aufhören, wenn es IHM keinen Vorteil mehr bringt. 

Das betraf auch andere Dinge. Z.B. beim Umzug zu helfen, weil jemand dann etwas schuldig ist. Oder wenigstens vorzugaukeln zu wollen, aber dann wegen Rückenschmerzen doch nicht zu können.

Komischer Mensch. Deswegen auch EX - Bekannter 🤣.

Ich kann schwer "bösartig" sein. Selbst wenn ich sauer bin, bin ich das noch pädagogisch wertvoll. Ich gehe lieber auf Rückzug, bevor ich "ausrasten" würde. Das ist irgendwie meine Natur. Auch wenn vielleicht jemand mal mächtig Kontra brauchen könnte, könnte ich das schwer bieten.

Es geht also alles nur im Rahmen der Persönlichkeit.

Ich bleibe dabei, dass man immer ein Ziel verfolgt. Egal ob bewusst oder unbewusst und dass dies gar nicht schlimm ist! Es wird immer behauptet, dass es schlecht wäre, aber ist es nicht besser zu wissen, welches Ziel man verfolgt, als einfach drauf hin zu handeln?

 

 

vor 6 Stunden, schrieb Enja781:

Es wird immer behauptet, dass es schlecht wäre, aber ist es nicht besser zu wissen, welches Ziel man verfolgt, als einfach drauf hin zu handeln?

Da bin ich mir situativ gar nicht so sicher.

Und ich meine hier explizit nicht, dass jemand Dinge tut, bei denen er nie (!) weiß, warum.

Bei den Eigenschaften, an die ich konkret denke, ist die Außenwirkung potenziell unterschiedlich, ob sie bewusst oder unbewusst geschehen.

Der kleine Tick, der dann zu der Einschätzung führt: das steckt so tief drin, das ist keine Entscheidung - sondern Persönlichkeit.

Ganz abgesehen davon, dass es manchmal auch zu Situationen führen kann, die schon ziemlich cool sind -  auch wenn man nur die Jeans einer Kollegin vor verschüttetem Rotwein rettet. Bei so einer Situation wird es dann vielleicht aber deutlich genug, worin der Unterschied liegt. Klar wusste ich hinterher, warum ich lieber nicht wollte, dass sie ein halbes Glas Rotwein auf dem Schoß hat - aber in dem Moment war es nur Reflex ohne Wille und Bewusstsein.

Aber ich widerspreche ja gar nicht. Nicht wirklich.

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