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Wo hört Neugier auf und wo beginnt ein Fetisch – und braucht man dafür ein Label?


CAT-IS-BACK

Empfohlener Beitrag

Vor 50 Minuten , schrieb Invisible_Man:

Doch es ist definiert, die Definition hängt an der Frage: Kannst du auch ohne? Wenn ja, ist es eine Vorliebe. Wenn nein, ist es im fachlichen Sinne ein Fetisch. Allerdings verschwimmt die Grenze meistens in der Realität.

Und mit welcher Fragestellung wird nun „krankhaft“ ein- oder abgegrenzt?

Vor 3 Stunden, schrieb MaryAndThePopp3r:

Warum tust du so vehement, als würden Fetische und krankhafte Störungen nicht im Kontext miteinander stehen? Es ist nicht diskriminierend, es ist Tatsache. So wie nicht jeder alkoholkrank wird, der Alkohol trinkt ist nicht jeder sexuell gestört, der Fetische hat. Aber extreme Verhaltensweisen haben eben ein größeres Potenzial, krankhaft zu werden, eben z.B. wenn es zum einzigen/entscheiden Teil der Sexualität wird. Das ist nicht einfach ein "ich finde es komisch, darum bewerte ich das so" - es ist so. Ich möchte übrigens anmerken, dass du gerade die treibende Kraft beim Thema "Fetisch = krankhaft?" Bist. Ich habe es lediglich in Klammern als eine Möglichkeit aufgeführt, dass es sein KANN, dass es krankhafte Züge annimmt. Dass dieses eine Wort in Klammern den ganzen Thread dominiert liegt an denen, die von diesem Wort getriggert sind.

Der Begriff krankhaft trägt in diesem Kontext nicht zur inhaltlichen Klärung bei, sondern kategorisiert nach gesund vs. krank, erwünscht vs. unerwünscht, normal vs. abnormal - und unterbindet, somit eine freie Auseinandersetzung mit dem Thema sexueller Vorlieben und deren Bedeutung für den Einzelnen. Wer sich in dem Zusammenhang äußert, läuft Gefahr stigmatisiert zu werden, zumal es keine Regeln gibt, nach denen eine objektive Beurteilung möglich wäre. Mithin sehe ich zwei Motive für diese Vorgehensweise. Erstens mangelnde sexuelle und gesellschaftliche Reife, zweitens mangelndes, soziale Kompetenz und daraus resultierend Ablehnung und Unterdrückung dessen, was man nicht verstehen kann.

Anonymes-Mitglied-3

wenn ich beim ficken an ihrem gatragenen stringtanga schnüffeln darf, dann fördert das bei die spermaproduktion enorm.

 

 

vor 6 Stunden, schrieb Marc_Klein:

 

Der Begriff krankhaft trägt in diesem Kontext nicht zur inhaltlichen Klärung bei, sondern kategorisiert nach gesund vs. krank, erwünscht vs. unerwünscht, normal vs. abnormal - und unterbindet, somit eine freie Auseinandersetzung mit dem Thema sexueller Vorlieben und deren Bedeutung für den Einzelnen. Wer sich in dem Zusammenhang äußert, läuft Gefahr stigmatisiert zu werden, zumal es keine Regeln gibt, nach denen eine objektive Beurteilung möglich wäre. Mithin sehe ich zwei Motive für diese Vorgehensweise. Erstens mangelnde sexuelle und gesellschaftliche Reife, zweitens mangelndes, soziale Kompetenz und daraus resultierend Ablehnung und Unterdrückung dessen, was man nicht verstehen kann.

Das ist das Problem der Psychologie. 

Ich habe aber auch keine bessere Lösung!

Es muss einfach kategorisiert werden, damit man "behandeln" kann. Es muss eine "Krankheit" sein, damit eine Therapie überhaupt eingeleitet werden und bezahlt werden kann.

Das Leitsymptom ist dabei der Leidensdruck. 

Warum sollte man sonst zum Arzt gehen und etwas ändern wollen?

Also wurden diese Dinge kategorisiert und es wird auch nach wie vor immer wieder etwas geändert, weggelassen oder hinzugefügt.

Was psychologisch  "krank" ist, hängt für mich vom Leidensdruck ab. Entweder meiner, oder der, der Anderen.

Ich würde so gerne singen (können) 🤣. Ich habe aber keinen Leidensdruck es nicht zu können. Den haben eher die Anderen🤣. Ich kann aber auch einfach nur im Auto mitgröhlen, ohne jemanden damit zu belästigen. Ich könnte Gesangsunterricht nehmen. 

Ich MUSS aber auch nicht ständig singen und Andere damit belästigen. Ich kann mich auch anders verhalten.

Und da sind wir wieder bei den "Krankheiten". Besteht die Möglichkeit sich auch anders zu verhalten, oder fügt man Anderen Leid zu oder sich selbst, wenn man sich so verhält? Möchte man gerne anders sein, kann es aber nicht? Gibt es Leidensdruck?

Ich sagte auch immer, dass ich "Haarfetischistin" bin. Natürlich idt das keine Diagnose 🤣 und eher lapidar dahin gesagt. Außerdem geht es nicht um Objekte, wie die Diagnose vorschreibt.

Eigentlich ist es völlig normal auf gewisse Attribute zu stehen und Andere abzulehnen. "Schlimm" wird es nur dann, wenn man darunter leidet.

Bei mir war es so, dass ich eine Missbrauchserfahrung von einem älteren Mann hatte. Oben mit Glatze und Haarkranz unten. Das hat mich jahrelang "belastet". Natürlich ist mir völlig klar, dass nicht alle Männer mit dieser "Frisur" die Bösen sind und alle mit langen Haaren, die empathischem Liebhaber. Es wurde dennoch zur Vorliebe. Es war essentiell nötig, dass ausreichend Kopfhaare vorhanden sind.

Das Problem ist, dass Männer naturgemäß häufiger die Haare verlieren. Das kann auch schon mit 25 Jahren sein. (Der Hauptgrund, warum ich eher jüngere Männer bevorzuge). 

Aber die UND ich werden ja auch älter.

Für mich war das ein Leidensdruck, obwohl es eigentlich kein Fetisch ist.

Also musste ich die Ursache aufarbeiten. Natürlich, wird mein Partner, naturgemäß auch etwas kahler werden. Aber das ist Okay. Es ist Okay, weil ich ihn kenne und deswegen keine negativen Gefühle haben muss.

Mein "Fetisch" ist also nur noch optional. Ich steh voll drauf, ich BRAUCHE es aber nicht, weil ich meinen Partner (Mensch) sexuell anziehend finde und die Haare sind nur der Bonus.

 

 

 

 

Vor 8 Stunden, schrieb Marc_Klein:

Der Begriff krankhaft trägt in diesem Kontext nicht zur inhaltlichen Klärung bei, sondern kategorisiert nach gesund vs. krank, erwünscht vs. unerwünscht, normal vs. abnormal - und unterbindet, somit eine freie Auseinandersetzung mit dem Thema sexueller Vorlieben und deren Bedeutung für den Einzelnen. Wer sich in dem Zusammenhang äußert, läuft Gefahr stigmatisiert zu werden, zumal es keine Regeln gibt, nach denen eine objektive Beurteilung möglich wäre. Mithin sehe ich zwei Motive für diese Vorgehensweise. Erstens mangelnde sexuelle und gesellschaftliche Reife, zweitens mangelndes, soziale Kompetenz und daraus resultierend Ablehnung und Unterdrückung dessen, was man nicht verstehen kann.

Warum reitest du dann derart auf einen Begriff herum, der am Rande in Klammern erwähnt wurde? Warum ist das hier beherrschendes Thema, wenn es absolut nicht rein passt? Für mich ist es die natürliche Folge. Man ist neugierig auf Thema X, fantasiert darüber. Dann probiert man es auch, findet gefallen daran. Man baut es immer mehr in sein Liebesspiel ein. Und ab da kommt die Ableitung. Mag man X gerne, sieht es als Bereicherung ab und zu, oder wird X zum zentralen Thema der Sexualität? Der letzte Part liest sich sehr ausweichend und egozentrisch. Die Diskussion ist unangenehm für dich schon klar, darum musst du auch für dich klarstellen, dass dieser Blickwinkel nur aus Unwissenheit und Boshaftigkeit kommen kann, weil du dich sonst mit der Realität auseinander setzen musst. Mein Ziel war es nie, Fetischisten persönlich anzugreifen, sondern das "von-bis" widerzuspiegeln. Und da lass ich mir von niemandem den Mund verbieten, der sich von einem Wort in Klammern denunziert fühlt. Und wenn du meinst, du kannst meine Antwort aus der Ferne nur Unwissenheit, Naivität und Boshaftigkeit für dich begründen, dann musst du das wohl so machen.

Vor 31 Minuten , schrieb MaryAndThePopp3r:

Warum reitest du dann derart auf einen Begriff herum, der am Rande in Klammern erwähnt wurde? Warum ist das hier beherrschendes Thema, wenn es absolut nicht rein passt? Für mich ist es die natürliche Folge. Man ist neugierig auf Thema X, fantasiert darüber. Dann probiert man es auch, findet gefallen daran. Man baut es immer mehr in sein Liebesspiel ein. Und ab da kommt die Ableitung. Mag man X gerne, sieht es als Bereicherung ab und zu, oder wird X zum zentralen Thema der Sexualität? Der letzte Part liest sich sehr ausweichend und egozentrisch. Die Diskussion ist unangenehm für dich schon klar, darum musst du auch für dich klarstellen, dass dieser Blickwinkel nur aus Unwissenheit und Boshaftigkeit kommen kann, weil du dich sonst mit der Realität auseinander setzen musst. Mein Ziel war es nie, Fetischisten persönlich anzugreifen, sondern das "von-bis" widerzuspiegeln. Und da lass ich mir von niemandem den Mund verbieten, der sich von einem Wort in Klammern denunziert fühlt. Und wenn du meinst, du kannst meine Antwort aus der Ferne nur Unwissenheit, Naivität und Boshaftigkeit für dich begründen, dann musst du das wohl so machen.

Es ist ganz einfach, der Begriff krankhaft ist ein Label und vermutlich ein Label das von der Mehrheit derer, die denken, dass sie eine starke Neigung zu bestimmten Gegenständen oder Praktiken verspüren, für sich abgelehnt wird. Die Diskussion startet mit der Frage, ob und wann Vorlieben als Fetisch bezeichnet werden können und ob es notwendig ist, diese Vorlieben mit einem Label also einem Attribut zu versehen. Ich sehe dahinter die Frage, ob sich über derartige Labels leichter eine Person oder eine Befriedigung einer bestimmten Vorliebe finden lässt oder ob das Label vielleicht sogar eine Einschränkung darstellt. Durch die Einführung des Begriff krankhaft wird der offene Austausch schwer behindert. Dass mein Hinweis darauf dazu führt, mich persönlich in die Ecke des krankhaften und die weiteren Beispiele, für die man versucht, einen Konsens zu krankhaftem Verhalten herzustellen zeigt, dass ihr nicht mit Interesse am Thema und Toleranz diskutiert wird.

(bearbeitet)
vor 11 Minuten, schrieb Marc_Klein:

Es ist ganz einfach, der Begriff krankhaft ist ein Label und vermutlich ein Label das von der Mehrheit derer, die denken, dass sie eine starke Neigung zu bestimmten Gegenständen oder Praktiken verspüren, für sich abgelehnt wird. Die Diskussion startet mit der Frage, ob und wann Vorlieben als Fetisch bezeichnet werden können und ob es notwendig ist, diese Vorlieben mit einem Label also einem Attribut zu versehen. Ich sehe dahinter die Frage, ob sich über derartige Labels leichter eine Person oder eine Befriedigung einer bestimmten Vorliebe finden lässt oder ob das Label vielleicht sogar eine Einschränkung darstellt. Durch die Einführung des Begriff krankhaft wird der offene Austausch schwer behindert. Dass mein Hinweis darauf dazu führt, mich persönlich in die Ecke des krankhaften und die weiteren Beispiele, für die man versucht, einen Konsens zu krankhaftem Verhalten herzustellen zeigt, dass ihr nicht mit Interesse am Thema und Toleranz diskutiert wird.

Ein wirklich schöner KI generierter Text.

bearbeitet von Invisible_Man
Vor 5 Minuten , schrieb Invisible_Man:

Ein wirklich schöner KI generierter Text.

ein weiterer Versuch mich zu diffamieren

Vor 1 Stunde, schrieb Marc_Klein:

Es ist ganz einfach, der Begriff krankhaft ist ein Label und vermutlich ein Label das von der Mehrheit derer, die denken, dass sie eine starke Neigung zu bestimmten Gegenständen oder Praktiken verspüren, für sich abgelehnt wird. Die Diskussion startet mit der Frage, ob und wann Vorlieben als Fetisch bezeichnet werden können und ob es notwendig ist, diese Vorlieben mit einem Label also einem Attribut zu versehen. Ich sehe dahinter die Frage, ob sich über derartige Labels leichter eine Person oder eine Befriedigung einer bestimmten Vorliebe finden lässt oder ob das Label vielleicht sogar eine Einschränkung darstellt. Durch die Einführung des Begriff krankhaft wird der offene Austausch schwer behindert. Dass mein Hinweis darauf dazu führt, mich persönlich in die Ecke des krankhaften und die weiteren Beispiele, für die man versucht, einen Konsens zu krankhaftem Verhalten herzustellen zeigt, dass ihr nicht mit Interesse am Thema und Toleranz diskutiert wird.

Darum verlasse ich das Thema jetzt auch. Du fühlst dich persönlich angegriffen, diffamiert und wirst als Resultat persönlich. Du willst offenen Austausch und gleichzeitig willst du nicht, dass etwas erwähnt wird, womit du augenscheinlich nicht umgehen kannst. Interesse und Toleranz werden hier gerne verlangt, wenn man seinen eigenen intoleranten Standpunkt nicht verlassen möchte.

Thema Fetisch:
Fetisch fängt bei mir da an, wo ich es bei meiner Sexualität nicht mehr ohne dieser Sache kann. z.b. Fußtfetisch. Wenn ich das immer brauch um erregt oder einen Orgasmus zu erhalten.
Ohne dem , regt sich dann nichts bei mir.
Ich finde einen Fetisch zu haben nicht schlimm. Es gehört zu einem. Völlig legitim.
Außerdem wollte ich noch mal erörtern, dass Personen, die kein Plan haben, einfach hier nichts schreiben sollen. Man muß nicht bei jedem Thema seinen Stuss von sich geben.

vor 23 Stunden, schrieb CAT-IS-BACK:

Viele stehen auf bestimmte Dinge, ohne sich gleich einem Fetisch zuordnen zu wollen.Ab wann ist etwas für euch einfach eine Vorliebe oder Neugier – und ab wann fühlt es sich wie ein Teil der eigenen sexuellen Identität an?

Für mich persönlich ist ein Fetish eine Sache, zu der ich mich sehr stark hingezogen fühlen würde und ohne dem Sex nicht möglich erscheinen würde.

vor 23 Stunden, schrieb CAT-IS-BACK:

Findet ihr Labels hilfreich, um euch selbst (oder anderen) besser zu verstehen – oder empfindet ihr sie eher als einengend?

Nein. Labels sind Schubladen. Und so denke und funktioniere ich nicht. Ich mag sehr viele Dinge, heute dies und morgen etwas anderes jnd nichts davon ist bestimmend für meinen Sex.

Vor 24 Minuten , schrieb Alpha-Frau:

Thema Fetisch:
Fetisch fängt bei mir da an, wo ich es bei meiner Sexualität nicht mehr ohne dieser Sache kann. z.b. Fußtfetisch. Wenn ich das immer brauch um erregt oder einen Orgasmus zu erhalten.
Ohne dem , regt sich dann nichts bei mir.
Ich finde einen Fetisch zu haben nicht schlimm. Es gehört zu einem. Völlig legitim.
Außerdem wollte ich noch mal erörtern, dass Personen, die kein Plan haben, einfach hier nichts schreiben sollen. Man muß nicht bei jedem Thema seinen Stuss von sich geben.

Es hat niemand etwas von schlimm erwähnt, es ging lediglich um die Grenze zwischen Vorliebe und Fetisch, die meistens fließend ist. Jeden sei sein Fetisch gegönnt solange er andere nicht einschränkt.

(bearbeitet)
vor 23 Stunden, schrieb Invisible_Man:

 

Es hat niemand etwas von schlimm erwähnt, es ging lediglich um die Grenze zwischen Vorliebe und Fetisch, die meistens fließend ist. Jeden sei sein Fetisch gegönnt solange er andere nicht einschränkt.

Aber genau da ist ja das Problem :)

Das Problem ist auch, dass hier "Alltagssprache" und "Krankheit" vermischt werden. Es gibt aber Diagnosekriterien, um es "Krankheit" nennen zu können.

In der Alltagssprache gibt es den "Fußfetisch" oder "Haarfetisch". 

Das wäre meines Erachtens also nur eine Vorliebe, da es sich nicht auf Objekte oder Materialen bezieht. Es sind lediglich Attribute eines Menschen. Da hat wohl jeder seine Vorlieben. Auch was den Ort, das Ambiente, das Vorspiel, die Stellung etc. betrifft.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die meisten Menschen sich auch selbst befriedigen, und entsprechend Lust haben, ohne, dass ein entsprechender Partner da ist. Wenn aber der Gedanke an etwas reicht, ist es wieder kein Fetisch :)

Ein Fetisch wäre z.B. wenn ich nur sexuelle Lust verspüren könnte, wenn ich halterlose Strümpfe trage. Ich würde das als vermutlich eher belastend empfinden. Da ich keinen Fetisch habe, weiß ich nicht wie das läuft. Würde ich dann quasi automatisch geil werden, wenn ich halterlose Stümpfe trage oder sind sie nur Bedingung für Lust, die sich erst durch zusätzliche Aspekte hervorrufen lässt?

Ich möchte aber nicht den ganzen Tag in diesen Strümpfen raumlaufen und angenommen ER will spontan Sex, die Situation passt und ich muss erst losrennen und mich umziehen?

Ich glaube schon, dass das einen gewissen Leidensdruck hervorrufen kann. (Bei Beiden) und das wäre die Definition einer "Krankheit", die behandelbar wäre. Ich glaube schon, dass man sich so etwas wieder abtrainieren kann. Es hat für mich gewisse Parallelen zu den "Zwängen" (ICD 10) und die sind auch behandelbar.

Es besteht aber kein Grund etwas zu verändern, wenn Alle damit gut klarkommen. 

Dann ist es nur eine Vorliebe. Vielleicht eine sehr, sehr große (wie Füße).

bearbeitet von Enja781
(bearbeitet)
vor 26 Minuten, schrieb Enja781:

Aber genau da ist ja das Problem :)

Das Problem ist auch, dass hier "Alltagssprache" und "Krankheit" vermischt werden. Es gibt aber Diagnosekriterien, um es "Krankheit" nennen zu können.

Es ist ein schmaler Grat, und Du hast völlig recht. Der entscheidende Faktor ist oft der Leidensdruck oder die Funktionsbeschränkung.

Dann taucht man eben Kranheit gegen zwanghaft aus und dann sind Alle zufrieden? Man kann aber auch das Neuere CD-11 heranziehen um es zu analysieren.

bearbeitet von Invisible_Man
vor 17 Minuten, schrieb Invisible_Man:

Dann tauchst man eben Kranheit gegen zwanghaft aus und dann sind Alle zufrieden?

Das ist nicht das, was ich damit aussagen wollte!

Dabei ging es lediglich um die therapierbarkeit, (oder Möglichkeit der Änderung) WENN ein Leidensdruck besteht!

Wenn es lediglich eine Vorliebe oder Gewohnheit ist, die nicht weiter beeinträchtigend ist, besteht auch kein Grund etwas zu ändern.

Ich wasche mir sehr häufig die Hände. Nach jedem Toilettengang, wenn ich von draußen reinkomme, vor dem Essen machen, vor dem Essen... Für mich ziemlich "normal" :). Nicht zu vergleichen mit einem "Waschzwang", bei dem die Hände ggf. 20 Mal hintereinander und mit Nagelbürste geschrubbt werden. Dadurch sind oft die Hände auch sehr wund oder gar blutig. Dieses Verhalten ist irrational und übertrieben. Dennoch hat es ja Gründe, an denen man arbeiten könnte, wenn man darunter leidet und etwas ändern möchte.

Und so ähnlich sehe ich einen (krankhaften nach ICD 10) Fetisch auch. Man MUSS etwas bestimmtes tun bzw. haben, um sexuelle Erregung zu verspüren. Ohne Ausnahme. Das ist nicht nur gewöhnliches, völlig normales Händewaschen, sondern eine Art Zwang UND es geht einem schlecht damit. Dann, glaube ich, besteht auch die Möglichkeit, etwas daran zu verändern. 

Vielleicht den Fetisch, in eine Vorliebe zu verändern, aber AUCH anderes zu können.

Aber natürlich besteht eine Notwendigkeit und Möglichkeit NUR dann, wenn man darunter leidet und etwas ändern möchte! 

 

 

 

Vor 17 Minuten , schrieb Enja781:

Das ist nicht das, was ich damit aussagen wollte!

Dabei ging es lediglich um die therapierbarkeit, (oder Möglichkeit der Änderung) WENN ein Leidensdruck besteht!

Wenn es lediglich eine Vorliebe oder Gewohnheit ist, die nicht weiter beeinträchtigend ist, besteht auch kein Grund etwas zu ändern.

Ich wasche mir sehr häufig die Hände. Nach jedem Toilettengang, wenn ich von draußen reinkomme, vor dem Essen machen, vor dem Essen... Für mich ziemlich "normal" :). Nicht zu vergleichen mit einem "Waschzwang", bei dem die Hände ggf. 20 Mal hintereinander und mit Nagelbürste geschrubbt werden. Dadurch sind oft die Hände auch sehr wund oder gar blutig. Dieses Verhalten ist irrational und übertrieben. Dennoch hat es ja Gründe, an denen man arbeiten könnte, wenn man darunter leidet und etwas ändern möchte.

Und so ähnlich sehe ich einen (krankhaften nach ICD 10) Fetisch auch. Man MUSS etwas bestimmtes tun bzw. haben, um sexuelle Erregung zu verspüren. Ohne Ausnahme. Das ist nicht nur gewöhnliches, völlig normales Händewaschen, sondern eine Art Zwang UND es geht einem schlecht damit. Dann, glaube ich, besteht auch die Möglichkeit, etwas daran zu verändern. 

Vielleicht den Fetisch, in eine Vorliebe zu verändern, aber AUCH anderes zu können.

Aber natürlich besteht eine Notwendigkeit und Möglichkeit NUR dann, wenn man darunter leidet und etwas ändern möchte! 

 

 

 

Es ging mir im Kontext nur darum das sich Einige an Krankheit aufgehängt haben. Ich finde schon das man unterscheiden sollte wenn ich jemanden als „krank“ bezeichne und ihn in dem Zusammenhang diffamiere oder es als zwanghaft krank bezeichne. Aber das war ja auch gar nicht das Thema bis es auf diese Ebene gezogen wurde. Und ja man kann einen Fetisch zur Vorliebe machen wenn man den Zwang heraus nimmt.

vor 42 Minuten, schrieb Invisible_Man:

 

Es ging mir im Kontext nur darum das sich Einige an Krankheit aufgehängt haben. Ich finde schon das man unterscheiden sollte wenn ich jemanden als „krank“ bezeichne und ihn in dem Zusammenhang diffamiere oder es als zwanghaft krank bezeichne. Aber das war ja auch gar nicht das Thema bis es auf diese Ebene gezogen wurde. Und ja man kann einen Fetisch zur Vorliebe machen wenn man den Zwang heraus nimmt.

Sorry, ich bin nebenbei noch beschäftigt und hatte Dich wohl missverstanden.

Ich nehme "krank" als gesicherte Diagnose. Das kann aber niemand von Außen beurteilen und erst Recht kein Laie! 

Ich kann nur mutmaßen, wie es mir unter gewissen Umständen gehen könnte und ob ich darunter leiden würde oder nicht. Als "krank" würde ich mich dennoch nicht bezeichnen wollen. Eher, als "verbesserungsbedürftig" :). Ich MICH selber. Über Andere kann ich nicht urteilen und Andere nicht über mich.

Menschen sind sooo verschieden. Es gibt die Begriffe "normal" - "abnormal". Nennen wir es es einfach mal gewöhnlich und "außergewöhnlich".

Ich behaupte, dass jeder gewisse Eigenarten hat, die  "außergewöhnlich" sind. 

Natürlich gibt es auch Krankheiten (Verhaltensweisen), die darauf ausgelegt sind, Anderen zu schaden. Dann ist es natürlich trotzdem eine Krankheit, weil ein Anderer darunter leiden muss. 

 

Vor 10 Stunden, schrieb ampertwo:

Ich würde Fetisch mit Sucht gleichsetzen.

Wenn es das Leben komplett einschränkt,dann ja. Hier meine ich die Auswirkungen auf den Beruf oder das Privatleben.
Dabei bewegt man sich ja schon in Richtung Krankheit. z.b. Sexsucht.

Am 7.2.2026 at 20:48, schrieb ampertwo:

Ich würde Fetisch mit Sucht gleichsetzen.

 

vor 23 Stunden, schrieb Alpha-Frau:

 

Wenn es das Leben komplett einschränkt,dann ja. Hier meine ich die Auswirkungen auf den Beruf oder das Privatleben.
Dabei bewegt man sich ja schon in Richtung Krankheit. z.b. Sexsucht.

Süchte sind meiner Meinung nach anders zu behandeln, als "Zwangshandlungen" oder Fetische.

Ja, es gibt die "Sexsucht", die hat aber wieder ganz andere Hintergründe, als Fetische. Fetische sind natürlich auch keine Zwänge!, aber evtl. ähnlich behandelbar, wenn man darunter leidet und es ändern möchte?

Vor 12 Minuten , schrieb Enja781:

Süchte sind meiner Meinung nach anders zu behandeln, als "Zwangshandlungen" oder Fetische.

Ja, es gibt die "Sexsucht", die hat aber wieder ganz andere Hintergründe, als Fetische. Fetische sind natürlich auch keine Zwänge!, aber evtl. ähnlich behandelbar, wenn man darunter leidet und es ändern möchte?

Einen Fetisch zu haben ist für mich eine Erweiterung der Vorliebe. Ich brauch es eher,um Sex zu haben. z.b. ich kann nur bei Strümpfen oder Lack, Leder kommen.Für mich keine Krankheit.

vor 4 Stunden, schrieb Alpha-Frau:

 

Einen Fetisch zu haben ist für mich eine Erweiterung der Vorliebe. Ich brauch es eher,um Sex zu haben. z.b. ich kann nur bei Strümpfen oder Lack, Leder kommen.Für mich keine Krankheit.

Es ist recht egal, ob das für DICH eine Krankheit ist, wenn es ein Anderer als belastend und "Krankheit" für sich empfindet.

Das ist das Kriterium. Jemand leidet darunter! 

Wenn etwas NUR auf eine gewisse Art geht, könnte es unter Umständen ein Fetisch sein.

Ein Label braucht man dann wenn es zum Lebensinhalt wird. Auch dann muss man sich, meiner Meinung nach, erst zuordnen.
Aber auch die Zuordnung kann sehr vielseitig gefechert sein. Nur weil ich es mag, das meine Partnerin mir ordentlich die Eier knetet, bin ich noch lange nicht pervers oder muss mich im BDSM-Bereich einordnen. Da reicht zum Beispiel die Zuordnung "mag kein Blümchensex".
Oder, weil ich Wifesharing mag, bin ich deshalb noch lange kein Cucki und gehöre ebenfalls nicht in eine spezielle Kategorie.
Wenn eine Vorliebe aber so geprägt ist, das man nicht mehr anders möchte oder kann, dann, denke ich, kann man sich selbst zuordnen, wenn man das möchte.
Meine Vorliebe ist, zB, Vielseitigkeit. Neues probieren, selbst, oder erst recht, wenn es nicht ins spießige Blümchenschlafzimmer passt.
Ich hab vieles gesehen und selbst probiert, in Bereiche oder Labels reingeschnuppert wo es allein deshalb schon schwer wäre mich zuzuordnen.
Die Bestimmung - Divergent!   :D
Peace
 

Am 7.2.2026 at 10:36, schrieb Enja781:

Ich wasche mir sehr häufig die Hände. Nach jedem Toilettengang, wenn ich von draußen reinkomme, vor dem Essen machen, vor dem Essen... Für mich ziemlich "normal" :)

Nein, nicht "ziemlich normal", für mich selbstverständlich. Leider denken etliche Menschen ganz anders darüber. Wenn Menschen mit ungewaschenen Händen von der Supermarkttoilette kommen und alles mögliche anfassen, was ich dann vielleicht kaufe... Jetzt brauche ich einen Schnaps, denn meine lebhafte Phantasie... :stuck_out_tongue_closed_eyes:

vor 8 Stunden, schrieb lieber_Kater:

Nein, nicht "ziemlich normal", für mich selbstverständlich. Leider denken etliche Menschen ganz anders darüber. Wenn Menschen mit ungewaschenen Händen von der Supermarkttoilette kommen und alles mögliche anfassen, was ich dann vielleicht kaufe... Jetzt brauche ich einen Schnaps, denn meine lebhafte Phantasie... :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Oh, was selbstverständlich ist, ist so eine Sache 🤣.

Mit "normal" meinte ich jetzt "nicht krank", im Sinne eines Waschzwanges. Das kann wiederum sehr belastend sein, wenn man sich selbst die Hände blutig schrubbt. Ich glaube schon, dass da ein Leidensdruck besteht. 

vor 17 Stunden, schrieb MrVersatile:

Ein Label braucht man dann wenn es zum Lebensinhalt wird. Auch dann muss man sich, meiner Meinung nach, erst zuordnen.
Aber auch die Zuordnung kann sehr vielseitig gefechert sein. Nur weil ich es mag, das meine Partnerin mir ordentlich die Eier knetet, bin ich noch lange nicht pervers oder muss mich im BDSM-Bereich einordnen. Da reicht zum Beispiel die Zuordnung "mag kein Blümchensex".
Oder, weil ich Wifesharing mag, bin ich deshalb noch lange kein Cucki und gehöre ebenfalls nicht in eine spezielle Kategorie.
Wenn eine Vorliebe aber so geprägt ist, das man nicht mehr anders möchte oder kann, dann, denke ich, kann man sich selbst zuordnen, wenn man das möchte.
Meine Vorliebe ist, zB, Vielseitigkeit. Neues probieren, selbst, oder erst recht, wenn es nicht ins spießige Blümchenschlafzimmer passt.
Ich hab vieles gesehen und selbst probiert, in Bereiche oder Labels reingeschnuppert wo es allein deshalb schon schwer wäre mich zuzuordnen.
Die Bestimmung - Divergent!   :D
Peace
 

Ich denke, wie Du, dass man das Label braucht, um sich irgendwo einordnen zu können (sich irgendwo zugehörig zu fühlen) aber eben auch, oder in besonderem Maße, um darüber kommunizieren und Gleichgesinnte finden zu können. 

Wobei auch das wieder ein Problem ist, weil Begriffe bzw. Label auf vielfältige Art interpretiert werden könnten. Wie z.B. "devot" oder einfach nur "Baum". Wenn ich sage, dass ich Bäume mag, mag ich vielleicht besonders Eichen, aber Birken nicht ganz so und Trauerweiden gar nicht. Es ist also hilfreicher etwas spezifischer zu sein. "Ich mag Eichen" :)

Oder "ich bin 'devot' im Sinne von X aber nicht im Sinne von Y"

Ist da der Begriff/Label  'devot' eigentlich nötig, oder kann ich nicht auch sagen, dass ich beim Sex X mag, aber Y nicht? 

Bietet so ein Label nicht auch sehr viel Raum für Missinterpretationen?

Ich bin eine Frau. Das ist Fakt und ein Label 🤣. Allerdings werden dem Begriff "Frau" auch gewisse Eigenschaften zugeschrieben, die auf mich gar nicht zutreffen. Z.B. "lange Fingernägel", "ekelt sich vor Spinnen", "kann nicht einparken" o.ä. 

Ist es nicht sinnvoller sich weiterführende Informationen einzuholen, was dieses Label bedeutet?

Ob etwas eine Vorliebe oder ein Fetisch ist, hängt wohl erstens davon ab, wie "Fetisch" definiert wird, wie man sich selbst sieht, ob man darunter leidet, wie Andere das sehen, ob man (Sex) Partner dafür findet. Usw.

 

 

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