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Wo hört Neugier auf und wo beginnt ein Fetisch – und braucht man dafür ein Label?


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Empfohlener Beitrag

Gibt es nicht, Du wirst von etwas angefixt was Dir gefällt und Lust bereitet, es beginnt oder eben nicht. Der Übergang ist schwammig, Schon die Haare festhalten beim Sex ist BDSM. Wie weit man bereit ist zu gehen, wer weiss. ***, Skarifizierung, Erregung im Dolcett uvm. es gibt kaum Grenzen. Jeder zieht anders Lust und Erregung aus Berührungen.

Für mich gibt es ausschließlich Fetische und Abneigungen, aber keine Vorlieben. Fetische sind nun mal etwas, ist jemand BRAUCHT um überhaupt sexuell stimuliert zu werden, was ich zum Glück nicht habe, außer man zählt inzwischen auch Gefühle dazu. Vorlieben habe ich auch keine, denn das was mit XY großartig ist, kann mit YX absolut keinen Spaß machen, dafür hat dieser Mensch dann andere Dinge, die sehr kompatibel sind. Ich habe keine "Lust haves", dafür eine Menge Abneigungen, inzwischen.

Vor 3 Stunden, schrieb Invisible_Man:

Es gibt schon Anzeichen die in diese Richtung gehen: Die Person leidet selbst unter dem Drang.
Das soziale Leben, der Job oder die Partnerschaft werden massiv beeinträchtigt.
Wenn der Fetisch auf eine Weise ausgelebt wird, die andere Personen schädigt oder deren Einverständnis ignoriert.

Ich habe nicht ausgeschlossen, dass es von manchen Menschen als krankhaft bezeichnet wird, sondern in Frage gestellt, diesen Aspekt besonders zu thematisieren

Vor 3 Stunden, schrieb MaryAndThePopp3r:

Dass "krankhaft" eine Wertung ist, hast du dir zusammengereimt. Wenn man keine erfüllende Sexualität ohne diesen Trigger ausleben kann, dann grenzt das zumindest schon an eine krankhafte Ausprägung. Daran hat man keine Schuld und es ist daher für mich auch nicht wertbar.

Kurz mal nachdenken, ob es eine Wertung ist, wenn das Streben nach einem neuen Elektronik Gadget als krankhaft bezeichnet wird

Warum muss man alles in Schubladen stecken?

Fetisch ist halt, man ist auf eine bestimmte Sache sexuell fixiert und wird anders kaum erregt 

Neugierig zu sein und etwas auszuprobieren gehört zum Sex doch dazu, man möchte sich sexuell ja auch weiterentwickeln

Vor 21 Minuten , schrieb Marc_Klein:

Ich habe nicht ausgeschlossen, dass es von manchen Menschen als krankhaft bezeichnet wird, sondern in Frage gestellt, diesen Aspekt besonders zu thematisieren

Wie siehst du das in deinem konkreten Kontext? Geht es dir darum, dass durch diese Thematisierung die eigentliche Qualität oder der Inhalt der Sache überschattet wird?

Ist es nicht egal was es ist ? Wichtig ist doch nur das es mindestens 2 es wollen und dabei Spaß haben.

Vor 25 Minuten , schrieb Invisible_Man:

Wie siehst du das in deinem konkreten Kontext? Geht es dir darum, dass durch diese Thematisierung die eigentliche Qualität oder der Inhalt der Sache überschattet wird?

Wir könnten versuchen, diskriminierungsfrei zu diskutieren 

Vor 19 Minuten , schrieb Marc_Klein:

Wir könnten versuchen, diskriminierungsfrei zu diskutieren 

Ich habe niemanden diskriminiert lediglich klargestellt ab wann es möglicherweise krankhafte Züge annimmt, also falsche Adresse.

Ich finde immer ein Fetisch ist das, was dich schnell zu eine Erregung bringt durch Fantasie, die man ausleben kann, wenn es im Rahmen bleibt

Vor 15 Minuten , schrieb Marc_Klein:

Der Begriff krankhaft steht in keinerlei Zusammenhang mit der Themenstellung

Wo ist Dein Problem? Identifizierst Du Dich damit oder was triggert Dich da so?

Vor 3 Minuten , schrieb Invisible_Man:

Wo ist Dein Problem? Identifizierst Du Dich damit oder was triggert Dich da so?

Weshalb ziehst du das auf die persönliche Ebene?

(bearbeitet)
vor 13 Minuten, schrieb Marc_Klein:

Weshalb ziehst du das auf die persönliche Ebene?

Weil Du der Einzige bist der sich hier aufregt. Welche Ebene wäre denn recht?

bearbeitet von Invisible_Man
Vor 13 Minuten , schrieb Invisible_Man:

Weil Du der Einzige bist der sich hier aufregt. Welche Ebene wäre denn recht?

Vielleicht das Schweigen der Lämmer oder die typische Abstumpfung gegenüber populistischer Diskriminierung

Gerade eben, schrieb Marc_Klein:

Vielleicht das Schweigen der Lämmer oder die typische Abstumpfung gegenüber populistischer Diskriminierung

Jetzt wird es lächerlich!

Vor 1 Minute , schrieb Invisible_Man:

Jetzt wird es lächerlich!

Kann sein, dass du da recht hast, es lohnt sich wirklich nicht auf jede Absonderung einzugehen

Vorliebe: Das wird bevorzugt und ist bekannt, dass es toll ist.

Neugierde: Interesse...könnte man vielleicht mal versuchen.

Fetisch: Ohne das funktioniert es nicht.

Labels/Schubladen: Kaum jemand wird die für sich selbst brauchen. Schließlich ist der Sex Sex wie man ihn für sich definiert hat. Hilfreich ist es bei der Suche eines passenden Partners. Umso besser beide in die selbe Schublade passen, desto besser klappt es zumindest auf dieser Ebene. Einengend ist es nur, wenn die Schublade zu klein wird...wo wir dann wieder beim Fetisch landen.

Ist für mich eigentlich ganz einfach: "Neugierde" ist es, wenn man es mal ausprobieren möchte. "Fetisch", wenn man es wiederholt praktiziert.

vor 7 Stunden, schrieb Invisible_Man:

 

Solange ein Fetisch einvernehmlich in einer Beziehung (oder allein) ausgelebt wird und niemandem schadet, gilt er heute schlicht als eine Spielart der menschlichen Sexualität und nicht als "krankhaft".

Es ist doch nicht gesagt, dass man damit nur dem Partner schadet und dass es sich erst dann krank anfühlt. Sobald man sich ohne bestimmte Dinge nicht kann, ist das eine Selbstblockade.

Das kann natürlich auch zu einer unabsichtlichen Abwertung in der Partnerschaft führen, wie in @Invisible_Mans Beispiel schön zu sehen ist. Aber zuerst steht man damit sich damit selbst im Weg.

Jetzt stellt Euch nur als Beispiel jemanden vor, der nur kommen kann, wenn er so eine Maske trägt, die fast keine Luft durchlässt. Wenn es nur um den Orgasmus geht, scheint das technisch die Lösung zu sein. Aber gehen wir weiterhin davon aus, dass diesem Mensch auf Dauer das Risiko zu groß ist. Dann ist die Fetisch genannte Selbstblockade behandlungswürdig.

Und, um auf die Partnerschaft zurückzukommen: Auch dem Partner/der Partnerin kann das Risiko zu groß sein.

Vor 6 Minuten , schrieb Nusshörnchen:

Es ist doch nicht gesagt, dass man damit nur dem Partner schadet und dass es sich erst dann krank anfühlt. Sobald man sich ohne bestimmte Dinge nicht kann, ist das eine Selbstblockade.

Das kann natürlich auch zu einer unabsichtlichen Abwertung in der Partnerschaft führen, wie in @Invisible_Mans Beispiel schön zu sehen ist. Aber zuerst steht man damit sich damit selbst im Weg.

Jetzt stellt Euch nur als Beispiel jemanden vor, der nur kommen kann, wenn er so eine Maske trägt, die fast keine Luft durchlässt. Wenn es nur um den Orgasmus geht, scheint das technisch die Lösung zu sein. Aber gehen wir weiterhin davon aus, dass diesem Mensch auf Dauer das Risiko zu groß ist. Dann ist die Fetisch genannte Selbstblockade behandlungswürdig.

Und, um auf die Partnerschaft zurückzukommen: Auch dem Partner/der Partnerin kann das Risiko zu groß sein.

Das ist ein sehr guter Ansatz finde ich! Du triffst hier einen sehr wichtigen Punkt, der in Diskussionen über Vorlieben und Fetische oft übersehen wird: die Autonomie des Einzelnen. Eine Sexualität, die nur noch auf einem einzigen, riskanten Gleis fährt, ist kein Ausdruck von Freiheit mehr, sondern ein Gefängnis. Die Erkenntnis, dass man sich damit "selbst im Weg steht", ist oft der erste und schwierigste Schritt zur Besserung.

Vor 3 Stunden, schrieb Marc_Klein:

Der Begriff krankhaft steht in keinerlei Zusammenhang mit der Themenstellung

Warum tust du so vehement, als würden Fetische und krankhafte Störungen nicht im Kontext miteinander stehen? Es ist nicht diskriminierend, es ist Tatsache. So wie nicht jeder alkoholkrank wird, der Alkohol trinkt ist nicht jeder sexuell gestört, der Fetische hat. Aber extreme Verhaltensweisen haben eben ein größeres Potenzial, krankhaft zu werden, eben z.B. wenn es zum einzigen/entscheiden Teil der Sexualität wird. Das ist nicht einfach ein "ich finde es komisch, darum bewerte ich das so" - es ist so. Ich möchte übrigens anmerken, dass du gerade die treibende Kraft beim Thema "Fetisch = krankhaft?" Bist. Ich habe es lediglich in Klammern als eine Möglichkeit aufgeführt, dass es sein KANN, dass es krankhafte Züge annimmt. Dass dieses eine Wort in Klammern den ganzen Thread dominiert liegt an denen, die von diesem Wort getriggert sind.

Anonymes-Mitglied-2

Der Begriff ist klar definiert:Sexuelle Bedeutung: Es handelt sich um eine spezielle Vorliebe, bei der Gegenstände, Materialien oder Körperteile (z. B. Füße) im Mittelpunkt des sexuellen Interesses stehen.

Naturgemäß kann ich mit dem Begriff "Fetisch" nicht viel anfangen. Zum Einen ist er nicht hinreichend definiert und somit nicht allgemeingültig, zum Anderen eher negativ konnotiert, weist er doch meist auf zwanghafte Notwendigkeit (im intimen Bereich) hin.
Ich für meinen Teil bevorzuge da "Vorlieben", denn die sind ein "erfreuliches kann" und kein "zwingendes muss" - letzteres finde ich in allen sexuellen Themen abturnend. 🤷🏻‍♂️

Vor 26 Minuten , schrieb Lachenbringtmehr:

Naturgemäß kann ich mit dem Begriff "Fetisch" nicht viel anfangen. Zum Einen ist er nicht hinreichend definiert und somit nicht allgemeingültig, zum Anderen eher negativ konnotiert, weist er doch meist auf zwanghafte Notwendigkeit (im intimen Bereich) hin.
Ich für meinen Teil bevorzuge da "Vorlieben", denn die sind ein "erfreuliches kann" und kein "zwingendes muss" - letzteres finde ich in allen sexuellen Themen abturnend. 🤷🏻‍♂️

Doch es ist definiert, die Definition hängt an der Frage: Kannst du auch ohne? Wenn ja, ist es eine Vorliebe. Wenn nein, ist es im fachlichen Sinne ein Fetisch. Allerdings verschwimmt die Grenze meistens in der Realität.

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