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Wo hört Neugier auf und wo beginnt ein Fetisch – und braucht man dafür ein Label?


CAT-IS-BACK

Empfohlener Beitrag

vor 6 Minuten, schrieb Dino_Haraldino:

meine Vorlieben sind nur noch Texte von Ernst Busch und Ch.Holzhöfer zu hören. Sex ist out. Ansonsten mag ich nur den Chatt 💕😘

Respekt für die klare Prioritätenliste 😄
 

Vorliebe, wenn es keiner muss ist aber eben beliebt.
Fetisch, wenn es nicht ohne funktioniert oder eben ein "muss" ist.

Vor 28 Minuten , schrieb Marc_Klein:

Wozu die Wertung „krankhaft“

Dass "krankhaft" eine Wertung ist, hast du dir zusammengereimt. Wenn man keine erfüllende Sexualität ohne diesen Trigger ausleben kann, dann grenzt das zumindest schon an eine krankhafte Ausprägung. Daran hat man keine Schuld und es ist daher für mich auch nicht wertbar.

Ich kann mit diesen Labels nichts anfangen und empfinde es als anstrengend wenn mir Menschen sagen "ich bin blabls blubb und irgendwie sexuell". Für mich persönlich bin ich dazu übergegangen, falls jemand nach meinem Label fragt, zu sagen: Ich bin megasexuell... ich mach alles was megageil ist.
Dann entsteht ein Gespräch was das sein kann und mein Gegenüber erzählt dann meist auch was gut ist.... und schon passt alles oder halt nicht 🤷‍♂️

Einiges probiert man (wahrscheinlich ?) aus - NEUGIER ! anderes lässt man wieder. Einiges wird wohl Gewohnheit ? Muss man ausprobieren, was einem zusagt !?

Ich denke das der Begriff Fetisch schon recht klar definiert ist. 

Auf uns passt der Begriff auch nicht wirklich, auch wenn wir diverse Vorlieben haben. 

Sicherlich muss man nicht alles labeln, allerdings kann es auch gerade im Austausch mit anderen vom Vorteil sein, wenn man Dinge benennen kann.

Uns selbst würden wir eher als kinky oder sexpositiv einordnen und wir merken ganz stark, dass wir uns lieber unter Menschen aufhalten die genauso ticken.

Ein Fetisch ist für mich, eine sexuelle Vorliebe, auf die ich auf gar keinen Fall verzichten kann und möchte.
Dabei ist die Handlung an sich egal.

Ich selbst habe keinen Fetisch.
Ich lebe aber auch nicht in Label.

Was ein Feitisch ist wurd hier ja schon erklärt. Es ist also weit entfernt von einer Vorliebe und von Neugier. Ich stelle es mir belastend vor einen Fetisch zu haben.
Sehr gerne würde ich mal von jemandem erfahren der einen Fetisch hat, wie es ist damit zu leben und zu lieben.
Vor einigen Jahren habe ich mal mit jemandem geschrieben, der einen Birkenstockfetisch hat, sagte er. Alte, ausgetretene Birkenstocks haben ihn total wuschisch gemacht und völlig erregt.
Er konnte auch Sex ohne haben, aber die totale Erregung kam mit den Latschen. Er war gar nicht glücklich darüber. Ausgesucht hat er sichs nicht.
Wie ist das bei euch, die ihr einen Fetisch habt?

Wenn es zu einer kleinen Sucht wird ist es auf jeden Fall ein Fetisch den jemand ausleben möchte oder sogar mit der Zeit leben muss da sonst etwas im Leben fehlt.

Vor 22 Minuten , schrieb CAT-IS-BACK:

Spannend, wie sich das Thema gerade ausdifferenziert.Der Einwurf zu „krankhaft“ zeigt für mich gut, wie schnell Begriffe unterschiedlich verstanden werden: Im Alltag klingt das wertend, fachlich meint es eher Situationen, in denen Leid, Zwang oder deutliche Einschränkungen entstehen – für die Person selbst oder im Miteinander.Gleichzeitig wird hier deutlich, dass „Fetisch“ für manche eine neutrale Beschreibung ist, für andere aber schon eine Schublade mit Bewertung. Das erklärt vielleicht auch, warum einige Labels hilfreich finden (zur Orientierung, Kommunikation), während andere sie ablehnen, weil sie dem Erleben nicht gerecht werden.Vielleicht ist der gemeinsame Nenner am Ende: Solange Vorlieben/Fetische einvernehmlich, reflektiert und ohne Schaden für Beteiligte gelebt werden, ist die Bezeichnung zweitrangig. Entscheidend ist eher, wie gut man damit für sich selbst und in Beziehungen klarkommt.

Gute Zusammenfassung bisher. Wo ist für dich der wertende Part?

vor einer Stunde, schrieb NordXXL:

Versuch macht Kluch 👍😏

Sachte der Teufel und setzte sich in die heiße Bratpfanne. :relaxed:

vor einer Stunde, schrieb CAT-IS-BACK:

Findet ihr Labels hilfreich, um euch selbst (oder anderen) besser zu verstehen – oder empfindet ihr sie eher als einengend?

Hmmmm .... hab mich mit dieser Fragestellung bisher nie groß beschäftigt, muss ich zugeben.

Labels lehne ich weder ab, noch benötige ich welche. Ich bin da eher simpel gestrickt, heißt ich mag etwas oder ich mag etwas nicht. Des Weiteren wusste ich das auch schon sehr früh (sogar schon mit Beginn meiner Pubertät) was ich mag und was ich nicht mag. Sexuelle Neugierde war insofern nie meine Triebfeder. Doch ich merke, dass ich gerade abschweife.

 

vor einer Stunde, schrieb CAT-IS-BACK:

Ab wann ist etwas für euch einfach eine Vorliebe oder Neugier

Wie ich bereits schrieb, war Neugierde (im sexuellen Kontext) noch nie Teil meines Repertoires. Vorlieben habe ich allerdings definitiv. Sind mir meine Vorlieben wichtig? Ja, ich glaube schon, dass sie es (für mich) sind. Aber so wichtig, dass sexuelle Interaktion ohne meine Vorlieben undenkbar wäre? Nein, so wichtig nicht.

 

vor einer Stunde, schrieb CAT-IS-BACK:

ab wann fühlt es sich wie ein Teil der eigenen sexuellen Identität an?

Ich kann ja nur für mich sprechen und da verhält es sich so, dass sowohl meine Vorlieben, als auch meine Abneigungen das Gesamtbild  meiner sexuellen Identität sind. 

Abschließend möchte ich aber noch anmerken, dass eine Kategorisierung im grundsätzlichen zu unserer menschlichen Natur gehört, nicht nur im sexuellen Kontext, sondern in unserem kompletten Alltag, von dem Augenblick in dem morgens unsere Augen öffnen bis zum Zeitpunkt wenn wir Abends zum schlafen die Augen wieder schließen. Meistens passiert das unbewusst, selten bewusst aber wir alle tun es quasi in Echtzeit ohne Pause. 

Daraus resultierend kann es für manche Menschen schon sehr hilfreich sein etwas bewusst zu labeln.

Sorry, wenn der letzte Absatz gerade ein bissle OT geworden ist, aber aus meiner bescheidenen Sicht ist das schon ein wichtiger Punkt zum Thema.

Neugier ist es wenn ich etwas gesehen oder gelesen habe und es einmal ausprobieren möchte aber noch nicht weiß ob es etwas für mich ist das mir Spaß oder geile bzw. positive Gefühle bereitet.
Aus Neugier kann durch ausprobieren ein wachsendes Interesse und auch Bedürfnis entstehen weiter in diesen Bereich eindringen und eine sexuelle neue Bereicherung des Lebens zulassen zu wollen die das Leben des einzelnen bereichert. Das führt meist auch zu einem ausgeglicheneren Leben und Lebensstyle.

vor 8 Minuten, schrieb MaryAndThePopp3r:

 

Gute Zusammenfassung bisher. Wo ist für dich der wertende Part?

Für mich liegt der wertende Part in der Alltagsbedeutung des Wortes „krankhaft“.Unabhängig davon, wie es fachlich gemeint ist, klingt es für mich im normalen Sprachgebrauch schnell nach „mit dieser Person stimmt etwas nicht

Was ein sexueller Fetisch ist, ist klar definiert. Wenn du es für deine Erregung brauchst, ist es ein Fetisch. Wenn du es magst, aber auch ohne beim Sex gut klarkommt, dann ist es eine Vorliebe.

Ich persönliche empfinde Labels meist als einschränkend und Fetisch ist es, wenn es ohne gar nicht mehr geht.

Ich persönlich habe da so einige Vorlieben... Ob es ein Fetisch ist, ist da so eine Auslegungssache
Gepflegte Frauenfüße z.B. machen mich ziemlich scharf....

Vor 12 Minuten , schrieb CAT-IS-BACK:

Für mich liegt der wertende Part in der Alltagsbedeutung des Wortes „krankhaft“.Unabhängig davon, wie es fachlich gemeint ist, klingt es für mich im normalen Sprachgebrauch schnell nach „mit dieser Person stimmt etwas nicht

Ich finde es schwierig, wenn man sich ein Wort herauspickt, den Kontext drum herum nicht beachtet und das Wort dann selbst für sich einordnet, um darauf basierend dann eine Wertung zu erkennen. Es geht darum, wie aus einer Neugier eventuell ein Fetisch werden kann - eine Fixierung auf dieses spezifische sexuelle Thema. Das krankhaft in Klammern war ganz bewusst gewählt, weil nicht jede Fixierung krankhafte Züge bekommt. Und damit wollte ich die Brücke von Neugier auf Fetisch bauen. Und ja, wenn so eine Fixierung krankhaft ist, dann stimmt mit dieser Person etwas nicht. Das heißt nicht dass die Person ein schlechter Mensch ist, aber dass sie sich gegebenenfalls mit diesem Problem auseinander setzen sollte. Würde man auch zu jedem anderen sagen mit einer Zwangsstörung.

(bearbeitet)

Brauch keine Labels und keine Fetische. Ich mag etwas oder ich mag etwas nicht. Das wusste ich aber schon recht früh. Was ich ausprobieren wollte, hab ich probiert. Und wann immer ich dachte "Das ist eigentlich nicht so meins..." stellte sich am Ende raus, ich hatte recht. Ich hab oft das Gefühl für viele geht es beim Sex nur noch um "höher, schneller weiter." Brauch ich nicht. Sexuelle Neugier war nie mein Antrieb, nie mein Ding.

Ich mag Grenzen und Frauen mit Grenzen, im sexuellen Sinn. Klar hab ich meine Vorliebe und Grundsätze. Das kommuniziere ich auch recht deutlich. Was übrigens gut ankommt. Bei den Frauen die ich mag. Meiner Zielgruppe.

Sexuelle Identität. Was das schon wieder soll. Ich bin wie ich bin. Die Summe aller meine Eigenschaften, Vorlieben, Charakterzüge, Fehler und Macken. Das macht mich am Ende aus und ist auch der Grund, warum eine potentielle ( Sex ) Partnerin eben am Ende mit mir Sex hat oder eben nicht. Das macht ja auch Frauen für mich attraktiv. Die Summe all ihrer Eigenschafen. 

 

bearbeitet von Carbonated
vor 1 Stunde, schrieb CAT-IS-BACK:

Viele stehen auf bestimmte Dinge, ohne sich gleich einem Fetisch zuordnen zu wollen.Ab wann ist etwas für euch einfach eine Vorliebe oder Neugier – und ab wann fühlt es sich wie ein Teil der eigenen sexuellen Identität an?

Findet ihr Labels hilfreich, um euch selbst (oder anderen) besser zu verstehen – oder empfindet ihr sie eher als einengend?

Schwierige Frage, einfache Antwort.

Eine Krankheit, als die Fetischismus geführt wird, besteht nur dann, wenn ein Leidensdruck besteht.

Hilft es zu wissen, ob man ein Fetisch hat, oder nicht?

Leider man darunter? Leiden Andere darunter? Ist es schwierig Sexpartner zu finden? Wenn man das mit "ja" beantworten kann, ist es vermutlich ein Fetisch.

Aber man muss beachten, dass so etwas IMMER sein muss, um überhaupt sexuelle Erregung oder gar Befriedigung zu verspüren.

Im Thread war das "Beispiel" mit Spazieren gehen. Nein, kein Fetisch, nach ICD 10, aber dennoch irgendwie ein Fetisch, wenn man NUR durch bestimmte Verhaltensweisen erregt werden kann. Oder doch wieder keiner, weil die Möglichkeit besteht, auch ohne zeitliche Einschränkung erregt zu werden.

Ein Fetisch ist NICHT nur auf bestimmte Stellungen zu stehen, auf einen bestimmten Typ Mensch, nur auf gewisse Praktiken. Zumindest nicht laut ICD10.

Es wäre dann, wenn man immer etwas bestimmtes braucht, um sich überhaupt erregt zu fühlen. Das könnte schon belastend werden, wenn es anders einfach nicht geht und das nicht ganz so der "Norm" entspricht.

Z.B. ICD-10 F65.1

Fetischistischer Transvestitismus.

Dabei geht es um das Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, ohne sich mit dem anderen Geschlecht zu identifizieren und nur um sexuelle Erregung..

DAS ist dann ein Fetisch. 

Ob es wichtig, ist, ob man einen Fetisch hat oder nicht, hängt von der persönlichen Einstellung und dem "Leidensdruck" ab.

Meiner Meinung nach ist es völlig egal, als was (mit Fetisch oder ohne) man gesehen wird. Wichtig ist doch eigentlich nur, so gut, wie möglich mit sich selbst umzugehen und "glücklich" zu sein, ohne Anderen damit zu schaden.

 

Ich brauch kein Label - ich bin keine Verkaufsware. Und anderen drück ich keins auf, weil ich finde dass Labels den Menschen nicht gerecht werden. Ein Mensch ist so viel mehr als eine Vorliebe, ein Fetisch oder seine sexuelle Neigung. Und Fetisch ist eh nicht meins, ich bin kein getriebener, leidender Mensch.

vor 9 Minuten, schrieb Enja781:

Schwierige Frage, einfache Antwort.

Eine Krankheit, als die Fetischismus geführt wird, besteht nur dann, wenn ein Leidensdruck besteht.

Hilft es zu wissen, ob man ein Fetisch hat, oder nicht?

Leider man darunter? Leiden Andere darunter? Ist es schwierig Sexpartner zu finden? Wenn man das mit "ja" beantworten kann, ist es vermutlich ein Fetisch.

Aber man muss beachten, dass so etwas IMMER sein muss, um überhaupt sexuelle Erregung oder gar Befriedigung zu verspüren.

Im Thread war das "Beispiel" mit Spazieren gehen. Nein, kein Fetisch, nach ICD 10, aber dennoch irgendwie ein Fetisch, wenn man NUR durch bestimmte Verhaltensweisen erregt werden kann. Oder doch wieder keiner, weil die Möglichkeit besteht, auch ohne zeitliche Einschränkung erregt zu werden.

Ein Fetisch ist NICHT nur auf bestimmte Stellungen zu stehen, auf einen bestimmten Typ Mensch, nur auf gewisse Praktiken. Zumindest nicht laut ICD10.

Es wäre dann, wenn man immer etwas bestimmtes braucht, um sich überhaupt erregt zu fühlen. Das könnte schon belastend werden, wenn es anders einfach nicht geht und das nicht ganz so der "Norm" entspricht.

Z.B. ICD-10 F65.1

Fetischistischer Transvestitismus.

Dabei geht es um das Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung, ohne sich mit dem anderen Geschlecht zu identifizieren und nur um sexuelle Erregung..

DAS ist dann ein Fetisch. 

Ob es wichtig, ist, ob man einen Fetisch hat oder nicht, hängt von der persönlichen Einstellung und dem "Leidensdruck" ab.

Meiner Meinung nach ist es völlig egal, als was (mit Fetisch oder ohne) man gesehen wird. Wichtig ist doch eigentlich nur, so gut, wie möglich mit sich selbst umzugehen und "glücklich" zu sein, ohne Anderen damit zu schaden.

 

Danke für die differenzierte Einordnung. Der Punkt mit Leidensdruck als Kriterium ist für mich zentral – da treffen sich Fachdefinition und Alltagserleben ganz gut.Genau diese Grauzone zwischen „starke Vorliebe“ und „zwingend notwendig“ fand ich spannend: Ab wann wird etwas identitätsprägend – und ab wann eher belastend?Am Ende bin ich bei dir: Entscheidend ist weniger das Label als der Umgang damit – für sich selbst und mit anderen.

vor 2 Stunden, schrieb CAT-IS-BACK:

Viele stehen auf bestimmte Dinge, ohne sich gleich einem Fetisch zuordnen zu wollen.Ab wann ist etwas für euch einfach eine Vorliebe oder Neugier – und ab wann fühlt es sich wie ein Teil der eigenen sexuellen Identität an?

Findet ihr Labels hilfreich, um euch selbst (oder anderen) besser zu verstehen – oder empfindet ihr sie eher als einengend?

Vorliebe ist halt etwas, dass ich sehr mag und dass ich erotisch finde. Lange Haare z..B. Ein Fetisch ist es dann, wenn es essenziell für den Sex ist. Ich also ohne die langen Haare gar keine Lust empfinden würde.. 

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