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Wo hört Neugier auf und wo beginnt ein Fetisch – und braucht man dafür ein Label?


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Empfohlener Beitrag

Auch auf die Gefahr hin, dass diese Definition veraltet ist:

Fetisch fängt dann an wenn man ohne bestimmte Materialien oder Gegenstände gar nicht mehr erregt wird.

Labels (Englisch für Etiketten) oder mit eigenen Worten "Schubladen" finde ich wirklich sprachlich einengend. Ich habe mich auch auf der Partnerseite Fetisch.de (gehört zu Poppen.de) registriert. Aber um da das Profil auszufüllen habe ich ein Wörterbuch gebraucht.

Anonymes-Mitglied-1

Ich finde nicht das es ein Fetisch ist sich eine Stiefel in den arsxh schieben zu lassen

Ist das denn so wichtig? Hauptsache ist doch das ich/beide, Spass daran haben. Ob das nun Fetisch, Neugierde oder einfach nur Lust darauf ist, ist doch am Ende egal. Oder?

Wenn man gerne spazieren geht .. . Ist das auch eun fetisch ..... frage ja nur. Ob wirklich alles in eine Schublade kommt

(bearbeitet)
vor 10 Minuten, schrieb Nusshörnchen:

Auch auf die Gefahr hin, dass diese Definition veraltet ist:

Fetisch fängt dann an wenn man ohne bestimmte Materialien oder Gegenstände gar nicht mehr erregt wird.

Labels (Englisch für Etiketten) oder mit eigenen Worten "Schubladen" finde ich wirklich sprachlich einengend. Ich habe mich auch auf der Partnerseite Fetisch.de (gehört zu Poppen.de) registriert. Aber um da das Profil auszufüllen habe ich ein Wörterbuch gebraucht.

So isses nicht mehr und nicht weniger. Kannte mal eine Frau deren Ex konnte nur auf Nylons, ohne hätte man ihm eine Frau auf den Bauch binden können da passierte nichts. Das wusste Sie allerdings zum Anfang nicht und dachte es fehlt an Attraktivität ihrerseits.

bearbeitet von Invisible_Man

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Ich habe einiges jahrzehntelang einfach genossen, bis ich dann irgendwann zufällig erfahren habe, dass es dafür tatsächlich einen Namen gibt.

Spannend, wie unterschiedlich ihr das seht – von „ist doch egal, Hauptsache Spaß“ bis hin zu klaren Definitionen.
Vielleicht zeigt das schon, dass Labels vor allem Werkzeuge sind: Für manche hilfreich zur Orientierung, für andere eher einengend.
Mich würde interessieren: Nutzt ihr solche Begriffe eher für euch selbst – oder nur, um euch nach außen (z. B. auf Plattformen) einzuordnen?

Vor 3 Minuten , schrieb Kismet60:

Für mich wird eine Vorliebe zu einem Fetisch dadurch, dass Sex ohne Erfüllung dieses Fetischs nur schwer möglich ist oder derjenige unter dieser Vorliebe/Fetisch leidet.

Hier wird viel zu schnell von einem Fetisch gesprochen.

Wie immer nur meine Meinung, und ihr könnt gerne eine andere haben.

 

Der Übergang von einer „einfachen Vorliebe“ hin zu einem Fetisch ist oft fließend, aber in der Psychologie und Sexualwissenschaft gibt es recht klare Kriterien dafür, ab wann man diesen Begriff verwendet. Hast es aber schon treffend beschrieben.

Sehe ich ähnlich. Die Grenze fühlt sich für viele genau dort an, wo aus „mag ich“ ein „brauche ich“ wird – oder wo es anfängt, Druck zu erzeugen.
Spannend finde ich aber, dass der Begriff „Fetisch“ heute im Alltag viel schneller benutzt wird als in der Fachsprache. Dadurch landen Vorlieben, Neugier und starke Präferenzen schnell in derselben Schublade, obwohl sie sich im Erleben stark unterscheiden.
Vielleicht ist weniger entscheidend, wie man es nennt, sondern ob man selbst gut damit klarkommt – und ob es in Beziehungen offen kommuniziert werden kann.

Neugier und Fetisch sind zwei unabhängige paar Schuhe. Da hört nichts auf und fängt nichts an.
Wenn du statt Neugier das Wort Vorliebe angegeben hättest, wäre die Frage berechtigt.

Für mich ist es eher erstaunlicher, dass es immer mehr Menschen offensichtlich darum geht, für etwas einen Begriff zu haben, zu finden, zu gebrauchen, anstatt sich dem Inhalt zu widmen. Hinzu komm die in zunehmenden Maße inhaltlich falsche Begriffsverwendung. Von Kunstworten, die sehr gerne effektheischend von Medien aufgegriffen werden und dann auf allen Kanälen quasi totgeritten werden, wie das Stück Rindfleisch unter der Satteldecke beim Ritt durch die Prärie, ersatzweise Kamel durch Wüste.

Ich wende mich tatsächlich lieber Menschen zu, die sich und ihre Persönlichkeit nicht ständig entschuldigend erklären müssen, sondern leben.

Sind das nicht irgendwie 3 verschiedene Themen? Ich verstehe da nicht den Zusammenhang. Wenn man wirklich einen Fetisch hat nach Definition ist es doch eh schwer, seine Sexualität ohne Fetisch zu erleben und zu genießen? Neugier ist in diesem Kontext eben eine noch nicht (vollständig) erfahrene Fantasie, die zum Fetisch werden kann, wenn die Umsetzung der Fantasie langsam zur (krankhaften) Fixierung auf diese wird. Labels haben immer vor und Nachteile, egal bei welchem Thema. Ich finde es persönlich aber ganz gut, wenn Leute ihren Fetisch "outen", denn ich möchte mit diesen Menschen nicht sexuell verkehren.

Nun wer definiert krankhaft ? Was ist wenn ein Fetisch getriebener Mensch das selber für sich entschieden hat ?

Guter Einwand mit den „drei Themen“. Ich habe die bewusst zusammen gedacht, weil sie sich in der Praxis oft überlappen:Neugier/Erfahrunge - entwickeln sich bei manchen zu stabilen Vorlieben - und bei einigen werden diese Vorlieben so zentral, dass sie Teil der sexuellen Identität werden.
Ob man das dann „Fetisch“ nennt oder nicht, ist genau der Punkt der Diskussion – der Begriff wird ja sehr unterschiedlich eng oder weit verwendet.
Und bei Labels bin ich bei euch beiden: Sie können Orientierung geben (für sich selbst oder auf Plattformen), werden aber schnell zum Ersatz für echtes Verstehen – oder zur Schublade, die mehr erklärt als die Person dahinter.
Vielleicht ist am Ende nicht entscheidend, welches Wort man nutzt, sondern ob man bewusst mit seinen Vorlieben umgeht – und offen damit kommunizieren kann.

Vor 4 Minuten , schrieb MaryAndThePopp3r:

Sind das nicht irgendwie 3 verschiedene Themen? Ich verstehe da nicht den Zusammenhang. Wenn man wirklich einen Fetisch hat nach Definition ist es doch eh schwer, seine Sexualität ohne Fetisch zu erleben und zu genießen? Neugier ist in diesem Kontext eben eine noch nicht (vollständig) erfahrene Fantasie, die zum Fetisch werden kann, wenn die Umsetzung der Fantasie langsam zur (krankhaften) Fixierung auf diese wird. Labels haben immer vor und Nachteile, egal bei welchem Thema. Ich finde es persönlich aber ganz gut, wenn Leute ihren Fetisch "outen", denn ich möchte mit diesen Menschen nicht sexuell verkehren.

Wozu die Wertung „krankhaft“

Vor 3 Minuten , schrieb blinkerlinks001:

Nun wer definiert krankhaft ? Was ist wenn ein Fetisch getriebener Mensch das selber für sich entschieden hat ?

Solange ein Fetisch einvernehmlich in einer Beziehung (oder allein) ausgelebt wird und niemandem schadet, gilt er heute schlicht als eine Spielart der menschlichen Sexualität und nicht als "krankhaft".

Vor 7 Minuten , schrieb Marc_Klein:

Wozu die Wertung „krankhaft“

Es gibt schon Anzeichen die in diese Richtung gehen: Die Person leidet selbst unter dem Drang.
Das soziale Leben, der Job oder die Partnerschaft werden massiv beeinträchtigt.
Wenn der Fetisch auf eine Weise ausgelebt wird, die andere Personen schädigt oder deren Einverständnis ignoriert.

Ich habe sicher Vorlieben und benenne sie mir auch. Dafür brauche ich aber kein Label. Ein Fetisch, nein... habe ich nicht. Vielleicht hilft es Manchen wenn sie sich zuordnen können, um Begegnungen zu ermöglichen.

Spannend, wie sich das Thema gerade ausdifferenziert.Der Einwurf zu „krankhaft“ zeigt für mich gut, wie schnell Begriffe unterschiedlich verstanden werden: Im Alltag klingt das wertend, fachlich meint es eher Situationen, in denen Leid, Zwang oder deutliche Einschränkungen entstehen – für die Person selbst oder im Miteinander.Gleichzeitig wird hier deutlich, dass „Fetisch“ für manche eine neutrale Beschreibung ist, für andere aber schon eine Schublade mit Bewertung. Das erklärt vielleicht auch, warum einige Labels hilfreich finden (zur Orientierung, Kommunikation), während andere sie ablehnen, weil sie dem Erleben nicht gerecht werden.Vielleicht ist der gemeinsame Nenner am Ende: Solange Vorlieben/Fetische einvernehmlich, reflektiert und ohne Schaden für Beteiligte gelebt werden, ist die Bezeichnung zweitrangig. Entscheidend ist eher, wie gut man damit für sich selbst und in Beziehungen klarkommt.

Ich brauche diese Label nicht, mir ist Wurscht ob das ein Fetisch ist oder nur geilheit. Ich finde deine Freundin und dich (als Beispiel ) einfach nur geil. Ich steh drauf mir auf euch einen zu wichsen. Ob mich das zu einem Fetischisten nem Schwulen oder bi-typen macht iss mir völlig wumpe.

vor 34 Minuten, schrieb Kismet60:

Für mich wird eine Vorliebe zu einem Fetisch dadurch, dass Sex ohne Erfüllung dieses Fetischs nur schwer möglich ist oder derjenige unter dieser Vorliebe/Fetisch leidet.

Hier wird viel zu schnell von einem Fetisch gesprochen.

Wie immer nur meine Meinung, und ihr könnt gerne eine andere haben.

 

meine Vorlieben sind nur noch Texte von Ernst Busch und Ch.Holzhöfer zu hören. Sex ist out. Ansonsten mag ich nur den Chatt 💕😘

Wenn man unbedingt identifiziert werden möchte, vielleicht auch weil die Neigung sehr präsent ist dann hilft ein Label sicher. Für mich wäre es etwas too much.

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