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Borderline in der Partnerschaft oder Freundschaft


Bu****

Empfohlener Beitrag

vor 7 Minuten, schrieb Bolero2000:

Nein!

Auch die kranken Menschen, deren Lebensgeschichte ich zu hören bekam, würden gerne "normal" funktionieren und gesund sein...aber wie gesagt, sind die Wunden dafür zu tief!

Vielleicht differenzieren wir das nochmal..Es gibt die, die daran glauben, es aber aus Gründen NOCH nicht schaffen!

Und dann gibt es die (z.B. anonymen User im Forum), die es als Angriff sehen, wenn ich sage, dass es möglich WÄRE!

Aber was will ich vermitteln? Was ist "richtig"? 

 Natürlich geht es hier um Thread nicht mich, obwohl ich ab und an das Gefühl hatte, zum ultimativ Bösen erklärt zu werden. 

Kommt ein Patient zum The***uten... (Ja, so könnte ein Witz anfangen)..

Wenn nicht die Grundannahme bestünde, dass irgend etwas änderbar wäre, würden sich Beide nicht darauf einlassen.

Lies bitte den anderen Teil auch noch, den ich geschrieben habe. 

 

 

 

 

(bearbeitet)
vor 14 Minuten, schrieb Enja781:

Vielleicht differenzieren wir das nochmal..Es gibt die, die daran glauben, es aber aus Gründen NOCH nicht schaffen!

Manche von denen sind 60+ und eine ist 70+...die sind trotz jahrelanger Therapie noch voller Schmerz. 

Du bist aber wieder nicht auf meine Frage eingegangen...es geht dir ums gesund werden oder?

An sich zu arbeiten und seine Lebensqualität zu verbessern ist eine andere Sache und das versuchen wahrscheinlich all diejenigen, die von sich aus in Therapie sind. 

vor 4 Stunden, schrieb Enja781:

Mein Dilemma ist, dass mir geholfen hat, daran zu glauben  (Autosuggestion) dass ich es schaffen KANN! Ich hatte immer Hoffnung. Mal mehr oder weniger, aber ich habe nie wirklich aufgegeben. Ich lebe ja noch :). Ich hatte immer die Hoffnung, dass es, selbst für mich, auch irgendwann gut werden kann. Oder wenigstens erträglich. Aber Hoffnung!

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass du mit 10 Jahren in Therapie gegangen bist und das es Menschen gegeben haben muss, die das in die Wege leiteten und dich über Jahre hinweg begleitet haben. 

Manch andere haben in dem Alter schon heftigste Erlebnisse durch gerade die Menschen erfahren, die ihnen normalerweise Schutz und Hilfe bieten sollten. 

bearbeitet von Bolero2000
Anonymes-Mitglied-2
vor 2 Stunden, schrieb Enja781:

Wer so vehement verteidigt, dass es nicht änderbar ist, hat eigentlich schon aufgegeben. Schade, ist aber, im diesem Punkt, nicht mein Problem und nicht meine Schuld! Wer sich schlecht oder angegriffen und unfähig fühlt, weil ich sage, es wäre möglich, möchte gerne in dem Kreislauf bleiben. 

Und ja, DAS ist eine Entscheidung!

Unglaublich 👎 👎 👎 👎 

 

 

 

vor 22 Stunden, schrieb Bolero2000:

Manche von denen sind 60+ und eine ist 70+...die sind trotz jahrelanger Therapie noch voller Schmerz. 

Du bist aber wieder nicht auf meine Frage eingegangen...es geht dir ums gesund werden oder?

An sich zu arbeiten und seine Lebensqualität zu verbessern ist eine andere Sache und das versuchen wahrscheinlich all diejenigen, die von sich aus in Therapie sind. 

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass du mit 10 Jahren in Therapie gegangen bist und das es Menschen gegeben haben muss, die das in die Wege leiteten und dich über Jahre hinweg begleitet haben. 

Manch andere haben in dem Alter schon heftigste Erlebnisse durch gerade die Menschen erfahren, die ihnen normalerweise Schutz und Hilfe bieten sollten. 

Ich war nicht mit 10 in Therapie, ich wäre nur gerne tot gewesen. Das sagte ich meiner Mutter und die Antwort war "sowas darf man nicht sagen". Das war es dann. In Therapie, also in der Klinik, war ich erst mit 16. Das war auch Recht hilfreich, aber NUR weil ich so der Situation entkommen konnte. Die Therapie war -für mich- nicht wirklich hilfreich. Mir wurden immer nur "Lösungen" angeboten, die aber nicht funktionierten. Z.B. "reden Sie mit ihrer Mutter". Aber genau das war nicht möglich. Das konnte irgendwie niemand verstehen, obwohl es wirklich so war. (Zumindest meinem Empfinden nach). Rückblickend betrachtet, hatte sie narzisstische Verhaltensweisen. Zumindest gab es bei ihr immer die sogenannte "narzisstische Kränkung". Selbst wenn sie sich mal versprochen hat und ich sie korrigiert habe (unter Anderem auch als Verständnisfrage), wurde ich erstmal 20min runter gemacht, was alles falsch an mir ist. Ich bekam natürlich Tipps von The***uten, wie ich mit ihr umgehen kann, aber nichts half. Am Ende musste ich mehr Verständnis für sie haben, als sie für mich, obwohl ich das Kind oder die Jugendliche war. Das half in gewisser Hinsicht schon. Wenn man davon ausgeht, dass gewisses Verhalten eben auch "nur" Störung ist, kann man damit ein bisschen besser umgehen. "Gut" war aber alles nicht. Das änderte sich erst viel, viel, viel später. Sie hat irgendwie keine Gelegenheit ausgelassen mich nieder zu machen, um sich selbst größer (wertvoll)  zu fühlen. Es gab da schon sehr, sehr krasse Situationen.

Gut, da war ich immer noch "klein". Viel Wahl hatte ich nicht. Es hat mir aber geholfen zu erkennen, warum ein Anderer etwas tut und es gar nicht so persönlich zu nehmen ist. Unschön war es trotzdem und natürlich hat das Spuren hinterlassen. Dennoch habe ich gelernt nicht (mehr) alles persönlich zu nehmen, sondern auch die Hintergründe des Anderen zu berücksichtigen. 

Aufgrund einer Therapie, die eigentlich fehl schlug. Eigentlich musste ich immer alles alleine machen. Irgendwie. Und sei es nur, um irgendwie zu überleben..(damals).

Ich begann also, mich mehr mit Psychologie zu beschäftigen, um zu verstehen. In erster Linie Andere! 

Ich weiß aber immer noch nicht, was "normal" ist, oder was nicht. Ich weiß manchmal nicht, ob ich "sauer" sein darf? Wie Andere das empfinden würden, wie man sich fühlen "muss" oder "darf". Ob das Okay ist, wie ich empfinde oder nicht?

Daran arbeite ich nach wie vor :). Und ja es ist egal, oder sollte egal sein, wie ein Anderer sich, in meiner Situation fühlen würde. Wichtig ist nur, wie es MIR geht. Es ist mein Leben und mit mir muss ich bis zu meinem Lebensende irgendwie klarkommen. Mit bestimmten anderen Menschen nicht. 

Eigentlich bin ich sogar sehr verständnisvoll. Vermutlich zum Teil ZU sehr!

Ich stelle mich zum Beispiel gerne vor den TE, dann bin ich der Prellbock. Das ist Okay :). Ich habe gelernt damit umzugehen. Mich verletzt das nicht, weil ich weiß, dass auch gewisse Aussagen Gründe haben. Es tut mir trotzdem sehr leid, wenn ich mich missverständlich ausdrücke und sich jemand dadurch verletzt fühlt. Oder, wenn ich etwas sage, das jemand lieber anders sehen möchte. (Das anonyme Mitglied).

Im Zwiegespräch, unter vier Augen, ist das natürlich deutlich leichter. Hier, im Forum, wird es IMMER jemanden geben, der sich verletzt fühlt, obwohl er/sie nie gezielt abgesprochen wurde! Ist das mein Problem?!?

Warum darf er/sie mich verletzen und meine Gefühle oder Exietise in  Frage stellen? Habe ich denn DIESE Person gezielt abgesprochen und deren Gefühle und Grundannahmen als falsch dargestellt? 

Ich bemühe mich sehr, immer zu schreiben, dass es MEINE Meinung ist. MEINE Gefühle, MEINE Erfahrung, MEINE Gedanken. Damit sage ich doch schon, dass es nicht allgemeingültig ist. Ich habe meine Gründe, um etwas bestimmtes als wahr anzusehen und Andere haben eigene Gründe, um es abzulehnen.

Muss ich jetzt wirklich Rücksicht auf ALLE Gefühle nehmen? Dann dürfte niemand mehr irgendwas sagen!  Auf meine Gefühle wurde ja auch keine Rücksicht genommen. Immerhin gab es Dich und @Luderwicht die mir erklärt haben, wo ich ggf. falsch formuliert habe, ohne es so zu meinen

Okay, Thema "gesund", auf dem Du rumreitest. Ich weiß nicht wirklich,  was "gesund" ist, da es Unmengen an Störungen und Symptomen gibt und ich in dem Bereich mit der Psychologie etwas auf Kriegsfuß stehe. Wenn jemand will, kann immer irgendeine Krankheit diagnostiziert werden. 

Ein Leitsymptom jeglicher psychischer Erkrankung ist "Leidensdruck". 

Man leidet darunter, wie man IST und was man erlebt. 

Aber jeder Mensch IST! Und jeder Mensch ist die Summe der Erfahrungen. Ja, vielleicht "krank", weil zu viel zusammenkommt UND man darunter leidet. 

Aber ich glaube nicht, dass das immer so bleiben muss. 

Ein Bruch wird auch heilen und trotzdem ist der Knochen danach nicht mehr so wie vorher. Man ist vielleicht bedingt "gesund".

Natürlich kann nicht jeder "gesund" werden. In Anbetracht der Vielzahl an psychischen Erkrankungen, gibt es eine Menge, die nicht heilbar sind. Die sich aber verbessern lassen und man trotzdem ganz gut leben kann..

Heilen vielleicht nie, aber sind wir sicher, dass es wirklich eine Krankheit ist?!? Wer hat bestimmt, was "normal" und "gesund" ist und was davon "krank" ist? In der Medizin ist es einfach(er). Ein Bruch ist ein Bruch und wenn er verheilt ist, leben wir damit, fast, als wäre es nie etwas geschehen..

Bei psychischen Verletzungen ist das nicht ganz so leicht. 

Aber ist man krank, wenn man noch ist, wie alle Anderen? Vielleicht halten Andere sich auch nur an Normen, die ihnen gar nicht entsprechen? Vielleicht sind sie sehr unglücklich, zeigen es nur nicht.

Es gibt keine Tests, die das bestätigen oder widerlegen.

Daher behaupte ich (NUR eine Behauptung), dass man nicht ausgeliefert sein muss!

Ich behaupte, dass man immer etwas verbessern kann und mit der "Störung" relativ glücklich leben kann. Wenn aber "Leidensdruck" der wichtigste Aspekt ist, um eine Krankheit zu diagnostizieren, wie "krank" ist man ohne Leidensdruck?

Wer bestimmt das? 

Es ist mir zu schwammig und zu subjektiv. NIEMAND ist "normal", weil die Norm überhaupt nicht bestimmt werden kann bzw. alle "Erkrankungen" ausgeschlossen werden können, dze dazu führen, sich "normal" zu verhalten.

Das schrieb ich schon relativ am Anfang des Threads. 

Ich glaube, dass JEDER Mensch daran "arbeiten" muss, dass Erlebnisse nicht zu erhöhtem Leidensdruck führen. Z.B. vor Burn Out, mit dem Chef reden und/oder kündigen.

Es ist UNSER Leben, das wir in der Hand haben? Wir tun eigentlich immer alles, um zu überleben. Ob es "krank" ist oder nicht, hängt von der Beurteilung ab.

Also glaube ich nicht, dass man "gesund" werden kann. Ich glaube aber daran, dass man ein einigermaßen glückliches Leben führen kann!

Mit Höhen und Tiefen!

Ich betone nochmal, dass ich in erster Linie Neurosen meine! Obwohl auch eine Schizophrenie mit Mediksmenten gut in den Griff zu bekommen ist und man damit "normal" leben kann. Bei gravierenden Störungen im Hormonhaushalt hilft auch eine Therapie nicht, wenn das nicht behoben wird.

Ich würde mich aber fahrlässig fühlen, wenn ich sagen würde, dass es nicht möglich wäre, trotzdem "gut" mit Krankheit "X" zu leben. Es würde doch sehr viel Hoffnung nehmen. Eben genau denen, die etwas ändern wollen würden.

Nur weil es jemanden gibt, der das anders sieht.

Nein, so bin ich nicht.

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