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Borderline in der Partnerschaft oder Freundschaft


Bu****

Empfohlener Beitrag

Vor 2 Minuten , schrieb glaubensfrage:

Muss aber trotzdem nicht zwangsläufig das Ende von allem sein. 🤷‍♀️

Nein, eine normale Beziehung ohne eine Freundschaft +, ist hilfreich. Ich habe meine Gedanken auf meine Gefühle, Seelenleben und Wohlergehen bezogen.

vor 54 Minuten, schrieb Duplo-13:

Ich habe meine Gedanken auf meine Gefühle, Seelenleben und Wohlergehen bezogen.

Und ich auf meine. Normal (:

vor 19 Stunden, schrieb Bolero2000:

Wie ist das gemeint?

Ist ein Mensch welcher nicht mehr konsumiert nicht mehr süchtig?

Falls du es so meinst, könnte dieser Mensch auch mal wieder einen Schluck nehmen...als nicht Süchtiger kann man das. 

Mir geht es in erster Linie um das Selbstbild. Suggestionen, Autosuggestion. 

Zigaretten rauchen gilt auch als Sucht. Dennoch bezeichnen sich Menschen, die nicht mehr rauchen, als Nichtraucher. Ein Alkoholiker, der abstinent ist, ist dann nicht Antialkoholiker, sondern weiterhin Suchtkrank.

Natürlich steigt die Wahrscheinlichkeit wieder in eine Sucht zu rutschen, wenn man Suchterfahrung hatte. Es gibt Menschen, die dafür etwas anfälliger sind, als Andere.

Nichts, was jetzt gerade ist, MUSS auch immer so bleiben! Darum finde ich es fatal jemandem "einzureden" süchtig zu sein, ohne, dass er konsumiert. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch erneut abhängig zu werden, wenn die Gründe dafür nicht behoben werden und/oder alternative Verhaltensweisen entwickelt werden. ABER eine abstinente Person ist defacto in diesem Moment nicht süchtig.

So und was macht jetzt diese Suggestion mit einem Betroffenen? Anstatt in den positiven Ansatz zu gehen und zu sagen "ich bin Antialkoholiker", sieht sich jemand nach wie vor als "Alkoholkrank". Das senkt möglicherweise auch die Wahrscheinlichkeit weiterhin abstinent zu bleiben, wenn man den Fokus auf die Krankheit legt.

Der Placebo/Nocebo Effekt ist erwiesen und das ist im Prinzip auch eine ganz tolle Sache. Es zeigt sehr eindrucksvoll wie viel Einfluss Gedanken auf den Körper haben. Natürlich auch auf die Emotionen und somit auch auf gewisse Verhaltensweisen. Das sind die Grundannahmen der kognitiven Verhaltenstherapie. Man ändere einfach die Gedanken und dadurch die Gefühle.

Beispiel. "Ich kann gar nichts". Wenn einem das oft genug eingeredet wurde, wird das auch zur Grundannahme und man denkt das immer und immer wieder. Natürlich stimmt das so nicht. Möglichkeit zur Gedankenänderung wäre, sich zu fragen "wirklich gar nichts?"; "Was genau kann ich nicht?"; "Kann ich das lernen?"; "Was brauche ich dafür, um das zu lernen?"

Und auf einmal wird aus "ich kann gar nichts" nur "ich weiß jetzt noch nicht, wie man Sauerbraten macht".

Je häufiger man sich selbst sagt, was man alles IST, desto länger wird man es auch bleiben, auch wenn es keine guten Verhaltensweisen sind. 

Wieso nicht einfach "ich bin motiviert, das zu lernen" sagen statt direkt ans Scheitern zu denken?

Das funktioniert wirklich :)

Genauso funktioniert es aber auch anders herum. Wir haben, um Laufe des Lebens, mit vielen Menschen Kontakt. Gerade durch die sozialen Medien sind Menschen mit so vielen anderen Menschen in Kontakt, die einem sagen, wie man IST. Man ist laufend Suggestionen ausgesetzt.

Z.B. Lehrer die sagten, man könne kein Mathe, keine Sprache, kein logisches Denken o.ä. Vielleicht Eltern, die das Gefühl vermittelten, man sei nicht liebenswert. Es gibt so viel, das absichtlich oder unabsichtlich vermittelt wird und was wir zu unserer Identität machen.

Wenn jetzt auch noch die Psychologie dazu kommt, die Krankheiten diagnostizieren muss, erhöht sich das beträchtlich. Auf einmal ist man "krank" und kann vermeintlich gar nicht anders handeln, fühlen oder denken. Dann IST man depressiv oder Borderliner. Aber stimmt das so wirklich? Das würde ja bedeuten, dass es nicht änderbar ist und wenn es eh nicht änderbar ist, besteht kein Grund es zu versuchen. 

Ich möchte aber daran glauben, dass sich etwas ändern lässt, wenn man es denn ändern möchte. Natürlich muss man daran arbeiten und vielleicht auch erstmal scheitern, aber ich halte es nicht für unmöglich..(Neurosen! Psychosen sind eine andere Geschichte. Da helfen Medikamente aber auch recht gut, da es eindeutige körperliche Ursachen hat)

Man kann aber etwas an sich ändern. Gedanken und Glaubenssätze ändern und dadurch Emotionen und dadurch Verhaltensweisen ändern. 

Ich weiß sehr wohl, dass es in der Psychologie/Psychiatrie genau so sein muss. Es muss Diagnosen geben, aber die sind eben nur in einer gewissen Episode erstellt worden. Nur weil es da mal eine Krise gab, muss man nicht so bleiben und dauerhaft "krank" sein. Es KANN natürlich so sein, aber es muss nicht so sein.

Je mehr man sich selbst aber über eine Krankheit definiert und glaubt, nichts daran verändern zu können, desto schlimmer wird es doch, oder nicht?

Deswegen kategorisiere ich nicht in Krankheiten, sondern nach Symptomen. "Narzisstische Verhaltensweisen" ist nicht dasselbe wie "narzisstische Persönlichkeitsstörung". Dann kann ich gucken, ob ich mit diesem Verhalten der Person klarkomme oder nicht. 

Der TE fragt explizit nach der Borderline Persönlichkeitsstörung und definiert sich darüber. Er fragt quasi wie hoch seine Chancen sind, eine Beziehung zu finden.

Aber hier hat jeder eine eigene Vorstellung davon. Ein Symptombild, was vielleicht gar nicht stimmt. 

Es gibt so lustige Zitate: (frei nach mir)

"Das Geheimnis ist nicht keinen Knall zu haben, sondern einen möglichst kompatiblen".

Wenn ein Mensch absolut nicht kuscheln möchte, ist er kein Partner für eine Person mit hohem Kuschelbedürfnis. Wenn zwei Menschen zueinander finden, die nicht gern kuscheln, passt es perfekt :)

Wenn einer bei Kleinigkeiten ausrastet, hilft vielleicht ein Partner, der immer die Ruhe behält und alles logisch angeht. Oder vielleicht jemand, der mit ausrastet und "Stopp jetzt Mal" schreit :)

Natürlich kann ein Borderliner auch eine gute Partnerschaft führen. Mit dem passenden Partner. Aber letztendlich sind alle Menschen schwierig. Alle haben irgendwelche Eigenarten, die zusammen passen oder sich nicht. Und Partner passen sich auch noch irgendwie an. 

 

 

 

Am 22.1.2026 at 16:41, schrieb Bubatzbuddy:

Wäre es ein Problem wenn euer Partner/in Eine psychische Krankheit hat? Z.b. Borderline oder Bipolar?

Wenn mein Partner solch eine Erkrankung bekommt, dann wäre das erstmal kein Grund die Partnerschaft zu beenden.

Würde ich jemanden kennenlernen (auf Partnersuche) der erkrankt ist, dann würde ich Abstand nehmen. 

vor 11 Stunden, schrieb Enja781:

Dann IST man depressiv oder Borderliner. Aber stimmt das so wirklich? Das würde ja bedeuten, dass es nicht änderbar ist und wenn es eh nicht änderbar ist, besteht kein Grund es zu versuchen. 

Naja, ich habe Depressionen und eine Angststörung...beides wird sich wahrscheinlich nicht komplett auflösen lassen...aber trotzdem arbeite ich mit sehr viel Therapie an mir, um einen Weg zu finden, um damit irgendwie annehmbar leben zu können. 

 

vor 11 Stunden, schrieb Enja781:

Natürlich kann ein Borderliner auch eine gute Partnerschaft führen. Mit dem passenden Partner.

Davon bin ich überzeugt...habe auch schon einige kennengelernt, die scheinbar die passenden Partner haben oder hatten...aber diese zu finden ist wahrscheinlich sehr schwer.

Obwohl, die perfekten Partner wachsen ja auch sonst für niemanden auf den Bäumen. 

Dino_Haraldino
vor 11 Stunden, schrieb Enja781:

Mir geht es in erster Linie um das Selbstbild. Suggestionen, Autosuggestion. 

Zigaretten rauchen gilt auch als Sucht. Dennoch bezeichnen sich Menschen, die nicht mehr rauchen, als Nichtraucher. Ein Alkoholiker, der abstinent ist, ist dann nicht Antialkoholiker, sondern weiterhin Suchtkrank.

Natürlich steigt die Wahrscheinlichkeit wieder in eine Sucht zu rutschen, wenn man Suchterfahrung hatte. Es gibt Menschen, die dafür etwas anfälliger sind, als Andere.

Nichts, was jetzt gerade ist, MUSS auch immer so bleiben! Darum finde ich es fatal jemandem "einzureden" süchtig zu sein, ohne, dass er konsumiert. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch erneut abhängig zu werden, wenn die Gründe dafür nicht behoben werden und/oder alternative Verhaltensweisen entwickelt werden. ABER eine abstinente Person ist defacto in diesem Moment nicht süchtig.

So und was macht jetzt diese Suggestion mit einem Betroffenen? Anstatt in den positiven Ansatz zu gehen und zu sagen "ich bin Antialkoholiker", sieht sich jemand nach wie vor als "Alkoholkrank". Das senkt möglicherweise auch die Wahrscheinlichkeit weiterhin abstinent zu bleiben, wenn man den Fokus auf die Krankheit legt.

Der Placebo/Nocebo Effekt ist erwiesen und das ist im Prinzip auch eine ganz tolle Sache. Es zeigt sehr eindrucksvoll wie viel Einfluss Gedanken auf den Körper haben. Natürlich auch auf die Emotionen und somit auch auf gewisse Verhaltensweisen. Das sind die Grundannahmen der kognitiven Verhaltenstherapie. Man ändere einfach die Gedanken und dadurch die Gefühle.

Beispiel. "Ich kann gar nichts". Wenn einem das oft genug eingeredet wurde, wird das auch zur Grundannahme und man denkt das immer und immer wieder. Natürlich stimmt das so nicht. Möglichkeit zur Gedankenänderung wäre, sich zu fragen "wirklich gar nichts?"; "Was genau kann ich nicht?"; "Kann ich das lernen?"; "Was brauche ich dafür, um das zu lernen?"

Und auf einmal wird aus "ich kann gar nichts" nur "ich weiß jetzt noch nicht, wie man Sauerbraten macht".

Je häufiger man sich selbst sagt, was man alles IST, desto länger wird man es auch bleiben, auch wenn es keine guten Verhaltensweisen sind. 

Wieso nicht einfach "ich bin motiviert, das zu lernen" sagen statt direkt ans Scheitern zu denken?

Das funktioniert wirklich :)

Genauso funktioniert es aber auch anders herum. Wir haben, um Laufe des Lebens, mit vielen Menschen Kontakt. Gerade durch die sozialen Medien sind Menschen mit so vielen anderen Menschen in Kontakt, die einem sagen, wie man IST. Man ist laufend Suggestionen ausgesetzt.

Z.B. Lehrer die sagten, man könne kein Mathe, keine Sprache, kein logisches Denken o.ä. Vielleicht Eltern, die das Gefühl vermittelten, man sei nicht liebenswert. Es gibt so viel, das absichtlich oder unabsichtlich vermittelt wird und was wir zu unserer Identität machen.

Wenn jetzt auch noch die Psychologie dazu kommt, die Krankheiten diagnostizieren muss, erhöht sich das beträchtlich. Auf einmal ist man "krank" und kann vermeintlich gar nicht anders handeln, fühlen oder denken. Dann IST man depressiv oder Borderliner. Aber stimmt das so wirklich? Das würde ja bedeuten, dass es nicht änderbar ist und wenn es eh nicht änderbar ist, besteht kein Grund es zu versuchen. 

Ich möchte aber daran glauben, dass sich etwas ändern lässt, wenn man es denn ändern möchte. Natürlich muss man daran arbeiten und vielleicht auch erstmal scheitern, aber ich halte es nicht für unmöglich..(Neurosen! Psychosen sind eine andere Geschichte. Da helfen Medikamente aber auch recht gut, da es eindeutige körperliche Ursachen hat)

Man kann aber etwas an sich ändern. Gedanken und Glaubenssätze ändern und dadurch Emotionen und dadurch Verhaltensweisen ändern. 

Ich weiß sehr wohl, dass es in der Psychologie/Psychiatrie genau so sein muss. Es muss Diagnosen geben, aber die sind eben nur in einer gewissen Episode erstellt worden. Nur weil es da mal eine Krise gab, muss man nicht so bleiben und dauerhaft "krank" sein. Es KANN natürlich so sein, aber es muss nicht so sein.

Je mehr man sich selbst aber über eine Krankheit definiert und glaubt, nichts daran verändern zu können, desto schlimmer wird es doch, oder nicht?

Deswegen kategorisiere ich nicht in Krankheiten, sondern nach Symptomen. "Narzisstische Verhaltensweisen" ist nicht dasselbe wie "narzisstische Persönlichkeitsstörung". Dann kann ich gucken, ob ich mit diesem Verhalten der Person klarkomme oder nicht. 

Der TE fragt explizit nach der Borderline Persönlichkeitsstörung und definiert sich darüber. Er fragt quasi wie hoch seine Chancen sind, eine Beziehung zu finden.

Aber hier hat jeder eine eigene Vorstellung davon. Ein Symptombild, was vielleicht gar nicht stimmt. 

Es gibt so lustige Zitate: (frei nach mir)

"Das Geheimnis ist nicht keinen Knall zu haben, sondern einen möglichst kompatiblen".

Wenn ein Mensch absolut nicht kuscheln möchte, ist er kein Partner für eine Person mit hohem Kuschelbedürfnis. Wenn zwei Menschen zueinander finden, die nicht gern kuscheln, passt es perfekt :)

Wenn einer bei Kleinigkeiten ausrastet, hilft vielleicht ein Partner, der immer die Ruhe behält und alles logisch angeht. Oder vielleicht jemand, der mit ausrastet und "Stopp jetzt Mal" schreit :)

Natürlich kann ein Borderliner auch eine gute Partnerschaft führen. Mit dem passenden Partner. Aber letztendlich sind alle Menschen schwierig. Alle haben irgendwelche Eigenarten, die zusammen passen oder sich nicht. Und Partner passen sich auch noch irgendwie an. 

 

jeder Mensch ist ein Mensch und als solcher zu behandeln. Egal welche Krankheiten er hat 🥰

 

 

vor 11 Stunden, schrieb Enja781:

ABER eine abstinente Person ist defacto in diesem Moment nicht süchtig.

Ich habe mehrmals mehrere Jahre nicht geraucht und bin wieder angefangen...jetzt habe ich die längste rauchfreie Zeit hinter mir und weiss, dass ich aber nicht wieder an einer Zigarette ziehen sollte. 

Mit dem Alkohol ist es nicht ganz so...als ich noch genascht habe, konnte ich zwei oder drei Tüten Eierliköreier in ein paar Minuten wegstopfen, aber ich habe es als Naschkram eingeordnet...leicht warm wurde mir kurz und bei der gleichen Menge aus einem Glas hätte es schon riskant sein können. 

Ich sage, "ich rauche und trinke nicht mehr"...aber die Gefahr bleibt und dementsprechend sehe ich mich schon noch immer als süchtig an. 

Eventuell wäre es noch riskanter, wenn ich es etwas lockerer sehen würde...kann ich aber nicht bestätigen...ich gehe halt auf meine Art und Weise damit um...bei manchen anderen könntest richtig liegen, dass lässt sich für mich schwer einschätzen. 

Am 24.1.2026 at 09:17, schrieb Enja781:

Aber was ist die Norm? Wann ist etwas unheilbar krank

Es gibt Krankheiten, die nicht heilbar, aber behandelbar sind. Immerhin!

Die Depression habe ich nun einmal. Genau wie Asthma und ADHS! 
Die Depression ist momentan nicht behandlungsbedürftig, aber vorhanden! Aufgrund der Weltlage ist es aber für die meisten Menschen schwierig, nicht in Angst zu geraten. 
Dadurch, dass mich die Depression schon so lange begleitet, ich mein Leben relativ gut einrichten konnte, kann ich sie gut händeln. Heißt, dass ich sie schneller bemerke, gute Notfallmedikamente habe, damit sie sich nicht unbedingt manifestiert, nicht in Panik verfalle, weil ich weiß, dass die Phase auch wieder vorbei geht und ich von meinem Mann, meiner Familie und Freunden gehalten werde. 
Heilbar ist es - noch - nicht 🤷🏼‍♀️

Gestern um 09:14 Uhr, schrieb Enja781:

 

 

Danke für die Antwort.

Ich mag an der Tiefenpsychologie nicht, dass es die Abwehrmechanismen gibt. Ein The***ut könnte also nur anhand seiner Erfahrung und Interpretation der Aussagen eine Borderline Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Gut und schön. Und wenn die betroffene Person dann sagt, dass Symptom XYZ nicht zutrifft, kann der The***ut das auf Abwehrmechanismen schieben. Es besteht also jederzeit die Möglichkeit jemanden "krank" zu diagnostizieren, weil die Meinung des Betroffenen nicht zählt. 

Natürlich gibt es auch gute und schlechte The***uten. Aber das weiß man vorher auch nicht. The***uten sind eben auch nur Menschen, die auch persönliche Erfahrungen haben und natürlich muss alles interpretiert werden.

Es ist aber schwer eine "Norm" zu finden. Na ja, eine "Norm" bedeutet, dass mehr als 50% etwas bestimmtes tun. Z.B. Soziale Netzwerke nutzen. Bin ich jetzt "krank" weil ich das (außer poppen.de nicht tue? Oder ist die "Norm" krank? 

Die Tiefenpsychologie sind die Anfänge. Es gab danach viel, viel mehr gute Ansätze. Welche, die wesentlich erfolgsversprechender sind. Die werden aber nicht von den Krankenkassen bezahlt. 

Ich sprach jetzt auch mehr von Neurosen und weniger von Psychosen. Psychosen sind wirklich bedenklich und messbar und mit Medikamenten behandelbar. Das sind quasi körperliche Erkrankungen, die sich auf der Verhaltenseben und emotionalen Ebene äußern. 

Aber! Man braucht eine Diagnose für eine Therapie. (Damit es bezahlt wird). Man muss eine ernstzunehmende Erkrankung haben. Also wird natürlich notwendigerweise mit Diagnosen um sich geworfen. 

Und die zweifel ich an. Natürlich nicht alle! Aber es ist eben nicht alles wirklich gesichert. Es ist ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren und Irrtümer sind sehr wahrscheinlich.

Borderline ist ein Grenzfall. Deswegen heißt es übersetzt auch "Grenze". Die Grenze zwischen Neurose und Psychose. Das Leitsymptom ist, dass man (ab und an?) kein Ich Gefühl hat. Man fühlt sich von sich selbst abgegrenzt und als Beobachter. Das ist der psychotische Aspekt.

Verlustängste gibt es bei vielen Menschen und vielen "Erkrankungen". Das alleine reicht aber nicht für eine gesicherte Diagnose. Und je nachdem wie fähig der Arzt ist, wird es mehr oder weniger diagnostiziert.

Ich will damit sagen, dass eine Erkrankung (gesichert oder nicht) kein Todesurteil ist. Man ist immer in der Lage an sich zu arbeiten und Gedanken und daraus resultierend auch Gefühle zu verändern. Und sei es nur ein ein winziges bisschen.

Ein eifersüchtiger Mensch muss nicht immer so bleiben, man kann es verändern, wenn man das möchte.

Übertriebene Eifersucht kann ein Symptom für viele "Krankheiten" sein. Es kann aber auch völlig normal sein, für das, was jemand erlebt hat. Nur weil jemand erlebt hat, dass "Alle" gehen, muss es keine Krankheit sein. Das kann man auch wieder umlernen.

Ich habe absolut nichts gegen Therapien! Im Gegenteil! Aber, wie gesagt, die wedeln nicht mit dem Zauberstab. Manchmal kann auch eine Aussage von einer wildfremden Person bei poppen helfen. Es kommt auf den Betroffenen an und wie reflektiert er ist.

Mir wurde immer attestiert, dass ich sehr reflektiert bin. Andererseits ist auch für Frage, ob man wirklich wissen muss, WOHER bestimmte Glaubenssätze kommen. Man kann diese auch einfach so verändern. Für gravierende Traumata gibt es auch spezielle Techniken/Therapien.

Ich steh sehr auf NLP (neurolinguistisches Programmieren). Das kann sehr manipulativ eingesetzt werden, so wie alles Andere auch. Aber was spricht dagegen zum Guten zu manipulieren? Jeder Mensch manipuliert dauerhaft sein Umfeld und das nicht immer wissentlich oder gar zum Guten. Kindererziehung ist auch nur Manipulation. Hoffentlich meist zum Guten.

Manchmal ist es einfach egal, wo etwas herkommt. Das steht im Gegensatz zur Tiefenpsychologie. 

Manchmal ist es doch auch egal, was die Norm sagt. Ich hatte nie viele Freunde. Unpraktisch, wenn man umziehen will 🤣. Für mich aber immer gut praktikabel, weil ich mich so nur auf ein paar wenige Menschen einlassen muss. Bin ich jetzt "krank" oder nicht? Wie viele Freunde muss haben? Kann es nicht auch "krank" sein, mehr als 10 Freunde zu brauchen? Was, aber, wenn das die Norm ist?

Ich hoffe, Du verstehst so langsam, worauf ich hinaus will.

Man braucht eine Diagnose und diese Diagnose gibt einen Stempel. Aber es ist nicht immer gesichert. Jeder Mensch hat irgendwelche Eigenarten. Jeder ist gerne mal alleine oder unter Leuten. Jeder ist mal faul oder sehr aktiv usw. Wo zieht man die Grenze? In der Norm. Aber ist die Norm gesund? Wer entscheidet das? Wie wird das festgestellt? Ist jemand, der als "krank" eingestuft wird, wirklich "krank"?

Welchen Einfluss hat eine Diagnose auf das Selbstbild und das zukünftige Verhalten? Kann eine Diagnose eine Symptomatik erzeugen? 

Es gab mal eine Studie in der Lehrern gesagt wurde, das bestimmte Schüler hochbegabt seien. Willkürlich ausgewählt. (Also ohne IQ Test und ohne Wahrheitsgehalt). Oh Wunder waren diese Schüler kurz über lang sehr, sehr gut.

Die Lehrer haben sich davon beeinflussen lassen und sind entsprechend auf diese Schüler eingegangen. Diese, eigentlich, durchschnittlichen Schüler wurden richtig gut.

Also wissen wir, dass Glaubenssätze einen großen Einfluss haben.

Man sieht ja auch hier, was an Emotionen ausgelöst wird, wenn von "Borderline" die Rede ist. Jeder hat da eine Diagnose und bestimmte Verhaltensweisen im Kopf und dadurch Gründe, um sich fernzuhalten. Aber ist das eine  "Borderline" genau wie das andere "Borderline"? Kann man nicht als liebender Partner Symptome abmildern?

 

 

 

Gerne und danke ebenso..

Es ist gut das es diese gibt, allerdings liegt es an der Interpretation des The***uten. Da haste recht. Allerdings wird so intensiv das ganze gar nicht mehr genutzt, bei der Tiefenpsychologie geht es in allererster Linie darum zurück zu den Wurzeln zu gehen, das alleine ergründet oft die meisten Probleme. Auch die neuen Ansätze, auch wenn sie vielversprechend sein mögen, müssen sich in der Praxis erst noch beweisen. Bei Freud wusste man die letzten Jahrzehnte, es funktioniert.
Eine Borderline Persönlichkeitsstörung ist generell, auch nach neuen Methoden, schwer zu diagnostizieren, es dauert sehr lange.

Mit deiner Erklärung, erklärt es mir das ganze etwas besser. Dennoch finde ich das es absolut sinnvoll ist nach einer Therapie zu suchen, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Natürlich muss man schauen das man einen geeigneten findet, trotzdem allemal besser als nichts zu unternehmen. Denn sämtliche von dir angesprochenen Dinge sind meist erst nach einer Therapie oder Klinik Aufenthalt möglich.

Da du sagst das du eher von Neurosen gesprochen hast, diese sind auch durch Ausschlusskriterien im F-mrt zu sehen oder anderen Verfahren.
Auch diese kann man medikamentös behandeln.
Im prinzip sind es auch keine körperlichen Erkrankungen, aufgrund von Stoffwechsel etc, werden sie sichtbar. Das war es dahingehend aber auch schon.
Sämtliche psychischen Erkrankungen äußern sich über die Verhaltens und emotionaler Ebene.

Auch werden andere Ansätze von der Kk bezahlt 😅, weiß nicht woher du deine Informationen hast.

Natürlich benötigt man auch eine Diagnose um das die Dinge bezahlt werden, so ist es aber auch bei Sachen was den Kiefer betrifft, oder den Oberschenkel oder oder😂🤷.

Ich kenne keinen Psychologen der mit Diagnosen um sich wirft, die sind so vorsichtig, gerade weil eben schnell fehl diagnostiziert werden kann.

Um eine gesicherte Diagnose zu bekommen, dauert es je nach Erkrankung, mehrere Jahre. Möglich ist es aber. Oder halbes Jahr stationär, da bekommt man recht zügig eine, da 24/7 unter Aufsicht und die Dinge viel schneller erkannt werden.

Nlp kann gut sein, sinnvoller für einen längerfristigen Effekt ist es aber, erstmal seine Vergangenheit aufzuräumen bevor man Nlp betreibt.
Es nützt keine Neu Programmierung wenn das "alte" System immer noch fehlerhaft läuft 🤷.

Richtig, für Traumata etc gibt es spezielle Therapien, du hast in deiner vorherigen Nachricht etwas von Gedanken gesprochen, positive und so...diese helfen keinem der dahingehend geschädigt wurde, dieser entwickelt womöglich gar keine positiven Gedanken mehr oder ist nicht in der Lage.

Du bringst hier so viele Dinge mit ein das es extrem schwer ist darauf zu antworten,.
Mir ist schon bewusst worauf du hinaus möchtest, allerdings sind Gedankengänge dahingehend überhaupt erst möglich wenn jemand klar bei Verstand ist und es kann vorkommen das Menschen mit unterschiedlichen Psychischen Erkrankungen nicht immer, oder gar nicht in der Lage sind, diese führen zu können.

Arzt, Klinik, Therapie, Medikamente, dann während all dem Kram, entstehen die ersten Gedanken darüber.

Auf deine letzte Frage, ein liebender Partner muss extrem stark sein um eine Borderline Persönlichkeit auszuhalten, du sagtest etwas von Selbsthilfe... Bevor man selbst zugrunde geht an etwas, sollte man sich selbst helfen..
Als Partner ist man nicht dafür da Symptome abzumildern, das wäre wie als wenn man der Boxsack von jemandem wäre... Wie lange möchte man so etwas mitmachen?!

Denn dann belaste ich mit meiner Erkrankung, meine Partnerin und so etwas darf nicht sein. Man kann sich gegenseitig unterstützen, das was eine Beziehung ausmacht, aber es kann nicht sein das der gegenüber das Verhalten des anderen aushalten muss etc.
Absolutes No Go.

Ich bin froh das ich kein Borderline habe 😅

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