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Warum heimlich?


Ra****

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb Hannover_1973:

Schon richtig. Aber ich glaube die Frage bleibt doch, warum es als eine intime Sache definiert wird, über die nicht in der Öffentlichkeit geredet wird. Und die als "Pfui-bäh-das-macht-man-nicht" bezeichnet wird.
Auch, wenn wir alle irgendwie in unterschiedlichen Formen und Konstellationen Sex haben und das dann dabei i. d. R. auch eher nicht in der Öffentlichkeit tun, und in dem Moment dann auch sehr angenehm und befriedigend empfinden, muss ja irgendjemand gesagt haben, dass Sex nicht in die Öffentlichkeit gehört.
Etwas, das dann in der Folge dazu führt, dass sich jemand angreifbar macht, der das dann nicht so eng sieht..
Wenn es "normal" wäre, würde sich niemand dran stören und entsprechend nichts verschämt versteckt werden müssen.
Neulich waren ja mal wieder die Bonobos Thema, die ganz anders an das Thema heran gehen und -wie im übrigen fast alle Lebewesen außer uns Menschen keinerlei Hemmungen haben, das mit der Vermehrung "öffentlich" zu betreiben.
Was ist/war die Ursache dafür, dass es bei den allermeisten Menschen anders läuft? Und bei solchen, die in Gruppen vögeln oder in Pornos mitwirken, eben nicht.
Ich glaube ein Großer Teil der Ursache liegt in der Erziehung, die wiederum sehr stark von religionsbeeinflussten gesellschaftlichen, Konventionen geprägt ist.
Eigentlich seltsam, wenn man bedenkt, wie häufig offenbar die älteste hier vorhandene Glaubensrichtung mit sexuellem Missbrauch in Verbindung gebracht wird...
Hier ist jetzt erst einmal Schluss, sonst wird der Text zu lang und kommt zu weit vom Thema ab.

Zum letzten Satz:
Ich finde, DU hast das Thema voll und ganz „richtig“ erkannt… wie ein paar andere auch ansatzweise… aber selbst DAS scheint „Tabu“ zu sein „Laut auszusprechen“….. 🤔🤔🤔
Zu argumentieren „ist Privatsache“, ok, ist so, geschenkt! Aber es bleibt - aus meiner Sicht - die Frage „warum?“…

P.S.: es wird sich ab und an über Beiträge im Forum beschwert… aus meiner Sicht ist dies ein Beitrag, der dazu einlädt, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen, in dem es nicht um „Formate eines Penis“ oder das Kritisieren des Verhaltens vom anderen Geschlecht geht… sehr schade, dass dies von vielen scheinbar nicht gesehen wird, um mal eine inhaltliche Diskussion zu führen… 

bearbeitet von Anni4real
P.S. ergänzt
DerLustvolle22

Ich wäre gegangen a) mag ich jeibe Schnecken essen b) wäre ich mir komisch vorgekommen in so einer eingerichteten Wohnung zu sein.

Ja dan ist das halt bekannt und weiter?

Ja manche haben halt diese Bedenken ist doch legitim.

Das Sex ein Grundbedürfniss ist wäre mir neu!
Nicht jeder wie du willst deine Sexualität jedem aufs Auge drücken...ich oft das Gefühl das du regelrecht irgendwas erzwingen und durchdrücken willst weil du das so siehst und haben willst.....es kommt mir zumindest oft so vor....

Du hast doch kein Nachteil wen andere damit nicht haussieren gehen oder es für dich behalten....

Es nicht jeden offen zur Schau stellen hat nix mit verklemmt zutun.
Welchen Sinn hat es den dir oder anderen aufzuzeigen das man Sex hat und wie der Sex ca ist?
Was ich dazu meine? Es steht jedem frei es so zu handhaben wie er oder sie möchte ohne das du das hinterfragen solltest.

Es gibt einfach gewisse Dinge, die nicht zwingend in die Öffentlichkeit geschrien werden müssen und da gehört das Thema Sex für mich mit dazu. Warum? Darüber hab ich mir sehr lange Gedanken gemacht und unterschreibe es mittlerweile sehr. Klar, jeder hat Sex, wir wurden alle durch Sex gezeugt aber dennoch ist es für die meisten etwas sehr intimes. Wenn offene Menschen wie wir darüber reden auf welche (manchmal doch schon ziemlich krasse) Sachen wir stehen, ist das für andere oft unangenehm bist hin zu verstörend. Jetzt ist die Frage, wo zieht man da die Grenze? Das Wasser ist nicht für jeden gleich tief.
Hinzu kommt für mich immer der Faktor Kinder. Da ich mittlerweile recht viele kleine Knirpse in Freundes- und Familienkreis sowie auch der Nachbarschaft habe kann ich das mit dem diskreten entsorgen der Sexspielzeuge auch verstehen. Von den dämlichen Fragen oder Spekulationen der erwachsenen Nachbarn, die das sehen mal ganz zu schweigen...
Ich unterhalte mich gerne über Sex und weißgott, solange keine Kinder anwesend sind mach ich auch kein Geheimnis draus, aber ich kann auch akzeptieren, dass es Leute gibt, die das nicht mögen.

Vor 1 Stunde, schrieb HerzensheimatBerlin:

Vielleicht habe ich das EP auch falsch verstanden. Es geht nicht darum ob man Sex mag, es geht darum ob man dieses mögen Allen und Jedem auf's Auge drückt. Siehe das angeführte Beispiel im EP. Es ging auch nicht um erkennen oder nicht. Es gibt für Viele Menschen Gründe warum sie sich hier nicht gleich öffentlich zeigen. Heißt aber doch nicht das diese keinen Sex mögen. 

Ich möchte z.b auch keine Details meiner besten Freunde was ihr Sexualleben betrifft. Das geht nur diese etwas an. 

Den EP hab ich auch so verstanden wie Du. Meins war ja nur ein anderes Beispiel ähnlicher Art. Und ich hab auch nicht geschrieben, dass Leute, die hier "undercover" unterwegs sind, keinen Sex mögen. Würde in meinen Augen auch keinen Sinn machen, wenn man hier angemeldet ist, aber dem Ganzen nichts abgewinnen kann.

Vor 1 Stunde, schrieb SuppenkOma:

Es gibt aber nun mal einen Unterschied zwischen Privatsphäre, die jeder bitte für sich selbst definieren darf und sich verstecken (müssen, wollen, sollen). Und für Dich mag es keine Rolle spielen, für mich spielt es sehr wohl eine Rolle, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld.

Ich bin der Meinung, dass jeder so damit umgehen soll und darf, wie er sich wohl damit fühlt.

Dessen bin ich mir durchaus bewusst und ich hab auch nur meine Meinung kundgetan. Letzten Endes kann das natürlich aber jeder so handhaben wie er möchte. Ich hab mit meiner Silbe behauptet, dass es jeder so handhaben sollte wie ich. Denn von mir aus kann auch jeder tun und lassen, was er möchte.

Vor 39 Minuten , schrieb Frau_Schlaflos:

Viel zu kurz gedacht. In meinem beruflichen Umfeld muss niemand wissen, dass ich hier angemeldet bin. Und meinem privaten Umfeld geht es genauso wenig etwas an. 

Außerdem möchte ich mit den oben genannten gar nicht in Kontakt kommen, denn weder präferiere ich sexuelle Kontakte mit Leuten aus dem Unternehmen, noch aus meinem privaten Umfeld. 

Für mich ist es eher befremdlich, wenn man sich öffentlich zeigt und mit seinen Vorlieben hausieren geht. Diese Leute fand ich auch nie besonders interessant. 

Sexualität ist Privatsache. Sicherlich kann man im persönlichen Ermessen das ein oder andere auch öffentlich offenbaren. Man ist aber weder verklemmt, noch hat man etwas zu verbergen, wenn man dies nicht möchte. 

Wobei ich persönlich jede Menge zu verbergen habe: nämlich meine Privatsphäre. 

Und auch hier: Ich hab auch nicht behauptet, dass man es nicht anders handhaben kann. Muss doch jeder für sich selbst wissen, wie er damit umgehen möchte.

Also eine blühende Fantasie, hast du ja das muss man die lassen 😂

Der Wunsch nach Intimität ist bei Menschen sicherlich unterschiedlich stark ausgeprägt. Das hat für mich nichts mit Verklemmtheit zu tun. Sexualität ist (häufig) verbunden mit starken Emotionen wie Scham, Verletzbarkeit, Schutzbedürfnis und Vertrauen...und hat nichts, aber auch rein gar nichts mit dem hier mehrfach zitierten "pfui bäh" zu tun. Eine offene Gesellschaft zeichnet sich bestimmt nicht dadurch aus, anderen ungebeten die Ausprägungen der eigenen Sexualität aufzudrücken. Eine offene Gesellschaft impliziert Toleranz. Und das fehlt in meiner Wahrnehmung dem Thread komplett.

vor 4 Stunden, schrieb Immersion:

Die Frage ist nicht nur, warum sie so zurückhaltend sind - sondern warum andere glauben, sich auf jedes Ziel stürzen zu müssen.

Dann beantworte die Frage doch, da du ja auch glaubst, dich auf jedes Ziel stürzen zu müssen.

Den Menschen wurde mit den Jahrtausenden beigebracht, Sex und sexuelle Handlungen privat/ hinter verschlossenen Türen zu praktizieren und so wenig wie möglich darüber zu reden. Von wem? Der Gesellschaft, der Kirche, dem Staat usw. Als Höhlenmensch war es normal Sex in Anwesenheit der anderen Gruppenmitglieder zu haben 🤷🏼‍♀️ gab ja keine Einzelzimmer 😉 selbst im Mittelalter wo ganze Familien sich ein Bett geteilt haben war das noch relativ "normal", auch wenn es da bestimmt nicht der ausschweifende lustvolle Sex von heute war, so dern eher das Stille rein raus fertig.
Irgendwann, irgendwie hat irgendwer dann beschlossen das Sex etwas schmutziges, sündhaftes etc pp ist und es nichts ist worüber man redet, geschweige denn in der Öffentlichkeit publik gemacht werden sollte.
In den 70ern wurde durch die flower power Generation ein Stück weit wieder für mehr Akzeptanz und freie liebe gesorgt. Dieser Prozeß dauert immer noch an. Wie lernen Stück für Stück andere Menschen und deren Sexualverhalten zu akzeptieren. Wobei einige Bereiche trotzdem nicht ihren Weg in den sogenannten Mainstream finden werden, auch nicht durch 50SoG😜 der nur ein verzerrtes Bild von BDSM ist.
Soweit das allgemeine 😊
Ich persönlich verstecke weder meine Neigung noch das dazugehörige Equipment. Ich trage den Ring der O ständig. Im Schlafzimmer hängt für jeden sichtbar die ein oder andere Peitsche , und die Deckenhaken mit Ketten.
Ich gehe nicht mit meiner Neigung hausieren, aber wer fragt bekommt antworten.
Was Sex in der Öffentlichkeit betrifft, ich persönlich halte nichts von Parkplatz oder PK um mich zu vergnügen, aber mich stört es auch nicht wenn andere darauf abfahren. Jedem das seine. Allerdings kann ich mir durchaus vorstellen, an einem lauschigem Sommerabend , an einem schönen Platz Sex mit meinem Partner zu haben 🤷🏼‍♀️ muss ja nicht am übervölkertem Badestrand sein😉 Zuseher brauche ich auch nicht.
Also im Grunde genommen gilt die alte Regel:
Solange es niemanden schadet, tu was du willst.

(bearbeitet)
vor 56 Minuten, schrieb Anni4real:

 

Mit dem ersten Satz hast du vermutlich voll und ganz recht! (Ob es 98 % sind, keine Ahnung, aber definitiv der überwiegende Teil…)
Aber…. Die große Frage - für mein Verständnis - aus dem Eingangsbeitrag ist doch WARUM ist das so? 🤔
Als „Grundbedürfnis“ würde ich es jetzt auch nicht bezeichnen… aber wenn man mal davon ausgeht, dass es eben einfach eine „Natur gegebene Sache“ ist, die jeder macht… wenn es „normal“ wäre, dass jede:r offen darüber sprechen würde, wie darüber, was man heute angezogen hat oder vor hat zu Essen zu kochen, wäre es dann nicht so, dass vieles gar nicht mehr erst so als „sexualisiert“ und „tabuisiert“ betrachtet werden würde? Es wäre halt so… wie, wenn ich darüber rede, dass ich Döner lieber mag, als Weinbergschnecken, Jeans lieber trage, als einen Rock… 🤔🤷‍♀️ EIGENTLICH wäre dann doch gar nichts dabei… ob und wen es interessiert/etwas „angeht“ oder nicht… natürlich kann man damit argumentieren… Aber mich interessiert es zum Beispiel auch nicht, wo meine Kolleg: innen im Urlaub waren… 🤔🤷‍♀️ Geschmäcker sind verschieden, das ist normal und mal interessiert es einen, mal nicht… aber beim Thema Sex ist alles unter einen Deckmantel der Verschwiegenheit zu packen… Ich finde daher schon, dass es eine gute Frage ist, warum das so ist! Ich betrachte mich diesbezüglich schon auch als spießig und verklemmt… Aber eben, weil - aus meiner Sicht - es eben die meisten sind… obwohl es nüchtern doch genauso „Privatsache“ ist, wo ich in Urlaub gehe, was ich zu Abend esse oder was für einen Film oder ein Buch lese… alles „Privatsache“… und dennoch reden wir mit den meisten nahestehenden Menschen darüber… 🤔🤔🤔🤷‍♀️
Ich finde es schade, dass hier viele den TE als - was auch immer - hinstellen, anstatt mal den Blick über den Tellerrand zu wagen…

Weshalb man gesellschaftlich akzeptiert über Urlaub spricht, über Sex aber nicht, liegt an den gesellschaftlich anerkannten persönlichen Sphären,  die von der Intimsphäre bis zur Öffentlichkeitssphäre reichen. Wenn dir jemand von deinem Urlaub erzählt, magst du uninteressiert sein. Wenn dir jemand erzählt, wie es in einem Beitrag so schön formuliert ist, dass er sich gern ins Gesicht pissen lässt, ist das etwas völlig anderes. Dann bist du nicht nur nicht interessiert. Warum ist das so? Weil es für die allerallermeisten Konsens ist. Deshalb finde ich TEs Geschichten regelmäßig deutlich "drüber". 

bearbeitet von klitmaster11
vor 40 Minuten, schrieb Frau_Schlaflos:

Wobei ich persönlich jede Menge zu verbergen habe: nämlich meine Privatsphäre. 

Privatsphäre? Was ist das denn? Indem wir ein Smartphone, eine Alexa, ein Smart TV besitzen, haben wir doch eh schon jegliche Privatsphäre über Bord geworfen. Die Tech-Giganten und die ausländischen staatlichen Organe wissen mehr über uns, als wir selbst. Wir haben das Brief- und das Bankgeheimnis aufgegeben. Konzerne kennen jeden Porno Clip den wir je in unserem Leben gesehen haben. Die Auto-Industrie kennt den gesamten Standortverlauf unseres Autos. Die Mobilfunkanbieter kennen unser Bewegungsprofil und unser Konsumverhalten. Warum machen wir so ein Geheimnis um unseren Sex? Alle Tiere vögeln in aller Offentlichkeit und haben nicht das geringste Problem damit. Warum machen einige Menschen so ein Geheimnis daraus? Im Swingerclub und an bestimmten Stellen an Seen und in Wäldern hat auch niemand ein Problem damit, wenn er Zuschauer hat oder andere beobachtet. Was macht Sex so besonders, das manche ihn als Sünde empfinden und ihn verbergen wollen?    

Gerade eben, schrieb Radreisender-1960:

Was macht Sex so besonders, das manche ihn als Sünde empfinden und ihn verbergen wollen?    

Hier ist dein kardinaler Denkfehler auf den Punkt gebracht: Nicht weil es Sünde ist, sondern weil es gesellschaftlicher Konsens ist, lässt man seine Mitmenschen mit seinen Intimitäten in Ruhe.

vor 1 Minute, schrieb klitmaster11:

Hier ist dein kardinaler Denkfehler auf den Punkt gebracht: Nicht weil es Sünde ist, sondern weil es gesellschaftlicher Konsens ist, lässt man seine Mitmenschen mit seinen Intimitäten in Ruhe.

Wie @Anni4real schon mal gefragt hat, warum spricht man ganz offen darüber, was man gestern gegessen hat, oder welchem Hobby man gestern nachgegangen ist? Warum kann man nicht darüber sprechen, dass die Stellung X gestern schön war und dass man sie empfehlen kann?

Vor 5 Minuten , schrieb AnfangsSproede:

Weil viele Menschen lieber mit dem Finger auf Andere zeigen, als vor der eigenen Tür zu kehren. Weil patriarchale Denkstrukturen vorrangig in unseren Köpfen sind und sich einfach nicht komplett verdünnisieren wollen, Frauen und noch viel mehr Männer, halten hartnäckig daran fest. Was würde denn passieren, wenn du Alles über die eigene Sexualität offen kommunizieren würdest? Dann wäre ich nicht mehr die beruflich kompetente Kollegin, deren Meinung und Erfahrungen geschätzt werden. Dann wäre ich nicht mehr die, mit den tollen kreativen Ideen, die super organisieren kann, die gerne in den meisten Dorfprojekten tätig ist. Dann wäre ich nicht mehr die, die immer ein offenes Ohr hat, die emphatisch reagiert, der man sich anvertrauen kann, die gerne auf Partys und Konzerten feiert, mit der man Pferde stehlen kann, die man bei Garten- und Pflanzenfragen um Rat fragen kann.......usw. Dann wäre ich nur noch die, die man auf Sex und Körperöffnungen reduziert. Die nach paar Wochen Tratsch, schon angeblich mit dem halben Dorf was hatte(nichts liegt mir ferner), die, die Männer anderer Frauen lüstern anguckt, weil sie sexuell so umtriebig ist( schon der Gedanke an die Ehemänner im Dorf lässt meine Fußnägel sich aufrollen), die beim Sport dienstags nicht gefragt wird: na, hast du am We Besuch von Freunden/Familie gehabt, sondern nur noch hintenrum die Autos Thema sind, die bei mir vor der Tür stehen, das können ja nur Liebhaber gewesen sein. Dann würden die Frauen hier nicht mehr mit mir reden, weil ich ja auf ihre Ehemänner geil bin, von Männern bekäme ich nur noch dumme zweideutige Sprüche.....ich wäre einfach komplett auf das Sexuelle reduziert. WARUM sollte ich mir das antun? 

Natürlich schreien viele Männer, ja genau, einfach machen und losficken.....klar, die denken ja auch nur an den eigenen Druckabbau. Die denken an Körperöffnungen, die sie "unkompliziert"(ich hasse das Wort in diesem Kontext), spontan, wenn die Libido drückt, benutzen können. Das hat eher was von billigem Fastfood  und nichts damit, auf Augenhöhe miteinander agieren zu wollen, mit Respekt und Wertschätzung. Nervt mich, hab ich keinen Bock drauf. Man liest ja auch hier, auf einer angeblich soooooo toleranten Seite, wie Männer und Frauen wirklich denken, ich erinnere nur an Threads zum Thema Body Count. "Drübersteigen gerne, aber dann soll die "Schlampe" gefälligst nich nerven, ich melde mich schon, wenn ich ficken will"

Ich bin anders aufgewachsen als du. Im Osten. Es war normal, dass wir Kinder meine Eltern auch nackt gesehen haben, wir waren ja auch am FKK Strand, völlig normal. Beziehungen waren zum größten Teil partnerschaftlich, man agierte Hand in Hand, um gemeinsam etwas aufzubauen. Frauen suchten keine Ernährer. Sexualität wurde nicht als "Belohnung" gesehen, es wurde nicht propagiert, sich für den einen aufzuheben, den man heiratete, der Einen dann finanziell versorgte. Es war freier, Sex war normal und beide Geschlechter hatten Lust. 

Sex ist intim, man möchte ihn nur mit ausgesuchten Menschen ausleben und Frauen haben sowieso schon unter der Objektifizierung durch so manchen Mann zu leiden. Menschen sind nicht alle gleich symphatisch, manche sogar richtig unangenehm, will man mit denen seine Sexualität besprechen, um sich dabei total unwohl zu fühlen? Näääääääääää........Jeder sollte selbst entscheiden, mit wem er über was reden möchte und den Rest für sich behalten, oder nur mit wenigen Auserwählten teilen. Ich habe durchaus Freundinnen, mit denen ich offen über sexuelle Themen spreche. Wir tauschen uns durchaus untereinander aus, aber wir vertrauen uns gegenseitig und Erzähltes hat keinerlei Einfluss darauf, die Freundin irgendwann nicht mehr als den wertvollen Menschen wahrzunehmen, der sie ist.

Amen.
Stimme dir - leider - voll und ganz zu.
CHEERS 🥂🤗🥳

vor 9 Minuten, schrieb Radreisender-1960:

Wie @Anni4real schon mal gefragt hat, warum spricht man ganz offen darüber, was man gestern gegessen hat, oder welchem Hobby man gestern nachgegangen ist? Warum kann man nicht darüber sprechen, dass die Stellung X gestern schön war und dass man sie empfehlen kann?

Ich wiederhole mich: Weil es niemand hören möchte.

vor 6 Minuten, schrieb klitmaster11:

Ich wiederhole mich: Weil es niemand hören möchte.

Das halte ich für ein Gerücht, bzw. ich weiß es besser. Du glaubst gar nicht, wie interessiert die Leute zuhören, wenn jemand anfängt zu erzählen.

vor 1 Stunde, schrieb Frau_Schlaflos:

Viel zu kurz gedacht. In meinem beruflichen Umfeld muss niemand wissen, dass ich hier angemeldet bin. Und meinem privaten Umfeld geht es genauso wenig etwas an. 

Außerdem möchte ich mit den oben genannten gar nicht in Kontakt kommen, denn weder präferiere ich sexuelle Kontakte mit Leuten aus dem Unternehmen, noch aus meinem privaten Umfeld. 

Für mich ist es eher befremdlich, wenn man sich öffentlich zeigt und mit seinen Vorlieben hausieren geht. Diese Leute fand ich auch nie besonders interessant. 

Sexualität ist Privatsache. Sicherlich kann man im persönlichen Ermessen das ein oder andere auch öffentlich offenbaren. Man ist aber weder verklemmt, noch hat man etwas zu verbergen, wenn man dies nicht möchte. 

Wobei ich persönlich jede Menge zu verbergen habe: nämlich meine Privatsphäre. 

Like funktioniert technisch nicht.

Ergänzend dazu mein eigener Augenöffner:

Die Supermarktkassiererin, die hier eine Zeit lang ein Profil hatte. In dem Moment, wo ich allein schon Gästebucheinträge gedanklich mit der Möglichkeit verbunden hatte, dass jemand von denen sie erkennen könnte, war mir klar, warum sie nun nicht mehr dort arbeitet und ihr Profil hier verschwunden ist

Einfach: Ich will meine Privatsphäre.
Der Begriff kommt von privat.

Vor 41 Minuten , schrieb Radreisender-1960:

Privatsphäre? Was ist das denn? Indem wir ein Smartphone, eine Alexa, ein Smart TV besitzen, haben wir doch eh schon jegliche Privatsphäre über Bord geworfen. Die Tech-Giganten und die ausländischen staatlichen Organe wissen mehr über uns, als wir selbst. Wir haben das Brief- und das Bankgeheimnis aufgegeben. Konzerne kennen jeden Porno Clip den wir je in unserem Leben gesehen haben. Die Auto-Industrie kennt den gesamten Standortverlauf unseres Autos. Die Mobilfunkanbieter kennen unser Bewegungsprofil und unser Konsumverhalten. Warum machen wir so ein Geheimnis um unseren Sex? Alle Tiere vögeln in aller Offentlichkeit und haben nicht das geringste Problem damit. Warum machen einige Menschen so ein Geheimnis daraus? Im Swingerclub und an bestimmten Stellen an Seen und in Wäldern hat auch niemand ein Problem damit, wenn er Zuschauer hat oder andere beobachtet. Was macht Sex so besonders, das manche ihn als Sünde empfinden und ihn verbergen wollen?    

Tiere vögeln nicht in der Öffentlichkeit. Die meisten Tiere vollziehen die Fortpflanzung, wenn sie sich sicher fühlen, wenn keine Fressfeinde in der Nähe sind. Und sie haben auch keinen Sex weil sie dadurch geil werden, sondern weil es ein Trieb ist. Der Trieb zum Erhalt der Spezies. Den Sexualtrieb haben wir auch, das weiß jeder. Den Selbsterhaltstrieb hat auch jeder gesunde Mensch und da wir nicht im Wald leben und damit kein Problem mit Fressfeinden haben ist unsere Variante des Selbsterhalts eben (unter anderem) der Stand in der Gesellschaft. Daten bedeuten Macht, du sagst es selbst. Sie werden verkauft und gekauft und auch die Programme, die Daten verschleiern verlaufen sich schneller als du gucken kannst. Das nimmt man in Lauf, weil die Gefahr des gläsernen Menschen herab gespielt wird, nicht verstanden wird, weil man die Gefahr in Kauf nimmt, weil man kaum Kontrolle hat. Worüber man allerdings Kontrolle hat, ist welche Informationen man selbst im unmittelbaren Umfeld verteilt und dazu gehören eben Körperlichkeiten die intim sind. Ich gehe ja genauso wenig durch die Welt und beschreibe den Geruch meines Urins, die Beschaffenheit meines Kots und wie ich es schaffe, den Königsschiss nahezu jedes Mal zu performen.

vor 3 Minuten, schrieb lieber_Kater:

Wir haben doch schon im Forum einen Buchautor, der "seine" Abenteuer zu Papier bringt. Reicht das nicht?  

Nicht auszudenken....wenn die sich zusammentun.....:see_no_evil:

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