Jump to content
Amatronic

Erotik und Sex nach dem Trauma?

Empfohlener Beitrag

BlackJester
Geschrieben

Zunächst mal: Ich bewundere deinen Mut.

Ich habe da eher Erfahrungen mit Frauen, die traumatisiert waren. Das ist dann ein sehr, sehr langsamer, behutsamer "sich rantasten"-Prozess bei dem es immer wieder kleine Fortschritte und Rückschritte gibt. Ist nicht jeder der Typ für - und ich muss auch sagen, dass ich darauf mittlerweile auch lieber verzichte (auch wenn das total gemein wirkt). Weil: Letztlich leidet ja auch mein erotisches Erleben darunter, permanent auf der Hut sein zu müssen und alles unglaublich langsam und vorsichtig anzugehen.

Also - joa, man kriegt das hin. Es kostet aber enorm viel Zeit, Energie, liebevolle Zuwendung und braucht ein ziemlich dickes Fell. Für "den ONS zwischendurch" ist das definitiv nichts.

  • Gefällt mir 4
Geschrieben
Was willst du uns denn jetzt damit mitteilen?
  • Gefällt mir 1
Serkel04
Geschrieben (bearbeitet)

***

Moin.

Es ist erschreckend, wie ein Mensch so eine Äußerung auf so einen Thread machen kann. Daher gebe ich Dir mal eine Antegung mit auf den Weg....Kritik sollte immer wohlwollend geäußert werden. Nicht verletzend....denn so empfinde ich Deine Äußerung dem Verfasser gegenüber.

Nun noch einen schönen Sonntag .....wobei " schön" das Wohlwollende" ist😉

bearbeitet von MOD-Katty
Zitat entfernt, da gelöscht
  • Gefällt mir 2
BlackJester
Geschrieben
vor 3 Minuten, schrieb GudrunAfterDark13:

Die Person muss Bescheid wissen, über das Trauma und Maßnahmen falls es zu Flashbacks und/oder Panik kommt.

Jep und damit umgehen ist auch nicht einfach. Panikattacke beim Sex erleben (also bei ihr) wieder einfangen - das hat mich schon mal ziemlich mitgerissen. Ich hab's hinbekommen, aber das gehört nicht zu den angenehmsten Erlebnissen.

Und am Ende hilft eigentlich nur da sein und reden. Vorher, während dessen, hinterher... reden, reden, reden - immer und über jedes noch so unwichtig wirkende Detail.

  • Gefällt mir 1
Nusshörnchen
Geschrieben

Puh! Danke für Deinen mutigen Vorstoß!

Ich habe als Erwachsener eine sexuelle Nötigung in einem besonders schweren Fall und in mehreren minder schweren Fällen durchgemacht. Nach 10 Jahren bin endlich in der Psychiatrie angekommen und noch dazu in einer sehr guten. Ich habe in der Klinik eine Verhaltenstherapie begonnen und setze sie nun ambulant fort. Ziel ist, meinen Selbstwert wiederzufinden und dass ich mich nicht in die Gefahr begebe, dass sich das Erlebte wiederholt.

So, jetzt denken bestimmt alle: "Der Kerl ist kaputt. Den brauche ich nicht anschreiben geschweige denn poppen".

vor 17 Stunden, schrieb Amatronic:

selbstunsicher vereidende und hisgrionische Störung.

Waren das Tippfehler? Du meintest bestimmt "vermeidende und histrionische Störung"

  • Gefällt mir 1
ZurSpielwiese
Geschrieben

Unvorstellbar, was du durchgemacht haben musst. Du hast meine Hochachtung. 

Ich wünsche Dir alles Glück auf Erden, und dass du eine unbelastete Sexualität erleben darfst. 👍

  • Gefällt mir 2
Geschrieben
vor 2 Minuten, schrieb OhneZusatzstoffe:

Jep und damit umgehen ist auch nicht einfach. Panikattacke beim Sex erleben (also bei ihr) wieder einfangen - das hat mich schon mal ziemlich mitgerissen. Ich hab's hinbekommen, aber das gehört nicht zu den angenehmsten Erlebnissen.

Und am Ende hilft eigentlich nur da sein und reden. Vorher, während dessen, hinterher... reden, reden, reden - immer und über jedes noch so unwichtig wirkende Detail.

Kommunikation ist am Wichtigsten, ja. Vorher die Trigger besprechen um diese zu vermeiden, Anzeichen nennen, Methoden erklären etc. Und sich dann, wenn alles gut ist, beiden etwas Gutes tun. 

  • Gefällt mir 4
BlackJester
Geschrieben
vor 3 Minuten, schrieb Nusshörnchen:

So, jetzt denken bestimmt alle: "Der Kerl ist kaputt. Den brauche ich nicht anschreiben geschweige denn poppen".

Im Gegenteil. Ich denke eher: Hut ab und viel Erfolg!

Obschon ich sagen muss, dass das für mich nichts mehr wäre. Wie gesagt: Ich habe mittlerweile zu viel Erfahrungen mit traumatisierten Menschen. Ich hätt' lieber mal welche ohne. Denn - nach all den Jahren gibt es für mich sicherlich noch einiges zu erleben, dass ich einfach permanent zurückstecken musste. Das muss ich halt nicht, wenn es keine "Vorbelastungen" gibt.

Und - ich weiß, das klingt vermutlich total gemein und ausschließend - aber ich kann halt nur von mir sagen, dass mir da im Laufe der Jahrzehnte jetzt allmählich zu viel wird.

PeterHH1961
Geschrieben
Moin, eigene diesbezügliche Erfahrungen habe ich (zum Glück) nicht, finde es aber mutig und lobenswert dieses Thema hier anzusprechen und Deine Erfahrungen zu schildern - vielen Dank. Die heftigen Ablehnungsreaktionen einiger User vermag ich aber nicht nachzuvollziehen, kann man nicht einfach weiterscrollen?Na ja, und bei den Umgangsformen und der Wortwahl fehlt einigen doch etwas der Feinschliff.
  • Gefällt mir 5
Nusshörnchen
Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb OhneZusatzstoffe:

Und - ich weiß, das klingt vermutlich total gemein und ausschließend - aber ich kann halt nur von mir sagen, dass mir da im Laufe der Jahrzehnte jetzt allmählich zu viel wird.

Klar. Du bist auch nur ein Mensch.

  • Gefällt mir 1
MissChrissy
Geschrieben
Ich persönlich habe nach meinem Missbrauch keinen Wert mehr in meinem Körper gesehen.. ich habe eh meine Würde verloren... Und so rutschte ich in die Escort-Szene. Ich habe ein ganz schlechtes Verhältnis zu meinem Körper seitdem.
  • Gefällt mir 2
Bolero2000
Geschrieben
vor 29 Minuten, schrieb hoshi20:

Was willst du uns denn jetzt damit mitteilen?

Am Ende des Eingangsbeitrages wird eine Frage gestellt!

  • Gefällt mir 4
Bolero2000
Geschrieben (bearbeitet)

***

vor 10 Minuten, schrieb Tremonia1909:

sich das ganze Leben als armes, traumatisiertes Opfer darzustellen never ever...

Das verarbeitet jeder Mensch anders....sei froh, dass du scheinbar eine sehr starke Person bist.... vielleicht hast du auch ein hilfreicheres Umfeld?

bearbeitet von MOD-Katty
Text wegen gelöschtem Text und Zitat entfernt
  • Gefällt mir 5
ZimtMuffin
Geschrieben
40 Jahre sind seitdem vergangen und ich kann noch immer nicht darüber sprechen. An manchen Tagen geht es mir richtig schlecht und ich träume davon aber darüber reden geht einfach nicht.
WeißeLöwin
Geschrieben (bearbeitet)

Ein sehr tiefgehendes und ernstes Thema.Sexueller Missbrauch, die Folgen und die Therapie. Es gibt sehr viele Menschen deren Leben nachhaltig zerstört ist durch das Erlebte, die beziehungsunfähig sind, schwere psychische Störungen haben etc. Viele wissen oft nicht woher ihre Traumata kommen, da sie es aus Selbstschutz verdrängt haben. Missbrauch ist auch immer noch ein Thema, das totgeschwiegen wird, wo weggeschaut wird und das viele Betroffene nie aufarbeiten.Die Dunkelziffer der Opfer ist hier sehr hoch und es ist wichtig , dass das Thema immer wieder öffentlich gemacht wird, um Betroffenen Mut zu machen die Täter zu benennen und sich Hilfe zu holen. Ich finde es beeindruckend, wie du dich deinem Trauma genähert hast und dich letztendlich selbst therapiert hast. Das du auch in der Lage bist wieder Sexualität als etwas Schönes zu genießen , freut mich sehr für dich. Auch und gerade auf einer Seite wie dieser kann man das Thema durchaus ansprechen. 

***

bearbeitet von MOD-Katty
Text wegen gelöschtem Text und Zitat entfernt
  • Gefällt mir 5
WeißeLöwin
Geschrieben
@hoshi20 : er fragt nach den Erfahrungen anderer Betroffener. Steht doch am Ende.
×
×
  • Neu erstellen...