Jump to content

Tod der Partnerin: die andere Form der Trennung


Leben_lieben

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Vor längerer Zeit starb meine Frau. Nach vielen gemeinsamen Jahren.
Jahren mit Höhen und Tiefen und gutem Sex.
Wer hat das auch erlebt und wie hast du ein zweites (Liebes-)Leben begonnen?

Interessanterweise kam meine Lust auf Sex schon nach einigen Monaten wieder. Später die (bis jetzt unerfüllte) Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Nähe.

Ich bin keineswegs depressiv, sondern versuche das Leben bewusst zu leben und zu genießen, lache gerne und treffe mich mit Freunden.
Was mir aber immer noch fehlt, ist der Wunsch nach einer Lebenspartnerin und die Bereitschaft zu einer richtigen Beziehung.

Aber wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch wieder für jemand anderen öffnen und euch verlieben konntet? Ist euch der/die richtige einfach begegnet oder habt ihr gezielt gesucht? (Wo und wie lernt man als 50+ überhaupt noch eine nette Frau kennen?)

Und wie seid ihr mit eurer Lust umgegangen?


Geschrieben

mein mann starb weihnachen 2011 - nach 8 monate abschiednehmen auf grund der diagnose
ich war am 31.12.2011 hier angemeldet, da...meine hormone...nach..wallung verlangten

es gibt keine vorgeschirebene zeit, es passiert, wann es passieren soll - das kannst du eh nicht beeinflussen......was DU willst ist entscheident, nicht was andere sagen - andere wissen eh immer alles besser..und über dich sowieso


Geschrieben

Der Todeskamp eines Verwanden dauerte 5 lange Jahre.

Jetzt ist heraus gekommen, dass sie schon nachdem das engüldige Todesurteil bekannt war im Net Männer suchte.

Alle verurteilen das. Keiner fragte nach, warum.

Zu Lebzeiten war das so untereinander abgesprochen.

Oft geht das Leben mit einem neune PArtner zeitnah weiter.

Oft wird das eigene Leben zur Dauertrauerfeier.

Jeder geht da wohl anders mit um.

Bin aber davon überzeugt das man nur wirklich darüber mitreden kann, wenn man betroffen war.


Geschrieben


Zu Lebzeiten war das so untereinander abgesprochen.

.



das ist es, was viele vergessen und sich das mundwerk zerreissen,
dass man zu lebzeiten schon vieles bespricht


Geschrieben

Trauert man weniger, wenn man sich zeitnah einen neuen Partner sucht?
Ich denke nicht.

Gerade bei längeren "Kämpfen" nimmt man langsam Abschied. Arrangiert sich.


Ich hätte definitiv Verständnis dafür.


Geschrieben

Kann auch anders laufen. Kommt auch darauf an, wie lange man mit dem Partner der stirbt zusammen war.

Als meine Oma starb, war mein Opa mehrere Jahre von der Rolle, weil die über 50 Jahre verheiratet waren.

Als meine Mama starb, ist mein Vater nicht damit klar gekommen und hat 2 Jahre später auch nen "Abgang" gemacht. Die waren halt auch über 30 Jahre verheiratet.


Geschrieben

Vor längerer Zeit starb meine Frau. Nach vielen gemeinsamen Jahren.


Wenn ich das lese, frage ich mich oft, ob es überhaupt sowas wie "Ersatz" dafür geben kann, denn jede Beziehung ist für sich einzigartig und wenn sie so lange gehalten hat und nicht im Nebeneinanderherleben endete, sondern in Erfüllung in vielerlei Hinsicht, fällt es mir schwer, daran zu glauben, dass es sowas wie eine "Wiederholung" geben kann, denn sowas kommt im Leben einfach zu selten vor.

Vielleicht bin ich in der Hinsicht aber auch einfach zu sehr Pessimist oder mir fehlt der Blick für die Realität, da meine Beziehungen bisher nie lange gehalten haben, was wohl eher an mir und nicht an IHNEN liegt.


Geschrieben

Eine Wiederholung wird es sicher nicht geben.

Aber etwas ganz Neues / anderes ?
Kann es geben.


Geschrieben


Vielleicht bin ich in der Hinsicht aber auch einfach zu sehr Pessimist oder mir fehlt der Blick für die Realität, da meine Beziehungen bisher nie lange gehalten haben, was wohl eher an mir und nicht an IHNEN liegt.




diese Erkenntnis würde manch einem gut tun.

Für die meisten sind es doch immer die anderen


Geschrieben

, frage ich mich oft, ob es überhaupt sowas wie "Ersatz" dafür geben kann, denn jede Beziehung ist für sich einzigartig



Das genau dies wieder gesucht wird, beobachte ich in den wenigen Todesfällen die mir nahe standen oft.

Ebenso händeln auch einige ihre Beziehungen.

Das klappt aber noch nciht einmal mit dem gleichen Modell an Auto.


Geschrieben

Willy, das kann man bei vielen beobachten, dass immer dasselbe Beziehungsmodel gesucht wird.
Dann fragen sich diese Menschen, warum gerate ich immer an A....


Geschrieben

Jepp, anscheinend tun wir Menschen uns schwer mit Veränderungen.

Gut es muss nicht immer Good bye BRD sein

Aber diese deutsche Gründlichkeit ist schon langweilig.


Wirkliche Veränderungen bemerke ich durch überstandene Krankheit oft.

Da wird wohl der Sinn des Lebens nocheinmal gründlich hinterfragt.

Vieles erinnert mich an die damalige Arte Werbung.

Da sprangen Schafe immer übereinander.
Und der Satz (ähnl.) wollen sie immer das gleiche sehen..........


Geschrieben

Ich habe mich durch familiäre Erlebnisse und auch durch meinen Beruf oft mit Trauer auseinandersetzen müssen und auch wollen!
Trauer ist ein Prozess..dieser hat verschiedene Phasen..ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber das braucht seine Zeit...und diese Zeit ist bei dem Einen halt länger, als beim Anderen!
Dass die Leute sich das Maul zerreissen, sollte uns doch Allen egal sein.Es geht doch um unser Glück und ich denke, dass der Partner das zu Lebzeiten sicher genauso gesehen hat..wenn nicht sogar,wie oben beschrieben, schon besprochen!
Dir wünsche ich die Kraft und die Zeit, DEINE Trauer so zu bewältigen, wie es für DICH RICHTIG IST !!!
Und wenn die Zeit reif ist, wird sich alles so fügen, wie es soll!


Geschrieben

@naschkatze

du hast recht mit dem was du sagst.....bei dem einen dauert es länger,bei dem anderen nicht so lange.....
da gibt es aber noch die anderen,die es alleine nicht hin bekommen.....
wo her will man wissen,welche art der trauer für einen die richtige ist...wie erfährt man es?
meine Freundin ist vor drei jahren bei einem Verkehrsunfall ums leben gekommen....ich mußte mir hilfe suchen,weil ich alleine damit nicht zurecht kam...ich hab mich an eine Selbsthilfe gruppe für trauernde gewand...und ich danke heute noch den menschen die ich dort kennen lernen durfte und die mir auch geholfen haben....im bezug auf das Sexleben nach oder während der trauer...ich habe lange gebraucht um überhaupt wieder lust am sex zuhaben...heute lebe ich meine Sexualität auf eine andere art aus....es hat gedauert das ich diesen weg für mich gefunden habe...aber es ist ok für mich...
eine neue Beziehung.....hmmm...wäre schön,abends neben jemanden ein zuschlafen und morgens zusammen wach werden.....
ich habe nie wieder jemand so nah an mich ran kommen lassen wie meine Freundin damals......
weil ich angst habe wieder einen geliebten menschen zu verlieren.....
mir sagte mal damals jemand..schau immer nur nach vorne,nie zurük
ist aber garnicht so einfach


Geschrieben

Was mir aber immer noch fehlt, ist der Wunsch nach einer Lebenspartnerin und die Bereitschaft zu einer richtigen Beziehung.

Das geht aber vielen Menschen, die lange als Single gelebt haben, nicht anders. Irgendwann ist man so eingefahren in seinen Gewohnheiten, dass es schwer wird, Freiheiten aufzugeben, nur um Naehe zuzulassen.

Es klingt zwar ganz toll, jemanden zu haben, neben dem man einschlaeft und aufwacht, aber in der Realitaet ist das nicht immer so toll, wenn "Schatz" im Bett schnarcht und pupst, komische Dinge im Bad tut, mit teuren aber un-leckeren Lebensmittel den Kuehlschrank vollstopft und jede Menge anstrengender Macken hat...

Falls Du das Glueck hast, eine zweite "richtige" zu finden, wirst Du dann schon bereit sein, Dein Leben wieder zu teilen. Solange die Damen, die Du triffst, zwar nett sind, aber Dein Herz nicht waermen koennen, geniesse die schoene Zeit (such Dir vielleicht eine Reisefreundin?), aber versuche nix zu erzwingen.

Es ist besser, allein halbwegs gluecklich zu sein, als mit dem falschen Partner ungluecklich zusammenzukleben.


Geschrieben

@ Dan das kenne ich..ich nenne es Verlustangst...ich hab mir damals auch Hilfe geholt, weil ich keinen Mann mehr wirklich emotional an mich gelassen habe.
Wenn es mir "zu eng" wurde,hab ich die Flucht ergriffen und die Beziehung beendet...da kam ich alleine nicht mit zurecht...ich glaube auch,dass man da ohne Profi nit rauskommt....
erst,wenn man daran gearbeitet hat ist man,oder besser gesagt,war ich in der Lage wieder zu lieben und die Liebe meines Partners zuzulassen!


Geschrieben

@naschkatz
das mit der flucht nach vorne....das kenne ich..
ich hatte eine Beziehung in 2012,von mai bis November...
ich habe es im November beendet...da war jemand ganz nah an mich dran...dann kam die angst..wieder jemand zu verlieren....
ich habe es beendet....aus angst
mittler weile weiß ich das es für mich besser ist keine Beziehung ein zugehn.....
das was mir passiert ist,gibt mir nicht das recht andere zu verletzen..denke ist auch besser für mich...


Geschrieben

@ all: erst mal danke für eure vielen Antworten.
Viele sprechen mir aus dem Herzen. Und sie zeigen, dass offensichtlich jeder (s)eine Trennung, egal ob durch Tod oder Scheidung, anders verarbeitet. Sie zeigen mir auch, dass ich meinen eigenen Weg finden muss.

Wie oben geschrieben, es ist schon eine Zeit her (und war vor meiner Anmeldung hier.)
Die Zeit der tiefen schwarzen Löcher liegt schon länger hinter mir - na ja zumindest sind sie selten.
Ich habe das Glück, eine Familie und auch etliche gute Freunde zu haben, die mir halfen.

Auch ein Sexleben habe ich wieder – wenn auch noch in bescheidenem Umfang, gibt halt nicht so viele Gelegenheiten. (Trotzdem spannend, weil neu für mich: Sex ohne Beziehung. Macht Spaß, aber kann das auf Dauer ausreichen?)

Mit neuen Beziehungen habe ich keine Erfahrung, ist schon eine Zeit her – wir waren etwa 30 Jahre zusammen.
Aber ihr habt sicher recht: etwas Gleiches oder einen Ersatz gibt es nie wieder. Aber das will ich auch nicht. Das Leben ist Veränderung. Sonst wäre es auch langweilig. Ich bin noch nie der Typ gewesen, der immer den gleichen Urlaub macht, das gleiche Auto fährt…
Und habe –jetzt noch mehr- gelernt, Neues zu (ver)suchen und JETZT zu leben, jetzt zu genießen. In der Vergangenheit zu leben macht unglücklich. Sie gehört zu uns, hat uns geprägt, aber sie lässt sich nicht wiederholen.

Na ja, mal schauen, was kommt..
wie heißt es: Wenn das Leben dich fickt, wart´s ab, vielleicht will es ja hinterher noch kuscheln…

PS: natürlich bin ich auch auf weitere Erfahrungen, Antworten, Meinungen gespannt


Geschrieben

ich kann nur aus kurzer eigener Erfahrung sprechen in bezug auf das Thema.... denn ich war eine "Wunschkandidatin " eines Mannes, dessen FRau in den letzten Sterbetagen lag.... in seinem damaligen Profil /andere website... stand sinngemäß er wolle der Frau schon die neue vorstellen... ich war entsetzt, weil ich es nicht nachvollziehen konnte und kann.Es kam auch nie dazu.Meine Begründung lag für mich auf der Hand indem ich ihm riet erst mal die Trauerphase mit allem drum und dran zu überstehen und dann wieder zu suchen nach neuer Partnerin.Mag man das jetzt verurteilen was ich riet oder nicht.... es ist meine Meinung..


Geschrieben

Wie stabil muss die Frau sein, die bei einem solchen Vorschlag ja sagen kann. Ich könnte es nie und nimmer...


Geschrieben

Wie stabil muss die Frau sein, die bei einem solchen Vorschlag ja sagen kann. Ich könnte es nie und nimmer...



Du wartet ja auch Al Bundy:eek

Oder wer war der Schuhverkäufer...........?


  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Nachtrag / Update:

πάντα ῥεῖ panta rhei - das Leben fließt…

und tatsächlich: nachdem mich das Leben gefickt hat, kuschelt es jetzt mit mir


Völlig unerwartet habe ich vor kurzem -hier über poppen.de- eine Frau kennengelernt.
Eine Frau zum kuscheln, schmusen und (sehr) intensiven Sex. Mit der ich mich stundenlang unterhalte. Bei der ich Nähe und eine tiefe Übereinstimmung finde, obwohl sie so ganz anders ist, als ich mir je eine Partnerin vorstellen konnte.

Ich kenne sie gerade zwei Wochen und natürlich weiß ich nach so kurzer Zeit noch nicht, was letztendlich daraus werden wird. Aber wieder einmal habe ich gelernt, dass das Leben ganz anders verläuft, als ich es mir gedacht habe. Wenn man den richtigen Menschen trifft, kann sich so vieles so schnell ändern.

Und ich habe den richtigen Menschen gefunden.

Ich habe das hier hereingeschrieben, zum einen weil ich mich für die Antworten und privaten Nachrichten bedanken möchte. Vor allem aber will ich allen Mut machen, die von ihrem Partner -wie auch immer- verlassen wurden:

das Leben fließt (siehe oben)


Geschrieben (bearbeitet)

...Was mir aber immer noch fehlt, ist der Wunsch nach einer Lebenspartnerin und die Bereitschaft zu einer richtigen Beziehung....



Und selbst wenn der Wunsch und die Bereitschaft vorhanden wäre, hieße das ja noch lange nicht, daß Du bekämst was Du wollen würdest.
(Life is noch sugarlicking)


..Aber wie lange hat es bei euch gedauert, bis ihr euch wieder für jemand anderen öffnen und euch verlieben konntet? Ist euch der/die richtige einfach begegnet oder habt ihr gezielt gesucht?..


Gezielt suchen ist schwierig, denn selbst wenn man findet und sich verliebt ist nicht garantiert, daß es auf Gegenseitigkeit beruht.


(Wo und wie lernt man als 50+ überhaupt noch eine nette Frau kennen?)..


Vielleicht ja hier


Upppssss....grad erst das Update gelesen:
ALLES Gute Dir!
Ja, das Leben fließt...und das Schicksal hat immer wieder schöne Überraschungen für uns.
ToiToiToi!


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Liebegesucht001
Geschrieben

da sieht man mal wieder wozu der Aufenthalt in Portalen wie diesem hier gut sein kann...

Glückwunsch an den TE!


×
×
  • Neu erstellen...