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Der Sex mit meiner körperbehinderten Verlobten


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hi

Ich weiß nicht ob Ich in den richtigen Bereich poste

Auf die Gefahr hin das ich hier komplett falsch bin poste ich trozdem das mal hier

 

Der Sex mit einem Menschen mit körperlicher Behinderung läuft etwas anders ab, als zwischen zwei gesunden Menschen.

1. Die Vorbereitung für Sex dauert länger.

Unterlage auf Bett, Lagerungskissen bereitlegen, Liften Schüssel zum Urinieren davor usw.

2. Anstrengend ist es den Liftergurt um sie zu bekommen, das Ausziehen.

Dh, dass sie im Lifter aus und angezogen werden muss, wegen ihrer Hüfte

3. Der Sex an sich, außer auf dem Rücken liegen beim Sex, und passiv sein,  geht beim

Sex wegen ihrer Tetraplagie nichts.

 

Ich weiß Ihr habt Euch bestimmt einen mega erotischen Text erhofft. Die Realität von Sex und Behinderung sieht komplett anders aus.

Alles muß genau geplant werden, der Sex ist unspontan. Oft auch unbefriedigend.

Man hat öfter mit Urin und Kot im Zuge der Vorbereitung zu tun Als man Anfangs denkt.

Troz ihrer Behinderung haben diese Menschen Bedürfnisse, Wünsche,  auch was Sex angeht

Ich wundere mich dass die Gesellschaft davor immer wieder oder immer noch die Augen verschließt.

Ich würde gerne mit Euch diskutieren, ob Euch dies abschrecken würde? Aber wenn man Jemanden liebt, dann geht man dies ein. Ob Ihr Euch dies vorstellen könnt?

Geschrieben

Wer verschließt denn davor die Augen? Heutzutage gibts sowohl männliche als auch weibliche Sexualbegleiter,die dies ebenso gewohnt sind. Ich selbst würde wenn es mich beträfe , auch damit klarkommen.

KleinerFreund32
Geschrieben

Du hast definitv meine Hochachtung! Es gibt wahrscheinlich nur wenige Männer, die bereit sind, so eine Beziehung zu führen! Das meine ich ganz ernst. Deine Verlobte hat ein Riesen Glück, dich zu haben. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute! Zu deiner Frage: wie du euren Sex beschreibst, dass hört sich sehr funktional an. Fühlt sie denn etwas, also Erregung? Berührung? Ich weiß nicht, wir ich in deiner Situation denken würde. Wenn ich verliebt bin, wäre es vielleicht kein so großes Problem. Aber was ist, wenn die Verliebtheit nachlässt?

Geschrieben

Ich gestehe, dass ich sexuell damit nicht klar käme. Menschlich habe ich damit keine Probleme, ich habe in dem Bereich gearbeitet und selbst in der Familie betroffene gehabt.

Geschrieben

Wahrscheinlich werde ich dafür jetzt hier gelyncht. Aber ich würde mit keinem Mann eine Beziehung eingehen der so körperlich beeinträchtigt ist. Würde meinem Partner in der Partnerschaft etwas passieren wäre es für mich etwas anderes. Für viele Menschen liest sich das oberflächlich, das ist mir bewusst.

Geschrieben (bearbeitet)

Ein ganz dickes Lob, dass Du diesen Beitrag gepostet hast.

In solchen Beziehungen lernt man, wie grausam das Leben manchmal ist, und dass es trotzdem schön sein kann.

Lebensrealität der etwas anderen Art. Und Grund zum Nachdenken.

Da bleibt einem wirklich nur übrig, Euch Beiden von ganzem Herzen alles Liebe und Gute für den weiteren gemeinsamen Weg zu wünschen.

vor 14 Minuten, schrieb Anna1980:

Wahrscheinlich werde ich dafür jetzt hier gelyncht.

Warum?

Eine Runde Ehrlichkeit bereichert jede Diskussion.

bearbeitet von rainbow_1954
Text ergänzt
Geschrieben

Es ist nicht nur der Sex der bei Menschen mit Behinderung ein Problem darstellt. Trotzdem können wir froh sein in Deutschland zu leben. Hilfe gibt es sehr viel nur muß man sich sehr viel selbst um ganz viel kümmern.

Geschrieben

Respekt! In einer Liebesbeziehung halte ich zu meiner Partnerin - komme was will. Vermutlich käme auch ich irgendwann an meine Grenzen, aber ich bin hoffentlich mutig genug, um mich dahin zu arbeiten. Das Sex nicht jedes Mal endgültige Wollust für beide ist, halte ich für typisch in einer langjährigen Beziehung - aber was du beschreibst - Respekt! Ich wünsche dir weiter Kraft & Stärke in allen Aspekten eurer Beziehung!!

PhotographyLover
Geschrieben (bearbeitet)

Ich arbeite selbst mit Menschen mit Behinderung. Kann also zumindest den pflegerischen Teil verstehen, wie anstrengend das mitunter sein kann. 

Ich finde es mutig, das du so offen bist und das mit uns teilst. 

 

bearbeitet von BerlinerMaedchen
Geschrieben
vor 21 Minuten, schrieb Anna1980:

Wahrscheinlich werde ich dafür jetzt hier gelyncht. Aber ich würde mit keinem Mann eine Beziehung eingehen der so körperlich beeinträchtigt ist. Würde meinem Partner in der Partnerschaft etwas passieren wäre es für mich etwas anderes. Für viele Menschen liest sich das oberflächlich, das ist mir bewusst.

Warum solltest du dafür gelyncht werden? Ist nun mal deine Meinung. Ich sehe das übrigens genauso, wie du.

Geschrieben

Man wünscht das natürlich Keinem und sich oder seinem Partner auch nicht.
Allerdings würde ich es wohl nicht als zu hinderlich empfeinden, denn man liebt sich ja und kümmert sich um einander und das würde ich nicht als stressig oder unangenehm empfinden.
Schlimmer wäre es, wenn mans eben nicht mehr macht!

Daher, sehr cool, dass ihr euch da so zusammen rauft und habt einfach Spaß dabei und genießt es einfach! ;)
Spontaner Sex ist nicht alles... genießt die Nähe und das liebevolle um einander kümmern!

Geschrieben
vor 5 Minuten, schrieb BerlinerMaedchen:

Und ein Gedanke gefällt mir gar nicht; man hat es nicht IMMER mit Ausscheidungen zu tun.

Du hst nicht richtig gelesen. Er schrieb lediglich:

vor einer Stunde, schrieb Extremxxx:

Man hat öfter mit Urin und Kot im Zuge der Vorbereitung zu tun Als man Anfangs denkt.

öfter... als man denkt

 

PhotographyLover
Geschrieben (bearbeitet)

Und ich denke, ein Partner, der stark körperlich eingeschränkt ist, käme für mich auch nicht in Frage.

Das mag komisch klingen, aber es gibt Tage, da bin ich froh, wenn ich Dienstschluss habe und quasi vom Kopf weg bin von der Arbeit. Deshalb könnte ich das nicht. Dann käme ich ja nie zur Ruhe. 

Jemanden daheim zu pflegen, einen Angehörigen, ist auch immer etwas anderes. Ich mach die Tür zu und gut. Aber der Betroffene, der zB den Partner pflegt, kann das nicht so einfach. 

 

bearbeitet von BerlinerMaedchen
Geschrieben (bearbeitet)

****

Es wäre definitiv eine Herausforderung. Wenn ich es mir aussuchen kann, dann würde ich das lieber nicht wollen.

Liebe kann man sich nur nicht immer aussuchen. Ich weiß es einfach nicht. Ich hoffe aber, dass ich nie vor so einer Entscheidung stehen muß.

 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Reaktion auf entfernten Textteil
Geschrieben

Das finde ich toll, deine Verlobten hat große Glück. ich kann mich das nur in ganz klein vorstellen. Mein damalige Mann war ein 1/2 Jahr schwer pflege bedürftig. wollte aber kein Sex. ich kam, weil ich auch meine gesundheitliche Problem hatten an meine grenzen. ich hatte aber kein Problem gehabt mit der Vorbereitung um Sex zu haben. Ich wünsche euch alle Glück der Welt

Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb Extremxxx:

Ich würde gerne mit Euch diskutieren, ob Euch dies abschrecken würde?

Nicht nur dieser Aspekt, ja. Eine/n Partner/in zu haben, die mit großen Einschränkungen im Alltag zu kämpfen hat, bedingt nun einmal eine starke und permanente Verantwortung - man muß also den Willen und auch den Wunsch mitbringen, diese Verantwortung mit tragen zu wollen. Nicht nur beim Sex oder davor. Und ich bin nicht bereit, ein solches Maß an Verantwortung übernehmen zu wollen, sofern ich nicht muß.

Soll heißen:

a) Wenn es sich im Laufe einer Beziehung ergibt, daß meine Partnerin aufgrund von Krankheit oder mittels eines Unfalls in solch eine Lage hineinrutscht, bin ich gern bereit, sie zu unterstützen und auch für sie zu sorgen. Immerhin wären dann Gefühle im Spiel, die im Regelfall solch eine Verantwortung abdecken. Sexuell gesehen jedoch wüßte ich nicht, ob ich damit umgehen wollen könnte oder würde, da die menschlichen Ausscheidungen ein Aspekt sind, der einerseits nicht nur meine Lust nicht gerade fördert, sondern sie komplett verlöschen läßt - insofern könnte es hierbei also Probleme geben. Könnte, da ich nicht weiß, wie es aussehen würde, falls tatsächlich einmal der Fall eintreten sollte. Im jetzigen Moment jedoch kann ich mir kein Szenario vorstellen, in welchem ich dazu in der Lage wäre.

b) Wenn ich eine Frau kennenlernen sollte, die sich bereits jetzt in der Situation befindet, würde ich mich nicht auf eine Beziehung mit ihr einlassen. Eine Bekanntschaft/Freundschaft ist kein Thema - aber keine Beziehung, die erfordert, daß ich mein Leben umkrempeln müßte, damit man überhaupt eine Verbindung eingehen kann. Hierbei kann und werde ich die Entscheidung treffen, wie mein weiteres Leben aussehen wird. Diesen Selbstschutz und Eigennutz darf und werde ich für mich in Anspruch nehmen.

Geschrieben

Hi, ich bin selbst betroffen! Habe jetzt nicht so krasse Einschränkungen im Bezug auf Blase und Darm,das kann man eigentlich ganz gut steuern!? aber ich kann nur bestätigen, dass der Rollstuhl schon ganz schön abschreckt! auch wenn im Gespräch immer wieder gesagt wird, toll wie du das alles hinbekommst, ist es für jemanden im Rollstuhl sehr schwer Sex Kontakte zu finden, auf jeden Fall mein fetten Respekt!

Geschrieben

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, hört sich alles mehr nach Frust als Lust an. Deiner Schilderung zu folge [...] Du machst das weil...? Du Sie liebst, oder Sie Bedürftnisse hat? Oder beides? Wen Sex in einer Beziehung, egal aus welchen Gründen eingeschränkt oder nich frei entfaltbar ist, sollte man so ehrlich sein und offen nach Lösungen suchen. Sorry, das ich Dir an dieser Stelle kein Lob wie manch Anderer hier aussprechen kann. Es ist für mich keine besondere Leistung das Du "das alles auf Dich nimmst". Hört sich für mich mehr nach auskotzen und eine Runde Mitleid an. 

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