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Zeitverträge, genau so ein modernes Unding, wie Zeitarbeit

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Nachdem es im Thread zu den Zeitarbeitsfirmen ja heiß hergeht würde mich eure Meinung zu Zeitverträgen interessieren.

Oft wird es ja so praktiziert, dass man z.B. erstmal ein halbes Jahr über die Zeitarbeit arbeitet, dann fängt man in der Firma an (wird übernommen) und erhält dort einen Zeitvertrag auf ein Jahr - trotz Zeitarbeit vorher - natürlich mit einem halben Jahr Probezeit. Überlebt man die Probezeit und wird auch nach dem ersten Jahr verlängert, erhält man einen 2ten Vertrag für ein zweites Jahr ... danach wartet man auf die Entfristung und eventuell wird man entfristet oder auch nicht.

Wie sieht eure Meinung hier aus .... Chance oder Nepp?


Geschrieben

Zeitverträge machen für mich nur für eine bestimmte Zeit Sinn.
Einen Zeitvertrag über zB ein halbes Jahr finde ich absolut gerechtfertigt. Alles was danach kommt halte ich für Blödsinn. Da werden die Leute zu niedigeren Konditionen hingehalten und das auch noch unter dem Damoklesschwert der Kündigung oder "nicht-Verlängerung".
Probe / Zeitverträge, die über ein halbes Jahr hinausgehen, haben ansich nur den Sinn dem Betrieb (Lohn- und Lohnneben)Kosten zu ersparen und Arbeitsvertragsrechte zu umgehen.
Das ist zumindest meine Ansicht.


onkelhelmut
Geschrieben

@sumse

aktuell suche ich einen Zeitvertrag, idealerweise bis Jahresende mit Verlängerungsoption.

Als Freelancer gibt es Verträge meist nur bis Jahresende, ausser im letzten Quartal, es kommt öfters vor, dass man für 2, 3 oder 4 Jahre verpflichtet wird, vorrangig am aktuellen Projekt weiter zu arbeiten (bei Großprojekten).

So, wie heute mit Zeitverrägen hantiert wird, das wäre vor 30 Jahren undenkbar gewesen.


Geschrieben

@ Onkelhelmut:

hab ich das richtig auf`m Schirm... Freelancer ist ein freier Mitarbeiter???


Schlüppadieb
Geschrieben

Bei vielen Arbeitgebern ist die Befristung die Antwort zur Umgehung des Kündigungsschutzes. Mein Arbeitgeber argumentiert hier ganz klar, ihm ist ein befristeter Mitarbeiter lieber, der sich 2 Jahre anstrengen muss, um ggf. übernommen zu werden, als ein Festangestellter, der nach 6 Monaten, wenn der Kündigungsschutz greift, sich plötzlich nicht mehr anstrengt.


Geschrieben

Ich habe auch solch Zeitvertrag über 1 Jahr in meiner jetzigen Firma erhalten.
Die Konditionen sind klasse, es gibt für vieles Sonderleistungen und -Zahlungen....was will ich mehr?
Natürlich wurmt es ein bissel wenn dieses Arbeitsjahr zur Neige geht.
Aber wenn man immer fleissig war braucht man sich doch nicht zu fürchten, oder?

Der Jahresvertrag kann 2x verlängert werden und dann ist man "fest" in der Firma....
Also mich stört sowas überhaupt nicht.
Es gibt schließlich auch Firmen, die vergeben ausschließlich solch Verträge.
Ein guter Freund von mir macht das schon seit 12 Jahren mit.


Geschrieben

Aus der Sicht des des Arbeitgebers ist das nachvollziehbar...

Er müsste ja einen Nagel im Kopf haben, wenn er anders handeln würde.

- - - - - -

@Mike_del #4: Ja, ein Freelancer ist einerseits ein Anglizismus und andererseits ein freier Mitarbeiter. Also ein Selbständiger ohne reguläres Arbeitsverhältnis. Er ist seine eigene Firma. Das ist oft noch nicht mal halb so romantisch, wie das Wort vom fahrenden Ritter das vermuten lassen könnte.


kiwuff
Geschrieben

Freelancer sein hat eben Vor- und Nachteile. Man sollte sich dieser vorher bewusst sein.
Ich denke aber, das ist nicht Thema dieses Threads - befristete Arbeitsverträge haben rein gar nix mit Freelancern zu tun.


Geschrieben

lieber backschiff,
man ist nur dann fest in einer firma wenn man einen unbefristeten arbeitsvertrag hat.
den bekommt man nicht automatisch wenn der zeitvertrag ausläuft auch wenn man noch so fleissig ist.
es heist ja nicht umsonst zeitvertrag.
diese form der arbeitsverträge wurde vor etlichen jahren (bezw. jahrzehnte) eingeführt um spitzen bei aufträgen abzufangen.
als man dann gemerkt hat welches potential für den arbeitgeber darin steckt hat man dann die zeitarbeitsfirmen nachgeschoben.
was kümmert es viele arbeitgeber wenn er( legal? )den leuten einen hungerlohn bezahlt, der staat hilft ihm ja das zu tun.
gleichzeitig wird aber gejammert das steuer- und sozialeinkünfte des staates immer weniger werden und man sparen muß.
man könnte über diese thematik ganze romane schreiben aber ich denke es würde nichts nützen.


Geschrieben (bearbeitet)

aehm..backshiff..error..

zitat..
Der Jahresvertrag kann 2x verlängert werden und dann ist man "fest" in der Firma....
Also mich stört sowas überhaupt nicht.


noe..nach 2 Jahren ist dein Vertrag einfach..puff.. zuende, da ist nichts automatisch?! Nur wenn man dir Vorzeitig etwas weiterfuehrendes signalisiert.

Frueher haben die Firmen auch 3x4x5x6x verlaengert, bis man durch diverse Musterprozesse lernen musste, dass die Arbeitsgerichte, ein sich stetiges wiederholendes Arbeiten ueber einen Zeitraum von UEBER 2 Jahren am selben Ort, als ein unbefristetes Arbeitsverhaeltnis werten.

Richtig ist, das viele Arbeitgeber , den Kuendigungsschutz umschiffen, der in dieser Repuplik auch saubloed aufgestellt ist. Das gilt auch fuer den verbrieften "Altenschutz ab 55". Ob die Verhandlungspartner arbeitnehmerseitig unbedingt Vorteile fuer die Gruppe erkaempft haben..ist ja nicht mehr fraglich; siehe Handhabung von Arbeitgeberseite.
Es gibt nachweislich andere Modelle , wie sie nicht in Deutschland existieren, die eine hoehere Elastizitaet bieten und auch manche Fragen hinsichtlich von "Ausgrenzungen " ab einem gewissen Alter; Gesundheitstand ..ein ganzes Stueck ueberfluessiger machen.

Die Zeitarbeit wird ein " probates Mittel" bleiben, von der es DERZEIT auch keine Alternative zu erwarten gibt. Jedefalls keine, die verbindlicher wirkt.
Was die Entlohnungsverhaeltnisse und anderen Dinge angeht, siehe Krankenstatus, etc, gaebe es sicherlich Nachbesserungsbedarf fuer die verschiedensten Berufsfelder. Da ist sicherlich eine hohe Latenz zum " Abzocken" gegeben. Siehe auch aktuell Beispiele a la Schlecker oder eben die Kompensation von kurzfristigen Auftraegen durch Leiharbeiter, waehrend Stammmanschaften in Kurzarbeit verbleiben.Schlecker wird aber in dieser Frage kaum weniger verkaufen, wie auch Nokia nur kurzfristig Einbussen hatte, nach "Plattmachen" eines schwarzzahlen-schreibenden Werkes.
So cool sind die Deutschen in letzter Konsequenz nicht.


gruss xirix...


bearbeitet von xirix
Cellerpaar
Geschrieben



Frueher haben die Firmen auch 3x4x5x6x verlaengert, bis man durch diverse Musterprozesse lernen musste, dass die Arbeitsgerichte, ein sich stetiges wiederholendes Arbeiten ueber einen Zeitraum von UEBER 2 Jahren am selben Ort, als ein unbefristetes Arbeitsverhaeltnis werten.



Informiere dich bitte noch einmal.

Seit Schröder mit den Grünen ist es ja leider nicht mehr so. Es gibt viele Möglichkeiten das ganze auf 8 Jahre auszubauen.

Gruss aus Celle


Geschrieben


So, wie heute mit Zeitverrägen hantiert wird, das wäre vor 30 Jahren undenkbar gewesen.



vieles wäre vor 30 jahren undenkbar gewesen.

aber die zeiten ändern sich


Schlüppadieb
Geschrieben (bearbeitet)

Es gibt viele Möglichkeiten das ganze auf 8 Jahre auszubauen.



mit Sachgrund gibts im Prinzip überhaupt kein Limit


bearbeitet von Prickel
Maigloeckchen65
Geschrieben

Ich sehe eine gute Chance darin - für beide Seiten

... klar, gibt immer ein paar die es ausnutzen... so oder so....


Thomas2359
Geschrieben

Der Umgang der meisten Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern ist schon seit Jahren eine Unverschämtheit. Auch wenn jetzt wieder hier einige aufschreien werden - meistens solche bei denen ich mich frage: Wo leben die eigentlich?

Angestoßen und möglich gemacht wurde das nicht zuletzt durch den "Genossen der Bosse" und fortgeführt von einer Großen und jetzt von einer Schwarz Gelben Koalition.

Das Lohnniveau in Deutschland sinkt immer weiter ... man möge sich nur mal objektive Statistiken bzgl. der Lohnentwicklung angucken - ja - jetzt kommen wieder die Sprüche mit den gefälschten Statistiken - das kennt man ja zur genüge ......

Arbeitnehmerrechte werden immer weiter heruntergefahren ... alles zum "Wohl der Wirtschaft".

Mit anderen Worten: Wir müssen uns mal so langsam darüber klar werden, das wir quasi im "Manchester Kapitalismus" gelandet sind und Deutschland mittlerweile das "China" Europas ist .......

Aber der deutsche Michel ist ja so geduldig ......


Suche ja noch nen Fred hier über das "Papier-Urteil" zu Harz IV (darf man ja noch so nennen - wobei Frau vdL ja einen neuen, weniger negativ besetzten Namen dafür sucht) in dem sich die Leute echauffieren. Abgesehen davon, das das ganze eh nur schön gerechnet wird und sich max. 20 € Steigerung für Kiddies ergeben werden - wenn überhaupt.

Interessanter war am gleichen Tag die Meldung, das General Motors von Deutschland mal knapp 3 000 000 000 € (Mrd) will, damit das von den ach so tollen US-Managern an die Wand gefahrene Unternehmen Opel saniert werden kann. Und wahrscheinlich hat Herr Brüderle nach ner Flasche Rotwein die Summe bereits online überwiesen .......


Geschrieben (bearbeitet)


Alles andere, wie unten beschrieben, wie immer wieder verlängern, oder wenn von vornherein klar ist, dass es keinen sinnvollen Grund für eine zeitliche Befristung gibt ist einfach nicht OK. Hier scheibt der Gesetzgeber auch nen Riegel vor: mehr als 2 x verlängern geht dann auch mit Begründung nicht. Dann heissts, entweder fest übernehmen oder nicht mehr verlängern.
Viele Unternehemn reizen das aber aus oder agieren hier nicht offen gegenüber dne Mitarbeitern und halten hin....



Ich beziehe mich da konkret nicht auf freie Mitarbeiter, Elternzeiten und Projektverträge. Das nur am Rande.

Auf das Thema bin ich gekommen, weil ich erst über die Zeitarbeit beschäftigt war. Weil ich "so gut" war wurde ich in dem Unternehmen mit einem 1-Jahres-Vertrag übernommen. Soweit so gut... übliche Praxis heutzutage. Die sich mir nur begrenzt erschließt, denn um die Qualität eines Mitarbeiters zu testen hat man die Probezeit.

Jetzt standen Entfristungsgespräche für 4 Kollegen an (2 x 1 Jahres Verträge ... jetzt die Frage, ob Übernahme oder nicht). Alle 4 Kollegen werden nicht entfristet. Ich wurde im Dezember noch um ein Jahr verlängert aber ich weiß schon jetzt, dass mit Ende des Jahres (auch wenn uns andere Märchen erzählt werden) Schluss sein wird. Es belastet mich jetzt nicht sonderlich aber ich wurde zum ersten mal in meinem Leben mit diesen Zeitverträgen konfrontiert. Ich hatte immer unbefristete Verträge und da die anderen Kollegen auch alle so arbeiten, habe ich auch zum ersten mal den Streß mitbekommen den die Leute haben ..... die ganze Zeit schwebt über der Arbeit dieser Druck, dass bald die Verlängerung (um ein weiteres Jahr) oder die Entfristung ansteht. Das hat was von kontinuierlicher Probezeit ... komplett unnötiger Streß und unmögliche Spannungen, die teilweise sogar dazu führen, dass die Leute nervlich fertig sind. Das finde ich schon sehr beklemmend.

Ich seh es schmerzfrei ... dadurch das die Kollegen (die wirklich gute Arbeit geleistet haben) jetzt rausgekegelt werden, ist mir auch klar, dass ich so gut oder so schlecht arbeiten kann, wie ich will, es ändert am Endergebnis absolut gar nix.

Da werden die Leute zu niedigeren Konditionen hingehalten



Die finanziellen Bedingungen sind tariflich, genauso wie bei den festangestellten. Würde der Vertrag verlängert werden, dann würden die Bedingungen sich nicht ändern. Daran scheitert es also nicht.



Ich habe auch nichts gegen Zeitverträge ... nur sollte man einfach mit offenen Karten spielen und gleich sagen, dass man als Arbeitgeber keine Langzeitverpflichtung haben möchte mit den bösen unbefristeten Verträgen, wo man die Mitarbeiter nicht mehr rausgeschmissen kriegt.
Dann bitte den Leuten gleich den Streß nehmen und ihnen sagen, dass man ihnen 2 x ein Jahr anbietet ... friss oder stirb. Ist auch nicht die feine englische Art aber wenigstens ehrlich .... aber Ehrlichkeit ist wohl zuviel verlangt . Lieber hält man die Leute bei Laune indem man ihnen erzählt, dass sie alle Chancen auf Übernahme haben. Zum Glück bin ich aus dem Alter raus, wo man an Märchen glaubt.


bearbeitet von Sumseline
Schlüppadieb
Geschrieben

@Sumse, ich denke, wenn ein AG kurzfristig plant, wird er eh auf Leiharbeit zurück greifen.

Bei uns ist es so, das der AG die Zeitarbeit wirklich als verlängerte Möglichkeit nutzt, den Kündigungsschutz zu umgehen. Die Leute, die sich "bewähren", werden nach den zwei Jahren auch fest übernommen, denn diese Verträge werden bei uns nur gemacht an Stellen, wo auch wirklich langfristig Leute gebraucht werden. In der Regel hat der AG kein Interesse daran, einen guten Zeitmitarbeiter gehen zu lassen, der eingegliedert und eingearbeitet ist, mit dem Risiko, danach wieder bei 0 anzufangen und sich ggf. ein Kuckucksei einzufangen.

(Die Zweckbefristung lasse ich dabei mal aus )


Thomas2359
Geschrieben

Mal zum Thema Zeitarbeit angemerkt, da ja viele immer noch glauben, das dieses Ausbeutermodell eine Jobmaschine ist:

Der Klebeeffekt beträgt 7% - d.h. 7% der ZA werden in ein festes Arbeitsverhältnis einer Ausleiherfirma übernommen.


Geschrieben

cellerpaar..ich weiss..es gibt ein paar umgehungsmoeglichkeiten..nicht viele, aber es gibt sie. ( irgendeine waffe muss auch mir bleiben)
Dazu kommt aber auch noch ein Fakt..ich bin da wo man seit neuerdings CD's aus der Schweiz einkauft zu mind. die beauftragte Staatsanwaltschaft...und daaa..gibt es auch ein hervorragendes, arbeitnehmerfreundliches Gericht.
Das ist von Arbeitsgericht zu Arbeitsgericht auch etwas unterschiedlich in den Urteilsauffassungen. Ich hab ganze Aktenreihen die auch kurioses belegen..))und ich bin kein Anwalt.

gruss xirix


Cellerpaar
Geschrieben

cellerpaar..ich weiss..es gibt ein paar umgehungsmoeglichkeiten..nicht viele, aber es gibt sie. ( irgendeine waffe muss auch mir bleiben)



Wieso werden wir darauf angesprochen ???

Es haben auch schon andere geschrieben das es sogar noch länger möglich ist ??ß

Wir fragen nur.

Gruss aus Celle

PS: Von was für einer Waffe schreibst du ??


Schlüppadieb
Geschrieben

Mal zum Thema Zeitarbeit angemerkt, da ja viele immer noch glauben, das dieses Ausbeutermodell eine Jobmaschine ist:

Der Klebeeffekt beträgt 7% - d.h. 7% der ZA werden in ein festes Arbeitsverhältnis einer Ausleiherfirma übernommen.



Zeitarbeit (Leiharbeit) und Zeitarbeitsverträge (befristetes Arbeitsverhältnis) sind aber zweierlei und die Zeitarbeit wird ja in einem anderen Thread bereits diskutiert.


Geschrieben

Zeitverträge sind eine Möglichkeit und die ist ganz lega, den Kündigungsschutz zu umgehen.

Beispiel:

Über eine ZAF kommt man, weil man gut ist in den Genuss der Übernahme, dann winkt dort meist ein Jahresvertrag.
Das macht man nicht um den Mitarbeiter zu drücken und so von ihm noch mehr Einsatz und Leistung zu fordern, sondern einzig aus dem Grund, keiner weiß, wie es in einem Jahr aussieht.
Ich kann hier nun nur aus der Erfahrung reden, die ich in Callcentern gemacht habe. Bis zur Übernahme habe ich es leider nicht gebrcht, warum auch immer.

Aber ich weiss es eben von dort, das einzig aus dem Grund der "unsicheren" Wirtschafts- und Auftragslage die Verträge ERSTMAL nur auf 1 Jahr befristet wrden. Bleibt die aktuelle Lage bestehen, verlängert man den Vertrag, um ein weiteres Jahr und danach erst bekommt man die dauerhafte Mietbescheinigung für seinen Arbeitsplatz.

Und offen gestanden, würdemir so ein Ding gehören, ich würde wohl genauso arbeiten.

In diesem Sinne


Myrff
Geschrieben

Also ich finde nicht das man ein befristetes Arbeitsverhältnis mit einer Tätigkeit bei einem ZAF in Zusammenhang stellen sollte.
Im Normalfall sind die Arbeitsbedingungen dieselben wie bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen.

Ich selber hatte zwar noch nicht das Vergnügen mit einen Ein-Jahres-vertrag gesegnet zu sein, aber irgendwie kann ich das Problem mit dem Auslaufen des Vertrages nicht nachvollziehen. Das dürfte doch genauso überraschend wie Weihnachten sein, oder irre ich mich da?
Ausserdem muss laut deutscher Gesetzgebung doch mindestens 3 Monate vor Ablauf des Vertrages von seiten des Arbeitgebers abgeklärt sein, ob der Vertrag verlängert wird oder der Mitarbeiter frei gestellt wird.


Cellerpaar
Geschrieben

Das dürfte doch genauso überraschend wie Weihnachten sein, oder irre ich mich da?
Ausserdem muss laut deutscher Gesetzgebung doch mindestens 3 Monate vor Ablauf des Vertrages von seiten des Arbeitgebers abgeklärt sein, ob der Vertrag verlängert wird oder der Mitarbeiter frei gestellt wird.



Bei einem Zeitvertrag muss der Arbeitgeber nicht 3 Monate vorher eine Erklärung abgeben.

Das Ende des Vertrages steht ja fest.

Sagt der Arbeitgeber aber nach Ablauf des Vertrages nichts dazu das der Arbeitnehmer weiterarbeite wird es ein unbefristeter Vertrag.

Gruss aus Celle


Schlüppadieb
Geschrieben (bearbeitet)

Ausserdem muss laut deutscher Gesetzgebung doch mindestens 3 Monate vor Ablauf des Vertrages von seiten des Arbeitgebers abgeklärt sein, ob der Vertrag verlängert wird oder der Mitarbeiter frei gestellt wird.



Nein, meines Wissens muss sich lediglich der Arbeitnehmer 3 Monate vor Ablauf bei der Arbeitsagentur melden, denn abgeklärt ist es ja dadurch, das der Vertrag zum definierten Ablauf endet.

Sagt der Arbeitgeber aber nach Ablauf des Vertrages nichts dazu das der Arbeitnehmer weiterarbeite wird es ein unbefristeter Vertrag.



vorsicht, korrekt wäre, wenn das Arbeitsverhältnis mit Wissen der Arbeitgebers fortgesetzt wird ... ( §15 TzBfG)


bearbeitet von Prickel
§ ergänzt
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