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Casanova2309

Wann ist Bei Euch der Trennungsschmerz größer?

Empfohlener Beitrag

Pcarter
Geschrieben

Auch bei mir ist es so, dass ich verlassen habe, und nie verlassen wurde. Desshalb war es trotzdem immer schmerzhaft. Nur weil ich mich bereits vor dem eigentlichen Schritt damit auseinander gesetzt habe, war es wahrscheinlich nicht leichter für mich. Kann mich noch gut erinnern, wie ich vor Jahren zu "Unchain my heart..." geheult habe, bevor ich meine Frau und die Kinder nach 18 Ehejahren verlassen habe. Selbst wenn ich heute an Trennungen von vor über 10 Jahren zurückdenke, geht mir das immer noch nicht am Arsch vorbei. 

Zum verlassen werden kann ich noch nichts sagen, aber die von mir Verlassenen hat es sicher nicht aus heiterem Himmel getroffen. Dazu gab es im Vorfeld genug Kommunikation. 

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Anicet25
Geschrieben

Trennungen sind irgendwie nie der Hit. Vom Verabschieden am Telefon, dem weißen Taschentuch am Bahnsteig bis zum Beziehungsbruch... sollte man definitiv abschaffen. :P 

Aber ich glaube bei mir ist das ausgeglichen. Einmal ist man der ehemaligen Partnerin im Nachhinein dankbar, dafür dass sie einen verlassen hat, weil man es selbst, in geistiger Umnachtung und gefühlsmäßigem Chaos, mangelndem Willen zur Einsicht und einem gewissen Hang zum Masochismus nicht selbst geschafft hat, obwohl eigentlich alles klar war. Hat am Anfang weh getan, war aber ganz heilsam. Das andere Mal trennt man sich in wechselseitigem EInverständnis, hat überhaupt nicht weh getan, war eher eine etwas überraschende Erkenntnis und die Trennung auch nur imaginär, weil wir immer noch die besten Freunde sind und heute ab und zu mit unseren jeweiligen Partnern sogar in den Urlaub fahren. Und dann gibt es noch die umgekehrten Fälle, wo man selbst jemanden verlässt, weil es die einzige Möglichkeit ist, sich nicht gegenseitig kaputt zu machen, und dann tut es auch beim verlassen ordentlich weh und man muss dazu auch noch die eigenen Gefühle bekämpfen. Aber auch da: besser ein Ende mit Schmerzen, als Schmerzen ohne Ende. Egal ob meine oder ihre oder meistens diejenigen beider.
Im Nachhinein war das alles schon okay. Es war nie ein Punkt, wo ich im Nachhinein irgendwie dachte, der Schritt sei jeweils nicht richtig gewesen und die Trennungsschmerzen sinnlos. Das würde mir in fast jedem Fall im Nachhinein eher weh tun. 

 

Am 19.10.2018 at 17:28, schrieb Bastizero:

Wenn du den Schmerz erst merkst , nachdem jemand weg ist , dann hast du wohl nie zu schätzen gewusst was du hattest.

Hm...:confused: ich finde ja, wenn der Schmerz schon vorher da sein sollte, sollte man sich vielleicht überlegen, sich für die eigene emotionale und psychische Gesundheit besser zu trennen...

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Geschrieben
Der Schmerz ist am größten, wenn dir nach der Trennung bewußt wird, dass du selber an dieser Misere Schuld bist.
lovespanking
Geschrieben
Nun, denke das ist normal das man bei den Trennungen wo es vom anderen ausgeht mehr Trennungschmerz hat. Dort kommt es ja meist überraschend für einen.
Geschrieben

Beide Varianten können sehr schmerzhaft sein.

Eine Trennung von einer vorigen Partnerin hat stattgefunden, obwohl die Liebe von beiden Seiten noch bestanden hat,

das Zusammenleben, die Liebe für einander jedoch nicht im Alltag funktioniert hat. Wir hätten sicher noch so weiter

machen können, für eine ungewisse bis lange Zeit. Die Frage, ob es die richtige Entscheidung war, es vielleicht nicht

doch noch irgendwie weiter möglich gewesen war ein ständiger Begleiter danach. Und die Gefühle, welche die

Entscheidung in keinerlei Hinsicht mir tragen wollten im Nachhinein.

 

Dann auch wieder das Verlassen werden. Selbst wenn es in der schmerzhaften Zeit danach zwischenzeitlich

gut rational greifbar ist, weswegen es zur Trennung gekommen ist, können die Gefühle regelrecht Amok laufen.

Weibsbild1979
Geschrieben

Ich hatte 3 Beziehungen wo ich sage Beziehung. Mit zusammen wohnen und Plänen. Die längste war 12 Jahre. Zwischendrin war etwas kürzeres. Alles habe ich bisher beendet. 

Ich denke wer verlässt hat mit der Beziehung irgendwo schon vorher einen Strich gezogen. Wer verlassene wurde, haette die Beziehung vieleicht nicht beendet. 

 

Auch wenn man der jenige ist der geht, ich habe meine Partner nie gehasst ect und es war nie leicht. Gerade meine 12 jährige Beziehung hat mich bei der Trennung viel Kraft gekostet. Waere ich nicht gegangen damals waere er wohl heute noch mit mir zusammen. Er hat wahnsinnig gelitten und ein Jahr lang wirklich gekämpft. Eben der Verlassene.... 

Ich hab erstmal eine Zeit fuer mich allein mein Leben gelebt. Getan was ich  wollte. Gedatet wen ich wollte, nach Hause gekommen ohne erklären zu muessen wo man war. Ich habe aber auch festgestellt das ich kein Typ bin fuer jahrelanges Singledasein. 

Ich bin niemand der sich einmauert und dann leiden will, dafuer is das Leben viel zu schoen. 

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Geschrieben
Am 19.10.2018 at 16:51, schrieb MrsZicke:

Wenn du eine Beziehung beendet hast, dann hast du ja davor innerlich schon abgeschlossen gehabt.

Das kann ich so als allgemeingültig nicht stehen lassen.

Ich habe gerade eine Beziehung wegen Alkoholproblemen ihrerseits beendet. Trotzdem geht mir das nach, weil immer noch Gefühle da sind. So einfach als gebraucht ablegen ist da bei mir einfach nicht drin. Rein menschlich betrachtet hat sie ja auch ihre guten Seiten. Wir haben auch sehr schöne Stunden miteinander verbracht. Und da sollte man doch nicht so einfach darüber hinweggehen.

Ich hinterfrage mich da schon immer wieder, ob ich alles richtig gemacht habe.

Bleibt vielleicht noch zu erwähnen, dass ich selbst eine schon lange abgeschlossene Vergangenheit mit Alkohol habe. Trotzdem ist in so einem Fall für mich höchste Vorsicht angebracht.

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Finchen007
Geschrieben
Am 20.10.2018 at 10:35, schrieb geniesser_devot:

Hatte niemals Trennungsschmerz, meine Einstellung ist, jeder Mensch ist ersetzbar.

Wenn du noch nie Trennungsschmerz hattest und denkst, dass eine Partnerin ersetzbar ist, hast du womöglich noch nie wirklich geliebt. Bei einer Zweckgemeinschaft, wo es nur um Sex oder Sonstiges ging, leidet man nicht, aber wenn man einen Menschen geliebt hat, kann die Melancholie nach der Trennung lange dauern und man ist  definitiv nicht in der Lage, den verlorenen Menschen zu ersetzen, indem man sich gleich nach der Trennung einen neuen Partner sucht.

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