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Vermeiden oder eingehen ?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Wenn man alles rigoros vermeidet wodurch man vielleicht " Auf die nasefallen könnte " -

Ist man dann dadurch ein besonders schlauer Mensch ?

Oder ist es dann doch nur Aufgeben bevor man es überhaupt versucht hat ?


Ist es dann vielleicht doch schlauer das Risiko einfach einzugehen ?

Da man ja immer erst hinterher wissen kann ob man nun wirklich auf die nasegefallen ist oder doch nicht -


EINGEHEN ODER VERMEIDEN ?

Was ist eure Meinung dazu wenn es um den kontakt , Sex oder sogar eine Beziehung zu anderen Menschen geht ?

Und wodurch hat man im Endeffekt dann mehr von seinem leben ?




Liebe Moderatoren , ich habe keine Ahnung ob es hier hingehört -
Aber ich bin mir sicher das ihr es , sollte es nicht hierhin gehören , schon an die richtige stelle setzen werdet -


Gr8Magic
Geschrieben

Moin moin,

Du kannst das Risiko nicht ausschließen.

Mit Ehrlichkeit senkst Du das Risiko eines Reinfalls.

LG
M


Geschrieben

Mit Ehrlichkeit senkst Du das Risiko eines Reinfalls.



Richtig , man kann ein gewisses Restrisiko nie ganz vermeiden -
Aber du kannst das Risiko nicht durch deine Ehrlichkeit senken -
Denn du kannst deinem gegenüber nur vor den Kopf gucken und nicht wirklich wissen ob er ehrlich zu dir ist -


Nixe_HRO
Geschrieben

Es ist ziemlich simpel: wer etwas riskiert, kann gewinnen oder verlieren. Wer nichts riskiert, gewinnt auf keinen Fall.

Das bedeutet jetzt aber nicht, dass es generell sinnvoll wäre, sich Hals über Kopf auf jedes Risiko zu stürzen. Verluste tun weh, und wir sind nicht in jeder Lebenslage Superman oder Supergirl. Insofern begrenzen wir aus reinem Selbstschutz die Höhe der möglichen Verluste, versuchen, uns ein Sicherheitsnetz zu schaffen ... wählen z.B. nach einer extrem schmerzhaften Trennung Partner oder Beziehungsformen, deren Verlust uns nicht ganz so weh tun würde, intensivieren den Kontakt zu Freunden und Familie, um im Ernstfall aufgefangen zu werden... und irgendwann sind wir dann bereit, uns wieder wirklich auf etwas Neues einzulassen.

Es ist wie beim Pokern ... man setzt man eben nicht mehr, als man sich leisten kann zu verlieren. Und die Höhe dieses Einsatzes ist variabel - mal setzt man ein wenig Symphatie und Zeit ein, mal schmeißt man sein ganzes Herz auf den Tisch. Das hängt natürlich auch ein wenig von der Größe des Pottes (bzw. der Attraktivität der Zielperson) ab, den es zu gewinnen gibt, primär aber von der eigenen Leistungsfähigkeit. Notfalls spart man eben ein bisschen, erhöht den Einsatz schrittweise ... es hetzt Dich ja niemand.


Geschrieben

Es ist ziemlich simpel:




Ganz so simpel ist es auch wieder nicht -

Da du im Grunde in beiden fällen ein Risiko eingehst -
Auf der einen Seite riskierst du es auf die nasezufallen egal wie langsam du den Pott Erhöhst -
Und auf der anderen Seite riskierst du es , etwas zu verpassen was dein leben vielleicht bereichert hätte -


Nixe_HRO
Geschrieben (bearbeitet)

Auf der einen Seite riskierst du es auf die nasezufallen *



Na und? Wenn Du nicht mehr gesetzt hast, als Du verkraften kannst, wirst Du es vermutlich überleben.



Wenn man den Aufwand an Zeit und Geld gering genug haelt ...



Sorry, beasty, aber das klingt mir ein wenig zu sehr nach Einsatzminimierung. So meinte ich es nicht ... ich lege eigentlich immer alles auf den Tisch, was ich in dieser Situation zu geben habe. Und das nicht mal, um meine Gewinnchancen zu erhöhen, sondern weil ich es einfach mag. Geben und Nehmen ... ich brauche beides, genieße beides - und hoffe, damit die Person meines Interesses ein wenig glücklicher zu machen. Wozu da etwas zurückhalten?

Wohlgemerkt, ich rede hier nicht von einer sich noch in der Kennenlernphase befindlichen Reihe von Dates. Sondern von der Zeit ab dem Zeitpunkt, an dem man für sich sagt "ja, dieser Mensch interessiert mich, ich mag ihn, ich würde mich freuen, wenn sich daraus etwas entwickelt."


bearbeitet von Nixe_HRO
Geschrieben

Na und? Wenn Du nicht mehr gesetzt hast, als Du verkraften...




Würde das auf Menschen umsetzt nicht bedeuten das du dich nie ganz einbringst in die Verbindung ?
Und würde es nicht gleichfalls bedeuten das du dich aus Berechnung mit jemandem einlässt ?


Nixe_HRO
Geschrieben (bearbeitet)

Würde das auf Menschen umsetzt nicht bedeuten das du dich nie ganz einbringst in die Verbindung ?
Und würde es nicht gleichfalls bedeuten das du dich aus Berechnung mit jemandem einlässt ?



Ganz? Nein ... denn das würde im Extremfall bedeuten, meine Lütten in die Slaverei zu verkaufen, ihm mein komplettes Vermögen zu überschreiben und zusätzlich meine Organe zu verkaufen. So weit geh ich nicht. Ich gehöre zu jemandem, voll und ganz, mit 100% Liebe und Loyalität- aber ich gehöre ihm nicht.

Ich gebe, was ich geben kann. Das ist ne Menge ... aber es wird nie auf 24/7-Level kommen. Denn es gibt eben noch so ungefähr drei andere Dinge, die mir ebenfalls sehr wichtig sind, und die einfach Zeit kosten. Und paar Interessen, Hobbys und Freunde hab ich auch noch ... alles Dinge, die ich zwar gern mit ihm teilen würde, aber nicht aufgeben möchte.

Und Berechnung? Nein, dummerweise absolut nicht. Ich habe nie aufgerechnet - weder materiell a la "ich hab 10.000 EUR, also musst Du dasselbe einbringen" noch emotional in der Form "ich liebe Dich, also musst Du mich auch lieben". Ich gebe, was ich geben kann, ohne mich dabei komplett aufzugeben - und gehe davon aus, dass der andere das auch tut. Das ist nicht immer zu jedem Zeitpunkt ausgewogen ... es wird sogar Zeiten in einer Beziehung geben, in der einer, z.B. wegen Krankheit oder persönlichen Krisen gar nix mehr geben kann. Solange der gemeinsame "Pott" trotzdem reicht, übersteht man auch das ... wenn nicht, muss man eben nach anderen Wegen suchen. Notfalls nach getrennten.


bearbeitet von Nixe_HRO
trasher1234
Geschrieben

Bei mir ist das eine Frage des Erwartungswert. Was kann ich bekommen? Einmal Lotto spielen ist ok. aber wenn ich Woche für Woche auf den Tisch haue wiegt auch der hohe Erwartungswert das noch höhere Risiko eines Totalverlust nicht auf.
Wenn ich verliebt bin oder auch nur ein gesteigertes Interesse an einer Dame habe, dann kann ich mit vollem Einsatz spielen. Der Herzschmerz falls es nicht hin ihre Hose geht
ist mir das zu erwartende Glück dann wert.


Geschrieben

Ganz? Nein ... denn das würde....




Zunächst mal , das liest sich schon ganz anders als dein Pokerbeispiel -

Aber warum gleich auf diese extreme übergehen ?

Sich ganz in eine Verbindung einzubringen bedeutet doch nicht die Kinder oder sonst etwas aufzugeben -
Man bringt sich doch nur ganz in die Verbindung ein -
Genauso wie der Partner sich einbringt -
Das macht den jeweils anderen nicht zum Eigentum -
Man bringt sich doch freiwillig ein weil die entsprechenden Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen -

Und es gibt auch einen kleinen aber feinen unterschied zwischen dem gemeinsamen Pott und dem Poker Pott -
Beim pokern spielt ihr gegeneinander um den Pott -
Ihr setzt zwar beide eure einsetze rein , aber nur einer kann ihn am ende der runde gewinnen -


Geschrieben

Klar gehe ich das Risiko ein jemanden neues kennen zu lernen und mich vielleicht auch wieder zu verlieben.

Doch es gibt Dinge, wie z.B. Lügen, betrügen usw. die ich auch nicht Ausnahmsweise verzeihe.
Auch wenn ich merke dass ein Mann keine Zeit investieren will oder Gefühle nicht mag, beende ich es unverzüglich.

Ich habe aus meine Fehlern gelernt.

Eingehen ja, aber rechtzeitig die Reißleine ziehen.


su_fremdeHaut
Geschrieben

Es ist ziemlich simpel: wer etwas riskiert, kann gewinnen oder verlieren. Wer nichts riskiert, gewinnt auf keinen Fall.



zu 100% richtig


Nixe_HRO
Geschrieben


Aber warum gleich auf diese extreme übergehen ?



Weil "ganz" ein Extrem ist. Du hast die Frage so gestellt.

Sich ganz in eine Verbindung einzubringen bedeutet doch nicht die Kinder oder sonst etwas aufzugeben



Sicher? Manche potentielle Neupartner erwarten das aber ... da sind Kinder plötzlich "Altlasten", Hobbys des Partners werden als Kürzung der gemeinsamen Zeit scheel beäugt, platonische Freunde als Konkurrenz betrachtet ... die Liste kann ziemlich lang werden.




Und es gibt auch einen kleinen aber feinen unterschied zwischen dem gemeinsamen Pott und dem Poker Pott -
Beim pokern spielt ihr gegeneinander um den Pott -
Ihr setzt zwar beide eure einsetze rein , aber nur einer kann ihn am ende der runde gewinnen



Ich weiß, der Vergleich hinkt gewaltig ... vor allem, wenn man ihn in unterschiedlichen Kontexten verwendet.

Präzisierung: das Pokerspiel betraf die Kennenlernphase. Da ist der Partner natürlich nicht der Partner, sondern der Pott. Die Konkurrenz wären dann eben all die Vorteile, die er bzw. sie hätte, wenn er/sie in der bisherigen Lebenssituation bleiben würde. Eine asylsuchende Kriegsflüchtlingstochter dürfte somit mit etwas kleinerem Einsatz zu gewinnen sein als Mrs. Angelina Pitt-Jolie.

Es ging mir eigentlich mehr um den Aspekt "nicht mehr setzen als man gefahrlos verlieren kann" als um die Konkurrenzsituation und die Gewinnwahrscheinlichkeit. Letzteres hat trasher ja nun angesprochen - stimmt alles, aber das war nicht der Punkt, den ich verdeutlichen wollte.

Der zweite "Pott" bezog sich hingegen auf die beziehungsanbahnende bzw. beziehungserhaltende Interaktion. Da ist der "Pott" komplett pokerunabhängig, eher wie ein gemeinsames Konto, in das beide einzahlen, und aus dem beide leben. Und da halte ich es eben mit dem Motto "jeder gibt, soviel er aktuell geben kann". Wenn es in der Summe reicht, dass beide davon leben können, gut - wenn das Konto dabei noch wächst, noch besser - erst wenn es dauerhaft leer ist, wird es problematisch. Und in letzterem Fall wird sicher auch betrachtet werden, wer wann wieviel einzahlt und warum es nicht reicht. Vorher - solange es reicht und jeder das gibt, was er gern gibt, besteht einfach kein Grund zur Be- oder Aufrechnung.


DickeElfeBln
Geschrieben



EINGEHEN ODER VERMEIDEN ?




eingehen - bedeutet leben, mit höhen und tiefen


Geschrieben

eingehen bedeutet neue erfahrungen machen,was erleben,sonst bereust du es nacher vielleicht


Geschrieben

Wer wagt gewinnt!

Für die Evolution und auch einfachere Lernprozesse ist es nötig Risiken in Kauf zu nehmen. Sonst würden wir heute noch auf Bäumen abhängen und unsere Speisen kalt, oder höchstens körpertemperaturwarm zu uns nehmen.

Man kann es aber, wie Nixe andeutet, nicht schwarz/weiß sehen. Es ist immer irgendeine Graustufe.


Geschrieben

Vermeiden weil man denkt man könnte auf die Nasefallen...

mh

Eingehen erst dann weißt du ob du auf die nasegefallen bist denn vorher kannst du nie genau sagen lohnt sich es oder lohnt es sich nicht.


Geschrieben

Es ist ziemlich simpel: wer etwas riskiert, kann gewinnen oder verlieren.




Meinst du das man es so einfach mit gewinnen und verlieren darstellen kann ?

Denn wenn man es vermeidet auf die Nase zu fallen geht man ja das Risiko auf der einen Seite nicht ein und gleichzeitig geht man ein anderes ein -
Dann kann der gewinn sein sich eine schlechte Erfahrung gespart zu haben -
Und gleichzeitig kann man auch verlieren , indem man etwas schönes verpassen kann -
Hebt sich das gewinnen und verlieren da nicht gegenseitig auf ?


Engelschen_72
Geschrieben

EINGEHEN ODER VERMEIDEN ?


Ich habe seit jeher auf meinen Bauch gehört, zwar auch den Kopf *befragt*, aber meistens bin ich meinem Bauchgefühl gefolgt.
Hätte ich nur auf meinen Kopf gehört, dann hätte ich in meinem Leben sicherlich einiges vermieden, aber auch die Dinge/Erfahrungen, die sich im Nachhinein als nicht so *gut* rausgestellt haben, waren für mich wichtig.
Wichtig, weil sie mich noch mehr "geformt" haben.

Und wodurch hat man im Endeffekt dann mehr von seinem leben ?


Ich für mich persönlich habe/hatte mehr von meinem Leben, wenn ich Dinge eingegangen bin.

Jeder von uns, der in einem bestimmten Alter ist, hat seine Erfahrungen gemacht, gute und auch schlechte.
Bedingt durch schlechte Erfahrungen aber immer wieder die *Vermeidungstaktik* zu fahren und sich auf nichts Neues einzulassen, empfinde ich für mich als arge Beschneidung des Lebens.

Ich weiß noch, wie mein Umfeld reagierte, als ich erzählte, daß ich nach knapp 3 Monaten zu ihm ziehen werde.
99% der Leute meinten, ich sei bekloppt, wie ich das nach so kurzer Zeit machen könne etc..
Hätte ich nur auf meinen Kopf gehört, dann wär`s wahrscheinlich nicht so gekommen.
Aber ich dachte: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und es gibt nur 2 Möglichkeiten... entweder klappt es oder eben nicht.
Und das erfährst du nur, wenn du`s versuchst.


TitusohneTizia
Geschrieben

Huhu Engelschen!


So ist es!

Auch negative Erfahrungen haben im Nachhinein betrachtet oft genug ihren Sinn.

Salve , Titus


Geschrieben

wie die meisten meiner Vorposter/innen schon schrieben : meistens eingehen

Wenn ich in jeder Situation nur noch darüber nachdenke, was alles schiefgehen "könnte" ...würde ich nur noch nachdenken und nicht mehr leben. Natürlich sollte man sich nicht blindlings in alles stürzen.
Sicher bin ich mit dieser Einstellung auch schon ein paar Mal auf die Nase gefallen und wurde verletzt, aber eines hab ich aus diesen Situationen jedesmal mitgenommen ... Erfahrung!

Momentan befinde ich mich z.B. in einer Situation, die gewaltig schief gehen könnte ...ich hoffe für alle Beteiligte, dass es das nicht tut und geniesse, so lange es geht


lovesupremeMUC
Geschrieben (bearbeitet)

naja!
man kann auch mit verträumten augen ins messer laufen. wieder und wieder. frauen neigen ja gerne dazu, männern nicht zuzuhören.

beispiel:
jemand, der zwar zigmal auf meinem (altmodischen, realitätsbezogenen und meine ernsthafte suche unterstreichenden) profil rumspringt, selber ein sportfickerprofil hat, der sucht doch was. dachte ich.
jemand, der dann auch noch ein nettes telefonat und eine nettes date zustandebringt, der möchte doch zumindest mal schauen, was sich entwickelt. dachte ich.

aber statt dessen wird massiv auf sex beim 2. date gedrängt und dann mehrfach betont, er sucht nix festes. aber möchte regelmäßig zum poppen kommen.

nun könnte frau denken, nunja, er kennt ja mein profil, der verliebt sich schon. sein profil soll sicher nur cool rüberkommen, er ist verängstigt, frisch getrennt, verletzt... verängstigt (nochmal).
so könnte ich mich natürlich in meine dessous werfen, bei ihm lasziv aufschlagen und mich mehr oder weniger bemüht (auch ne glückssache) durchvögeln lassen.
das kann ich dann auch mehrfach tun.
und mir die augen ausheulen, wenn er sich entweder gleich nach dem 1. oder halt dann nach dem 3. mal nicht mehr meldet.

ich kanns aber auch lassen.
denn ich kenne das ergebnis aus langjähriger, schmerzhafter erfahrung.

sorry fürs zumüllen.
ich bin müde, chronisch untervögelt, schwerst angeschossen und todesenttäuscht.

PS ums vorwegzunehmen: auch bei parshXXX, elitepXXX, oder friendXXXX ist nichts anderes zu bekommen. da bleibe ich doch gleich hier und spar mein geld.


bearbeitet von lovesupremeMUC
Geschrieben

Ich finde diese Kosten-Nutzen-abwägende Art die Welt zu betrachten führt zu nichts. Es gibt nur Verlierer.
Ich investiere in einen Nutzen, der irgendwo in der Zukunft liegt. Entweder ich möchte meine Kosten klein halten und erwarte dementsprechend auch keinen großen Nutzen. Oder ich arbeite auf einen maximalen Nutzen hin, muss aber Angst haben, dass meine Investitionen dafür nicht ausreichen.
Beim Befüllen meines Bankkontos mag diese Weltsicht sogar funktionieren, weil das nur Zahlen auf Papier sind. Im Führen von zwischenmenschlichen Beziehungen kracht diese Denkweise jedoch an ihre Grenzen, was ziemlich hässlich sein kann.
Und bevor wir uns jetzt gegenseitig zubomben mit dem Spruch "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" in all seinen Variationen, möchte ich lieber dazu anregen, einmal darüber nachzudenken, ob das Leben wirklich ein Spiel ist, bei dem es Preise zu gewinnen gibt. Das wäre dann nämlich ein "Spiel mit und um Menschen", was gar nicht mehr so sexy klingt wie "Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon verloren."
Es ist ein Unterschied, ob ich Zeit mit einem Menschen verbringe, weil es sich gut anfühlt und ich mir im Moment nichts Schöneres vorstellen kann, oder ob ich "meine" Zeit investiere, um ein Ziel zu erreichen, dass irgendwo in der Zukunft liegt (z.B. die ideale Zweierbeziehung) und vielleicht überhaupt nichts mit dem Menschen zu tun hat (z.B. dass ich nicht allein durchs Leben gehen will und jemanden an meiner Seite "brauche"). Vielleicht tue ich mir Dinge an, die sich nicht gut anfühlen und rede mir ein, dass mach ich aus Liebe, Loyalität, Opfer-, Kompromissbereitschaft oder was auch immer. Und zwar nicht, "weil das einfach dazu gehört", sondern weil ich mir davon verspreche, dass der Mensch mir gegenüber dann genauso liebend, loyal, opfer- und kompromissbereit ist, entweder sofort oder aber zu einem zukünftigen Zeitpunkt, wenn ich "meine Punkte einlösen will". Je länger eine Beziehung andauert, desto weniger ist diese Denkweise funktional, weil das Gerüst der gegenseitigen Erwartungen immer komplexer und so weit ausgebaut wird, dass es immer weniger überschaubar wird und schließlich beim ersten Sturm einstürzt.
Plötzlich gehen auch den besten Kommunikatoren Sätze über die Lippen, die mit "Du hast ja..." oder "Aber du wolltest doch..." beginnen. Altkluge Außenstehende faseln etwas vom "Geben und Nehmen in einer Beziehung" und irgendwie ist alles scheiße, weil man sich um seine Investition betrogen fühlt.

Vielleicht sind die Theorien von Spiel, Tausch und rationaler Wahl gar nicht so gut auf zwischenmenschliche Prozesse wie Liebe und Freundschaft übertragbar? Sind gegenseitige Erwartungen vielleicht der Tod einer Freundschafts- oder Liebesbeziehung?


DickeElfeBln
Geschrieben

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und es gibt nur 2 Möglichkeiten... entweder klappt es oder eben nicht.
Und das erfährst du nur, wenn du`s versuchst.



so siehts aus
und jedes negative, hat was positives, da man daraus...sein eignes fazit zieht


Geschrieben

Natürlich habe ich diese fragen nicht nur euch gestellt , sondern auch mir selber -


Und auf mich bezogen lautet die gefundene Antwort -

Wenn ich auf die Nase falle kann ich immer wieder aufstehen -
Aber ich kann etwas was ich aus angst , auf die Nase fallen zu können verpasst habe nicht nachholen -
Und selbst wenn man es noch so sehr versucht zu vermeiden , so wird man trotzdem noch das eine oder andere mal fallen -
Einfach weil es zum leben gehört -
Und im Endeffekt habe ich glaube ich am meisten von meinem leben , wenn ich darin sowohl für das negative als auch das positive einen platz finde -


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