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Trauer...............

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

wie geht ihr damit um ?

wir haben heute einen freund besucht, der vor 2 tagen seine frau durch krebs verloren hat. kennt ihr als freunde diese situation ?


sicher ein schweres thema und deshalb bitten wir euch auch von spam abstand zu nehmen


Geschrieben (bearbeitet)

Ich hab vor einer Woche erfahren, dass mein bester Kumpel von früher verstorben ist...

Ich hab ihn mindestens 10 Jahre nicht mehr gesehen und hab mich dann gefragt...hey..hätten wir uns nicht mal treffen sollen in den letzten Jahren...

Ich war sehr traurig am last weekend, da die Erinnerungen an "früher" alle wieder hochgekommen sind.

Ich hab versucht mit vielen mir lieben Menschen darüber zu reden...und nach den Gesprächen ging es mir besser...

Bis denne..der_master..in Memorium an meinen damaligen Kumpel Kalle....*träne weg wisch*

Nachtrag: Jedes Mal wenn jemand stirbt, merkt man selbst wie vergänglich eigentlich alles ist...

Zu dem Thema an sich kann ich leider nix beitragen, da ich eine solche Situation noch nicht erlebt habe..kanntet ihr denn die Frau gut?


bearbeitet von der_master
Geschrieben

von meinem besten freund ist der vater letztes jahr im oktober verstorben.
er hat sich vorn zug geschmissen.
das war schon hart und auch irgendwie komisch damit umzugehen.
ich wusste im ersten moment nicht, wie ich ihm nun gegenüber treten soll.
das herzliche beileid ist irgendwie nicht angebracht, weil der "überlebende" damit nichts anfangen kann.
ich habe ihm damals gesagt, wenn was ist, kann es sich jederzeit, auch nachts bei mir melden.
ich habe mich damals eingehend mit dem thema trauerbegleitung auseinander gesetzt.
bewusst wird die trauer erst, wenn der stress der ersten wochen (beerdigung organisieren etc) vorbei ist.
wichtig werdet ihr als freund vor allem dann.
sprich, etwa 2 monate später.
alle welt denkt dann nämlich, das derjenige nun damit fertig wird, es ist ja schon etwas her.
dann geht das ganze aber erst los.
seid einfach da, wenn er reden will.


Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Bichas
ist schwierig
ich habe bis letes Jahr im herbst hier meine Mutter gepflegt bis der Tod eintrat, und dachte das Drama endet nie, glaubte auch das ich ganz einfach damit abschließen kann weil ja eine erlösung für sie sei und der Tod nur das beste birngen konnte.
Denkste
ich bin immer noch nicht drüber weg.
Ich will eigentlich normal behandelt werden, man kann auch mit mir drüber reden aber es tut immmer wieder weh,was aber gelichzeitig das ganze bewältigen hilft.
Einen wirklchen Rat kann ich euch nicht geben denn jeder reagiert anderst, trauert anderst.
also normal verhalten, wenn freund reden will, reden. Verlasst euch einfach auf euer gefühl, ist sowohl für Euch als auch für den freund nicht leicht.
Aber echte freunde helfen eineander und können miteiander.
Hoffe geholfen zu haben
Gruß Berni

@ missexi ...mit beileidsbekundigungen kann ich auch nix anfangen ist eine Formsache die ich nicht verstehe, wenn mich jemand wildfremdes innen arm nimmt wenn mir zum heulen iss bringt mir das mehr


bearbeitet von Langerberni
Geschrieben

allein schon diesn text getippt zu haben treib tmir die tränen in die Augen was die aussagen von missexi voll bestätigt!


Geschrieben

leider müssen wir schreiben, dass wir inzwischen mit dieser situation "erfahrung" haben . es ist also nicht das 1. mal, dass wir diese situation haben, aber uns würde intenressieren, wie ihr damit um geht. danke schon jetzt für die äusserungen von euch.

was haben wir beim 1. mal gemacht ?

es starb die "zukünftige" schwiegermutter unseres sohnes und mit ihr auch eine echte freundin. der mann allein, 3 kinder, schulden................

wir nahmen uns die zeit für ihn - nur für ihn, weil wir uns irgenwie schon in seine lage versetzen konnten. wir haben zusammen geweint und nach langen tagen ohne schlaf habe ich als mann es für notwendig gesehen, dass er endlich schläft un an sich und die zunlunft denkt. also 1 x bar leer saufen, zusammen heulen wie männer nur heulen können , den freund ins bett bringen und dann bei ihm bleiben, damit alles gut geht..........
er hat dann wirklich endlich geschlafen


Geschrieben

Mein bester Freund ist auch vor einem Jahr 'vorausgegangen'. Da stand ich vor seinen Eltern, und wußte nicht, wass ich ihnen sagen sollte. Musste ich gar nicht. Konnte ich gar nicht.

Beim Verlusst eines Partners kann der Schock so tief sitzen, dass es Jahre dauern kann, bis die Person wieder 'zu sich' kommt.

Es kommt noch ein 2. Problem hinzu: Häufig werden Hiterbliebene gemieden. Verschiedene Gründe werden gemeint. Der eigentliche Grund ist jedoch, denke ich, dass wir eben nicht wissen, was wir sagen, wie wir uns verhalten sollten.
So kommt zum Verlust noch die Vereinsamung.

Ich denken, dass es nicht auf die Worte ankommt. Es ist entscheidend, für die Person einfach nur da zu sein. Und nicht nur in den ersten Tagen, sondern über Monate immer wieder.


Geschrieben

Vielleich doch nicht gemeinsam heulen, sondern das Gespräch auf andere Bahnen lenken, den Blickwinkel ändern.

Als meine Oma starb, musste ich mich erst um die Tante, die Tochter, kümmern. So haben wir über Oma und ihre Eigenheiten gesprochen, was für eine tolle und dickköpfige Frau sie war... haben sogar gelacht... Es setzt aber voraus, dass man sich selbst und die eigenenen Bedürfnisse hinten anstellt, was kaum gelingt, wenn man selbst betroffen ist.


Geschrieben

Vielleich doch nicht gemeinsam heulen, sondern das Gespräch auf andere Bahnen lenken, den Blickwinkel ändern.

Als meine Oma starb, musste ich mich erst um die Tante, die Tochter, kümmern. So haben wir über Oma und ihre Eigenheiten gesprochen, was für eine tolle und dickköpfige Frau sie war... haben sogar gelacht... Es setzt aber voraus, dass man sich selbst und die eigenenen Bedürfnisse hinten anstellt, was kaum gelingt, wenn man selbst betroffen ist.




stimmt unbedingt. man muss diese menschen "beschäftigen" - ablenken und zum neuen leben motivieren . die hinterbliebenen sind die "eigentlichen opfer", denn sie müssen weiter leben......


Engelschen_72
Geschrieben

Ich kenne diese Situation und fühle mich in dieser immer sehr unwohl , hilflos , irgendwie fehl am Platz .
Mein Kopf weiß zwar , daß das " da sein " in solchen Momenten das wichtigste ist , aber ich tue mir unheimlich schwer im Umgang mit Trauer ...
Im Dezember 05 ist eine meiner besten Freundinnen gestorben , urplötzlich .
Ein " Schlag " , den ich wohl nie richtig " verdauen " werde ...
Und da habe ich am eigenen Leib erfahren , wie wichtig es ist , wenn man einfach nur weiß , daß jemand für einen da ist . Unabhängig davon , ob man das in Anspruch nimmt oder nicht .


Geschrieben

hab leider letztes jaht im oktober eine sehr gute bekannte durch einen motorradunfall verloren aber auch da muss man durch und sich mit auseinandersetzen und freunde aufsuchen und reden.hat zumindest mir geholfen


Geschrieben

Jeder der einen geliebten Menschen verliert, weil selber wie man sich fühlt, was man erwartet....und fast immer ist es in Ruhe trauern zu dürfen. Innerlich Abschied nehmen zu können.
Ablenkungen sind zwar gut gemeint, aber nicht erwünscht und behindern die Trauerarbeit.

1999 habe ich einen geliebten Menschen verloren, er war nur ein Jahr älter als ich und hat mich mein Leben lang auf verschiedene Arten begleitet.
Dieser junge Mann, auch wenn wir mehr als unser halbes Leben durch eine Mauer , die Grenze zwischen Ost- und West , getrennt waren, war er mir näher als jeder andere Mensch, den ich jemals kennenlernte. Ihm habe ich mehr zu verdanken, als das ich, selbst wenn er noch leben würde, ihm je danken könnte.

Er starb bei einem Autounfall, er war unschuldig. Ein LKW kam vom Rasthof und fuhr auf die Autobahn....... er hatte keine Chance auszweichen.
Er war grad 2 Jahre verheiratet, hinterließ ein 6 Monate altes Kind.

Die Tage vor der Beerdigung habe ich versucht tapfer, stark zu sein....an seinem Grab brach ich zusammen. Es bringt nichts wenn man es versucht von sich zu drängen, man muß all die furchtbaren Gefühle zulassen und hoffen das die Tränen die Trauer irgendwann mindern.

Deshalb ist das Wichtigste den Trauernden zu vermitteln, das man immer für sie da ist, aber das man sich nicht aufdrängt.....

Andrea


sioux41
Geschrieben (bearbeitet)

mein Vater hat Bauchspeicheldrüsen krebs und hat noch ca. 6 monate zu leben. Bekommt bald leichte chemotherapie um sein leben etwas zu verlängern. Ich weiss nicht wie ich das überstehen werde wenn mein Vater stirbt, und es gibt leider keine heilung.


bearbeitet von sioux41
sinnlichevenus
Geschrieben (bearbeitet)

tut mir sehr leid für Deinen Vater sioux...

In derartig unabänderlichen Situationen kann man eigentlich nur noch eines machen...
versuchen gemeinsam die verbleibende Zeit so intensiv wie möglich zu nutzen...
sich über alles auszutauschen kann einem schon viel geben... wenn ich da an meine
Mutti denke... aber auch einfach nur füreinander da sein... mehr kann man ja nicht tun.

Daher das was man für den andern tun kann umso intensiver... vielleicht fragen was er
gern noch mal tun würde... oder worauf er noch Lust hätte... einfach miteinander reden,
denn nichts stelle ich mir schlimmer vor als einfach nur auf den Tod zu warten... denke
man muß versuchen mit sich ins reine zu kommen, so ne Art Bestandsrechnung machen,
ob man das leben auch genießen konnte und sich negative wie erfreuliche Episoden die Waage gehalten haben... auch ob man von Herzen lieben und doch loslassen konnte...
denn wenn man nicht loslassen kann wird es sehr viel schmerzhafter für einen als wenn
man sein Schicksal so wie es ist annimmt und Frieden mit sich schließen kann... weiß es
noch heute wie zufrieden ihr Gesichtsausdruck war als ich ihr sagte wie dankbar ich ihr
für mein Leben und ihre Fürsorge bin und daß ich sie liebe...


bearbeitet von sinnlichevenus
Geschrieben

hmm...1996 wurde ein guter bekannter von mir ermordet, er hat ein bissel mit Gras gedealt und ist dabei wohl an den falschen geraten. zumindest fand Ihn ein anderer Freund von mir im Bettkasten versteckt, mit mehreren Handtüchern um den Kopf und einer Schlinge um den Hals.

Wenn man Ihn kannte wusste man das er keiner war, der anderen Gewalt antat und sowas auch ablehnte, er war eher ein gutmütiger junger Mann.

Bei seiner Beerdigung waren ca. 200 Leute anwesend, dabei eine Menge junger Damen(er war bei denen sehr beliebt... )

Ihn zu verlieren war für viele ein Verlust, schlimmer noch, dass man den Täter bis heute noch nicht gefunden hat.


thommy1966de
Geschrieben

Erst nach dem ich selbst einen geliebten Menschen verloren habe, kann ich das etwas nachempfinden was andere empfinden .
Umgehen mit der Trauer anderer Menschen kann ich aber immer noch nicht.
Die Worte "Mein herzliches Beileid" sagt man meist nur aus Höflichkeit gegenüber Menschen die einem nicht so viel bedeuten, wenn das einem Freund oder einer Freundin passiert, möchte ich Ihn / Sie am liebsten Umarmen und gemeinsam weinen.

Ganz schon komisch sich hier auf dieser Seite, wo es doch überwiegend um Spaß geht, mit diesem Thema zu beschäftigen, ich mußte beim lesen dieses Treats jedenfalls an meinen Verlust denken und mich erstmal wieder beruhigen.


ladyallista
Geschrieben

Letzten Sonntag ist meine Patentante und beste Freundin meiner Oma gestorben.

Ich für mich versuche, das möglichst nicht an mich heranzulassen (Ich bin ein Meister der Verdrängung in solchen Sachen!), telefoniere aber täglich mit meiner Oma. Sie hat sie bis zum Schluß gepflegt und sich um alles gekümmert.

Für sie ist es einfach wichtig, reden zu können - für MICH ist es einfach wichtig, nicht reden zu MÜSSEN (über meine eigenen Gefühle in der Sache). So ist wahrscheinlich jeder anders. Ich denke auch, das Wichtigste ist, dazusein. Wirklich, nicht nur aus Höflichkeit. Allein das Wissen, daß es Menschen gibt, mit denen man reden könnte, kann unheimlich viel Trost und Kraft geben.


Bumbalafotti
Geschrieben

Gute Bekannte oder Freunde auf diese Weise zu verlieren ist nicht schön. Aber es holt uns alle mal.
Trauer finde ich jämmerlich.
Würdigung halte ich für angebrachter.


Geschrieben

@Bumba

Geh einfach raus, nimm einen Axt und hacke Holz, vielleicht hilft das - ABER Trauer als jämmerlich hin zu stellen muß nicht sein.

Trauern gehört genau so zu unserem Gefühlsleben, um die Seele im Gleichgewicht zu halten wie Lieben. Trauern heißt verarbeiten, sich mit der Situation abfinden. Verdrängen bedeutet diese Last immer mit sich herum zu tragen, die eigene Seele zu beschweren.

Nach dem Tod brauche ich nicht anfangen einen Menschen zu würdigen, denn wenn ich dies nicht während seiner Lebenszeit getan habe, würde es nur aus Scheinheiligkeit geschehen.

Gruß
Drea


fayu
Geschrieben

Ich verbinde das Wort Trauer nicht nur mit dem Tod.
Ich kann auch beim Ende einer Beziehung trauern oder durch einen Kontaktabruch nach einer langjährigen Freundschaft.
Trauer kann in meinem Augen für viele etwas anderes bedeuten auch um den Verlust eines Arbeitsplatzes kann getrauert werden.

Ich setze mich mit den Situationen auseinander, fange vielleicht auch schon an wenn ich die Möglichkeit erahne, dass ein Verlust eintreten wird an, mich damit auseinanderzusetzen.
Dann erwischt es mich hoffentlich nicht so eiskalt.
Sollte es der Tod eines mir nahestehenden Menschen sein, würde ich ihn einfach weiter mit mir leben lassen in dem Wissen ich kann es nicht ändern und es trifft uns alle mal.

Wenn es nun auch noch einfacher wäre, mit trauernden Menschen umzugehen.
Das ist für mich bedeutend schwerer.


Bumbalafotti
Geschrieben (bearbeitet)


Nach dem Tod brauche ich nicht anfangen einen Menschen zu würdigen, denn wenn ich dies nicht während seiner Lebenszeit getan habe, würde es nur aus Scheinheiligkeit geschehen.

Habe ich das gesagt?

Weitere Erklärungen spare ich mir, halte jedoch an der Ansicht fest, dass die Trauer um einen Verstorbenen sehr viel mit Jämmerlichkeit zu tun hat. Sie hat ihren Ursprung in nicht aufgearbeitetem Selbstmitleid. Und Selbstmitleid finde ich nun einmal jämmerlich.


bearbeitet von Bumbalafotti
ladyallista
Geschrieben

Habe ich das gesagt?



Nein, hast Du nicht.

Aber bei dem Thema ist es oft schwierig, alles richtig zu verstehen. Weil sehr viele Emotionen im Spiel sind.


Geschrieben


Trauer finde ich jämmerlich.
Würdigung halte ich für angebrachter.



Das ist nicht falsch zu verstehen !


Bumbalafotti
Geschrieben

Na, wenn Du das sagst, dann muss das ja stimmen!
Heute den Schein zu allmächtigen Großinterpretatorin geschenkt bekommen oder was ist los?


Geschrieben

ich stimme angel zu, trauer ist ein gefühl (traurigkeit) und eine phase, die die psyche braucht... zum kraft schöpfen... zum verarbeiten...

gefühle anderer als jämmerlich hinzustellen ist auch mit dieser erklärung in meinen augen nicht in ordnung...

und ich denke dieses thema liegt dem threadersteller sehr am herzen und sollte deshalb nicht mit diesen wortspaltereien und kleinkriegen zerpfückt werden...

da wäre etwas feingefühl gefragt... oder ist das auch jämmerlich???

ich denke das hätten die leute verdient, die hier von ihren schicksalsschlägen berichtet und sich damit geöffnet und etwas sehr intimes gezeigt haben und sich damit auch angreifbar und verletzlich machen...


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