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Klassische Dominanz und die Unnahbarkeit

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Servus liebe Gemeinde ...

Vorab...

Der Thread richtet sich an die Personen, die den BDSM Bereich für sich entdeckt haben und diesen auch tatsächlich ausleben.

 

Das Thema Unnahbarkeit empfinde ich als besonders spannend.

Wie definiert sich der Begriff Unnahbarkeit für Euch ... Ist die Befriedigung der oder des Dom durch die oder dem Sub komplett ausgeschlossen  oder bezieht sich diese Unnahbarkeit für Euch ausschließlich auf die Triebbefriedigung des oder der Sub ?

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Geschrieben

Unnahbarkeit ist die seelische und körperliche Distanz zwischen dom und sub.

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Geschrieben

Und ich bin unnahbar aber nicht unberührbar. Befriedigung konnen für mich beide erfahren. Aber ich würde keinem Sub je gestehen das ich ihn liebe. Das gehört für mich nur in eine Beziehung die ich nie mit einem sub führen würde.

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MrsGrinch
Geschrieben

'Befriedigung' ist bei dem Thema jetzt aber auch ein weites Feld. Für eine pure Sadistin ist Sex/Orgasmus bei der Sache vielleicht überhaupt nichts, was erstrebenswert ist.

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Geschrieben

Ich habe die Erfahrung gemacht , daß eine distanzierte "Beziehung " zwischen "Dom " und "Sub " ,- SM -Aktionen erleichtern .- Bei engerer- oder gar freundschaftlicher Beziehung ist für viele "Dom " ein aktives Rollenspiel schwierig bis unmöglich .- Das ist evtl in einer festen Partnerschaft anders ..??

Geschrieben

Ansich stimmt beides - vorher beschriebene . - Man sollte aber bedenken ,- daß es unzählige Arten von SM - Partnerschaften gibt . -Nicht immer sind es feste Bindungen , wo  "die Seele und die Befindlichkeit " berücksichtigt wird. - Es kann manchmal ganz schön "unsensibel " beim SM zugehen .;)

bondagejoe
Geschrieben

Unberührbarkeit wäre für mich nichts...

Sweet-Silence
Geschrieben

Ich finde es so schade das viele, viele interessante Forenbeiträge nicht weitergeführt werden da es anscheinend uninteressant ist und andere Beiträge die wirklich lächerlich sind haben zig Seiten :-/ 

Ich kenn den Unterschied mittlerweile auch.. es ist schwer.. Unberührbarkeit ist nicht vorhanden aber zum Teil Unnahbarkeit. Was ich wirklich sehr interessant finde ist @Salvat82 Kommentar.. ist es so? ist die Person leichter austauschbar? 

takota
Geschrieben

Vielleicht kaschiert Unnahbarkeit auch einfach nur mangelhaft ausgebildete Empathie.


Wer will sich schon nachsagen lassen unfähig für Empathie zu sein.

Und daraus folgt selbstverständlich auch eine vollständige Austauschbarkeit des Objektes.

Jede Bindung wäre dann volgerichtig Theater und gespielt.

PS . Ich hasse diese Handy Touchscreen Tastaturen..... 😂

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Geschrieben

unnahrbarkeit ist die kälte, die man spürt wenn ein sadist einen in der mangel hat. 

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takota
Geschrieben

Das klingt sehr sehr bitter ....

Nitrobär
Geschrieben

Für mich ist die " Unnahbarkeit " ein Stilmittel nicht mehr .

Einen Zusammenhang mit einer wie auch immer gearteten Triebbefriedung ist für mich nicht vorhanden.

Geschrieben

Die Unnahrbarkeit auf körperlicher Ebende ist von den meisten nur ein Trick, um fehlende dominanz zu verschleihern. Eine rein dominante Person, straht jenes auch bei intimen Momenten aus und domininiert diesen Augenblick. Man darf halt nie vergessen, das der Fetisch Sektor, wo die BDSM nur ein Teil - Sektor darstellt, immer ein Teil der Erotik ist, welche schon Sigmund Freud (1856-1939) jede Neigung ein Ausdruck des ES ist, in der die Triebe, Bedürfnisse und Affekte verwurzelt sind. Der Sexualtrieb ist maßgeblich für die Bedürfnisse, die der Mensch zur Erhaltung seiner Art ausgleichen muss. Eine zügellose Befriedigung der Triebansprüche nach dem "Lustprinzip" führt zu einem Konflikt mit dem "Realitätsprinzip" und ist unvereinbar mit einer zivilisierten Gesellschaft. Deshalb, so Freud, müssen die Triebe permanent unterjocht werden – obwohl dies zu Neurosen führen kann. Das ES, nach Meinung vieler Gelehrter, ist der Ursprungsort des Fortpflanzungstrieb. Wie kann also Neigungen (BDSM) und Sexualtrieb der Fortpflanzung unnahrbar sein? Dies kann und wird von rein dominanten Personen nur durch die Unnahrbarkeit der Stellung beider Parteinen dargestellt und ausgedrückt.

Hades638
Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb wild_pearl:

Ich kann mit unnahbarkeit nicht umgehen, 

Allein im Kopf macht es mich wahnsinnig an wenn er die Distanz wahrt, ich ihn nicht berühren darf, er wirkt als würde es ihn nicht anmachen was passiert, fast als wäre eine Wand zwischen uns. Doch in der Realität habe ich gemerkt das es mich derart aus dem Gleichgewicht bringt, mich verunsichert und mich letzendlich zum Absturz bringt.

Ein bisschen unnahbar ist schon geil,  jedoch nur wenn ich mich am Ende in seinen Arm kuscheln darf und geborgen fühle. Genauso brauche ich auch das ich ihn berühren darf, nur das er entscheidet wie lange...

Wenn ich merke das die Unnahbarkeit aufgrund fehlender Empathie entsteht, oder das er das braucht um sich dominant zu fühlen... Dann passt der Mann nicht zu mir und ein aufeinander einlassen würde für beide keinen Sinn ergeben. 

 

Sehr gut beschrieben.

 

für mich nur ein Mittel um bei ihr die Erregung zu steigern. Merke ich das es ihr gefällt , dann kann man "etwas damit spielen ".

würde ich merke das es sie verunsichert , würde ich dieses tun umgehen unterlassen.

Ein Absturz wie oben beschrieben, würde ich nicht wollen.

 

das Spiel sie darf es nicht haben können , 

oder

sie macht mich gerade nicht an, erzeugt oft bei Frau eine gewisse Unruhe.

 

Das auffangen , behüten , beschützen , verschmelzen ist mir sehr wichtig. 

 

Fehlende emphatie finde ich schlimm. 

 

Da sind mir hoch sensitive Menschen lieber.

 

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dreamcatcher69
Geschrieben
Am 1.2.2018 at 02:22, schrieb wild_pearl:

Ich kann mit unnahbarkeit nicht umgehen, 

Allein im Kopf macht es mich wahnsinnig an wenn er die Distanz wahrt, ich ihn nicht berühren darf, er wirkt als würde es ihn nicht anmachen was passiert, fast als wäre eine Wand zwischen uns. Doch in der Realität habe ich gemerkt das es mich derart aus dem Gleichgewicht bringt, mich verunsichert und mich letzendlich zum Absturz bringt.

Ein bisschen unnahbar ist schon geil,  jedoch nur wenn ich mich am Ende in seinen Arm kuscheln darf und geborgen fühle. Genauso brauche ich auch das ich ihn berühren darf, nur das er entscheidet wie lange...

Wenn ich merke das die Unnahbarkeit aufgrund fehlender Empathie entsteht, oder das er das braucht um sich dominant zu fühlen... Dann passt der Mann nicht zu mir und ein aufeinander einlassen würde für beide keinen Sinn ergeben. 

 

Eine wirklich schöne Beschreibung dessen, was es sein kann: Distanz als Mittel um Vorfreude zu wecken/zu steigern im gegenseitigen Wissen, dass auch dies aufgelösten wird.

Doch auflösen kann man nur, was es gibt und deshalb mein „Bekenntnis“ zu einer tiefen inneren Berührung und großer emotionalen Nähe zu einer Sub. Beides ist für mich das Fundament um Vertrauen ineinander aufbauen zu können und die Fantasien sich „leicht“ entfalten zu lassen. 

Mein eigenes Glück bei diesem Spiel finde ich immer in der fragenden Überraschung und der sich ständig steigernden Anspannung, den gezeigten und formulierten Wünschen nach Auflösung der Situation. Und auch in der Auflösung selbst - in dem Moment, in dem ich das Glück meiner Sub mit Händen greifen kann weil alle Grenzen fallen und nichts mehr zwischen uns ist.

Denn nur darum kann es gehen: Sich am Ende mit allem was man tut und lässt glücklich machen zu wollen.

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