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Gegensätze ziehen sich an, oder gleich und gleich gesellt sich gern?


Ja****

Empfohlener Beitrag

Sicherlich sucht man meist erstmal eine gewisse gemeinschaftliche Basis, aber jede Persönlichkeit hat ja unterschiedlich starke ausprägungen. Und genau das macht es so interessant

Also ich finds gut wenn sie ne Familien-Pizza Hawaii und nen 6er alkoholfreies Benediktiner Hell zum Planet der Affen Filmmarathon mitbringt.

Zumindest sollten,wenn es denn auf Dauer sein soll,die Grundwerte passen..es nützt mir nichts, wenn der Partner irgendwann auswandern möchte oder einen ganz anderen Plan von der Zukunft hat...
Die Hobbies...Ja.. man kann nicht alles teilen..aber sich dafür interessieren 😉

Gleich und Gleich würde mit mir nicht funktionieren, weil wir nie zusammen kommen würden. Ich brauche so einen gewissen Gegenpol, damit die Frau für mich überhaupt interessant wird und sie mich fordert aus mir raus zu kommen.

Aber auch das totale Gegenteil würde nicht funktionieren, weil wir dann bei den Eckpfeilern einfach nicht harmonieren würden. So bestimmte Werte müssen überein stimmen.

Hobby...sie können gleich sein, müssen es aber nicht. Ich finde es aber befremdlich, wenn man das Hobby des anderen übernehmen MUSS. Wenn man daran Gefallen findet, dann kann man das natürlich auch gemeinsam ausleben. Aber eigentlich sehe ich es eher als die persönliche Me-Time, die jeder für sich haben sollte.

Ein bekannter Stratege hat es auf den Punkt gebracht: getrennt marschieren-vereint schlagen. Freiheiten gewähren, Gemeinsamkeiten pflegen und leben. Die gesunde Mischung macht den Unterschied.

Gegensätze mögen sich hin und wieder anziehen - sie machen sich aber auch oft gegenseitig das Leben zur Hölle. Und da geht es nicht mal um bösen Willen sondern einfach darum, dass die meisten Menschen gerne authentisch leben möchten. Das weitestgehend uneingeschränkt zu tun ist aber schwierig, wenn es zu Problemen mit dem Partner führt.

Einfach mal an ein simples Beispiel denken: ein Ordnungsfanatiker und ein komplett schlampiger Chaot sollen als Paar zusammenwohnen. Das wird niemals eine wirklich entspannte Situation werden, sondern es wird immer auf Kompromisse hinauslaufen die beide stressen und niemanden wirklich glücklich machen. Und das ist nur eine Facette, wenn wir von gegensätzlichen Persönlichkeiten sprechen....;)

vor 5 Stunden, schrieb Jaqueline1996:

Müssen zumindest die Grundwerte z.b. Lebensplanung, Werte in die gleiche Richtung gehen während die Hobbys ruhig auseinandergehen dürfen?

Ja

Wie so oft im Leben muss die Balance stimmen sprich ein Teil von beiden. Auf der anderen Seite bestimmt dann doch das Herz über Kopf und ich glaube für das spielt es keine Rolle

Kommt drauf an. Eine Frau mit einer völlig anderen Denkweise / Lebenseinstellung kommt als Partnerin nicht in Frage. Da stoßen mich Gegensätze ab. Da muss sie einfach in ganz vielen Dingen ticken wie ich.

Es ist z.B. überhaupt nichts für mich, wenn man jeden Tag aufeinander hängt. Also muss Frau da auch so ticken. Daher sind mir ihre Hobbys schon wieder egal. Sie macht ja eh ihr Ding, ich meins. Da sind Gegensätze vollkommen in Ordnung. Aber klar ist es gut, wenn man auch da da Gemeinsamkeiten hat. Um eben auch zusammen ein "Ding" zu haben. Bin kein Kuscheltyp. Was soll ich dann mit einer, die das aber total mag vielleicht sogar braucht? Auch da machen Gegensätze die Nummer einfach nur komplizierter.

Es gibt noch so viel mehr Dinge, die so überhaupt nicht mag, ich da auch überhaupt keine Kompromisse machen würde - weil es auf Dauer in meinem Kopf eh nicht klappen würde. Früher hab ich mal es mal versucht mit Frauen, die komplett anders tickten. Also der komplette Gegensatz zu mir waren. War einfach nur anstrengend. 

Ich glaube beide Varianten sind nicht wirklich zielführend ! Eine gesunde Mischung ist wohl die Zauberformel.
Gewisse Gegensätze die fordern, auch herausfordern - aber auch Gemeinsamkeiten die für etwas Ruhe sorgen und ein starkes Fundament bilden.

(bearbeitet)

Die Basics sollten schon gleich sein. Die Werte, die Kommunikation,  die Vorstellung vom Leben und ein Plan hin zu einer Entwicklung. 

Wichtig ist dabei trotzdem, eigene,  unabhängige Hobbys und Freunde zu pflegen,  die nicht vergemeinschaftet werden. 

Trotzdem muss einem aber auch klar sein, dass sich auch diese Basics im Laufe der Zeit ändern und auseinander entwickeln können,  was dann zwangsläufig zur Trennung führt. Was in dem Fall aber für beide das Beste ist und deshalb auf Augenhöhe und respektvoll passieren kann.

Denn auf Dauer kann man kein Leben führen,  wo man an Authentizität verliert, sich selbst belügt und damit unglücklich ist.  Es geht schließlich nie darum,  welche Erwartungen andere in einen setzen,  sondern immer nur darum, jederzeit in den Spiegel zu schauen und zu sagen: Das bin ich.

Manchmal muss man sich auch die Frage stellen,  ob das Modell Beziehung mit dem gemeinsamen Alltag überhaupt erstrebenswert ist?

Weil irgendwie,  irgendwann immer die Gefahr besteht,  dass einer von beiden irgendwo am Anfang zu viel macht, der andere sich zu viel abnehmen lässt und irgendwann schleift sich da etwas ein, was kein gutes Ende nimmt. Geredet wird, aber über die falschen Dinge und erst, wenn es keine Leichtigkeit mehr gibt.

Vielleicht ist es wirklich besser, selbstständig zu bleiben und regelmäßig besondere Momente von Zweisamkeit zu schaffen,  in denen beide einfach Vollgas geben, voll da sind, volle Aufmerksamkeit, voller Respekt und tief empfundene Wertschätzung. 

Dann bleibt das Feuer immer da.

So zumindest mein Erleben, mein Austausch. 

bearbeitet von Tiefkuehlpizza

Das kommt meiner Meinung nach auf die Offenheit der beiden an. Ich konnte noch nie eine Beziehung leben, in der beide aneinander kleben. Wenn sie mir von Dingen erzählt, die sie bewegen, öffnet mich das, weil ich ihre Gedanken und Vorlieben teilen will, und umgekehrt. Das regt mich an. Ich will die Bereitschaft, über meine Interessen zu reden so wie ich bereit bin, über ihre zu reden. 

Es geht um Werte, die übereinstimmen müssen, nicht um Details wie Hobbies. Ich könnte nie mit einer Frau zusammen sein, die zynisch ist. Sie muss nicht dieselben Dinge essen und lieben wie ich, aber sie muss lieben und sie muss gerne lieben. Das tu ich auch. Im Detail kann sie gerne andere Lebensinhalte, andere Freunde haben wie ich. Das hält die Beziehung spannend.

Dennoch kann ich keine nervöse Person an meiner Seite haben, sie soll ihre Lebenserfahrung haben, so wie ich meine habe. Es ist also ein bisschen von beidem. Gerne andere Interessen, aber ähnliche Reflexion, Streikultur. Und vor allem Offenheit und Ehrlichkeit und Gesprächsbereitschaft über so ziemlich alles.

Die Basis und die Werte müssen stimmen. Der ganze Rest ist Firlefanz 🤷‍♂ man braucht auch seine eigene Luft zum Atmen und somit Freiraum. Das eine oder andere kann man sich gegenseitig näher bringen und ggf. ergänzen. Genügt aber auch

(bearbeitet)

Mit meinem Ex-Mann haben die Interessen super gepasst! Alte Musik, aktiv und passiv, Familienmenschen, … Aber emotional war es der GAU 🙄

Mein Mann und ich haben eigentlich keine gemeinsamen Interessen, bei Musik können wir uns auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen 😅 also Rock, wir finden gemeinsame Filme und Serien, bei einigen Dingen machen wir manchmal beim Anderen mit, ansonsten können wir uns sehr gut „sein“ lassen. Aber emotional passt es! 🥰 

Das Menschenbild ist für mich der wichtigste Faktor. Toleranz, Zugewandtheit, Neugier, …

Ins Konzert oder Museum kann ich auch mit meinen Töchtern oder Freundinnen gehen, aber Sex haben oder streiten möchte ich mit meinem Mann!

 

bearbeitet von Luderwicht
vor 26 Minuten, schrieb Tiefkuehlpizza:

Vielleicht ist es wirklich besser, selbstständig zu bleiben und regelmäßig besondere Momente von Zweisamkeit zu schaffen,  in denen beide einfach Vollgas geben, voll da sind, volle Aufmerksamkeit, voller Respekt und tief empfundene Wertschätzung. 

DAS wäre der perfekte Zustand! Ich denke aber, um so etwas erhalten zu können, müssen sich zwei Individuen darüber absolut einig sein, und sich komplett von gesellschaftlichen Vorstellungen und Zwängen gelöst haben (können).

(bearbeitet)

Beziehungsweise...

Ein grundsätzlich ähnlicher Blickwinkel bei individuell geprägten Interessen finde ich nicht schlecht...

Eigene Ideen & Interessen nicht zu verlieren und gemeinsame Elemente & Ebenen zu pflegen, erhält für mein Gefühl eine angenehme Leichtigkeit...

Einander Raum für Ideen & Interessen zu lassen... nicht alles gemeinsam "tun" zu müssen... wichtig...

bearbeitet von Highlander4u

In bestimmten Dingen sollte mein Partner schon die gleiche Meinung haben. Aber ob er die selben Interessen/Hobbys teilt, ist mir persönlich egal. 

Durch Unterschiede kann man wunderbar nebenbei sogar seinen (kulturellen) Horizont erweitern. 

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