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Offene Beziehung, Poly,...warum denn doch heimlich?


Im****

Empfohlener Beitrag

Vor 1 Stunde, schrieb :

Das erste Mal, dass ich tatsächlich mal was als Anonym poste. Es gibt super viele Gründe. Bei uns ist das so, dass meine Frau als Überlebende einen sicheren Safespace braucht. was absolut nicht passieren darf, dass das Haus aus einem unbedachten Vorgang zu etwas Ekligem wird. Daher muss sich ein Partner von ihr oder eben eine Partnerin meinerseits erst als langfristige stabile Konstante herausstellen, bis der Safespace geöffnet werden kann. Ich denke, dass es auch andere Themen gibt, die ein ähnliches Sicherheitsgefühl bei Paaren begünstigen.

Diese Erklärung gefällt mir irgendwie ganz gut. Ist es denn schon vorgekommen, dass man gegenseitig Partner kennengelernt hat? Und wie sieht es mit Ängsten aus? Ich kann es ein kleines bisschen nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die einen einzigen fehltritt, ein einmaliges Erlebnis vielleicht egal ist, aber bei Regelmäßigkeit kommen dann ja auch irgendwann mal irgendwo Gefühle auf. Man hat ja immer ein Gefühl zu einem Menschen. Gefühl bedeutet nicht Liebe. Gibt es keine Ängste, dass die Partnerin oder der Partner stärkere Gefühle für jemand regelmäßiges entwickelt, als für einen selbst noch da sind?

Vor 1 Stunde, schrieb HairyBWC:

Also es gibt doch viele Gründe wieso man sich al Ehepaar nicht in seiner Wohnung mit einem Sexdate treffen möchte. Kinder könnten im Haushalt leben, Sicherheitsaspekte(stalking und co) und vielleicht ist man ja auch offen aber möchte einfach nicht das das Sexerlebnis ins intime Umfeld kommt. Wenn man jetzt richtubg Polybeziehungen geht sieht das doch eh ganz anders aus. Ich habe es auch schon erlebt das man die 3 Partei mit nach Hause gebracht hat. Am Ende entscheiden das die die Ihre beziehung öffnen und das ganze vermutlich auch mit Regeln und einem gemeinsamen Nenner. Wie das dann Aussieht ist bei jedem anders.

Naja ein Stalker kann dir auch hinterher fahren, wenn du auf Klo bist mal schnell irgendwie einen Blick auf den Perso werfen ..... Ich persönlich hatte schon das ein oder andere unverbindliche treffen und ich fühle mich tatsächlich in meinen eigenen vier Wänden am sichersten. Ich weiß ich habe Nachbarn, die reagieren wenn irgendwas schlimmes passiert. In einem fremden Umfeld für so eine Aktion mit einem Mensch von dieser Seite, hätte ich viel zu viel Angst in einem dunklen Keller irgendwo aufzuwachen. Wir alle meinen unser Gegenüber gut auszuwählen, und trotzdem passieren viele schlimme Dinge auf dieser Welt, die jedem passieren könnten.

Vor 45 Minuten , schrieb lazy_crazy:

These Nr1:  Diese Heimlichkeit ist vielleicht die Abgrenzung zum gemeinsamen Swingen. Jede Schublade braucht hier ja eine eigene Bezeichnung.

These Nr2:  Partner A weiß noch gar nicht, dass Partner B die Beziehung geöffnet hat und mit C Spaß hat. Das wäre jetzt typisch für poppen.de.

These Nr3:  Man muss nicht unbedingt die Beziehungskisten Fremder verstehen, besser man konzentriert sich auf die eigene.

Doch, ich möchte verstehen um Verständnis zu haben. Ich wüsste nicht was daran verkehrt ist. Schon in der Sesamstraße haben wir gelernt, es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten.

Vor 20 Minuten , schrieb Funbird1980:

Für mich würde sowas offenes eh nie in frage kommen, entweder ganz oder garnicht... ich kann es aber auch ein bisschen nachvollziehen, wenn man die Beziehung oder ehe öffnet, das man doch noch gewisse Grenzen wahren will bzw sollte, das die eigene wohnung da tabu ist, das hat glaube ich weniger mit der Partnerin bzw dem Partner zutun, sondern die eigene Wohnung ist doch schon etwas sehr persönliches und vorallem das eigene Ehebett, sehen viele dann wahrscheinlich erst recht als etwas sehr persönliches, was wirklich nur dem Paar selber vorbehalten ist und auch bleiben sollte... von daher kann man da schon solche Grenzen nachvollziehen... un wenn eine Beziehung wirklich beidseitig geöffnet wurde dann gibt es da auch keine heimlichkeiten, heimlichkeiten entstehen oft erst dann, wenn eine seite es nicht aus Überzeugung macht, sondern es wirklich nur toleriert wird, und möglichst wenig davon wissen will, was der Partner oder Partnerin abseits der Beziehung treibt... aber für mich persönlich wäre sowas wie eine offene Beziehung nicht denkbar, da würde ich erst garkeine Beziehung eingehen...

Also liebt man das Ehebett mehr, als den Partner? Ich teile meinen Partner, aber nicht mein Bett?
Sollte der Safe space nicht die Beziehung generell sein, egal welche Form auch immer, und nicht ein Möbelstück? Das mit dem Bett war dann auch eher symbolisch gemeint. Mir ging es eher darum, dass man den Partner kennenlernt.

Vor 9 Minuten , schrieb Imperatorin:

Naja ein Stalker kann dir auch hinterher fahren, wenn du auf Klo bist mal schnell irgendwie einen Blick auf den Perso werfen ..... Ich persönlich hatte schon das ein oder andere unverbindliche treffen und ich fühle mich tatsächlich in meinen eigenen vier Wänden am sichersten. Ich weiß ich habe Nachbarn, die reagieren wenn irgendwas schlimmes passiert. In einem fremden Umfeld für so eine Aktion mit einem Mensch von dieser Seite, hätte ich viel zu viel Angst in einem dunklen Keller irgendwo aufzuwachen. Wir alle meinen unser Gegenüber gut auszuwählen, und trotzdem passieren viele schlimme Dinge auf dieser Welt, die jedem passieren könnten.

Stimmt natürlich, aber das waren einfach Gründe wieso. Am Ende überwiegt einfach das das eigene Zuhause oft ein Safe Space ist oder ein Beziehungsinterner Bereich. Natürlich sind auch die Fremdgeher dabei aber aus meiner Erfahrung wollen viele Leute aus den genannten Gründen Ihre 4 Wände nicht verwenden

Vor 10 Minuten , schrieb Imperatorin:

Doch, ich möchte verstehen um Verständnis zu haben. Ich wüsste nicht was daran verkehrt ist. Schon in der Sesamstraße haben wir gelernt, es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten.

Warum haben Menschen nicht allgemein offen in der Bevölkerung Sex? Weil es das Bedürfnis nach Intimsphäre gibt. Warum soll es dieses Bedürfnis bei Polys nicht auch geben? Polys sind Polys, und keine Swinger oder Exhibitionisten.

Selbst in Kommunen wird sich in bestimmte Ecken/Häuser zurückgezogen.

Vor 2 Minuten , schrieb Constans:

Warum haben Menschen nicht allgemein offen in der Bevölkerung Sex? Weil es das Bedürfnis nach Intimsphäre gibt. Warum soll es dieses Bedürfnis bei Polys nicht auch geben? Polys sind Polys, und keine Swinger oder Exhibitionisten.

Selbst in Kommunen wird sich in bestimmte Ecken/Häuser zurückgezogen.

Es geht nicht um das miteinander schlafen oder bei dem anderen zugucken, sondern darum, dass alle Parteien sich kennen.

Vor 11 Minuten , schrieb HairyBWC:

Stimmt natürlich, aber das waren einfach Gründe wieso. Am Ende überwiegt einfach das das eigene Zuhause oft ein Safe Space ist oder ein Beziehungsinterner Bereich. Natürlich sind auch die Fremdgeher dabei aber aus meiner Erfahrung wollen viele Leute aus den genannten Gründen Ihre 4 Wände nicht verwenden

Du, mir geht es jetzt auch nicht wirklich um das Ehebett, da habe ich mich dann vielleicht nicht verständlich genug ausgedrückt. Mir geht es auch nicht darum, dass jemand dem anderen beim Sex zuschauen muss. Mir geht es darum, warum sich dann nicht alle Parteien kennen, in den allermeisten Fällen.
Ich hatte mal einen Partner mit zwei Kindern und mir war es unglaublich wichtig, bevor ich diese Kinder kennenlerne, dass ich die Mutter dazu treffe. Diese Frau sollte wissen, wer zukünftig regelmäßig mit den Kindern in Kontakt kommt. Ich wollte Streit und Krieg vermeiden und das war in meinen Augen auch der richtige Weg. Wir haben uns blendend verstanden und uns abgesprochen wer sich wann um welches Kind kümmert und so weiter und so fort. Ich habe den großen beim Schwimmen angemeldet, und ihr das hinterher nur gesagt, weil wir uns so einig waren. Und nein, ich habe nie die Mutter ersetzen wollen, aber mir ist Harmonie unglaublich wichtig. Ich finde es nur fair, dass jeder jeden kennt in gewissen Konstellationen.

Vor 8 Minuten , schrieb Imperatorin:

Es geht nicht um das miteinander schlafen oder bei dem anderen zugucken, sondern darum, dass alle Parteien sich kennen.

Ah ok. Ich glaube das kommt auf die Beziehungen an. Habe oft gehört das sich eine offene Beziehung eher aus ein mehrverlangen entsteht. Finde der Begriff offene Beziehung wird auch sehr missbraucht. Polybeziehungen finde ich sind offene beziehungen. Oft habe ich schon gelesen wir haben uns dazu entschlossen unsere beziehung zu öffnen. Dahinter steckte dann meist eher ein Partner der das Verlangen hat und der andere zieht mit, weil eine Trennung sonst im Raum stehen würde. Offene Beziehung wird oft zu allem gesagt wobei ich das oft als Ausrede sehe. Und dann hat man doch oft die konstellation es ist ok das du andere Partner hast aber ich will nix davon wissen.

(bearbeitet)
vor 21 Minuten, schrieb Imperatorin:

 

Also liebt man das Ehebett mehr, als den Partner? Ich teile meinen Partner, aber nicht mein Bett?
Sollte der Safe space nicht die Beziehung generell sein, egal welche Form auch immer, und nicht ein Möbelstück? Das mit dem Bett war dann auch eher symbolisch gemeint. Mir ging es eher darum, dass man den Partner kennenlernt.

Naja so war das jetzt nicht gemeint mit dem Ehebett, aber ich kann mir dennoch gut vorstellen das ein paar sich da schon gewisse Grenzen setzt, jeder kann sich austoben nach Lust und Laune, aber bitte nicht daheim und bei einigen kommt wahrscheinlich auch noch dazu, das sie es nur tolerieren und nicht davon überzeugt sind, deshalb wollen die dann wahrscheinlich auch garnicht alles wissen, das heißt die wollen dann auch garkein kennenlernen von den Gespielen des anderen... es sind aber im Endeffekt von mir nur Spekulationen, wo ich es ein bisschen nachvollziehen kann... aber dennoch hab keine erfahrungen damit und will ich auch garnicht...

bearbeitet von Funbird1980
Vor 8 Minuten , schrieb Funbird1980:

Naja so war das jetzt nicht gemeint mit dem Ehebett, aber ich kann mir dennoch gut vorstellen das ein paar sich da schon gewisse Grenzen setzt, jeder kann sich austoben nach Lust und Laune, aber bitte nicht daheim und bei einigen kommt wahrscheinlich auch noch dazu, das sie es nur tolerieren und nicht davon überzeugt sind, deshalb wollen die dann wahrscheinlich auch garnicht alles wissen, das heißt die wollen dann auch garkein kennenlernen von den Gespielen des anderen... es sind aber im Endeffekt von mir nur Spekulationen, wo ich es ein bisschen nachvollziehen kann... aber dennoch hab keine erfahrungen damit und will ich auch garnicht...

Ich persönlich könnte mir das für mich auch nie vorstellen. Ja ich habe Verlustängste und bin daher eifersüchtig. Richtig, mein Problem, an dem ich arbeite, daher wünsche ich mir zwar eine Beziehung, weiß aber dass ich noch nicht so weit bin eine einzugehen.
Aber in welchem Universum auch immer ich jemals dazu fähig wäre, möchte ich schon wissen was mein Partner sich da aussucht. Was für ein Typ Frau ist das? Nicht optisch, sondern menschlich. Ist das vielleicht eine Frau, die durch sämtliche Betten springt? Ist das eine Frau, die keinen Bock auf Beziehung hat und einfach nur mal gute Zeit genießen möchte, eventuell jemand der auch mal eine Nagel in die Wand haut? Ich finde es nicht unwichtig zu wissen mit wem mein Partner ins Bett geht. Krankheiten und so weiter. Kondome schützen nur bedingt. Bevor das übergezogen wird, sind schon an sämtlichen Körperteilen sämtliche Körperflüssigkeiten verteilt und aufgenommen worden.

vor 1 Minute, schrieb Imperatorin:

 

Ich persönlich könnte mir das für mich auch nie vorstellen. Ja ich habe Verlustängste und bin daher eifersüchtig. Richtig, mein Problem, an dem ich arbeite, daher wünsche ich mir zwar eine Beziehung, weiß aber dass ich noch nicht so weit bin eine einzugehen.
Aber in welchem Universum auch immer ich jemals dazu fähig wäre, möchte ich schon wissen was mein Partner sich da aussucht. Was für ein Typ Frau ist das? Nicht optisch, sondern menschlich. Ist das vielleicht eine Frau, die durch sämtliche Betten springt? Ist das eine Frau, die keinen Bock auf Beziehung hat und einfach nur mal gute Zeit genießen möchte, eventuell jemand der auch mal eine Nagel in die Wand haut? Ich finde es nicht unwichtig zu wissen mit wem mein Partner ins Bett geht. Krankheiten und so weiter. Kondome schützen nur bedingt. Bevor das übergezogen wird, sind schon an sämtlichen Körperteilen sämtliche Körperflüssigkeiten verteilt und aufgenommen worden.

Ja auch das ist vollkommen nachvollziehbar. Deshalb würde etwas offenes für mich definitiv auch niemals in Frage kommen... entweder ganz oder garnicht... man muss bei dem ganzen Thema glaube ich auch klar unterscheiden, ob es sich nur um eine offene Beziehung handelt bzw toleriert wird oder ob man eine polygame Beziehung lebt... den sowas wird oft verwechselt.

Vor 4 Minuten , schrieb Funbird1980:

Ja auch das ist vollkommen nachvollziehbar. Deshalb würde etwas offenes für mich definitiv auch niemals in Frage kommen... entweder ganz oder garnicht... man muss bei dem ganzen Thema glaube ich auch klar unterscheiden, ob es sich nur um eine offene Beziehung handelt bzw toleriert wird oder ob man eine polygame Beziehung lebt... den sowas wird oft verwechselt.

In einer polygamen Beziehung schlafen alle Parteien miteinander oder haben irgendeine andere Form von Beziehungsbindung, das hat viel mehr mit Vertrauen zu tun! In einer offenen Beziehung, schlafen beide (oder nur einer) unabhängig voneinander mit anderen Partnern. Das schließt aber nicht aus, dass man die andere Seite nicht trotzdem kennt.

Vor 43 Minuten , schrieb Imperatorin:

Es geht nicht um das miteinander schlafen oder bei dem anderen zugucken, sondern darum, dass alle Parteien sich kennen.

Ich wünsche mir auch Offenheit. Aber weil der Mensch so ein Wettbewerbstier ist, startet oft so ein Wettbewerb zwischen den Damen, wenn dieses "man kennt einander" zu schnell geht.
Das Selbstbild steht uns Menschen oft im Weg.

Was ich schmerzhaft lernen musste ist: Sehr langsam dieses Miteinander zu etablieren. Diese Offenheit unter Allen ist keine Entscheidung, sondern das Ergebnis eines Prozesses, den alle Beteiligten erstmal gehen müssen.

Und auch die außenstehende Person, C!
Wir wissen doch, dass die Welt heute in diesem Bereich so voller Lügen ist.
Will man sich nicht davon überzeugen, daß Person A wirklich nichts dagegen hat? Nur weil Person C, aus Gründen, auch die Fähigkeit besitzt, mit vergebenen zu interagieren, heißt es nicht, dass diese Person auch gleichzeitig Person A völlig egal ist und diese drauf scheißt ob sie jemanden hintergeht oder nicht.
Ich denke ja dass der Ausdruck "offene Beziehung" nur die moderne Version von "ich werde meinen Partner verlassen" ist.
Inzwischen hat die halbe Welt kapiert, dass das eh nie passiert. Also gibt es jetzt diese Erklärung.

Vor 4 Minuten , schrieb Constans:

Ich wünsche mir auch Offenheit. Aber weil der Mensch so ein Wettbewerbstier ist, startet oft so ein Wettbewerb zwischen den Damen, wenn dieses "man kennt einander" zu schnell geht.
Das Selbstbild steht uns Menschen oft im Weg.

Was ich schmerzhaft lernen musste ist: Sehr langsam dieses Miteinander zu etablieren. Diese Offenheit unter Allen ist keine Entscheidung, sondern das Ergebnis eines Prozesses, den alle Beteiligten erstmal gehen müssen.

Na ja aber diese Wettbewerbsgedanken und Gefühle kommen ja nur aufgrund von verlustangst und Eifersucht.
Und ja natürlich ist ein erwachsener Mensch in so einer dreierkonstellation, etwas anderes wie bei mir, wo die dritte Person die Kinder waren. Bei drei Erwachsenen sollten sich dann doch schon erstmal Person B und C ein wenig kennenlernen. Man muss ja erstmal selber checken, ob man sich öfter sieht. Aber irgendwann...?

Vor 11 Minuten , schrieb Imperatorin:

Na ja aber diese Wettbewerbsgedanken und Gefühle kommen ja nur aufgrund von verlustangst und Eifersucht.
Und ja natürlich ist ein erwachsener Mensch in so einer dreierkonstellation, etwas anderes wie bei mir, wo die dritte Person die Kinder waren. Bei drei Erwachsenen sollten sich dann doch schon erstmal Person B und C ein wenig kennenlernen. Man muss ja erstmal selber checken, ob man sich öfter sieht. Aber irgendwann...?

Das wäre klug. Aber in dieser schnelllebigen Welt haben wir oft keine Zeit mehr um solche Prozesse geduldig zu begleiten. Wir entwickeln uns weniger zum Prozessbegleiter sondern zum Tatsachenschaffer.
Auch in monogamem Beziehungsanbahnungen wird inzwischen weniger mit Entwicklung und mehr mit dem Enterhaken vorgegangen. Wir wollen eine Beziehung, und das möglichst jetzt.
Gerade Polyküle brauchen Zeit. Die Bereitschaft in ein Polykül (Verbindung zu mehreren) einzutreten ist ein Samen, der gepflanzt wird. Nicht die Ernte.

Was eben auch heißt, das dieses "aneinander gewöhnen und sich gegenseitig öffnen" ein Prozess sein muss, der Zeit braucht. Es ist ja eben kein Wegwerf-fick wie bei einem Swinger.
Sollte jemals, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, nochmal eine Frau in mein Leben treten, die bereit für ein Polykül ist, würde ich es sehr langsam angehen. Und dieses Miteinander bekannt machen sehr geduldig angehen, so schwer mir das auch fällt.

Wenn Person A+B beschließen ihre Beziehung zu öffnen, wäre ja mal die Frage, warum tun sie das?
Möchte A lieber ein/e A oder lieber C, weil mit B es zu öde geworden ist?
Wenn A ein/e A möchte, erlaubt B dies aus Liebe, Respekt, Treue, der Erkenntnis, dass er A dies nicht bieten kann, wegen der Tatsache, dass B ein anderes Geschlecht hat wie A?
Möchte B das morgens erleben, wie A und A /C fröhlich an einem Tisch sitzen und zusehen wie sie sich anhimmeln?

Wir können die Variabel endlos weiter aufstellen, es ist eine offene Beziehung. Man tut alles, um die Beziehung zu retten. Sind A und B wirklich glücklich oder hofft A oder B dass sie durch C/D aus der Beziehung befreit werden können. Wenn ich davon ausgehen darf, dass A/B hoffen befreit zu werden, stellt man ja nicht C/D vor, sonst könnte der eigene Partner ja es zu verhindern versuchen!

Am Ende ist es doch abhängig, wie das Paar(A+B) dieses öffnen der Beziehung für sich zu zweit regeln. Sich es zugestehen ohne Details für den Partner oder hemmunglos offen mit allen Daten über die dritte Person. Alles hat seine Daseinsberechtigung und ist weder falsch noch richtig, oder geht Richtung betrügen.

Anonymes-Mitglied-5
Vor 5 Stunden, schrieb Imperatorin:

Diese Erklärung gefällt mir irgendwie ganz gut. Ist es denn schon vorgekommen, dass man gegenseitig Partner kennengelernt hat? Und wie sieht es mit Ängsten aus? Ich kann es ein kleines bisschen nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die einen einzigen fehltritt, ein einmaliges Erlebnis vielleicht egal ist, aber bei Regelmäßigkeit kommen dann ja auch irgendwann mal irgendwo Gefühle auf. Man hat ja immer ein Gefühl zu einem Menschen. Gefühl bedeutet nicht Liebe. Gibt es keine Ängste, dass die Partnerin oder der Partner stärkere Gefühle für jemand regelmäßiges entwickelt, als für einen selbst noch da sind?

Doch, wir lernen auch den Partner des jeweils anderen kennen. Zumindest am Anfang mal kurz, damit unsere Dates auch selber sehen, dass hier alles in Ordnung ist. In der Anfangszeit ist es oft so, dass die Partner nicht zu viel Kontakt zum anderen Part haben wollen. Ist ja die Kennenlernphase, da ist man lieber "alleine gemeinsam" mit dem Anderen.
Offene und/oder Polybeziehungen klappen nur mit einem felsenfesten Fundament und absoluter Ehrlichkeit. Wir unternehmen ja auch regelmäßig etwas gemeinsam, wenn der neue Part sich tatsächlich als etwas Langfristiges herausstellt, also Frau/ihr Partner und ich/meine Partnerin. Das gehört halt auch dazu und schafft ja auch eine bessere Ebene.
Nur bei uns ist eben das Haus bis zu diesem Zeitpunkt tabu. Das kann auch einschränken, ist aber letztendlich ein Schutzmechanismus.
Wir sind beide keine monogamen Menschen und haben auch nie eine monogame Partnerschaft gehabt. Wir sind jetzt 14 Jahre zusammen. In der Zeit ist man durch dick und dünn gegangen, hat die schwachen Momente des anderen kennengelernt, so manches Trümmerfeld gehabt, aber eben auch massig Momente, die man nie wieder mit einem anderen haben wird. Das schweißt zusammen und daher gibt es diese Verlassensangst nicht. Weil man diese Liebe ja auch nicht mit der Anfangsverliebtheit gleichsetzt.
Wir haben aber auch Regeln: Die über-50%-Regel ist da die wichtigste. Wenn der Monat 30 Tage hat, gehören mindestens 16 davon nur uns. Oder wir reden auch regelmäßig zusammen und schauen, ob unsere Partner unser gemeinsames Leben positiv oder negativ beeinflussen. 

Liebe Imperatorin, 

ich fürchte du wirst das nie verstehen. Egal wieviele Aspekte und Erklärungen hier geliefert werden. Es ist einfach ein anderer Denkansatz. Bei manchen sicher eine völlig andere Lebenseinstellung. Du betrachtest die Sache hingegen mit der in Stein gemeisselten Monogamie-Brille vor den Augen. So kommst du automatisch immer zur gleichen moralischen Einschätzung. Ist okay, hilft aber beim Verstehen nicht weiter. Und Vorsicht - Verstehen bringt die Gefahr der Veränderung mit sich. 

Für mich unbegreiflich wenn jeder für sich loszieht und den Partner nicht mit einbezieht

Ich führe jetzt schon über 25 Jahre eine offene Beziehung, ok, jetzt gut 2 Jahre ist es eine offene Ehe, aber ich bin noch 

nie alleine los und mein Partner wusste nichts davon

Bei ihm ist es genau so und auch nur so funktioniert das auf Dauer

Denn 90% der Paare die ich in den letzten 25 Jahren kennengelernt habe und offene Beziehungen führen haben sich mittlerweile getrennt

Warum?

Weil jeder sein Ding machen wollte und eben weil sie nicht gemeinsam unterwegs waren 

Und Paare die ihre Beziehung öffnen weil es bei ihnen nicht läuft sollten sich besser gleich trennen, denn darauf läuft es hinaus

Eine offene Beziehung kann auf Dauer nur funktionieren wenn am wirklich glücklich ist, einander vertraut, gemeinsam Spaß hat und über alles redet

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