Jump to content

Intimität...


Hi****

Empfohlener Beitrag

vor einer Stunde, schrieb Sweet_Angel2308:

 

Da wir ALLE Gefühlsmenschen sind? Ähm nein, zum Glück nicht alle. Ich bin überhaupt kein Mensch für Gefühlsdusseleien. Und so kenne ich auch noch andere auf die deine Aussage nicht zutrifft. Also bitte nicht für alle sprechen, dass kann niemand.

Interessant, wie viel Gereiztheit und Abgrenzungsbedürfnis in diesem Kommentar steckt. Das demonstrative „Ähm nein“, die Abwertung als „Gefühlsduselei“ und der ziemlich deutliche Unterton von Überlegenheit lassen jedenfalls nicht gerade emotionale Gelassenheit erkennen. Vielleicht wäre es sinnvoll, nicht nur anderen ihre Gefühle abzusprechen, sondern die eigenen erst einmal in den Griff zu kriegen – insbesondere, wenn sie derart fehl am Platz sind.

Vor 1 Stunde, schrieb Sweet_Angel2308:

Da wir ALLE Gefühlsmenschen sind? Ähm nein, zum Glück nicht alle. Ich bin überhaupt kein Mensch für Gefühlsdusseleien. Und so kenne ich auch noch andere auf die deine Aussage nicht zutrifft. Also bitte nicht für alle sprechen, dass kann niemand.

Dann hoffe ich für dich mal,daß du nie irgendwann alt,verbittert und alleine bist...

Ich tu mich mit dem Wort an sich sehr schwer. Aber vielleicht passt am ehesten, dass das bei den Leuten zutrifft, bei denen ich nicht maskiere.

Vor 2 Stunden, schrieb Sweet_Angel2308:

Da wir ALLE Gefühlsmenschen sind? Ähm nein, zum Glück nicht alle. Ich bin überhaupt kein Mensch für Gefühlsdusseleien. Und so kenne ich auch noch andere auf die deine Aussage nicht zutrifft. Also bitte nicht für alle sprechen, dass kann niemand.

PS: du hast natürlich Recht, ich wollte mindestens dir nichts anreden. 💫

Vor 2 Stunden, schrieb 1NT3RF3R3N2:

Interessant, wie viel Gereiztheit und Abgrenzungsbedürfnis in diesem Kommentar steckt. Das demonstrative „Ähm nein“, die Abwertung als „Gefühlsduselei“ und der ziemlich deutliche Unterton von Überlegenheit lassen jedenfalls nicht gerade emotionale Gelassenheit erkennen. Vielleicht wäre es sinnvoll, nicht nur anderen ihre Gefühle abzusprechen, sondern die eigenen erst einmal in den Griff zu kriegen – insbesondere, wenn sie derart fehl am Platz sind.

Das ist aber gar nicht so einfach mit dem " in den Griff kriegen". Und sicher hat es vielfältige Hintergründe. Ich kann's mir nicht vorstellen aber auch ich kenne Menschen die ihr Gefühl zum Beispiel nicht kommunizieren. Das ist auch ne Form von Intimität, mein ich.

Es ist wie ein kleiner Schritt der Überwindung, der Öffnung, des Preisgeben eines Geheimnisses.
Mit jemandem etwas teilen, was man mit niemandem anderen so teilt.

vor 8 Stunden, schrieb Hackenhoch00:

Ich kann's mir nicht vorstellen aber auch ich kenne Menschen die ihr Gefühl zum Beispiel nicht kommunizieren.

Gefühle nicht zu kommunizieren, ist trotzdem nicht dasselbe, wie keine zu haben. Empfundene Gefühle beeinflussen schließlich trotzdem, was und wie wir kommunizieren, auch wenn wir sie nicht als „Gefühlsduselei“ offenlegen, sondern vielleicht als ungefiltertes, passiv-aggressives Gestänker. Deshalb finde ich die Aussage „Ich bin kein Gefühlsmensch“ interessant: Die Art, wie jemand seine Gefühle nach außen trägt, sagt über den Umgang mit ihnen oft mehr aus als das Etikett, das man sich selbst verleiht.

vor 13 Stunden, schrieb L1NDA:

Für mich beginnt Intimität tatsächlich lange bevor Kleidung fällt oder Sex überhaupt Thema wird.

Intim ist für mich, wenn ich jemanden wirklich an mich heranlasse. Wenn ich nicht nur meinen Körper zeige, sondern auch Dinge, bei denen ich mich verletzlich machen kann: Gedanken, Unsicherheiten, Wünsche, Ängste oder Seiten an mir, die eben nicht jeder zu sehen bekommt.

Deshalb kann für mich ein langer Blick in die Augen intimer sein als manche sexuelle Handlung. Eine Umarmung, bei der man plötzlich merkt, dass keiner von beiden sofort loslassen möchte. Händchenhalten. Sich nachts einfach aneinanderkuscheln und reden. Oder auch gemeinsam schweigen, ohne dass sich dieses Schweigen unangenehm anfühlt.

Und ja, auch ein Kuss gehört für mich ziemlich weit nach oben auf diese Liste. Küssen ist für mich persönlich deutlich intimer, als es von außen vielleicht wirkt. Sex kann durchaus körperlich und lustvoll sein, ohne dass dabei automatisch diese besondere Nähe entsteht. Bei einem Kuss fällt mir diese Trennung sehr viel schwerer.

Auch im BDSM ist Intimität für mich deshalb nicht automatisch daran gekoppelt, wie hart, nackt oder sexuell eine Situation ist. Jemandem Kontrolle zu überlassen, Reaktionen nicht zu verstecken, Augenkontakt auszuhalten, sich auffangen zu lassen oder danach einfach eng beieinander zu liegen, kann wahnsinnig intim sein.

Vielleicht ist das für mich der Kern davon:
Intimität entsteht dort, wo ich aufhöre, nur etwas von mir zu zeigen, und jemanden wirklich etwas von mir sehen lasse.

selten so ein schönes statement gehört über das thema.......jedes wort zeigt was für eine besondere person du bist.schön das es dich gibt

Intimität hat für mich nicht zwingend etwas mit Sexualität zu tun. Das ist auf jeden Fall etwas, was nicht jeden etwas angeht.

Intimität, bedeutet für mich persönlich, dass man akzeptiert wird, mit allen seinen Stärken und Schwächen. Sich geborgen zu fühlen und verletzlich zu sein.

Am 7.10.2026 at 06:50, schrieb Highlander4u:

Angeregt durch ein Thema (06.10.), zu dem ich von einer für mich sehr bewegenden Begegnung geschrieben habe, stelle ich die vielleicht auch etwas tiefgründigere Frage an euch, was Intimität für euch ist und was sie euch bedeutet...

Das ist eine sehr gute Frage! 
Eine Frage die ich nicht so leicht beantworten kann...

Ich denke, dass Intimität heute, in der digitalen Welt, eine ganz andere Bedeutung hat als früher.
Denn heute haben wir Möglichkeiten, uns mitzuteilen, die frühere Generationen in der Form nicht hatten!
Ein Gedanke, zum Beispiel, kann innerhalb von Sekunden einen anderen Menschen erreichen und ein persönliches Gespräch muss nicht mehr an einem bestimmten Ort gebunden sein.
Ja selbst nachts kann man, wenn man nicht schlafen kann, jemandem schreiben und plötzlich ist da ein Mensch, der einem zuhört und antwortet.

Genau diese Art von Kommunikationsmöglichkeiten verändern Intimität, finde ich völlig.
Denn gerade durch diese Möglichkeiten, kann ich jemandem nahe sein ohne wirklich bei ihm zu sein. Klingt widersprüchlich? Ist auch!

Für mich beginnt nämlich Intimität dort, wo man sich nicht mehr verstellen muss.
Und wenn wir mal ehrlich sind…. Jeder Mensch zeigt nach außen nur einen Teil von sich. Man zeigt halt nur das, was man zeigen möchte… Das, womit man sich wohlfühlt und manchmal auch einfach nur das, was von einem erwartet wird.
Im Alltag funktionieren diese Maskeraden recht gut...
Aber wirklich nah wird mir ein Mensch erst dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich diese ganzen Schichten, diese ganzen Masken einmal fallen lassen kann.

Es geht für mich also nicht darum, dass jemand einfach alles über mich weiß. Das wäre bei weitem noch keine Intimität für mich!

Intimität bedeutet für mich eher, dass jemand versteht, warum ich bestimmte Dinge denke, warum ich manchmal so reagiere, wie ich reagiere und was hinter dem steckt, was man vielleicht auf den ersten Blick gar nicht sieht.
Es bedeutet schlicht gesagt, dass ich mich geborgen fühlen muss.
An diesem Punkt angekommen, kann ich mit jemanden stundenlang über Gott und die Welt sprechen (Ängste, Wünsche, Sex, Beziehungen… Einfach alles!).
Genau diese ehrlichen Gespräche sind für mich eine besondere Form von Intimität. Es ist Nähe!
Und zwar eine Form von Nähe, die für mich teilweise intensiver sein kann als körperliche Berührung, denn jemanden anzufassen ist relativ einfach…
Aber jemandem wirklich zu erlauben, in den eigenen Kopf und in die eigenen Gedanken einzutauchen, das ist etwas völlig anderes!

Und Ja! Natürlich gehört auch Begehren dazu! Berührungen, Leidenschaft, Sex, das Gefühl, jemanden wirklich körperlich nah zu sein.
Aber der eigentliche Wert entsteht für mich nicht allein durch die körperliche Handlung…
Es ist dieses gegenseitige Vertrauen, dieses Gefühl, dass man sich fallen lassen kann, ohne darüber nachzudenken, wie man gerade wirkt.

Intimität ist so Vielschichtig....
Ja, denn auch Humor gehört für mich dazu!
Wenn ich über die dümmsten Dinge mit jemandem lachen kann, wenn schwarzer Humor kein Problem ist und man sich gegenseitig auch mal völlig bescheuert aufziehen kann, dann ist das für mich auch Nähe.
Nähe deshalb, weil man sich nur dann wirklich fallen lassen kann, wenn man nicht ständig Angst haben muss, beim anderen ein falsches Bild abzugeben!

Für mich ist Intimität, wo beide Menschen jederzeit sie selbst sein können und sich trotzdem dafür entscheiden, ein Stück ihres tiefsten Inneren miteinander zu teilen.
Intimität bedeutet für mich nicht, wie nah ich einem Menschen körperlich kommen kann….
Es bedeutet, wie viel ich von mir zeigen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass der andere mich danach anders sieht.

Das bedeutet Intimität für mich.

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Intimität ist sehr individuell, womöglich sind sexuelle Handlungen weniger intim als zwischenmenschliche Gespräche über bestimmte Themen. Meine Frau findet es weniger intim jemanden oral zu befriedigen als ihn mit Zunge zu küssen. (Gilt für mich übrigens auch) Ein Gespräch kann intimer sein als schneller Sex, kommt halt auf das Gesprochene an.

Am 7.10.2026 at 10:20, schrieb Hoppas66:

Ein schönes Thema. 👌

Intimität bedeutet für mich nicht nur körperliche Nähe. Es bedeutet auch, jemanden tief in meinen Kopf und meine Gedanken zu lassen, dorthin, wo nicht jeder Zutritt bekommt. Vielleicht ist genau das die intimste Form von Nähe. 🙂

Ganz spannender Beitrag. Ich habe vor Ewigkeiten mal einen Artikel gelesen, in dem es um „intellektuelle Intimität“ ging. Die wurde definiert als das Verstehen(-wollen) von Denkstrukturen - also einerseits als ernsthafte Neugier darauf, wie die Gedankenwelt des Gegenübers im Detail aussieht und das Offenlegen(-wollen) der eigenen Gedanken andererseits. Wirklich schöne, besondere Definition der Intimität, an die ich schon ewig nicht mehr gedacht habe. Danke für die Erinnerung, das freut mich gerade wirklich sehr. 🤗

Am 7.10.2026 at 06:50, schrieb Highlander4u:

Angeregt durch ein Thema (06.10.), zu dem ich von einer für mich sehr bewegenden Begegnung geschrieben habe, stelle ich die vielleicht auch etwas tiefgründigere Frage an euch, was Intimität für euch ist und was sie euch bedeutet...

Intimität heißt für mich in erster Linie Vetrauen, Fallen lassen, emotional an sich ran lassen, auch einmal schwach oder traurig sein zu dürfen, jemanden so nah heran zu lassen, dass man Verletzbarkeit zulässt.

Einfach allen Facetten Raum geben zu können,  bei sich, wirklich ich sein zu dürfen, ohne irgendwelchen Anforderungen oder Erwartungen genüge tun zu müssen. 

Schutzbarrieren, Schutzmechanismen vergessen zu können, dem Gefühl Raum geben, den Kopf beiseite legen zu können. 

(bearbeitet)

Da ich gestern spontan lange schaffen musste, komme erst jetzt zum Lesen eurer Blickwinkel - sorry - was ich gerade jedoch schon habe entdecken dürfen, klingt sehr spannend und interessant...

Vielen Dank für das Teilen eurer Gedanken...

Nachtrag:

Genau darum mag ich das Forum so sehr - ich hatte mich den Tag schon gefreut, eure Beiträge heute Abend zu lesen und war gespannt, was ihr an Gedanken teilen würdet und mögt... Absolut klasse...

Danke dafür...

bearbeitet von Highlander4u

Intimität ist für mich,wenn jemand neben mir auf dem Klo sitzt und wir über unterschiedliche Dinge reden.
Wenn sexuelle Praktiken gemacht werden, die nicht für alle interessant sind.
Wenn jemand immer mein Arsch leckt. 😉

(bearbeitet)

intimität kann viel sein und sicherlich variiert es auch ein stück weit von person zu person. ich finde der sexuelle aspekt ist definitv nicht die spitze des eisbergs. zusammen auf einer bank sitzen und sprechen kann sehr intim sein, genauso wie auf einer bank sitzen und zusammen schweigen. einer noch schlafende person noch einen kuss geben, bevor man das haus verlässt. jemandem authentisch das gefühl zu geben er kann frei sprechen ohne vorverurteilt oder überhaupt verurteilt zu werden, d.h. seinem gegenüber aufrichtig zu zeigen , man versucht zu verstehen (sich zu komplett zu öffnen und damit verletzlich zu machen ist ja kein kinderspiel). kleine, sanfte, dezente berührungen im alltag können sehr intim sein. the list goes on.... ps. mir fällt nebenbei immer wieder auf, dass das verhalten schon extrem variiert - wenn man z.bsp. mal sein umfeld anschaut. manche pärchen, die man seit 20 jahren kennt, hat man noch nie wirklich intim gesehen in der öffentlichkeit, kein grossartiges suchen von nähe, kein kuss etc. ... während andere sich ausnahmslos immer mit kuss begrüssen und auch sonst die eine oder andere intimität austauschen, wenn die situation grad passt. klar kanns mit kulturellen hintergrund (oder persönlicher präferenz: nicht in der öffentlichkeit) zu tun haben, aber bestimmt auch z.bsp. mit prägung im kindesalter (wie mit einem selbst umgegangen worden ist), oder vielleicht sogar genetische prädisposition. (wir sind ja alle gottseidank unterschiedlich geboren)

bearbeitet von steffstuff123
×
×
  • Neu erstellen...