Na**** Geschrieben Februar 12 Früher gab es keine Apps. Da war das Angebot beiderseits begrenzt. Man hat also Abstriche und Kompromisse gemacht. Und Menschen haben zusammengefunden. Und zwar ohne das der Algorithmus Größe, Gewicht, Körbchengröße oder Penislänge aussortiert hat. Heute suggeriert einem die App es gibt ja tausend andere mit denen ich was haben kann. Darum steigen die Ansprüche, die Kompromiss und damit Beziehungsfähigkeit verkleinert sich. Angeblich will hier jeder bumsen. Seltsam das man in allen Chaträumen Begrüßungsarien liest aber niemand irgendwem antwortet. Seite A steigert die Ansprüche, das sind meistens die Frauen und Seite B, meistens die Männer sehen es angesichts von nein Danke Button und Co nicht ein den Aufwand für eine nette Kontaktaufnahme zu machen. Und so werden alle immer unzufriedener. Just me 2 Cents zum Thema.
Luderwicht Geschrieben Februar 12 vor 5 Stunden, schrieb Nashman80: Früher gab es keine Apps. Da war das Angebot beiderseits begrenzt. Man hat also Abstriche und Kompromisse gemacht. Und Menschen haben zusammengefunden. Und zwar ohne das der Algorithmus Größe, Gewicht, Körbchengröße oder Penislänge aussortiert hat. Heute suggeriert einem die App es gibt ja tausend andere mit denen ich was haben kann. Darum steigen die Ansprüche, die Kompromiss und damit Beziehungsfähigkeit verkleinert sich. Angeblich will hier jeder bumsen. Seltsam das man in allen Chaträumen Begrüßungsarien liest aber niemand irgendwem antwortet. Seite A steigert die Ansprüche, das sind meistens die Frauen und Seite B, meistens die Männer sehen es angesichts von nein Danke Button und Co nicht ein den Aufwand für eine nette Kontaktaufnahme zu machen. Und so werden alle immer unzufriedener. Just me 2 Cents zum Thema. Jetzt frage ich mich, ab wann man beziehungs(un)fähig ist. 🤔 Erst einmal geht es um das Kennenlernen. Da stimme ich mit dir vollkommen überein. Ich verstehe aber auch die „Sorge“, ob es denn überhaupt wirklich passt, ob es noch etwas besseres gibt, … Gleichzeitig - das erlebe ich bei meinen Kindern und deren Umfeld - sind viele nicht bereit, für eine Beziehung alles aufzugeben. Absolviertes Masterstudium, keine Arbeit in der Umgebung, also Wegzug nach Weitweg. Fernbeziehungen sind möglich aber doof, der Freund möchte nicht mitkommen, weil er Arbeit hat. Und wenn man sowieso keinen Nachwuchs haben möchte, ist heiraten nicht zwingend notwendig. So ähnliche Situationen gibt es einige in deren Bubble. Andererseits sind meine Eltern nicht seit 61 Jahren verheiratet, weil es die große Liebe ist. Man wollte zusammen sein, ging nur wenn man verheiratet war und dann blieb man eben zusammen (Aussage meines Vaters!) Besteht die Beziehungsfähigkeit darin, dass beide überleben und sich jetzt im Alter nicht mehr so viel streiten?
Ma**** Geschrieben Februar 12 vor 23 Stunden, schrieb Silber-Frutti: Ich war über 20 Jahre verheiratet und denke von mir schon das ich beziehungsfähig bin. Jetzt bin ich aber schon lange alleine und habe hier eine Freundschaft + was ich jedoch nicht als Beziehung nennen würde, da es keinen Alltag gibt. Ich für meinen Teil möchte keine feste Beziehung mehr da ich den Freiraum behalten möchte. Prinzipiell würde ich sagen das sich Paare in der heutigen Zeit zu schnell trennen, doch ob man da von beziehungsunfähig sprechen kann wage ich zu bezweifeln. Das ist wohl wahr
Za**** Geschrieben Februar 12 Für mich haben Oberflächlichkeit und Unverbindlichkeit ausschließlich mit dem Charakter eines Menschen zu tun- eine App hat Keinen. Und für mich sind weder Affären noch sowas wie F+ oberflächlich und unverbindlich. Ich finde diese ständige Zuschreibung irgendwie entlarvend und kennzeichnend für diejenigen, die's ständig machen. Ist's lediglich Angst davor, dass es so sein könnte? Manchmal sollte man sich vielleicht seiner Angst stellen. Ist's Erfahrung, dann liegt's meist auch extrem an einem selbst. Dass man immer Sündenböcke, Verantwortliche für's eigene Versagen sucht, dass man nur allzugerne Vorteile in Anspruch nimmt und sich dann seiner Erfolge rühmt, geht etwas schief, sind immer andere schuld. Eine Beziehung- egal wie ich sie bezeichne, ist immer nur so gut, wie ich's selbst ermögliche, wozu ich bereit bin, wie ich mich drauf einlasse. Ich kann auch nicht ständig Frauen für Sex oder damit sie Zeit mit mir verbringen bezahlen, den Größzügigen, spendablen Hampelmann spielen und mich nachher drüber beklagen, was für Schlampen diese Frauen doch sind. Entweder ich lasse mich drauf ein- oder ich lasse es bleiben. Bei ner Affäre oder F+ kann ich genau wie in jeder anderen Form der Beziehung für mich klarstellen und festmachen, was Sache ist und was ich bereit bin zu machen, was ich mir wünsche. Und wenn's zusammen passt, mit den Vorstellungen meines Gegenübers, lasse ich mich halt drauf ein. Beide Beziehungen sind in der Regel zeitlich begrenzt, keine Versprechen für die Ewigkeit, es sind Zweckgemeinschaften- für mich im allerbesten Sinn. Es gibt keine Verträge, keine materiellen Verluste- für beide Seiten. Es erfordert maximale Charakterstärke von beiden Seiten, dass beide am Ende auch beide zufrieden und glücklich sind. Manche bringen's hin- meist wenn man v.a. intellektuell und auch charakterlich auf Augenhöhe ist. Wenn ich mir oft so anschaue, wie Beziehungen heute verlaufen, selbst Ehen, wo's irgendwie durch Kinder, materielle Besitztümer "Vertragsstrafen" gibt, wenn etwas nicht eingehalten wird... Wenn Beziehungen nur noch aus Verbindlichkeiten und Verpflichtungen funktionieren? Und Lust oft keinerlei Bedeutung mehr hat? Wo Ehen irgendwie nach Geschäftsbeziehungen aussehen? Ich bin mir sicher, dass manche Affären und F+ wesentlich weniger oberflächlich sind, als viele feste Beziehungen, sonst käm's ja gar nicht dazu. Manche Beteiligte einerAffäre wissen mehr über einander, als deren feste Partner. Dieses ständige Gejammere über böse Affären oder F+, ich weiß nicht. Warum ist man dann grade hier drin und nicht bei ner Heiratsagentur? Wenn man's nicht hinbringt ohne Verträge irgendwas zustande zu bringen, worüber man sich freuen und glücklich sein kann, glaube ich bringt auch das nichts. Meist kommen diese ständigen Nörgeler und Kritiker ja auch aus gescheiterten Beziehungen- und immer sind andere dran schuld. Obwohl diese Beziehungen ja offenbar so verbindlich und verpflichtend, so gar nicht oberflächlich sondern tiefgründig waren? Ich weiß nicht, ob's dann Sinn macht ner App die Schuld zu geben, für mich zeigt's deutlich, wer Verantwortung trägt und selbständig genug für sein Leben ist und wer unfähig dazu ist. Es ist ungefähr so, wie wenn man zu dämlich ist 1+2 zu rechnen, es dann evtl. falsch in den Taschenrechner tippt und dann sagt- der Taschenrechner ist schuld am falschen Ergebnis. Aber zum Glück gibt's für die ganz besonderen Geistesgrößen jetzt ne KI, der man am Ende die Verantwortung für sein armseliges Leben geben kann...
My**** Geschrieben Februar 12 Für fehlende soziale Kompetenzen mache ich weniger Dating-Apps oder soziale Medien verantwortlich, sondern eher ein Versagen der Erziehungsverantwortlichen. Allgemein denke ich, dass Beziehungsunfähigkeit als Phänomen immer existent war. Nur das es zu unterschiedlichen Zeiten, unterschiedlich sichtbar.
Al**** Geschrieben am Samstag um 06:56 Donnerstag um 19:02, schrieb Myrff: Für fehlende soziale Kompetenzen mache ich weniger Dating-Apps oder soziale Medien verantwortlich, sondern eher ein Versagen der Erziehungsverantwortlichen. Allgemein denke ich, dass Beziehungsunfähigkeit als Phänomen immer existent war. Nur das es zu unterschiedlichen Zeiten, unterschiedlich sichtbar. Ein der schlausten Beiträge 🪅
Mr**** Geschrieben am Samstag um 17:00 Das ist kein Generationsproblem sondern ein aktuelles, ein Kontextuelles Problem. Die hauptursache liegt in Social Media. Früher haben sich Menschen regional verglichen. Mit dem Nachbarn oder dem Kollegen. Heute wird international verglichen, hinzukommend, die ganzen Influenzer die Status vermitteln wollen, ohne überhaupt je welchen gehabt zu haben. Daran messen sich Menschen heute, erheben Ansprüche ohne diese selbst erfüllen zu können aber in der Hoffnung, und im glauben den richtigen zu finden, das ein anderer einem mit nach oben nimmt. Bescheidenheit war gestern, heute ist nur noch Flexen wichtig. Und auf diesen Status, und der Wegwerfgesellschaft, färbt dieses auf alle Modelle einer Partnerschaft oder Beziehung ab. Bringt es der andere nicht mehr oder es kommt ein besserer, ist der alte halt entbehrlich. Status steht an der Spitze, nicht mehr der Mensch. Und das spaltet die Menschen, grob, in drei Kategorien. Diejenigen, die sich zurück ziehen, kein Bock auf sowas haben. Die anderen, die sich vermeintlich im Statusbereich zugehörig fühlen und die letzteren, die selbst zu nichts in der Lage sind und eben darauf warten das Mr/Mrs Status an der Tür klingeln oder auf tiktok eine Nachricht schreiben "hier bin ich und nehm dich mit nach oben, du musst auch nichts weiter tun als gut auszusehen". Das ist so mein grober Überblick des epochalen Geschehens. Peace
Sw**** Geschrieben am Sonntag um 15:34 Ich lerne hier überhaupt keine Frau kennen, da niemand Interesse hat
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