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Wie viel „Szene“ braucht man, um BDSM gesund auszuleben?


CAT-IS-BACK

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CAT-IS-BACK

Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt:Braucht es für einen „gesunden“ Umgang mit BDSM unbedingt Szene-Anbindung, Stammtische, Workshops und feste Community-Regeln – oder reicht persönliches Vertrauen zwischen zwei (oder mehreren) Beteiligten?

Viele betonen ja, wie wichtig Austausch, Aufklärung und ein gemeinsamer Kodex sind. Andere leben ihre Dynamiken komplett privat und sagen: Solange Kommunikation, Consent und Vertrauen stimmen, braucht es keine Szene im Hintergrund.

Wie seht ihr das?
Habt ihr von Community eher profitiert – oder euch dadurch auch schon eingeschränkt gefühlt?

Softe-Harte-Hand
vor 3 Minuten, schrieb CAT-IS-BACK:

Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt:Braucht es für einen „gesunden“ Umgang mit BDSM unbedingt Szene-Anbindung, Stammtische, Workshops und feste Community-Regeln – oder reicht persönliches Vertrauen zwischen zwei (oder mehreren) Beteiligten?

Viele betonen ja, wie wichtig Austausch, Aufklärung und ein gemeinsamer Kodex sind. Andere leben ihre Dynamiken komplett privat und sagen: Solange Kommunikation, Consent und Vertrauen stimmen, braucht es keine Szene im Hintergrund.

Wie seht ihr das?
Habt ihr von Community eher profitiert – oder euch dadurch auch schon eingeschränkt gefühlt?

Was ist bei dir BDSM an kann ihn komplett ohne Erfahrung ausleben aber es gibt Bereiche im BDSM da sollte man sich langsam rantasten und BDSM alsmspiel zu zweit ist doch eh ein herrantatsten an die Grenzen des gegenüber um diese zu erweitern 

Du beschreibst eigentlich schon sehr präzise die Spannung in dieser Frage – und darin steckt der Kern der Debatte.

Wenn man deine Ausgangsfrage wörtlich nimmt („Braucht man eine Szene, um BDSM ausleben zu können?“), dann ist „Nein“ tatsächlich eine haltbare Antwort: Man kann BDSM auch privat, paarintern oder mit einzelnen vertrauten Personen leben, ohne je einen Stammtisch, Club oder Workshop zu besuchen oder sich als „Teil der Szene“ zu verstehen.

Gleichzeitig benennst du aber genau das, was in der Praxis oft entscheidend ist:
Nicht „Szene“ als Selbstzweck ist wichtig, sondern Wissen, Reflexion, Kommunikation, Einvernehmlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Und dafür ist die organisierte BDSM-Community für viele Menschen schlicht der verlässlichste Ort, weil sie:

  • Zugang zu Informationen und Aufklärung bietet,

  • Erfahrungswissen weitergibt,

  • safer-sex/safer-play-Standards etabliert,

  • Räume schafft, in denen man Fragen stellen kann, ohne ausgelacht zu werden,

  • und problematisches Verhalten eher sichtbar macht.

Übrigens, die selbsternannten „Doms/Mastern“, die mit wenig Wissen und viel Ego unterwegs sind, wird innerhalb der Szene übrigens häufig ähnlich formuliert. Gerade viele Stammtische und Workshops existieren genau deshalb: um Anfänger*innen zu schützen und Mindeststandards zu vermitteln.

Man könnte es also so zuspitzen:

  • Braucht man „die Szene“?  Nein.

  • Braucht man das, was die Szene idealerweise bietet (Bildung, Austausch, Verantwortung)?  Aus meiner Sicht: ja, sehr oft.

 

Meiner Meinung.

Eine Notwendigkeit sehe ich grundsätzlich nicht für mich/uns, in persona Veranstaltungen beizuwohnen, um unser BDSM zu leben. Sich mit der Thematik auseinander zu setzen geht ja auch ganz gut online, auf adäquaten Plattformen* und Gruppen oder via PM, wenn es persönliche Ansprechpartner*innen gibt. 

*Zumindest, wenn die entsprechende Community sich nicht gerade in Grabenkämpfen, Begriffs- Definitionskriegen, Neigungs- Bashing, Dom- Olympiade und Absolutheitsanspruch gegenseitig die Zeit stiehlt/stehlen lässt.

 

Wenn es um ein Erlernen von konkreten Techniken geht, finde ich allerdings Workshops eine gute Idee. Da konnte ich meine Haltung ändern, in meinem Fall in Bezug auf Seilfesselungen, da haben sich meine Ansprüche auch massiv verändert. 

Eine 1:1 Einführung in Fireplay fand ich auch unglaublich hilfreich, bei tiefergehenden subkutanen Ausflügen würde ich mich auch lieber fachgerecht vorbereitet wissen, während mehr oder minder oberflächliches Knifeplay sich mMn.mit handelsüblichem Menschenverstand bewerkstelligen lässt. 

In der (geschützten) Öffentlichkeit agiere ich stellenweise anders als im geschützten privaten Rahmen, das erhöht die Vielfalt auf angenehme Weise.Und wenn sich der Tunnelblick einschaltet, wird der Ort bekanntermaßen ja eh eher nebensächlich. 

 

Profitiert habe ich auf jeden Fall von Communities, und sei es, zu sehen, wie es besser nicht gemacht werden sollte. 

Da unser persönliches BDSM häufig eine recht starke, sexuelle Konnotation hat, könnte ich mich durchaus durch eine als mehrheitlich wahrgenommene Ablehnung dessen eingeschränkt fühlen. Das halte ich aber gerne aus und bislang hat jede Clubnacht in einem vertrauten Bett geendet.

Grundsätzlich braucht man die Szene nicht wenn die Mitspieler sich mit dem Thema auskennen. Da gibt es viele die das behaupten aber im Endeffekt keine Ahnung davon haben. Das kann dann durchaus gefährlich werden.

Scene? Nö, brauche ich nicht. Es nett sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, aber dafür brauche ich keinen Stammtisch, Scene oder sonst was. Ein paar vertraute Menschen reichen aus.
Auf der anderen Seite ist es für manche Leute vielleicht auf irgendwie gut zu wissen, dass die Leute die damit umgehen nicht wenige sind und man mit gewissen Vorlieben nicht alleine ist. Es ist ja doch noch etwas ein Tabuthema in vielen Kreisen.

Vor 22 Stunden, schrieb Oxytoxi3000:

Eine Notwendigkeit sehe ich grundsätzlich nicht für mich/uns, in persona Veranstaltungen beizuwohnen, um unser BDSM zu leben. Sich mit der Thematik auseinander zu setzen geht ja auch ganz gut online, auf adäquaten Plattformen* und Gruppen oder via PM, wenn es persönliche Ansprechpartner*innen gibt. 

*Zumindest, wenn die entsprechende Community sich nicht gerade in Grabenkämpfen, Begriffs- Definitionskriegen, Neigungs- Bashing, Dom- Olympiade und Absolutheitsanspruch gegenseitig die Zeit stiehlt/stehlen lässt.

 

Wenn es um ein Erlernen von konkreten Techniken geht, finde ich allerdings Workshops eine gute Idee. Da konnte ich meine Haltung ändern, in meinem Fall in Bezug auf Seilfesselungen, da haben sich meine Ansprüche auch massiv verändert. 

Eine 1:1 Einführung in Fireplay fand ich auch unglaublich hilfreich, bei tiefergehenden subkutanen Ausflügen würde ich mich auch lieber fachgerecht vorbereitet wissen, während mehr oder minder oberflächliches Knifeplay sich mMn.mit handelsüblichem Menschenverstand bewerkstelligen lässt. 

In der (geschützten) Öffentlichkeit agiere ich stellenweise anders als im geschützten privaten Rahmen, das erhöht die Vielfalt auf angenehme Weise.Und wenn sich der Tunnelblick einschaltet, wird der Ort bekanntermaßen ja eh eher nebensächlich. 

 

Profitiert habe ich auf jeden Fall von Communities, und sei es, zu sehen, wie es besser nicht gemacht werden sollte. 

Da unser persönliches BDSM häufig eine recht starke, sexuelle Konnotation hat, könnte ich mich durchaus durch eine als mehrheitlich wahrgenommene Ablehnung dessen eingeschränkt fühlen. Das halte ich aber gerne aus und bislang hat jede Clubnacht in einem vertrauten Bett geendet.

Aus Interesse, habt ihr den Rope Workshop seinerzeit gemeinsam besucht?

BDSM kann jeder ohne Szene ausleben und erleben

Dei Szene, wie immer sie sein mag, bietet die Möglichekeiten, den  Horizont zu erweitern, Gleichgesinnte kennenzulernen, Informationsaustausch.

Ob eine Szene benötigt wird darf jeder für sich entscheiden.

vor 58 Minuten, schrieb LordOfKnots:

 

Aus Interesse, habt ihr den Rope Workshop seinerzeit gemeinsam besucht?

Mit meiner jetzigen Partnerin, ja. Mehrere. Ich habe mir vorher unterstellt, Shibari wäre nichts für mich, weil zu kompliziert aber auch zu statisch.Ist natürlich beides Quatsch.

 

Vor 20 Minuten , schrieb Oxytoxi3000:

Mit meiner jetzigen Partnerin, ja. Mehrere. Ich habe mir vorher unterstellt, Shibari wäre nichts für mich, weil zu kompliziert aber auch zu statisch.Ist natürlich beides Quatsch.

 

Danke für die Info. Ich für meinen Teil würde grundsätzlich behaupten, da ganz vernünftig unterwegs zu sein… Backup Lösung bisher nie gebraucht, merke aber immer eine gewisse Blockade, wenn mein Gegenüber unerfahren ist und es zur Suspension übergeht.
Der Vertrauensvorschuss ehrt mich zwar, aber das ganze zuvor vielleicht in Rahmen eines Workshops anzugehen, könnte es ggf. entspannter machen.

Selbigen habt ihr über den Club mit J gefunden?

(bearbeitet)

Jein. Wir haben glaube ich bei einem halböffentlichen Fesseltreff von der einen Schule gehört, 1x Schnupperkurs, einmal WE Workshop, weiterhin bei der Fesseltreff-Location einige Halbtagsworkshops den ein  Instructor dort regelmäßig unregelmäßig gibt.

Den Fesseltreff habe ich bei J gefunden, korrekt.

 

Hast du Vorbehalte bei unerfahrenen Rope- bottoms, oder die Bunnies in Sachen Suspension?

Was hält dich davon ab, am Boden zu bleiben?

(Ich habe meine, (die ich exklusiv fessele) nicht oft suspended, ich wüsste gar nicht, ob ich dieses krasse Miteinander mit Menschen erleben wollen würde, wo keine so tiefe Bindung besteht 😃.)

 

Für Infos in Sachen Schule kannst du gern via PN fragen,wenn du magst.

 

 

bearbeitet von Oxytoxi3000
Am 5.2.2026 at 11:02, schrieb CAT-IS-BACK:

Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt:Braucht es für einen „gesunden“ Umgang mit BDSM unbedingt Szene-Anbindung, Stammtische, Workshops und feste Community-Regeln

Nein, ganz im Gegenteil, in der "Szene" sind fast nur noch "Rollenspieler".

vor 12 Minuten, schrieb Gloryhole_:

Nein, ganz im Gegenteil, in der "Szene" sind fast nur noch "Rollenspieler".

So wahr, einfach nur noch nervig. Besonders im Internet, 99% der angeblich devoten Männer sind "ich wünsche mir was Sklaven".

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