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Sex mit wenigen Tabus


ro****

Empfohlener Beitrag

Vor 3 Minuten , schrieb FrenulumLinguae:

Nein. Es ist umgekehrt. Wissenschaftlich belegt ist, dass alle Menschen von Geburt an Tabus haben. Diese können sich aber im Laufe des Lebens verändern.

Es ist völlig normal, dass es Dinge gibt, die man absolut nicht will. Das sagt nicht nur die Wissenschaft, das sagt schon der gesunde Menschenverstand.

Tabus beruhen auf einem stillschweigend praktizierten gesellschaftlichen Regelwerk bzw. einer kulturell überformten Übereinkunft. Wie hat man die denn ab Geburt an?

Nacktheit ist für Kinder noch etwas ganz Normales, das hat aber nichts mit Sexualtrieb zu tun. Das entwickelt sich erst später - kommt auch auf die Erziehung an, wie natürlich mit Nacktsein in der Familie umgegangen wird.

Erlernen! Es ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber mit Sicherheit sind wir nicht von Geburt an mit der Sexualität vertraut. Sonst würden alle die gleichen Vorlieben haben, man bräuchte keine Aufklärung, Pornos wären überflüßig und und und

(bearbeitet)

Ich denke, dass die meisten mit einem gesunden Geist zur Welt kommen. Das inkludiert auch den potentiellen späteren Umgang mit Sexualität. Und ich denke, dass der Umgang mit der eigenen Sexualität mit dem Zustand der eigenen Psyche einhergeht. Auch im Umgang mit Sexualität kommen Respekt und Empathie zum Ausdruck die wiederum Wünsche und auch Tabus hervorbringen. Was im Laufe unseres Lebens mit unserer Psyche geschieht, haben wir nur bedingt in der Hand. So können sich sehr individuell Wünsche entwickeln, die die einen als normal und andere als absurd betrachten werden. D.h., Tabus ergeben sich aus Ideen oder Wünschen heraus, die andere vielleicht gar nicht haben.

bearbeitet von GreyC
Anonymes-Mitglied-2

Der unbefangene Umgang mit Sexualität folgt auf den Verlust des Selbstwertes.

Du bist von Geburt an mit nichts vertraut, besonders nicht unbefangen. Alles wird erlernt, auch die Sexualität.

Wie soll ein unbefangener Umgang mit der Sexualität zusrande kommen, wenn sofort nach der Geburt die Erziehung beginnt - die meist lebensfeindlich ist und kirchlichen, gesellschaftlichen und staatlichen Regeln unterworfen wird...

vor 2 Minuten, schrieb supermasseurHH:

- die meist lebensfeindlich 

Es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen machen musstest. 

vor 16 Minuten, schrieb SuppenkOma:

 

Irgendwas von Geburt an, dann noch Sex oder keinen Sex. Dazu kommt noch diese merkwürdige Überschrift mit den Tabus, was auch immer die damit zu tun haben. Hier im Forum könnte man oft meinen, dass Tabus etwas ganz Schlimmes seien. Wenn mir jemand damit kommt, er sei absolut tabufrei, mach ich jedenfalls einen größtmöglichen Bogen um ihn.
Ich persönlich halte Tabus für selbstverständlich und finde eher Menschen befremdlich, die möglicherweise überhaupt keine haben.

Eine sehr gute Einstellung! Ich kann auch sehr gut mit meinen Tabus leben.

(bearbeitet)
vor einer Stunde, schrieb romaric123:

Sind wir von Geburt an mit einem unbefangenen Umgang mit Sexualität vertraut oder ist es etwas, das wir erlernen?

Keine Ahnung.

Is' mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal, hab mir nie Gedanken darüber gemacht weil es meiner Meinung nach wichtigeres im Leben gibt worüber ich mir nen Kopp machen sollte.

bearbeitet von Anonymes_Mitglied666
¯\_(ツ)_/¯

Ich denke, die Natur hat uns alles mitgegeben, was letztendlich zur Fortpflanzung benötigt wird.
Die Lust auf Sex hat sicjer seinen Grund ;)
Erst die Erziehung, Kirche usw., lehrt uns Scham und "das tut man nicht", so dass wir auch manchmal verklemmt erscheinen.
Allein die Tatasche, wieviele Männer (und wahrscheinlich auch Frauen) Bi sind und dies zuhause verschweigen müssen macht schon etwas nachdenklich.

Sexualität wird nicht in die Wiege gelegt, jeder Mensch muss es lernen sie auszuleben. Verschiedene Wünsche und Empfindungen prägen den eigenen Hang zu Lust und Erotik.
Diese Erfahrungen macht jeder für sich allein im Laufe des Lebens.

Von Geburt an? Da glaub ich genauso wenig dran an das Wahlrecht für Babies selbst zu entscheiden wann sie gewickelt werden möchten😅

(bearbeitet)

Jeder Mensch ist ein Individuum, selbst wenn es viele Parallelen gibt. Manche Dinge haben wir in den Genen, andere lernen wir, wieder andere werden durch unsere Reaktion (individuell) auf unser Umfeld und unsere Rückschlüsse (individuell) auf unsere Erfahrungen geprägt. 

Wir kommen mit Veranlagungen auf die Welt. Die meisten werden wohl verkannt, andere werden gefördert, manche versucht man zu unterdrücken, beziehungsweise in andere Kanäle oder auf andere Gleise zu lenken, wenn sie für unser Umfeld unbequem sind.

Nacktheit ist natürlich, aber ein Eskimokind würde auf ganz natürliche Wiese sehr schnell erfrieren, wenn es nackt bliebe. Aus der "natürlichen Nacktheit" ein Konstrukt herbei zu definieren, dass alles was nicht nackt und "sexuell frei" ist, moralistische böse Erziehung und gesellschaftliche Prägung ist, scheint mir daher stark vereinfacht.

Wir kommen auch mit bestimmten köperlichen Anlagen auf die Welt, die uns manches vereinfachen und andere Dinge schier unmöglich machen. Die einen wachsen schnell und überdurchschnittlich hoch und legen leicht Muskelmasse zu, andere tendieren zu anderen Körperformen. 

Es wird noch sehr lange so sein, dass man nicht alles darf, was man kann, nicht alles will was man darf. Und längst nicht alles was ich nicht will, wurde mir durch Erziehung madig gemacht. Mein Charakter wurde mir auch mitgegeben. Das hat bis hier nichts mit Tabus oder Befangenheit zu tun.

Zu welchem Detail will der TE unsere Meinung wissen und was meint der TE selbst zu seinem Thema?  Vetraut, wie da im Eingangspost steht, kann man mit dem Sex meiner Meinung nach bei der Geburt auf jeden Fall nicht sein. Noch nicht einmal mit der Theorie. Nicht umsonst spricht man von der sexuellen Reife ( nicht gleichzusetzen mit Vertrautheit) erst viel viel später im Leben.

bearbeitet von Georg-FR
vor einer Stunde, schrieb romaric123:

Sind wir von Geburt an mit einem unbefangenen Umgang mit Sexualität vertraut oder ist es etwas, das wir erlernen?

Nein, es ist uns nicht in die Wiege gelegt, an jeder Straßenlaterne zu ficken.

(bearbeitet)
vor 38 Minuten, schrieb Schmied81:

Tabus beruhen auf einem stillschweigend praktizierten gesellschaftlichen Regelwerk bzw. einer kulturell überformten Übereinkunft. Wie hat man die denn ab Geburt an?

Du solltest, wenn du schon von wissenschaftlicher Belegbarkeit sprichst, nicht stumpf die Wikipedia zitieren, noch dazu nur einen Satz, der dir genehm erscheint.

Alle Menschen haben eine natürlich Veranlagung, bestimmte Dinge zu wollen und bestimmte Dinge nicht zuzulassen. Du selbst hast Vorlieben und Abneigungen. Solcherlei hattest du von Geburt an, hast sie aber im Laufe deines Lebens in Teilen verändert. Zu den Dingen, die Menschen ablehnen, gehören aus eigenem Schutz ganz natürlich auch bestimmte Dinge, die allgemein als Tabu gelten. Auch ohne das Wissen um ein existierendes "gesellschaftlich akzeptiertes Regelwerk" lehnt ein Mensch also bestimmte Dinge ab. 

Viele gesellschaftliche Tabus entstammen aus genau dieser grundsätzlich in Menschen verankerten Ablehnung. Die Gesellschaft hat sich diese Regel dann nicht ausgedacht, es begründet sich stattdessen durch das gemeinsame Empfinden der Mehrheit, die dies ablehnt.

Es gibt sicherlich auch Tabus, die anders 'konstruiert' wurden, aber das ist eben nicht durchweg so. Es gibt eben von Geburt ganz persönliche "Tabus", die sich in das Tabu einer Gesamtgesellschaft einfügen.

 Du hattest ja direkt auf die Frage im Startbeitrag geantwortet:

vor 1 Stunde, schrieb romaric123:

Sex mit wenigen Tabus
Sind wir von Geburt an mit einem unbefangenen Umgang mit Sexualität vertraut

Natürlich sind wir das NICHT!
Säuglinge haben natürlich sexuelle Tabus, die nicht nur unseren gesellschaftlichen Tabus (stillschweigend) entsprechen, sondern darüberhinaus auch gesetzlich verankert wurden.

Ganz allgemein zielt der TE nicht mal auf gesellschaftliche Tabus, sondern auf individuelle, also was ein Individuum als Tabu empfindet. Und da gelten meine Ausführungen noch mal deutlich strikter.

bearbeitet von FrenulumLinguae

Ich denke.das Alter, der/die eigenen Sexualparter, die Erziehung, die eigene innere Einstellung insgesamt zu Sexualität kann Einfluss darauf haben.

Was/Welche Dinge für einen schöne/positive/ gute Sexualität ausmacht, muss man selbst definieren und danach leben.

Je mehr man mit sich und der Welt im Reinen ist, desto besser ist es in meinen Augen möglich gute, unbefangene Sexualität zu erleben

Der passende Partner spielt dahingehend eine Hauptrolle.
Es gibt nichts Schöneres, als sich in der Sexualität mit einem Menschen wohlzufühlen.

Ich finde auch, auf die Partnerin/den Partnerin (Wünsche, Vorlieben, Träume, Tabus usw.) einzugehen, macht Sexualität insgesamt entspannter und unbefangener.

Wenn man sich selbst und den Partner gut findet, ist Sexualität nichts Abstraktes , sonder fügt sich Sexualität ins eigene Leben ein.

vor einer Stunde, schrieb romaric123:

Sind wir von Geburt an mit einem unbefangenen Umgang mit Sexualität vertraut oder ist es etwas, das wir erlernen?

Also "von Geburt an" schon mal gar nicht! 

Die "natürliche" Sexualität dürfte recht simpel sein, da sie zwei Ziele verfolgt.

Zum einen natürlich die Fortpflanzung - also Penis+Vagina Ende. Wie bei den meißten Tieren dieses Planeten. Aber "unbefangen" natürlich. Alle Moral hat uns seit über tausend Jahren die Kirche eingeprügelt 

Zum anderen die soziale Komponente. Menschen sind Gruppentiere, alleine nicht überlebensfähig (in prähistorischer Zeit) zum Gruppenzusammenhalt dient Sex. Hierbei ist dann auch Zärtlichkeit wichtig und eben auch oral oder anal als Möglichkeiten für gleichgeschlechtlichen Sex durchaus natürlich. Es soll positive Gefühle erzeugen - Liebe? - die die Gruppenmitglieder dazu bringt, für einander zu sorgen. Wurde natürlich durch einführung von Monogamie und Religion unterdrückt und verteufelt. 

Alles andere, gerade auch BDSM, sind zum einen der menschlichen Abstraktion ("Was geht überhaupt alles?") und zum anderen vor allem der "Langeweile" geschuldet. In der heutigen Zeit haben Menschen viel Freizeit, müssen nicht permanent ums Überleben kämpfen und sind auch mit der Arbeit nicht ausgelastet. Oder anders gesagt, wenn vor 200 Jahren jemand nach 10 Stunden Feldarbeit oder in der Fabrik gearbeitet hat, war er glücklich, wenn  es abends noch 10 min Sex vorm Einschlafen gab. Heute haben die Menschn mehr Zeit und kommen auf die verrücktesten Ideen. Oder lassen sich diese von der profitorientierten Pornoindustrie einreden.

Auch wird die soziale Isolierung immer größer. Wie gesagt, der Mensch ist ein Gruppentier. Monogamie gibt es ja (leider) schon lange, aber vor 100 Jahren war es durchaus üblich sein komplettes Umfeld mit Freunden, Vereinen etc zu behalten, wenn man heiratete. Heute geben viele Menschen ihr Umfeld für den Partner auf, was trotz Liebe und Partnerschaft zu Einsamkeit führt. "Irgendwas fehlt!" Und oft glaubt man, dass es die Sexualität ist. Da muss doch noch mehr gehen! Irgendwas muss doch noch geiler sein! (Und letztlich das Loch stopfen - im wahrsten Sinne des Wortes - das der Verlust der sozialen Gemeinschaft hinterlassen hat) vieles, was hier so diskutiert wird, ist eher "unnatürlich", aber solange sich zwei (oder mehr) finden, die das freiwillig zusammen machen wollen, ist alles in Ordnung. 

vor 11 Minuten, schrieb Georg-FR:

Nicht umsonst spricht man von der sexuellen Reife

Was genau heißt denn sexuelle Reife? Endlich das geworden, was die Gesellschaft beabsichtigt?

vor 7 Minuten, schrieb supermasseurHH:

Was genau heißt denn sexuelle Reife? Endlich das geworden, was die Gesellschaft beabsichtigt?

Fortpflanzungsfähigkeit, die die meisten von uns ereilt, egal, was die Gesellschaft will oder für uns beabsichtigt. 

Ich denke die sexuelle Unbefangenheit entwickelt sich im Muster einer Parabel.

Von ganz oben bis zum Tiefpunkt und anschließend ist letztlich jeder selbst für den Verlauf der eigenen Kurve verantwortlich.
Wie offen man selbst dafür ist.
Wie empfänglich man Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen ist.
Und inwiefern man bereit ist Ratschläge anzunehmen.

Ich habe keine Ahnung, warum ich mich einst wie so viele vor dem eigenen Sperma geekelt habe. Es steht weder irgendwo etwas derartiges geschrieben, noch ergibt es einen Sinn.

Eines Tages hatte ich eine Freundin die ich geleckt habe, bis sie gekommenen ist. Und im Gegensatz zu den vorherigen Freundinnen wollte sie direkt danach mit mir knutschen um sich selbst zu schmecken.

Ich habe keine Ahnung, ob sie das wirklich anmachte oder ob sie es tat um mich aufzugeilen. Es erfüllte seinen Zweck. Und in dem Moment musste ich auch nicht mehr darüber nachdenken, ob es ok ist mit ihr zu knutschen, nachdem sie mir gerade einen geblasen hatte.

Seit dem Moment war Sex für mich wesentlich entspannter, geiler und vertrauter. Weil Hemmungen weggewischt worden waren, die nie eine wirkliche Existenzberechtigung besessen hatten.


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