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Miteinander reden


En****

Empfohlener Beitrag

Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Miteinander reden:

So leicht und doch so schwer. Das wird immer als Allheilmittel angeboten und im Prinzip stimmt es ja auch. "Sprechenden Menschen kann geholfen werden"

Aber wie redet man richtig?

Ich hatte irgendwo mal gehört, dass man 1 Mal im Monat ein "Beziehungsgespräch" führen sollte. Eigentlich finde ich die Idee super.

Wenn hier im Forum "miteinander reden" angeraten wird, heißt es oft, "setze Bedürfnisse durch", "setze ein Ultimatum" etc.

Sowas kann man bei einfachen Dingen machen, wie "nasses Handtuch" aufhängen. Wir sind hier aber nicht bei der Kindererziehung, sondern bei einer Partnerschaft, oder? Da sind ja auch die Wünsche ganz andere, als "Regeln zu befolgen."

Partnerschaftliche Zweisamkeit kann man sich wünschen, aber nicht erwarten. Dazu gehören immer noch zwei Personen, die ihre eigenen Wünsche und Grenzen habe.

Wie sähe so ein monatliches Beziehungsgespräch aus? Wichtig ist immer loben! Was war besonders schön, was könnte man öfter machen? Was wünsche ich mir? Was liebe ich besonders an Dir? Was kann man verbessern?

Eine Beziehung ist ja schon etwas sehr intimes und ich finde, dass man dann auch über bestimmte Dinge reden können sollte. Z.B. über Sex. Aber doch bitte nicht als "Du musst jetzt 3 Mal die Woche zur Verfügung stehen und wenn nicht, dann trenne ich mich oder ficke fremd". Das wird doch niemals eine harmonische vertrauensvolle Beziehung aufrecht erhalten können.

Reden Menschen über Sex? Über Dinge, die sie sich wünschen, die man verbessern könnte? Reden Menschen über ihre eigenen Gefühle oder artet es vorwiegend in Vorwürfen aus?

Was haltet Ihr von einem monatlichen Beziehungsgespräch und was und wie würdet Ihr es ansprechen?

 

 

Reden ist das A&O einer Beziehung 

  • 1 Monat später...
Montag um 05:16, schrieb erfurt63817:
Sagt mal wenn ein Mann älter ist, toll und wenn eine Frau älter ist,Fremdschämen?

Das kommt darauf an ..im Licht oder im Dunkeln?

Montag um 05:16, schrieb erfurt63817:
Sagt mal wenn ein Mann älter ist, toll und wenn eine Frau älter ist,Fremdschämen?

Nein, dann kommen die, die sagen "ich stehe auf reifere. :)

Am 28.9.2025 at 17:59, schrieb MichaelW0815:

Reden ist das A&O einer Beziehung

Deswegen ist es taubblinden Menschen auch untersagt, Beziehungen einzugehen. Die Beherrschen ja nicht mal das A&O ...
*ironieoff*

Einmal im Monat nicht, eher so einmal alle 2 oder 3 Monate. Aber, ja, es ist wichtig. Wichtig ist auch, dieses ohne störende Einflüsse oder Zeitdruck. Und das schließt auch ein, das man dabei nicht unbedingt im Bett liegt und womöglich auf dumme Gedanken kommt. 

Wenn man es ein paar Mal gemacht hat, fällt es leichter.

Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Wie sähe so ein monatliches Beziehungsgespräch aus? 

Was haltet Ihr von einem monatlichen Beziehungsgespräch und was und wie würdet Ihr es ansprechen?

Ich würde meinen Partner auslachen wenn er mir damit ankommen würde :clapping:

Wir reden den Tag über mehr miteinander als mache andere Paare in der ganzen Woche

Viel wichtiger, wir hören uns zu und interessieren uns für die Dinge die der Partner macht

Da muss man nichts reden, da bekommt man mit ob etwas nicht stimmt oder ob es eben läuft

Viele Paare reden miteinander, aber sie reden aneinander vorbei und trauen sich nicht das zu sagen was sie denken

 

Gerade eben, schrieb Wifesharing-Forever:

Da muss man nichts reden, da bekommt man mit ob etwas nicht stimmt oder ob es eben läuft

Aber muss man da nicht auch hinterfragen?

vor 1 Minute, schrieb Enja781:

Aber muss man da nicht auch hinterfragen?

Ja, sobald man bemerkt das etwa snicht stimmen könne, aber damit wartet man doch dann keine 3 Wochen 

bis das Thema beim "Beziehungsgespräch" auf den Tisch kommt

Bei uns ist das eh alles ganz anders als bei vielen anderen Paaren, wir sehen uns 24/7 

Da sollte man sich so gut kennen das man am Augenaufschlag des Partners erkennt wie es ihm geht ;)

 

 

vor 7 Minuten, schrieb Wifesharing-Forever:

Ja, sobald man bemerkt das etwa snicht stimmen könne, aber damit wartet man doch dann keine 3 Wochen 

bis das Thema beim "Beziehungsgespräch" auf den Tisch kommt

Bei uns ist das eh alles ganz anders als bei vielen anderen Paaren, wir sehen uns 24/7 

Da sollte man sich so gut kennen das man am Augenaufschlag des Partners erkennt wie es ihm geht ;)

 

 

Ja, ich stimme zu und dann noch das ABER :)

Bisher bin ich hin und hergependelt und dann haben wir halt telefoniert. Da kamen auch manche Themen auf den Tisch,  was  man sich "besser" wünschen würde, wo Ängste sind,  wo Unterstützung gebraucht wird. O.ä.

Bei mir braucht sowas immer Zeit und Reflexion. Die Überlegung, was ich stattdessen möchte, ob ich damit umgehen kann, ob ich das so sagen darf, ob ich ihn einschränken würde o.ä.

Ich brauche da etwas mehr Zeit, weil ich den Andern immer so lasse, wie er ist. Allerdings entwickeln sich dann ja Wünsche. 

Danke, dass Du mich daran erinnerst :)

Am 2.12. ist der Umzug und er findet "Beziehungsgespräche" okay, weil es nichts gibt, was dagegen spricht.

Und wenn man das zelebriert, z.B. raus in die Natur, Sterne gucken, Wohlfühlatmosphäre, miteinander redet, freundlich, liebevoll und ehrlich.

Ich mag das :) Ich mag auch die Idee.

Es gibt bestimmte Gefühlslagen, in denen man an vielleicht lieber kurz ruhig sein sollte.

Es soll ja auch nicht heißen, dass man sonst nichts sagt! Sondern, dass es eine "Miteinanderzeit" gibt, in der man sich richtig Zeit füreinander nimmt. Und wenn es dann "nur" Sex ist 🤣, oder Sterne gucken, weil sonst alles super ist.

Ich mag die Vorstellung eines Termines, mit der Absprache ehrlich zu sein. Und vorher hat man Zeit sich selbst zu reflektieren..

 

 

vor 10 Minuten, schrieb Enja781:

Bisher bin ich hin und hergependelt und dann haben wir halt telefoniert. 

Ich brauche da etwas mehr Zeit, weil ich den Andern immer so lasse, wie er ist. Allerdings entwickeln sich dann ja Wünsche. 

Am 2.12. ist der Umzug und er findet "Beziehungsgespräche" okay, weil es nichts gibt, was dagegen spricht.

Bei uns war das ganz anders, kennengelernt auf einer Cartbahn

Am nächsten Tag waren wir essen und danach jeder zu sich nach Hause, haben dann aber noch mehrere Stunden telefoniert

Die folgenden Tage haben wir uns täglich gesehen und trotzdem immer noch die halbe Nacht telefoniert

Nach 10 Tagen bin ich bei ihm eingezogen 

Ja, das ist vollkommen irre, aber manchmal hat man eben so ein Bauchgefühl

Ich hatte eben das Gefühl den ehrlichsten, liebevollsten  und besten Mann gefunden zu haben den eine Frau bekommen kann ;)

Ich wünsche dir das du genau so viel Glück hast wie ich 

vor 41 Minuten, schrieb Wifesharing-Forever:

Bei uns war das ganz anders, kennengelernt auf einer Cartbahn

Am nächsten Tag waren wir essen und danach jeder zu sich nach Hause, haben dann aber noch mehrere Stunden telefoniert

Die folgenden Tage haben wir uns täglich gesehen und trotzdem immer noch die halbe Nacht telefoniert

Nach 10 Tagen bin ich bei ihm eingezogen 

Ja, das ist vollkommen irre, aber manchmal hat man eben so ein Bauchgefühl

Ich hatte eben das Gefühl den ehrlichsten, liebevollsten  und besten Mann gefunden zu haben den eine Frau bekommen kann ;)

Ich wünsche dir das du genau so viel Glück hast wie ich 

Ich hoffe auch :)

Danke für Deine lieben Wünsche 🥰.

Ich hatte ein paar "Beziehungen", aber eigentlich waren alle katastrophal. 

Ich war damals noch völlig anders und habe eine etwas unschöne Geschichte. Immerhin war ich "irgendwann" immer stark genug das zu erkennen. Mir reichte auch zum Teil die lllusion von Liebe, obwohl mir eigentlich klar war, dass DAS keine Liebe sein kann. Ich könnte ins Detail gehen, aber dann schriebe ich noch Stunden und 20 DIN A4 Seiten 🤣.

Na ja, alles in allem waren das natürlich auch Gründe, warum ich "eigentlich" keine Beziehung mehr wollte. Ich kannte Beziehungen, nur mit Druck, etwas bestimmtes sein zu müssen. Etwas bestimmtes tun zu müssen etc. 

Sobald es eine Beziehung war, kam der Regelkatalog. "Weil ich Dich liebe, musst Du". "Wenn Du mich lieben würdest, würdest Du".

Ich wollte keine Beziehung mehr. Ich wollte eine F+. Halt mit weniger Gefühlen und somit mit weniger Regeln. Ich wollte mich nicht mehr gezwungen fühlen und unterdrückt werden. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mir den Druck ja selbst angenommen habe! Ich wollte es dem Partner Recht machen, um die Illusion von Liebe zu erhalten. Aber nach allerspätestens 9 Monaten wurde mir das zu viel und ich habe mich getrennt.

Mit meinem Partner war/ist es anders.

Ich hatte da aber noch einen Sohn im Haushalt, andere Verpflichtungen und vor allem Ängste. 

Das ist jetzt etwa 7 Jahre her. Die Entfernung war Mist. Somit waren wir lange nur Freunde, aber er war immer für mich da.  war und im Praktikum war und mir das Pendeln zu viel war.

Die "offizielle Beziehung" besteht jetzt 3 Jahre (Ende Dezember) und ich bin immer noch glücklich..

Ich glaube schon, dass ich "meinen Mann" gefunden habe. Es passt in vielerlei Hinsicht und es ergänzt sich in vielerlei Hinsicht. 

Der Umgang ist sehr liebevoll und wertschätzend und ich hoffe, dass das bis zu meinem Lebensende hält.

Am 2.12. ist der Umzug geplant. Ich bin fleißig am Packen, LKW ist gemietet.

Natürlich habe ich auch Angst. Darum sind ja auch regelmäßige Gespräche wichtig :)

Aber ich bin dankbar, dass ich das erleben darf. 

Viele binden sich sehr früh, machen Kinder, leiden unter der Beziehung und haben nach dem Beziehungende keine Lust mehr, es nochmal zu versuchen.

Ich bin dankbar, dass ich, trotz meines Alters (Ü40), jemanden gefunden habe, mit dem es zu passen scheint und mit dem ich sehr glücklich bin. 

Ich glaube, dass das etwas ist, das sich viele wünschen.

Ich würde aber auch alles tun, um das so harmonisch zu erhalten. (Reden 😉).

 

 

 

 

Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Wir sind hier aber nicht bei der Kindererziehung, sondern bei einer Partnerschaft, oder?

Ob sich das Verhalten manchmal wirklich soooo extrem ändert und unterscheidet- ich glaube eigentlich gar nicht.

Es geht doch bei beiden oft um Themen wie Aufmerksamkeit, etwas haben wollen/müssen, um Vernachlässigung um Besitztümer...

Ok- die Einkommensverhältnisse und somit die Summen um die's geht sind meist unterschiedlich zwischen Kindern und Erwachsenen, aber ansonsten?

Ich glaub da macht man oft eigentlich recht bodenständige, einfache Dinge vielleicht auch nur etwas zu komplex- weil's eben "erwachsenen Dinge" Sind.

Es geht darum sich durchzusetzen, evtl. auch um Recht zu bekommen, um Bestrafung, seinen Willen durchzusetzen, oft um kindliches- bei Erwachsenen "(a)soziales" Verhalten.

Eben ums ICH.

Ich beiden Fällen hilft oft nicht nur reden, sondern danach auch konsequent handeln.

Nicht evtl. mit nem Lächeln "Du böses..." sagen, dem andern vielleicht auch mal weh zu tun (weil man's gut mit ihm meint)...

 

Selbst bei so hehren Dingen wie in der Politik geht's um Gemeinschaft, um soziales Verhalten, um moralische Grundsätze wie Fairness, Gerechtigkeit.

Auch da kann man die kleinste Gemeinschaft (evtl. die Familie) durchaus oft mit weitaus komplexeren (Staaten) vergleichen.

Evtl. nicht 1:1, aber im Grundsatz.

Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Was haltet Ihr von einem monatlichen Beziehungsgespräch und was und wie würdet Ihr es ansprechen?

Ich halte nix davon, mir wäre das zu steif, zu bürokratisch- zu buchhalterisch, zu eng.

In ner Beziehung sollte man eigentlich täglich miteinander sprechen, Probleme ansprechen, drüber reden und dann eben auch konsequent handelt und Sie aus der Welt schaffen.

Klare Worte- klare Taten und dann Schluss. Oder eben zeitnah nachjustieren, wenn man sie nicht gemeinsam hinkriegt, muss man wahrscheinlich die Reissleine ziehen.

Evtl. ist's oft auch die Angst, dass man was falsch macht, dass es eben nicht klappt, die Angst vor der Konsequenz das, was einen lähmt und dran hindert.

Ich fürchte, dass häufig die Angst jemanden zu verlieren Grund dafür ist, dass man jemanden verliert....irgendwie schade und traurig, aber oft Realität.

vor 18 Stunden, schrieb Zauberhände94469:

Ob sich das Verhalten manchmal wirklich soooo extrem ändert und unterscheidet- ich glaube eigentlich gar nicht.

Es geht doch bei beiden oft um Themen wie Aufmerksamkeit, etwas haben wollen/müssen, um Vernachlässigung um Besitztümer...

Ok- die Einkommensverhältnisse und somit die Summen um die's geht sind meist unterschiedlich zwischen Kindern und Erwachsenen, aber ansonsten?

Ich glaub da macht man oft eigentlich recht bodenständige, einfache Dinge vielleicht auch nur etwas zu komplex- weil's eben "erwachsenen Dinge" Sind.

Es geht darum sich durchzusetzen, evtl. auch um Recht zu bekommen, um Bestrafung, seinen Willen durchzusetzen, oft um kindliches- bei Erwachsenen "(a)soziales" Verhalten.

Eben ums ICH.

Ich beiden Fällen hilft oft nicht nur reden, sondern danach auch konsequent handeln.

Nicht evtl. mit nem Lächeln "Du böses..." sagen, dem andern vielleicht auch mal weh zu tun (weil man's gut mit ihm meint)...

 

Selbst bei so hehren Dingen wie in der Politik geht's um Gemeinschaft, um soziales Verhalten, um moralische Grundsätze wie Fairness, Gerechtigkeit.

Auch da kann man die kleinste Gemeinschaft (evtl. die Familie) durchaus oft mit weitaus komplexeren (Staaten) vergleichen.

Evtl. nicht 1:1, aber im Grundsatz.

Ich halte nix davon, mir wäre das zu steif, zu bürokratisch- zu buchhalterisch, zu eng.

In ner Beziehung sollte man eigentlich täglich miteinander sprechen, Probleme ansprechen, drüber reden und dann eben auch konsequent handelt und Sie aus der Welt schaffen.

Klare Worte- klare Taten und dann Schluss. Oder eben zeitnah nachjustieren, wenn man sie nicht gemeinsam hinkriegt, muss man wahrscheinlich die Reissleine ziehen.

Evtl. ist's oft auch die Angst, dass man was falsch macht, dass es eben nicht klappt, die Angst vor der Konsequenz das, was einen lähmt und dran hindert.

Ich fürchte, dass häufig die Angst jemanden zu verlieren Grund dafür ist, dass man jemanden verliert....irgendwie schade und traurig, aber oft Realität.

Jetzt musste ich meinen EP selbst nochmal lesen. Ist schon so lange her:)

Ich weiß auch nicht mehr genau, was ich mir damals bei einer gewissen Formulierung gedacht hatte, bzw. welche Beispiele ich da im Kopf hatte, darum kann ich jetzt nur aus heutiger Sicht antworten.

So ganz verstehe ich Deine Beispiele nicht. Für mich geht es bei der Erziehung nicht um Unterdrücken oder Machtverhältnisse, sondern um "Regeln", die ein harmonisches Miteinander ermöglichen. Dafür sind aber Beide wichtig. Säuglinge sind natürlich erstmal noch ein unbeschriebenes Blatt. Die kennen zunächst keine Regeln. Die wollen ihre Bedürfnisse befriedigt haben und das ich auch richtig so! Erst später müssen Kinder lernen, dass andere Menschen auch Bedürfnisse haben. Dass man z.B. mal kurz warten muss. Einfach "wie das Leben funktioniert".

Je präziser man da ist, desto besser. Statt "mach das nicht", lieber freundlich, "ich möchte, dass Du XYZ machst". Z.B. neigen Eltern dazu immer wieder zu sagen, was Kinder alles NICHT tun sollen, statt Alternativen zu bieten. Das sind Höchstleistungen, die von den Kindern gefordert werden, wenn sie mit dem Leben noch nicht so vertraut sind.

"Renn nicht auf die Straße". 1. Warum eigentlich nicht? Kann das ein zweijähriger überblicken? Dann muss der sich aber überlegen, was er stattdessen tun soll. Ja, aber was? 

"Ich möchte, dass Du immer auf dem Bürgersteig bleibst und nur mit mir gemeinsam auf (über) die Straße gehst". Deutlich, präzise, einfach zu befolgen.

Als Elternteil bin ich dafür verantwortlich, das Kind aufs Leben vorzubereiten und Rückschläge auszuhalten. Es gibt da auch so tolle Zeiten, wie die Trotzphase und die Pubertät:). Aber genau diese Abgrenzung ist für die Kinder/Pubertierende ja wiederum sehr wichtig. Sich selbst auszuprobieren, Fehler zu machen.

In einer Partnerschaft sehe ich das schon ähnlich, aber natürlich trotzdem differenzierter. Ich gehe erstmal davon aus, dass sich Beide dazu entschieden haben, zusammen zu sein. (Kinder haben selten eine Wahl und die Abgrenzung gehört zur Entwicklung dazu)

Ich gehe davon aus, dass in einer harmonischen Beziehung freiwillig Rücksicht aufeinander genommen wird. Natürlich gibt es auch totale Egoisten und Frauen, die sich darauf einlassen, aber das würde ich nicht als "ausgeglichen harmonisch" bezeichnen.

Ich bin in einer Beziehung natürlich auch für wohlwollende Kommunikation. "XYZ hat mich verletzt. Ich würde mir wünschen, wenn Du das nächste Mal, in Situation X "anders" (z.B. so oder so oder so) reagieren könntest."

Sowas funktioniert aber natürlich nicht im Streit oder in der Situation. 

Ich gehe einfach davon aus, dass jeder so (gut) reagiert, wie es ihm in der Situation möglich ist. Gäbe es alternative Verhaltensweisen/ oder Gefühle würde man vermutlich die besseren wählen. 

Jetzt kommt der fließende Übergang zu Absatz 2 :)

Ich hatte das Mal als Beziehungstipps gesehen und da ich mich ein bisschen mit Kommunikation auskenne, fand ich die Idee super. 

Also, wir machen das auch nicht so 😂. Aber doch irgendwie so ähnlich, und das nur, weil ich immer pendel. Dann telefonieren wir häufiger und dann kommen solche Themen auf den Tisch, die manchmal untergegangen sind. 

Ich sage ja nicht, dass man nicht im Alltag reden soll 😂. Aber manchmal gibt es vielleicht Themen, die man nicht zwischen Tür und Angel besprechen möchte. Es geht ja auch nicht immer nur darum, dass einer etwas "falsch" gemacht hat. 

Ich mag die Idee, weil es um Zeit miteinander geht, die man sich ganz bewusst nimmt. Als "Date" :). Mir ist es am Liebsten draußen in der Natur und natürlich ohne Handy und Ablenkung. Und dann hat man sich halt lieb :). Es kann ja AUCH noch zusätzlich zu den alltäglichen Gesprächen sein. "Ich liebe Dich weil ..", "ich mag besonders am Dir..." 

Aber eben auch "ich fühle mich unwohl, wenn...", "ich habe Angst vor..", "ich wünsche mir von Dir.."

 Einfach ein offenes Gespräch, dass vielleicht manchmal im Alltagsstress untergeht, oder in den Streitsituationen zu emotionsgeladen ist.

Du würdest eher die Reißleine ziehen? Konsequenzen setzen, nur weil Dir ein offenes Gespräch zu bürokratisch ist? 

Richtig schön, wird es ja dann, wenn es nichts zu "meckern" gibt. Aber genau dafür nehmen wir uns oft zu wenig Zeit. 

Ich mag einfach die Idee oder die Tatsache sich Zeit füreinander zu nehmen und ganz ehrlich und vor allem reflektiert, über Gefühle und Wünsche und Ängste o.ä. zu reden.

 

 

 

 

Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Miteinander reden:

So leicht und doch so schwer. Das wird immer als Allheilmittel angeboten und im Prinzip stimmt es ja auch. "Sprechenden Menschen kann geholfen werden"

Aber wie redet man richtig?

Ich hatte irgendwo mal gehört, dass man 1 Mal im Monat ein "Beziehungsgespräch" führen sollte. Eigentlich finde ich die Idee super.

Wenn hier im Forum "miteinander reden" angeraten wird, heißt es oft, "setze Bedürfnisse durch", "setze ein Ultimatum" etc.

Sowas kann man bei einfachen Dingen machen, wie "nasses Handtuch" aufhängen. Wir sind hier aber nicht bei der Kindererziehung, sondern bei einer Partnerschaft, oder? Da sind ja auch die Wünsche ganz andere, als "Regeln zu befolgen."

Partnerschaftliche Zweisamkeit kann man sich wünschen, aber nicht erwarten. Dazu gehören immer noch zwei Personen, die ihre eigenen Wünsche und Grenzen habe.

Wie sähe so ein monatliches Beziehungsgespräch aus? Wichtig ist immer loben! Was war besonders schön, was könnte man öfter machen? Was wünsche ich mir? Was liebe ich besonders an Dir? Was kann man verbessern?

Eine Beziehung ist ja schon etwas sehr intimes und ich finde, dass man dann auch über bestimmte Dinge reden können sollte. Z.B. über Sex. Aber doch bitte nicht als "Du musst jetzt 3 Mal die Woche zur Verfügung stehen und wenn nicht, dann trenne ich mich oder ficke fremd". Das wird doch niemals eine harmonische vertrauensvolle Beziehung aufrecht erhalten können.

Reden Menschen über Sex? Über Dinge, die sie sich wünschen, die man verbessern könnte? Reden Menschen über ihre eigenen Gefühle oder artet es vorwiegend in Vorwürfen aus?

Was haltet Ihr von einem monatlichen Beziehungsgespräch und was und wie würdet Ihr es ansprechen?

 

 

Miteinander zu reden ist die Grundlage einer Beziehung / Partnerschaft.

Auch verschiedene Meinungen zu akzeptieren.

Offen sein und den anderen zu hören.

 

  • 1 Monat später...
Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Was haltet Ihr von einem monatlichen Beziehungsgespräch?

Nix.

Am 27.11.2024 at 09:53, schrieb Enja781:

Miteinander reden:

fürchterlich, da musste ja Worte formulieren, dir merken, wat de sagst....ergo... vollkommen überbewertet 

vor 19 Minuten, schrieb AntichristMaus:

fürchterlich, da musste ja Worte formulieren, dir merken, wat de sagst....ergo... vollkommen überbewertet 

🤣

Jo, das ist der Nachteil 🤣

vor 23 Minuten, schrieb Enja781:

🤣

Jo, das ist der Nachteil 🤣

Ja, genau deswegen ist es ja geil sich genau dafür Zeit zu nehmen..

Natürlich soll das jeder machen, wie er/die mag!

Ich halte mehr davon, das zeitnah, aber in entspannter Atmosphäre anzusprechen. Das kann ich, ER aber nicht. Das werfe ich ihm täglich vor 🤣

Ne, anders. Ich bin hier eingezogen, mit ein paar zu vielen Umzugskisten. Danach kam 5 Mal die Ansage, dass die weg müssen. Ich hatte die auch so ausgeräumt, umgeräumt, verstaut ...

Zudem putze ich, wasche ich, schnibbel Lebensmittel, koche usw.

Ja, ein bisschen sauer war ich schon und es vergeht keine Situation, an dem ich ihm das "vorwerfen " kann 🤣.

Nein, ich werfe ihn nichts vor. Ich sage dann NICHT so nette Dinge wie "ja,geh Du ruhig schlafen, ich räume nur noch eben 3 Kisten aus, wasche und trockne eine Fuhre Wäsche, putze das Bad und bereite Bratkartoffeln vor. Nebenbei schärfe ich noch alle Messer 🤣. Und was mir sonst noch alles einfällt 🤣

Na ja, mich stört es nicht. Nicht, das zu tun. Aber er hat so oft meine Kisten bemängelt.Und ich mach und tu und bemühe mich wirklich.

Also das wäre so ein Thema für ein "Monatsgespräch'

  • 3 Wochen später...
Anonymes-Mitglied-6

Hallo, ein Monatliches Gespräch hätte meiner Ex Partnerin und mir wahrscheinlich ganz gut getan. Wir waren fast 6 Jahre zusammen und hatten oft Streit. Woran Ich schuld gewesen bin. Ich war unzuverlässig, hab immer wieder gesagt gleich, ich machs gleich oder bin gleich dort und dort. Mein gleich = 12 Stunden später und das ohne zu übertreiben. In der Beziehung sind in meiner Familie ganz schreckliche Dinge passiert. Mein Vater schwer krank und verstorben, mein Onkel plötzlich verstorben und meine kleine Schwester. Das ganze hat dazu geführt das Ich mit meinem Konsum von Meth rückfällig geworden bin und das komplett verheimlicht habe. Ich hab durch den Dreck alles kaputt gemacht und zu den Verlusten noch die Frau verloren bei der Ich gedacht habe Sie ist es. Ich hab so sehr gedacht das sie es wäre das ich aus einem Silber Barren einen Ring für sie komplett von Hand selbst gemacht habe. Dann macht sie kurz bevor ich ihr den Antrag machen wollte zu meinem Geburtstag schluss. Und auf eine Art und Weise wie ich sie noch nie erlebt habe. Sie hat den ganzen Frust, die ganze Wut, die sich in der Zeit angestaut hat an mir ausgelassen. Ich hatte es verdient. Mittlerweile habe ich auch die andere Seite gesehen. Bzw die Gefühle zu ihr sind weg nach langer Qual und so gesehen war nicht immer Alles schön wie ich es in Momenten des Geschehens empfunden habe. Die Beziehung ist zum Schluss von ihrer Seite sehr toxisch und egoistisch verlaufen. Sie hat sich noch größere summen Geld von mir geliehen und das natürlich für ihre neue Wohnung und nicht zurück gezahlt. Das nehm ich ihr nicht mal übel. Wenn ich bedenke wieviel 1000e von Euro ich für den Mist ausgegeben habe. Dabei hätte ich nur ehrlich sein müssen und zugeben "ich hab ein Problem und richtig Mist gebaut" sie hätte bestimmt verziehen auch wenn es schwer gewesen wäre das Vertrauen wieder zubekommen. Aber so habe ich eine tolle Frau kaputt geschwiegen und gelogen. Ich weiß nicht ob dass das richtige Thema für hier ist, falls nicht verzeiht bitte. Aber Kommunikation ist mit das wichtigste. Und das ist das erste Mal das ich dass von der Seele geschrieben habe. Ich hatte alles, eigene Werkstatt, sehr gute Arbeit, meine 2 Mädels Hund.... heute habe ich nicht mal mehr eine Wohnung. Und aus dem Loch kämpfe ich mich gerade raus.

Am 15.1.2026 at 01:21, schrieb Anonymes-Mitglied-6:

Hallo, ein Monatliches Gespräch hätte meiner Ex Partnerin und mir wahrscheinlich ganz gut getan. Wir waren fast 6 Jahre zusammen und hatten oft Streit. Woran Ich schuld gewesen bin. Ich war unzuverlässig, hab immer wieder gesagt gleich, ich machs gleich oder bin gleich dort und dort. Mein gleich = 12 Stunden später und das ohne zu übertreiben. In der Beziehung sind in meiner Familie ganz schreckliche Dinge passiert. Mein Vater schwer krank und verstorben, mein Onkel plötzlich verstorben und meine kleine Schwester. Das ganze hat dazu geführt das Ich mit meinem Konsum von Meth rückfällig geworden bin und das komplett verheimlicht habe. Ich hab durch den Dreck alles kaputt gemacht und zu den Verlusten noch die Frau verloren bei der Ich gedacht habe Sie ist es. Ich hab so sehr gedacht das sie es wäre das ich aus einem Silber Barren einen Ring für sie komplett von Hand selbst gemacht habe. Dann macht sie kurz bevor ich ihr den Antrag machen wollte zu meinem Geburtstag schluss. Und auf eine Art und Weise wie ich sie noch nie erlebt habe. Sie hat den ganzen Frust, die ganze Wut, die sich in der Zeit angestaut hat an mir ausgelassen. Ich hatte es verdient. Mittlerweile habe ich auch die andere Seite gesehen. Bzw die Gefühle zu ihr sind weg nach langer Qual und so gesehen war nicht immer Alles schön wie ich es in Momenten des Geschehens empfunden habe. Die Beziehung ist zum Schluss von ihrer Seite sehr toxisch und egoistisch verlaufen. Sie hat sich noch größere summen Geld von mir geliehen und das natürlich für ihre neue Wohnung und nicht zurück gezahlt. Das nehm ich ihr nicht mal übel. Wenn ich bedenke wieviel 1000e von Euro ich für den Mist ausgegeben habe. Dabei hätte ich nur ehrlich sein müssen und zugeben "ich hab ein Problem und richtig Mist gebaut" sie hätte bestimmt verziehen auch wenn es schwer gewesen wäre das Vertrauen wieder zubekommen. Aber so habe ich eine tolle Frau kaputt geschwiegen und gelogen. Ich weiß nicht ob dass das richtige Thema für hier ist, falls nicht verzeiht bitte. Aber Kommunikation ist mit das wichtigste. Und das ist das erste Mal das ich dass von der Seele geschrieben habe. Ich hatte alles, eigene Werkstatt, sehr gute Arbeit, meine 2 Mädels Hund.... heute habe ich nicht mal mehr eine Wohnung. Und aus dem Loch kämpfe ich mich gerade raus.

Danke für Deine Geschichte und es tut mir sehr leid, dass Dir das passiert ist.

Ich habe leider gerade wenig Zeit. Ich antworte später ausführlicher.

Am 15.1.2026 at 01:21, schrieb Anonymes-Mitglied-6:

Hallo, ein Monatliches Gespräch hätte meiner Ex Partnerin und mir wahrscheinlich ganz gut getan. Wir waren fast 6 Jahre zusammen und hatten oft Streit. Woran Ich schuld gewesen bin. Ich war unzuverlässig, hab immer wieder gesagt gleich, ich machs gleich oder bin gleich dort und dort. Mein gleich = 12 Stunden später und das ohne zu übertreiben. In der Beziehung sind in meiner Familie ganz schreckliche Dinge passiert. Mein Vater schwer krank und verstorben, mein Onkel plötzlich verstorben und meine kleine Schwester. Das ganze hat dazu geführt das Ich mit meinem Konsum von Meth rückfällig geworden bin und das komplett verheimlicht habe. Ich hab durch den Dreck alles kaputt gemacht und zu den Verlusten noch die Frau verloren bei der Ich gedacht habe Sie ist es. Ich hab so sehr gedacht das sie es wäre das ich aus einem Silber Barren einen Ring für sie komplett von Hand selbst gemacht habe. Dann macht sie kurz bevor ich ihr den Antrag machen wollte zu meinem Geburtstag schluss. Und auf eine Art und Weise wie ich sie noch nie erlebt habe. Sie hat den ganzen Frust, die ganze Wut, die sich in der Zeit angestaut hat an mir ausgelassen. Ich hatte es verdient. Mittlerweile habe ich auch die andere Seite gesehen. Bzw die Gefühle zu ihr sind weg nach langer Qual und so gesehen war nicht immer Alles schön wie ich es in Momenten des Geschehens empfunden habe. Die Beziehung ist zum Schluss von ihrer Seite sehr toxisch und egoistisch verlaufen. Sie hat sich noch größere summen Geld von mir geliehen und das natürlich für ihre neue Wohnung und nicht zurück gezahlt. Das nehm ich ihr nicht mal übel. Wenn ich bedenke wieviel 1000e von Euro ich für den Mist ausgegeben habe. Dabei hätte ich nur ehrlich sein müssen und zugeben "ich hab ein Problem und richtig Mist gebaut" sie hätte bestimmt verziehen auch wenn es schwer gewesen wäre das Vertrauen wieder zubekommen. Aber so habe ich eine tolle Frau kaputt geschwiegen und gelogen. Ich weiß nicht ob dass das richtige Thema für hier ist, falls nicht verzeiht bitte. Aber Kommunikation ist mit das wichtigste. Und das ist das erste Mal das ich dass von der Seele geschrieben habe. Ich hatte alles, eigene Werkstatt, sehr gute Arbeit, meine 2 Mädels Hund.... heute habe ich nicht mal mehr eine Wohnung. Und aus dem Loch kämpfe ich mich gerade raus.

Es tut gut, sich etwas von der Seele schreiben zu können.

Niemand ist perfekt und ich glaube auch, dass jeder mit sich, in irgendeiner Weise hadert. 

Da ist es sicher gut ehrlich zu sein. Vor allem zu sich selbst, aber eben auch zu dem beteiligten Partner. (Sei es Beziehungspartner, Affäre, Familie o.ä.)

So viele in diesem Thread sagten, dass sie das Prinzip des "Beziehungsgespräches" für albern finden. Zur Erinnerung: die Idee kam nicht von mir, sondern von sogenannten "Beziehungsexperten" und ich habe es durchdacht und für sinnvoll befunden.

Die Kommunikation ist das Einzige was wir haben, um uns verständlich zu machen und uns gegenseitig zu verstehen. Das Problem ist, dass man nicht nicht kommunizieren kann. (1. Axiom Watzlawick). Man kommuniziert auch, ohne, dass man etwas sagt. Durch Körpersprache. Schweigen ist auch Kommunikation. Es "sagt" dem Anderen immer etwas, das aber durch den Filter des Empfängers geht und die Interpretation natürlich durch die  Erfahrungen und Glaubenssätze beeinflusst wird.

Ab da wird es kompliziert. Das kann natürlich alles zu Fehlkommunikation führen. 

Viele sagten, dass sie Probleme sofort ansprechen. Das halte ich auch für gut, aber nicht für ausreichend.

Hinter bestimmten Verhaltensweisen steckt viel mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Und nur, wenn man das verstehen kann, kann man auch wirklich MITeinander reden und MITeinander sein. Sich gegenseitig unterstützen und sich gegenseitig wirklich verstehen und ggf. auch helfen.

Das mag etwas theatralisch sein, das ist aber meine Vorstellung von "Beziehung". Egal welcher Art (auch zu Familienangehörigen oder Freunden).

Natürlich kann man nicht immer auf Verständnis hoffen, wenn aber die Gefühle, die Hintergründe offen gelegt werden, kann der Andere es vielleicht besser verstehen und besser damit umgehen.

Es ist immerhin eine Chance. Eine Möglichkeit, die man ergreifen könnte.

Es muss ja auch nicht so strikt sein, dass man wirklich jeden dritten Donnerstag im Monat redet. Aber man MUSS reden.

Und das eben nicht nur, wenn es gerade Unstimmigkeiten gibt. Deswegen fand ich die Idee so gut. Man kann sich ja auch mal sagen, wie glücklich man ist und womit genau. Sich einfach gegenseitig sagen, wie sehr man sich liebt. 

Man kann inmitten des Alltags einen Raum schaffen, in dem man sich gut fühlt und intim (emotional) miteinander ist. Einen Raum, in dem man die tiefsten Gefühle und Ängste und Wünsche miteinander teilen kann.

Als ich das meinem Partner vorschlug sagte er, dass er keinen plausiblen Grund hat, dagegen zu sein :). Und ich auch nicht :). Was genau spricht dagegen, sich regelmäßig Zeit füreinander zu nehmen und MITeinander zu reden? Ich sehe einfach keinen. Ich sehe keine Nachteile. 

Viele Streitigkeiten sind Aussagen im Affekt. Man fühlt sich "irgendwie" und der Andere ist Schuld an dem Gefühl. Dann gibt es eine Menge Schuldzuweisungen, aber niemals Verständnis. Wie auch, wenn man die Motivation des Anderen nicht kennt? Nicht die Gefühle, die Glaubenssätze, die Ängste, die Ursache....?!?

Ich kann unglaublich viel reden. Mein Kopf ist immer voll und das muss raus 🤣. Aber ich redete nie über wichtige Dinge. Also nie über meine Gefühle mit der Person, die es betraf. Ich wollte nie eine Schuld zuweisen, alles mit mir ausmachen. Aber es ist keine Schuldzuweisung, wenn ich erkläre wie es mir geht und warum ich etwas bestimmtes möchte oder nicht möchte. Das ist Transparenz!

So bekommt der Andere wenigstens eine Chance etwas zu verstehen und das Verhalten ggf. etwas anzupassen.

Ich glaube, dass es unglaublich viel Streit im Alltag gibt, der einzig und allein auf Missverständnissen beruht und Unverständnis für den Anderen, weil Verständnis, aufgrund von  Intransparenz, nie erreicht wurde.

Ich glaube nicht, dass sich Alltagsstreitigkeiten zwischen Tür und Angel wirklich klären können. Einmal kurz anschreien und alles wieder gut?!? Nein, das glaube ich nicht.

Wenn man sich gegenseitig liebt und Zeit miteinander verbringt, vielleicht sogar miteinander wohnt, ist es für mich unabdingbar sich gegenseitig auch wirklich zu verstehen, zu respektieren und sich zu lieben. 

Es spricht für mich nichts dagegen, sich regelmäßig auszutauschen. Miteinander zu reden, sich verständlich zu machen und den Anderen zu verstehen. Lösungen zu finden, damit es immer noch Allen dabei gut geht.

Es ist völlig richtig Ansprüche zu haben, aber das muss der Andere auch wissen und verstehen können und auch erfüllen können! 

Aber die müssen auch transparent und verständlich vermittelt werden. 

Aus diesem Grund halte ich regelmäßige "Beziehungsgespräche" für sehr sinnvoll und sehe nach wie vor keinen Grund, die diesem entgegen stehen könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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