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Kollektiv-Haftung bei fehlerhafter Mülltrennung

Empfohlener Beitrag

Ballou1957
Geschrieben

A

Diese Bussen sind kontraproduktiv, lächerlich, rechtlich einwandfrei und werden mit aller Härte des Gesetzes eingetrieben.

Typisch Deutsch eben...

Ich bin vollkommen zufriedengestellt.



Schweizer sind aber sehr leicht zufriedenzustellen!


BabetteOliver
Geschrieben

die Schweizer Diskussionskultur ist aber auch spannend.

Es steht schon vorher fest, was hinten rauskommen soll, und alle Gegenargumente dienen der Bekräftigung.


Ballou1957
Geschrieben

Vielleicht liegt das ja an der mangelnden Mülltrennung ?


Geschrieben (bearbeitet)


Rückt in diesem Fall eine Hundertschaft der Kantonspolizei an, umstellt das Firmengelände und führt Verhöre durch, um festzustellen, welcher Mitarbeiter den Verstoss begangen hat?



Nein, wie ich in einem der erstem Posts zur klarstellung ausgeführt habe fürt Mülltrenung in der Schweiz zur Reduzierung der Menge welche in die treuren Müllsäcke (35 liter zu Fr. 3) gefüllt werden muss. Eine Firmencontainer (160 * 110 * 140) kostet Fr 320.- (etwa)(Karton und Papier gratis)

Wir werden fürs Mülltrennen belohnt, eine Müll-Stasi und inoffizielle Müll-Mitarbeiter sind damit unnötig auch eine Müll-Interventions-Truppe zur, typisch deutschen, Ermittelung des Schuldigen ist entfällt.


Es steht schon vorher fest, was hinten rauskommen soll, und alle Gegenargumente dienen der Bekräftigung.



Hilfe, ich wollte doch nur wissen ob die Geschichte stimmt. Gnade. Nicht mehr schlagen! Gnade! Gnade!


Aber der Thread ist einfach zu göttlich, danke an die Schweizer!!!!!!



Gern geschehen, ich werde mit den Deutschen Müllbußen ebenfalls einige Bekannte und Freunde gut unterhalten können. Ich werde die Geschichte allerdings in den afganischen Hidukusch verlegen bei welcher ein Mitglied einer kämpfenden deutschen Truppe eine Bananenschale im den Sack mit den grünen Punkten geworfen hat. Da die Kammeradschaft spielte und der Schuldige nicht veraten wurde, musste, aufgrund der rechtlich einwandfrei handelnden verwaltenden Truppe, jeder in der kämpfenden Truppe 20 Euro bezahlen. Muss ich noch etwas ausschmücken aber die Geschichte wird gut.

Testen werde ich die Geschichte mit einigen Deutschen, wenn diese nachdenken ob sie stimmen könnte, ist sie perfekt!


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
BabetteOliver
Geschrieben

fürt Mülltrenung in der Schweiz zur Reduzierung der Menge welche in die treuren Müllsäcke gefüllt werden muss. Wir werden fürs Mülltrennen belohnt,

ist in Deutschland nicht anders. Gelber Sack/Tonne ist umsonst. Wer also mehr Hausmüll in die gelben Säcke packt, verdient richtig Geld.

Wird in der Schweiz nicht geprüft, ob korrekt getrennt wurde? Darf man in Verpackungs- und Papiermüll auch alles andere kippen?


Geschrieben (bearbeitet)

Wird in der Schweiz nicht geprüft, ob korrekt getrennt wurde? Darf man in Verpackungs- und Papiermüll auch alles andere kippen?



Nun, dass naheligenste ist, die teuren offiziellen weissen Müllsäcke (Fr. 3.0 pro Stück) durch billige chinesische weisse Säcke (Rappen 0.01) zu ersetzen.

In diesem Fall ist zu empfehlen keinen Namen oder adressierte Drucksachen in den Beutel zu werfen. Das wird sonst richtig teuer. (cs. Fr. 320 pro Sack und offenlegung der Quelle der Säcke). Die Falsifikate werden aufgeschnitten und durchsucht.

Karton oder Papiercontainer welche Müll enthalten werden via RFID am Kontainer ganz einfach wie Restmüllcontainer behandelt. (also Fr. 320) Da das Papier und der Karton verkauft wird scheint es ganz gut zu funktionioeren.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
BabetteOliver
Geschrieben

das mit dem Durchsuchen klingt ein wenig wie Müllstasi.

Und die teuren Säcke werden nicht auf korrekten Inhalt überprüft?
Und wenn sie so teuer sind wie die Säcke für den normalen Müll, was ist daran billliger - weil Mülltrennen wird doch belohnt?


rita07
Geschrieben

Olli, vielleicht drückt man bei teuren Säcken eher mal ein Auge zu? honi soit qui mali pense


Schlüppadieb
Geschrieben


ich weiß, vermutlich etws OffTopic

Bis vor paar Jahren wurden bei uns die gelben Säcke seitens der Müllabfuhr recht penibel geprüft. Da hat man schon einmal nen gelben Sack stehen lassen, weil ne Zigarettenpackung drin war .

Begründung, der grüne Punkt gelte nur für das Cellophan um die Verpackung, den Papieranteil hätte man in die Papiertonne zu entsorgen.

Mittlerweile werden die gelben Säcke nicht mehr kontrolliert. Gerüchteweise ist man wohl sogar sehr dankbar dafür, wenn nicht nur Abfälle mit dem grünen Punkt drin sind, da der Empfänger, eine thermische Müllaufbereitungsgesellschaft, händeringend Material braucht, um seine Anlage wirtschaftlich zu betreiben ( sprich, rund um die Uhr die Öfen laufen lassen kann ) .

Ich dachte immer, wir subventionieren mit dem grünen Punkt das Recycling, nicht die Entsorgung des Materials


Geschrieben (bearbeitet)

was ist daran billliger - weil Mülltrennen wird doch belohnt?[/COLOR]



Nein, der reguläre weisse Sack geht direkt und diskret in die Verbrennung wird zu Fernwärme und/oder Strom. Der falsche weisse Sack auf ein Band bei welcher lediglich Dokumente mit Namen herausgefischt werden. Diese werden eingeschweist und dienen als Beilage zur Rechnung.

Wir können 300kg brennbarer Spermüll gratis zur Verbrennung fahren. Papier, Flaschen, Pet, öl, Metalle usw wird gesammelt oder die Sammelstelle ist gleich um die Ecke.

Lästig ist gefährlicher Sondermüll (Quecksilber) wie Energiesparlampen, die Sammelstellen sind selten und richtig weit weg. Da fahre ich nur einmal im Jahr hin. Ansonsten bin ich zufrieden.

Die Müllabfuhr kommt einmal die Woche, wenn ich sauber trenne reicht ein 35 Liter Sack zwei Wochen.

Vor Einführung der Müllgebühr auf Säcken (vor über 15 Jahren, vorher eine Pauschale) hatte ich jede Woche einen 70 Liter Sack. Die "virtuelle" Einsparung ist also 9 Franken in der Woche. Gemessen an der alten Pauschale sogar noch mehr.

Edith sagt: Ich vergass zu erwähnen das private Müllverbrenung oder Entsorgung in Bachläufen oder Parkhäusern richtig teuer werden kann. Wer keine Lust hat zu trennen kauft sich grosse weisse 120 liter Säcke und füllt dort seine Petflaschen ein. Diese kosten ein Vermögen es ist aber völlig legal. Extrem-Müll-Vermeider haben weisse 17 Liter Säcklein.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Hier in Aachen (Deutschland) werden wir einfach nur voll verarscht!

(kriegt aber nicht jeder wirklich mit! )


Geschrieben

Ich dachte immer, wir subventionieren mit dem grünen Punkt das Recycling, nicht die Entsorgung des Materials

Tja, so ist es uns auch verkauft worden. Tatsächlich ist der grüne Punkt ein markttechnischer Strategiezug der Entsorger, die hinter diesem Punkt stehen. Tatsächlich wurden seit Einführung des Punktes zig Millionen Tonnen dieses Mülls nach Russland und asiatische 3.-Welt-Länder zur Entlagerung/ Entsorgung exportiert, ein Riesen-Geschäft. Ob es aktuell noch so ist, weiß ich nicht, bin da nicht mehr auf dem Laufenden. Nebenher wurde der Müll, der nicht exportiert wurde, in ganz ordinäre Müllverbrennungsanlagen verbracht und dort verbrannt. Nur ein ganz geringer Teil wurde tatsächlich recycelt.


Schlüppadieb
Geschrieben


wobei ich mir sicher bin, das hier doppelt kassiert wird, denn sicherlich enthält die Müllgebühr auch die Kosten der Abholung der gelben Säcke, und das, wo wir ja bereits beim Kauf schon bezahlen und den Entsorgern den Rohstoff sortiert bereitstellen.


Geschrieben

Aha, und warum schaft ihr den Grünen Punkt nicht ab?


rita07
Geschrieben

Prickel, die verdeckte Doppelzahlung lässt sich verhindern, indem man - soweit wie möglich - die Verpackung im Einkaufsladen lässt. Geht nicht bei allen Käufen, aber bei vielen.

Für unsere WEG hat die akurate Mülltrennung sehr viel gebracht. Wir haben heute - bei 10 Parteien - nur noch die Mindestrestmülltonne. Vorher waren es fünf!


Schlüppadieb
Geschrieben


Rita, würde ich Dir im Prinzip recht geben. Ich sehe es in gewisser Beziehung auch positiv. Vor 30 Jahren kannte ich keine gelben Säcke, da hatte man ne Papiertonne und ne Restmülltonne. Nun liegt der Anteil etwa bei 10 % Restmüll und 90 % gelber Sack, ich hab alle Mühe, die 35 Ltr. Restmüll in 2 Wochen voll zu bekommen .

Mich regt da nur z.B. auf, das ich für Pappschachteln mit Gefriergemüse, die ich eigentlich schon immer mit dem Papiermüll entsorgt habe, für den gelben Punkt zahlen soll, mir damit suggeriert wird, es gehöre daher nicht in den Papiermüll, sondern, weil grüner Punkt und bezahlt, in den gelben Sack . Am liebsten würde ich manchmal hingehen, alle Tonnen und Säcke zurückgeben, mir ne 240 ltr. Restmülltonne holen und Papier, gelber Sack, Restmüll und Bioabfall dort reinmachen. Die Vernunft und der Geldbeutel halten mich leider ab.


Geschrieben

muss da nicht inzwischen Strafe gezahlt werden wenn mietpartein das ned trennen?


rita07
Geschrieben

Zu diesem Punkt gebe ich Dir ja auch Recht, Prickel. Ich führe als Single einen Minihaushalt. Diese Gemüseumkartons gebe ich in die gelbe Tonne. Bisher kam es noch zu keinen Sanktionen durch die Müllabfuhr. Aber, ich will es ja nicht verschreien. Auf der gelben Tonne steht, daß sie in die Papiervertung gehören. Wir legen allerdings die gelbe Tonne mit Zeitungspapier aus, damit im Sommer eventuell vorhandene Flüssigkeitsreste aufgesaugt und im Winter das Anfrieren verhindert wird. Da sollen die mir mal mit meinen bezahlten Gemüseumkarton kommen. Dann dürfen die mir nicht mehr frühmorgens ungestraft hinterher pfeifen.


Geschrieben

Aha, und warum schaft ihr den Grünen Punkt nicht ab?

Damals bei Gründung des grünen Punktes ging es der Müll-Lobby (man spricht im Volksmund auch von Mafia - ähnlich marktbeherrschend wie die Energie-Riesen) um die Sicherung von Marktanteilen. Das naive politische Ansinnen wurde dabei übertölpelt. Es gab seinerzeit einfach nicht die spezifischen Entsorgungskapazitäten und Recycle-Anlagen, die mit Einführung der Entsorgungsbestimmungen durch den grünen Punkt notwendig waren. Im Laufe der Jahre sind diese aber nach und nach entstanden. Ob die heute existierenden Anlagen bedarfsdeckend sind, weiß ich leider nicht, ich war Ende der 80er/Anfang der 90er mal mit der Thematik beruflich befasst. Die Effizienz und somit die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen wurde ja auch erheblich im Laufe der Jahre verbessert. Ich schätze, dass der grüne Punkt heute der Zielvorgabe wesentlich näher gekommen ist, wie es eigentlich angedacht war. Insofern würde die Abschaffung nicht wirklich Sinn machen.


Geschrieben (bearbeitet)

Also schafft der grüne Punkt erstklassige recycling Quoten bei Verpackungen?

Das ist gut, in der Schweiz gehen heterogene Verpackungen 1:1 in die Verbrennung. Recycelt werden nur Weissblech, Alu, Glas, Pet, Papier, Karton und sonstige, gewinnbringende Rohstoffe.

Nicht schlecht, jetzt sind mir die unmöglichen viergeteilten Müllbehälter auf Bahnhöfen begreiflicher.

Der Verpackungsmix wird in die chemischen Grundstoffe zerlegt? Die Grundstoffe wider an die chemische Industrie verkauft? Wieviel Grundstoffe werden aus 100 Tonnen heterogener Verpackungsmüll den gewonnen?


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ballou1957
Geschrieben

Google doch einfach mal z.B. nach Tetra Pac Recycling


Geschrieben

Sowohl bei TetraPac als auch bei "Dualen System Deutschland" habe ich nur bla bla gefunden.

ThetraPac bla bla:
"In 2010 wurden weltweit mehr als 30 Milliarden unserer Kartons recycelt. Das ist eine Steigerung um das Zweifache seit 2002 und bedeutet, dass dass 473.000 Tonnen Material nicht auf Deponien, sondern in der Verwertung landeten und somit wertvolles Rohmaterial für neue Produkte zur Verfügung gestellt wurde."

DualesSystem bla bla:
"Die größten Fortschritte hat das Kunststoffrecycling seit 1990 erlebt. Kunststoffgranulat aus gebrauchten Kunststoffverpackungen wird zu Fensterrahmen, Abflussrohren und Pflanzpaletten, Kunststoffspielzeug, Autoarmaturen und vielem mehr."

Ich will einfach wissen wieviele Tonnen Grundstoffe aus 100 Tonnen Verpakungsmix gewonnen wird? Also die Recycling-Quote.

Warum steht diese nicht an promineter Stelle auf der Homepage von "Dualem System Deutschland"?

Die beteiligten Betrieb müssen doch nur die angelieferte Menge mit der gewonnenen und ausgelieferten Rostoff-Menge abgleichen? Schaft ein CRM-System in Sekunden.

Liegt sie im Promille Bereich?


BabetteOliver
Geschrieben

[COLOR=blue]@Prickel, das Verberennen ist nach Definition auch Recycling. Halt thermisches Recycling. Und in Zeiten, wo das Erdöl langsam ausgeht vielleicht auch nicht ganz verkehrt, wenn die Wärme als Fernwärme genutzt wird. [/COLOR]
Ob in Komunen, wo sowieso alles in der Verbrennungsanlage landet, ein vorheriges Trennen sinnvoll ist, ist zu bezweifeln. Aber es wird auf der anderen Seite vollkommen verwirrend, wenn die Mülltrennung örtlich unterschiedlich gehandhabt wird.

[COLOR=blue]@Klarkopf, Du weichst aus. Die entscheidenden Fragen sind: [/COLOR]

  • </p><p>
  • Wird in der Schweiz das fehlerhafte Befüllen von Müllbehältnissen bestraft?
  • Wie reagiert in der Schweiz der Müllentsorger bzw. die Behörden, wenn sie einen solchen Fehler feststellen, keine Einzelperson ermitteln können, aber z.B. ein Mietshaus mit mehreren Parteien?
  • Wie bezeichnest Du die Personen , die in Schweizer Müllsäcken wühlen, um den ursprünglichen Eigentümer zu ermitteln?
BinUeberall
Geschrieben


Ich will einfach wissen wieviele Tonnen Grundstoffe aus 100 Tonnen Verpakungsmix gewonnen wird? Also die Recycling-Quote.

?





[SIZE=1] [SIZE=2]Das Unternehmen MTM plastic Gmbh kann aus 75000 Jahrestonnen [/SIZE][/SIZE]
[SIZE=1][SIZE=2]Plastikverpackungen und Altkunststoffen rund 40000 Tonnen Regranulate erzeugen und absetzen.



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Geschrieben

@Klarkopf - Ja, wir haben in Deutschland auch Anlagen zur Trennung von Verbundstoffen. Es wird von daher mehr recycelt als bei Euch.
Um genaue Angaben zu Rückgewinnung von Stoffen, deren Wiederverwertung und dem gesamten Recycle-System aktuell überhaupt machen zu können, müsste ich mir das Thema komplett referat-mäßig neu erschließen. So aus dem Stehgreif können Dir das im Moment wohl nur User sagen, die aktuell beruflich mit der Thematik zu tun haben. Schau doch mal auf die Seite der Grünen, vielleicht haben die zu dem Thema etwas hinterlegt.


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