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"Willst Du es aus mir rausprügeln?"


Lubani

Empfohlener Beitrag

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Geschrieben (bearbeitet)

Zugegeben...

...die Zeiten, in denen ich mich nahezu wöchentlich mit Frauen aus dem Internet getroffen habe: Liegen Jahre - wenn nicht gar gefühlte Lichtjahre - zurück. Um Sex im offensichtlichen Sinne? Nein, darum ging es nicht. Ich war auf dieser und jener Singleseite aktiv und bemerkte schnell: Je mehr eine Frau in ihrem Profil betonte, auf gar keinen Fall "so eine" zu sein, je mehr sie ihre Abscheu gegenüber den "notgeilen Kerlen" in kraftvolle Worte packte und je mehr sie betonte endlich die große, glückliche, alles umfassende, rosa-rote Liebe finden zu wollen: Desto eher war sie es die beim ersten Date klar zu verstehen gab, dass es nach dem obligatorischen Essen gehen noch einen Nachtisch geben darf.

So auch sie... ihren Namen? Weiß ich gar nicht mehr, muss 10 Jahre zurück liegen. Der Mailaustausch auf dem üblichen Web 2.0-Niveau: "Hey, tolles Profil, meld Dich mal!". So ergab ein getipptes Wort das selbige, schnell wurde der Realität mit Telefonaten Vorschub geleistet und ratze-fatze sah man sich in einem mehr oder minder szenetauglichen Lokal (für kleinstädtische Verhältnisse) gegenüber sitzen. Ein Foto? Hatte sie von mir aber ich nicht von ihr. Wozu auch? Selbst wenn die Dame aussehen sollte wie die allerletzte Schabratze aus dem Plattenbau: Who cares? Ich hatte ja nicht das ausgemachte Ziel einer dauerhaften Vermählung oder irgendwelcher, körperlicher Intensivinteraktionen. Was kommt - das kommt. Vielleicht ich, vielleicht sie, vielleicht wir gemeinsam. Oder keiner.

Und nun hockte Sie mir gegenüber. Sehr asketisch wirkend, sehr schlank, rappelkurze Haare. Typ intellektuelle Öke-Möke, vielleicht Lehrerin? Ihr schwedischer Kombi in einem frischen Herbstsilbergrau hätte zumindest vollends ins Klischee gepasst. Obgleich ich eher zu griffigen Damen neige, mir aber gleichzeitig durch eine gewisse, optische Toleranz die Möglichkeiten selbst weit offen halte: Sagte mir zumindest ihre Erscheinung zu. Okay, typisch Mann machten mir ihre doch sehr kurzen Haare leichte Probleme. Ich mag`s halt, wenn eine Frau auf den ersten Blick als Frau erkennbar ist - dicker Titten und praller Ärsche bedarf es dabei nicht unbedingt - aber die Haare? Ja, die dürfen lang sein, zumindest auf dem Kopf.

"Komm, egal, mach Dir einen schönen Abend", dengelte ich mir selbstbewusst ins Hirn und folgte dieser Maxime auch so entspannt als irgend möglich. Aber Entspannung? War irgendwie schwer zu finden. Diese pseudo-intellektuelle Kurzhaarschnarze wirkte extrem aufgesetzt in ihrer Wortwahl. Eine Mischung aus arrogant, herablassend, unterkühlt. Man quälte sich so gefühlte 5 Stunden durch so etwas wie ein Gespräch bis man entschied: "Hey, komm, nett das man sich mal gesehen hat, aber das war es auch!".

So fuhr ich sie mit meinem Wagen wieder zurück zum Bahnhof (dort hatte sie ihren herbstsilbergrauen Kombischweden geparkt). Oder besser: Ich hatte es vor. Denn nach wenigen Minuten und nicht mal einem Kilometer zurück gelegter Distanz fragte sie, ob`s hier nicht noch irgendeinen Schnellfresstempel gäbe, so "Gasthof zum goldenen M". Ich konnte diese klare, direkt gestellte Frage mit einem "Jau" freundlich und inhaltlich korrekt beantworten. 10 Minuten später saßen wir dann wie Dick und Doof nebeneinander im Auto und ergaben uns den kulinarischen Genüssen der Systemgastronomie.

Und während ich noch so überlegte, ob Fastfood und diese Frau zusammen passen, ließ sie so ganz nebenbei einen Satz fallen der die vorherigen, gefühlten 10 Stunden der quälenden Versuchsunterhaltung zunichte machte: "Weißt Du, dass mich solche Situationen unheimlich geil machen?". Ich prustete fast einen Teil meines schmierigen Burgers wieder aus und stammelte gestellt selbstbewusst: "Welche Situationen?" - "Na, mit einem wildfremden Mann im Dunkeln irgendwo auf dem Parkplatz im Auto sitzen!". Stille. In mir. Um mich herum. Was sollte das jetzt werden? Test 123? Gehe ich drauf ein? Oder hat die Ökoschnalle mit den Raspelhaaren mir nur was vorgemacht? Hatte man doch eigentlich beschlossen, dass es nix werden sollte mit ihr und mir und uns und sowieso.

Die Stille wurde unterbrochen: "Ich glaube, Du fährst mich dann jetzt doch besser zu meinem Auto". Ich startete monotonisch und noch etwas verwirrt den Wagen und wollte dem "Befehl" Folge leisten, als ein "Oder?" von Ihr den Satz und seinen Inhalt in Frage stellte. Es war Zeit für mich, auch mal was zu sagen: "Ja was jetzt? Was willst Du mir denn jetzt sagen?". - "Nix, fahr mal einfach!". Okay, ich fuhr. Und in Höhe des Parkplatzes einer Berufsschule sagte ich dann neckisch und übermütig: "Hier wäre es noch dunkler, noch einsamer... nur mal so nebenbei!".

Die Reaktion war nicht etwa "Du Drecksau, bring mich sofort zum Bahnhof" sondern: "Fahr da drauf, Arschloch!". Oha, was geht jetzt ab? Ich tat, wie die Dame verlangte. Und dann standen wir da, in der hinterletzten Ecke auf dem Parkplatz der Berufsschule im Kreis Gütersloh. "Und jetzt?" meinte sie. "Ja, was und jetzt, Dich macht es doch geil". - "Ach, Dich nicht?" entgegnete sie. Zugzwang, was nun? "Sicher macht es mich geil, wäre ich sonst hier!". Und nun ging`s sehr, sehr schnell: "Dann besorgs mir jetzt, Drecksau!". Ihre unterkühlte Fassade fing an zu tauen. Mehr noch: Ihre ganze Haltung schien sich um 180 Grad gedreht zu haben. Von "Männer, alles Schweine, ich brauche Dich nicht, ich mach`s mir lieber selbst" bis hin zu "Ich ficke alles was nur ansatzweise einen Schwanz hat!".

"Sag mir, wie Du es willst!" stammelte ich mit sichtbar wachsender Erregung. Sie kam ganz nah zu mir rüber, faste mich beim Kinn, schaute mir in die Augen, ihr Blick schien wie kurz vor dem Wahnsinn (einer jener Blicke in der man am liebsten den Arzt mit 20mg Valium bei sich wissen möchte): "Und wenn ich es Dir nicht sage, willst Du es dann aus mir rausprügeln, Du verfickter Pisser, na?". Alter Verwalter, wie war die denn drauf? Die verbale, absolut harte Nummer? Das betonierte Gegenprogramm zur täglich weichgespülten Ökowelt im selbstgeklöppelten Rentierpullover?

"Ich zeig Dir, was ich will" schrie sie, öffnete meine Hose und fing an, mir extrem geil einen runterzuholen. Und ich solle sie dabei anschreien, beleidigen. "Dreckige Schlampe, mehr hast Du nicht drauf? Fass ihn richtig an mit deinen verfickten Wichsflossen, mach es schneller, oder soll ich Dir eine knallen?". Ich glaube, so war es gut und richtig, denn das sie geil war konnte man(n) durch die eng sitztende Hose mehr als erkennen. Nie zuvor sah ich eine Frau auf diese Art und Weise klitschnass werden.

"Was soll ich jetzt tun, was, was?" - "Meinen Schwanz, nimm ihn ins Maul, aber tief, ganz tief. Mach die Fresse auf, schieb in Dir rein, jetzt!!!". Sie ging ab wie die Katze vom Schmitz, wie der geölte Blitz, wie ein Frettchen auf Ritalin. Und meine Herren, wo sonst wohl nur biologisch wertvolle Möhren und Gurken den Weg in ihren Mund fanden, gab sie sich vollends dem fleischlichen Genuss hin. Sie leckte, lutschte, biss vorsichtig in meinen Sack... ich packte ihr zwischen die Beine, klitschnass, öffnete die Hose und so saßen wir ca. 20 Minuten wild fingernd, leckend und keuchend im Auto... okay, teilweise lagen wir auch irgendwie oder waren anderweitig verrenkt aktiv.

Wir beide entluden uns fast gemeinsam... ich kurz nach ihr, denn ihre Entladung leitete sie ein mit den Worten: "Press mir Deinen Schwanz in meine Fresse und drück mit Deine Wichsrotze tief ins Maul, mach, komm, mach jetzt.... JETZT!". Allein diese verbale Überdominanz und knallharte, versaute Direktheit machte mich so geil... ich hatte Mühe, ihre Aufforderung Folge zu leisten. Oder anders: Mühe, es noch bis zu Ihrem weit aufgerissenen Mund zu schaffen, ganz knappe Mühe...

Als es vorbei war, meinte sie nur (sich mit der Zunge noch um den Mund fahrend): "Bring mich dann jetzt zum Auto!". Schweigen. Bis zur Ankunft am Bahnhof. Sie stieg aus, sagte nichts. Meine mir anerzogene Höflichkeit nötigte mir noch ein "Fahr vorsichtig" ab. Ausser ein "Halt die Fresse" bekam ich keine weitere Reaktion. Wiedergesehen? Habe ich Sie nie mehr. Auch nicht gelesen oder gehört. Und wer jetzt meint, das klingt wie ein Ausbund meiner Fantasie, wie der feuchte Traum eines pickeligen, vorpubertierenden Jungens mit den ersten Haaren am Sack, dem und der sei das Zitat eines Berliner Comedians ans Herz gelegt: "Wahre Jeschichte, kein Scheiss, würklisch passiert!".


bearbeitet von Lubani
Geschrieben (bearbeitet)

LOL - mal abgesehen von der erotischen Wertstellung der Geschichte. Deine 'Drumherum Wortwahl' und dein Stil sind klasse!

Der etwas unbeholfenen und gleichzeitig kontrastierende Ausdruck der werten Dame, mach das Ganze glaubwürdig, denn es passt in ein bestimmtes Reaktionsmuster. Auch denke ich, dass deine Analyse zur Person, sowie zu den Realitäten 'sozialer' Netzwerke der Wirklichkeit wohl sehr nahe kommt.

Insgesamt gut gemacht. Ich würde gern mal etwas ausgedachtes von dir lesen. Nicht so sehr der Erotik wegen, sondern aufgrund deines Stils und deiner Reflektionen!

VG
C.F.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
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