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Ein Versäumnis gegenüber der Organisation. Eine Spanking-Phantasie

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Geschrieben (bearbeitet)

Sie war zu früh. Hatte vermeiden wollen, dass etwas schief läuft. Eine lange Bahnfahrt, mehrfaches Umsteigen. Zudem kannte sie die Stadt nicht. Der Ort, die Adresse schien etwas außerhalb, abgelegen. Zu viele Fehlerquellen. Und Fehler wollte sie erst einmal nicht wieder begehen, gegenüber der Organisation. Sie hatte das Schreiben erwartet. Es hatte länger gebraucht, als vermutet. Eine Woche nach jenem Abend. Eine Woche vor diesem Vormittag. Die Anweisungen waren sehr deutlich gewesen. Sowohl für ihren Auftrag, als auch im Brief. Erstere hatte sie, wegen einer Unaufmerksamkeit, nicht zur Zufriedenheit erfüllen können. Letzteren, das wusste sie, dazu kannte sie die Organisation zu gut, würde sie in jedem Detail folgen müssen. Wenn nicht... Darüber wollte sie nicht nachdenken. Das Taxi bog in die Straße ein, eine Seitenstraße, eng, dicht geparkte, nicht sonderlich gepflegte Autos. Auch die Häuser recht heruntergekommen. Hier hatte die Organisation Eigentum? Nun, wohl für solche Zwecke. Das war das Haus. Die Nummer, die im Schreiben stand. Es war beinahe unscheinbar, Putz brökelte. Keine Blumen an den Fenstern. Die Taxifahrerin hielt. Sie zahlte, gab Trinkgeld, man dankte sich. Sie stieg aus. Hierher also hatte man sie beordert. Sie war zu früh. Um einige Stunden.

Durch die Stadt streifen. Sich ablenken. Zeit totschlagen. Die fehlenden Stunden. Das Warten erträglicher machen. Sie wurde nervöser. Ihr wurde klarer, was auf sie zukam. Sie kaufte an einem Kiosk eine Schachtel Zigaretten. Sie rauchte nicht mehr seit fünf Jahren. Sie setzte sich auf eine Parkbank. Hatte kein Feuer. Natürlich. Sie fragte. Man gab es ihr, eine ältere Dame. Sie zwang sich zu lächelen. "Danke." Sie rauchte zwei Züge. Widerlich. Sie drückte sie aus. Lehnte sich zurück. Konnte nicht still sitzen. Sprang auf. Ein Café. Einen Kaffee. Nein, etwas starkes. Aber: Um diese Zeit? Also doch Kaffee. Der war auch stark, gut. Sie bat den Kellner um Feuer. Den nett lächelnden Kellner. Sie konnte diesmal nicht lächeln. "Danke." Kaffee und Zigarette. Jetzt schmeckte sie zwar immer noch nicht, aber immerhin konnte sie sie rauchen. Tiefe, zu tiefe Züge. Zu gierig. Sie hustete. Jemand am Nebentisch schaute besorgt. Jetzt musste sie doch lächeln. Wenn er wüsste.

Es war warm. Drückend. Einige Wolken. Kinder plantschten in Brunnen, als sie vorbeiging. Fröhlich. Gedankenlos. Sorglos. Lachende Eltern, meist Mütter, ein paar Väter. Nett lächelnde Väter, zu nett lächelnde: Sie wusste, dass sie hübsch war. Auf die Herren wirkte. Ihre Kleidung für heute war, wie auch in jedem Auftrag, vorgeschrieben gewesen: weiße Bluse, dunkler, nicht zu langer, nicht zu kurzer Rock. Strumpfhose. Ballerinas. Privat trug sie nie Ballerinas, nur bei ihrer Arbeit für die Organisation. Arbeit. So musste sie es nehmen. Ihre letzte Amtshandlung? Das Schreiben hatte ihr nicht mitgeteilt, ob sie nach Empfang der Sanktion für ihre Verfehlung gänzlich von der Arbeit für die Organisation ausgeschlossen wäre. Sie würde es abwarten müssen. Man fällte solche Entscheidungen ganz oben. Sicher auch in Reaktion auf den Bericht, der über ihr Verhalten heute eingereicht werden würde. Sie begann zu schwitzen. Das würde dem Wohlwollen des Berichts sicher nicht zuträglich sein. Es wurde noch wärmer. Die Nachmittagsstunden.

Nervosität. Auf- und Abgehen. Nägelkauen. Noch eine Zigarette? Noch eine. Eine Brücke. Blick auf den Fluss. Ein Flussschiff. Der Mann am Steuer trank Kaffee. Fuhr gemächlich. Das Plätschern der Bugwellen. Ein leichter Wind. Ein Moment der Gedankenverlorenheit. Sehr kurz nur, und doch: Nur sie und die Brücke, das Plätschern, der Wind. Nikotin. Ruhe in Molekülform in ihrem Blut. Dann schiebt sich die Organisation wieder in ihren Kopf. Der Blick auf die Uhr. Es ist so weit. Sie warf die Zigarette fort, verließ die Brücke, suchte sich ein neues Taxi. Um die Kosten brauchte sie sich keine Gedanken machen. Die Organisation zahlte gut, auch wenn der letzte Auftrag misslungen, sie entsprechen nicht entlohnt worden war: Ihre Rücklagen waren gut. Auch für einen Neubeginn danach. Das beruhigte. Der Taxifahrer ein älterer Herr, gutmütig, gut gelaunt, zum Plaudern aufgelegt, sein Verein hatte gestern gewonnen. Er spürte ihre Unruhe. Ihren ernsten Blick. Sah im Rückspiegel die zusammengekniffen Augenbrauen. Begriff die Situation. Sprach sie nicht an wieder an, verstummte. Noch eine Viertelstunde Fahrt etwa. Noch eine Viertelstunde zögerte es sich hinaus. Straßen, Häuser, Parks, noch einmal der Fluss ziehen am Fenster vorbei. Die Zeit schrumpft zusammen. Schon sind sie in diesem Viertel. Schon in der Straße. Ihr Herz schlägt fast schmerzhaft.

Sie stand wieder vor dem Haus. Immer noch zu früh. Was tun? Bereits klingeln? Nein, in der Organisation arbeitet man auf den Punkt. Beobachteten sie sie schon, von oben? Lachten sie? Freuten sie sich auf ihre Pflicht, die sie gleich an ihr zu verrichten hatten? Gewiss. Zumindest mit Sicherheit auf den zweiten Teil. Wer einen solchen Auftrag erhält, wird von der Organisation nicht bezahlt. Es liegt an der Gestraften, ihn für seine Mühen zu entlohnen. Ein Blick auf die Uhr. Noch zehn Minuten. Sie studierte die Klingelschilder. Wie angekündigt, die obersten beiden ohne Namen, die obersten beiden Wohnungen unbewohnt, den obersten Knopf musste sie drücken. In fünf Minuten.

Sie drückte die Klingel. Es summte umgehend. Ihr Finger lag noch auf der kleinen Rundung. Sie drückte die Tür auf. Kein Aufzug. Fünf Stockwerke. Treppen. Sie ließ sich Zeit. Kein Laut war zu hören, nichts drang aus den Wohnungen, obwohl sie hier noch bewohnt waren. Man hatte dieses Haus wohl sehr sorgfältig ausgesucht. Sie stand vor der Wohnungstüre. Atmete einmal tief durch. Dann klingelte sie. Ein Fremder öffnete ihr. Man kennt sich nicht untereinander, wenn man für die Organisation arbeitet. Er grüßt höflich, gibt ihr die Hand. Dunkele Augen, dunkele, längere Haare, ein dunkeles Hemd, eine dunkele Hose. Schwarz glänzende Schuhe. Er bat sie hinein in die Wohnung. Die vollständig leere Wohnung. Die schmutzig wirkende Wohnung. Der Dielenboden war ungeputzt, die Wände brauchten schon länger einen Anstrich. Er führte sie in einen größeren Raum, ein Wohnzimmer vielleicht, einmal. Jetzt leer, bis auf zwei Stühle. An einem lehnte eine dunkele Aktentasche. Die Fenster waren trotz der Hitze fest verschlossen, die Jalousinen halb heruntergelassen. Das hatte Halbdunkel zur Folge.

"Nehmen Sie Platz. Bitte." Er wies auf den Stuhl ohne Aktentasche. Setzte sich selbst auf den mit. Seiner hatte Armlehnen, ihrer nicht. "Möchten sie etwas trinken?", fragte er. Sie schüttelte den Kopf. "Danke." "Zigarette?" "Ich habe selbst. Danke." Er zündet sich eine an. Betrachtet sie. Nickt. "Nun", sagt er, "kommen wir gleich zum - Geschäft." Mit einer Hand kramt er in der Aktentasche, zieht ein dicht bedrucktes Blatt Papier hervor. Die Organisation sieht für solche Angelegenheiten ein sehr klares Protokoll vor. Er befolgt es penibel. Dokumentiert zudem alles schriftlich. "Halten wir zunächst einmal fest, dass Sie pünktlich waren. Auf die Minute. Das kommt ihnen zugute." Sie kann darüber nicht lächeln. Sie weiß, das wird erwartet. Das ist selbstverständlich. Ein Zuwiderhandeln hätte unangenehme Konsequenzen. Hätte sicher eine Verschärfung der Strafe bedeutet.

Sie muss nun ihren Namen und ihre Position in der Organisation zu Protokoll geben. Dann ihren Auftrag referieren. Wörtlich die Anweisungen wiederholen. Sie hatte sie auswendig gelernt, nicht erst dafür selbstredend. Sondern bereits im Rahmen des Auftrags. "Gut", nickt er, "soweit die Theorie. Jetzt schildern Sie bitte, wie es tatsächlich verlaufen ist. Benennen Sie präzise Ihr Fehlverhalten, das zum Misslingen des Auftrags geführt hat. Einer Operation, wohlgemerkt, von höchster Wichtigkeit. Der Stufe eins." Wohlgemerkt. Mit gesenktem Kopf, leisen, aber klaren Worten berichtet sie. Ausführlich. Lässt nichts aus. Stellt ihre eigene, exklusive Verantwortung deutlich heraus. "Danke. Nun, Sie sind mit den Statuten der Organisation vertraut. Welche Sanktion sehen diese im Falle einer Verfehlung dieses Grades vor?" Sie nickt resigniert, hebt dann aber den Kopf. Blickt nun geradeaus. Nicht ihm in die Augen. Mehr durch ihn hindurch. Sie spricht: "Wird durch persönliches Versäumnis das Scheitern einer Operation herbeigeführt, so wird dies mit Schlägen auf das unbekleidete Gesäß mittels des von der Organisation standardisierten Prügelriemens geahndet. Wobei der oder die zu Strafende allerdings gänzlich unbekleidet zu dieser Sanktionsmaßnahme anzutreten hat. Die Anzahl der fraglichen Hiebe richtet sich nach der Bedeutung der Operation. Eine Operation der Stufe eins verlangt entsprechend ihres Stellenwerts somit", sie stockt kurz, "fünfzig Hiebe."

Fünfzig Hiebe. Dazu, das bestätigte er, war sie verurteilt. Die Kosten der Bestrafung, die Bezahlung des damit beauftragten Mitarbeiters - "Also meiner Person" - übernehme die Organisation selbstredend nicht. Das sei von der Bestraften - "Also Ihnen" - zu tragen, fährt er fort. "Jedoch, angesichts der schwerwiegenden Natur Ihres Versäumnisses, verwehrt Ihnen die Organisation die Möglichkeit, dies in Geld zu entrichten. Stattdessen ist zur weiteren und besonderen Demütigung eine Gegenleistung sexueller Art veranschlagt. Diese darf die Dauer einer Stunde nicht überschreiten, in diesem Zeitraum steht die Bestrafte dem Ausführenden allerdings für eine Reihe von festgelegten, üblichen Sexualpraktiken zur freien Benutzung zur Verfügung. Eine Liste der Handlungen, die ich von Ihnen legitim verlangen darf, können Sie hier einsehen", er holt ein weiteres Papier hervor, "Sonderwünsche sind mit der Organisation abzuklären, ich habe allerdings nichts dergleichen beantragt." Er macht eine kurze Pause. "Haben Sie Fragen?"


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
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Sie hat keine Fragen. Alles ist klar. Das ist auch ihm klar, doch das Protokoll sieht diesen Punkt vor. "Gut. Dann erheben Sie sich bitte." Sie steht auf. "Nehmen Sie das Urteil der Organisation als fundiert und den Regeln derselben gemäß an?" "Ja, ich nehme das Urteil an." "Werden Sie die Strafe hier in ... und heute am ... entgegennehmen, ohne Gegenwehr und insbesondere allen Anweisungen meinerseits, des Vollzugsbeauftragten ... ohne Widerspruch Folge leisten?" "Ja, ich werde mich in meine Strafe fügen." "In Ordnung. Ich vermerke es so im Protokoll..." Er schreibt, trägt an mehreren Stellen des Vordrucks die Daten ein. "Unterschreiben Sie das bitte noch hier", fordert er sie auf. Ihre Hand zittert ein wenig, als sie das soeben Gesagte auch abzeichnet. "Danke. Nun, dann beginnen wir jetzt, um 16 Uhr 37 mit dem Vollzug. Wenn Sie sich dafür bitte entkleiden würden."

Er steckt sich, um ihr dabei zuzusehen, eine weitere Zigarette an. Raucht genüßlich. Kann hinter dem sachlichen Gesicht die Vorfreude auf ihren jungen, nackten Körper kaum verbergen. Er mag fünfzehn, auch zwanzig Jahre älter sein als sie. Sicher, als Mitarbeiter der Organisation stehen ihm die Bordelle zumindest des Landes, wenn nicht der Welt offen. Dennoch ist dies wohl auch für ihn eine besondere Situation. Sie steht ganz gerade. Ihre Muskeln spannen sich an. Verkrampfen sich etwas. Sie atmet durch. Schluckt. Schwitzt. Wischt sich einen Tropfen von der Stirn. Die Luft ist schlecht. Dazu der Rauch. Sie atmet noch einmal ein. Ein Ansatz von Übelkeit irgendwo in ihrem Magen. Sie streicht sich über den Bauch. Ein Ansatz von Übelkeit? Sie könnte sich übergeben. Ihr Herz pocht von oben gegen den Magen. Ob das anatomisch möglich ist? Wer weiß. Sie jedenfalls empfand es so. Ein sich Straffen, ein Nicken, noch so ein Atemzug. Erste Ungeduld in seiner Stimme: "Bitte, bitte, Sie dürfen!"

"Darf ich wohl vorher doch noch so eine Zigarette?" "Tut mir leid, zu diesem Zeitpunkt verbietet das Protokoll das. Aber das müssten Sie doch wissen? Werde ich Ihr Verhalten etwa mit Zusatzhieben sanktionieren müssen?" Erschrocken: "Nein, nein. Ich... ich mache schon. Bin nur ein wenig... Sie verstehen schon." Er nickt betont wohlwollend. "Nun los, bringen Sie es hinter sich!" Sie nickt, schnell, hektisch, etwas zu heftig. Dann gehen ihre Finger zu den Knöpfen der Bluse. Sie beginnt ganz oben. Sie zittert. Ist ungeschickt. Braucht unüblich lange für jeden Knopf. Zum Glück fasst er das nicht als Provokation auf, sondern scheint auch dies zu genießen. Seine Zigarette ist längst ausgedrückt: Auf dem Boden. Wer weiß, geht es ihr durch den Kopf, wieviele dieser Rituale hier abgehalten, wieviele Zigaretten hier ausgedrückt wurden, ohne, dass man einmal geputzt hätte. Ein Schauer geht ihr über den Rücken. Sie wird hier gleich barfuß stehen. Dann: absurd, sich in diesem Moment ausgerechnet darüber Gedanken zu machen.

Sie windet sich aus der Bluse. Legt sie zusammen, ohne rechte Sorgfalt, etwas schief, legt sie über den Stuhl. Schweißperlen stehen ihr auf dem Decolltée. Sie trägt einen schwarzen BH. Sehr einfach, Baumwolle, keine Spitze oder dergleichen. Sie schlüpft aus den Ballerinas. Schiebt sie mit einem Fuß zur Seite. Nun also der Rock. Sie fasst den Bund mit beiden Händen, zieht ihn in einem Ruck hinunter. Fast energisch. Steigt aus ihm hinaus. Legt ihn zur Bluse, über die Bluse. Jetzt muss sie aber tun, wovor sie sich ekelt: Die Strumpfhose ausziehen und dann barfuß auf diesem Boden stehen. Sie bringt es schnell hinter sich. Erst das rechte Bein, vorsichtig tappt sie mit dem nackten Fuß auf den Boden. Sie spürt die raue Holzdiele und den Schmutz an der Sohle. Eine Gänsehaut. Schnell das zweite Bein. Den zweiten Fuß. Einen festen Stand finden, die Strumphhose weglegen. Sich gerade aufstellen. Ein Biss auf die Lippe. Nun nur noch in Unterwäsche vor ihm. Nur noch in Unterwäsche. Das heißt: Jetzt müsste sie den BH aufhaken. Dann den Slip abstreifen. Das mulmige Gefühl ihrer Füße wegen war vergessen.Su musste diesem Mann, diesem völlig Fremden ihre Brüste zeigen. Sie musste. Sie wollte nicht. Sie spielte nicht mit ihm, wie mit anderen. Er war es, der sie in der Hand hatte. Das war der Unterschied.

Der Luftzug an ihren Brustwarzen. Sie legte den BH über Bluse, Rock, Strumpfhose. Ihre Brüste waren nicht groß. Sie durfte sie nicht verbergen, nicht mit den Händen bedecken. Sie musste ihn schauen lassen. Das wusste sie. Ihre Arme an die Seiten gepresst. Jetzt war sie nur noch mit dem Slip bekleidet. Dem knappen, ebenfalls einfachen, schwarzen Slip. Ihr fröstelte, obwohl es immer noch warm war. Jedes kleinen Härchen an ihrem Körper hatte sich aufgestellt. Vorfreude in seinem Blick. Gehässigkeit. Gier. Er rückte auf dem Stuhl in eine andere Position. Wischte sich den Schweiß ab. Strich sich über die Bartstoppeln. Wie lange war er nicht rasiert? Zwei Tage vielleicht? Das würde später kratzen, also je nach dem, was er mit ihr vor hatte. Was er mit ihr machen wollte. Was? War sie vielleicht verpflichtet, sich von ihm küssen zu lassen? Also ihn zu küssen, ihn wirklich zu küssen? Sie musste in die Liste schauen. Viel unmittelbarer aber, was er nun gleich mit ihr machen würde. Sie blickte auf seine Arme. Kräftig. Das Hemd spannte am Bizeps. Ob er Rücksicht nehmen würde? Sein Gesicht sagte das Gegenteil. Er würde sie durchprügeln. Aber seine Lippen, seine Lippen sind doch eigentlich gar nicht mal... Aber auch das: Weiter weg. Näher, ja, unmittelbar. Sofort. Jetzt: Der Slip. Der Slip musste herunter.

Sie verrenkte sich geradezu dabei. Presste die Beine zusammen. Beugte sich tief hinunter, um mit dem Oberkörper alles zu verdecken. Schälte das Höschen mehr von ihren Beinen, als es abzustreifen. Langsam. Sehr langsam. Tat so, als habe es sich an den Knöcheln irgendwie verfangen. Tat ungeschickt. Doch es half nichts. Es dauerte nur wenige Sekunden. Nun musste sie sich wieder aufrichten. Den Slip zu den anderen Kleidern legen. Sich ihrem Bestrafer wieder zuwenden. Zwar noch mit zusammengepressten Schenkeln, doch seine hochgezogenen Augenbrauen sagten genug. Sie machte mit einen kleinen Schritt die Beine auseinander. Wusste ihre Hände an den Hüften nicht still zu halten. Die Handflächen sind feucht. Ihr Atem geht schneller.Pochen in der Schläfe. Gedankenrasen. Sie weiß nicht, wohin schauen. Auf ihre Zehenspitzen. Sie war rot im Gesicht. Sein Blick in ihrem Schritt. Sein irritierter Blick.

"Ich dachte, man hätte Sie angehalten, sich zu rasieren?!"
Das trifft sie unvorhergesehen. Sie weiß nicht, was antworten. Die Überwindung, sie ihm überhaupt zu zeigen. Und er äußerte sich zu... ihrem Zustand. Dabei hatte sie doch... Dabei war sie doch...
"Ich... sie ist doch... ich meine, ich bin doch..."
"Und dieser Streifen?"
"Das..."
"Man hat im Schreiben eindeutig spezifiziert: Vollständige Intimrasur. Ist das für Sie vollständig?"
Da war es: ein Versäumnis. Ein Fehler. So ein dummer. So ein beschämender. Sicher nicht konsequenzloser.
"Sie sehen ein, dass ich das werde ahnden müssen?"
Sie nickt.
"Gut. Fünf Zusatzhiebe. Jedoch nicht auf das Gesäß. Sondern auf das von dem Versäumnis betroffene Körperteil."
Das von dem Versäumnis betroffene Körperteil. Was für eine Ausdrucksweise. Schlimmer: Was für eine Strafe. Hiebe zwischen die Beine. Das Ziehen im Bauch. Wieder die Übelkeit. Angst jetzt, wirkliche Angst, gegenüber der Nervosität, der Scham von zuvor. Kalter Schweiß. Ihre Körperhaltung änderte sich wohl, oder was sie ausstrahlte, denn er bemerkte etwas: "Das haben Sie selbst zu verantworten. Sie wissen, dass die Anweisungen der Organisation bis ins Detail umzusetzen sind. Versäumnisse werden bestraft."
Sie hat eine hoch empfindliche Klitoris. Sie kann sich den Schmerz nicht ausmalen. Panik. Tränen steigen in ihre Augen. Sie hält den Instinkt, zu protestieren, zurück: Würde sie darum bitten, ihr die Zusatzhiebe, gerne auch mehr, stattdessen auf den Hintern zu geben, so hätte sie nur mit einem weiteren Anheben der Strafe zu rechnen. Das weiß sie. Sie bleibt also still. Schluckt. Schluckt nochmal, schluckt einmal mehr. Es hilft nicht. Elend, nackt, den Tränen nahe steht sie da, im Halbdunkel des leeren Raums. In dessen Mitte. Neben dem Stuhl, auf dem ihre Kleidung und Unterwäsche liegt. Vor ihr sitzt der fremde Mann, der kräftig wirkende Mann, der dunkel gekleidete und dunkel daherblickende. Sie wartet auf und fürchtet seine Anweisungen. Ihre Zehen krümmen sich, als ob sie sich in den schmutzigen Boden krallen wollten.

"Drehen Sie sich um", spricht er schließlich, "beugen Sie sich vor. Stützen Sie sich auf dem Stuhl ab." Sie befolgt diese Anweisungen. Begibt sich in Position. Sie wartet ab. Er trägt noch etwas ins Protokoll ein. Wohl die Zusatzstrafe. Dann holt er aus seiner Aktentasche den Riemen hervor. Schmal. Nicht sonderlich lang. Schwarzes Leder. Er steht auf. Geht zwei Schritte auf sie zu. Die Dielen knarzen. Er steht jetzt hinter ihr. Atmet einmal durch. Lockert seine Arme. Stellt sich etwas breitbeiniger, bequemer, fester hin. Lässt noch einige Augenblicke verstreichen. Einfach so. Alles in ihr spannt sich an. Jetzt holt er aus.

[...]


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
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Rockdeern
Geschrieben

Danke was für eine tolle Geschichte bis jetzt, ich freue mich auf die Fortsetzung.


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