Jump to content

Ist der feminismus tot ?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

in den letzten Jahren habe ich folgende Beobachtung gemacht : Irgendwie bewegen sich Mann und Frau wieder stärker auf das alte Rollenbild zu während die gesetzliche Lage in Deutschland immer fortschrittlicher wird und wurde.

Vor 30 oder 40 Jahren war es genau umgekehrt. Die Gesellschaft machte sich auf, getrieben von emanzipierten Frauen....und der Staat hinkte hinterher.

Und jetzt wo es die Möglichkeiten gibt wovon die Frauen damal geträumt haben , dreht die selbstbewußte emanzipierte Frau von heute den Spieß um und macht wieder einen auf Sexobjekt, Handtaschenkäuferin, sich einladen lassen.....und am Ende ganz selbstbestimmt natürlich die berufliche Karriere aufgebend , da Mutter und Hausfrau sein wieder schick ist.


Geschrieben (bearbeitet)

Es ist doch aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse
kaum noch möglich, dass eine Frau zu Hause bleibt, da müsste der Ehemann schon sehr gut verdienen.

Handtaschen, Schuhe und Klamotten kaufen?? das hat doch nichts mit Emanzipation oder nicht zu tun, es macht einfach Spass auch mit eigener Kreditkarte ,-)

Ansonsten finde ich es schön, als Frau ein bischen ritterlich behandelt zu werden, Tür aufhalten, Blumen geschenkt zu kriegen, eine Einladung zum Essen und wenn's nur die Pizzeria um die Ecke ist.

Und eigentlich ist Hausfrau und Mutter sein auch ein Job, nur leider ein unterbezahlter


bearbeitet von Sabrinasub001
Geschrieben (bearbeitet)

[QUOTE=Sabrinasub001;7452273]
Handtaschen, Schuhe und Klamotten kaufen?? das hat doch nichts mit Emanzipation oder nicht zu tun, es macht einfach Spass auch mit eigener Kreditkarte ,-)

**Die Handtasche war von mir als Metapher angedacht***

Ansonsten finde ich es schön, als Frau ein bischen ritterlich behandelt zu werden, Tür aufhalten, Blumen geschenkt zu kriegen, eine Einladung zum Essen und wenn's nur die Pizzeria um die Ecke ist.

***Wenn ich so zurückdenke, als die Emanzen so richtig aktiv waren,so Anfang der 70er Jahre, da konnte es einem Mann pasieren, wenn er einer Frau die Tür aufhielt oder einer Frau in den Mantel half, dass die "Dame" in anblubberte. Schließlich war sie doch emanzipiert. Es gab damals richtige Kampfemanzen.*****


Und eigentlich ist Hausfrau und Mutter sein auch ein Job, nur leider ein unterbezahlter


***Hausfrau und Mutter ist sogar ein sehr aufreibender JOb, der leider auch vom Rentenversicherungsträger nicht gewürdigt wird.****


bearbeitet von altermann1948
Geschrieben

Die Emanzipation der Frau ist ja schon länger abgeschlossen. Vielmehr
ist es ja heute so, dass Männer Mühe haben, dem zum folgen. Man sagt ja, jetzt müssten sich Männer gegenüber der Frau emanzipieren.

Aber alles unterliegt dem Wandel der Zeit. Wir erleben immer wieder
diverseste Retro-Phasen. So ist wohl auch zu erklären, dass sich Frauen
auf das traditionelle Frauenbild zurückbesinnen.


Geschrieben (bearbeitet)

Mir gefallen Frauen die sich als Frau begreifen. Die zu sich und ihren Reizen stehen. Außerdem hat jeder spezifische Talente. Und die Unterschiede bedeuten ja nicht, nicht gleichberechtigt, sondern ich weiß wer ich bin, was ich möchte, was mir Spaß macht.
Ich finde, dass leider bestimmte feminine Jobs einfach unterbewertet sind. Richtige Gleichberechtigung ist erst erreicht wenn Frau Frau und Mann Mann sein kann, ohne das es zu einer Wertung führt egal was man macht..
Also Frauen zeigt was ihr habt und könnt, lasst die Männerwelt neidisch hinter her sehen und versucht nur nicht so zu werden wie die Männer.
Denn dann wird es auf diesem Planeten ganz schön eintönig unbunt.


bearbeitet von krokofant
Geschrieben

Die regelrechten "Kampfemanzen" waren wohl eher in
der Minderheit.

Den BH hatte ich zwar auch verbannt, damals,
aber heute ziehe ich ihn gerne wieder an *lächel

Und sogar Alice richtet sich mitlerweile ganz nett her.


Geschrieben

Die Emanzipation wird halt langsam "erwachsen", büßt etwas Radikalität ein, fügt sich ein klein wenig geschmeidiger ins Gesamtbild um nicht unnötig anzuecken und durch unnötige Provokation sich selbst auszubremsen.
Wie schon gesagt ist die gesetzliche Lage längst nicht mehr so wie vor 30 oder 40 Jahren, deshalb ist grad eher das "Feintuning" angesagt und nicht mehr das spektakuläre Wachrütteln mit auffälligen Aktionen oder provokanten Thesen.
Zudem ist Revolte grad sowieso nicht mehr so ganz in Mode.
Schau etwas genauer hin und du siehst das grade die Frauen die sich betont weiblich geben gleichzeitig ziemlich tough und selbstständig sein können.
Alles was verschwunden ist, ist der scheinbare Wiederspruch von Weiblichkeit/sich weiblich geben und emanzipiert sein.


samaris2603
Geschrieben (bearbeitet)

So ist wohl auch zu erklären, dass sich Frauen
auf das traditionelle Frauenbild zurückbesinnen.

mein Frauenbild hat sich nie geändert, ausser das frau nicht nur hinter den herd gehört
Ich war auch nie ne Kampfemanze, wollte auch nie was durch meine Berufswahl beweisen. Und trotzdem habe ich Schlosserin gelernt. ein klassischer Frauenberuf kam nie infrage.
trotz allem kann ich weiblich sein, aber auch bei bedarf den "ganzen Kerl dank chappi " raushängen lassen


bearbeitet von mausi2603
Geschrieben (bearbeitet)

Alles was verschwunden ist, ist der scheinbare Wiederspruch von Weiblichkeit/sich weiblich geben und emanzipiert sein.

Ganz so optimistisch sehe ich das nicht. Aus dem kämpferischen Feminismus der 70er ist tatsächlich die Luft raus. Heute in der Rückschau kann man sehen, dass er viel erreicht hat. Längst nicht alles, aber immerhin eine ganze Menge.

Diejenigen, die sich noch um Feminismus kümmern, brauchen auch keine klare Fronthaltung mehr. Das "Kampfemanzentum" welches den Anfang der Frauenbewegung begleitet hat, ist praktisch völlig verschwunden. Man kann auch auf High-Heels seinen Standpunkt vertreten und man tut das auch.

Ich hatte neulich ein AHA-Erlebnis, als ich mal wieder einen alten Tatort (Reifezeugnis 1977) gesehen habe. Darin spielte Judy Winter eine "starke Frau". Damals eine Rolle, die fasziniert hat, und wohl entscheidend dazu beigetragen hat, dass die Folge als Klassiker gilt. Heute ist das kalter Kaffee, weil die Rolle nicht mehr ungewöhnlich und faszinierend ist. Starke Frauen sind inzwischen Massenware.

Und WENN sie doch mal zuschlagen müssen, dann hauen sie Dir die Handtasche über den Kopf und schämen sich nicht im mindesten, dass sie überhaupt eine haben.


bearbeitet von SommerBrise
Geschrieben (bearbeitet)

@altermann1948

Mal ganz ehrlich. In den meisten Haushalten ist Frau überbelastetet.
Sie hat Kinder geht arbeiten, der Mann kommt nach Hause und ist fertig, sie kümmert sich um die Kinder.

Wo ist das Emanzipation?

Das selbe wird vom Staat verlangt, eine Mutter von mehreren Kindern soll arbeiten gehen.

Frau ist somit ein Übermensch, Mann ruht sich aus, und Frau pauckt?

So ist die Lage heute, Frauen sind stärker, aber auch sie werden unter solch anforderungen kaputt gehen.

LG
@SommerBrise

für diese Aussage knuddel ich dich. So ist es.


bearbeitet von Freya007
samaris2603
Geschrieben (bearbeitet)



So ist die Lage heute, Frauen sind stärker, aber auch sie werden unter solch anforderungen kaputt gehen.


Meine Mutter ist nach 9 Jahren Ehe Witwe geworden. 2 kleine Kinder im Alter von 6 und 8
Und sie war in der Lage uns und den Haushalt zu versorgen UND arbeiten zu gehen
die meisten "starken" Frauen die ich kenne waren krank sobald sie von einer Schwangerschaft wußten, und wenn das kind endlich da war, meist nicht in der lage den Haushalt ordentlich zu versorgen, weil das kind ja soviel kraft raubt

Mein Oma war noch eine von den Trümmerfrauen, den meisten "starken" Frauen heute wäre das zuviel, da könnt ja n Fingernagel bei abbrechen

Sorry, aber die meisten "starken" Frauen heute sind meist nur "stark" weil sie nur mit Worten aber nicht mit Taten stark sein müssen.
Als Männer würden sie als Maulhelden bezeichnet werden


bearbeitet von mausi2603
Geschrieben

Mausi,

so kann ich das nicht sehen. Früher war der Zusammenhalt größer, die Großmutter wohnte noch bei uns, und machte es möglich, das Schwiegertöchter weiter gehen konnten.

Bei all der Emanzipation, da erlebe ich heute, ist Frau Frau, Mann Mann.

Die Emanzipation hat der Frau noch mehr aufgehallst. Aber nicht nur das, Frau versucht aus einem Mann Frau zu machen.

Männer sollen nicht mehr beharrt sein auf der Brust, ist für mich absolut Mann sein, Männer werden immer mehr zu Frauen gemacht.

Das ist eine große Irritation, von beiden Seiten, Mann darf nicht mehr Mann sein, und Frau nicht mehr Frau.
LG


Geschrieben

Die Emanzipation hat Frauen und Männer voneinander entfernt, wir sind zu autarken Persönlichkeiten geworden.

Zumindest in meiner Generation, vielleicht macht es die nachfolgende besser/anders


samaris2603
Geschrieben



Die Emanzipation hat der Frau noch mehr aufgehallst.


Schaff mal Fernseher und PC ab, du wirst dich wundern wieviel Zeit mehr man auf einmal hat
Emanzipation hat den Frauen vielleicht einiges mehr aufgehalst, aber wir haben dafür technische Hilfsmittel die unsere Großeltern nicht hatten und die unsere Haushalts-arbeitszeit erheblich verkürzt hat


Geschrieben

Die Emanzipation hat Frauen und Männer voneinander entfernt, wir sind zu autarken Persönlichkeiten geworden.

Zumindest in meiner Generation, vielleicht macht es die nachfolgende besser/anders



Das kann ich so unterschreiben.


LG xray666


Geschrieben

Überlastung, weil der Mann nicht mitzieht?

"Frauen gehören hinter den Herd" , also mal in die Runde gefragt welche Frau passt dort hin? Zwischen Herd und Wand ist es bei mir eng.

Was habt Ihr für Partner, wenn alle Arbeit an Euch hängen bleibt? Wenn Ihr Euch Typen aussucht die die Beine hoch legen und dann selbst und alleine Job, Kinder und Haushalt schmeißt. Selber Schuld, sucht euch einen Anderen, oder Ihr wollte es so. Das nennt sich Emanzipation und Freiheit.


Geschrieben

Frauen waren nie nur hinter'm Herd


Geschrieben

Was habt Ihr für Partner, wenn alle Arbeit an Euch hängen bleibt? Wenn Ihr Euch Typen aussucht die die Beine hoch legen und dann selbst und alleine Job, Kinder und Haushalt schmeißt. Selber Schuld, sucht euch einen Anderen, oder Ihr wollte es so. Das nennt sich Emanzipation und Freiheit.



Kann ich nur unterschreiben


Frau lucky


Geschrieben

Frau Lennox sagte einst: Behind every great man there had to be a great woman.
Wenn alle alles wollen bleibt der Mensch auf der Strecke.
Feminismus ja oder nein.
Es war schon immer so das die Frauen die Dinge lenkten.
Sie hatten in der Vergangenheit vielleicht weniger rechte auf dem Papier.
Doch waren die größten herrscher bereit wegen einer einzigen kriege vom Zaun zu brechen.
Sie raubten uns schon immer die sinne und werden es bis in alle Ewigkeit tun.
Diejenige die es versteht wird somit einen starken man an ihrer Seite haben, der zu gegebener zeit hinter ihr steht.
Warum sollte mich eine Frau reizen die funktioniert alle deutsche Bräuteschule.
Eine starke selbstbewusste Frau ist faszinierend.
Und wird perfekt wenn sie im rechten Moment imstande ist ganz Frau zu sein.
Ob Architektin,Soldatin oder Hausfrau ist dabei unerheblich.
Ich kenne eine Bäckerin die The nose free solo geklettert hat und die Alpen mit einem Gleisschirm überflog.
Doch ist ihr weiblicher Reiz größer als alle ihre taten.
Es ist ein Erlebnis wenn sie für mich kocht.
Und somit ist es wieder die tat und der Moment der einen Mensch wertvoll macht.
Fem, Dom, Dev, Mask, seit was ihr wollt nur seit ihr selbst.
Dann erst kann euch der rechte erkennen.


EthanHawke
Geschrieben

in den letzten Jahren habe ich folgende Beobachtung gemacht : Irgendwie bewegen sich Mann und Frau wieder stärker auf das alte Rollenbild zu während die gesetzliche Lage in Deutschland immer fortschrittlicher wird und wurde.

Vor 30 oder 40 Jahren war es genau umgekehrt. Die Gesellschaft machte sich auf, getrieben von emanzipierten Frauen....und der Staat hinkte hinterher.



das halte ich sogar für eine genrelle gesellschaftliche Entwicklung. so hat Homophobie heute schon wieder eine ganz anderen Stellenwert bei Jugendlichen als früher (einen höheren, wohlgemerkt ) während in den letzten Jahren gleichzeitig die gesetzlichen Rechte für Homosexuellen gestärkt wurde.

vielleicht ist das tatsächlich darauf zurückzuführen, daß wir in vergleichsweise "bewegten Zeiten" leben, in welchen viele Menschen u.a. aus Verunsicherung lieber auf vermeintlich "Altbewährtes" zurückgreifen.


Geschrieben

Frau Lennox sagte einst: Behind every great man there had to be a great woman.



Ich finde dein statement klasse, kann ich so unterschreiben.

Nur beim Song-Zitat liegst du falsch (eurythmics gehören zu meinen Lieblingsbands). Der ist aus dem Lied "Sisters are doing it for themselves" - und eben nicht für den Mann still und leise im Hintergrund.
Siehe Frau Brand (Rut), Frau Kohl usw.... es hat ihnen nichts gebracht, sie wurden ausgetauscht.


Geschrieben

Siehe Frau Brand (Rut), Frau Kohl usw.... es hat ihnen nichts gebracht, sie wurden ausgetauscht.



Emanzipierte Frauen werden auch "ausgetauscht"

Das gehört zu den "modernen Zeiten"


cuthein
Geschrieben

...
Siehe Frau Brand (Rut), Frau Kohl usw.... es hat ihnen nichts gebracht, sie wurden ausgetauscht.


Frau Kohl?
Du meinst Hannelore Kohl?

Wieso wurde die "ausgetauscht"?
Sie hat Selbstmord begangen wegen ihrer Lichtallergie.


Geschrieben

Wer weiss, warum sie sich umgebracht hatte

Eine Frau die sich geliebt fühlt bringt sich nicht um,
auch nicht wegen einer Lichtallergie.


BinUeberall
Geschrieben


Eine Frau die sich geliebt fühlt bringt sich nicht um,
auch nicht wegen einer Lichtallergie.






Einschlägige Magazine aus Hamburg haben noch vor der Trauerfeier für Hannelore Kohl im Speyerer Dom millionenfach Zweifel an ihrer Krankheit verbreitet und die bösartige Parole ausgegeben, der ohnehin zu allen Schandtaten fähige Helmut Kohl habe seine arme Frau in den Selbstmord getrieben. Um solche unwürdigen Spekulationen und offenbar von Hass diktierten Verleumndungen zu beenden, darf ich mit dem Einverständnis der Familie aus dem Abschiedsbrief von Hannelore Kohl an ihren Mann zitieren. Sie geht darin zunächst auf ihren Leidensweg seit dem Anfang ihrer Krankheit 1993 ein: zunächst auf ihren Leidensweg seit dem Anfang ihrer Krankheit 1993 ein: "Ich habe über viele Jahre um Licht und Sonne gekämpft - leider vergebens." Nach vielen ärztlichen Konsultationen habe sie jetzt endgültig keine Hoffnung mehr auf Besserung. Ihre Krankheit sei nach dem Befund der Mediziner unheilbar. Den Glauben an Wunder habe sie aufgeben müssen. Weiter schreibt Hannelore Kohl wörtlich: "Ich danke Dir für viel Hilfe, Zuspruch und Deine Versuche, mein Leben zu erleichtern. Zusammen mit Dir habe ich viele gute Jahre gehabt, und auch schlechte Zeiten haben wir durchgestanden. Ich danke Dir für ein Leben mit Dir und an Deiner Seite - voller Ereignisse, Liebe, Glück und Zufriedenheit. Ich liebe Dich und bewundere Deine Kraft. Möge sie Dir erhalten bleiben. Du hast noch viel zu tun."


Dr. Theo Schwarzmüller,


×