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verkehrte Welt - "Jung" lehrt "Alt"?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo Forum!

Ich möchte mal ein Thema zur Diskussion stellen, welches mich aus realer Sicht schon lange beschäftigt:

Unsere Gesellschaft ist extrem völlig anders geworden, als es die Menschen von Generation zu Generation gewohnt waren.
Seit Jahrtausenden war es doch so, dass die jungen Generationen zu den alten Generationen hinauf schauten, von ihnen lernen konnten...

Wir, heute, leben dagegen in einer solch schnell-lebigen Zeit, dass eher die Alten die Jungen befragen müssen, um überhaupt noch mithalten zu können.

Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen, weil die Zeit sich innerhalb einer Generation so massiv verändert, dass "die Jungen" gar nicht mehr die Möglichkeit haben, von dem Erfahrungsschatz "der Alten" zu profitieren.

Wie seht Ihr diese Entwicklung?

Ich persönlich halte es für fatal, sogar gefährlich...


Geschrieben

Was ist daran den fatal? Im Sinne der Evolution ist es doch ein großer Vorteil, denn so besteht ja nicht mehr die Gefahr, dass das Wissen mit den Alten ausstirbt. Oder siehst du es eher so, dass ähnlich wie auf dem Arbeitsmarkt, die Alten immer überflüssiger werden und in ihrer kulturellen und intellektuellen Bedeutung von den Jüngeren verdrängt werden?


Geschrieben

@BigLittleWilly

Oh, nee, ich sehe es genau anders herum, nämlich, dass das Wissen "der Alten" heute innerhalb kürzester Zeit nicht mehr gefragt ist, damit nur noch fast sofort wieder egal wird und direkt stirbt.


Geschrieben

@PaanTu

Und an welches Wissen denkst du dabei? Ist inzwischen nicht alles Wichtige auf Wikipedia festgehalten? (Natürlich nicht ganz ernst gemeint)


Geschrieben

@BigLittleWilly

Dein Beispiel mit der Arbeitswelt finde ich dazu schon mal sehr gut, da kann man es sehr deutlich sehen, was ich meine:

In früher Zeit war es unbedingt wichtig, Leistung, Kraft, Zuverlässigkeit usw. einzubringen, damit der Laden läuft.
Heute dagegen kommst Du damit nicht weiter, heute musst Du Dich "verkaufen" können, "lügen" können, Leistung an Andere delegieren können.

Dabei geht aber leider verloren, dass zum Beispiel unser Land nach dem zweiten Weltkrieg mit Leistung, körperlichem und ideellem Einsatz aufgebaut wurde.

Nicht mit Schauspielern, Pokern, Delegieren der tatsächlichen Arbeit oder politischen Manövern oder gar Intrigen.

Hier sehe ich extrem die alten Werte verloren und erste (negative) Ergebnisse zeigen sich ja nun schon auffällig, wenn man Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern heute sieht.


sozusagen
Geschrieben (bearbeitet)

Die Gesellschaft ist einfach lebendig, sie entwickelt sich und das ist auch nicht aufzuhalten. Höchstwahrscheinlich ist das auch gar nicht im Sinne des "Erfinders".

Dazu halte ich es für schwierig, eine gefühlte Vernegativierung .. als Fakt anzusehen.

Während ich nach meiner Erfahrung vor 10 Jahren noch gesagt hätte, dass auch ich einen Werteverfall erlebe, der mich schockiert - so muss ich heute einfach zugeben: Gewisse Werte haben immer noch ihren Platz ( einige sogar mehr denn je, so finde ich ) - andere Werte haben sich einfach nur angepasst.

Ideelles Einbringen gibt es auch heute noch - nur haben sich das Idealbild, die Zukunftsvision, einfach verschoben.

Und für mich - ganz persönlich - war es schon immer so.
Jung lernt von alt, alt lernt von jung! Warum?

Weil sich Menschen, gleich welchen Alters oder Herkunft, immer etwas geben können. Die letzten zwei Jahrzehnte des Alterskampf machen mich, ehrlich gesagt, zu müde, um darauf noch einzugehen ^^


bearbeitet von sozusagen
Geschrieben

@sozusagen

Danke Dir für Deinen Beitrag und habe darauf hin sofort mal Dein Profil...

Also, bei mir ist es (gefühlt) sicherlich noch Einiges krasser, denn ich bin fast 15 Jahre älter.

15 Jahre machen in heutiger Zeit eine Menge aus und genau das war mal ganz, ganz anders.

Früher konnten die Menschen über Generationen hinweg vom Wissen "der Alten" profitieren, heute ist dieses Wissen eigentlich fast nur noch warme Luft von damals.


sozusagen
Geschrieben

Nun - und genau das kann ich dir so einfach nicht bestätigen.
Ob das an den 15 Jahren Altersunterschied liegt? Durchaus eine Möglichkeit.

Ich halte es einfach für müßig, sich darüber zu beklagen. Es gibt viel Möglichkeiten, sich selbst einzubringen, den eigenen Wirkungskreis zu erweitern und in der Arbeitswelt durch die eigene Persönlichkeit ( unabhängig von Alter / Geschlecht ) zu punkten.

Schauspielerei? Lügen? Pokern?
Nun also .. in meine Beruf wäre das durchaus unangebracht


Geschrieben


Schauspielerei? Lügen? Pokern?
Nun also .. in meine Beruf wäre das durchaus unangebracht


Tja, dann hast Du entweder Glück mit Deinem Beruf oder Du übersiehst wichtige Faktoren für Deine Karriere.


sozusagen
Geschrieben

Ja, Papa. Das übersehe ich wahrscheinlich


Geschrieben

Jetzt werd mal nicht ironisch hier! ()


sozusagen
Geschrieben

Entschuldigung


BabetteOliver
Geschrieben

[COLOR="Blue"]@PaanTuu, ich nehme das Verhältnis zwischen alt und jung anders wahr als Du. Sowohl innerhalb der Familie, wo die ältere Generation vieles an die jüngeren weitergeben kann, als auch in der Arbeitswelt.
Im Rahmen der anstehenden gesellschaftlichen Aufgabe, dass alle Arbeitnehmer länger arbeiten müssen, ist der "Nutzen" von älteren Arbeitnehmern überprüft worden. Das Ergbnis hat mich nicht erstaunt. Unternehmen, die auch ältere Arbeitnehmer beschäftigen, sind produktiver. Denn Lebens- und Beruferfahrung sind nicht zu ersetzen.

Und ähnlich erlebe ich es im Verhältnis mit jüngeren Menschen. Das Wissen um die aktuelle Technik ist dort in der Regel größer, aber Weitblick, Vorkommnisse in größere Zusammenhänge einordnen, Geschehnisse richtig zu (be)werten, Zusammenhänge erkennen etc. dafür ist Lebenserfahrung von großem Vorteil. Man hat oft eine andere (entspanntere) Sicht auf die Welt.
[/COLOR]


Desroisiers
Geschrieben

Ich möchte nichts von den „Jungen“ lernen. Es ist keine schlechte Generation, auf diesem Pferd will ich gar nicht reiten. Es ist viel schlimmer: sie sind eine mittelmäßige Generation. Angepasst. Sie posten ihr mittelmäßiges Leben auf Facebook & Co („bin jetzt in der Bahn“, „esse heute bei meiner Oma…“, ) und teilen es mit ihren mittelmäßigen Freunden, die sie zum Teil noch nie gesehen haben. Sie stellen sich brav und bieder in langen Schlangen voll anderer Konsumzombies bei Eröffnungen von A+F, Hollister oder Apple-Stores an und lassen sich zu dressierten Äffchen machen. Und es stört sie noch nicht einmal.
Ist das nicht die berühmte Ironie der Geschichte? Eine Generation kämpft dafür, nicht mehr anstehen zu müssen und ihre Enkel tun es freimütig, mit einem wohligen Schauer im Bauch.
Ihr ganzes Leben ist genormt und von Marken diktiert. Manchmal, an schlechten Tagen, muss ich Leute auf der Straße fragen, in welcher Stadt ich eigentlich aktuell bin. Hamburg, München, Düsseldorf, Berlin – eine Stadt sie aus wie die andere. Starbucks, H&M, McDonalds, WE, Douglas, Esprit. Immer die gleichen Läden, immer das gleiche Angebot. Daher sehen die mittelmäßigen jungen Leute auch alle gleich aus. Einer wie der andere. Und das wollen sie auch so. Genauso. Eine Armee austauschbarer, ständig tippender Untoter.
Lernen? Was? Technik? Da kichere ich aber behäbig. Von Windows bis zum Smartphone – alles so idiotensicher installierbar, das kann ein aufgeweckter Schimpanse. Weil die mittelmäßigen ungern nachdenken oder sich etwas erarbeiten müssen. Ich habe von der Schreibmaschine bis zur WebEx alles erlebt – da muss mir so ein grinsender Berufsjugendlicher mit Hollister-Shirt nicht bei helfen. Und sollte ich – und der Herr möge es verhüten – eines Tages von denen abhängig sein, werde ich ganz individuell und nach meinem Willen abtreten. Und mein letztes Getränk wird kein Schrottoschino (to go) sein, sondern ein selbst gemixter Asbach-Cola.


Geschrieben

@Desroisiers: so wie Du haben unsere Eltern auch über unsere Generation geredet und gedacht. Denk mal drüber nach: war es nicht bei uns in jungen Jahren auch so, das wir gedacht haben, uns gehört die Welt und die Alten sind eh nur Spiesser?
Alles, was Du geschrieben hast ist sicherlich wahr aber gib den Jungen eine Chance. Viele Dinge brauchen einfach ihre Zeit und Sachen, die man selber erkennt sind nachhaltiger als die, welche
man vor projiziert bekommt.


geilbinichgerne
Geschrieben

.
also ich denke, dass vielleicht das pure wissen der 'alten' auf irgendwelchen datenträgern gespeichert ist
und nicht verloren gehen kann. die anwendung dessen wird ohne die entsprechende lebenserfahrung
dazu aber manches mal nicht die gleiche sein.

ich bin zutiefst der ansicht, das 'junge' von 'alten' lernen können und sollten, aber auch umgekehrt
sollten 'alte' sich durchaus manche neuerungen der 'jungen' zunutze machen.

leider gibt es auf beiden seiten wohl mehr sturköpfe und lernverweigerer,
als echt offene menschen, die den gegenseitigen nutzen sehen


.


Geschrieben

Ich finde es ja immer bedenklich wenn Fronten aufgemacht werden:

Alt<-->Jung
Frauen<--> Männer
Die da oben<--> Wir da unten

etc.

Warum eigentlich? Wenn man denkt gegen etwas eine Front aufmachen zu müssen, sich also gegen etwas verteidigen zu müssen, scheint man sich ja bedroht zu fühlen.

Und diese Bedrohnung kann ich nun so gar nicht verstehen. Um mal beim Beispiel des Threads zu bleiben. Falls nicht durch göttliches Eingreifen eine neue Sinnflut über uns kommen sollte, sind "die Alten" doch sowieso bald die bestimmende Gruppierung in unserer Gesellschaft, also mal in die runzligen Füße atmen.

Viel interessanter finde ich die Frage, wie sich "Alt sein" in unserer Gesellschaft verändern wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ich so alt wie meine Mutter bin, ich ein komplett anderes Leben führen werde. Und dies nicht nur aus freiem Willen (wenn es diesen denn gibt), sondern auch weil sich mein Umfeld sehr verändert haben wird.

Finde das aber eher spannend, und keinen Grund zum lamentieren, oder herablasssend zu sein.

Pirat


Delphin18
Geschrieben

Wir, heute, leben dagegen in einer solch schnell-lebigen Zeit, dass eher die Alten die Jungen befragen müssen, um überhaupt noch mithalten zu können.

Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen, weil die Zeit sich innerhalb einer Generation so massiv verändert, dass "die Jungen" gar nicht mehr die Möglichkeit haben, von dem Erfahrungsschatz "der Alten" zu profitieren.

Meine Schwiegereltern fragen gar nicht erst meine Frau oder mich, sondern gleich unsere Kinder, wenn es darum geht, einen CD-Player oder ein neues Handy zu programmieren.

So führt tatsächlich der rasante technische Wandel dazu, dass ältere mehr als früher von jüngeren lernen können.

Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass meine Kinder es genießen, von der Lebenserfahrung oder nenne es auch Altersweisheit meiner Schwiegereltern zu profitieren.

Mit Bezug auf mein persönliches Umfeld finde ich also die Entwicklung durchaus positiv. Es ist ein gegenseitiges Lernen.


Eddie750
Geschrieben

An den Wandel in der Technik muß man sich bis zu einem gewissen Grad anpassen.

Trotzdem kann ich immer noch ganz gut mit meinem Neffen (18) über ethische Werte diskutieren und ich glaube gerade in der immer technischer werdenden Welt werden Werte immer wichtiger.
Mit meinem Neffen kann ich zum Teil sogar eher darüber diskutieren als mit seinem Vater.

Wenn ich Gleichaltrige betrachte, sehe ich oft festgefahrene Schienen aus denen die Leute gar nicht mehr raus wollen.
Teilweise auch Ablehnung gegen Veränderungen und unreflecktierte Vorurteile gegen die Möglichkeiten, die die Technik heute zu bieten hat.


WrongPlanet
Geschrieben


Ich persönlich halte es für fatal, sogar gefährlich...



Haha, irgendwie wundert es mich überhaupt gar nicht, daß in diesem Forum die Älteren Angst davor haben, daß die Jüngeren ihnen nicht mehr alles nachmachen.
Rein geschichtlich gesehen kann ich Deine Angst nachvollziehen. Das letzte Mal, daß es vorkam, daß die Jugend den Älteren so deutlich voraus waren, da endete das im 2. Weltkrieg. Diesmal sind es aber ganz andere Voraussetzungen. Grundsätzlich ist es ja so, daß junge Menschen eher verträumt sind und offen für freiheitliche bis weltverbessernde Ideen. Dem Gegenüber stehen die Alten, die diese Ideen auch mal hatten, mit der Umsetzung gescheitert sind und deswegen davon überzeugt sind, daß diese Ideen grundsätzlich unumsetzbar sind. Das wird dann von der älteren Generation gerne als Lebenserfahrung idealisiert.
Tja, heutzutage gibt es das Internet und das macht den Riesenunterschied. Früher war es so, daß jemand (oft waren es halt jüngere Menschen, aber auch nicht nur) was in Frage gestellt hat oder eine innovative Idee hatte und dann mußte er sich damit an jemanden wenden der Einfluß hat. Denn nur Menschen mit Einfluß waren in der Lage, solche Ideen zu verteilen, weil sie die großen Kommunikationsnetzwerke kontrolliert haben. Ganz viele gute Ideen sind verreckt, weil der Einflußreiche, an den sie heran getragen wurde, zu verbohrt war.
Jetzt kommt das Internet daher und bietet jedem die Möglichkeit mit jedem zu kommunizieren. Wenn einer eine gute, innovative Idee hat, dann verteilt er sie im Netz und findet andere, die sie auch gut finden. Und dann wird das umgesetzt. Wenn man das mit offenen Augen macht und bereit ist, aus den eigenen Fehlern zu lernen, dann braucht man sich nicht der Erfahrungen anderer bedienen. Man kann selbst Erfahrungen machen.
Ich habe vollstes Verständnis, daß jemand der sich in den typisch hierarchischen Strukturen des letzten Jahrhunderts wohlgefühlt hat, solche Entwicklungen beänstigend findet. Wenn das freie Internet, in der Form wie wir es jetzt haben, lange genug existiert, dann wird man sich aber wohl oder übel an eine freiere Gesellschaft gewöhnen müssen.


w0lkenr7
Geschrieben

Jugend ist töricht, aber die Alten müssen sich deswegen nicht aufregen. Das legt sich alles.


Geschrieben


Unsere Gesellschaft ist extrem völlig anders geworden, als es die Menschen von Generation zu Generation gewohnt waren.
Seit Jahrtausenden war es doch so, dass die jungen Generationen zu den alten Generationen hinauf schauten, von ihnen lernen konnten...

Wir, heute, leben dagegen in einer solch schnell-lebigen Zeit, dass eher die Alten die Jungen befragen müssen, um überhaupt noch mithalten zu können.
Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen,


obwohl ich , fast , der gleichen meinung bin , habe ich doch ein paar einwendungen .
ich könnte mir gut vorstellen das schon ältere neanderthaler so dachten als die jugend keine lust mehr hatte mit einer keule auf die jagd zu gehen sondern einen speer benutzt hat .
als die speerbenutzer alt waren haben sie unter umständen mit schrecken zur kenntnis genommen das die , faule und verweichlichte jugend den direkten kontakt , die speere der neanderthaler waren ja keine wurf - sondern stoßwaffen , mit der beute vermied in dem sie pfeil und bogen benutzt hat .

und was war in den 60ern ??
Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen
haben da unsere eltern geschrien und den untergang der westlichen zivilisation vorher gesehen .

tja paan und nun werden wir langsam älter und halten die guten alten werte und traditionen hoch in dem wir die jugend betrachten und rufen : Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen .

aber sorge dich nicht , auch die heutige jugen wird einmal älter und wenn es soweit ist werden sie ihre kinder betrachten und jammern : Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen .


w0lkenr7
Geschrieben

Ich vermisse das Generationenmissverständnis jedenfalls nicht, wie es vielleicht in den 1950er bis 1970er Jahren war. Das war nur eine temporäre Phase im gesellschaftlichen Wandel der Nachkriegsära. Die Demografie spricht absolut dagegen.

Möglich, dass die völlig bekloppten Medien verschiedene, bunte Luftballons aufblasen, aber in der realen Welt muss man sich zunehmend darauf einstellen, dass weniger junge Leute nachkommen und man mit einer älter werdenden Belegschaft, bzw. Stellenanwärtern klar kommen muss.

Es wird daher für ältere Leute eher besser, was allerdings absolut zum Nachteil für die wenigen Jungen ist. Diese "neuen Alten", zu denen ich mich beispielsweise auch eines Tages zählen werde, sind deutlich aktiver und nicht mehr von jungen Leuten zu unterscheiden. Ich kenne auch keine Jugendlichen, die irgendwelche Szenedialekte und Kanaksprak sprechen. Das sind einfach nur zurückgebliebene Außenseiter und keine Vorbilder. Ich fühle mich von denen, die meine Söhne und Töchter sein könnten, jedenfalls in keinster Weise belehrt. Die sind, wie gesagt, jung und töricht, aber sie sind halt jünger und das merkt man ihnen auch an.


geilbinichgerne
Geschrieben (bearbeitet)

...Immer mehr verfallen Werte und Jahrhunderte gelebter Erfahrungen
haben da unsere eltern geschrien ...


unsere eltern.... ja mei, die auch...

wenn ich mich recht erinnere, ist ähnliches lamento schon bei den alten römern belegt, die sich über den sitten- und werteverfall aufregten. doch auch die waren damit nicht die ersten... bereits die ollen ägypter haben sich darüber ihre gedanken gemacht.

ob noch wer davor, ist mangels fehlender schriftlicher belege nicht nachzuvollziehen, es wäre aber sehr unwahrscheinlich, dass diese art jammern und angst vor dem werteverfall auch bei schriftlosen kulturen um sich gegrifffen hat.


von wolken... Es wird daher für ältere Leute eher besser, was allerdings absolut zum Nachteil für die wenigen Jungen ist. Diese "neuen Alten", zu denen ich mich beispielsweise auch eines Tages zählen werde, sind deutlich aktiver ..



ob das soooo für die allgemeinheit gilt? sicher, es wird einen teil an gutsituerten alten geben, die sich ihre aktivitäten auch leisten können. für viel höher allerdings schätze ich den anteil derer ein, die mit immer schmäler werdender rente und durch die gesellschaftliche entwicklung weg von der großfamilie, die bereits die letzten 100 jahre um sich gegriffen hat, ihr alter in einsamkeit und finanzieller knappheit erleben werden. die sich ein seniorenheim nicht mal leisten könnten, selbst wenn sie es wollten.

ich mag gar kein loblied auf die alten zeiten singen, aber das fehlen der familiären gemeinschaft, das fehlen an aufgaben im real gelebten generationenverhältnis, das trägt bestimmt für viele nicht zu einer frohen erwartung der gesetzteren tage bei.

.


bearbeitet von geilbinich
Geschrieben

Das Leben lehren, die heutige Zeit lehren um zu überleben, oder besser mitleben zu können und zu dürfen, Ja PaanTuu, so ist das.

Die Werte die einen aufrichtig etwas haben machen lassen um dafür seinen Lohn zu bekommen sind heute fast ausverkauft und selbst die, die sich damit nicht anfreunden können, auch aus idealistischen Bezugspunkten heraus laufen gefahr sich diesem Mainstream zu unterwerfen um überhaupt überleben zu können.

Fallt bloß nicht in ne Depression, immerhin ist das eine der größten, die wir je erlebt haben.

Ein absolut passendes und füllendes Thema PaanTuu.


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