Jump to content

Buch: das sinnliche Erwachen

Empfohlener Beitrag

Der Text ist heiß!

Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account.
Jetzt kostenlos registrieren!

Jetzt registrieren
Geschrieben

Das sinnliche Erwachen

1. Gedankensprünge
Ihr werdet mich wahrscheinlich für unmoralisch halten, aber im Ernst, ist das für euch wichtig? Als Frau hat man einen schweren Stand. Ganz besonders wenn es um etwas geht, was der Mensch als Lust bezeichnet.
Ich war nicht immer so. Zumindest habe ich es nicht gewusst, oder nicht wissen wollen. Doch im Nachhinein erklärt es manches in meinem Leben.
Die Lust zu leben habe ich mir schwer erkämpft. Doch auch das wird euch nicht interessieren.
Ihr werdet vielleicht in mir eine Frau sehen, die in euren Augen vielleicht leicht zu haben ist, eine Frau die sich leidenschaftlich das nimmt, was sie will. Eine Frau die es satt hat zum Opfer gemacht zu werden, weil sie ahnt, dass Männer fast immer das Gefühl haben wollen über eine Frau zu siegen. Sie besitzen wollen um es ihr dann (Verzeihung) richtig zu besorgen - ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste (wessen und welche Verluste?). Dabei übersehen sie gerne, dass die Frauen darüber entscheiden sollten wann sie mit welchem Exemplar von Mann mitgehen werden. Der Wille, eine Frau zu erobern und zu „beglücken“ scheitert aber schon im Vorfeld an den meist mehr als plumpen Versuchen:
“Willst du Sex?“
Ja natürlich - aber was heißt hier natürlich? Es ist immer noch schwer überhaupt zuzugeben, das ich als Frau Lust von Liebe trennen kann. (dabei meine ich die wahre Liebe, die für mich bereits auch wirklich existiert.)
Auch die bereits erwähnten Verluste werden gar nicht erst als Problem erkannt, denn wer entscheidet denn, wann es der Frau wirklich gefallen hat? Die meisten Männer glauben immer noch an das Märchen, dass sie mit ein paar groben Hand- und Beckenbewegungen einer Frau den perfekten Höhepunkt bescheren können – Oh, den gibt es auch – aber nicht immer und schon lange nicht bei jedem.
Oder liegt es wirklich in der Natur des Mannes eine Frau zu beglücken?
Dem gewogenen Leser mag aufgefallen sein, dass ich bisher immer von „der Frau“ gesprochen habe – nicht von der Partnerin, der Geliebten oder Gefährtin. Das liegt auch daran, dass meine Erfahrungen mit solchen Prachtexemplaren von Männern keinen anderen Schluss zulassen, als die Erkenntnis, Männer bestimmen wo es lang geht – nicht die Frau. Sie wird regelrecht deklassiert und meist nur als Instrument der eigenen Befriedigung eingesetzt.
Und genau hier liegt ein Problem.
Ihr werdet denken, warum macht sie sich solche Gedanken?
Endlich eine Frau die ihre Geilheit lebt. Aber auch das stimmt so nicht. Denn auch ich unterliege meinen Ängsten zu weit zu gehen, an den Falschen zu geraten, der dann weiter gibt: „Die kann jeder haben, sie ist dumm – geil.“ Das kam schon vor. Angst vor dem was kommt, oder kommen kann - weil ich glaube die Situation insgesamt nicht abschätzen zu können. Ich habe dementsprechend auch Angst auch vor meinen eigenen Gefühlen und Lüsten, denn dieser Zwiespalt von Lust, Neugier und Scham, Ehrlichkeit, Anstand und Abstand verwirrt mich.
Es ist meine Lust, mich selbst zu spüren, meine Lust mit dem Feuer zu spielen und dabei immer noch die Distanz zu halten. Es ist der Gedanke, der mich erregt - der Gedanke von dem was sein könnte.
Ich glaube ihr Männer spürt das und glaubt sofort an eine leichte Eroberung, bei der man ja nicht mal erobern muss. Nein, sie ist ja schon geil. Sie will es ja - sofort.
Seid ihr euch da wirklich so sicher?
„Willst du Sex?“
Mein Sex, genauer gesagt, meine Libido unterscheidet sich doch wesentlich von dem eines (wie nennt euch eine bekannte Kabarettistin? – Dreibein!) Mannes.
Ich lebe die Sinnlichkeit, ich genieße meine Lust auf mich selbst, ich genieße das Prickeln zwischen zwei Menschen, die ihre Lust aufeinander entdecken. - Langsam, ohne Hast, ohne Zwang.
Ich genieße es, die Phantasie in einem Mann zu wecken: was könnte alles sein, was würde ich gerne mit ihm tun. Allein die Vorstellung einfach genommen zu werden weckt die pure Lust. Meine Lust. Es ist mein Gefühl, meine Ahnung was sich hinter einer Fassade alles abspielen kann. Aber die Realität muss deswegen noch lange nicht so aussehen.
Ich weiß, dass nur die wenigsten Frauen sich trauen eine Phantasie zu Ende zu denken, wenn sie sich überhaupt einmal trauen solche „schmutzigen Gedanken“ zu - zu lassen. Ihnen möchte ich dann so gerne sagen: gut so. Lebt endlich. Wir haben lange genug verboten bekommen uns auszuprobieren. Nur eine Frau die sich selbst und ihre Wünsche kennt, ist in der Lage guten Sex zu haben und endlich mit sich zufrieden zu sein.
Andererseits wünsche ich mir dann oft genug eine dieser Frauen zu sein, die nichts von Erotik, Sehnsüchten, Phantasien und Lust wissen oder sogar nicht wissen wollen. Denn Lust darf man/Frau ja nicht haben - noch nicht einmal im eigenen Schlafzimmer. Hier verkommt aber dann auch die Liebe zur Ehepflicht. - Arme Frauen, ihr ahnt ja noch nicht einmal was euch entgeht.
„Willst du Sex?“
Ja. Aber NICHT mit dir. Ich bin nicht leicht zu haben, aber...
Aber…
Nein, kein aber. Ich gebe zu, dass ich leicht zu erregen bin - Wenn die Situation stimmt, die Sympathie und meine Bereitschaft etwas von mir zu geben - mich zu zeigen, in meiner Erregung. Es ist auch meine Fähigkeit, mich ganz auf einen Mann einzulassen, ihm meine ganze Aufmerksamkeit und meine Lust zu schenken. Doch, ich mag Sex - aber - nach meinen Regeln.



Ich liege allein an einem einsam gelegenen See, der von hohen Bäumen umgeben ist. Es ist heiß und der schwüle Wind streichelt meine nackte Haut. Das Wasser kommt in kleinen Wellen ans Ufer gerollt. Meine Sinne vibrieren. Langsam streiche ich mir meinen Schweiß vom Körper. Der Wind verursacht mir Gänsehaut, und ich spüre wie sich die Härchen aufstellen. Die Sonnenstrahlen kitzeln mich. Erregung steigt in mir hoch. Doch noch will ich es nicht zulassen. Ich genieße dieses Gefühl zwischen den Welten. Es ist so unwirklich und doch so real.
Meine Hände beginnen sich selbständig zu machen. Langsam suchen sie den Kontakt mit meiner Haut. Kurz und so zart wie eine Feder sind die Berührungen an meinen Oberschenkeln, meiner Taille, an meinen Schultern, dem Bauch, den Brüsten. Ich spüre wie sich meine Brustspitzen im Wind aufrichten, versteifen und immer härter werden... Langsam und sachte streiche ich mit der flachen Hand darüber, was mir einen angenehmen Schauer über den Rücken jagt. Unwillkürlich biege mich nach hinten und recke meinen Oberkörper in der Hitze. Gleichzeitig nehme ich das leise Ziehen in meinen Lenden wahr. Es ist ein Genus mich so zu spüren. Noch immer will ich der Versuchung nicht nachgeben. So lange wie möglich möchte ich dieses Gefühl genießen.
Meine Hände gehen wieder auf Entdeckungsreise. Zärtlich, beinahe flüchtig, wieder und wieder suchen sie den Kontakt mit meinen Brüsten, was das ziehen zwischen meinen Schenkeln nur noch mehr verstärkt. Aber diese Erlösung verweigere ich mir.
Die Ahnung beobachtet zu werden lässt mich mein Spiel beenden. Nervös und aufgepeitscht erhebe ich mich um mich im sanften Wasser abzukühlen. Dabei kann ich die Feuchtigkeit zwischen meinen rasierten Schenkeln fühlen. Die empfindlichste aller Stellen ist fest und angeschwollen. Meine Erregung lässt mich erzittern. Ich weiß, dass mein heimlicher Beobachter alles sehen kann, denn meine Spalte ist vor Erregung weit geöffnet. - Die Luft vibriert vor Spannung.
Das Wasser ist warm, es verschafft mir kaum Abkühlung. Ich hocke mich in das flache, klare Wasser wo die Wellen immer wieder auf mich einströmen und mich so weiter anheizen, anstatt zu beruhigen. Leise stöhne ich auf, denn ich weiß nicht wie lange ich mich noch zurückhalten kann. Meine Nerven sind zum zerreißen gespannt, das Pochen in meinem Schoß wird immer stärker. Beunruhigung macht sich in mir breit. Ich fühle wie mein Körper nach Erfüllung schreit, doch noch will ich mich vor meinem Beobachter nicht schutzlos zeigen. Ich spüre seine Anwesenheit fast körperlich.
Insgeheim stachelt mich sein Anwesenheit an, die Gewissheit, dass er mich in meiner Lust sehen kann regt meine Phantasie immer weiter an.
Schließlich halte ich es nicht mehr aus, mein Körper fordert sein Recht - sein Recht auf Erlösung. Ich kann nicht mehr an mich halten.
.


Geschrieben

Hände fahren über meine Brüste, massieren sie leidenschaftlich, fahren über die Arme, den Bauch bis hinab in den feuchten Traum zwischen meinen Schenkeln. Es sind meine Hände, die mir Erleichterung verschaffen. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Mein Körper fordert seinen Tribut der Befriedigung. Mit zwei Fingern öffne ich das Zentrum meiner Lust und streichle wie von Sinnen meinen feuchten Schoß. Ich kann fühlen wie ich immer feuchter werde. - Hemmungslos, Willenlos treibe ich meinem Ziel entgegen. Ein Stöhnen und Raunen klingt aus mir.
Darauf hat mein Beobachter gewartet. Unbemerkt tritt er hinter mich, kniet sich hin und beginnt ohne Worte leidenschaftlich und doch zärtlich meine Brüste zu streicheln. Überrascht will ich innehalten, doch sein Duft ist angenehm, seine Haut, sein Körper fest und muskulös. Seine Hände scheinen genau zu wissen was ich jetzt brauche: Seine Berührungen sind zielsicher, sachte und leidenschaftlich. Kurz und leicht wie eine Feder spielt er mit mir. Dann wieder anstachelnd gleiten seine Hände über die Brüste über meinen Bauch weiter nach unten. Ich kann ihn an meinem Rücken spüren, seine eigene Geilheit, seine Erregung, seinen Schwanz, der mir Bereitschaft signalisiert. Ich bin wie in Trance zwischen den Welten...
Wir atmen heftig und ich kann seinen Atem an meiner Wange spüren. Seine Lippen knabbern zärtlich an meinem Ohr, dann an meinem Hals. Seine Hände haben längst meine abgelöst. Intensiv aber zärtlich streichelt er meinen vibrierenden Schoß. Er spielt immer weiter mit mir, bringt mich mit seinem Spiel zum keuchen und um den Verstand. Mit zwei Fingern massiert er sanft aber unnachgiebig die empfindlichste aller Stellen und treibt mich sicher meinem ersten Höhepunkt entgegen. Seine Hände lassen sich immer wieder ein neues Spiel einfallen, mit dem sie mich verführen und beglücken können. Er taucht hinab in das Zentrum meiner Lust und gibt mir endlich das was brauche.
Endlich kann ich die Spannung nicht mehr ertragen. In Wellen jagt der Höhepunkt der Erregung über mich hinweg. Stark wie ein Orkan, unnachgiebig geschüttelt vor Lust ergebe ich mich diesem unbeschreiblichen Gefühl, bis ich schwer atmend wieder zu mir komme. Glücklich darüber nimmt er mich in die Arme und gibt mir Geborgenheit. Er drängt mich zu nichts. Ich lasse es geschehen.
Als mich ihm später zuwende, kann ich in seinen Augen das Verlangen sehen, sein Verlangen Erleichterung zu erfahren und das Glück des Moments festzuhalten. Es ist wie Magie - wir verstehen uns ohne viele Worte.
Die Nähe zwischen uns, die Umgebung, das Wasser lassen uns wegtreiben in eine andere Welt, die wir diesmal gemeinsam erleben werden.


Erst in letzter Zeit habe ich festgestellt, welche erotische Energie in mir steckt. Eine Freundin bezeichnete es als eine Mischung aus Kindlichem und erwachsener Frau. Obwohl ich schon über Dreißig bin fühle ich mich oft wie ein ausgelassener Teenager, mit dem das Leben Achterbahn fährt. Die Frau in mir dagegen weckt die Sinneslust auf mich selbst. Ich bin mir meiner Gefühle dabei deutlich bewusst, lasse sie aber nur begrenzt auch zu. Das hat mit meiner bereits erwähnten Unsicherheit zu tun. Mit leichten und weichen Bewegungen, einer aufrechten Haltung, dem „unschuldigen Mädchenblick“ aber auch der Ausstrahlung einer sich selbst bewussten Frau erlebe ich immer wieder Annäherungsversuche und bekomme Komplimente, die manchmal schon recht merkwürdig sind. Ich bin mir wohl bewusst wie ich mich bewege. Aber ist das allein schon eine Antwort, darauf warum sich Männer so oft von mir allem Anschein nach angezogen fühlen?
Gut, ich achte auch auf mein Äußeres. Denn ich fühle mich persönlich auch nur wohl, wenn ich mich pflegen kann.
Aber, ist da nicht noch mehr? Mehr als die rein sexuelle Befriedigung, die so mancher Mann sich bei mir holen will?
Ein Freund, den ich kürzlich darauf ansprach wie er mich so erlebt, gab er mir die ehrliche Antwort, was er in mir sieht. Erotik. Selbst wenn meine Kleidung noch so hochgeschlossen ist würde ich dieses Gefühl vermitteln. Auch meine Distanzierte Haltung könne dies nicht verhindern.
Dann sprach er von seiner Vorstellung, wie ich wohl unter dem Kleid aussehen würde. Er hatte Recht mit seiner Vermutung.
„Du machst mich ganz verrückt. Das ist doch Wahnsinn.“
Nein, zwischen uns ist keine Liebe. Ich bin ihm freundschaftlich gestimmt. Genauso hätte ich keine Bedenken, ihn in den Arm zu nehmen und zu trösten.
Ich höre gerne zu. Das ist eine Kunst.
Wieso Kunst?
Künstler sind leidenschaftliche Menschen, weil sie das, was sie tun, nur mit dem Gefühl des wahren und echten Erlebens aufnehmen und anschließend. Ein Bild, ein Lied, ein Tanz kann nur dann gemalt, gesungen oder getanzt werden, wenn der Mensch in der Lage ist den Inhalt in sich aufzusaugen und das Leben darin zu spüren - sich darin wieder zu finden. Sein Wille besteht ganz darin, diese Empfindungen auszudrücken. Meine Leidenschaft für solche Dinge lässt mich auch mich selbst anders wahrnehmen. Sie braucht viel Energie, Kraft und Ruhe, weswegen ich auch oft einsame Wege gehen mag. Aber diese Leidenschaft ist auch gleichzeitig eine andere, eine sinnliche Kraft, die mir das Gefühl gibt eine Frau zu sein. Nicht irgendein Neutrum, welches sich in seinem Zimmer versteckt.
Um das Leben zu erleben fühle ich mich manchmal wie ein Schwamm, der alles in sich aufsaugt, weil ich jetzt schon weiß, dass auch diese Zeit ein Ende finden wird. Möglicherweise mag der Zustand der sinnlichen Erregung ja auch nur vorübergehend sein auch nur vorübergehend, denn keiner weiß wie sich alles verändern wird. Nichts ist von Bestand – alles unterliegt der Veränderung.


Leidenschaft kocht. Sie brodelt in uns. Das Wasser scheint um uns herum zu kochen. Dennoch bemerken wir nichts von alldem. Er nimmt mich wieder in seine Arme, die mich umfangen wie ein Rettungsring. Ohne Worte gleitet er zu mir in das Wasser hinab. Seine Hände gleiten über meinen Körper, ohne den Kontakt zu verlieren. Ich kann seine Erregung fühlen und spüre instinktiv, dass wir nicht mehr lange warten können.
Langsam biege ich mich in seinen Händen nach hinten, so dass er besseren Zugang zu meinen Warzenhöfen und meinen aufgerichteten Spitzen findet.
Er hält mich. Seine Lippen gehen auf Entdeckungsreise. Zärtlich liebkosen sie meine Brüste, bis er spielerisch beginnt an ihnen zu saugen und vorsichtig zu knabbern. Fast wehrlos liege ich in seinen Armen und ergebe mich diesem berauschenden Gefühl. Leise stöhne ich auf, während er mit den Händen beginnt abermals auf Wanderschaft zu gehen. Geradezu aufreizend langsam gleiten sie an meinem Rücken hinab. Die Fingerspitzen üben einen leichten Druck aus, die mir wieder Schauer über den Rücken jagen. Ihm zugewandt, den Kopf nach hinten gelegt, biete ich ihm meinen Hals an. Ich will meinem Instinkt nicht nachgeben. Nur das Jetzt zählt.
Dann höre ich ihn schwer atmen. Ich weiß was er will, denn ich will es auch.
Langsam, aber bestimmt schiebe ich ihn von mir. Es fällt mir schwer mich von ihm zu lösen. Sein Blick verrät mir die große Anspannung, sein Begehren und seine Leidenschaft.
Mit meinen Armen drücke ich ihn sanft auf den Strand nieder, bis wir uns nur noch zur Hälfte im Wasser befinden. Die flirrende Hitze, sowie die Bewegungen des Wassers berauschen uns und die sexuelle Spannung steigt bis zum Grad des schier Unerträglichen.
Ich bin bereit und erhebe mich.
Seine Augen sind auf das Zentrum meiner Lust gerichtet, ich kann seinen Blick fast körperlich spüren. Diese Gewissheit steigert abermals mein Verlangen so sehr, dass ich vor Erregung stark zittere und mich kaum halten kann. Mir versagen die Knie und ich sinke auf seinen Schoß zurück. Wieder spüre ich seine Bereitschaft, die an Leidenschaft noch zugenommen zu haben scheint, denn ihm ist meine Reaktion nicht verborgen geblieben. Er blickt mir fragend in die Augen. Sie schimmern vor Erregung fast schwarz. Nur unwirklich kann ich seinen festen Körper an mir spüren. So unwirklich, aber doch so nah, so süß.
Als ich mich über ihm niederlasse und ihn langsam in mir aufnehme, entfährt ihm ein Stöhnen. Auch mich scheint dieser Moment fortzutragen. Wir ergeben uns in dieses herrliche Gefühl des „Einsseins“. Gespannt sehen wir uns in die Gesichter, bis wir uns schließlich nicht mehr zurückhalten können. Rhythmisch beginnt er seine Lenden unter mir zu bewegen. Langsam und aufreizend. Lächelnd folge ich seinem Beispiel und gehe darauf ein. Wir schauen uns tief in die Augen und ich habe das Gefühl mich in ihnen zu verlieren. Wellen der Lust tragen uns. Ich schließe die Augen, lasse geschehen was unweigerlich kommen muss.
Wir erliegen den stürmischen, leidenschaftlichen Gefühlen und steigern unser Tempo, bis auch er nicht mehr an sich halten kann. Keuchend und schwitzend erleben wir unseren gemeinsamen Rausch. Die Wellen der Höhepunkte treiben uns aufeinander zu, bis wir in der Brandung unserer Gefühle nicht mehr standhalten können und erschöpft ineinander sinken.
Berauscht von dem was gerade geschehen ist verharren wir in diesem Zustand lange und streichen zärtlich über den Körper des Anderen.
Gewissheit steigt auf, dass es nicht bei diesem einen mal bleiben wird.


Geschrieben

Ich bin nicht das, was man als Traumfrau bezeichnen würde. Ich fühle mich oft noch nicht mal hübsch.
Natürlich, es gibt auch Bereiche an mir, die ich selbst gerne mag. Zum Beispiel meine Augen, die groß und dunkelbraun sind.
Andere sehen in mir eine Dicke, obwohl ich mich selbst nicht mehr Dick fühle. Vielleicht etwas übergewichtig – was nicht heißt, dass ich mein Übergewicht mag. Ich kämpfe mit jedem Kilo!
Spielt aber auch das alles eine Rolle? - Ich weiß es wirklich nicht.
Ist es wirklich egal wie eine Frau aussieht, solange sie das Gefühl von Bereitschaft signalisiert?
Worauf kommt es wirklich an? –
Darauf, dass ich, als Frau möglicherweise gut zuhören kann und für die Probleme anderer ein Gehör habe?
Darauf, dass ich weiß, wie ich mich am besten präsentiere?
Darauf, dass ich meine Lust wahrnehme und auch zulasse?
Um der Ehrlichkeit Respekt zu zollen, sollte ich erwähnen, dass fast alle, die ich abgelehnt habe, dies auch respektierten.
Aber davor ...
Was davor war?

Ich habe einiges über Männer erfahren, und ich musste feststellen, dass in diesem Bereich (beinahe) alle Vorurteile stimmen: Wenn sie mal auf der pirsch sind und der Jagdtrieb erwacht ist, kennen sie nur noch ein Ziel: Beute machen. Um jeden Preis die Frau erlegen, auf die man(n) es abgesehen hatte. Will sie aber nicht und erteilt dem Jäger eine Abfuhr, gibt es noch eine andere Möglichkeit, seinen Stolz zu wahren: diffamieren und Gerüchte streuen. Eben nach dem Motto: Die treibts doch mit jedem.
Ich hab es selbst schon öfter erlebt. Nicht nur am See. Ich denke, hier teilen viele Frauen meine Meinung: Für einen verletzten Männerstolz ist nichts so schön als sich eben doch mit fremden Federn zu schmücken, denn es darf ja keiner von der erlittenen Schmach erfahren. Nur dies müssen eben leider denn auch wir Frauen ausbaden. Es bereitet garantiert keiner Frau Freude, wenn sie von Typen auf eine Art angebaggert wird, die schon weit jenseits des guten Geschmacks liegt. Wenn dann auch noch das männliche Wesen einer Art entspricht die wir als ausgesprochen widerlich empfinden ist das nicht nur eine Zumutung sondern auch eine Beleidigung an unseren, in diesem Fall meinen guten Geschmack. Glaubt ihr denn wirklich allen Ernstes jeder ungewaschene und ungehobelte Heini kann bei seiner Jagd erfolgreich sein? Dazu müsste es wirklich schon zum Notstand kommen und noch nicht einmal dann würde ich einen Erfolg garantieren.
LEUTE LASST EUCH ZEIT UND PFLEGT EUCH!!!
Aber es gibt sie noch, die großen Ausnahmen, die Abstand, Respekt und Anstand wahren.
Frauen wollen charmant hofiert werden. Ich jedenfalls.
Ihr wollt sicher wissen, welche weiteren Vorurteile ich noch breittreten will. Nun, es gibt die einhellige Meinung, dass der Mann 22 stunden von 24 an eine Sache denkt: Sex.
Der deutsche Dichter und Journalist Kurt Tucholsky (+ 1935) schrieb in der „Geschiedenen Frau: „Und ich frag mich bloß, wo diese Kerls ihre Nerven haben. - Wahrscheinlich ... naja. Die diesbezüglichen Gaben sind wohl ungleich verteilt. (...) Hopp hopp hopp, wie an der Börse... “
Lust kann etwas wundervolles sein. Macht es nicht mit eurer plumpen Ex und Hopp Geschichte kaputt. Sexualität ist kein Sport, der ausgeübt wird, sondern ein Elixier, welches der Mensch gut dosiert genießen sollte.
Zuviel davon, lässt uns abstumpfen und auf immer radikalere Methoden sinnen.
Natürlichkeit, die Liebe zur Natur und zum Leben ist mein Lebenselixier. Ich brauche sie wie die Luft zum atmen. Aber um das erst mal genießen zu können muss ich mich selbst kennen lernen.
Genießen und schweigen.
Ein anderer entlarvte mich durch seine Beobachtung: Du spielst gerne. Du brauchst die Ruhe und die Distanz um Nähe zulassen zu können. Du zeigst gerne, wenn du glaubst soweit gehen zu können. Du genießt gerne, kannst dich fallen lassen. Er hatte Recht.
Beobachtungen sind auch mir eigen, es gibt wenig was ich in meiner Umgebung nicht sehe oder wahrnehme. Ich fühle die Erotik zwischen den Menschen, wo dann wieder meine Phantasie einsetzt und ich mir so meine eigenen Gedanken mache.
Ist es nicht die Lust an der Phantasie?
Ist es nicht die Lust am Leben?
Ist es nicht auch die Lust sich selbst zu erleben?
Ist es nicht die Lust mit dem Verborgenen zu spielen?
Lebenslust. Sie ist das, was ich meinen Jungbrunnen nenne.
Lebenslust beinhaltet alles was der Mensch braucht um mit sich selbst und anderen Zurecht zu kommen. Die Lust am Leben, ist auch die Lust auf sich selbst.
Ich habe zu Beginn erwähnt, dass ich mir diese Lust schwer erkämpft habe. Aber dieser Kampf hat sich gelohnt.
Ich gehör nur mir.
Mein Herz und meine Gunst kann ich nach eigenem Willen verschenken. Auch in meinen Gedanken.
Deshalb haben der Mann, mit dem ich zusammenlebe eine Regel: Das, was wir erleben wird nicht zum Geheimnis mit schlechtem Gewissen verdammt. Wir sind ehrlich zueinander, denn indem wir wissen, akzeptieren und respektieren, dass er mit einer anderen „nur“ seinen Spaß auslebt, bleiben seine Gefühle bei mir. Wir leben unsere Freude am Leben gemeinsam aus und respektieren uns in unseren Wünschen. Solange wir unsere Bedürfnisse und Lüste zusammen ausleben und keiner dem anderen Vorschriften macht können wir ehrlich zueinander sein
Ihr werdet vielleicht denken, dass das gar nicht funktionieren kann, denn jeder Mensch hat auch seine Grenzen. Das stimmt. Geheimnisse machen den Partner auch interessant, deshalb bleiben einige wenige Dinge bei mir. Die haben aber generell nichts mit dem zu tun, was wir ausleben, sondern bewegen sich wie bei allen anderen Menschen einfach im Alltag. Dinge, wie einfach einer Arbeit nachgehen, Gespräche führen usw.
Trotzdem kann er in mir lesen wie in einem Buch. Er kennt mich – besser als jeder andere
Aber das wichtigste ist, dass ich mich nicht verlieben werde, weil wir alles zusammen teilen können und uns nicht im geheimen betrügen. Solange das nicht nur mir klar ist, sondern auch allen Beteiligten, können wir einander Bedingungslos vertrauen.
Sicher, es gibt auch Menschen, die einen Platz einnehmen können, der verunsichern kann. Doch es ist keine Liebe im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ihre Art ehrlich und zurückhaltend zu sein. Wir drängen uns dem anderen nicht auf.
Wie gesagt, auch für mich ist das alles neu. Ich habe selbst noch keine Ahnung wie es weitergehen wird.


Ein See. Wieder ein See. Männer, ein Mann? Ich weiß es nicht.
Das Haus am See ist ein prächtiger Bau im viktorianischen Stil, mit hohen Säulen, Marmorböden und weitläufigen Sälen. Es ist von hohen, alten Trauerweiden umgeben.
Leise klingen aus der Vorhalle Stimmen und dezente Pianomusik. Ich weiß, dass die Menschen zu denen die Stimmen gehören, auf etwas warten.
Auch ich warte, bin gespannt. - Aber worauf ? Ich schaue in den großen Wandspiegel und erkenne, worauf hier gewartet wird. Sie warten auf mich. Heute ist ein großer Tag. Mein großer Tag. Heute werde ich erfahren, was es heißt, geliebt zu werden.
Die Magie dieses Hauses ist nicht zu verleugnen, sie kann und will nicht verleugnet werden.
Unruhe befällt mich, denn ich habe keine Ahnung von dem, was heute mit mir geschehen wird.
Über mich soll heute entschieden werden.
Ich betrachte mich im Spiegel. Das Kleid das ich trage, ist als solches kaum zu erkennen. Ich kann meine Nacktheit darunter deutlich erkennen. Es scheint ein Hauch von zartem Gespinst zu sein, doch wer hat es mir angelegt?
Knöchellang, in unschuldigem Weiß, hochgeschlossen. Sanft schimmernd und transparent fließt es an meinem Körper entlang. Ein Lufthauch würde genügen, um mich völlig. zu entblößen. Mir fröstelt. Ich fühle mich mehr nackt, als bekleidet. Trotzdem fühle ich ein fast unmerkliches Kribbeln in mir.
Neugierig betrachte ich mich genauer. Derjenige hat ein scheinbares Wunder an mir vollbracht.
Das Kleid wird an den Schultern von zwei zarten Schleifen gehalten, zieht man an ihnen, wird es herabfallen und mich endgültig zur Schau stellen.
Mein Gesicht wurde in zarten Farben geschminkt, die meine gebräunte Haut wie Allerbaster erscheinen lassen. Die Augen besitzen sogar noch den Ausdruck der Unschuld.
In diesem Moment werde ich mir meiner Unschuld bewusst. Panik überfällt mich.
Liebe...
Wer hat mich hierher gebracht?
Was ist Liebe, wie wird mein erstes Mal sein?
Die Zeit vergeht und meine Unruhe steigert sich. Meine Nerven scheinen zum bersten gespannt zu sein. Doch spüre ich auch etwas Neues in mir. Etwas was ich nicht benennen kann.
Mein eigener Anblick löst in mir das Verlangen nach Zärtlichkeit und Berührung aus. Ich sehe meinen eigenen Blick und erkenne darin die Ergebenheit und noch etwas.
Neugier. Die Begierde endlich zu erfahren, was es heißt eine Frau zu sein.
Magisch, wie von Geisterhand, öffnet sich in diesem Moment die große, mächtige Tür. So als ob man nur auf meine Bereitschaft gewartet hätte.
Gespannt betrete ich die lange, ausladende Galerie. Pagen eilen bei und geleiten mich.
Plötzlich habe ich auch keine Angst mehr. Ich bin mir meiner Rolle wohl bewusst.
Liebe...
Es spielt keine Rolle mehr, wer mich besitzen wird. Denn ich weiß nun, dass heute meine Unschuld versteigert wird.
Das Spiel des Pianos scheint von alldem keine Ahnung zu haben. Die Musik klingt selbst in meinen Ohren heiter und gelassen.


Geschrieben

Trotzdem fühle ich die Spannung, die über den Räumen liegt. Wie eine unsichtbare Macht treibt sie mich weiter. Die Pagen neben mir, leiten mich scheinbar teilnahmslos zur Brüstung der weiten Balustrade über der großen Halle. Meine Spannung steigt und ich fühle, wie meine Brustspitzen sich aufrichten, was ein siegessicheres Lächeln auf die Gesichter der jungen Männer zaubert.
Mir wird ein Platz auf einer Art Bühne über den Köpfen der Männer zugewiesen. In diesem Moment endet die Musik.
Die knisternde Spannung lässt sich nicht mehr verbergen.
Mir schwindelt.
Ein Raunen geht durch die Menge. Ich weiß, ich bin ihnen ausgeliefert, denn ich werde mir bewusst, dass es kein Entkommen von diesem Ort gibt.
Der leichte Stoff weht, von einem warmen Hauch getragen, über meinen Körper und gibt endgültig so alles von mir preis. Schweißperlen glänzen auf meinen Hals, meinen Brüsten, meinem Nabel. Ich habe das Gefühl meine Unsicherheit und Aufregung kaum noch ertragen zu können.
Schweigen.
Was ist, wenn mich keiner will?
Einer der Pagen tritt nach vorne: „Meine Herren, die Auktion kann beginnen.“
Klarheit über den Genus, den ich ihnen bereite, allein durch meinen Anblick. Sie ergötzen sich an meiner Unschuld.
Mir wird klar, dass sie alle Zeit der Erde haben und sie diesen Zustand nutzen werden.
Plötzlich, ohne Vorwarnung löst sich die Bühne und schwebt nach unten, damit ich besser zu sehen bin. Wie von Geisterhand lösen sich die Schleifen meines Kleides. Der zarte Stoff fällt.
Verschwommen kann ich einige der Männer sehen.
Die Auktion beginnt. Immer schneller steigen die Preise. Jeder will mich haben. Diese Erkenntnis weckt in mir den Stolz. Unbewußt strecke ich meinen Körper und meine Brüste richten sich nach vorn.
Endlich das letzte Gebot, doch ich kann meinen Käufer nicht sehen.
Die Bühne schwebt nun ganz zu Boden. Wieder geleiten mich die Pagen, diesmal durch die Menge.
Hunderttausend kleine, flüchtige Berührungen erreichen mich.
Dann sehe ich das Bett. Es steht am Ende des Saales, ebenfalls erhöht, und für alle sichtbar.
Das ist also der Preis. Jeder, kann und wird mich sehen, er wird sehen können was hier geschieht.
Das Bett.
Dieses Bett. Als ich es erreiche deutet man mir, mich zu setzen. Wieder schwindelt mir. Ich spüre, wie ich am ganzen Körper zittere.
Mir wird ein Glas gereicht, welches ich hastig austrinke - Wein?
Benommen von dem Inhalt, erwarte ich den Mann, der mich nehmen wird.
Meine Unschuld.
Die Männer.
Das Haus.
Dann spüre ich ihn hinter mir. Sein Körper ist warm. Ohne jedes Gefühl zieht er mich nach hinten.
Das ist er also.
Ich kann seinen Atem fühlen, seine Haut riechen, aber sein Gesicht verbirgt er hinter einer Maske.
Die Gier in seinen Augen kann er nicht verstecken. Langsam reiben seine Hände über meinen Körper. Sie fühlen sich hart und unnachgiebig an. Ohne jede Zärtlichkeit, dann grob, wie besessen von einem Rausch greift er nach mir. Knetet meine Brüste, bereitet mir Schmerz.
Benommen lasse ich alles geschehen.
Siegessicher spreizt er meine Schenkel und sucht, mit einem Finger tastend, das Hymen in mir.
Schmerz.
Liebe.
Ist das Liebe?


Ich denke, es ist wichtig, euch noch mal darauf hinzuweisen, dass es sich hier um Phantasien handelt. Sie wollen und können nicht ausgelebt, sondern für sich still genossen werden.
Immerhin gibt es kleine Bereiche, die ich zulassen kann.
Zärtlichkeit zum Beispiel.
Oder Magie.
Wir Frauen sind so sensibel, wenn es um unsere Gefühlswelt geht.
Ja, ich weiß, ihr Männer habt oft Schwierigkeiten damit, denn diese Eigenschaft kann man ja nicht verstehen, wenn man nicht die Anlagen hat, diese mehr als komplizierte eigene Welt den anderen mitzuteilen.
Nein, ich spreche euch nicht die Sensibilität ab. Aber ich weiß, dass ihr Männer nun mal nicht so gestrickt seid, eure Gefühle rauszulassen. Nicht mal vor euch selbst! Lieber verschließt ihr die Augen und verdrückt euch, als ein Problem an euch dranzulassen. - ein Problem, welches nicht Thematisiert wird, kann schließlich nicht existieren.
Müsst ihr deshalb jede Frau gleich als Willig ansehen, wenn sie in der glücklichen Lage ist, sich und ihre Gefühle ernst zu nehmen?
Im Ernst, ihr drängt uns in die Defensive, wenn ihr von uns erwartet, jetzt und sofort das zu tun, was ihr euch vorstellt. Selbst wenn wir vorher wollten, jetzt geht es einfach nicht mehr. Schraubt eure Erwartungen nicht so hoch und lasst uns Zeit.
„Gefühlsduselei“ nennt ihr dann so was. Sie hat mal wieder ihre 5 min., die den ganzen Tag dauern - Schrecklich!!!
„Sie versteht mich nicht!“ - Wie denn auch?
Wir sind eben unterschiedlich. Keiner kann in den anderen hineinschauen. Das bringt mich wieder zu der bekannten Frage: „Willst du Sex?“
Sagt mal, spürt ihr die Grenzen einer Frau wirklich nicht?
Seht ihr meine Grenze nicht, oder wollt ihr sie einfach nicht sehen?!
Ich gebe zu, dass mich dieses Verhalten bisweilen nicht mehr belustigt. Nein es enttäuscht und beleidigt mich.
Wieso?
Glaubt ihr denn ihr seid besser, wenn ihr eine Frau erfolgreich erobert habt und schließlich behauptet, sie sei für jeden zu haben? Ihr definiert euch doch selbst an der Zahl der Frauen, die ihr vielleicht schon hattet: je größer die Zahl, desto höher steigt euer Ansehen unter Euresgleichen - Was für ein toller Hecht!
(was ist eigentlich mit euren Frauen Zuhause?)
Wo bleibt der Respekt?
Der Respekt vor der Lust, Respekt vor einer unsichtbaren Grenze?
Respekt vor mir.
Nur weil ich als Frau in der Lage bin meine Lust zu empfinden und auch zuzulassen, heißt das noch lange nicht, dass ich für jeden leicht zu haben bin.
Nein, ganz im Gegenteil: ihr nehmt (oder vielleicht stellt ihr euch das zumindest so vor) euch was ihr bekommen könnt.
Frage: Wer hat hier mehr Moral?
Ich bin ganz sicher keine Heilige, die um die Rechte und Unschuld der Frauen kämpft.
Aber ich differenziere zwischen wollen und Können. Das sind zwei verschiedene Dinge.
Ich bin nicht euer Lustgefühl.
Ich bin nicht der Auslöser für eure Phantasien.
Ich bin ebenso nicht für eure Befriedigung zuständig.
Offensive zerstört Lust.
Defensive lässt sie nicht zu
ES IST EIN WEG DAZWISCHEN!!!
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie oft ihr eine, eure Frau mit eurer Offensive in die Defensive gedrängt habt?
Wahrscheinlich nicht
Schade
Wäre es nicht schön, die Lust auf die Lust und Leidenschaft gemeinsam zu entdecken? Es gibt sogar auch dafür Beispiele, denn, wie schon einmal bemerkt, gibt es sie, die Männer, die mit Distanz und Anstand Lust wecken können.
Das Motto derer könnte fast heißen: Distanz schafft Nähe.
Schwierig? - Vielleicht
Sicher? - Nein, auch nicht ganz. Denn natürlich gibt es Männer, die es auch mit Anstand nicht schaffen, mich zu erobern.
Warum? - Ganz einfach : ICH WILL NICHT !!!
Ihr wollt ein positives Beispiel? Bitte, gerne: Ein Mann, gutaussehend, bittet und fragt nach einem Liegeplatz in meiner Nähe. Alle anderen habe ich fortgeschickt. Ihn wollte ich auch wegschicken. Er hatte eine freundliche, unaufdringliche Art und bat um eine Stunde, zwecks Mittagspause.
Er nahm meine Grenze als solche wahr und respektierte sie. Kein Zeichen von Annäherungsversuchen, statt dessen ein freundliches, aber distanziertes Wortgeplänkel. Erst über die Gespräche hinweg baute sich eine erotisch knisternde Stimmung auf. (...) Der Rest genießt und schweigt!
Langsam werdet ihr euch fragen, wie meine Phantasien in dieses Bild passen.
Diese Antwort mag schon schwieriger sein.
Phantasien spiegeln den Zwiespalt zwischen Hoffnung und Ablehnung. In meiner Phantasie ist es möglich, Dinge geschehen zu lassen, die meiner Natur und meinen wirklichen Wünschen nicht entsprechen, oder mir Angst bereiten.
In der Realität ist das Gegenteil sogar der Fall: Mich zu verkaufen, mich beherrschen, sogar demütigen zu lassen, schreckt mich ab. Es ist ein schlechtes Gefühl mit dem Namen: EKEL
Warum aber lasse ich solche Phantasien zu? Den Gedanken, beherrscht zu werden, kann ich selbst leiten. Hier entscheide ich selbst über mich. Ich habe die Möglichkeit aus einer Schwäche eine Stärke, aus einer Niederlage einen Sieg zu machen.
Außerdem, meine Herren, eine starke, siegreiche Frau braucht zuweilen auch das Gefühl von Besiegbarkeit. – Oft genug nur in ihrer Phantasie, sie ist aber auch reell zu besiegen, nämlich dann wenn sie erkennen kann dass sich eine Niederlage für sie rentiert. Na, Irritiert?
Ihr solltet aber beachten, dass ich hier nicht nur von Besiegbarkeit und Auslieferung spreche...
ZÄRTLICHKEIT. Das Gefühl erobert zu werden, wenn ich es zulassen kann und will.
Die Kunst den Körper des Anderen zu entdecken.
Frauen im Allgemeinen sehnen sich nach Zärtlichkeit. Ich bin da keine Ausnahme.
„Und wünschen wir uns Zärtlichkeit, haben die Herren meistens keine Zeit...“ (Zitat, K. Tucholsky, Rezitation, eine Frau denkt)


Geschrieben

Das Gefühl der langsamen, lustvollen Erkundung des eigenen und den Körpers des Partners, ist ein Grundbedürfniss aller Frauen, die mir bisher begegnet sind. Zartes streicheln, knabbern und mit dem anderen spielen, kann erotischer sein, als der reine triebhafte Akt. Hier muss es noch nicht einmal zur Vereinigung kommen.
Ich habe selbst erlebt, wie genußvoll und prickelnd der Verzicht (ja es war ein Verzicht) auf die letzte Konsequenz war. Allein der Gedanke was wir alles gemeinsam erleben könnten, erregte uns. Aber das reichte uns völlig aus. Die Lust auf unsere Lust haben wir nicht voreinander verheimlicht, sondern uns damit gegenseitig angeregt.
Ich träume häufig davon.
Es lag eine Zärtlichkeit in den Berührungen, die mir Schauer über den Rücken jagten. Als Frau könnte ich danach süchtig werden.
Das Spiel mit dem Feuer.



Den Schmerz, den er mir bereitet, scheint er in seiner Gier nicht wahrzunehmen. Nur meine Jungfräulichkeit zählt.
Ich wage nicht mich zu bewegen.
Lust.
Die Erkenntnis, den Schmerz zu genießen, erschreckt mich. Seine Hände finden, was sie gesucht haben: Das Häutchen, welchem so große Bedeutung zugeschrieben wird.
Der Triumph auf seinem Gesicht weicht etwas neuem.
Er richtet sich auf und schaut in die Gesichter unserer Zuschauer. Sein Daumen ist nach oben gerichtet. - Jubel und Grölen.
Unsicher liege ich auf dem Bett, die Beine noch immer weit gespreizt, wissend, dass jeder meine Scham sehen kann.
Scham. Ich schäme mich meines Gefühls.
Lust aus Unwissenheit?
Unwissenheit birgt Angst. Angst, die ich nicht zulassen will. Er soll nicht diese Macht über mich haben.
Voller Erwartung sehe ich ihn an und spüre eine Vertrautheit, die ich vorher nicht wahrgenommen habe.
Seine Augen, seine Hände...
Etwas hat sich geändert.
ER ist jung und stark. Seine Augen, die vor wenigen Minuten noch blanke Gier verrieten, zeigen mir jetzt sein Verlangen.
Ich fühle, wie ich vor Erwartung am ganzen Körper zittere. Was wird mit mir geschehen?
Langsam beugt er sich zu mir herab und flüstert mir etwas ins Ohr, was ich nicht verstehe.
Noch immer fühle ich mich benommen.
Seine Hände gleiten über mich, versuchen mich. Angenehme Schauer jagen über meinen Rücken. Sicher in allem was er tut, erkundet er meinen Körper, bereitet mir, aus den zuvor zugefügten Schmerzen, Genus.
Überraschung über meinen Genuss.
Erstaunen zeigt sich in seinem Gesicht, was sich aber schnell wieder in dieses Siegessichere Lächeln verwandelt.
Nun hat er keine Hast mehr. Genießerisch berauscht er sich an meiner unschuldigen Lust.
Seine Lippen wandern an meinem Hals entlang zu den Brüsten und saugen an meinen Spitzen.
Wieder Schauer.
Wissend über meinen Zustand, werden die Berührungen immer kühner. Seine Hände fahren fest an mir herab, beginnen, mich zart an den Lenden zu reizen, ohne jedoch mein Zentrum erneut zu berühren.
Zeit.
Genuss.
Lust.
Erwartung.
Mit den Handflächen massiert er die Innenseite meiner Schenkel, wissend, dass auch diese Berührungen meine Bereitschaft steigern, ihn bald in mir aufzunehmen.
Meine Benommenheit scheint verflogen. Mit einer Klarheit, die mir bisher fremd war, beginne ich, seinen Rücken zu streicheln. Erst noch zaghaft, dann immer mehr, je mehr er meine Lust anregt.
Die Zuschauer habe ich längst vergessen.
Gespannte Stille.
Fast von selbst erreiche ich einen Punkt, an dem ich mich nicht mehr zurücknehmen kann. Ein Schauer nach dem anderen erreicht mich. Was war das?
Seine Hände, sein Mund, halten inne, erleben meinen ersten Höhepunkt ebenso überrascht wie ich selbst.
Das Lächeln in seinem Gesicht vertieft sich, als ihm klar wird, welchen Genuss er mir bereitet hat.
Von weiter Entfernung kann ich die jubelnden Zuschauer hören... Sie sind so weit weg, so unwirklich.
Unser Spiel beginnt von neuem.
Glücklich über diese erste schöne Erfahrung, werden nun meine Hände Neugierig und begeben sich auf Entdeckungsreise. Langsam gleiten sie über den Körper des mir fremden und doch so vertrauten Mannes. Überrascht halte ich seine erregte Männlichkeit in der Hand. Hart, warm, die Haut so zart, doch vor Lust zuckend. In diesem Moment höre ich ihn aufseufzen und schwer atmen. Als er mich anblickt, verstehe ich seine Worte, die er nicht ausspricht: ich will dich. Jetzt.
In diesem Moment weiß ich, dass ich keine Angst haben muss. Ich weiß, ich kann ihm vertrauen.
Schließlich kann er sich nicht mehr beherrschen. Er drückt mich in die Kissen und dringt fast hart in mich ein.
Wieder Schmerz.
Ich habe das Gefühl zu zerreißen. Ein Schrei löst sich aus meinem Hals. Dieser Schmerz.
Das war es also, wonach sie alle so dürsten.
Ich kann seine Augen sehen, sein Blick gibt mir wieder Vertrauen. Er hält inne und bleibt ganz ruhig liegen. Seine Hände streicheln zärtlich mein Gesicht. Wo vorher noch Lust und Triumph in seinen Augen glänzte, war nun die Sorge getreten, mir sowenig Schmerz zuzufügen wie es ihm möglich war.
Langsam verschwindet der Schmerz und die Lust bemächtigt uns von neuem. Lust auf das was wir vorher nur probieren konnten, lässt uns schnell einen gemeinsamen Rhythmus finden.
Ich bin eine Frau, seine Frau. Das, was ich nur ahnen konnte hat sich bewahrheitet.
Die Gewissheit zu sehen, wie meine eigene Lust ihm Vergnügen bereitet, lässt auch mich schnell wieder an den Punkt der Ekstase kommen.
Seinen Höhepunkt erreicht er vor mir, denn er kann sich nicht länger zurückhalten. Aufstöhnend verströmt er sich in mir. Doch sein Wissen um meine Lust und mein Verlangen, lässt ihn sein Spiel nicht beenden. Kurz nach ihm erreiche ich selbst diesen Gipfel.
Das heißt es also eine Frau zu sein.
Erschöpft sinken wir unter dem Beifall der Menge unter uns, in die Kissen zurück und schlafen glücklich über unser Erlebnis ein.
Viel später verrät er mir, dass auch für ihn, diese Nacht die erste war.


Geschrieben

Natürlich kann ich euch diesen Traum psychologisch auseinander nehmen. Doch was würde das bringen?
Mehr Verständnis, oder etwa doch nur verständnisloses Kopfschütteln? - Ahnt ihr überhaupt was dahinter steckt? Nein?
Gut, ich kann wenigstens versuchen, ein wenig Klarheit zu schaffen:
Er zeigt die Bewusstwerdung meiner eigenen Person vor mir selbst.
Die Jungfrau steht in diesem Fall für das Neue, einen Bereich, der mir so bisher fremd war: Das Begehren von anderen zu erfahren. Sie ist das Anzeichen einer inneren Wandlung, deren erste Stufe bereits erreicht ist.
Das lässt sich in Bezug auf den See etwa so übersetzen: Er weckt in mir etwas, was ich nicht für möglich gehalten hätte: Meine Lust mit anderen zu teilen.
Das Haus (Symbol für den menschlichen Körper) steht für mich selbst: In
Erwartung von neuem, großzügig, mit ausgeprägter Libido (was´n das?? - meine Bereitschaft Sexualität zu- zulassen, also meine Erregung)
Die Männer sind der Alltag in meinem Gefühlsleben: Meine Augen auf mich selbst richtend, was erlebe ich, wer bin ich, was tu ich. Sie sind als sexuell - erotische Auseinandersetzung mit mir selbst zu verstehen.
Die Angst spiegelt mein Unterbewusstsein, welches an die Oberfläche drängt. Aus einer leichten Unzufriedenheit mit mir ändere ich etwas:
ICH BIN BEREIT.
Allerdings mit Grenzen, die durch Abstände und Distanz zu anderen gewahrt werden.
Die Pagen stehen hierbei als Sehnsucht auf einen Mann, der meine Wünsche erfüllen kann. Sie sind das Synonym der Marscherleichterung auf einer neuen Reise - in meinem Fall auf der Entdeckungsreise zu mir selbst.
Die große Tür, die ich durchschreite stellt sinngemäß die Öffnung der Geschlechtsteile (Vagina) da. Sobald ich durch sie gegangen bin, bin ich offen und bereit für eine neue Form von Lust. Auch wenn sie mir noch unbekannt sein sollte.
Ich bin aber nicht nur sexuell aktiv, sondern auch neugierig: der lange Flur, die ausladende Brüstung, die Bühne. Sie steht außerdem für die Selbstdarstellung meines Lebens und Empfindens und verrät höchste Anspannung.
Der Schmerz, den ich empfinde verdeutlicht mein Gefühl. Auch wenn ich neugierig und offen für neues bin, ist die Situation noch negativ belastet, denn meine Entjungferung zeugt von meiner Unsicherheit innerhalb einer zwischenmenschlichen Beziehung, sowie die Erkenntnis im sexuellen Bereich bisher nicht richtig (für mich richtig) handeln zu können.
In diesem Traum erlebe ich meine Lust als Bereitschaft zum Teilen, wenn ich nicht gedrängt werde. Er bereitet mich auf den Beginn von etwas Neuem vor. Was das ist, was es sein wird, weiß ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Was noch erkennbar wird, ist mein eigener Sieg über mich und alle Beteiligten, denn ich bleibe mir und meinen in den Grundsätzen immer treu, indem ich bereit bin, etwas Neues über mich zu erfahren und einen Schritt weiterzugehen.
Natürlich gäbe es noch mehr zu deuten, doch ich denke, es reicht für das erste.
(hat irgendjemand mal behauptet, ich wäre dumm - geil???)

Ich ahne, dass wenigstes ein Teil der Leser diesen Absatz überspringen wird, zeigt er doch wissenschaftliche Betrachtungsweisen der Psyche.
Bitte, bleibt also unwissend.
Wie war das doch gleich?
Was muss ich tun, um eine Frau erfolgreich zu erobern?
Oder was muss ich berücksichtigen, wenn ich sie einschüchtern will?
Ihr Männer kratzt an einer Oberfläche und behauptet sofort, alles zu wissen.
Sicher, ich weiß noch lange nicht alles, und mit Sicherheit noch nicht mal vieles. Nein, ich bin sogar immer noch viel zu naiv, wenn es um Vertrauen und Sexualität geht. Aber immerhin bin ich bereit zu lernen, welcher Mensch mir Genuss und Aufrichtigkeit entgegenbringt.
Meine Sinne verraten mich immer wieder. Lustvolles erleben und zulassen wird somit nicht nur bestaunt, sondern als Zusage für die eigene Befriedigung gewertet.
Das erinnert mich an mein erstes Erlebnis am See. Meine Lust den anderen zu berühren und dabei selbst genießen zu dürfen, wurde nicht berücksichtigt. Nein, er stellte sich selbstverliebt über die Lust: „Schade, ich würd´ dich zu gerne ..., aber das geht ja nicht.“
Gefragt, was ich möchte, hat er mich nicht.
Dass es zweifellos dumm von mir war, mich darauf einzulassen, hat sich bereits einen Tag später gezeigt: sie kann und will mit jedem.
NEIN, mein lieber, SO NICHT!!!
Ich habe gelernt...
Besonders wenn es um Sexualität geht, braucht man Vertrauen, sonst ist Frau ganz schnell die Dumme. Ihr seht, ich spreche aus Erfahrung.
Aber ich frage mich immer wieder warum das so ist?!
Der Mensch (Mann) scheint vor allem darauf aus zu sein, selbst am meisten und die beste Befriedigung zu bekommen.
Aber da war doch noch was anderes?
Ach ja, die Aussage, erst richtig gut drauf zu sein, wenn die Partnerin befriedigt ist. Pardon, meine Herren mit oder ohne Verluste?
Womit ich wieder bei der Frage wäre, wo fängt der Gewinn an und wo der Verlust?
Ist es nun ein Gewinn, eine Frau so zu erobern, dass sie in der Lage ist, sich ihm ganz zu öffnen und damit ein Stück ihres Herzens?
Oder ist es ein Verlust, dann zu hören zu bekommen: ich mag dich.
Verzeihung, wenn ihr immer noch das Gefühl haben müsst, Frauen seien so emotional.
WIR SIND HALT NICHT ANDERS! Trotzdem können wir (zumindest ich) reine Lust von echter Liebe unterscheiden, was uns meist zu der Erkenntnis führt, dass Sex und Liebe zusammen einfach schöner ist!!!
Ist es nun ein Gewinn, eine Frau so befriedigen, dass sie sich fallen lassen kann?
Ist es ein Verlust, dabei Angst haben zu müssen, selbst dabei zu kurz zu kommen? Ist es so schwer mal zu „nur“ geben, und dafür erst mal nichts zu erwarten?
Im Ernst, keine Frau wird sich verweigern, wenn sie das Gefühl bekommt einzigartig und begehrenswert zu sein. Sie wird sich mit Sicherheit für das schöne Gefühl revanchieren und alles zurückgeben.
Glaubt ihr immer noch an die Verführung Adams von Eva durch einen Apfel?
Mit Verlaub, die These, dass es sich in der Versuchungsgeschichte um eine Apfel handeln soll, wurde widerlegt: Äpfel kannte man in der Region, welches die Wissenschaftler als Paradies einstufen, noch gar nicht.
Außerdem wurde hier nicht die Sexualität verteufelt, sondern das Nackte in seiner Gesamtheit.
Bewusstwerdung der Persönlichkeit...
Wo fange ich an, wo ende ich? Mein Leben kann nicht schlecht sein, sobald es in der Lage ist einem anderen etwas Gutes zu tun.
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Wie kann ich den nächsten lieben und achten, wenn ich mich selbst nicht kenne und es nach wie vor verweigert bekomme, das zu lernen?
Ihr Männer seid schon was Feines. In eurem Übermut zu glauben, Gott sei ein Mann, erhebt ihr euch über Dinge, von denen ihr keine Ahnung habt.
Die Lust der Frau! - oder die geniale Frage, warum braucht eine Frau eigentlich einen Orgasmus? Sagt mal, wer macht sich überhaupt über einen solchen Unsinn denn Gedanken? Die merkwürdigsten Thesen wurden allesamt von Männern aufgestellt.
Zum Beispiel:
Der Orgasmus dient dem inneren Festhalten eines Mannes, damit er sich der Befruchtung nicht entziehen kann. (Welch ein Schwachsinn, also wieder die These, Frauen seien nur zum Kinderkriegen da. Hübsch und Dumm.)
Könnt ihr nicht akzeptieren, dass Frauen mit der Welt aus dem Tierreich nur noch das wenigste gemein haben?
Dafür besitzen wir halt das, was der Mensch „Bewusstsein“ nennt.
Wer hat überhaupt behauptet, Gott sei ein Mann?
„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“
Ein Sohn, der in seiner Verzweiflung den anruft, zu dem er den geistigen Kontakt hat: seinen inneren Vater.
Bevor das Christentum nach Britannien kam, wurde als magisches Überwesen die Mutter verehrt. Die Mutter des Lebens wurde als Lebensspenderin und mystische übersinnliche Kraft verstanden. Ihr zu Ehren wurden während der Sommersonnwende Liebesnächte gefeiert, Kinder geboren. Es waren die Priesterinnen, die das Geschehen bestimmten. Es ging sogar noch weiter: Um neue geistige Führer zu bestimmen, wurden Männer ausgewählt, die in der Lage waren, mit der Hohenpriesterin Kinder zu zeugen, danach verloren sie jedes Recht am Leben des Kindes.
Dieser Mutter des Lebens wurden nicht Jungfrauen geopfert, sondern Männer, die nach einer Liebesnacht sich mit der Göttin (in Gestalt der Hohepriesterin), sich mit der Erde verbanden und symbolisch sich mit der Erde vereinigten.
Die Frau als Kraft- und Lebensspenderin wurde durch das Christentum, welches durch männlichen Missbrauch, nicht nur verdrängt, sondern als teuflisches Hexenwerk verfolgt.
Die Angst vor der weiblichen Macht war es, die es Männern ermöglichte, über Intrigen die Frau zu unterjochen.
Was will sie uns denn jetzt wieder erzählen?


Geschrieben

Also: Männlicher Missbrauch herrschte viele Generationen im Vatikan. Unter dem Eid des Zölibats und Abstinenz feierte der Klerus ausgelassene und verschwenderische Orgien. Es gab sogar eine ungeschriebene Regel: Der älteste Sohn eines Papstes wurde später sein Nachfolger. Ein Papst und ein Sohn? Je mehr Söhne, desto besser.
Ich empfehle einigen Personen mal den „Pfaffenspiegel“ und „die Päpstin“ zu lesen, diese Bücher wurden aus der Geschichte geschrieben.
Das sieht man/ Frau mal wieder: Die Männergeilheit auf das eigene Geschlecht.
Männer haben Recht - immer. Und die Erde ist doch eine Scheibe.
Wichtig: Ich selbst bin überzeugte Christin. Dennoch sehe ich in dieser Tatsache kein Verhältnis von Realität und Wahrheit. Es ist der Glaube an eine wunderbare Schöpfung, die in Form der Bibel die Einzigartigkeit der Entstehung widerspiegelt.
Nach meiner Überzeugung entstanden das Weibliche und das Männliche gleichberechtigt, um den Fortbestand der Art zu sichern, denn das eine kann ohne das andere nicht existieren.
Fazit: kommt endlich von eurem hohen Roß runter und gesteht uns Frauen das zu, was uns so lange versagt wurde: geistige Freiheit und Gleichberechtigung.
Sagt euch der Bergriff „Gender mainstreaming“ etwas? Nein? Also dann will ich es kurz gefaßt erklären:
Gleichheit kann ich nicht fordern, denn die gibt erwiesenermaßen nicht. Geschlechtliche Ungleichheiten bedingen sich aus der Genetik und dem was die Natur von dem jeweiligen Geschlecht will: Die Fürsorglichkeit, Pflege und Sicherheit der Mutter, was auch die bestmögliche Wahl eines potentiellen Vaters beinhaltet und der Fortpflanzungstrieb der Männer. Dieser Trieb hatte in den Anfangsphasen der Menschheit noch die Sicherstellung der Arterhaltung zugrunde liegen. Je öfter sich ein Mann fortpflanzte, desto größer waren seine Chancen seine Art – also den Menschen – zu erhalten.
Dieser Trieb ist noch immer aktuell und somit bewiesen, dass ihr ach so armen Männer gar nicht anders könnt als fremd zu gehen.
Aber der moderne Mann hat ja nicht nur unter seinem Trieb zu leiden, er hat trotz allem auch Vorteile: er versorgt die Familie, kümmert sich um alles. Er ist der Ernährer, was sich sogar daran festmachen lässt, dass ein Mann dann zufrieden ist, wenn er alles erreicht hat, was für ein gutes leben dazu gehört. Das ist heute immer noch so. Wie viele Männer reagieren ungläubig wenn die eigene Frau nach einigen Ehejahren als Hausfrau und Mutter plötzlich auf die Idee kommt wieder arbeiten zu wollen? Oder den ersuch unternehmen, sich selbst zu verwirklichen. Wie oft habe ich von diesen Männern dann gehört, dass er das nicht will, er sei schließlich der Ernährer und habe dafür zu sorgen, dass es seiner Familie an nichts fehlt. Sie realisieren einfach nicht, dass für die moderne Frau das Leben mittlerweile nicht nur hinterm Herd stattfindet, sondern auch im Beruf.
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wollte der Psychoanalytiker Sigmund Freud den Frauen sogar den „Penisneid“ andichten: Frauen erleben während der Sexualentwicklung eine Benachteiligung gegenüber dem Knaben, dem Mann. Was seiner Meinung nach dazu führte, dass sich bei ihr der Wunsch manifestiert, die Männlichkeit in sich aufzunehmen.
Glücklicherweise ist dieses Phänomen längst widerlegt. Freud selbst litt nämlich an einer Bindungsangst zu seiner Mutter, was wir als Ödipuskomlpex kennen.
Jetzt bleibt aber noch zu klären, ob sich dieses System heute noch halten kann, oder ob es sich nicht doch langsam überholt. Um auf den Gender Mainstreaming zurückzukommen – er heißt übersetzt: die geschlechtliche Vorherrschende Richtung und meint damit die Forderung alte Vorurteile abzubauen und den Weg zu neuem Denken freizugeben. Er fordert die Gleichstellung und die Gleichberechtigung der Geschlechter – Gleiche Rechte, gleiche Pflichten für beide. Das würde bedeuten, dass Männer in ihren klassischen Männerberufen Frauen akzeptieren müßten, und Frauen umgekehrt den Mann ebenso in ihren alten Territorien, allerdings ohne das übliche Gejammer einer Person die ihren Aufgabenbereich plötzlich teilen muß, der eine schreibt dem anderen vor, was er wie zu tun hat. Also: Der Mann im Haushalt und Kinderjahr, die Frau in der Werkstatt usw. Na. Klingelts?
Also, hier die Frage: Wer ist stärker, der Mann, welcher sich für Unfehlbar hält, oder die Frau, die Lösungen und Modifikationen immer im Hinterkopf hat?
Wenn ihr von mir wissen wollt: ICH BIN AUS ÜBERZEUGUNG FRAU.
Leidenschaftlich, sexy, sinnlich und ich verdrehe Männern gerne den Kopf.
(Also doch dumm?)
Warum auch nicht? Ihr laßt euch sooo gerne sagen, wie gut ihr doch seid. Oh, ihr Kleingläubigen. Glaubt ihr alles, was euch Frau auftischt? Habt ihr immer noch nicht verstanden, wenn Frauen euch ihren Orgasmus vortäuschen, um euch endlich loszuwerden?
Eure grenzenlose Triebhaftigkeit hat euch zu dem verdammt, was ihr seid: Dumm - geil, Schwanzgesteuert.
Na, war das nicht wieder nett?
Ehrlich gesagt, mache ich mir keine Gedanken mehr darüber, wenn ich weiß, welcher Spanner meinen Wagen kennt. Er hat ja doch keine Chance.


Geschrieben

Ich bin nicht alleine. Und doch glaube ich, es zu sein. - Allein zwischen all den Menschen. Spürt ihr, dass ich da bin?
Ein Mann.
Er schaut durch mich hindurch und doch weiß ich, er sieht mich an. Ich fühle mich wie eine gläserne Puppe.
Langsam kommt er auf mich zu.
„Was wünscht ihr?“
„Euch“
„mich kann man nicht kaufen, mein Herr“
„Es ist mir gleich“
„Nein“
Sein Anblick versetzt mich fast in Trance. Ich spüre meinen abnehmenden Willen und widersetze mich.
Er schaut mir tiefer in die Augen, reicht mir die Hand und führt mich.
Fort.
Fort von diesem belebt Ort, der nach Tieren, Kot und Unrat stinkt.
Es ist eine andere Zeit.

Erwecke die Göttin in mir
Unser Weg führt uns außerhalb der Stadt. Wir gehen lange, ohne zu reden.
Sein Blick ruht auf mir. Beruhigend, doch ich spüre, er verschweigt mir etwas.

Suche das Leben
Wir befinden uns auf der Suche. Auf der Suche nach was?
Irgendwann erreichen wir das Ziel.

Wo sind wir?
Wortlos nimmt er mir den schweren Mantel ab. Merkwürdig. Eben war es noch Winter. Ich friere nicht.
Dieser Ort hat etwas Magisches. Ein Ring, von Birken umzäunt, Eichen stehen dahinter. Helles Licht fällt durch das Laub.
Die Bäume stehen im satten Grün.

Wo sind wir?
Ich kann seine Gedanken hören.
Der Ort, den du meinst, befindet zwischen dem Leben und dem Tod. Fürchte dich nicht. Dir wird nichts geschehen.

Erwecke die Göttin in mir
Das Leben, es liegt so weit hinter mir. Dieser Ort fesselt mich. Sinnlichkeit.
Der Fremde beginnt, mich aus meinem Kleid zu schälen. Gekonnt öffnet er die schwere Korsage, die mir die Luft abzustellen droht. Mit einer noch nie erlebten Gelassenheit schnürt er das Mieder auf und streift mir den schweren, dicken Stoff von den Schultern, der rauschend zu Boden fällt.
Welche Erleichterung einer Last.
Gebannt bleibe ich stehen, ich rühre mich nicht.
Der Wald strahlt eine nie gekannte Ruhe aus.
Auch meiner Unterkleider beraubt er mich. Doch ich lasse ihn gewähren.
Nach und nach entkleidet er mich. Mit großer Sorgfalt legt mir die Röcke ab, mein Hemd, meine Hose, bis ich entblößt vor ihm stehe. Ich fühle die Erwartung in meinem Geist, meinen Augen.
So leicht, als wäre ich eine Feder, nimmt er mich auf seine Arme und trägt mich aus dem Ring.
Ein Seltsames Licht umgibt uns. Leichtigkeit, Freude auf das was kommen mag.

Erwecke die Göttin in mir.
Heiterkeit, Lebendigkeit, nie gekannte Lebensfreude beflügelt meine Gedanken.
Er trägt mich auf seinen Armen, sicher wie die Flügel den Adler tragen. Sein Gesicht strahlt dieses geheimnisvolle Lächeln...
Irgendwann, vor langer Zeit, in einem anderen Leben kannten wir uns bereits...
Die Zeit vergeht, ohne dass ich es bemerken würde. Nur das Jetzt und Hier zählt.
Ich weiß, ich liebe ihn. Schon immer, mein ganzes Leben lang
Einst war ich seine Göttin
Der Ort scheint aus dem Nichts zu kommen, warmer Tau liegt schwer auf den Gräsern. Dann das Rauschen. Ein Wasserfall.
er hat sein Versprechen nicht gebrochen...
Junge Mädchen in leichten Gewändern umringen uns und lachen mit mir. Meine Nacktheit scheint völlig natürlich zu sein.
Er holt die Göttin zurück! - Mit dieser Erkenntnis blicke ich ihm in sein Gesicht. Befreit lächelt er mich an. Tiefe Zuneigung, Liebe zu ihm erfüllt mich (wie einst...).
Merkwürdig, wer war ich vorher? Wie konnte ich leben, außerhalb dieses wunderbaren Platzes?
Ich kenne diesen Ort. Mein Bewußtsein öffnet sich und Bilder aus alten Tagen erreichen mich: Einst war ich seine Göttin, hier an diesem magischen Ort. Wir hatten Kinder und waren glücklich. Das Schicksal jedoch trennte uns. Menschen fanden den Weg hierher und zerstörten unser Leben. Die große Göttin hat sich für diesen Frevel grausam gerächt.
Große Mutter Erde, ich bin zurück und werde dir wieder Leben schenken.

Er setzt mich ab und führt mich an den See - unseren See des Lebens,
dorthin wo alles begann, dorthin wo es endete, dorthin wo es weitergehen wird.
Die Mädchen kommen und entkleiden ihn. Ich will dich, mit all meiner Liebe und Leidenschaft.
Ich kann sie fühlen, tief in mir. Das Verborgene bricht hervor...
Wecke die Göttin in mir, deine Göttin! Hole mich zurück in deine Arme!

Als ich wieder erwache, liege ich am Rande des Sees auf einer Liege. Seine Arme umfangen mich zärtlich. Ich fühle mich sicher, wie in den alten Tagen. Er spürt, dass ich erwacht bin und schaut mir in die Augen. Langes, altes Leid kann ich darin erkennen. - Ich werde das Leid auslöschen und die Wunde heilen. Wir sinken in das Gras und er streichelt meinen Rücken, fährt mit den Fingerspitzen aufreizend an meiner Seite entlang.
JA, ICH WILL DICH!!!
Es ist keine Zeit zum Reden... lass uns den Schmerz vergessen.
Seine fast schwarzen Augen scheinen vor Verlangen noch eine Spur dunkler. Ich fühle, wie mein Schoß vibriert, meine Haare sich aufrichten: bitte warte nicht mehr zu lange.
Der Reiz seines Spieles fordert schnell seinen Tribut, denn ich öffne mich ihm ganz. Ich kann nicht mehr warten, bitte, liebe mich.
Leidenschaftlich klammern wir aneinander. Seine Hände vergraben sich in meinen Haaren, ziehen sachte meinen Kopf nach hinten und legt so meinen Hals offen. Ich kann vor Erregung kaum noch atmen. Dann, in dem Moment, als ich es kaum noch zu ertragen glaube, macht er sein Versprechen wahr: Göttin in mir, erwache!
Langsam, mit einer Mischung aus vergrämter Härte und zärtlicher, unverhohlener Leidenschaft nimmt er von mir Besitz. Hart und heiß kann ich seine Liebe in mir spüren. Ohne Inne zu halten stößt er in mich, hart und kurz.
Große Göttin, Mutter Erde lass ihn seinen Schmerz vergessen
Lange kann er nicht widerstehen und verströmt seinen Samen in mir. Der Schmerz, den er mir zufügte scheint kaum mehr wahr zu sein. Gerne bin ich bereit den Schmerz mit dir zu teilen, denn ich liebe dich mit aller Macht.
Wie Besessen stößt er weiter zu, so als ob er die Vergangenheit damit bestrafen wolle. Liebster, lass dir Zeit...!
Als hätte er mein flehen gehört, verlangsamt er sein Tempo: Die Wunden sind geheilt. Jetzt sind wir bereit für die wahre, echte Liebe.
Große Göttin, du hast mich erweckt


Geschrieben

2. Wie alles begann

erster Tag
Ein Tag im Juni. Es ist heiß und ich fühle mich von meinem Studium ausgelaugt und müde.
Durch Freunde habe ich diesen See, vom dem ich zwar seit 20 Jahren weiß - aber nie besuchte, kennengelernt.
Noch habe ich von den Geschehnissen hier keine Ahnung. Ich möchte alleine sein, mich erholen, Kraft und Energie tanken. Der Platz, den ich nach langem Suchen, finde, scheint einsam zu sein, niemand kann sich in meiner Nähe aufhalten, denn er ist von Bäumen umgeben und liegt direkt am Wasser.
Da ich schon seit Langem das Nackt - baden genieße, denke ich mir hier nichts anrüchiges, denn es scheint sich ja um einen Freikörper - Badestrand zu handeln. Nacktsein ist hier normal.
Von wegen!!
Erst einer, dann zwei Männer, die längst die Pubertät hinter sich gelassen haben. Blicke.
Dezente Blicke, dezentes Zurückhalten? - Naja, es ist noch erträglich, denn so etwas kann überall einmal vorkommen. Ich will mich nicht daran stören, dazu fehlt mir erst mal die Kraft.
Hätte ich gewußt, was folgt, wäre ich gegangen...
Wildwechsel beginnt. Alle paar Minuten wechseln Männer den Weg vor meinem Platz.
Noch immer verstehe ich nicht, denn mir fällt erst gar nicht auf, dass es sich nur um Männer handelt. Laßt mir meine Ruhe!
Doch irgendwann werde ich angesprochen, ist bei dir noch Platz? - Nein, hier ist kein Platz.
Naivität wird mit Sexlust übersetzt, denn jede, die sich so hierher legt, muß doch wissen, was hier läuft - und zudem muß sie sehr selbstsicher sein.
Unterschwellig ahne ich was kommen wird. - Und diese Ahnung versetzt mich in Erregung.
Auch Unruhe.
Grenzen? Zum ersten mal kommt mir der Gedanke, nicht zum äußerste zu gehen. Klar, ich habe kein „Gummi“ dabei. Wieso auch, schließlich habe ich es nicht darauf angelegt. Also beschließe ich das zu meinem Grundsatz zu machen: lege es nie bewußt darauf an!
Irgendwann gab ich nach.
Er sah im Vergleich zu den anderen nicht schlecht aus: Bodybuildertyp, etwa mein Alter. Ich gebe zu, er hat mein Interesse geweckt, dennoch wollte ich die Öffentlichkeit noch nicht wahrnehmen.
Ein Gespräch? - Ein langgezogenes Jaaa - mit Aber.
„Ich hoffe es stört dich nicht, wenn ich mit mir spiele.“
Nein, wir sind ein freies Land, tu was du willst, aber lass mich in Ruhe lesen.
(Wie kannst du nur so naiv sein?! Merkst du denn wirklich nicht, was hier läuft??)
Ich will es gar nicht mehr wissen, denn er hat schließlich doch mein Interesse und meine Aufmerksamkeit geweckt: Er ist an seinem Penis gepierct und tätowiert.
Über unser mehr als merkwürdiges Gespräch, kam was kommen mußte.
(Wieso hatte ich nur so ein komisches Gefühl in der Magengegend? - Etwas an seiner Art beunruhigte mich. Wieso, das erfuhr ich 1-2 Tage später. Habe ich wirklich mein Gehirn ausgeschaltet? Nun ja, sei es drum)
Unter den Augen der mehr als wachsamen Beobachter, bearbeitete ich schließlich - per Handbetrieb - sein bestes Stück.
Ich bot ihm meine Lust an. Er hat sie ignoriert.
Nein, es war mir gar nicht recht zu wissen, dass immer irgendeiner dieser Typen alles beobachten konnte. Doch ich bin in mir selbst, meiner eigenen Erregung gefangen. Es spornte mich sogar insgeheim (wenigstens ein wenig) an. Ich fühlte mich in meinem erotischen Zwiespalt gefangen. Lust - und doch das Gefühl haben, etwas stimmt hier nicht. Kann ich ihm vertrauen?
Ich antwortete seinen egoistischen, lustvollen Worten - auf eine Weise, die mir selbst fremd ist. Irgendwie hatte ich immer dabei das Gefühl mich selbst zu belügen, weil ich diese Situation unbedingt genießen wollte.
Sein Dank war wohl das Lob über meine Fingerfertigkeit und die Aussage, mich gerne vögeln zu wollen. Lust hätte ich auch gehabt, aber mein Gehirn hat wenigstens noch zum Teil funktioniert - Mit Dir nicht!!! Ich blase dir auch keinen!!!
Er kam und spritzte. Siegte aber nicht. Zumindest nicht in meinem Kopf, wohl aber in seinem, denn er äußerte sofort den Wunsch, später noch einmal spritzen zu wollen. Bitte, warum auch nicht? Bisher war es ja nicht schlecht (aber auch nicht wirklich gut!)
Das Zweite mal findet im Wasser statt.
(Meine Güte, hier können es nun wirklich alle sehen, warum hörst du nicht einfach auf?)
Schon vorher wird er von einem dritten, ebenfalls gutaussehenden Italiener nach einem Mitspiel gefragt. Ich lehne ab, als er mir davon erzählt. Im Nachhinein kann ich mir zumindest ausmalen, dass die beiden das Spiel manipuliert haben. Denn der Italiener mischte sich schließlich doch ein.
Was mir eben noch nicht ganz unangenehm war, jetzt war es dies auf jeden Fall. Doch in mir gefangen, meiner Lust nachgebend war ich nicht imstande dieses Spiel zu beenden. Ich wollte um jeden Preis genießen. Dieser Preis war hoch.
Für mich in diesem Moment zu hoch. Noch konnte ich nicht vor mir selbst zugeben, was diese Lust für mich bedeutet hat.
Scham. Und wenigstens der Ansatz des eigenen Erkennens.
Bin das wirklich Ich???
Sag mal, weiß eigentlich dein Mann, was du hier tust? - Nein, bisher noch nicht. Spontan beschließe ich, ihm alles zu erzählen.
Am Abend schauten wir gemeinsam im Internet nach, ob wir Informationen über diesen See finden würden.
Tatsächlich.
Diesmal war ich gewappnet: Wie ihr mir, so ich euch!


Geschrieben

Zweiter Tag
Einen Tag später legte ich mich an die gleiche Stelle, denn ich wollte nicht lange suchen und glaubte erst mal nicht, dass sich dieses Spiel vom Vortag wiederholen könnte.
Außerdem wollte ich auf Nummer Sicher gehen und knotete mir einen Pareo um die Hüfte. Es muß ja niemand sehen, dass ich rasiert bin. (Sicher?)
Du glaubst doch nicht m ernst was du da schreibst!!
Nein, nicht wirklich. Da ich ja jetzt wußte, wo ich mich befinde, wollte ich den Spieß rumdrehen. Also hab ich es auch irgendwie drauf angelegt, denn die Spanner vom Vortag waren keine zehn Minuten später wieder zur Stelle, und packten erst mal aus. Indessen war ich schon am einschlafen, bis ich die merkwürdigen Geräusche um mich wahrnahm.
Die werden doch nicht das tun, was ich gerade denke?
Doch, sie taten es: sie haben ihr Gemächt hervorgeholt, ausgefahren und bearbeiteten sich mit Hingabe, leidenschaftslos.
Hauptsache „gewichst“
Nein! Heute will ich wirklich nicht. Ihr glaubt doch nicht im ernst, dass ich das mit jedem mache? ( Widerlinge)
Erst ignorierte ich ihr treiben und stellte mich schlafend - bis es mir zu bunt wurde:
„Jungs, ihr könnt einpacken und gehen. Heute wird das nix. Ich will allein sein.!!“
Erst Überraschung in ihren Augen, dann wortloses einpacken und vor sich hinmurmeln: Ist ja schon gut.
Sie gingen. An diesem Tag geschah wirklich nichts mehr. Ich denke es hatte sich unter den Typen rumgesprochen, dass die Neue heute nicht willig ist. Meine Lust behielt ich bei mir.
Denn Lust hatte ich. Den ganzen Tag.

Dritter Tag
Der dritte Tag begann wie der zweite endete: Ich kam mit meiner Lust an den Platz. Heute zu allem entschlossen.
Selbst meine Kleidung hatte ich danach ausgewählt: Top, Wickelmini und nichts drunter. An diesem Tag machte ich mir ein Vergnügen daraus die Plätze abzugehen. Schnell bemerkte ich auch, dass ich gesehen wurde. Ehrlich gesagt machte mich diese Situation schon an, denn ich wußte, was er wollte - aber nicht bekommen würde. Ich genoß das und spielte meine Macht über diese Männer aus.
Ich such mir mein Opfer selbst aus.
Aber!
Schon wieder aber.
Eine halbe stunde nachdem ich mich an meinen Platz gelegt hatte und Musik hörte, stupste mich jemand am Fuß: „Darf ich dich streicheln?“ Die Frage kam von einem alten Mann, jenseits der 70 Jahre. Fast schockiert, eher angewidert über diese mehr als plumpe Frage jagte ich ihn zum Teufel. Also so einer doch wirklich nicht.
Übrigens hielten sich die Spanner immer wieder in meiner Nähe auf und gafften unbemerkt aufdringlich.
Irgendwann, einige Zeit später legte sich ein gut durchtrainierter, braungebrannter Radfahrer der Spezies Frauentyp an die Böschung unmittelbar an den See - direkt in die Sonne - nicht ohne vorher mit mir Blickkontakt aufzunehmen - und begann zu lesen.
Immerhin, schon Blickkontakt.
Er verhielt sich diskret im Hintergrund und - tat erst mal gar nichts.
Ein blasiert, sehr selbstsicher auftretender Mann, so Mitte Vierzig, Marke „obere Geschäftsetage“ kam eine Dreiviertelstunde nach dem Alten, noch während der Radfahrer gegenüber lag. Ein schmieriger Widerling.
„Hallo, darf ich mich zu dir setzen?“
„Nein, ich möchte lieber alleine sein.“
„wirklich?“
„JA“
„Das glaube ich nicht.“
„Nein? Aber trotzdem will ich nicht“
„Schade. Ich dachte, zu zweit unterhält es sich besser.“
Die Betonung auf die erhoffte Unterhaltung sagte alles. Dieses arrogante, selbstsichere Grinsen und überzeugt davon unwiderstehlich zu sein, weckte in mir alles andere - nur das nicht, was er sich wohl vorstellte.
„So, ich werde jetzt weiter Musik hören. Tschüs“
„Schade. Naja, vielleicht können wir uns ja mal später noch unterhalten. Bis dann.“
Er rauschte ebenso selbstsicher davon, wie er aufgetaucht war.
Selbst der Radfahrer saß mit offenem Mund, einfach sprachlos über soviel Dreistigkeit, und sah mich an. Schließlich schüttelte er den Kopf: Es ist einfach unglaublich, was sich manche Männer herausnehmen.
Wie Recht er hatte. In meinem Kopf dachte ich nur noch:
Auf „Nimmerwiedersehen“
Aber diese Situation brachte etwas anderes mit sich: einen ersten, wenn auch kurzen, direkten Kontakt mit meinem Gegenüber. Wir taxierten uns mit unseren Blicken und spürten, wie die Luft langsam zu knistern begann.
Langsam wurde ich unruhig. Ich verlagerte meine Position so, dass ich besseren Sichtkontakt zu ihm herstellen konnte.
Es war ein sehr heißer Tag, der Schweiß floß aus allen Poren und wirkte auf seinen Muskeln sehr erotisch.
Langsam, erst verhalten, später etwas deutlicher, strich er sich den Schweiß von seinem Körper, wobei er auch an sein bestes Stück dachte und dieses mit besonderer Sorgfalt bearbeitete. Unauffällig, während er las, aber wußte, dass ich ihm zusah.
Dieser Mann verstand es, mich in Spannung zu versetzen. Mein Unruhe und mein Lust auf Mehr wuchs. Irgendwann konnte ich meinen Blick nicht mehr von ihm wenden. Die sexuelle Spannung in der Luft nahm mir fast den Atem. Unruhig begann ich mich unter meinem Pareo zu streicheln. Erst wollte ich nicht, dass er es bemerkt, doch natürlich konnte ich dies nicht vor ihm verheimlichen. Wir sahen uns direkt in die Augen und erlebten die erste Lust auf Distanz. Ich hatte mein Geheimnis schließlich nicht länger vor ihm geheimgehalten und öffnete meine Beine, damit er mich besser sehen konnte
Irgendwann hielten wir die Spannung nicht mehr aus. Er hatte meine innere Hoffnung wohl gehört und kam zur mir rüber. Mein Wickeltuch legte ich ab, er kniete sich neben mich und begann vorsichtig mich zu bearbeiten. Dieses mal hatte ich keine Bedenken. Wie sollte ich auch, denn ich bestand nur noch aus einem Gefühl: purer Sexlust.
Hier gaben und nahmen wir gegenseitig und ich wollte nur noch eins: nicht mehr aufhören!
Ich gab mich diesem Rausch hin, fast egal, was um mich geschah.
Aber nur fast.
Immer wieder wurden wir durch das aufdringliche Verhalten anderer gestört. Leider.
Oder auch nicht, denn die Störung bewirkt eine stetige Verlängerung unserer Geilheit.
Irgendwann kam er. Mit aller Macht. Ich weiß nicht mehr wie lange wir uns gegenseitig verwöhnt hatten, aber es war noch nicht vorbei. Nicht wirklich, jedenfalls.
Erschöpft und zufrieden lagen wir nebeneinander und sahen uns an.
Hallo, nett dich kennen zu lernen.
Erst jetzt redeten wir zum ersten mal miteinander. Er war so ganz anders als die Typen, mit denen ich zuvor hier Kontakt hatte. Denn erst jetzt begann ein Gespräch zwischen uns und wir unterhielten uns bereits nach kurzer Zeit, als ob wir uns schon lange kennen würden.
Zu eurer Enttäuschung muß ich allerdings sagen, geschah an diesem Tag sonst nichts mehr.


Geschrieben

Einwurf
So sehr ich diese erste Woche genossen hatte, so sehr forderte der Streß - zuviel Sex und heiße Sonne - seinen Tribut. Ich hatte mich überfordert und lag mit schmerzhaften Entzündungen die nächsten 5 Tage im Bett. 3 - 4 Liter Wasser und jede Menge Schmerzmittel halfen mir über die Zeit. Mein Gesicht schwoll an und ich sah aus wie ein Streußelkuchen. Das Wetter war mir gnädig - denn meine Lust war trotzdem nicht gewichen - du verschlechterte sich erst mal.
Lust der Sinne und Streß passen und gehören einfach nicht zusammen. (oder wollte ich durch die Augenentzündungen einfach nicht sehen, was die Ereignisse an mir bewirkten? Möglicherweise war es auch einfach ein Abwehrverhalten auf meine eigenen moralischen Vorstellungen und die Tatsache, dass ich diesen gar nicht mehr entsprach.)
So hatte ich zumindest viel Zeit, über die Geschehnisse nachzudenken und was mit mir gerade vorging. Eines war jetzt schon sicher:
Ich bin süchtig nach diesem See. Er zieht mich magisch an.
Mich dort so lustvoll zu erleben reizte mich mehr als ich beschreiben kann. Außerdem regte mich die Atmosphäre und mein Empfinden wieder zu etwas an, was ich seit Jahren nicht mehr zu können glaubte: Malen. Und zwar - entgegen eurer (wie ich denke) Erwartung - Landschaftsmalerei.
Sie war mit ein Grund, warum ich es nicht erwarten konnte, wieder an diesen See zurückzukehren. Ohne schlechtes Gewissen meinem Mann und mir gegenüber.
Endlich, fast eine Woche später war ich wieder da.
Durch den Tipp des Radfahrers wechselte ich den Liegeort an die gegenüberliegende Seite des Sees.
Das „Altersheim“ war allerdings nicht das, was ich mir unter einem ruhigen Liegeplatz vorstellte. Noch immer suchte ich einen einsamen Platz für mich alleine, den ich natürlich nicht fand. Aber dafür eine kleine Wiese, die etwas romantisches hatte: Birken und Weiden standen in losen Abständen dicht am Wasser, boten so Schatten und liesen aber immer genug Sonnenlicht durch das Laub fallen - der Effekt war ein gedämpftes weiches Licht.
Die Wiese war groß genug, damit mehrere Menschen hier Platz finden konnten und trotzdem für sich alleine waren. Es gab kaum die Möglichkeit jemandem so dicht auf die Pelle zu rücken, dass dieser es nicht bemerkt hätte.
Kaum Menschen.
Werde ich hier finden was ich suche?
Ich wollte Abenteuer - und doch auch wieder keine. In meiner Phantasie spielten sich Dinge ab, die ich aber nicht in die Tat umsetzen wollte. Ich forderte von mir selbst Zurückhaltung und Abstand
Ich wollte - trotz allem - diesen Abstand.
(Wie kannst du Abstand fordern und erwarten, wenn du weißt, welche Wirkung dieser See auf dich hat?)
Also begann ich nach langer Zeit wieder zu malen. Die Idylle, meine Musik, das Licht, die Wärme und vor allen Dingen das Wasser gaben mir die Sinnlichkeit die Gefühle und das Empfinden dieser Umgebung auf Papier zu bringen.
Und die Männer auf Distanz.
Es sei noch etwas dazu gesagt, dass ich anfing mich in Szene zu setzen: Zu meinem Wickeltuch, welches ich von nun an immer um die Hüfte gewickelt trug (Ich wollte ja nicht Gefahr laufen, jeden meine rasierte Scham sehen zu lassen, aber ich wollte signalisieren: Ich bin da! Ihr vertreibt mich nicht, denn ich weiß was ich will), hatte ich mir meine ägyptische Kette angelegt, die (aus Rocaillesperlen kunstvoll geknotet) zwischen meinen Brüsten hing und so einen Blickfang darstellte und ein schönes Dekolleté zauberte. Ich trug sie von diesem Tag an immer.
Denn ich fühlte zwar die Erotik bei mir, aber auf die eklatante, primitive Anmache des „ach so starken Geschlechts“ hatte ich nun mal keine Lust. Das schreckte mich aber nicht ab, nein ganz bewußt nicht, denn bereits am ersten Tag an diesem Ort versuchten es gleich Drei der eben genannten Spezies ihr Glück. 2 gaben nach ca. einer halben stunde wieder auf, nachdem sie von mir kein Zeichen der Zustimmung erhielten. Na ja, man kann es ja mal versuchen, dagegen spricht ja auch nichts...
Aber.
Mal wieder das kleine Wörtchen ABER.
Der Dritte tat mir irgendwann leid. Mit seiner aufdringlichen Art, sich stets in meiner Nähe im Hintergrund aufzuhalten, sogar immer wieder an seiner „Nudel“ spielte, erreichte er nichts außer Belustigung. Er verhielt sich so auffällig, dass die anderen Badegäste in meiner Umgebung anfingen zu lachen - und mir Zeichen gaben, wenn er es mal wieder besonders „unauffällig“ versuchte.
Ihr denkt sicher, warum hat die den Typen nicht gleich abserviert und den Mund aufgemacht? Ganz einfach. Es ist doch schon fast jedem mindestens einmal passiert, dass er/sie im passenden Moment nicht die richtigen Worte fand - oder einfach nicht Mund aufbekam.
Denn trotz meiner Belustigung fühlte ich mich gehemmt, den ich wußte ja, er will etwas von mir.
Schließlich verschwand er dann doch: fast zwei stunden später.
Ein Mann, der in meiner Umgebung lag - und somit alles beobachtet hatte (auch er hatte sich seine Chancen ausgerechnet, aber absolut diskret die Distanz gewahrt) - lachte ihn sogar noch aus: „ Man(n), bist du krank, hast du endlich kapiert, dass du bei ihr nicht landen kannst? Die will doch gar nicht!“
So geschah die nächsten 5 Tage bei mir erst mal gar nichts und ich hatte meine Ruhe, was ich mit Genugtuung aufnahm. Mir konnte keiner was - und alle die es doch versuchten, bissen auf Granit.
Das es trotzdem möglich ist an einem solchen Ort Menschen kennenzulernen, die in keiner Weise irgendwelche sexuellen Anwandlungen zeigen, erfuhr ich dort zum ersten mal. Es entstand eine lose Freundschaft mit einem älteren Ehepaar, beide Künstler. Solange wir uns gleichzeitig am See aufhielten, hatte ich Ruhe. Anders auch...
Es war allerdings eine trügerische Ruhe.
(Mein Mann sagte mir später einmal, er schätzt die Zahl der Herren, die auf Rasur stehen, bei ca. 95% ein.)

Eine Woche später
Dass ich mich wieder getäuscht hatte, sollte ich am Dienstag der darauffolgenden Woche erfahren.
Bereits bei meiner Ankunft sah ich ihn - den Widerlichen.
Ich ignorierte ihn. Er ging mich nichts an. Dachte ich.
Großer Irrtum !!!
Auf halber Strecke an meinen Liegeplatz hört ich ihn: „Sie haben aber einen gemessenen Schritt.“
(Warum habe ich nur geantwortet!? - Sag mal, merkst du nicht, dass du nervst??)
„Ach ja?“
ein Wort nach dem anderen. Ich klärte ihn darüber auf, dass ich nicht daran denke, die mir mittlerweile bekannten Spielchen, hier am See fortzusetzen. (Zumindest nicht mit ihm)
Gegen ein nettes Gespräch habe ich aber dann doch nichts einzuwenden. Ich hätte wissen müssen was dieser „Mann“ unter einem netten Gespräch versteht.
Konsequent blieb er in meiner Nähe und fragte mich geschickt aus. Mehr als zweimal wies ich ihn darauf hin, dass ich lieber allein wäre.
Ignorant.
Also begann ich demonstrativ zu malen. Doch trotz meiner Konzentration auf mein Motiv vor mir, schaffte er es immer wieder eine Reaktion oder eine Antwort aus mir zu locken.
Du Widerling!
Ich weiß, ich hätte aufstehen und gehen können, doch dann hätte ich etwas verloren, was mir sehr wichtig ist: meine innere Überlegenheit.
Sein Gesprächsthema drehte sich immer wieder nur um Sex. Richtig interessant wurde es, als wir aus der Ferne beobachteten, wie ein Mann (den kenn’ ich doch. Klar, der Bodybuilder!) vergeblich versuchte eine wesentlich ältere Frau anzugraben, was ihm sichtlich nicht gelang, denn sie legte sich, ihm den Rücken zugewandt, in das weiche Gras. Dieses merkwürdige Spiel dauerte recht lange, denn immer wieder richtete sie sich auf, erhob sich dann und wann und ging auch ins Wasser um sich abzukühlen. Von der Ferne erweckte ihre Scham den Eindruck, rasiert zu sein.
„Sie ist rasiert; Was denken Sie, will sie uns damit sagen?“ Eine unmögliche Frage.
Wieso denkt dieser Typ, dass eine rasierte Frau damit unbedingt etwas aussagen will. Es kann tausend Gründe geben, die für eine Rasur sprechen.
Hygiene zum Beispiel. Oder einfach nur um sich selbst zugefallen.
(Im übrigen bin ich selbst rasiert, aber das weiß dieser Schmierfink nicht, denn er durfte es ja nicht sehen)
Übrigens stellte sich später heraus, dass die Dame nicht rasiert, sondern naturblond war.
Der nächste Hammer kam wie erwartet, als er begann von einem Ballettabend zu reden und der Überlegung was Tänzer wohl unter ihren Kostümen tragen und wie sie wohl aussehen mögen - was mit einer Wette unter seinen Freunden ausdiskutiert wurde. Bevor er mir sein Ergebnis allerdings verraten konnte, hatte ich vorgegriffen: Tänzer sind immer rasiert - wegen der Kostüme, und außerdem können sie keine Unterwäsche tragen - was nicht nur der Ästhetik abträglich wäre, sondern auch der Hygiene, der Bequemlichkeit und der Beweglichkeit. Nebenbei bemerkt, ist selten ein Tanzkostüm oder ein Tutu tatsächlich bequem, denn die klassischen Kostüme werden mit Fischbeinstäbchen gehalten und wie ein Korsett geschnürt.
Woher ich das weiß? Ganz einfach, ich tanze selbst (wenn ich nicht gerade an einem Buch schreibe oder singe)
Auf diese Antwort zog er erst mal die Augenbrauen hoch und sah mich skeptisch an, so nach dem Motto: Die tanzt?
(Na und?!)


Geschrieben

Aber irgendwann wird jeder Wunsch erhört, denn bald darauf erhob er sich, grinste süffisant, seine Pause sei zu Ende und er müsse leider wieder gehen.
(So ein Pech aber auch!)
Doch das nächste Unheil war schon vorprogrammiert. Kaum war Nummer 1 weg, erhob sich der Bodybuilder und kam zu mir herüber geschlendert. Nichtsahnend und ihm recht freundlich gesinnt begrüßte ich ihn, ob er wieder auf der Jagd sei. Sein Antwort darauf war nur, wieso er auf der Jagd sein solle, ich wäre doch jetzt da.
Sprachlosigkeit.
Wie um alles in der Welt hat er das wohl gemeint? Woher nahm er diese Selbstsicherheit zu erwarten, dass ich ihm wieder zur Verfügung stünde?
Nein, das wollte ich diesmal ganz sicher nicht. Doch das sagte ich nicht so deutlich. Vielmehr machte ich es mir diesmal zum umgekehrten Vergnügen, ihn auflaufen zu lassen. Mit meiner freundschaftlichen Gesinnung war es jetzt nämlich vorbei.
Auch diesmal kam er sofort zur Sache und wollte eine Handmassage für sein gepierctes Stück. Ich lehnte ab und erklärte ihm, dass ich ihm diesmal lieber zusähe. (Ob er später gespürt hat, das mich das diesmal nicht wirklich interessierte?)
Wie auch immer. Er lies sich nicht lange bitten und begann seinen noch eingefahrenen Schwanz langsam zu massieren. Dass er darin Übung hatte war überaus deutlich, denn der stand wie auf Knopfdruck. Doch während er sich mit Hingabe um seinen Ständer kümmerte, hatte ich genug Gelegenheit mich um andere Dinge zu kümmern. Jedenfalls sah ich diesmal nicht sehr genau hin. Auf seine Frage, ob mich das anmachen würde, antwortete ich zwar mit ja (zugegebener Maßen habe ich wenigstens ein leichtes Kribbeln in der Lendengegend verspürt), aber genauso gut hätte ich darauf verzichten können. Mir hätte nichts gefehlt.
Nachdem er schließlich fertig war und einpackte, verabschiedete er sich wieder genauso schnell wie beim ersten mal. Sprach´s und verschwand.
Endlich hatte ich für den Rest des Tages meine Ruhe.



3. Die Änderung der Verhältnisse

Am gleichen Abend begegnete ich auf dem Rückweg zum Auto wieder dem Radfahrer. Er lächelte und wir grüßten uns. Dann erzählte er mir von seinen Beobachtungen und dem was so unter den Spannern geredet wird: Allem Anschein nach brüstete sich der Bodybuilder nach unserer ersten Begegnung vor den anderen und lies wohl auch verlauten, ich wäre jederzeit für alle und jeden zu haben (So nach dem Motto: Jungs, die hat’s nötig)
Ich bin mir sicher, sie hatten schon Wetten abgeschlossen, wer mich als erstes flachlegt.
Pech gehabt!
Nicht mit mir - mich bekommt ihr nicht!!!
Der Radfahrer redete mir gegenüber (scheinbar?) offen und gab mir zu verstehen, dass die Typen mich als „die Dicke“ bezeichnen. Wir lachen, denn wie schon gesagt, richtig schlank bin nicht mehr. Aber auch nicht dick.
Schließlich zeigte er mir einen Platz, von dem ich geträumt habe: Eine einsame, grüne Lichtung, von der Straße nicht einzusehen, direkt am Wasser, umrahmt von hohen Bäumen, nur über zwei kleine Pfade zu erreichen - und das auch nur mit Insiderwissen.
Selbst der Wasserzugang war durch zwei Weiden, die selbst im Wasser standen, vom See abgeteilt und sah aus wie ein eigener kleiner Teich mit großem Fenster auf den See.
Da ich an diesem Abend auf dem Heimweg war verabredeten wir uns für den kommenden Donnerstag, der wieder versprach ein ebenso heißer Tag wie die anderen zu werden. Ich wußte diesmal genau worauf ich mich freuen konnte...
Ich glaube nicht, dass der Radfahrer weiß, welche Änderungen dieser Ort in meinem Leben mit sich brachte. Denn hier erlebte ich fast grenzenlose Lust und Leidenschaft. Es war der eigentliche Beginn meiner Entdeckungsreise zu mir selbst.
Aber was noch viel wichtiger war; er brachte mir eine Freundin, mit der ich alles teilen kann, die mir auf den Kopf zusagt, wie ich mich fühle, die mich erkennt und mir in Krisen hilft. Eine Freundin, der ich jederzeit helfen würde, für sie da wäre, wenn sie mich braucht. Eine Freundin, die aufrichtig, herzlich und ohne Vorurteile ist. Kurz, ein Mensch, den man nicht alle Tage findet. Oft nehmen wir uns in den Arm und freuen uns darüber, dass wir uns kennenlernen durften...
Am nächsten Tag suchte ich diesen Ort zum ersten mal alleine auf. Schon am Vorabend hatte mich die landschaftliche Idylle verzaubert. Ich wollte sie unbedingt zu Papier bringen.
Aber es war nicht nur der Wunsch hier zu malen. Kam ich durch die Bäume hindurch auf die Wiese, spürte ich bereits die Energie, die von diesem Ort ausging. Er hatte von Anfang an etwas magisches. Ich wußte, hier kann ich mich „zulassen“.
Doch dieser Ort verlangte geradezu mir das Tuch umzulegen. Es war, als wollte er mir seine Sinnlichkeit durch das Verhüllen deutlich machen. Gebe dein Geheimnis nie zu früh preis, schien er von mir zu fordern. Erlebe deine Gefühle, fühle die Magie und die Kraft, die er dir gibt.
Ich war alleine, suchte mir den Platz in der Mitte der Wiese aus. Mit geradem Blick auf den See. Lange saß ich dort und malte, es kam niemand, der mich störte und von mir nur Sex wollte. Ich genoß die Stille und Ruhe. Die erotische Magie nahm mich vollkommen gefangen. Das Kribbeln in meinem Körper, die Spannung und die aufkommende Feuchtigkeit zwischen meinen Lenden ließen mich mit zunehmender Lust die mir bietende Landschaft malen. Fast besessen arbeitete ich an Licht und Stimmung.
Erst gegen Mittag kamen nach und nach vereinzelt einige Menschen herunter, die ich allerdings fast alle wieder weggeschickt habe. Nein, ich wollte alleine sein. Wollte malen, mich spüren. Mehr nicht.
Doch einen schickte ich nicht fort, denn er strahlte eine nette, ruhige Art auf mich aus. Nicht aufdringlich, nettes Wortgeplänkel.
Auch ihn wollte ich zu Anfang vom Platz verweisen, denn wie gesagt, ist der beschriebene Ort gerade so groß, dass jeder fragen muß, wenn sich dort bereits jemand befindet, um den Abstand zu wahren. Außerdem gebietet es der abgeschlossene Raum, der er zu sein scheint.
Seine nette Bitte, „ich bleib auch nur eine Stunde, hab nur Mittagspause“ konnte ich einfach nicht abschlagen.
Er legte sich an das andere Ende des Platzes, nahe an das Wasser. Lange redeten wir auch kein Wort, doch ich spürte, wie er mich beobachtete. Irgendwann wechselten wir ein paar belanglose Worte und frotzelten miteinander. Wie gesagt, es herrschte eine entspannte Stimmung. Zu Beginn.


Geschrieben

Muß ich euch beschreiben wie es weiterging, oder könnt ihr euch schon vorstellen, was folgte?
Wochen mit sehr viel Lust und Spass. Denn abgesehen von unserer gemeinsam erlebten Erotik, lachten wir viel miteinander. Bis er eines Tages nicht mehr kam.
Irgendwann zuvor hatte er mir einmal erzählt, wenn er einmal bei einer Frau das Gefühl hätte, mehr von ihr zu wollen, als nur ihre Lust, würde er sich zurückziehen. Ich denke, dass er darum nicht mehr kam. Denn, um ehrlich zu sein, ich hätte mich in ihn verlieben können. Solange er da war, war er eine Konstante.
Zwei Konstanten bestimmen mein Leben dort
Zwei Männer, eine Frau - Sexuelle Anziehungskraft und Phantasie, die bei einem der beiden Männer die Möglichkeit über weiterreichendes Potential bietet.
Ebenso fand ich auch Freundschaft
Für die Welt außen bin ich nicht mehr sichtbar. Ich scheine auch trotz der Erlebnisse mehr innere Ruhe gefunden zu haben.
Aber das stimmt auch nicht, denn die Magie dieses Ortes fordert mehr von mir.
Gib dich hin, lasse deine Lust zu.
Erst nach längerer Zeit wage ich mich in Bekleidung meiner Freundin nach außen. Sehe die Blicke derer, die mich schon zuvor sahen, weiß, dass sie ab jetzt nicht mehr versuchen werden, mich zu belästigen.
Zumindest nicht, solange ich mich in ihrer Gegenwart befinde.
In Wirklichkeit war das Gegenteil der Fall: In dem Moment, in dem sie sahen, dass ich tatsächlich noch da war, nahmen ihre Annäherungsversuche wieder zu. Langsam und stetig.
Es ist die Zeit, in der ich begann, auch bei schlechterem Wetter herzukommen.
Kam, um zu malen. Kam, um Ruhe zu finden. Kam, um mich zu spüren. Kam, um ich selbst zu sein.
Es war die Zeit, in der ich begann zu schreiben, denn langsam nahmen mich die Ereignisse hier doch gefangen. Und so suchte ich einen Weg, alles, was ich hier erlebte und auch noch erlebe zu verarbeiten.
In dem Bewußtsein , nicht mehr zu wollen, als dass was ich mir zugestand konnte ich nur noch eines: über die unbeholfene, aufdringliche Art derjenigen zu lachen – und zu schreiben: Willst du Sex?
Denn eines war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewußt: die Änderung der Verhältnisse lag in einer völlig anderen , mir völlig irrationalen Zukunft.


4. Wahrheit und Dichtung liegen eng beieinander

Männer kreuzten meinen Weg und verschwanden wieder in die Unbedeutsamkeit.
Es ist viel passiert, die Ereignisse schienen sich zu überschlagen. Was ist mit mir geschehen?
Von einem habe ich bisher nichts erwähnt. Das große Tabu. Ich bin für alle anderen Tabu. Warum?
Die Verblüffung in ihren Gesichtern ist deutlich zu sehen, denn sie schienen geglaubt zu haben, ich wäre gar nicht mehr da, bis ich mich wieder zeigte - in Begleitung eines Mannes, den alle hier kennen. Einer, vor dem ich nichts verheimlichen mußte, der nichts vor mir zu verbergen hatte. Denn wir begegneten uns täglich hier am See, haben uns langsam kennengelernt. Nie hatte es einer von uns beiden darauf angelegt, den anderen zu verführen (zumindest dachte ich das lange Zeit...), doch dann geschah es - einfach so. Lustvoll. Instinktiv spürte ich, dass ich mich bei ihm irgendwann fallen lassen kann. Und zwar ganz.
Er erzählte mir von den Menschen, den Männern, seinen Erfahrungen hier und seinen Einschätzungen. Seine Worte machten mich langsam neugierig.
Neugierig auf diesen Ort, neugierig auf die echte, ehrliche Lust, die es hier - trotz allem - zu geben scheint.
Es herrschte nicht nur Vertrauen zwischen uns, dann aufzuhören wenn es zu weit gehen könnte, nein - wir machen diese Last zu unserer Lust. Es war ein Spiel mit dem Feuer – das eines Tages zu flackern begann – sich ausbreitete und nach einem riesigen Flächenbrand die wahren Gefühle offenlegte: Wir hatten uns verliebt!
Woher konnte ich das ahnen?
Keine Erklärung, nur so ein Gefühl. Hat er mich zu Beginn wirklich unterschätzt? Wollte er wirklich nur die Malerin in mir sehen? Wie gesagt, es war nur eine Ahnung.
Und doch...
Nach und nach kamen Gespräche, erst über meine Bilder, später über das Geschehen vor Ort.
Wochenlang dauerte dieser Kontakt. Dann, eines Tages tat ich etwas, was alles änderte:
Es war heiß und ich brauchte etwas aus meinem Wagen. Meinen Pareo wickelte ich mir um den Körper und knotete ihn an der Seite fest. Züchtig verhüllt ging ich zum Parkplatz. Was ich da noch nicht kannte, war die lebhafte Phantasie des Mannes dort. Wieder unterhielten wir uns, wenn auch kurz. (warum erzählte ich ihm, wo ich zu finden bin?)
Noch am gleichen Tag kam er zum ersten mal an meinen Liegeplatz. Wir redeten viel Belangloses, bis er zugab, ich hätte ihn etwas aus der Fassung gebracht. - Was habe ich getan?
Er beschrieb es mir - und brachte mich damit auf dumme Gedanken.
Die Tatsache, dass er sich alles unter dem Stück Stoff vorstellen kann, von dem er weiß, dass ich, außer meiner Kette, sonst nichts weiter trage, regte seine Phantasie an.
Tage später war ich wieder da. Er auch. Ich spürte, dass irgend etwas in der Luft lag, doch noch konnte ich nicht sagen, was es war...
Meine Besuche auf dem Parkplatz wurden häufiger, seine - an meinem Liegeplatz auch. Die erotische Spannung baute sich auf, das Spiel mit dem Feuer begann.
Was kam?
Sehr viel Lust
Allein seine Beschreibungen von Erlebnissen waren so Lustvoll, voller Erotik, dass ich mich wirklich beherrschen mußte.
Wenn wir alleine waren, begann er mir den Rücken zu streicheln und jagte mir so einen Schauer nach dem andern über den Rücken.
Es schien von Anfang an perfekt zu sein, denn er wußte genau, was er damit bewirkte - und dennoch bot er mir den Rückzug an. Ich war schon längst auf das höchste erregt - und unser Reden steuerte noch seinen Teil dazu bei. Was kann alles getan werden, welche Möglichkeiten gibt es Lust auszuleben?
Nein, ich wollte noch nicht gehen und entschloß mich länger zu bleiben.
Meine Ahnung bestätigte sich: er weckt in mir etwas, was ich so bisher nicht für möglich gehalten habe. Einen Vulkan.
Sicher, ich habe doch schon vorher Kontakte zu Männern genossen, doch das hier schien wieder etwas Neues, Anderes zu sein.
Wie schafft er das nur, mich in diesen Dauerzustand zu versetzen?
Ich will mehr, viel mehr - und er gibt mir, wonach ich mich sehne. Alle, die uns sehen können ahnen nicht nur, was sich zwischen uns abspielt. Spanner.


Geschrieben

Doch an diesem Tag störte es mich weniger. Ich fühlte mich bei ihm sicher und konnte mich fallen lassen. Ganz.
Die Lust, die er mir bereitete, war gnadenlos.
Einen Höhepunkt im mir bisher bekannten Stil habe ich nicht erlebt, aber das war Bedeutungslos.
Bitte, bitte nicht aufhören!
Mehr, viel mehr!
Meine Phantasie schlägt Räder. Dinge, die ich bisher in meinen Träumen erlebte - er realisiert sie.
Zärtlichkeit, zarte Verführung. Ich will verführt werden.
Vielleicht weil er meine Phantasien bereits kennt?
Ich glaube nicht.
Bei ihm habe ich kein schlechtes Hintergefühl. - Fallenlassen. Den Körper des anderen genießen, sich an seiner Lust berauschen, wissend, dass ich ihm selbst große Lust bereite.
Und dann die Vorstellung von ihm genommen zu werden.
„Nimm mich“, scheint alles in mir nicht nur zu rufen, sondern sogar zu schreien, aber im Bewußtsein, dass dies nur ein Wunsch bleiben wird.


Das Leben quillt über vor Lebenslust. Ich kann mich spüren, weiß, dass ich leben möchte. Nicht nur für den Moment.
Intensiv.
Genießen.
Lust.
Leidenschaft.
Leidenschaft auf den anderen. Leidenschaft auf mich. Er ist nicht da. Ich wünschte er wäre es.
Menschen sehen mich an. Was wissen sie?
Ich spüre meine Lust. Sie zieht langsam an meinen Beinen hoch, über meine Lenden, in meine Furche über den Bauch, den gesamten Körper. Bis mein Geist völlig von ihr beseelt ist.
Ich schließe die Augen und fühle in meinem Geist Hände, die mich streicheln. Sachte, als ob sie mich nicht aus meinem süßen Traum wecken wollten. Ich spüre die verhaltene Lust die von den Händen ausgeht. Mein Schoß schwillt an und ich fühle das Naß in mir aufsteigen.
Mmmm... nicht aufhören...
Die Hände bewegen sich so flink, dass mir erst später klar wird, es sind mehr als zwei Hände. Ich lasse mich fallen, genieße diese Lust.
Dann dieses Keuchen und verhaltene, leise Stöhnen an meinem Ohr. Lippen knabbern und saugen an meinem Ohr, spitze Zungen fahren meinen Hals hinab, bleiben an meinen aufgerichteten Brüsten hängen, massieren meine harten Knospen.
Genießerisch umspielen sie die Vorhöfe, ziehen kleine Kreise, die sich immer enger um die Spitzen ziehen - bis sie an ihnen saugen und mit der Zungenspitze fast neckisch mit ihnen spielen. Dieses Gefühl treibt mich fast in den Wahnsinn und verschafft mir bald einen ersten Orgasmus. Laut schreie ich meine Lust heraus, biege mich den kosenden Lippen entgegen und wünsche mir, dieser Rausch möge nie enden.
Der See spielt mit mir. Meine Gedanken treiben mich wie der Wind. Ich kann es nicht beenden, will es gar nicht. Nackte Körper, die sich aneinander schmiegen, die sich schwitzend vor Lust aneinander reiben. Diese Welt hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun - und doch ist sie so wirklich wie ich selbst.
Das bin ich.
Ich spüre wie eine Zunge über meinen Bauch gleitet, spielerisch an meinem Nabel verweilt und schließlich weiter meinen Körper hinabfährt. Hände stützen mich, geben mir Halt.
Ich öffne weit meine Beine, gebe das Geheimnis zwischen meinen Schenkeln preis.
Seufzen.
Es entreißt mir ein lautes Stöhnen.
Ich will, ich will, ohh jaa...
Die Hände, die Körper der Menschen um mich herum nehmen mir den letzten Rest der Selbstbeherrschung, indem sie meine grenzenlose Lust immer weiter anstacheln und mit mir spielen. Meine Grotte öffnet sich den drängenden Händen und den Mündern. Fern, weit weg kann ich spüren wie eine Zunge in mich eindringt. Langsam, dann immer schneller stößt sie in das Zentrum meiner Lust und holen sich das was sie begehren: meine Säfte fließen und ich scheine vor Lust überzulaufen.
Doch auch ich bliebe nicht untätig.
Ich erkenne ihn an seinem Duft. Fast gierig suchen meine Hände seinen Körper, seine Arme, seine Brust, seinen Hals. Ich spüre, wie er mich hält und mir in meiner unsagbaren Leidenschaft immer noch Sicherheit gibt. Suchend umklammere ich ihn, will ihn spüren, will ihm das zurückgeben, was er mir schenkt. Wie in Trance fahre ich über seinen warmen Körper, immer noch die Augen geschlossen. Dann kommt er zu mir, gibt mir seine heiße, pochende Männlichkeit. Langsam gleitet er in meinen Mund und ich nehme ihn gierig in mir auf. Ich weiß, dass wir uns gemeinsam unserer Lust ergeben werden.
Die Hände der anderen treiben uns. Treiben uns an in eine Welt voller Emotionen und Wollust. Es scheint nicht enden zu wollen, denn wir wollen es nicht enden lassen.
Eins sein, sich am anderen berauschen, ohne Vorbehalte alles geben wozu ich fähig bin.
Während ich seine Lust stille, befriedigen mich warme weiche Lippen. Es sind die Lippen einer Frau. Überraschung. Doch mir wird klar, dass es zu diesem Spiel gehört. Ich überlasse mich gerne ihren zärtlichen Berührungen und genieße das Liebkosen ihres Mundes, der in seiner Weiblichkeit ganz genau weiß, was für eine Frau wunderbar ist. Die Zartheit der Berührungen untereinander verwischt zu einem einzigen großen Gefühl. Ich liebe euch. Hört nicht auf, mich zu lieben.
Nein, sie hören nicht auf, sie ändern lediglich ihre Position. Zitternd vor Erwartung liege ich da, die Schenkel weit geöffnet, zu allem bereit.
Dann ist er da. Aufreizend langsam, so, als wolle er meine Existenz völlig auslöschen, mich um den Verstand bringen, spüre ich die harte, aber dennoch zarte Spitze seines Lustspenders an der Pforte meiner heißen und feuchten Liebeslust. Er spielt mit mir. Immer und immer wieder reibt und klopft er an. Das Ziel vor Augen, verweigert er sich und mir die letzte Versuchung.
Bitte, lass mich nicht länger warten.
Ich will ihm gehören. Ganz.
Schließlich, als ich kurz davor bin, mich ganz zu verlieren, erhört er mich.
Genußvoll - Kraftvoll und doch so zärtlich dringt er in mich ein. Ich kann mich kaum mehr beherrschen und erliege dem Traum. Wellen der Leidenschaft schlagen wie ein Orkan über mir zusammen und tragen mich fort.
als ich erwache, bin ich alleine. Ich wünschte er wäre hier.


Geschrieben

Unser Erleben ist so Lustvoll. Langsam wächst auch das Vertrauen zwischen uns, wenn es nicht schon vorher da war. Er bringt mich weiter, als ich je angenommen hätte. Seine ruhige Art, unsere Gespräche lassen mich weiter gehen , als ich es für möglich gehalten hätte. Indem er mich zu nichts drängt, sich sogar im entscheidenden Moment zurückzieht treibt er immer weiter auf mich zu.

In langen Gesprächen mit meiner Freundin machte ich mir keine Gedanken über das, was kommen könnte und kam, denn ich sah in ihm zunächst nicht mehr als einen netten Gesprächspartner, auch wenn seine zurückhaltende Art zunehmend reizte. Wie oft und wie lange wir uns schließlich unterhielten, weiß ich heute nicht mehr.
Selbst als sie einmal festlegte, dass zwischen Ihm und mir etwas sei traf sie bereits den Punkt. Ich dagegen hatte noch keine Ahnung, auch keine Klarheit über meine Gefühle zu ihm. Also leugnete ich ihre Ansicht.



5. Bewußtsein und Bewußtwerdung

Wissen / Unwissen
Was würdest du tun, wenn du dir einer Sache sicher bist, aber dann feststellen mußt, dass es ganz und gar nicht so ist...?
Diesen Satz kann ich auf vielerlei Dinge münzen:
Angefangen mit der Tatsache des FKK - Badestrandes, über meine Entwicklung und meine Entdeckungen über mich und zu mir selbst, bis hinzu einem neuen Grad der Selbsterkenntnis und seine Folgen, die zur Zeit selbst noch nicht abschätzen kann. Denn diese Erlebnisse haben etwas an mir bewirkt. Etwas was mancher als unmoralisches Verhalten oder primitiv „Sexgeil“ bezeichnen würde. Ich bin mir selbst nicht so sicher, aber Sexgeil lehne ich in jedem Fall ab, denn wie schon zu Beginn erwähnt, legte ich es nicht hundertprozentig darauf an, meinen Spass zu haben. Die Veränderungen, die ich ganz bewußt an mir wahrnahm, machten mich neugierig. Denn hier hatte ich die Möglichkeit gefunden, etwas an mir zu entdecken, was schon seit Jahren latent vorhanden war, wie mir jetzt bewußt wurde. Wenn ich Beispielsweise an die Wahl meiner Kleidung denke, fällt mir auf, dass sie schon immer wenigstens einen Hauch von Sex und Transparenz zeigte. Allerdings hielt ich es immer für eine Art Spiel und die Möglichkeit, das an mir in Szene zu setzen, was mir selbst gefiel, reizte unübersehbar meine Umwelt.
Der Ansatz des ersten Erkennens hat mich Anfangs erschreckt. Aber auch neugierig gemacht. Neugierig darauf zu erfahren, was in mir steckt, ebenso zu erkennen wer ich noch bin.
Ich will aber nicht verheimlichen, dass die Beziehung zu meinem Mann durch meine Erlebnisse großem Streß ausgesetzt ist. Es ist nicht selbstverständlich für einen Ehepartner, einfach dazusitzen und anhören, was die eigene Frau wieder so alles „getrieben“ hat. Staunen? Sicher, aber klar doch. Denn ich habe ihm nicht nur von meiner ersten Erfahrung hier berichtet, sondern auch von (fast) allen anderen. Aber das war noch nicht alles. Indem ich mich weiter entwickelte und die neue Form meines Sex und meiner Lust zu genießen begann, wurde die Liebe zu meinem Mann auf eine große Probe gestellt. Wie sollte er verstehen, was in mir vorging, wenn ich es selbst noch nicht genau definieren konnte? Langsam wuchs seine Eifersucht auf meine Sucht, täglich am See sein zu müssen. Er ist es jetzt noch. Und er hat Gründe dafür.
Ich will nicht darüber nachdenken, was noch alles passieren kann, aber insgeheim spüre ich den immer größer werdenden Zwiespalt zwischen uns. Immer öfter frage ich mich, ob es so bleiben wird. Obwohl ich hoffe, dass meine Erlebnisse eine neue Chance für unsere Beziehung und Liebe sein wird.


Düfte.
Süße, schwere Düfte vermischt mit Sandelholz, Rosen und Zitronen liegen in der Luft.
Es geht ein leichter Windhauch durch das Zimmer, welches mit kostbaren Teppichen behangen ist. Bogengänge erweitern den Raum mit ihren Seitenschiffen, während in der Mitte eine herrliche Liege aus Ebenholz geschnitzt steht. Junge Mädchen spielen auf der Terrasse am künstlich angelegten Teich, während ich auf der Liege Platz nehme und mich langsam entspanne. Die Düfte rauben mir die Sinne und ich gleite in eine andere Welt. Ein Traum aus Empfindungen und Bildern tut sich vor mir auf, seltsam echt und doch irreal. Betört von diesen Gefühlen erlebe ich eine Welt der Lüste und Gelüste.
Doch ich weiß, dass diese Träume verboten sind.
Nein, nicht aufhören zu träumen, es ist so schön von der Liebe zu träumen. Von der Zärtlichkeit, von Genuß.
Gibt es jemanden, der die Träume sehnsüchtig erfüllen will?
Nicht in meiner Welt, in der ich gefangen bin.
Ausgeliefert.
Ich bin nicht Herrin, ich bin Sklavin
Ausgeliefert.
Ich will nicht einfach genommen werden, wenn es meinem Herrn gefällt, ich will nicht einfach nur ihm gehören, sein Eigentum sein.
Seine Macht verzaubert mich trotzdem. Seine Animalie versetzt mich in Erregung. – Ich gehöre ihm, kann nichts dagegen tun – in meiner Phantasie....
Dann die Wahrheit.
Es wird still im Zimmer, langsam verschwinden die Stimmen der Mädchen. Ich erkenne, dass ich gefangen bin – unausweichlich.
Ich weiß, dass er zu mir kommen wird. Ganz egal ob ich es auch möchte.
Ausgeliefert.
Düfte erfüllen den Raum, so süß und schwer, dass ich mich kaum dagegen zu wehren vermag. Sie betäuben meine Sinne. Ist er so schrecklich?
Ich bin träge, obwohl mein Pulsschlag meine Adern fast zu sprengen scheint. Gespannt warte ich auf dass was kommen soll.
Irgendwann wird mir bewußt, dass ich nackt bin. Will er sich so an mir ergötzen?
Ausgeliefert
Ich schäme mich meines nackten Körpers, möchte mich bedecken, doch es ist nichts da, womit ich mich verhüllen könnte. Meine Haut vibriert, ich zittere.
Ich spüre Blicke auf mir, doch ich kann niemanden sehen. Obwohl niemand da ist, kann ich seine Anwesenheit fühlen. Er treibt ein grausames Spiel mit mir, labt sich an meiner Scham und ergötzt sich meiner Nacktheit. Was hat er vor?
Stimmen wispern im Hintergrund, so als ob sie mir Befehle erteilen wollten: „bleib liegen“ ... „räkel dich und zeig was du zu bieten hast“ ... „streichle dich“..... Ist es das was er will?
Er ist nicht alleine.
Ich will das nicht, bin wie betäubt vor Angst.
Noch einmal höre ich die rauhen Befehle. Doch ich bin nicht in der Lage zu gehorchen.
Ausgeliefert.
Langsam keimt stille Wut in mir auf. Ich will nicht gehorchen. Doch diese Wut versetzt mich Erregung und mein Körper beginnt im Schweiß zu glänzen. Welche Wirkung das auf ihn hat erfahre ich schneller als ich dachte.
Die Tür springt mit einem lauten Krachen auf. ER kommt laut fluchend auf mich zugestürzt, reißt seine Kleider vom Leib und wirft sich auf mich.
Sein Atem, sein Geruch, sein Gewicht stellen mir die Luft ab, sein Gesicht kann ich nicht sehen – Ich wende meinen Kopf zur Seite, damit ich ihn nicht anschauen muß. Brutal knetet er meine Brüste, saugt an ihnen und fährt mit seinen Händen an meinem Körper entlang, drängt meine Beine auseinander und dringt hart in mich ein.
Es tut so weh. Doch gebe ich keinen Laut von mir. Ich fühle mich wie tot.
Er stöhnt, ächzt und grunzt, während er sich grausam hart in mir verströmt.
Als er fertig ist, springt er auf und schaut auf mich herab: „wenn ich das nächste mal zu dir komme, wirst du bereit sein.“
Weinend lässt er mich zurück.
Schmerzen
Ausgeliefert
Wut und Trauer.
Doch ich weiß, dass ich nicht entkommen kann.

Wieder träume ich....


Geschrieben

Immer öfter denke ich an den anderen Mann, zu dem ich Vertrauen habe, auch wenn wir keine Beziehung miteinander haben. Seine Worte verwirren mich, machen mich neugierig. Ich will mehr über ihn wissen, so wie er mich vor den anderen Männern schützt und sich so oft es geht mit mir unterhält. Es interessiert ihn, was ich denke und wie ich fühle. Er reizt mich mit seinen erotischen Geschichten und Erlebnissen und doch lässt er mich nicht daran teilhaben, denn er sagt, ich sei noch nicht so weit. Es gibt noch so viel zu entdecken, aber erst wenn ich bereit dazu bin. Meine Phantasie hat kaum Grenzen, malt sich alles aus, ist neugierig. Manchmal bin ich enttäuscht, wenn er mir erzählt, was er wieder erlebt hat, und sich weigert, mich mitzunehmen. Doch er vertröstet mich. Irgendwann wird es soweit sein.

Am Ende des Sommers werde ich feststellen:
Es kostete mich viel Mut und Kraft, mir zuzugestehen, diesen Mann zu lieben, der mich soweit brachte und mir half so zu sein, wie ich bin. Unsere gemeinsame Entdeckungsreise hat uns zusammengeführt. Aber das in einer Weise, die mir selbst völlig neu ist, denn sie hat bisher scheinbar nichts mit der Art von Liebe zu tun, die ich bisher kannte.
Denn er lebt schon lange seine Lust, weiß was er will. Mit seiner einfühlsamen Art, mir Sicherheit und gleichzeitig zärtliche Lust zu geben, weckte er mein Gefühl ihn. Ich liebe und genieße das, was wir gemeinsam erleben.


Suche nach der Erfüllung des „Ichs“ (Selbstexploration)
Um zu verstehen, was mit mir geschehen ist, hier einige kleine Begriffserklärungen, die auch dazu dienen sollen, Fehlinformationen zu vermeiden:
Exhibitionismus: Entblößung und Zurschaustellung der Geschlechtsteile, fast immer als sexuelle Lusthandlung, die der eigenen Befriedigung dient. Er wird mit oder ohne Masturbation (Selbstbefriedigung) ausgelebt. Meist harmlos, als Koitusersatz (Beischlaf), weil Angst vor Nähe mit der betroffenen Person besteht. Diese Form wird auf Antrag strafrechtlich verfolgt. Weiter kann und wird E. aber auch als Schockmittel gegenüber anderen eingesetzt, zumeist im Sadismus.
Selbstexploration: Meint das Ausmaß, größere Klarheit über die eigene Persönlichkeit und Ihrer bestimmten Veränderungen anzustreben.
Selbst: Begriffsdefinition der Sozialpsychologie. Der zentrale Bereich der Persönlichkeit wird beschrieben. Hier unterscheiden sich die persönlichen Begriffe „ich“ und „mich. Das „mich“ meint das eigene Körpergefühl, Wertanschauungen - und Vorstellungen, sowie die eigene empfundene und gelebte soziale Rolle und Stellung innerhalb der Gesellschaft.
Libido: Nach Sigmund Freud ist die L. ein rein sexueller Trieb, der auf den eigenen Lustgewinn ausgerichtet ist. Dieser Gewinn kann sich auf sich selbst (als Selbstbefriedigung) oder ein äußeres Objekt zielen (Meint alles, was als Sexualpartner verwendet wird. Auch Kinder, Tiere, leblose Gegenstände... In diesem Fall Krank,- und Triebhaft)
Nach G. C. Jung ist die L. ein bestimmtes Quantum einer psychischen Energie - ohne spezifische Natur - die jeder Mensch besitzt.
Sex: wird durch die Stimulanz (geistig/körperlich, und sexuell erotisch) mit der Erregungsphase eingeleitet und geht in die Plateauphase (Aufbau der sexuellen Spannung) über. Diese Spannung lässt sich in Intensität und Dauer beeinflussen. Am Ende steht mit dem Orgasmus der Höhepunkt der sexuellen Spannung. Es kommt meist zur Rückbildungsphase, was das Abklingen der sexuellen Erregung meint und beim Mann schneller abläuft, als bei der Frau. Ist der Mann jedoch in der Lage den richtigen Zeitpunkt nach dem Orgasmus der Frau abzuwarten, kann er sie durch erneute Stimulanz zu weiteren Orgasmen führen.
Lust/Lustprinzip: Die L. ist der eigentliche Antrieb zur Befriedigung eines sinnlichen und/oder eines triebhaften Bedürfnisses. Das Prinzip lässt sich sowohl im negativen, als auch im positiven einordnen: positives Glücks,- und Gefühlserleben. Es meint die primäre, bewußte Vermeidung von Unlust, sowie die grundsätzliche, unmittelbare Lustbefriedigung.

In meinem Fall verwende ich den Begriff des Exhibitionismus als Randbeschreibung, als Rahmen meiner Erlebnisse. Der Leser sollte sich aber im Klaren sein, dass es sich hier nicht um den klinischen Begriff des Exhibitionismus handelt, sondern nur zur Vereinfachung dient. Im weiteren versuche ich den Unterschied an meinem Beispiel zu erklären:
Meine Stimulanz am See richtet sich nach außen. Das heißt, mein Bewußtsein richtet sich auf das Wissen, gesehen zu werden, was den Reiz meines Selbst, meines Körpergefühls erhöht und damit meine Libido steigert. Sie ist im Sinne des Exhibitionismus eine sexuelle Lusthandlung und bedient sich am Wissen um den äußeren Zustand - nämlich der Zuschauer. Dieses Wissen und meine eigenen Gedankengänge über den Zustand meiner/unserer Zuseher wird schließlich die Grundlage meiner sexuellen Befriedigung
Im Gegensatz aber zum Exhibitionismus lebe ich meine Sexualität - meinen Sex unmittelbar mit einem Partner aus. Das wiederum heißt, es liegt kein Koitusersatz auf die Ferne vor. Die Art wie ich schließlich meine Erregung und meine Lust befriedige ist aber diesbezüglich nicht wichtig.
Mein eigentlicher „Zeigetrieb“ kommt erst mit Beginn meiner Erregung innerhalb einer vertrauensvollen Situation. Ich kann mich auch nur dann soweit fallen lassen, wie es mein Vertrauen zu meinen Partner zulässt. Schafft er es, mich ganz zu fordern, kann ich über meine Grenze gehen und meine Erregung, meine Lust nach außen zeigen. Ich lasse mich fallen, denn ab diesem Zeitpunkt spielt die Gegenwart von Zuschauern keine große Rolle mehr. Das Wissen ist zwar da, aber oberflächlich beeinflußt es mich weniger als zuvor.
Trotzdem ist die Lust am „Gesehen werden“ unterschwellig wichtig, denn sie nimmt nicht nur einen neuen Platz in meinem Leben ein und steigert meine Stimulanz vom Antrieb über meine sexuelle Spannung bis hin zum Orgasmus.
Das Erkennen meines eigenen Exhibitionismus, drängt mich dazu, mich weiter auszuprobieren. Meine Lust, und damit mich, neu zu erleben.
Doch das geht nicht ohne Verluste, denn sie bringt nicht nur neues mit sich, sondern verdrängt Sicht- und Verhaltensweisen die ich für Ego hielt. Es hat mich erschreckt und gleichzeitig gereizt zu sehen, was in mir steckt, wer ich bin. Wochen, Monate habe ich gebraucht, meine Lust neu zu definieren - und das auch zu akzeptieren.
Das bin ich.
Mein Selbst, mein Geist und mein Körper erleben und formen daraus ein neues Spektrum an Vorstellungen und Weltanschauung:
Wissen, dass ich dem freiwilligen Zuschauer (der ja in seiner Beobachtung seinen Lustgewinn erlebt) mit meiner eigenen Lust genau das verschaffe, was ich selbst gerade erlebe und genieße: Lust, Erregung und Befriedigung.
All das war schließlich nur mit Hilfe des Mannes möglich, der jetzt, wo ich schreibe, weit mehr ist als nur ein guter Freund. Der Mann, von dem ich zu Beginn nicht wußte, welche Wirkung er auf mich ausübt.
Nach und nach brachte er mich ein Stück weiter, mich gehen zu lassen. Seine Art, meine Lust zu wecken und mein Vertrauen zu ihm, halfen mir das zu entdecken. Im Nachhinein weiß ich, dass ich diese Veranlagung schon immer hatte, aber mein Bewußtsein ließ nicht das Erleben und ausprobieren nicht zu.


Geschrieben

Wollust und Ablehnung
Um den Ursprung meiner Lust zu kennzeichnen ist es wichtig zu erwähnen welche Reize eigentlich auf mich wirkten. Es waren nicht die Männer als Solche, sondern meine Wahrnehmung der Umgebung, meine Phantasie und die Liebe zur Natur. Es war ursprünglich der Reiz des Sees, dessen Faszination ich erlegen bin. Die Natur, meine Nacktheit – mich zu spüren – und die Sonne spielten zusammen. Sie begannen ein Spiel, welches in mir die unbändige Lust auslöste, mich selbst in meinem Ursprung zu erleben.
Doch diese neu entdeckte Lust und die Neugier darauf erlebte ich nicht vorbehaltlos. Ich fand mich in einem Zwiespalt meiner Gefühle wieder. Die Lust wollte ausprobiert werden, aber mein Selbstwertgefühl nicht darunter leiden. Denn immerhin war die ganze Situation ja neu für mich. Ich hatte nicht gelernt mit solchen Menschen umzugehen.
Aber wie passen Wollust und Ablehnung zusammen?
Um alles verarbeiten zu können, habe ich dann schließlich angefangen zu schreiben.
Ich erkannte den Grundsatz dieses Spiels, der von der Freiwilligkeit und Freizügigkeit der Akteure bestimmt wird:
Es sollte in einem solchen Zusammenhang von „Alles kann, nichts muss“ bestehen. Zumindest für die, die das Spiel aktiv spielen. Nur wenige Menschen sind in der Lage, ihre Lust mit Genuß zu verbinden – ohne den Zwang, sich dem anderen aufzudrängen.
Die gibt es nämlich auch - ein kleiner Kreis aus Paaren, die ihre Lust zwar offen ausleben - aber immer nur mit dem Einverständnis aller Beteiligten.
Der Rest. Leider - der große Rest besteht aus Laufburschen, Schmierfinken und solchen, die keine Grenzen kennen. Leider meinen Viele ihren Willen dem Anderen gegenüber aufzwingen zu müssen, denn ihr Wille, ihre Geilheit ist Gesetz. Rücksicht kennen sie nicht. Sie werben eher nach der Devise „Alles soll“ Ein Nein wird hier schon als persönliche Beleidigung aufgefaßt. Bei den meisten zumindest, denn, wie wir ja schon gelesen haben, versuchen es einige besonders prachtvolle Exemplare immer wieder Und das nicht nur beim spannen. Haben sie dich nämlich erst einmal im Visier, hast du selten eine Chance ihnen auf Dauer zu entkommen. Mir kam es trotz allem manchmal vor, als wäre ich ausgerechnet vor dem auf der Flucht, was mich gerade so magisch an diesen See zog. Das erinnert mich an den Beginn dieses Buches „willst du Sex“? Immerhin war der junge Mann in der Lage sein Bedürfnis in seiner Frage zu verkleiden und so scheinbar nach dem Meinen zu fragen. Aber besonders Phantasievoll war er nicht gerade. Das wiederum lässt mich einen netten, wenn auch ebenso unbeholfenen Versuch eines etwa 40jährigen, kleinen, untersetzten Italieners mit schwarzen nackenlangen Wellen - und Stirnglatze - denken, der mich mit seinem strahlenden Lächeln sogar zu einer Pizza einladen wollte. Nie hatte er mir ein konkretes Angebot gemacht, sondern mich zweimal darüber informiert; „Isch bin alleine, äh?! Sein gebrochenes Deutsch war schon niedlich. Die zweimalige Aussage über seinen Status kam wohl daher, dass er dachte, ich hätte ihn beim ersten mal nicht verstanden. Lebhafte Gestikulationen, seine Betonung auf das Ende des Satzes wie „äh“ machten die Einladung sehr deutlich. Es war eine Meta - Kommunikation, die sich gut übersetzen lies. Denn ohne plumpe Wortwahl wollte er wohl sein Bedürfnis zum Ausdruck bringen. Sogar als ich ihn zum zweiten mal, innerhalb einer Minute, eine Absage erteilte, nahm er sich noch im weggehen den Mut, mich zu fragen: „Eute Abend eine Pizza... essen, äh?!“ konnte ich nur noch lachen. Immerhin hatte er gerade zugegeben, dass er mich gerne kennenlernen wollte, denn er war immerhin bereit, die Situation nach außen zu verlagern und auch einen anderen Ort vorzuschlagen. Wie weit das Kennenlernen allerdings seiner Meinung nach gehen sollte, darüber konnte ich noch nicht einmal spekulieren, denn außer Belustigung und der Gedanke an meinen Mann, rief er wirklich nichts in meinen Kopf hervor.
Noch eine neue Erkenntnis:
Selbst Paare, die sich nach außen hin so offen und tolerant geben, sind nicht geschützt vor Eifersucht.


Glück und Unglück
Unglücke geschehen unmittelbar nebenan. In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Geschehnissen, die mich darüber nachdenken liesen, ob sich mein Verhalten überhaupt rechtfertigen lässt, denn hier am See – und auch an anderen Orten sterben oder verletzen sich Menschen so schwer, dass man nicht mal weiß, ob sie dies überleben werden.
Was ist passiert?
Während ich mich mit meinen neuen Freunden vergnügte, geschah auf der nahegelegenen Autobahn ein Unglück: 2 Tote und viele schwerverletzte. Den Grund für den Unfall weiß ich nicht mehr. Aber klingt es nicht Paradox wie eng das Leben seine Kreise zieht? Es rückt in mein Bewußtsein, dass alles schneller Zuende sein kann als mir lieb ist.
Was und wie könnte mein Leben in Zukunft aussehen, wird es sich ändern? – Und wenn ja, was wird geschehen?
Wie werde ich mich durch diesen Sommer verändern, oder habe ich mich schon verändert?
Die Antwort dazu ist ja. Natürlich habe ich mich verändert. In meinem Bewußtsein meiner Erkenntnisse habe ich viel gewonnen, aber auch etwas verloren: Der Glaube an die Naivität und die Einfachheit des Lebens. Kann ich rechtfertigen, was ich alles erlebt habe. Auch vor mir selbst? Manchmal weiß ich es selbst nicht mehr. Aber dennoch bin ich überzeugt, dass es richtig ist. Der Gang des Lebens ist mir bewußt, denn ich lebe nicht nur einfach vor mich hin. Leben und Tod gehören zusammen, so wie Lust und Leid zusammengehören. Doch Respekt kann ich vielfach nicht erwarten, denn dazu ist mein Leben für diese Menschen nicht ordentlich genug. Auch wenn ich mich selbst als ehrlich und respektvoll den Menschen gegenüber betrachte. Ich lebe etwas, was sie nicht verstehen können. Vielleicht ihr auch nicht. Manchmal denke ich, dass die Männer doch recht haben und ich nicht viel mehr bin als eine billige kleine Hure, die es nicht anders verdient mit so wenig Respekt angeschaut zu werden. Aber dann kommt der Widerstand in mir, der mir sagt, dass niemand ein Recht hat über mich zu urteilen – egal was ich bin, wie ich lebe und was ich tue.
Ich lebe gerne mein Lust – wann und mit wem ich will.
Etwas hat sich geändert....
Ich lebe
Ein neuer Mann an meiner Seite
Meine Zukunft
Ich stehe erst am Anfang einer neuen Geschichte


Geschrieben

6. Erkenntnisse

(vier Jahre später)
Es scheint so, als hätte sich vordergründig kaum etwas geändert –und doch – ich lebe ein anderes Leben. Eingetaucht in eine Welt, die viele niemals verstehen werden.
Ich habe gelernt – über mich, über andere.
Aber manchmal frage ich mich, ob das etwas an meiner Situation ändert. Ich glaube nicht.
In vielen Dingen bin ich die geblieben, die ich immer war. Sehnsüchte treiben mich an, lassen mich träumen von den Dingen, die mich in meiner Persönlichkeit ausmachen. Dinge, die mir fehlen und von denen ich mir wünsche, dass sie irgendwann wieder Bestandteil meines Lebens sein werden.
Nein, die Rede ist nicht von meinem Exmann, auch wenn ich ihn immer noch als Menschen sehr achte und schätze.
Ich rede von mir, was mich als Menschen ausmacht. Ich hatte in der Vergangenheit schon einmal davon gesprochen, dass ich getanzt habe, aber nicht dass ich auch gesungen habe, sogar eine Ausbildung dafür habe. Ich träume davon, dass ich mein Leben wieder in den Einklang mit mir selbst bringen kann, denn diese Dinge sind für mich ein Teil meines Lebens.
Durch die radikale Änderung und Trennung von allem, was ich vorher gelebt habe geriet ein Teil von mir fast in Vergessenheit. Ich vermisse es.
Wem sich jetzt der Eindruck vom Unglücklichsein aufdrängt, der irrt sich aber.
Denn ich lebe nicht nur in meiner Vergangenheit, sondern genieße auch meine jetzige Situation.
Ich habe Dinge erreicht von denen ich früher der Meinung war, sie nie erreichen zu können, sie nicht zu brauchen oder einfach nicht wusste, dass ich es einfach schon immer war.
Ich habe mein Studium beendet, habe begonnen zu arbeiten und den Weg gefunden der zu mir passt, einen Teil von mir. Aber auch andere Teile von mir haben Zeit bekommen entdeckt und ausgelebt zu werden:
In den vergangenen vier Jahren habe ich die Möglichkeit erhalten meine persönliche Erotik, meine Vorlieben, meine geheimsten Wünsche kennen zu lernen – und – diese auch so auszuleben wie ich es wollte. Dabei sind aber meine Träume nicht verschwunden, nein – sie haben sich nur geändert. Meine neue Partnerschaft hat mir das ermöglicht. In vielen, sehr langen Gesprächen habe wir über meine Vorstellungen und Wünsche gesprochen auch darüber wie ich mich damit fühlte, denn mehr als einmal bekam ich das Gefühl einfach nur ein Objekt zu sein, welches der holden Herrenschar zu Diensten sein sollte. Aber wir ich schon zu Anfang dieses Buches begonnen hatte, rebellierte ich gegen diese Haltung, was mir natürlich nicht nur Freunde bescherte.
Aber der Reihe nach.
In dem Moment in dem ich einen neuen Mann an meiner Seite hatte, begann ein neues, erotisches Leben, eine erotische Entdeckungsreise, die auch heute noch nicht beendet ist. Denn immer wieder lerne immer noch und fast täglich neue Seite an mir kennen. Manche erschrecken mich wie früher, andere machen mich unsicher, weil ich heute noch nicht weiß, Was die Zukunft mit sich bringen wird. Aber dass meine Erotik und meine Sexualität mir wirklich die Lust bereiten, die ich will, dieser Teil ist echte Realität geworden.
Sinnlichkeit, Schönheit, prickelndes Erleben, reizen und selbst dem erliegen, schwach werden und mich dem offenbaren, der es geschafft hat mich zu erobern.
Aber bis dahin war es ein langer Weg, denn es gab/ gibt immer noch zu viele Männer die keinen Respekt vor uns Frauen haben. Männer die es einfach nicht verstehen können, dass ich als Frau bestimme und entscheide mit wem ich wann intim werden möchte. Aber solche Supermänner haben ja sowieso keine Chance. Es ist nur immer wieder ärgerlich, wenn eine betörende Zweisamkeit gerade mal wieder von solch einem Unikum verdorben wird. Sie lernen es einfach nicht….
Nun ja. Tatsache akzeptieren.
Aber bis ich das akzeptieren konnte, dauerte es lange, denn, wie schon gesagt, hatte ich mehr als einmal das Gefühl einfach nur ein Stück Fleisch auf einem orientalischen Basar zu sein.
Mehr als einmal wollte ich meine neu entdeckte Erotik wieder in einer Kiste einmotten, doch die Gespräche mit anderen Frauen, mit meinem neuen Partner fingen meine Unsicherheit, meine Zweifel auf. Sie gaben mir das Gefühl „richtig“ zu sein. Mehr als ein Jahr brauchte ich um zu diesem Schluss zu kommen, Ich brauche nicht jedem Mann zu gefallen, ich habe das Recht so zu sein, wie ich bin….
Wählerisch, Genießerisch und ausdauernd…, aber auch schüchtern wenn ich spüre es geht um mich als Person. Lieber gehe ich drei Schritte rückwärts, wenn ich merke, dass ein Mann mehr von mir will, als ich es möchte. Ich ducke mich, weiche zurück und werde still.
Klar, das werden manche sicher nicht glauben, aber in solchen Momenten werde ich wieder unsicher, manchmal sogar wütend. Schon mancher vermeintliche Romeo hat sich von mir anhören müssen, dass er gefälligst das Weite suchen soll, weil sein Typ bei mir nicht gefragt ist, oder weil er sich gar zu aufdringlich und selbstgefällig präsentiert hat.

Komplimente höre ich gerne (welche Frau mag sie nicht?), wenn ich spüre, sie sind ehrlich und nicht plump daher gesagt: „Mann, bist du einfach geil“. Das schönste Kompliment war einfach nur ehrlich: „du bist so weiblich, du strahlst eine Erotik aus, eine Sinnlichkeit, in der ich gerne versinken möchte.“ Ist das nicht herrlich? Dieser Mann hatte begriffen, was der Sinn von prickelnder Erotik ist. Das Gefühl zu geben, Die Lust nicht alleine für sich zu beanspruchen, sondern mit mir zusammen genießen, was das prickelnde Gefühl zwischen uns verband. Es war ein wunderschönes Erlebnis.
Auch andere Männer erkennen den Wert einer solchen Einstellung: Es bereitet ihnen Lust, die Frau zu erleben, zu reizen, zu befriedigen, ihnen die Lust an ihrer Lust zuteil werden zu lassen.
Das sind wahre Traummänner – im Hinblick auf unsere Erotik und Sinnlichkeit, wie es im Alltag um solche Männer bestellt ist kann ich natürlich nicht sagen.


Geschrieben

Damit diese Geschichte, die ich ja auch schon auszugsweise als Autorinnenlesung live auf dem Mannheimer Stammtisch hören durfte, nicht untergeht, verschieb ich sie mal in die richtige Rubrik


×