grizzly51

Libidoverlust durch Psychopharmaka - Erfahrungen?

30 Beiträge in diesem Thema

Oh eine Harte frage mein Mann hat Psychopharmakon einzunehmen und auch sehr starke Opiate das wirkt sich sehr auf unser Liebesleben aus aber mein Mann muss Sie nehmen ersten auf Grund der Afghanistans Traumas er war Berufssoldat und dann noch die Verwundung und Schlaganfall der auch noch Kamm das Liebesleben beschränkt sich nur noch auf treffen mit anderen Pärchen mein Mann dient nur noch als lecksklave hängt alles mit den Medikamenten zusammen.

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zunächst mal vielen dank für die unerwartet vielen kommentare,

wie viele von euch schreiben, ja eine begleitende therapie findet statt, auch bereits 2x

stationär, aber ausser dass der arzt meiner meinung nach zu hohe dosierungen verordnet

passiert nicht viel.

 

insbesondere der rat, mit meiner partnerin zu reden ist sicher sehr gut gemeint und auch richtig, allerdings ist es mittlerweile so, dass allein das ansprechen als druck aufbauen verstanden wird. einerseits will ich ja, dass es ihr besser geht, aber das problem nicht zu thematisieren kann keine lösung sein. zunächst bekam sie ein medikament, wovon sie einige kilos zulegte, was mich in keinster weise störte. dann sprach sie mit dem arzt und der stellte um auf 

sertralin

das hat das gewicht normalisiert, aber die libido getötet. dann erneut mit dem arzt gesprochen, der sagte ja, das kommt in ca 40 % der fälle vor. eine umstellung erfolgte nicht. und jedesmal wenn ich auch nur den versuch mache, das anzusprechen, kommen so sprüche wie

wir sollten uns trennen

aber das kann nicht die lösung sein.

 

 

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aber das kann nicht die lösung sein.

 

Hi Grizzly,

ich finde Deine Einstellung super. Viele Psychopharmaka stören den sehr komplexen Austausch der Botenstoffe im Gehirn, die auch für die Libido wichtig sind. Ein Teil dieser Störung ist gewollt, weil damit ein Ungleichgewicht, nämlich das, das die psychische Erkrankung auslöst, gerade gerückt wird. Leider wirken fast alle auf dem Markt befindlichen Psychopharmaka relativ unspezifisch. Bei vielen Wirkstoffen ist der genaue Wirkmechanismus noch garnicht geklärt. Das führt dazu, dass eine Psychopharmakatherapie häufig einem Schrotschuss gleicht. Klar, werden die Hauptsymptome der psychischen Erkrankung dadurch häufig gemildert oder sie verschwinden gänzlich, aber die Nebenwirkungen können durch diesen Schrotschuss ganz beträchtlich sein. Dazu kommt noch, dass die biochemischen Vorgänge im Gehirn, die das ausmachen, was wir Libido nennen, noch garnicht richtig erforscht sind. Sonst wären findige Pharmaunternehmen schon längst auf den Trichter mit der Lustpille gekommen.

Normalerweise existieren für eine psychische Erkrankung aber mehrere ähnlich wirkende Wirkstoffe, die sich im Nebenwirkungsspektrum häufig etwas unterscheiden. Und bei bisher  2  angewendeten Präparaten, ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Vielleicht wäre ein gangbarer Weg zunächst Mal gemeinsam einen Psychologen aufzusuchen. Dieses "wir sollten uns trennen" könnte (da kann es ganz viele Ursachen für geben) ein Ausdruck dafür sein, dass Deine Frau denkt, sie würde eure Beziehung mit ihrer Erkrankung belasten. Wie gesagt, nur eine der vielen möglichen Ursachen für einen solchen Spruch. Wenn dort Klärung möglich ist könnte man in einem zweiten Schritt mit einem Arzt, der Verständnis für eure Situation hat, weitere Umstellungen in der Therapie planen. Euer Problem ist sicher sehr komplex, deshalb wird es ohne professionelle Hilfe nicht zu lösen sein.

Ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen!

 

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Am 11.1.2017 at 15:22, schrieb grizzly51:

wer kennt lösungswege?

würde es dem arzt mitteilen damit er evtl auf ein anderes medikament ausweichen kann.

für den arzt ist das nichts aussergewöhnliches, sagt es ihm nur so kann sich vielleicht was ändern sofern es an den medikamenten liegt.

stell die dosierung aber auf keinen fall selber um oder setze sie ab, hol dir eine zweite meinung von einem anderen arzt wenn deiner nicht darauf eingeht. leidet deine frau unter dem libidoverlust ?

bearbeitet von magnifica_70

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Jo, passiert!

Eine ganze Reihe von PK-medikamentierungen haben das auch ganz klar als Nebenwikung im Waschzettel stehen.

Allerdings ist Libido halt ein wackeliges Pflänzchen.
Je nachdem, was deine seelischen Probleme sind, muss halt da garnicht unbedingt das Medikament verantwortlich sein.
Ich hatte eine ausgeprägt depressive Phase als junger Erwachsener - da hatte ich auch ohne Medikamentierung ca 2 Jahre lang keinen Bock auf Sex.

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