Luderwicht Geschrieben vor 4 Stunden vor 5 Stunden, schrieb Jaqueline1996: Hallo ihr Lieben, ich muss heute einfach mal etwas loswerden, das mich in letzter Zeit unfassbar beschäftigt. Ich hoffe sehr auf eure Erfahrungen, Gedanken und vielleicht auch auf ein bisschen Austausch. Seit ich mit meiner (HRT) MTF begonnen habe, steht meine emotionale Welt komplett kopf. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am intensivsten merke ich es beim Weinen. Früher, in meiner männlichen Gefühlswelt, war alles irgendwie... gedämpft. Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen: Ich habe Gefühle zwar wahrgenommen, aber sie fühlten sich meilenweit entfernt an. Als würde ich mein eigenes Leben und meine Emotionen durch ein beschlagenes Glas betrachten. Man sieht die Umrisse, aber man spürt die Wärme nicht richtig. Weinen war fast unmöglich, selbst wenn ich es gewollt hätte, und heute? Ob ein rührender Werbespot, ein trauriges Lied oder einfach nur ein schöner Moment, die Tränen fließen plötzlich ungefiltert. Es ist, als hätte jemand das beschlagene Glas klar gewischt. Die Gefühle sind nicht mehr weit weg, sie sind direkt hier, riesengroß, intensiv und manchmal absolut überwältigend. Es fühlt sich so verdammt echt und lebendig an, auch wenn es mich manchmal mitten im Alltag eiskalt erwischt. (Wie zum Beispiel auf der Arbeit, ich darf mir nicht anmerken lassen das ich mich verändere, da ich in einem sehr intoleranten Bereich arbeite, teilweise halte ich meine Emotionen zurück, gehe auf Toilette um ihnen freien Lauf zu lassen) Jetzt frage ich mich natürlich, wie erleben das die anderen Frauen hier im Forum? An die Frauen hier, ist das diese „normale“ Gefühlswelt, mit der ihr aufgewachsen seid? Fühlt sich das für euch auch oft so intensiv, verletzlich und nah an? Und an die anderen trans Mädels: Wann hat bei euch dieser emotionale Umschwung eingesetzt und wie geht ihr mit diesem plötzlichen „Gefühls-Overdrive“ um? Ich freue mich total auf eure Geschichten und einen lieben Austausch! Erklärung der Abkürzung HRT MTF steht im medizinischen und geschlechtsspezifischen Kontext für Hormone Replacement Therapy (Male-to-Female), auf Deutsch: Hormonersatztherapie von männlich zu weiblich (häufig auch als transfeminine Hormontherapie bezeichnet). Ich heule ständig, vor Freude, vor Rührung, vor Wut, … Eigentlich bei jedem denkbaren Anlass. Ändern kann ich es eh nicht, also nehme ich es als Teil meines Gefühlsleben und meines Mitgefühls an! 🪷
Ha**** Geschrieben vor 4 Stunden Vor 2 Stunden, schrieb PD88SG: Testosteron, sorgt njr bei einem mangel zu mehr libido. Entsprechend bei FTM, ja dass kann sein, oder wird so sein. Ein Mann, ohne Mangel, wird aber nicht mehr bock haben Du solltest mal über den Unterschied zwischen "Mangel" und "Überschuss" bzw. "mehr als normal" nachdenken. Und dann noch einmal versuchen, das von dir geschriebene so zu formulieren, dass der Text Sinn macht.
De**** Geschrieben vor 4 Stunden Ich bin heute viel emotionaler und näher am Wasser gebaut als noch vor 15 oder 20 Jahren. Vor allem bei schönen emotionalen Erfahrung. Aber ich habe das schon immer gehabt, einfach Weinen zu können und tiefste Gefühle zu verspüren. Damals war das völlig verpönt, heute ist mir das völlig egal und ich lasse meinen Gefühlen freien Lauf. Ich verstehe mich auch schon immer viel besser mit Frauen ob beim Job oder privat. Warum das so ist kann ich nicht genau sagen, würde sich vielleicht lohnen darüber nachzudenken...
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