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Wie weit reicht eine devote/sub Ausrichtung?


De****

Empfohlener Beitrag

Hey - Frage an Alle hier, die sich als devot/sub bezeichnen - besonders interessiert mich dabei die Haltung von hetero-Frauen, aber das mag für viele hier ja anders sein: Ist für euch devot/sub nur ein Skript zur Luststeigerung beim Sex, oder ist es auch Teil einer generellen Lebenshaltung in Bezug auf die Beziehung zum Mann/Dom (respektive Frau etc.)? Ich weiß, es gibt die ganze Bandbreite, und ich bin gespannt auf die Verhältnisse in dieser Community.

Am 10.9.2026 at 23:54, schrieb DecentDevil:

Ist für euch devot/sub nur ein Skript zur Luststeigerung beim Sex, oder ist es auch Teil einer generellen Lebenshaltung in Bezug auf die Beziehung zum Mann/Dom (respektive Frau etc.)? 

Weder noch. Im sexuellen Bereich ist das ein Teil meiner Persönlichkeit, der nur gegenüber ganz bestimmten Menschen im geeigneten Rahmen zum Tragen kommt - dann aber als ganz instinktive Reaktion auf bestimmte Charakterzüge meines Gegenübers und nicht als „Skript“ (das klingt mir zu zielgerichtet). Im Alltag kann eine gewisse Souveränität meines Gegenübers zwar erheblich zur Anziehung beitragen - trotzdem wäre Unterordnung kein Bestandteil einer Beziehung, die ich gerne leben möchte.

Vor 1 Stunde, schrieb Cleo91:

Weder noch. Im sexuellen Bereich ist das ein Teil meiner Persönlichkeit, der nur gegenüber ganz bestimmten Menschen im geeigneten Rahmen zum Tragen kommt - dann aber als ganz instinktive Reaktion auf bestimmte Charakterzüge meines Gegenübers und nicht als „Skript“ (das klingt mir zu zielgerichtet). Im Alltag kann eine gewisse Souveränität meines Gegenübers zwar erheblich zur Anziehung beitragen - trotzdem wäre Unterordnung kein Bestandteil einer Beziehung, die ich gerne leben möchte.

Mit "Skript" meine ich nicht eine durchgeplante Choreographie. Eher sowas wie eine Erwartung spezieller Aktionen, aber schon zielgerichtet und nicht nur spontan reaktiv.
Ich verstehe dich so, dass du beim Sex nicht danach suchst, sondern es passiert halt manchmal. Würdest du dich dann grundsätzlich als devot bezeichnen?

(bearbeitet)

*** Zum EP: Reine Luststeigerung ausserhalb einer starren Lebenshaltung

bearbeitet von Pop-MOD-Sunshine
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  • Moderator

Es fehlen hier diverse Off-Topic Beiträge und deren Reaktionen. Bleibt bitte themenbezogen in euren Antworten.

Keep popping
Pop-MOD-Sunshine, POP Crew

Am 13.9.2026 at 02:45, schrieb DecentDevil:

Ich verstehe dich so, dass du beim Sex nicht danach suchst, sondern es passiert halt manchmal. Würdest du dich dann grundsätzlich als devot bezeichnen?

Ja, aber nicht jedem Mann gegenüber.

(bearbeitet)
vor 1 Stunde, schrieb Cleo91:

Ja, aber nicht jedem Mann gegenüber.

Schon klar, wäre sonst kaum vorstellbar. Aber nach meiner Erfahrung suchen Frauen, die sich als devot sehen, speziell solche Partner, denen sie sich ausliefern können/wollen, d.h. haben wenig Interesse an Sex unter Gleichgestellten. Und manche wollen sogar mit Haut und Haar in die Sklaverei - damit habe ich allerdings keine Erfahrung und will sie auch nicht machen.

bearbeitet von DecentDevil
vor 6 Minuten, schrieb DecentDevil:

Schon klar, wäre sonst kaum vorstellbar. Aber nach meiner Erfahrung suchen Frauen, die sich als devot sehen, speziell solche Partner, denen sie sich ausliefern können/wollen, d.h. haben wenig Interesse an Sex unter Gleichgestellten. Und manche wollen sogar mit Haut und Haar in die Sklaverei - damit habe ich allerdings keine Erfahrung und will sie auch nicht machen.

Ahh, okay, jetzt verstehe ich den Hintergrund der Frage! Ich kann das nachvollziehen und glaube, da bin ich einfach eine Abweichung von der Regel (und auch von deiner Erfahrung): Ich finde generell nur sehr wenige Männer wirklich anziehend. Wenn ich meine „Suche“ unter diesen Vorzeichen auf solche Männer beschränken würde, die ich als (für mich passend) dominant wahrnehme, könnte ich es auch gleich ganz lassen - zu unwahrscheinlich. Das hat für mich aber weniger mit dieser konkreten Neigung und mehr mit meiner Persönlichkeit allgemein zu tun.

Ich kenne aber auch einige Frauen, die vollständige „Sklaverei“ probiert haben - allerdings nur zeitlich begrenzt. Kann mir im Ausgangspunkt nur schwer vorstellen, dass das dauerhaft funktioniert.
 

vor 6 Minuten, schrieb Cleo91:

Kann mir im Ausgangspunkt nur schwer vorstellen, dass das dauerhaft funktioniert.

Ist für mich auch eine verstörende Charaktereigenschaft, für mich als potenzieller "Herr" kaum zu bewältigen. Manche wollten bei mir einziehen und mir alle ihre persönlichen Dokumente übergeben, dann natürlich Misshandlungen und Strafen empfangen usw. Ich habe solche Kontakte (nur in Chats) immer schnell beendet.

Du hast sicher gehört von "Geschichte der O" von Anne Desclos alias Pauline Réage?

(bearbeitet)
Am 14.9.2026 at 20:21, schrieb Cleo91:

Ich kenne aber auch einige Frauen, die vollständige „Sklaverei“ probiert haben - allerdings nur zeitlich begrenzt. Kann mir im Ausgangspunkt nur schwer vorstellen, dass das dauerhaft funktioniert.

Ich habe dazu eine Frage, vielleicht hast Du eine Antwort: - was ist die Motivation dahinter? 

Ich habe andere Dom-Personen gefragt was Sie daran reizt, aber nie richtige Antworten bekommen, außer sich wiederholende Klischees. 

Für mich würde jeder Reiz verloren gehen würde sich mir eine Sub-Person total und bedingungslos unterwerfen und das Wort bedingungslos dabei macht mir dazu auch noch ein schlechtes Gefühl im Bauch. Fühlt sich für mich falsch an. 

Ich will kein Geschenk. Ich will mir ihre Devotion verdienen, wenn Du mich verstehst. 

Also die dominante Seite verstehe ich bis heute nicht. 

 

Vielleicht kannst Du mir aber helfen die devote Seite zu verstehen. Welche Motivation treibt eine Frau an sich in diese Art totale Versklavung begeben zu wollen? 

bearbeitet von Druide-Jo
Am 14.9.2026 at 20:39, schrieb DecentDevil:

Ist für mich auch eine verstörende Charaktereigenschaft, für mich als potenzieller "Herr" kaum zu bewältigen.

Ich musste doch einen Moment nachdenken ob ich das Wort "verstörend" in dem Zusammenhang von mir weisen kann ... und das kann ich nur bedingt, denn auch bei mir stellt sich ein gewisses Störgefühl ein. 

Ich kann schon mit der Bezeichnung Herr nichts anfangen; - sollte Sie das ernst meinen dann würde ich das tatsächlich verstörend auf mich wirken. Wenn Sie mich jedoch im Spiel damit bratty  foppen würde, dann hätte ich meinen Spaß daran und hätte auch passende Antworten parat. 

Am 14.9.2026 at 20:39, schrieb DecentDevil:

Manche wollten bei mir einziehen und mir alle ihre persönlichen Dokumente übergeben, dann natürlich Misshandlungen und Strafen empfangen usw.

Kenne ich auch. Den wenigsten ist bewusst welche Konsequenzen das hat. Meine Erfahrung: Bohrst Du ein wenig nach, dann stößt Du auf psychologische Untiefen. 

Am 14.9.2026 at 20:39, schrieb DecentDevil:

Ich habe solche Kontakte (nur in Chats) immer schnell beendet.

Besser ist das; - bleibe dabei wenn ich Dir diesen Tipp geben darf. 

Am 14.9.2026 at 20:39, schrieb DecentDevil:

Du hast sicher gehört von "Geschichte der O" von Anne Desclos alias Pauline Réage?

Wer kennt das nicht in der Szene? 

Was ich in der tat verstörend finde ist wie viele Damen ernsthaft diesem Ideal nach jagen und Doms Die sich darauf einlassen, oder es sogar noch präferieren!? 

Die Dom-Seite; - wo ist man da noch Dom, wenn man wie eine Marionette den Gegenpart für eine "O" spielt? Man ist doch komplett festgenagelt in der Rolle. 

Mir widerstrebt das vollkommen. 

Für mich ist BDSM dynamisch und nicht umsonst redet man ja auch von Dynamiken. Für mich bedeutet das, dass die Neigungen Beider wenn Sie passen ineinander fließen zu lassen und das macht für mich eine Dynamik aus. 

Bei Themen wie "Ist die ideale Sub eine "O"?" oder ähnlichen habe ich mich schon in manchen Foren unbeliebt gemacht. 

Jetzt kommt etwas dass keine Frau Die dem Ideal der "o" nacheifert zugeben würde; - im Grunde ist das "Bottoming The Top"; - wenn Sub unbewusst, bewusst oder gar manipulativ über das Agieren von Top bestimmt und Ihn damit lenkt. Als Dom einer "O" musst Du Sie behandeln wie eine "O" behandelt werden muss und wenn das Ideal festgelegt ist dann hat Dom keine Wahl mehr. Dom degradiert sich selbst vom kreativen und agitierenden Akteur zu einem einfachen Spieler, das ist zumindest meine Sicht auf die Dom-Seite der Sache. 

Noch einmal zurück zu deinen Erfahrungen; - die gleiche Frage, die Frage nach der Dynamik kannst Du auch stellen wenn es um die totale Versklavung geht; - 

Ist das noch eine Dynamik oder wärst Du einfach nur ein Spieler ohne Spielraum? 

 

 

vor 2 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Die Dom-Seite; - wo ist man da noch Dom, wenn man wie eine Marionette den Gegenpart für eine "O" spielt? Man ist doch komplett festgenagelt in der Rolle. 

Ja, schon wahr. Und ist eigentlich ein Spezialfall eines allgemeinen Musters: Eine Beziehung zwischen (mindestens) zwei Menschen, von denen (mindestens) einer sehr Ich-bezogen ist. Das erzeugt Erwartungen und Leistungsdruck, egal ob für Dom oder Weichei.

Funktioniert auf lange Sicht nur bei perfektem Match, heißt bei Dom/Sub perfekt komplementäre Bedürfnisse im extremen Bereich, sehr explosiv. Aber dann - nehme ich an - Resonanz: Dynamik ohne Kontrahenten.

Was die Rolle der Sub (Typ "O") dabei für Außenstehende so widersinnig macht, ist eben die totale Unterwerfung und Selbstzerstörung, gerade aus diesen egozentrischen Motiven. Gibt es Parallelen zu anderem Sucht- oder Zwangsverhalten?

Hallo ihr Subs hier, klärt mich auf. Wie weit geht das? Wie frei ist euer Dom? Und wie frei seid ihr?

vor 4 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Vielleicht kannst Du mir aber helfen die devote Seite zu verstehen. Welche Motivation treibt eine Frau an sich in diese Art totale Versklavung begeben zu wollen? 

Mir fallen da nur zwei mögliche Treiber ein: der Drang, jegliche Verantwortung für Handeln und Entscheidungen im Leben los zu werden; oder eine Art Zwangsverhalten, Masochismus auf ganz großer Skala.

Aber eben auch hier wieder mein Appell an die Subs aus Überzeugung: Erklärt doch mal, soweit man das in Worte fassen kann.

vor 4 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Also die dominante Seite verstehe ich bis heute nicht. 

Ich kann mich da auch nicht hinein versetzen. Ich kann Destruktion nicht fördern oder sogar betreiben. Aber vielleicht ist "Destruktion" nur meine naive Perspektive darauf.

Am 14.9.2026 at 20:39, schrieb DecentDevil:

Ist für mich auch eine verstörende Charaktereigenschaft, für mich als potenzieller "Herr" kaum zu bewältigen. Manche wollten bei mir einziehen und mir alle ihre persönlichen Dokumente übergeben, dann natürlich Misshandlungen und Strafen empfangen usw. Ich habe solche Kontakte (nur in Chats) immer schnell beendet.

Du hast sicher gehört von "Geschichte der O" von Anne Desclos alias Pauline Réage?

Ja, von der Geschichte habe ich gehört. Die Frauen aus meinem erweiterten Bekanntenkreis wollten tatsächlich auch - wie du berichtest - ihre Dokumente abgeben, ihre Kontenführung ihm überlassen und auch sonst wirklich jede einzelne logistische Entscheidung ihm überlassen.

vor 11 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Ich habe dazu eine Frage, vielleicht hast Du eine Antwort: - was ist die Motivation dahinter? 

Ich habe andere Dom-Personen gefragt was Sie daran reizt, aber nie richtige Antworten bekommen, außer sich wiederholende Klischees. 

Für mich würde jeder Reiz verloren gehen würde sich mir eine Sub-Person total und bedingungslos unterwerfen und das Wort bedingungslos dabei macht mir dazu auch noch ein schlechtes Gefühl im Bauch. Fühlt sich für mich falsch an. 

Ich will kein Geschenk. Ich will mir ihre Devotion verdienen, wenn Du mich verstehst. 

Also die dominante Seite verstehe ich bis heute nicht.

Vielleicht kannst Du mir aber helfen die devote Seite zu verstehen. Welche Motivation treibt eine Frau an sich in diese Art totale Versklavung begeben zu wollen? 

Ich weiß es ausdrücklich nur von einer einzigen der genannten Personen: Sie empfand ihr eigenes Leben als „komplett vor die Wand gefahren“ (das ist ein wörtliches Zitat von ihr), war schwer depressiv und suchte nach einem (vermeintlich) einfachen Ausweg: Nach jemandem, der größer und besser und schlauer ist als sie selbst, der es „besser weiß“, ihr Leben in die Hand nehmen, einen Ausweg bieten und alles schlagartig besser machen kann. Das sind natürlich sehr utopische Anforderungen an einen anderen Menschen. Vor allem aber ist es meiner (und heute auch ihrer) Einschätzung nach eher ein Zeichen für psychische Probleme als etwas, das gezielt dem Lustgewinn dienen kann/soll.

Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass es für andere Menschen unter anderen Umständen auch andere Hintergründe haben kann. Finde aber schon, dass man da sehr genau hinsehen sollte, bevor man sich - gleich, auf welcher Seite - auf sowas einlässt.

(bearbeitet)

Wir Drei haben zur Dom/Sub-Sklaverei offenbar ein distanziertes Verhältnis, und das ist leicht begründet. Ich hoffe trotzdem immer noch auf eine überraschende Erklärung, eine gut reflektierte Begründung davon, warum jemand selbst ein(e) Sub geworden ist.

Ich habe in der kurzen Zeit, die ich erst hier bin, schon durch ein paar Profile gewühlt. Eines ist mir speziell in Erinnerung geblieben: Eine Frau beschreibt ziemlich selbstbewusst, wie sie nach einer schon längeren Beziehung mit einem Mann - auch mit Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen - plötzlich beschlossen/erkannt hat, dass sie eigentlich sein Eigentum ist - als das einzige, was Sinn macht. Und all ihre Frustration über enttäuschte Hoffnungen und nicht befriedigte Bedürfnisse verpuffte in dem Moment, weil das Eigentum gegenüber dem Eigentümer ja keine Ansprüche haben kann, wäre ja völlig unangemessen und blöd. Eigentum hat keine Interessen außer zu gefallen. Und so wurde sie sich mit ihrem Partner schnell einig, dass er sie eben besitzt, als Eigentümer. Punkt. :collar:

Ich könnte das Profil wahrscheinlich finden in meiner Historie, denke aber es wäre falsch, sie hier hin zu zerren ohne dass sie zu Wort kommt. Aber ja, eine solche authentische Konfrontation, das wäre schön hier zu sehen.

bearbeitet von DecentDevil
vor 10 Stunden, schrieb Cleo91:

Nach jemandem, der größer und besser und schlauer ist als sie selbst, der es „besser weiß“, ihr Leben in die Hand nehmen, einen Ausweg bieten und alles schlagartig besser machen kann. Das sind natürlich sehr utopische Anforderungen an einen anderen Menschen. Vor allem aber ist es meiner (und heute auch ihrer) Einschätzung nach eher ein Zeichen für psychische Probleme als etwas, das gezielt dem Lustgewinn dienen kann/soll.

Erst einmal danke für deine detaillierte Antwort. 

Das was Du beschreibst ist noch schlimmer als ich mir das vorgestellt habe und verstärkt das ungute Gefühl in meinem Magen noch, dass ich immer hatte, wenn mir so etwas begegnete.  Ich habe eine Zeit lang sehr intensiv in einem einschlägigen Forum Damen beobachtet Die teils recht aggressiv das ultra-toxische Verhalten ihrer Tops rechtfertigten. Das hat mich wahnsinnig aufgebracht vor der Tatsache das so etwas in einem Forum wo mindestens eine 3-Stellige Zahl von Leuten mitliest das auch junge und Unerfahrene Leute beeinflusst. Jetzt wird mir langsam die Tragik bewusst Die so ein Verhalten trägt. 

Unvorstellbar für mich; - meine verstorbene Gefährtin mit Der ich insgesamt 21 Jahre Beziehung hatte war geistig mit mir absolut auf Augenhöhe. Sie hatte Fähigkeiten mit Denen Sie mich beeindrucken konnte. Wenn Sie Bilder interpretierte, dann standen dort gewiefte Kunstexperten und haben Ihr mit offenen Mund zugehört um nur Eine zu nennen. "hast Du das studiert?" - "Nein, ich kenne mich nur ein bisschen mit Kunst aus ..."  Auch Eine in Der Sie mir geistig absolut überlegen war. Sie konnte sich mit mir messen; - nächtelang haben Wir "Traumdeutung" und "Die fröhliche Wissenschaft" miteinander zerlegt auf Augenhöhe. Nach außen konnte Sie ein Temperament verbreiten dass es für die meisten Die das erlebt hätten sicher ziemlich unvorstellbar gewesen wäre sich vorzustellen dass diese Temperamentbündel auch nur im Ansatz devote Züge hatte. 

Genau das hat mir gefallen, mir die Sicherheit gegeben und mich auch stolz gemacht; - denn es war unzweifelhaft dass Sie alleine überlebensfähig ist. Deswegen war es auch unzweifelhaft warum Sie sich mir unterworfen hat; - weil Sie es wollte, - einen anderen Grund konnte es nicht geben. 

Natürlich erwarte ich nicht von der Nächsten dass Sie eine virtuose Kunst-Kennerin sein muss, oder mit mir nächtelang Freud oder Nietzsche durchkaut, dennoch sieht für mich so die Basis für eine BDSM-Dynamik aus, falls ich noch einmal ein passendes Gegenstück finden sollte. 

Sie muss selbstbewusst sein, mir geistig was entgegen setzten können, idealerweise ein Steckenpferd mitbringen in Dem Sie mich geistig toppen kann und gerne eine gehörige Portion Frechheit mitbringen, inklusive der Bereitschaft Diese von mir in angemessener Form beizeiten auch bändigen zu lassen. 

Oder mit anderen Worten; - ich will jemanden Der biegsam ist, sich aber nicht verbiegen lässt. Jemanden Der stolz und frei ist, sich frei in die Unfreiheit bei mir begibt und dadurch seine Freiheit findet und mit diesen Worten auch was anfangen kann ... Die nicht so ganz einfach zu verstehen sein dürften ... upsi ... 

Upsi ... weil ich mich jetzt bei Dir noch mal bedanke; - denn das wird Stoff für einen neuen Profiltext auf Den ich ohne deine Antwort gar nicht so schnell gekommen wäre ... 

vor 10 Stunden, schrieb Cleo91:

Nach jemandem, der größer und besser und schlauer ist als sie selbst, der es „besser weiß“, ihr Leben in die Hand nehmen, einen Ausweg bieten und alles schlagartig besser machen kann. Das sind natürlich sehr utopische Anforderungen an einen anderen Menschen. Vor allem aber ist es meiner (und heute auch ihrer) Einschätzung nach eher ein Zeichen für psychische Probleme als etwas, das gezielt dem Lustgewinn dienen kann/soll.

Kleiner Scherz am Rande; - was kann ich dafür dass mich die Natur 2 Meter groß gemacht ist; - beim Hosen-Kauf ist das nämlich mal überhaupt kein Vorteil ... ;) 

Ich will mich zunächst einmal kalt, (psycho)logisch und rational dem nähern was das für eine Dynamik ergibt; - mit einem Wort vorweg; - Keine! 

Eine reflektierte Dom-Person sollte ja sofort die nahezu soziopathischen Anforderungen erkennen können und davon gehe ich mal aus. Ein reflektierter Top wird so etwas also meiden. 

Ergo ist das tragischerweise ein doppelter Rohrkrepierer; - die Chance mit solchen Anforderungen an einen bewussten, verantwortungsvollen und reflektierten Top zu kommen sind also gleich Null. 

Für mich persönlich klingen solche Konstellationen eher nach unendlicher Qual für Beide, wie so etwas zu einem echten Lustgewinn führen soll ist mir schleierhaft. 

vor 10 Stunden, schrieb Cleo91:

Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass es für andere Menschen unter anderen Umständen auch andere Hintergründe haben kann. Finde aber schon, dass man da sehr genau hinsehen sollte, bevor man sich - gleich, auf welcher Seite - auf sowas einlässt.

Das kann ich natürlich auch nicht. Denn es kann immer Gründe geben Die hinter dem Schleier meines persönlichen Erkenntnis-Horizontes verborgen sind. 

Sicher gibt es auch funktionierende Konstellationen; - hast Du mal was von CTPE (Christian Total Power Exchangel) gehört? 

Ich habe mal so ein Paar kennengelernt; - Haus, Hof, beide erfolgreich berufstätig, vier Kinder, alles im Griff. Und was die leben ist auf jeden Fall BDSM, in dem Fall halt für Gott, denn für Die ist das so. Er fühlt sich damit auch tatsächlich daran gebunden das alles was Er tut auch vor Gott gerecht ist und sein muss. 

Für mich als Beobachter sieht es so aus als ob hier die gemeinsame Religion der Beiden den Regeln gibt und das alles in einem starren Rahmen zusammenhält. 

Für meine alte Punk-Seele sind solche Konstruktionen nichts, religiös bin ich auch nicht. So kann ich das zwar im Geist fassen und einigermaßen nachvollziehen, das aber fühlen zu können, davon bin ich Lichtjahre entfernt. 

 

Montag um 18:16, schrieb Cleo91:

Ja, aber nicht jedem Mann gegenüber.

Darf ich mal fragen, wie du das meinst? Ich dachte „devot sein“ ist eine generelle Eigenschaft/Vorliebe. Wonach richtet sich das dann bei dir? Habe da noch wenig Erfahrung damit ☺️ danke

vor 11 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Sie muss selbstbewusst sein, mir geistig was entgegen setzten können, idealerweise ein Steckenpferd mitbringen in Dem Sie mich geistig toppen kann und gerne eine gehörige Portion Frechheit mitbringen, inklusive der Bereitschaft Diese von mir in angemessener Form beizeiten auch bändigen zu lassen. 

Oder mit anderen Worten; - ich will jemanden Der biegsam ist, sich aber nicht verbiegen lässt. Jemanden Der stolz und frei ist, sich frei in die Unfreiheit bei mir begibt und dadurch seine Freiheit findet und mit diesen Worten auch was anfangen kann

Was du beschreibst als deine Idealvorstellung einer Partnerin entspricht dem weit verbreiteten Idealbild für eine Liebesbeziehung, allemal mehrheitlich unter "Normalos", aber eher strittig unter Dom-Subs. Und auch in "Normal"-Beziehungen begibt man sich ja in Unfreiheit, die man aber hoffentlich nicht so empfindet.

Also was unterschied eure Beziehung von einer gelungenen "Normal"-Beziehung? Was unterscheidet deine Kriterien von den allgemeinen für eine glückliche Partnerwahl?

 

vor 11 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Deswegen war es auch unzweifelhaft warum Sie sich mir unterworfen hat

Es muss hiermit zu tun haben. Was bedeutet also "Unterwerfung" für so eine Frau?

vor 19 Stunden, schrieb MeTime08:

Darf ich mal fragen, wie du das meinst? Ich dachte „devot sein“ ist eine generelle Eigenschaft/Vorliebe. Wonach richtet sich das dann bei dir? Habe da noch wenig Erfahrung damit ☺️ danke

Das ist eine gute Frage. Für mich ist das wie mit den meisten anderen Eigenschaften auch: Ich bin auch nicht jedem Menschen gegenüber witzig oder aufgeschlossen - nicht, weil wir einen unterschiedlichen Sinn für Humor haben oder keine Zeit für Gespräche, sondern weil wir gemeinsam einfach nie auf dieser Ebene ankommen. Das ergibt sich einfach aus dem Miteinander, ohne dass es einen ganz konkreten, greifbaren Grund hätte. 

In diesem Rahmen kommt außerdem noch hinzu, dass Unterwerfung extrem viel Vertrauen, gegenseitigen Respekt und Achtung voraussetzt. Ich verspüre in keinster Weise das Bedürfnis dazu, einfach vor jedem Deppen auf die Knie zu gehen. Wenn ich einen bestimmten Mann aber gut kenne; ihm gute Entscheidungen zutraue; weiß, dass er mich sieht, auf mich achtet und sich zurücknehmen kann; ich ihn als souverän und reflektiert wahrnehme, dann kommt das von ganz allein.

vor 2 Stunden, schrieb Cleo91:

Ich bin auch nicht jedem Menschen gegenüber witzig oder aufgeschlossen

so kenne ich das auch. Ein Gegenüber löst etwas in mir aus, reisst mich mit, oder provoziert eine Haltung in mir. Die einen beschrieben mich als eher stillen Eingenbrötler, aber wehe, wenn er den Mund aufmacht, für andere bin ich ein extrem aufgeschlossener, vielseitiger Gesprächspartner, dem man vertrauen kann und bei dem man in gewissen Fragen auch Rat sucht. 

 

vor 2 Stunden, schrieb Cleo91:

ich ihn als souverän und reflektiert wahrnehme, dann kommt das von ganz allein.

Ein Schlüsselsatz. Ein gut befreundetes Paar hat mir mal erklärt, dass "der Dom Sklave der Lüste und Neigungen seiner Sub ist, und umgekehrt". Nur wenn er sie so erkennt und sie an den richtigen Stellen kitzelt, wird für sie der maximale Lustgewinn herauskommen, womit er sein Ziel erreicht und seine Lust befriedigt haben wird. Ihr Vertrauen und ihre Unterwerfung, oder meiner Meinung nach besser gesagt Hingabe,  erreicht er nur, wenn sie die Sicherheit des absoluten Respekt und der Dankbarkeit seinerseits für ihre Hingabe erfährt.

Ich selbst lebe keinerlei Gefälle dieser Art mit meiner Partnerin, bin aber von dieser Wechselwirkung fasziniert, ohne davon angezogen zu sein. In Sadomaso Beziehungen mag das nochmal etwas anders sein, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es hier um Sadomaso geht.

 

 

Ich habe keine Ahnung von dem Thema, lese hier aber neugierig und interessiert mit.

Dieser Thread ist für mich wirklich ein „Vorbild“ wie ein gelungener Thread ablaufen kann.

 

Vielen Dank euch für dieses Beispiel gelungener Diskussion mit Frage und Antwort, Gedanken, die sich weiterentwickeln dürfen und Denkanstoessen.

vor 2 Stunden, schrieb Georg-FR:

In Sadomaso Beziehungen mag das nochmal etwas anders sein, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es hier um Sadomaso geht.

Ich selbst habe bei meiner Frage am Anfang auf diese Spielart nicht fokussieren wollen, aber wollte das auch nicht heraus halten. Ich selbst bin kein Sadist, kann und will ein stark masochistisches Bedürfnis nicht befriedigen. Aber viele Frauen in Chats mit mir, die sich als devot charakterisieren (und das ist i.d.R. der Grund für den Kontakt), erklären auf Nachfrage, dass sie von echten Schmerzen (also mehr als Klapse mit Paddel) erregt werden, manche halten diesen Faktor sogar für essentiell.

Ist also SM eine spezielle Spielart von Dom-Sub, ist Masochismus eine Variante von devot? Ich denke schon, und erfordert wohl meist auch jenes Vertrauensverhältnis, das ihr hier beschrieben habt. Aber ich stelle mir vor, dass der Lust am Schmerz - oder in einer ausgeprägten Form sogar an Folter, Erniedrigung, echten Angstzuständen - noch eine stärker Ich-bezogene Komponente hat. Will sagen, Unterwerfung oder Hingabe ist angelegt auf das Gegenüber, es erfordert einen Dialog zwischen zwei Menschen; das Gefühl gefoltert zu werden hingegen könnte jemand für sich alleine genießen, der Folterer ist dann eher ein Dienstleister.

Aber ich habe da zu wenig Einblick. Sadisten und Masochisten, bitte meldet euch!

vor 7 Stunden, schrieb DecentDevil:

Ist also SM eine spezielle Spielart von Dom-Sub, ist Masochismus eine Variante von devot?

Da bin ich mir nicht einig. Deshalb überlasse ich diese Thematik kompetenteren Personen. Ich habe eine sehr große Hemmschwelle, Schmerzen zuzufügen, und will keine erleiden. 

Für mich ist das eine Lebenseinstellung. Ich habe bereits vor Jahren gemerkt das ich devot und maso veranlagt bin. Für mich ist dienen und zur Verfügung stehen eine wichtige Säule meines Lebens. Ich brauche die Hingabe und die Unterwürfung aBER DIE KLARE Dominanz auf der anderen Seite. Aus diesem Grund kann ich nur in einer beziehung leben wo Er / Sie mich hart erzieht und genau sagt was ich zu tun habe. Ich erfülle es dann auch egal wann und wo. Am Anfang was es nicht immer einfach aber heute ist es mir egal es ist Glückseligkeit andere Menschen glücklich zu machen . Gerade gestern wurde ich hart bestraft weil der Tisch nicht liebvoll gedeckt war und ich die Kleidung nicht korrekt genug gegleitet hatte. Die STrafe bekam ich sofort und spühre sie noch heute .. Ich bin dankbar

vor 50 Minuten, schrieb zofe_katja:

Für mich ist das eine Lebenseinstellung. Ich habe bereits vor Jahren gemerkt das ich devot und maso veranlagt bin.

soweit so gut. Und wie bemerkst du, ob du den "richtigen" Partner hast ?  Du willst ja nicht jeden X-Beliebigen als Herrn. Was muss er denn haben (nicht materiell) und wie muss er sein  (ist er, du hast ja einen Herrn) , was muss er ausstrahlen, damit du dich ihm gerne unterwirfst ?  

Das ist die Kombination aus psychologische Dominanz und körperlichen Ansätzen mir geht es nicht darum wie er aussieht es muss einfach passen wir müssen die gleiche Einstellung haben hinsichtlich der Werte letzten Endes ist es wichtig dass er weiß wie er mich als Transsexuelle Formen und fördern kann mich erziehen kann mich führen kann aber auch auf der anderen Seite aufzufangen denn nach einer harten Session ist diese Phase des Aufwandes umso wichtiger um die Werte des Menschen auch gerecht zu werden

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