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Was macht man um eine Scheidung zu überstehen?


De****

Empfohlener Beitrag

Anonymes-Mitglied-2

Passenderweise hatte ich gestern eine Fortbildung zum Thema Resilienz. Die KI erklärt es mal kurz, falls es Jemand nicht kennt: 

Resilienz ist die

psychische Widerstandsfähigkeit, Krisen und belastende Lebensumstände ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu bewältigen. Sie wird oft als "Immunsystem der Seele" bezeichnet und ermöglicht es, Rückschläge als Lernchance zu nutzen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Wir haben alle ungewollte Situationen, Krisen, die wir bewältigen müssen. Kleinerer und auch größerer Natur. Trennung/Scheidung ist eine davon. Wichtig ist, alle Phasen zu durchleben, um es zu verarbeiten und stärker daraus hervorzugehen und wieder eine Normalität zu erreichen. Es gibt Phasen die durchlaufen werden und die sind immer gleich, wenn man sie zuläßt, wenn man etwas ausläßt, oder eine Abkürzung versucht, hängt man in einer der Phasen fest und kommt damit nicht klar. Im Prinzip beginnt es mit deiner Normalität, dann erfährst Trennung, dann folgt der Schock, du rutschst in ein kleines Tief, bis man es begreift und verinnerlicht hat, was da gerade passiert. Dann geht es nochmal bißchen aufwärts, es folgt Abwehr, weil man denkt, das kannn ich abwenden, oder man ignoriert es, versucht alles, damit es nicht passiert. Dann kommt die rationale Einsicht: Mist, es ändert sich nix, es ist so und dann kommt eine tiefe Talfahrt hin zu emotionaler Akzeptanz, bedeutet Trauer und dieses trauern ist total wichtig, weil wir nur dadurch loslassen können. Haben wir genug geweint und getrauert, kommt die Phase der Experimente. Leben muss weitergehen und wir schauen, was wir tun können, um wieder Normalität zu erreichen. Das kann holprig sein, mit Rückschlägen, es ist ja schließlich Neuland und man muss schauen was funktioniert. Es geht aber stetig wieder bergan, bis zur Erkenntnis, hey es funktioniert, ich muss nicht mehr permanent dran denken und irgendwann kommt die Phase der Integration, das heißt, wir haben wieder einen normalen Alltag erreicht, was uns oft nicht bewusst wird, weil wir eben nicht mehr daran denken, wie schlecht es uns geht. Das heißt nicht, dass du nicht mehr an deine Partnerin denkst, aber du leidest nicht mehr dabei. 

Dein Text klingt so für mich, als steckst du noch in der Abwehr Phase, kannst es nicht akzeptieren, oder was auch immer. Oder kann es sein, dass du die Phase des Trauerns, auch Tal der Tränen genannt, übersprungen hast? Du kannst vielleicht nicht losgelassen, weil du nicht getrauert hast. Ich bin natürlich keine Expertin, es ist nur eine Idee. So oder so solltest du dir professionelle Hilfe holen, wenn du jemals aus diesem Tief herauskommen möchtest. Warum möchtest du dein Leben nicht schöner/positiver leben? 

(bearbeitet)

Ich denke, das wichtigste ist, das was gewesen ist, schonungslos hinter sich zu lassen. (Klar, leicht gesagt.)
Vergiss die Dinge, die du im Feuer verloren hast!
Alles was zählt, ist das was vor dir liegt. Darauf musst du deine Gedanken lenken.
Nach hinten kannst du nichts mehr ändern. Das was vor dir liegt, hast du in der Hand. Hinter dir liegt eine tiefe dunkle Schlucht mit einem brüchigen Rand. Bewege dich davon weg! 
Du brauchst neue Erinnerungen!

bearbeitet von GreyC

Moin 👋🏻 Leidensgenosse
Such dir eine sinnvolle Freizeit Beschäftigung.
Ich z.B. habe meinen Hund den ich selbst ausgebildet habe und die Jagdeignung Prüfung hat, dann gehe ich regelmäßig zur Jagd, drei Bienenvölker zu versorgen und da bin ich auch im Verein.
Immer nach vorne schauen, vielleicht findet sich ja eine Partnerin mit den gleichen Interessen.
Mach nicht den Fehler zurück zu schauen und über die Vergangenheit zu stolpern denn dann kommst du nie an
Viel Glück 🍀

Du brauchst schnellstens fachliche Hilfe. Und denke darüber nach was zum scheitern führte.

Schau einfach nach vorne, das was war kannst du nicht mehr ändern aber das was jetzt vor dir liegt! 
 

Wenn dir jemand eine Scheibe an deinem Auto eingeschmissen hat, stehst du doch auch nicht ne Woche davor und fragst dich, was soll ich tun? 
 

Mach Dinge die dir Spaß machen, geh raus, treff dich mit Menschen. Neues Hobby oder lass ein altes wieder aufleben. Gibt halt leider keine allgemeingültige Reparaturanleitung für gebrochene Herzen und es wird niemand vorbei kommen und es für dich machen 😉 

je länger du wartest, desto länger tut‘s weh ☺️ 

also, das Leben ist zu kurz für später! Viel Spaß im neuen Leben 🤗🫶

geh unter leute spreche mit freunden am besten nicht über die ex das langweilt nach dem 10ten mal

vor 9 Stunden, schrieb Dennis_HL:

Hi,
habe durch meine Scheidung vor einigen Jahren den Boden unter den Füßen verloren. Einkaufen? Schwierig. Mit Leuten reden? Fühle mich nicht verstanden. Neue Partnerschaft eingehen? Geht irgendwie nicht.

Man fühlt sich verloren und man ist total vergesslich und denkt nur noch an die Ehe.

Habt ihr auch diese Erfahrung gemacht, habt ihr Tipps für solche schwierigen Zeiten? Was kann man machen...?

Vor einigen Jahren und es ist aktuell noch so schlimm wie beschrieben?

Das klingt für mich sehr besorgniserregend und eventuell schon nach Depressionen. 

Hast du schon über psychologische Hilfe nachgedacht?

Nach der Trennung meiner großen Liebe in 2008 fiel ich auch in tiefe Löcher, war aber immer irgendwie beschäftigt und aufgedreht...richtig im tiefsten Loch war ich dann erst in 2017 und mein damaliger Hausarzt erkannte meine Depressionen und leitete mich an einen Psychiater weiter und anschließend folgten ambulante Therapie und mehrere Klinikaufenthalte...die Trennung war in meinem Fall aber "nur" ein Tropfen, der das volle Fass zum überlaufen brachte.

Lass dich nicht von Kommentaren herunterziehen, wie zum Beispiel: "Den Kopf aus dem Arsch ziehen und weitermachen!" 

Wenn nichts mehr geht und da kann irgendwann jede/r ankommen, ist es eine Stärke sich Hilfe zu holen.

In jungen Jahren hätte ich niemals zu psychischen Erkrankungen stehen können...das gab mein Umfeld nicht her und ich musste der harte Kerl sein...so zerstört man sich immer mehr und dann wird es immer schwieriger, wieder aus den Depressionen herauszukommen. 

Viel Erfolg dir🍀...und falls sich dein Text nur für mich zu dramatisch anhört, vergiss meinen Kommentar einfach wieder🤷‍♂️

vor 7 Minuten, schrieb Spiele-Nick:

Du brauchst schnellstens fachliche Hilfe. Und denke darüber nach was zum scheitern führte.

🍀

"Scheidung zu überstehen" wäre für mich der Prozeß vom einreichen der Scheidungspapiere bis zur beglaubigten/abgewunkenen Scheidung. Alles was danach kommt ist der neu gewonnene Freiraum. Wenn du nach Jahren immer noch dem Ehelebensabschnitt "nachtrauerst, solltest du dir Hilfe suchen um diese Zeit gemeinsam mit einem The***uten aufzuarbeiten. Du bist nicht verloren, du musst dich neu ordnen. Schaue nicht nach hinten, sondern nach vorne. Öffne dein Kopf, deine Gedanken und dein Herz für die wunderbaren Dinge in deinem Leben, die noch auf dich zukommen werden. Du schaffst das :)

vor 14 Minuten, schrieb teufelchenxxl:

So wie sich das liest, hat dich deine Scheidung in eine Depression gestürzt. Mit den ganzen aufgezählten Symptomen solltest dir dir so schnell wie möglich (die Wartelisten sind leider sehr lang) psychologische Hilfe suchen

@Dennis_HL...falls du zu Therapie bereit sein solltest, kannst du erstmal bei einer PIA (psychiatrische Institutsambulanz) vorsprechen...dort bekommst du eventuell einen schnelleren Termin, um die Wartezeiten bei Psychologen zu überbrücken. 

Das Leben geht immer weiter…egal wie schlimm es ist…ich zitiere dann immer gerne meinen Lieblingsphilosophen🙂 „Man muss das Leben vorwärts leben und rückwärts verstehen.“ (Søren Kierkegaard)

Ich kann das nachvollziehen - denke es ist wichtig, sich selbst die notwendige Zeit zu zugestehen,die es braucht, um das man selbst damit abschließen kann.

Auch ich würde dir dringend professionelle Hilfe empfehlen, wenn du schon seit einigen Jahren in dieser psychisch schlechten Verfassung bist. Es macht auch keinen sinn sich mit Sex davon ablenken zu wollen. Du würdest die andere Frau sowieso nur mit deiner Exfrau vergleichen. Das ist auch gegenüber deinen potentiellen Sexualpartnerinnen nicht fair. Und eine andere Frau wird dich auch nicht therapieren können und wollen. Das kann nur ein The***ut. Lass dir zurück ins Leben helfen.

Ich habe keine Scheidung erlebt, aber mein Mann ist tödlich verunglückt . Ich denke das der Verlust oder die Aufarbeitung des Verlustes ähnlich ist. Ohne Hilfe , damit meine ich professionelle Hilfe, hätte ich es nicht geschafft. Es war nicht so das ich nicht weitermachen wollte , ich war einfach nicht in der Lage die einfachsten Dinge zu erledigen . 

Such dir jemandem zum reden , Psychologe, Selbsthilfegruppe , Freunde . Mach etwas für dich , versuche aus deinem "Loch" zu krabbeln in dem du scheinbar seit einigen Jahren sitzt. Hier eine Frau für den Sex zu suchen ist für mein Empfinden der verkehrte Weg.

Gute Frage nächste Frage....lebe seit Dezember 23 getrennt von meinem narzisstischen egoistischen unberechenbaren Mann der mir immer noch mein Leben zur Hölle macht und ich nicht mehr weiter weiß....

(bearbeitet)

Es klingt so als wäre die Trennung von ihr aus gegangen.uns nicht von dir und du hängst an ihr.
Werde dir bewusst: Eine einseitige Liebe oder Zuneigung bringt doch nichts.
Dann lieber Trennung.
Nütze die Zeit allein. Arbeite an dir, reise z.B. viel, mach's das für was du bisher keine Zeit gehabt hast.

Kommst du gar nicht klar, dann ist es keine Schande professionelle Hilfe anzunehmen.

bearbeitet von SensualMarc

Nein, ich habe diese Erfahrung nicht gemacht, denn meine Scheidung war eine Befreiung, ein Segen. Was erhoffst du dir mit deiner Anmeldung hier und mit deiner Frage in diesem Forum? 🤔

Hmm, für mich ist es nach einen halben Jahr eine Erleichterung gewesen, ihn los zu sein… solange habe ich an mir gezweifelt. Aber als dann immer mehr Leute auf mich zugegangen sind und gemeint haben, sei froh ihn los zu sein, bin ich ins grübeln gekommen und habe dann festgestellt…Ich hätte mich viel früher lösen sollen, ich bin eigentlich nur wegen den Kindern geblieben. Aber inzwischen lebe ich mein Leben, mit meinen Kindern und er merkt wohl, was er verloren hat… und ich schmiere es ihm bei jeder Gelegenheit unter die Nase… aber zurück??? In dem Leben garantiert nicht mehr

Ablenkung suchen durch das eine oder andere - eventuell kreative - Hobby. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, das Leben geht weiter, schau nach vorn, eine Scheidung ist kein Drama. Wünsche dir alles Gute.

Kann ich voll verstehen. Bei mir ist auch die komplette Welt zusammengebrochen. Hab alles hingeworfen und bin zurück in die Heimatstadt. Hab alles von vorne aufgebaut. Hab heute noch Schwierigkeiten damit, weil ich immer Angst habe, die Partnerin geht wieder einem anderen ins Bett. Man muss einfach wieder lernen zu vertrauen, damit eine neue Beziehung wieder funtkioniert.

vor 12 Minuten, schrieb Rosenrot707:

Hier eine Frau für den Sex zu suchen ist für mein Empfinden der verkehrte Weg.

Nur auf Sex bezogen glaube ich es zwar auch, aber mit diesem Thema ist er aufgrund vieler guter Kommentare eventuell zur rechten Zeit hier im Forum gelandet...von alleine kommt man ja leider nicht immer darauf, dass man vielleicht Hilfe braucht. 

Nach einer Scheidung oder Verlust im Allgemeinen kann die Identität Wegbrechen. Man ist nicht mehr "Partner von X" sondern ein Niemand in einem leeren Raum.

Der Standard-Satz ist hier "Man benötigt professionelle Hilfe / The***uten". Das ist eine höfliche Art zu sagen: "Ihr Problem ist mir zu schwer, laden sie es woanders ab."

Vergesslichkeit oder der verlorene Boden unter den Füßen ist keine Einbildung und kein Wahnsinn. Das Gehirn befindet sich im Überlastungsmodus. Ruminationsschleife ist hier ein zwanghaftes, wiederholtes Durchdenken negativer Gedanken oder Probleme, ohne zu Lösungen zu gelangen.

Scheidungen, Affären und deren psychische Folgen sind massiv in der Gesellschaft vorhanden. Auch weil sich jeder selbst stets am nächsten ist.

Die Folgen sind schmerzhaft, langwierig, verdammt einsam und ein Prozess den niemand "wegtherapieren" kann.

Für die Instagram Coaching-Industrie insgesamt ein gefundenes Fressen Geld mit den Unsicherheiten anderer Menschen zu verdienen. Lösungen werden Dritte nicht finden, weil es keine universellen Lösungen gibt! The***uten sind meiner Meinung nach in 90% der Fälle gute Zuhörer aber sie können dir den Schmerz nicht nehmen und das Problem auch nicht lösen!

Radikale Akzeptanz der Bedeutungslosigkeit und den Zeithorizont massiv schrumpfen. Nicht an nächste Woche denken, keine Zukunftspläne sondern Selbstwirksamkeit in Kleinstmengen.

Da keine universelle Lösung von Dritten (Coaches, The***uten) kommen kann, ist der einzige Anker die eigene Handlung – und sei sie noch so banal. Eine Tasse abwaschen. Einmal um den Block gehen. Nicht, weil es das Problem löst, sondern weil es der einzige Beweis ist, dass man noch Handlungsfähigkeit besitzt.

Hör auf, nach einer Lösung zu suchen, die den Schmerz beendet. Es gibt keine! Der Schmerz ist kein Feind, den man besiegt, sondern ein Zustand, den man bewohnt. Und am Ende die Frage welcher Mann will ich sein und wie komme ich dort hin.

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