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Ist Lust heute freier – oder einfach nur komplizierter geworden?


CAT-IS-BACK

Empfohlener Beitrag

vor einer Stunde, schrieb CAT-IS-BACK:

Dating-Apps, mehr Offenheit, neue Rollenbilder, klare Kommunikation, unzählige Möglichkeiten …
Eigentlich war Lust noch nie so frei wie heute – oder?Und trotzdem wirken viele überfordert, unsicher oder schneller enttäuscht.
Zu viele Optionen, zu viele Erwartungen, zu viel Vergleich? Mich würde interessieren, wie ihr das erlebt: Fühlt ihr euch heute freier in eurer Lust als früher? Oder eher unter Druck, ständig offen, souverän und „erfahren“ sein zu müssen? Hat sich eure Art zu begehren durch Apps & moderne Datingkultur verändert?

Ich finde das Thema spannend, weil es viel über unsere Zeit sagt.
Gerne ehrlich, gerne unterschiedliche Sichtweisen – ohne richtig oder falsch 😌

Ich kann halt nur für mich schreiben / sprechen. Ich hatte nie ein Problem mit Offenheit und klarer Kommunikation. 

Bin auch nicht überfordert oder unsicher. Enttäuscht schon mal gar nicht. Glaube 2005 bin ich ins Online Dating eingestiegen. Gab immer ein paar tolle Begegnungen / Erlebnisse. Aber ich hab nie nur auf ein Pferd gesetzt. Auch Offline immer die Augen offen gehalten. Bis heute eine Kombination aus beiden. Selbst wenn sich mal über längere Zeit nichts ergibt, bin ich nicht enttäuscht. Warum auch? Ich komm halt auch gut alleine klar. 

Meine "Lust" hat damit auch nichts zu tun.. Aber ich bin beim Thema Sex und Lust eh entspannt. Hab da nie wirklich Druck verspürt und war nie "unfrei". 

Souveränität kann als Mann nie schaden, klar darf man(n) auch mal schwäche zeigen. Aber man kann ja trotzdem souverän rüber kommen. 

Für mich ist die Lust freier geworden und ich fühle mich souveräner in meiner Lebensweise. Mit Sicherheit ist das such bei vielen Anderen so. Trotzdem finde ich, dass teilweise eine Schwelle überschritten worden ist, weil es nur noch ums einzelne Ego geht, neie Schablonen entstehen, in die eir gepresst werden sollen.

vor 1 Stunde, schrieb CAT-IS-BACK:

Dating-Apps, mehr Offenheit, neue Rollenbilder, klare Kommunikation, unzählige Möglichkeiten …
Eigentlich war Lust noch nie so frei wie heute – oder?Und trotzdem wirken viele überfordert, unsicher oder schneller enttäuscht.
Zu viele Optionen, zu viele Erwartungen, zu viel Vergleich? Mich würde interessieren, wie ihr das erlebt: Fühlt ihr euch heute freier in eurer Lust als früher? Oder eher unter Druck, ständig offen, souverän und „erfahren“ sein zu müssen? Hat sich eure Art zu begehren durch Apps & moderne Datingkultur verändert?

Ich finde das Thema spannend, weil es viel über unsere Zeit sagt.
Gerne ehrlich, gerne unterschiedliche Sichtweisen – ohne richtig oder falsch 😌

Ist halt die Frage, in wie weit man sich beeinflussen läßt. Ich habe mich da schon immer frei gefühlt. Ich bin ohne kirchliche Einflüsse aufgewachsen und früh in eine Szene gekommen, die Sexualitüt auch völlig frei behandelt hat. 

Diese ganzen Dating-Apps etc nutze ich gar nicht. Ich bin hier, ja. Aber das reicht auch vollkommen. 

Ich finde es geradezu lächerlich, wenn Du von "Rollenbildern" sprichst. Was denn für Rollenbilder??? Schau Dir die Rollenbilder der letzten Jahrtausende an. Oder nur die der Viktorianischen Zeit... wir haben heute doch kaum noch irgendwelche Rollenbilder. 

Ich lebe heute meine Lust nicht freier aus als früher

Ich war vor 25 Jahren schon in Swingerkreisen unterwegs und habe schon immer sagen können was und wie ich es möchte

Wobei mir heute der Eindruck vermittelt wird das viele Männer ihre Lust vor dem Bildschirm ausleben, aber weniger in der Realität

Und was Swinger betrifft, heute glaubt jeder der seinen Partner betrügt und belügt er/sie oder es würden swingen :clapping:

Anonymes-Mitglied-3

Ich habe durch die Dating Apps mehr Sex mit Gebundenen Frauen als Früher weil es durch die vielen Apps viel einfacher geworden ist

Sexualität empfinde ich heute als freier. Vieles was "früher" tabuisiert wurde, ist heute ganz normal. 

Dennoch hat es an meiner "praktischen" Sexualität kaum etwas geändert. Außer vielleicht das jetzt eben offener darüber gesprochen wird. 

Die Lust war auf jeden Fall zu Hippiezeiten viel freier - heute sind viele verkorkst, gehemmt, hinterfragen zu viel anstatt zu genießen und es muss alles immer höher, weiter, schneller sein - warum Rekorde aufstellen? Genießt doch einfach...

Ich habe keinen Druck und muss auch nicht offen, souverän und erfahren sein. Ich bin wie ich bin und wer mich so nicht mag, der darf gerne weiter ziehen. Leben und leben lassen aber etwas mehr die Augen offen halten für die Realität das täte manch Einem sicherlich gut.

vor 2 Stunden, schrieb CAT-IS-BACK:

Fühlt ihr euch heute freier in eurer Lust als früher? Oder eher unter Druck, ständig offen, souverän und „erfahren“ sein zu müssen?

Weder noch, ich verstehe auch Menschen nicht, die in der Druckspirale gefangen sind, die scheinen absolut nicht in sich selbst zu ruhen. Aber solange die mich mit ihrem Druck in Ruhe lassen, ist das Leben wunderschön 

vor 2 Stunden, schrieb CAT-IS-BACK:

Fühlt ihr euch heute freier in eurer Lust als früher? Ode

Ja weil ich heute sehr genau weiß was ich mag und was nicht und es klar äußere. Früher habe ich das weniger gemacht , aber ich denke das bringt die Lebenserfahrung mit . So ist es jedenfalls bei mir . 

Am Ende ist es noch immer das eigene Ich, dass Lust erlebt. Unzählige Möglichkeiten sind nicht immer unbedingt zielführende.

(bearbeitet)

Bei meinem Auto hab ich es gerne aufgeräumt, wenig Knöpfe, wenige aber die wichtigen optischen Anzeigen, zb. Öltemperatur ist mir auch wichtig. Ich schalte auch die automatische Abschaltung bei jeder Fahrt ab und Assistenten. Mein Grund ist: ich fahre entspannter, wenn das Auto mich nicht mit zig Input und eigenen Bremsmanövern nervt.

Auf Menschen und Beziehungen bezogen, ist es nicht anders. Lieber weniger von allem…

Weniger Social Media
Weniger Einflüsse
Weniger sich nach anderen richten

Mehr Ich

 

Es ist Nicht komplizierter geworden, nur die Einflüsse auf das eigene Leben sind mehr geworden.

Lasst nur die zu, die euch gut tun.

bearbeitet von NoSavePoint
vor 3 Stunden, schrieb Novalis:

Es wird bei der sexuellen Selbstverwirklichung immer noch mit zweierlei Maß gemessen.
Wenn eine Frau viele und vielfältige sexuelle Erfahrungen gesammelt hat, disqualifiziert sie dies in den Augen vieler Männer als potenzielle Lebenspartnerin und deklassiert sie zur „Hure“.

Meine Frau hat viel mehr Erfahrung als ich, obwohl deutlich jünger. Sie ist sexuell offen, so daß Abenteuern nichts im Weg steht. Ich finde sie wunderbar.

vor 2 Stunden, schrieb l_and_Ei:

Ich empfinde es als Paradoxon.
Während immer inflationärer darüber geredet, influenced, klug geschossen, mit Sex geworben, wird umso verklemmt er werden alle. So zumindest mein Eindruck.

dito. meiner auch :) 

Der Umgang mit Lust hat sich verändert. Für mich nicht kompliziert, aber halt anders. Man entwickelt sich als Mensch und Sichtweisen können sich verändern.

freier auf jeden Fall, aber vielleicht auch etwas komplizierter, da uns ständig höher, schneller, weiter (immer können) generiert wird

Fühle mich heute genauso frei wie früher. Nein es hat sich nix durch Apps etc verändert.

Wir beide sind sexuell sowie immer total on fire, da bedarf es keiner App oder irgendwelchen Casual-Dating-Seiten. Wir könnten auch darauf verzichten und es würde uns nur nichts fehlen 💜

Leider sind durch die scheinbaren Möglichkeiten viele schöne Sachen zur Ware verkommen die sofort und auf Abruf geliefert werden soll.
Das es immernoch um die Interaktion zwischen Menschen geht wird scheinbar oft übersehen.
Ich fühle mich noch immer so frei zu entscheiden was ich will und was nicht.

vor 2 Stunden, schrieb LadySchatten:

Ist halt die Frage, in wie weit man sich beeinflussen läßt. Ich habe mich da schon immer frei gefühlt. Ich bin ohne kirchliche Einflüsse aufgewachsen und früh in eine Szene gekommen, die Sexualitüt auch völlig frei behandelt hat. 

Diese ganzen Dating-Apps etc nutze ich gar nicht. Ich bin hier, ja. Aber das reicht auch vollkommen. 

Ich finde es geradezu lächerlich, wenn Du von "Rollenbildern" sprichst. Was denn für Rollenbilder??? Schau Dir die Rollenbilder der letzten Jahrtausende an. Oder nur die der Viktorianischen Zeit... wir haben heute doch kaum noch irgendwelche Rollenbilder. 

Ich verstehe, was du meinst, und finde deinen Blick darauf total nachvollziehbar.Gerade wenn man früh gelernt hat, mit Sexualität offen umzugehen und sich davon nicht verunsichern lässt, wirkt vieles heute wahrscheinlich eher entspannt oder sogar banal.Mir ging es weniger darum zu sagen, dass es heute noch starre Rollenbilder gibt, sondern eher darum, dass viele Menschen subjektiv trotzdem Druck empfinden – auch wenn er nicht von außen „verordnet“ wird.Dass du dich davon frei fühlst, finde ich ehrlich gesagt schön zu lesen. Genau diese unterschiedlichen Erfahrungen machen das Thema für mich so interessant. 

Die Lust ist nicht freier... Nicht wenn es um seinen festen Partner geht.... Eherfrau oder Ehemann. Abseits dieser Patenschaft ist jeder in gewisser Hinsicht etwas versaut. Und mit jemanden die Mann nicht kennt und einmal in seinem Leben etwas unternimmt kennen die meisten keine Grenzen und missachten sein gegen über und betrachten den jenigen als Sklave.. teilweise ohne Respekt!

vor 11 Minuten, schrieb CAT-IS-BACK:

Ich verstehe, was du meinst, und finde deinen Blick darauf total nachvollziehbar.Gerade wenn man früh gelernt hat, mit Sexualität offen umzugehen und sich davon nicht verunsichern lässt, wirkt vieles heute wahrscheinlich eher entspannt oder sogar banal.Mir ging es weniger darum zu sagen, dass es heute noch starre Rollenbilder gibt, sondern eher darum, dass viele Menschen subjektiv trotzdem Druck empfinden – auch wenn er nicht von außen „verordnet“ wird.Dass du dich davon frei fühlst, finde ich ehrlich gesagt schön zu lesen. Genau diese unterschiedlichen Erfahrungen machen das Thema für mich so interessant. 

Entsteht der Druck nicht eher daraus, dass man ständig versucht gegen vermeintliche Rollenbilder anzukämpfen? Gerade bei Frauen werde ich heutzutage das Gefühl nicht los, dass so manche derart damit beschäftigt ist, emanzipiert zu sein, dass die völlig vergessen hat, wie es ist, einfach Frau zu sein. 

vor 7 Minuten, schrieb LadySchatten:

Entsteht der Druck nicht eher daraus, dass man ständig versucht gegen vermeintliche Rollenbilder anzukämpfen? Gerade bei Frauen werde ich heutzutage das Gefühl nicht los, dass so manche derart damit beschäftigt ist, emanzipiert zu sein, dass die völlig vergessen hat, wie es ist, einfach Frau zu sein. 

Ich glaube, da berühren wir einen spannenden Punkt – und vielleicht auch ein Missverständnis.Für mich heißt „emanzipiert sein“ nicht, gegen etwas anzukämpfen oder sich zu verbiegen, sondern die Freiheit zu haben, selbst zu entscheiden, wie man Frau sein möchte.Manche fühlen sich in klassischen Rollen wohl, andere nicht – und beides darf gleichwertig sein.Der Druck entsteht meiner Meinung nach eher dann, wenn man meint, es gäbe ein „richtiges“ oder „falsches“ Frausein.Vielleicht geht es am Ende weniger um Emanzipation oder Rollenbilder, sondern darum, sich selbst treu zu bleiben – egal in welche Richtung.

Für mich ist es so, dass ich ein ruhiger Typ bin und zudem spezielle Neigungen habe. In Gesellschaft glänze ich nicht, eher in vertrauter Zwiesprache.

Ohne das Online-Dating wäre ich wahrscheinlich nach meiner ersten Ehe alleine geblieben.

Lust ist in erster Linie das, was man selbst daraus macht.

Seitdem ich mich hier angemeldet habe, fällt es mir sehr viel leichter, ungezwungen über Sex reden zu können.

Sei es durch Themen hier im Forum, die mir Argumente und Sichtweisen vermittelt haben, die ich zuvor nicht kannte oder durch Erfahrungen die ich hier (und außerhalb) bei Konversationen und Dates gemacht habe.

Wie man das umsetzt und auslebt bleibt jedem selbst überlassen. Ich bringe dabei sehr viel Motivation und Leidenschaft ein und suche eine Frau, die diesbezüglich die gleiche Grundeinstellung hat.

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