Dies ist ein beliebter Beitrag. Th**** Geschrieben gestern um 11:00 Der Text ist zu heiß Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account. Jetzt kostenlos registrieren! Jetzt registrieren Dies ist ein beliebter Beitrag. In Reimen der Begierde Das Licht war fahl, der Raum ein stilles Bette, gefüllt mit Schatten, die sich zärtlich dehnen. Zwei Körper nur, verschmolzen im Duette, entflammt von einem Feuer, das nicht wehnen kannte der Welt da draußen, kalt und nett. Hier galt ein andres Recht, ein rohes, freies, wo Lippen, Hände, Schenkel sich verstehen und finden im verbotnen Paradiese. Ein Gedicht aus Glut, in Reimen aufgezeichnet, die so heiß wie dieser Sommerabend schmecken. Dein Mund, ein Tor zu süßester Verführung, mein eig'ner Mund sucht ihn in wilder Gier. Es gibt kein Halten, keine Fügung, nur diesen Durst, der brennt in mir. Dein Atem fliegt, mein Atem jagt ihn ein, im Tanz der Zungen, feucht und ungestüm. Das Bett, es ächzt in altem Holzgebein, der Rhythmus unser Schweiß-geölter Schwung. Dein Nacken, eine Perlenkette Salz, mein Mund zieht Spuren, die kein Auge sieht. Dein Stöhnen ist ein Signal ohne Halt, das durch mein Mark wie süßes Gift zieht. Mein Kuss sinkt tiefer, findet Brust und Warze, die sich mir hart entgegenstreckt. Mein Zahn spürt zart den Gipfel dieser Starze, du zuckst – und tiefer in die Kissen steckst. Meine Hände, diebeleich und ohne Scheu, ergreifen, was sich rund und willig zeigt. Die Hüften, die sich meinen Fingern weih'n, die Haut, die unter meiner Hand erbleicht und doch so heiß in allen Adern pulst. Ich spüre dich, du zitterst wie ein Reh, das weiß, dass es gejagt wird und doch dulst, was kommen muss. Du flüsterst: "Nimm mich. Je..." Die Luft steht dick wie Honig in dem Raum, schwer von Geruch nach uns und nach Geleist'. Es ist ein Duft, der treibt in meinem Traum, nach Schweiß und Salz und etwas noch, das klebt an unsrer Haut, geheimnisvoll und alt. Ich atme tief und fülle mich damit, bis meine Lunge brennt vor dieser Gwal und mein Verstand zergeht in diesem Sitt. Dein Blick, er trifft mich, dunkel und versunken, die Pupillen weit in Lust ertrunken. Ich seh' mich selbst in diesen schwarzen Tümpeln, ein wildes Tier, das keine Zügel dämpeln. Deine Zähne, sie blitzen auf und beißen in meine Schulter, lassen Spuren reißen. Der Schmerz, er ist wie Öl ins Feuer gegossen, treibt mich hinab, wo keine Regeln flossen. Meine Finger wandern, finden das Verborg'ne, das feuchte Dickicht, das sich öffnet, sorg'ne um meine Hand. Du bist dort glühend Naß, ein Sumpf aus Lust, in den ich gerne faß'. Du stöhnst, ein Laut, der tief aus Kehlen steigt, dein Becken hebt sich, mir entgegenzeigt. "Jetzt," hauchst du nur, und dieses Wort alleine macht mich zu deinem Knecht in diesen Reih'n. Ich dringe ein, es ist ein enges Gleiten, ein Widerstand, der Lust schafft im Bestreiten. Du schreist – kein Laut aus Angst, aus purem Triebe, der hallt im Raum und gibt dem Akt die Liebe. Wir finden Takt, zuerst noch ungeübet, dann schneller, wie von Furien getrieben. Das Holz des Bettes schreit in alten Fugen, kann kaum ertragen, wie wir uns betrügen. Der Schweiß, er rinnt in Strömen uns herab, vermischt sich salzig auf der Haut, dem Grab der Scham. Deine Beine, sie umschlingen meine Hüften, pressen ohne Singen mich tiefer in dich, wo es heiß und eng und voll von pulsendem Leben drängt. Jeder Stoß ein Vers in unsrem Liede, jeder Atemzug der Reim der Mühe. Deine Brüste, zwei Hügel in der Nacht, von meinem Mund gesucht, erwacht und hart geworden. Meine Zunge kreist, saugt, beißt und spürt, wie dein Geist sich wirft in dieses Spiel aus Lust und Schmerz. Deine Hände krallen sich in mein' Herz- nahen Rücken, Nägel, die sich bohren, bis rote Striemen sich nach vorn erkloren. Der Geruch – o Gott, der Geruch von uns, ein Moschus aus Erregung, süß und buss, durchtränkt die Luft, legt sich auf Zung' und Gaumen, lässt alle Sinne taumeln, kaum noch glauben, dass so was Rohes so beglückend sei. Ich rieche dich, du riechst auch mich dabei, und dieser Tausch macht uns zu Einem Wesen, für diese Nacht aus Pflicht und Schuld erlesen. Deine Stimme bricht. "Ich kann nicht... halt..." Doch weiter geht der wilde, süße Walt. Du zitterst unter mir wie Espenlaub, dein Inneres zieht sich zusammen, glaub mich fest und lässt nicht los. Ich spür' das Zucken, das dich durchfährt und nach dem Höhepunkt suchen lässt. Dein Mund steht offen, stumm ein Weil', dann bricht der Schrei – lang, gellend und nicht feil. Es reißt dich hin, ein Beben ohne Ende, auf dem ich reite, bis auch ich mich wende und mit dir falle. Mein eigen Losbrechen kommt wie ein Donner, der die Lust versprechen hält, die es brach. Ich füll dich heiß und voll, spür', wie mein Samen in dir schwimmen soll. Ein letzter Stoß, ein Grunzen aus der Tiefe, dann Stille nur, in der die Welt entschliefe. Wir liegen still, verschränkt und voller Klebe aus unserm Tun. Mein Herz schlägt wild dagebe, deins auch. Die Zeit kehrt langsam in den Raum. Die Streifen des Laternenlichts wie Traum ziehen über uns're müden Leiber. Nichts ist geblieben von dem Geifer der Welt da draußen. Nur dies Bett, dies Schwitzen, das Glück, das kurz aus zwei Körpern sitzen blieb. Dein Finger malt auf meine Brust ein Zeichen, dessen Sinn mir unbewusst, doch tröstlich ist. Ein Auto draußen fährt, sein Licht huscht durch den Raum und geht. Der Hund bellt noch. Das Leben, es geht weiter. Doch wir sind satt für eine kleine Ewigkeit.
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