Dies ist ein beliebter Beitrag. Th**** Geschrieben vor 23 Stunden Der Text ist zu heiß Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account. Jetzt kostenlos registrieren! Jetzt registrieren Dies ist ein beliebter Beitrag. 3.Das Klassentreffen Das Klassentreffen fand in einem rustikalen Gasthaus am Stadtrand statt – Eichenbalken, schwere Holztische, der Geruch von Braten und Bier. Fünfzig Jahre nach ihrem Abschluss waren die einstigen Klassenkameraden gealtert, ergraut, hatten Gewicht zugelegt oder verloren. Aber in ihren Augen funkelte noch immer der Schalk – oder zumindest die Erinnerung daran. Thomas und Jürgen saßen nebeneinander an einem der langen Tische, Biergläser vor sich. Sie hatten sich abgesprochen, sich nicht zu berühren, nicht zu vertraut zu wirken. Doch ihre Blicke trafen sich häufiger, als es Freunden angemessen war. "Thomas Berger! Jürgen Hofmann! Als ob die Zeit stehen geblieben wäre!" Die Stimme kam von hinten – kräftig, mit einem Anflug von rheinischem Dialekt. Sie drehten sich um und sahen einen großen Mann mit weißem, aber vollem Haar und einem gut geschnittenen Anzug. "Wolfgang?", fragte Thomas unsicher. „Der bin ich!" Wolfgang Straub schüttelte beiden kräftig die Hände. "Großer Gott, ihr beiden seid immer noch ein Herz und eine Seele! Schon in der Schule habt ihr euch nie weit voneinander entfernt!" Jürgen spürte, wie ihm heiß wurde. Wolfgang hatte Recht – sie waren in der Schule oft zusammen gewesen. Nicht aus besonderer Freundschaft, sondern weil beide ruhig waren, keine Sportskanonen wie Wolfgang, der damals schon der beliebte, laute Fußballspieler gewesen war. „Setz dich", sagte Thomas und rückte zur Seite. Wolfgang ließ sich schwer auf die Bank fallen, bestellte ein Bier und musterte die beiden. "Ihr seht gut aus. Was macht ihr so?" Sie plauderten über Oberflächlichkeiten – Rentnerdasein, Kinder, die üblichen Themen. Wolfgang war zweimal geschieden, lebte allein, hatte ein kleines Unternehmen verkauft und langweilte sich zu Tode. "Manchmal vermisse ich die alten Zeiten", gestand er nach dem dritten Bier. "Die Unschuld, versteht ihr?" Thomas und Jürgen wechselten einen kurzen Blick. Unschuld war nicht das Wort, das ihnen in den Sinn kam. "Was macht ihr denn so, um euch die Zeit zu vertreiben?", fragte Wolfgang und nippte an seinem Bier. „Oh, wir treffen uns ab und zu", sagte Jürgen vage. "Machen Spaziergänge. Lesen." Wolfgang sah sie an, seine Augen waren scharf trotz des Alkohols. "Ihr beiden wart schon immer komisch. Immer zusammen, immer diese Blicke." Er grinste plötzlich. "Habt ihr euch etwa zusammengetan? Spät, aber doch?" Die Frage hing in der Luft wie ein Damoklesschwert. Thomas spürte, wie sein Herz schneller schlug. Wolfgang lachte plötzlich, ein lautes, dröhnendes Lachen. "Entspann dich, Thomas! Ich mach nur Spaß!" Dann senkte er seine Stimme. "Obwohl... wer weiß heutzutage, was alles möglich ist." Das Gespräch ging weiter, aber etwas hatte sich verändert. Wolfgangs Blicke waren länger, aufmerksamer. Als das Treffen gegen Mitternacht endete, stand er auf und klopfte beiden auf die Schulter. „Es war schön, euch zu sehen. Wir sollten uns mal privat treffen. So unter alten Freunden." Er drückte Thomas eine Visitenkarte in die Hand. "Ruf mich an. Ich habe ein interessantes Angebot für euch." Zwei Tage später saßen Thomas und Jürgen wieder in Thomas' Wohnung. Die Visitenkarte lag zwischen ihnen auf dem Tisch – schlicht, elegant, mit Wolfgangs Privatnummer. „Was denkst du, was er meint?", fragte Jürgen nervös. „Ich weiß es nicht." Thomas drehte die Karte in seinen Fingern. "Aber ich erinnere mich an etwas... aus der Schule." „Was?" Thomas schwieg einen Moment. "Weißt du noch, als wir damals in der Umkleidekabine waren? Nach dem Sportunterricht?" Jürgen erinnerte sich. Sie waren vierzehn gewesen, unbeholfen in ihren pubertierenden Körpern. Wolfgang war unter der Dusche gewesen, und Thomas hatte ihn beobachtet. Nicht absichtlich, aber... „Du bist rot geworden", erinnerte sich Jürgen langsam. "Und Wolfgang hat dich angesehen und gelächelt. Nicht spöttisch. Anders." „Genau." Thomas atmete tief durch. "Ich habe immer gedacht, ich hätte es mir eingebildet. Aber was, wenn nicht?" Sie schwiegen. Die Frage hing zwischen ihnen – gefährlich, aufregend. Sollen wir ihn anrufen?", fragte Jürgen schließlich. Thomas griff zum Telefon. "Nur um zu hören, was er will." Wolfgang hob beim zweiten Klingeln ab. Seine Stimme war warm, selbstsicher. "Thomas! Ich habe auf deinen Anruf gewartet." „Wolfgang. Äh... du hast von einem Angebot gesprochen." „Ja. Komm doch vorbei. Mit Jürgen. Heute Abend." „Was für ein Angebot?" Wolfgang lachte leise. "Etwas, das euer Leben interessanter machen könnte. Vertrau mir." Sie verabredeten sich für acht Uhr an Wolfgangs Adresse – ein modernes Loft in einem umgebauten Fabrikgebäude am Fluss. Die Wohnung war überraschend – minimalistisch eingerichtet, mit teuren Möbeln und Kunst an den Wänden. Aber was Thomas und Jürgen sofort auffiel, war die Tür im hinteren Teil des Wohnzimmers. Sie war aus schwerem Holz, mit einem komplizierten Schloss. „Willkommen", sagte Wolfgang und führte sie in die Wohnung. Er trug keine Anzugjacke mehr, nur ein enges schwarzes T-Shirt und Jeans. Sein Körper war für einen Mann in den Sechzigern bemerkenswert fit. „Ihr seid neugierig", stellte er fest, als er ihnen Wein einschenkte. „Was ist das für eine Tür?", fragte Jürgen direkt. Wolfgang lächelte. "Das ist Teil des Angebots." Er stellte sein Glas ab. "Ihr zwei... seit wie lange seid ihr zusammen?" Thomas zögerte. "Wir sind nicht..." "Ach, kommt schon." Wolfgang winkte ab. "Ich habe Augen im Kopf. Die Art, wie ihr euch anschaut. Die Vertrautheit." Er lehnte sich zurück. "Ich habe nichts dagegen. Im Gegenteil." „Was willst du?", fragte Thomas mit festerer Stimme. „Ich will mitmachen." Wolfgangs Augen funkelten. "Ich hatte Frauen, viele Frauen. Aber in letzter Zeit... langweilt es mich. Ich will etwas Neues. Etwas Verbotenes." Jürgen spürte, wie sein Mund trocken wurde. "Was schlägst du vor?" Wolfgang stand auf und ging zur Holztür. Er öffnete sie mit einem Schlüssel, den er aus der Tasche zog. "Kommt mit." Sie folgten ihm durch die Tür in einen Raum, der ihr den Atem raubte. Es war kein gewöhnliches Zimmer. Die Wände waren mit dunklem Samt ausgekleidet. In der Mitte stand eine Art Bank, gepolstert mit schwarzem Leder. An den Wänden hingen Regale – aber nicht mit Büchern, sondern mit Gegenständen. Lederriemen. Metallklammern. Paddel in verschiedenen Größen und Materialien. Dildos, die größer waren als alles, was sie je gesehen hatten. Und in einer Ecke – ein großer, komplizierter Stuhl mit Gurten und Hebeln. „Mein Spielzimmer", sagte Wolfgang einfach. "Ich benutze es normalerweise alleine. Oder mit bezahlten Begleitern." Er sah sie an. "Aber mit alten Freunden... das wäre anders." Thomas und Jürgen starrten. Die Ausrüstung war professionell, teuer – nicht die heimlich bestellten Toys aus dem Internet, sondern die Ausstattung eines echten Enthusiasten. „Warum wir?", fragte Jürgen schließlich. „Weil ihr echt seid", sagte Wolfgang. "Nicht bezahlt. Nicht gekünstelt. Und weil..." Er zögerte. "Weil ich euch damals schon beobachtet habe. In der Umkleide. Und ich habe mich gefragt." Gefragt was? Die Frage blieb unausgesprochen, aber sie hing im Raum. „Ich schlage ein Experiment vor", fuhr Wolfgang fort. "Ein Abend. Wenn es euch nicht gefällt, gehen wir nie wieder darauf ein. Wenn es euch gefällt..." Er zuckte mit den Schultern. "Dann haben wir alle etwas davon." Thomas sah Jürgen an. In seinen Augen las er dieselbe Mischung aus Angst und Begierde, die er selbst fühlte. „Was genau schlägst du vor?", fragte Thomas. Wolfgang ging zu einem Regal und nahm ein Paar Handschellen – nicht die billigen aus dem Sexshop, sondern schwere, polierte Stahlhandschellen mit Lederpolstern. „Ich schlage vor, dass ihr meine Gäste seid. Für einen Abend." Er legte die Handschellen auf die gepolsterte Bank. "Ich weiß, was ihr macht. Ich habe euch beobachtet, nach dem Klassentreffen. Ihr seid nicht einfach zwei alte Freunde." Thomas fühlte, wie ihm heiß wurde. "Wie...". „Ich bin euch gefolgt. Zur Wohnung. Habe gesehen, wie ihr eingeht. Wie das Licht lange brennt." Wolfgang lächelte. "Ich bin nicht dumm. Und ich bin neugierig." Die Offenheit war erschreckend und erregend zugleich. „Ein Abend", sagte Jürgen plötzlich. Seine Stimme war fest. "Ein Experiment." Wolfgang nickte. "Gut." Er ging zu einer Kommode und holte drei Gläser und eine Flasche Whisky hervor. "Trinken wir darauf." Sie tranken – der Whisky brannte in ihren Kehlen, wärmte ihre Bäuche. „Regeln", sagte Wolfgang, als sie ihre Gläser absetzten. "Safeword: 'Klassentreffen'. Wenn einer von uns das sagt, hören wir sofort auf. Absolute Diskretion. Und..." Er sah sie direkt an. "Absolute Ehrlichkeit." Thomas nickte langsam. "Einverstanden." „Gut." Wolfgang stellte sein Glas ab. "Dann fangen wir an." Er ging zu Thomas und berührte sein Gesicht – nicht zärtlich, sondern forschend. "Du magst es, Kontrolle abzugeben. Das habe ich damals schon gesehen." Thomas schwieg. Es war wahr. „Und du", wandte Wolfgang sich an Jürgen, "du magst es, zuzusehen. Aber auch, teilzuhaben." Jürgen errötete, aber er nickte. Wolfgang lächelte zufrieden. "Zieht euch aus." Sie zögerten einen Moment, dann begannen sie, sich auszuziehen. Nicht schüchtern wie sonst, sondern mit einer seltsamen Entschlossenheit. Hemden, Hosen, Unterwäsche – alles landete auf dem Boden. Wolfgang betrachtete ihre nackten Körper – die Altersflecken, die schlaffe Haut, die Spuren eines langen Lebens. „Schön", murmelte er. "Echt. Nicht gekünstelt." Er ging zu einem Regal und holte drei Gegenstände hervor: ein Paar Lederhandschuhe für sich selbst, eine schwarze Augenbinde für Thomas und ein Halsband mit einer Kette für Jürgen. „Thomas", sagte er und reichte ihm die Augenbinde. Thomas nahm sie und band sie sich um. Die Welt verschwand in Dunkelheit. „Jürgen." Wolfgang legte Jürgen das Halsband um. Es war aus weichem Leder, mit einem kleinen Ring an der Vorderseite. "Du wirst heute meine Augen sein." Wolfgang zog die Lederhandschuhe an. Das Geräusch des sich streckenden Leders war laut in der Stille des Raums. „Thomas", sagte Wolfgang mit veränderter Stimme – tiefer, bestimmter. "Leg dich auf die Bank. Auf den Rücken." Thomas gehorchte. Das Leder der Bank fühl sich kühl an seiner Haut an. Wolfgang befestigte seine Handgelenke und Knöchel mit weichen Lederbändern an der Bank. Thomas war jetzt völlig ausgeliefert – blind, gefesselt, hilflos. "Jürgen", sagte Wolfgang. "Nimm den kleinen Dildo dort. Und das Gleitgel." Jürgen holte die Gegenstände. Seine Hände zitterten leicht. „Jetzt mach Thomas bereit", befahl Wolfgang. "Langsam. Gründlich." Jürgen gehorchte. Er schmierte das Gleitgel auf seine Finger und begann, Thomas vorzubereiten. In der Dunkelheit seiner Augenbinde waren Thomas' Sinne geschärft – jeder Berührung, jedes Geräusches war intensiver. „Gut", murmelte Wolfgang. "Jetzt nimm den Dildo." Jürgen führte den Dildo ein. Thomas stöhnte auf – die Penetration war vertraut und doch fremd, weil er nicht wusste, wer sie ausführte. „Wolfgang?", fragte er unsicher. "Nein", sagte Wolfgangs Stimme aus der Dunkelheit. "Jürgen. Aber ich gebe die Anweisungen." Thomas atmete tief durch. Die Hilflosigkeit war beängstigend und unglaublich erregend zugleich. „Beweg ihn", befahl Wolfgang. Der Dildo glitt aus und ein, in einem langsamen, stetigen Rhythmus. „Jetzt ich", sagte Wolfgang. Thomas hörte Schritte, dann spürte er eine andere Berührung an seinem Schwanz – Wolfgangs behandschuhte Hand. „Zwei Stimulationen gleichzeitig", murmelte Wolfgang. "Anal und penil. Eine seltene Kombination." Seine Hand bewegte sich auf Thomas' Schwanz, während Jürgen den Dildo weiter bewegte. Die doppelte Stimulation war überwältigend. "Ich komme", warnte Thomas keuchend. „Nicht jetzt", sagte Wolfgang. "Hör auf, Jürgen." Der Dildo stoppte. Wolfgangs Hand entfernte sich. Thomas stöhnte vor Frustration. "Bitte...". „Bitte was?", fragte Wolfgang. Sein Gesicht war nah an Thomas' Ohr. "Bitte was, Thomas?" „Bitte lass mich kommen." „Später." Wolfgangs Stimme war ein Flüstern. "Zuerst Jürgen." Thomas hörte, wie sich die Schritte von ihm entfernten. Dann ein leises Stöhnen – Jürgen. „Er ist an der Reihe", sagte Wolfgang. "Du hörst nur zu." Thomas konzentrierte sich auf die Geräusche. Das Knarren von Leder. Jürgens ersticktes Stöhnen. Wolfgangs ruhige, bestimmte Anweisungen. „Ja, genau so. Nimm ihn tiefer." Ein lauteres Stöhnen von Jürgen. Dann das Geräusch von Haut auf Haut. „Du magst es, nicht wahr?", hörte Thomas Wolfgang sagen. "Du magst es, wenn ich dich benutze." Jürgens Antwort war ein weiteres Stöhnen. Dann Stille. Atemlose Stille. "Er ist gekommen", sagte Wolfgang schließlich. Seine Schritte näherten sich wieder. "Jetzt du." Wieder berührte die behandschuhte Hand Thomas' Schwanz. Wieder begann der Dildo sich zu bewegen. Diesmal schneller, härter. „Komm", befahl Wolfgang. "Komm für mich." Thomas brauchte nicht zweimal aufgefordert zu werden. Sein Körper spannte sich an, und er kam in heftigen Stößen – sein Sperma spritzte auf seinen Bauch, warm und reichlich. Als er fertig war, blieb er liegen, atemlos, immer noch gefesselt und blind. Er hörte, wie Wolfgang die Bänder löste. Dann wurde die Augenbinde abgenommen. Das Licht blendete ihn einen Moment. Als seine Augen sich angepasst hatten, sah er Wolfgang und Jürgen vor sich – beide nackt, beide atemlos. Wolfgang lächelte zufrieden. „Gut gemacht", sagte er. "Beide." Er half Thomas auf, führte ihn zu einer gepolsterten Bank. Jürgen setzte sich neben ihn. Sie waren alle drei erschöpft, schweißbedeckt. „Was denkst du?", fragte Wolfgang Thomas direkt. Thomas musste schlucken, bevor er antworten konnte. "Es war... intensiv." „Und du?" Wolfgang sah Jürgen an. „Ich habe noch nie so etwas erlebt", gestand Jürgen. Seine Stimme war rau. Wolfgang nickte. "Das dachte ich mir." Er ging zu einem kleinen Kühlschrank in der Ecke und holte drei Flaschen Wasser. "Hier. Ihr werdet durstig sein." Sie tranken schweigend. Das Wasser war kalt, erfrischend. „Regel Nummer vier", sagte Wolfgang schließlich. "Nach dem Spiel kommt das Gespräch. Wie fühlt ihr euch?" „Verwundbar", sagte Thomas ehrlich. „Gut", sagte Jürgen. "Aber auch... beschämt." Wolfgang nickte verständnisvoll. "Das ist normal. Beim ersten Mal." Er lehnte sich zurück. "Ihr habt gut gemacht. Besonders für Anfänger." "Wir sind keine Anfänger", protestierte Jürgen schwach. „In diesem Spiel seid ihr es." Wolfgangs Lächeln war nicht herablassend, sondern anerkennend. "Aber ihr lernt schnell." Sie redeten noch eine Stunde – über ihre Erfahrungen, ihre Grenzen, ihre Wünsche. Wolfgang war ein aufmerksamer Zuhörer, fragte nach, erklärte Dinge, die sie nicht verstanden hatten. „Es geht nicht nur um Sex", sagte er schließlich. "Es geht um Vertrauen. Um Kontrolle. Um das Loslassen." Thomas dachte darüber nach. Er hatte tatsächlich losgelassen – völlig. Und es hatte sich... befreiend angefühlt. „Ich möchte es wieder tun", sagte er überraschend selbst. Jürgen sah ihn an. "Wirklich?" Thomas nickte. "Ja." Wolfgang lächelte. "Gut. Dann machen wir es wieder. Nächste Woche." „Was dann?", fragte Jürgen. „Dann erkunden wir weiter." Wolfgangs Augen funkelten. "Ich habe viele Ideen." Sie verließen Wolfgangs Loft spät in der Nacht. Die Straßen waren leer, die Luft kühl. „War das ein Fehler?", fragte Jürgen leise, als sie zu Thomas' Auto gingen. „Ich weiß es nicht", gestand Thomas. "Aber ich will es wieder tun." Jürgen nickte. "Ich auch." Sie stiegen ins Auto. Schweigen füllte den Raum, aber es war ein gutes Schweigen – das Schweigen von Menschen, die etwas Bedeutendes geteilt haben. In den folgenden Wochen trafen sie sich regelmäßig mit Wolfgang. Jedes Treffen brachte neue Erfahrungen: Wolfgang führte sie in Bondage ein – nicht nur einfache Fesseln, sondern komplizierte Knoten und Positionen. Er zeigte ihnen Shibari, die japanische Kunst des Seilbindens, und sie verbrachten einen ganzen Abend damit, einander kunstvoll zu verschnüren. Er brachte ihnen bei, wie man Schmerz und Lust mischt – nicht als brutale Gewalt, sondern als kontrollierte, bewusste Erfahrung. Sie lernten, Paddel und Peitschen zu benutzen, nicht um zu verletzen, sondern um zu stimulieren. Und sie erkundeten neue Formen der Penetration – Doppelpenetration mit Wolfgang und einem großen Dildo, während Thomas zusah. Dann mit Thomas in der Mitte, während Jürgen und Wolfgang ihn von beiden Seiten nahmen. Es war intensiv, oft überwältigend. Aber immer kontrolliert, immer mit Respekt. Eines Abends, nach einer besonders intensiven Session, lagen sie alle drei erschöpft auf den gepolsterten Matten in Wolfgangs Spielzimmer. "Warum machst du das?", fragte Thomas plötzlich. "Du könntest dir jeden bezahlen. Jüngere. Schönere." Wolfgang dachte einen Moment nach. "Weil ihr echt seid", sagte er schließlich. "Weil ihr nicht dafür bezahlt werdet. Weil..." Er schwieg. "Weil ich euch mag. Als Menschen." Es war das Persönlichste, was er je über seine Motive gesagt hatte. „Und wir?", fragte Jürgen. "Warum machen wir das?" „Weil wir können", sagte Thomas einfach. "Weil wir endlich können." Sie schwiegen, bis ihre Atmung sich wieder normalisierte. „Dann machen wir weiter", sagte Wolfgang schließlich. "Solange wir alle es wollen." Und das taten sie. Nicht jede Woche. Manchmal vergingen zwei Wochen, manchmal einen Monat. Aber sie trafen sich wieder. Und jedes Mal erkundeten sie etwas Neues – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Sie lernten einander auf eine Weise kennen, die jenseits von Worten lag. Sie lernten Vertrauen – nicht blindes Vertrauen, sondern bewusstes, gewähltes Vertrauen. Und sie lernten, dass Lust kein Alterslimit hat. Dass Begierde nicht mit den Jahren verschwindet. Dass es nie zu spät ist, neue Seiten an sich zu entdecken. Eines Tages, Monate später, saßen sie wieder in Wolfgangs Loft – nicht im Spielzimmer, sondern im Wohnzimmer, bei einem Glas Wein. „Ich muss weg", sagte Wolfgang unvermittelt. "Für ein paar Monate. Geschäftlich." Thomas und Jürgen sahen sich an. "Wohin?" „USA. Ein Projekt." Wolfgang zuckte mit den Schultern. "Ich werde zurück sein. Aber ich dachte... vielleicht könnt ihr das Spielzimmer benutzen. In meiner Abwesenheit." Sie starrten ihn an. "Wirklich?" Wolfgang nickte. "Ihr habt es verdient." Er reichte Thomas einen Schlüssel. "Passt gut darauf auf." Nachdem Wolfgang gegangen war, nutzten sie das Spielzimmer tatsächlich – aber anders als erwartet. Sie benutzten nicht die aufwendigen Geräte, die komplizierten Fesseln. Stattdessen lagen sie einfach nur auf den Matten, redeten, küssten sich, liebten sich auf ihre eigene, vertraute Weise. „Es ist seltsam", sagte Jürgen einmal. "Ohne ihn ist es anders." „Besser?", fragte Thomas. „Einfacher", korrigierte Jürgen. "Aber nicht besser." Sie verstanden, was er meinte. Wolfgang hatte ihnen eine Welt eröffnet – aber er war nicht die Welt. Er war ein Führer gewesen, ein Lehrer. Jetzt waren sie bereit, alleine weiterzugehen. Als Wolfgang zurückkam, wussten sie es. Sie trafen sich noch ein paar Mal – aber die Dynamik hatte sich verändert. Sie waren nicht mehr Schüler und Lehrer, sondern Gleichgestellte. „Es ist Zeit", sagte Wolfgang eines Abends. "Ihr braucht mich nicht mehr." „Wir wollen dich nicht verlieren", protestierte Thomas. „Ihr verliert mich nicht." Wolfgang lächelte. "Aber ihr müsst euren eigenen Weg gehen. Zusammen." Sie verabschiedeten sich an diesem Abend nicht als Liebhaber, sondern als Freunde – Freunde, die etwas Einzigartiges geteilt hatten. Auf der Heimfahrt sah Thomas Jürgen an. "Er hat Recht. Wir müssen unseren eigenen Weg gehen." Jürgen nahm seine Hand. "Wir haben schon einen Weg. Wir müssen ihn nur weitergehen." Und das taten sie. Ohne Wolfgang, aber mit allem, was er sie gelehrt hatte. Sie erkundeten weiter, probierten Neues aus, fanden ihre eigenen Vorlieben. Sie waren zwei alte Männer, die spät im Leben eine Entdeckung gemacht hatten – und einen dritten gefunden hatten, der ihnen half, sie zu vertiefen. Und sie wussten: Das Leben war noch nicht vorbei. Es hatte gerade erst begonnen. Fortsetzung folgt: „Die letzten Höhepunkte“
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