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Fremdgehen wenn der Partner es tut


Da****

Empfohlener Beitrag

vor 3 Stunden, schrieb govinda777:

Klar, die betrogene Person soll sich Deiner Meinung nach auch noch freuen, dass sie wochen, monate oder jahrelang belogen und hintergangen wurde

Nein. Nichts dergleichen habe ich geschrieben oder behauptet.

Du zitiertest mich mit "Wenn sich aus einem Seitensprung oder einer Affäre ein Beziehungsdrama entwickelt, dann liegt das unter anderem an der fehlenden Akzeptanz der Person, die am Seitensprung gar nicht beteiligt war." Da steht nichts davon, dass die Person, die nicht beteiligt war, sich freuen soll, sondern dass unter anderem deshalb ein "Drama" entsteht, weil sie kein Verständnis für den Umstand des Fremdgehens hat.

Ein Gegenbeispiel kann ich aus meinem eigenen Leben nennen, in dem ein "Drama" ausbleibt: Falls meine Partnerin fremdgegangen ist und ich in unserer Beziehung überhaupt keine Anzeichen dafür erkennen konnte, dass sie das tat, dann kann ich auch mit dem nachträglichen Wissen um das Fremdgehen weiterhin erkennen, dass es sich in keinster Weise auf unsere Beziehung ausgewirkt hatte. Ich akzeptiere dann, dass sie fremdgegangen ist, und ich akzeptiere, dass es für unsere Beziehung ganz offensichtlich keinerlei Relevanz hatte.
Fertig.

Ich freue mich dann nicht darüber, dass sie fremdgegangen ist (wie du behaupten möchtest, dass ich das so meinte), sondern ich nehme lediglich wahr, dass sie es tat. Sie kann mir auch erklären, wie es dazu kam, und sie kann mir, wie sowieso üblich, erklären, dass sie die Beziehung mit mir fortführen will, so wie ich das mit ihr auch möchte. Es gibt dann kein Problem in unserer Beziehung, weil wir weiterhin einen sehr guten Umgang miteinander haben und das beide fortsetzen wollen, ganz egal was sie mit einem "Außenstehenden" unternommen hatte.

DAS ist es, was ich in dem kurzen Statement beschrieb. Wenn ich meine Beziehung nur daran messe, wie wir uns miteinander verhalten, dann kann ich durchaus akzeptieren, dass meine Partnerin anderswo etwas mit anderen Menschen unternimmt, ohne dass ich dabei bin. Wer ein bestimmtes Verhalten des Partners anderswo aber nicht akzeptiert, ist gerne auch mal genau diejenige Person, die das "Drama" vorantreibt. Die fremdgehende Person will sehr oft gar kein Beziehungsdrama, durch ihr Verhalten auswärts sorgt sie aber dafür, dass der Partner daheim einen Grund bekommt, eines daraus zu machen.

Die anfängliche Ursache ist klar: das Fremdgehen. Aber wie man im Anschluss mit der Situation umgeht, liegt in der Verantwortung beider. Ich persönlich wäre (aus Erfahrung) sehr gelassen damit, wenn ich klar erkenne, dass meine Partnerin sich im direkten Umgang mit mir und mit unserer Beziehung nicht verändert hat. Dass das nicht jeder so kann oder möchte, ist mir klar, aber dafür kann ich nichts.

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